Gelesen & Wiedergelesen
Thema

Kathrin Groß-Striffler – »Der arme Poet. Roman«

Ulf Annel – »silbergraublau – Ein Strandbuch«

Jürgen K. Hultenreich – »Hölderlin. Das halbe Leben. Eine poetische Biographie«

»Höl­der­lin. Das halbe Leben. Eine poe­ti­sche Bio­gra­phie«, ist ein Buch, das sich mit dem Begriff „Bio­gra­phie“ nur unzu­rei­chend beschrei­ben lässt. Ich habe seit lan­gem kein solch geist­rei­ches Buch gele­sen, des­sen Autor so gar nicht auf Affek­tiert­heit, Manie­ris­men, fal­schen Glanz beim Schrei­ben setzt.

Dietmar Ebert – »Eduard Rosenthal. Ein Charakterporträt«

Über 90 Jahre nach sei­nem Tod liegt zum ers­ten Mal ein Buch vor, das Leben und Wir­ken Edu­ard Rosenthals ( 1853 – 1926 ) vor­stellt und wür­digt. Nach­dem sein Name in den letz­ten Jah­ren über die Villa Rosen­thal, dem jahr­zehn­te­lan­gen Wohn­haus, als Ort der Kul­tur für Lesun­gen, Vor­träge und Kon­zerte zum fes­ten Begriff gewor­den ist, kann sich nun der Leser ein Bild von die­ser für Jenas Stadt­ent­wick­lung bedeu­ten­den Per­sön­lich­keit machen.

Stefan Lehnberg – »Die Affäre Carambol. Goethe und Schiller ermitteln«

Dass das Ende der Affäre Caram­bol nicht das Ende der »cri­mi­na­lis­ti­schen« Aben­teuer des Klas­siker­duos bedeu­tet, konnte man übri­gens kürz­lich in einem Inter­view mit Ste­fan Lehn­berg lesen. Dem­nach beab­sich­tigt der Autor, aus sei­ner Idee, Goe­the und Schil­ler als Vor­rei­ter von Sher­lock Hol­mes und Dr. Wat­son Fälle lösend durch die Lande zu schi­cken, eine drei­zehn­tei­lige Serie zu machen.

Rudolf Ditzen – »Gedichte«

Ingrid Annel – »Esel Erasmus unterwegs im sagenhaften Erfurt«

Es gibt Kin­der­bü­cher, die tun auch Erwach­se­nen gut und es gibt Werke für nicht kind­li­che Kun­den, die man Kin­dern auf den Nacht­tisch legen sollte. Sofern es noch buch­le­sende Kin­der mit Nacht­ti­schen gibt.

Robert Sorg – »Feldrandzeichen«

In dyna­mi­schen Pro­zes­sen wie etwa Bezie­hun­gen ist nicht abzu­se­hen, wie sich die Ände­rung von Aus­gangs­be­din­gun­gen lang­fris­tig auf ein Sys­tem aus­wir­ken. Kann ein Flü­gel­schlag ein Beben aus­lö­sen? Sorg führt in sei­nen Tex­ten pri­vate Momente des laten­ten Umschwungs vor.

Mario Osterland – »heimische Arten, Gedichte«

Nach dem Band »In Paris«, 2014 eben­falls in »para­si­ten­presse« erschie­nen, legt Mario Oster­land nun sei­nen ers­ten Lyrik­band vor. Chan­giert er in dem Vor­gän­ger skiz­zen­haft zwi­schen Lyrik und Prosa, gibt es nun eine Samm­lung von Gedich­ten, in denen der 32 jäh­rige Autor nach einem Platz im Leben und im Schrei­ben fragt.

Christian Rosenau – Nadelstich und Schlangensprache

Um es gleich vor­weg zu neh­men. Der schmale Band ist ein Fest für die Sinne und den Ver­stand. Viel­leicht liegt das an der Dop­pel­be­ga­bung Rosen­aus, der Musi­ker und Dich­ter in einem ist.

Dominique Horwitz – »Chanson d’amour«

Alles gut an der Ilm? Mit­nich­ten! Im alt­ehr­wür­di­gen Deut­schen Natio­nal­thea­ter hat mit dem Ein­zug des neuen Inten­dan­ten Johan­nes San­der näm­lich ein fri­scher Wind zu wehen begon­nen – ganz zum Miss­ver­gnü­gen des Chef­re­dak­teurs der ört­li­chen Zei­tung.

Reiner Kunze – »die stunde mit dir selbst. gedichte«

Zehn Jahre nach dem letz­ten Lyrik­band »lin­den­nacht« und wenige Wo­chen vor sei­nem 85. Geburts­tag legt Rei­ner Kunze einen neuen Band vor, »die stunde mit dir selbst«. Es sind Gedichte, die mit ihrer sprach­li­che Inten­si­tät und Schlicht­heit beeindru­cken und den Kos­mos die­ses Dich­terlebens erle­ben las­sen.

Gorch Maltzen – »Sträuben. Erzählungen und Dialoge«

Ein ful­mi­nan­ter Debüt­band ist anzu­zei­gen. Es ist der Band 47 der Edi­tion Muschel­kalk. André Schin­kel hat ihn im Auf­trag der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V. im Wei­ma­rer Wart­burg-Ver­lag her­aus­ge­ge­ben.

Moritz Gause – »Meditationen hinterm Supermarkt«

Mit »Medi­ta­tio­nen hin­term Super­markt« hat Moritz Gause sein Lyrik-Debüt im Dresd­ner Ver­lag edi­tion Azur vor­ge­legt. In Thü­rin­gen ist er gut bekannt durch seine Lite­ra­tur­pro­jekte, Lese­rei­hen, lite­ra­ri­schen Werk­stät­ten, Aus­stel­lun­gen und Inter­ven­tio­nen. Vor allem die von ihm im Jenaer Kunst­hof orga­ni­sier­ten Lesun­gen besa­ßen Kult­sta­tus und sind in guter Erin­ne­rung geblie­ben. Heute ist seine Geburts­stadt Ber­lin wie­der der Mit­tel­punkt sei­nes Daseins, nach­dem er die letz­ten bei­den Jahre im kir­gi­si­schen Bish­kek gelebt hat.

& tage«">Peter Neumann – »areale & tage«

In sei­nem neuen Gedicht­band expe­ri­men­tiert der in Wei­mar lebende Dich­ter mit ver­schie­de­nen lyri­schen For­men und stellt sich der schwie­ri­gen Frage, wie wohl eine Topo­gra­phie der Zeit aus­schauen könnte.

Hansdieter Erbsmehl
 – »›Habt Ihr noch eine Photographie von mir?‹ Friedrich Nietzsche
 in seinen fotografischen Bildnissen«

Die­ses Buch ist ein Ereig­nis: In der kaum noch über­schau­ba­ren Lite­ra­tur über Nietz­sche füllt es eine echte Lücke aus. Denn es ent­hält, beschreibt und inter­pre­tiert sämt­li­che – öffent­lich zugäng­li­chen – Foto­por­träts des Phi­lo­so­phen.

Peter Drescher – »Hirngespinste. Die Sache mit dem Kopf und was da alles so dran hing«

Peter Dre­scher hat schon man­che schöne Stu­die gelie­fert (Rhön-Pau­lus und der Sohn des Hof­ka­pell­meis­ters). Die Hirn­ge­spinste wer­den sich als ein Höhe­punkt sei­nes Werks erwei­sen.

Henning Kreitel – »warten auf erneut. Lyrik und Photographie«

Hen­ning Krei­tel begibt sich mit sei­nem Lyrik-Debüt in drei­fa­cher Weise auf die Spu­ren der Roman­tik. Er führt kon­tras­tie­rend zwei Kunst­gat­tun­gen zu ein­an­der, er setzt durch poe­ti­sche Reduk­tion ganz auf das Frag­men­ta­ri­sche sei­ner Lyrik, und er beschrei­tet kon­se­quent den »Weg nach innen«.

Sylvia Weigelt – »Mein Glück geht auf Stelzen. Der gescheiterte Kurfürst Johann Friedrich I.«

Syl­via Wei­gelt, Ger­ma­nis­tin und His­to­ri­ke­rin, hat in kom­pak­ter Weise die­sen Mann por­trä­tiert, der als »Hanfried« auf dem Jenaer Markt steht, der Uni­ver­si­täts­grün­der.

Michael Opitz – »Wolfgang Hilbig. Eine Biographie«

Michael Opitz‹ umfang­rei­che Lebens­be­schrei­bung führt zu den Quel­len von Wolf­gang Hil­bigs ein­zig­ar­tig in der neue­ren deut­schen Lite­ra­tur daste­hen­dem Werk. Der mit Hil­bigs Tex­ten detail­liert ver­traute Autor ver­folgt die Genese von immer wie­der in Gedich­ten, Erzäh­lun­gen und Roma­nen auf­tau­chen­den The­men, Moti­ven, Bil­dern und Figu­ren.

Lutz Rathenow – »Der Elefant auf dem Trampolin. Gedichte zum Größerwerden«

Ich bekenne es gern: Der »Eis­bär aus Apolda« von 2006 gehört zu mei­nen meist gelieb­ten Kin­der­bü­chern. Die Verse von Lutz Rathe­now waren wun­der­bar ver­rückt und die Zeich­nun­gen von Egbert Her­furth kon­ge­nial. Auch in ihrem neuen Band bie­dern sich beide, Autor und Gra­fi­ker, den Kin­dern (und deren Eltern) nicht an, indem sie sich »nied­lich« geben. Es sind Gedichte zum Grö­ß­er­wer­den für kleine und große Kin­der, die als Gleich­be­rech­tigte zu Sprach­spie­len und Aben­teu­ern in der Phan­ta­sie ein­ge­la­den wer­den.

Sibylle Berg – »Zwischen Apokalypse und Hoffnungsresten«

Der Roman, mit dem die 1962 in Wei­mar gebo­rene Sibylle Berg ins neue Jahr­tau­send ein­stieg, »Ende gut« (2004), war eine End­zeit­ge­schichte, eine apo­ka­lyp­ti­sche tour de force und (Schre­ckens-) Vision der euro­päi­schen Gegen­wart vor dem Hin­ter­grund öko­lo­gi­scher Kata­stro­phen, isla­mis­ti­schen Ter­rors und ame­ri­ka­ni­schen Super­macht­ge­ba­rens.

André Schinkel » – »Bodenkunde. Gedichte«

Seine Gedichte und Erzäh­lun­gen gibt André Schin­kel nur nach reif­li­cher Über­le­gung und gründ­li­cher Prü­fung für sein Lese-Publi­kum frei, denn als stu­dier­ter Archäo­loge weiß er um den Zusam­men­hang zwi­schen Tek­to­nik und Lyrik und um die Zeit, die es braucht, ehe bebende Erde und bebende Gefühle zur Ruhe kom­men. Dazu braucht es manch­mal Jahre.

Karl S. Guthke – »Goethes Reise nach Spanisch-Amerika. Weltbewohnen in Weimar«

Karl S. Guth­kes Buch »Goe­thes Reise nach Spa­nisch-Ame­rika. Welt­be­woh­nen in Wei­mar« ist hier­bei der ideale Weg­wei­ser wenn man nicht nur nach Latein­ame­rika rei­sen, son­dern auch zum Phi­lo­so­phie­ren und zum kri­ti­schen Nach­den­ken ange­regt wer­den möchte.

LIEBHABER EIER WORT SALAT«">Christoph Schmitz-Scholemann / Walter Sachs – »LIEBHABER EIER WORT SALAT«

Wenn ein Bild­hauer und Zeich­ner gemein­sam mit einem Schrift­stel­ler und Über­set­zer ein Buch mit Gedich­ten macht, die aus bei­der Feder stam­men, dann darf man etwas Beson­de­res erwar­ten.

Nancy Hünger – »Ein wenig Musik zum Abschied wäre trotzdem nett«

Im Früh­jahr ist bei »edi­tion Azur« Nancy Hün­gers neuer Gedicht­band erschie­nen. Er trägt den Titel Ein wenig Musik zum Abschied wäre trotz­dem nett. Es ist der dritte Lyrik-Band, und um es gleich vor­weg­zu­neh­men: Es ist ihr bis­lang bes­ter Band.

Ingo Schulze –»Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst«

Die Haupt­per­son des Romans heißt Peter Holtz, dem auch die Rolle des Ich-Erzäh­lers zuge­wie­sen ist. Er ist 1962 in der DDR gebo­ren und wir ler­nen ihn kurz vor sei­nem zwölf­ten Geburts­tag ken­nen. Auf der Ter­rasse eines Aus­flugs­lo­kals hat er sich, soeben aus dem Kin­der­heim aus­ge­ris­sen, ordent­lich satt­ge­ges­sen und ver­sucht nun die Kell­ne­rin davon zu über­zeu­gen, dass er die Rech­nung nicht bezah­len muss.

Silke Opitz (Hg.) – »Zwei Räume für sich allein. Maria von Gneisenau und Schloss Molsdorf«

Dies ist ein dop­pelt merk­wür­di­ges Buch: Zunächst erzählt es als Kata­log zur gleich­na­mi­gen Aus­stel­lung, die 2016 im Schloss Mols­dorf statt­fand, wie Maria von Gnei­senau (1873–1926) im Jahr 1909 eben die­ses ehe­ma­lige Rokoko-Schlöss­chen erwarb, das man kurz vorm Erfur­ter Auto­bahn­kreuz wie ein Traum­ge­bilde auf­hu­schen sieht.

Verena Zeltner – »ICEzeit. In den Klauen des weißen Drachen Crystal«

Verena Zelt­ner hat ein groß­ar­ti­ges Jugend­buch geschrie­ben, das man – gleich, wel­cher Alters­stufe man ange­hört – nicht mehr aus der Hand legen kann.

Peter Arlt – »Traumläufe im Irrgang. Ein Lebensroman in Träumen«

Was Träu­mer Arlt oft gelingt: Ver­blüf­fung und Poin­ten, Lebens-Bil­der, schief gesetzt und dadurch selt­sam gera­de­ge­rückt. Eine Kurz­pro­sa­samm­lung, die den Ver­gleich mit Namen wie Gün­ter Kun­ert nicht scheuen muss.

Eva Schönewerk – »Liebe muß der Wahrheit Schwester sein«. Die Gedichte

Warum Gedichte schrei­ben und lesen? Diese Frage stellte sich für Eva Schö­ne­werk nicht. Für sie war das Schrei­ben ur-exis­ten­zi­ell. »Mein frü­hes­tes Erle­ben von Pflanze und Tier war die Ent­de­ckung, daß alles Leben­dige seine eigene Inner­lich­keit hat, der man über die Lebens- und Exis­tenz­form näher­kom­men kann.

Gerhard R. Kaiser (Hg.) – »Deutsche Berichte aus Paris 1789–1933. Zeiterfahrung in der Stadt der Städte«

Glo­ba­li­sie­rung hat einen lan­gen Vor­lauf. Jener »all­sei­tige Ver­kehr«, den Marx beschwor, meint nicht nur Aus­wei­tung von Han­del und Kolo­ni­sie­rung bis in ent­fern­teste Win­kel, genauso kann sich der Glo­bus wie in einem Brenn­spie­gel an einem Ort ver­dich­ten. Für die als das lange 19. Jahr­hun­dert ange­se­hene Moderne war Paris jener Spie­gel, in dem sich Poli­tik, Han­del, Kul­tur, Natur­wis­sen­schaf­ten, Tech­nik kon­zen­trier­ten.

Heiner Boehncke, Hans Sarkowicz und Joachim Seng – »Monsieur Göthé. Goethes unbekannter Großvater«

Auf die­ses Buch haben die Sach­ken­ner schon lange gewar­tet. Wer sich mit Goe­thes Leben beschäf­tigt hat, weiß um seine Abstam­mung von Johann Wolf­gang Textor, dem Schult­heiß der freien Reichs­stadt Frank­furt, des­sen Toch­ter sein Vater nur dank des Reich­tums zu hei­ra­ten ver­mochte, den Groß­va­ter Goe­the als Schnei­der und Gast­wirt ange­häuft hatte.

Katrin Bibiella – »Raue Nächte. Gedichte«

Der schön gestal­tete Band ist mit einer Radie­rung des 1934 gebo­re­nen Bil­der­poe­ten Horst Hus­sel ver­se­hen. Die drei­ßig Jahre jün­gere Kat­rin Bibi­ella hat Gedichte von gro­ßer Anmut, Musi­ka­li­tät und Schön­heit geschrie­ben.

Hans-Jürgen Döring – »Innere Reise. Gedichte aus dem Nachlass«

Nach Thea­trum mundi (2007) und Ins Meer geru­fen (2013) liegt nun mit Innere Reise Hans-Jür­gen Dörings drit­ter Lyrik-Band vor. Vol­ler Freude hat er von sei­nem künf­ti­gen Gedicht­band erzählt. Nun sind es Gedichte aus dem Nach­lass gewor­den.

Wulf Kirsten / Ulrich Panndorf – Felsenfest

Das Buch ist der nicht ver­sie­gen­den Anzie­hungs­kraft zu ver­dan­ken, die das Elb­sand­stein­ge­birge in sei­ner cha­rak­te­ris­ti­schen Schön­heit aus­zu­üben ver­mag. Wie ein Zau­ber hält diese Gegend sowohl den Dich­ter als auch den Maler gefan­gen.

Emma Braslavsky – »Leben ist keine Art, mit einem Tier umzugehen«

In meh­re­ren Hand­lungs­strän­gen beglei­tet der Roman eine Viel­zahl von Figu­ren, die uns ein­drück­lich und zugleich vol­ler Humor prä­sen­tie­ren, was eigent­lich schief gelau­fen ist seit Adam und Eva. Dazu führt uns das Gesche­hen in eine fik­tive Zukunft, aber wir dür­fen uns nicht dar­auf aus­ru­hen, dass die Ereig­nisse noch in wei­ter Ferne lie­gen.

Christian August Vulpius – »Rinaldo Rinaldini, der Räuberhauptmann«

Rinal­dini, auf den ein Kopf­geld aus­ge­setzt ist, gibt kei­nen Böse­wicht. Er fun­giert als Anti­held – ein Räu­ber, der Gitarre spielt, der sich gern ver­klei­det und ver­schie­dene Iden­ti­tä­ten annimmt. Die­ses Spiel scheint er mehr zu lie­ben als alles andere. Das macht ihn auch heute sym­pa­thisch.

Gisela Kraft – »Mein Land, ein anderes«

Das auto­bio­gra­fi­sche Buch besticht durch seine gedie­gene und lie­be­volle Gestal­tung (Kraft plus Wich­mann, Ber­lin). Fotos und Fak­si­mi­les schmü­cken das Cover. Die Erin­ne­run­gen Gisela Krafts (die für die junge Dich­te­rin und Nach­wort- Autorin Nancy Hün­ger zu einer »über­gro­ßen Muse« wurde ) wer­den Zustim­mung erhal­ten und Streit aus­lö­sen.

Wolfgang Hilbig – »Das Provisorium«

Mit sei­ner Haupt­fi­gur ist Hil­big dabei ein scho­nungs­lo­ses Selbst­por­trät gelun­gen. Der Schrift­stel­ler C., dem es eine Aus­rei­se­ge­neh­mi­gung Mitte der acht­zi­ger Jahre erlaubt, die DDR für zunächst ein Jahr zu ver­las­sen, ohne dass ihm der Rück­weg für immer ver­sperrt bleibt, kommt kei­nes­wegs an neuen Ufern an. Hin- und her­ge­ris­sen zwi­schen den bei­den deut­schen Staa­ten, zwei Ideo­lo­gien, zwei Lebens­ent­wür­fen und zwei Frauen, bleibt er hier wie da ein Frem­der.

Jürgen K. Hultenreich – »Die Schillergruft«

Kaum ein Roman von die­ser erzäh­le­ri­schen Wucht ist bis­lang über die DDR geschrie­ben wor­den. Damit kommt sei­nem Roman Die Schil­ler­gruft ein wesent­li­cher Platz in der deut­schen Lite­ra­tur zu.

Jürgen K. Hultenreich / Angelika Fischer –
»Das Bamberg des E. T. A. Hoffmann«

Der Autor taucht für seine Zeit­reise tief in die reich­lich vor­han­de­nen Quel­len und zitiert kennt­nis­reich. Wie in sei­nem eben­falls in der Edi­tion A.B.Fischer erschie­ne­nen Band »Vene­dig. Eine lite­ra­ri­sche Zeit­reise« bril­liert er als glän­zen­der Essay­ist, der sich in frü­here Epo­chen ein­zu­füh­len ver­mag.

Sigrid Damm – »Goethes Freunde in Gotha und Weimar«

Wäre Sig­rid Damm nicht bereits an ihrem 70. Geburts­tag Ehren­bür­ge­rin Gothas gewor­den, müsste man sie die­ser Lie­bes­er­klä­rung an ihre Geburts­stadt wegen für diese Aus­zeich­nung vor­schla­gen.

Landolf Scherzer – »Stürzt die Götter vom Olymp. Das andere Griechenland«

Lan­dolf Scher­zer scheint es immer an Orte zu zie­hen, wo er nicht nur etwas erfah­ren kann über die jewei­lige Fremde, son­dern auch über sich selbst und das Land, aus dem er kommt.

Julian Hogg/Thomas B. Schumann – »Milein Cosman – Lebenslinien«

Mit dem Buch »Milein Cos­man – Lebens­li­nien« haben Julian Hogg und Tho­mas B. Schu­mann in der Edi­tion Memo­ria (Hürth) einen ful­mi­nan­ten Bild­band vor­ge­legt, der eine in Thü­rin­gen bis­lang weit­ge­hend unbe­kannte Künst­le­rin vor­stellt.

Stefan Petermann – »Der weiße Globus«

Allen Freun­den kür­ze­rer oder län­ge­rer Erzäh­lun­gen und Novel­len sei der Geschich­ten­band »Der weiße Glo­bus« sehr emp­foh­len, ein gut geschrie­be­ner und gebau­ter Band, in dem auf jeden star­ken Text ein noch stär­ke­rer folgt, ehe mit dem Mär­chen vom glück­li­chen Ende ein sehr »geglück­tes« Schluss­stück gesetzt wird.

Siegfried Pitschmann – »Verlustanzeige«

Marie-Eli­sa­beth Lüdde, einer Ver­trau­ten des Dich­ters aus den letz­ten Lebens­jah­ren, ver­dan­ken wir die­ses erre­gende Buch aus der Edi­tion Muschel­kalk. Sie hat dem scheuen, unter schreck­li­chen Schreib­hem­mun­gen lei­den­den Autor diese Erin­ne­run­gen abver­langt.

Christoph Dieckmann – »Mich wundert, daß ich fröhlich bin. Eine Deutschlandreise«

Dieck­manns ach­ter Repor­ta­gen­band ver­sam­melt unter dem Titel Mich wun­dert, daß ich fröh­lich bin zwi­schen 2005 und 2008 Erschie­ne­nes. Man­ches haben wir noch gut in Erin­ne­rung – wie den Bei­trag über Uwe Tell­kamp anläss­lich von des­sen kome­ten­haf­tem Auf­stieg in den Olymp der deut­schen Gegen­warts­li­te­ra­tur vor einem Jahr. Ande­res ist uns lei­der, als es zum ers­ten Mal zu lesen war, durch die Lap­pen gegan­gen.

Andreas Reimann – »Poetenmuseum«

Ingeborg Stein – »Heinrich Schütz im Wendelicht«

Ken­nen Sie Hein­rich Schütz? Eigent­lich ist es unge­hö­rig, Lesern in Thü­rin­gen diese Frage zu stel­len, denn sein Name gehört wie der von Luther, Bach, Goe­the, Schil­ler, Her­der oder Wie­land zu den bedeu­tends­ten Per­sön­lich­kei­ten der Thü­rin­ger Kul­tur­ge­schichte.

Frank Quilitzsch – »Auf der Suche nach Wang Wei«

Frank Qui­litzschs Bericht über eine Reise durch China im Jahr 2015 mit dem Titel »Auf der Suche nach Wang Wei« ist ein bemer­kens­wer­tes Rei­se­buch. Sein China-Buch lebt wie seine frü­he­ren Viet­nam-Bücher von einem genauen Blick auf Atmo­sphä­ri­sches, ihn reizt das Detail.

Marie-Elisabeth Lüdde – »Johann Gottfried Herder. Licht – Liebe – Leben«

Die pro­mo­vierte Theo­lo­gin und in Wei­mar lebende Autorin Marie-Eli­sa­beth Lüdde nimmt uns in ihrem Buch »Johann Gott­fried Her­der. Licht – Liebe – Leben« (Wei­ma­rer Ver­lags­ge­sell­schaft 2016) viel­leicht auch aus die­sem Grunde mit auf eine anre­gende Gedan­ken­reise, die sie zugleich akri­bisch his­to­risch ver­or­tet.

Lutz Seiler – »Kruso«

Harald Gerlach – »Das Graupenhaus«

Ger­lachs sprach­ge­wal­ti­ges Buch, ver­ziert durch eine wun­der­bare, das Grau­pen­haus andeu­tende Gra­phik von Alfred T. Mör­stedt, ist keine leichte Kost und war zu kei­ner Zeit ein popu­lä­rer Text.

Christine Hansmann – »Des Lichtes und der Schönheit halber«

Gabriele Reuter – »Vom Kinde zum Menschen. Die Geschichte meiner Jugend«

Die heute nur weni­gen Lesern bekannte Autorin Gabriele Reu­ter (1859–1941) war zwi­schen 1895 und 1922 in Deutsch­land eine Best­sel­ler­au­torin und mora­li­sche Instanz, die die Frau­en­be­we­gung zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts gern für sich rekla­mierte.

Annette Seemann – Gabriele Reuter. Leben und Werk einer geborenen Schriftstellerin

Johann Wolfgang Goethe – »Dichtung und Wahrheit«

Im elf­ten Buch von »Dich­tung und Wahr­heit« (1814) blickt Goe­the auf seine frü­hen Straß­bur­ger Jahre. Die Rede ist von der Begeis­te­rung der jun­gen Dich­ter für Wil­liam Shake­speare. Er erin­nert sich an Jakob Michael Rein­hold Lenz, den er in spä­te­ren Pas­sa­gen sei­ner Rück­schau eher abfäl­lig betrach­tet.

Marius Koity – »Eine unvermeidliche Collage«

Kathrin Schmidt – Kapoks Schwestern

Man kennt Kath­rin Schmidt nicht nur als Lyri­ke­rin, son­dern auch als eine Meis­te­rin kom­plex ver­schach­tel­ter, psy­cho­lo­gisch raf­fi­nier­ter und erzäh­le­risch weit aus­grei­fen­der, die Grenze vom Rea­len zum Phan­tas­ti­schen immer wie­der mit leich­ter Hand über­schrei­ten­der Erzähl­werke.

Gerhard Altenbourg / Horst Hussel – »Mit Salut und Flügelschlag«. Der Briefwechsel zwischen Gerhard Altenbourg und Horst Hussel

Gustav Seibt – »Mit einer Art von Wut – Goethe in der Revolution«

Hanns Cibulka – »Thüringer Tagebücher«

Hanns Cibulka ist als Lyri­ker und Autor lite­ra­ri­scher Tage­bü­cher in Erin­ne­rung geblie­ben. Letz­tere glei­chen klei­nen Bre­viers zum Mit-Sich-Tra­gen und wie­der­hol­ten Lesen. Sie sind geprägt von einer star­ken gedank­li­chen Durch­drin­gung der Gegen­stände und mischen kurze Gat­tun­gen wie das Gedicht, den Essay, die Natur­be­schrei­bung oder die Anek­dote.

Walter Werner – »Der Traum zu wandern«

Wulf Kirsten – »Kleewunsch. Ein Kleinstadtbild«

Auf einer Web­site, die Wan­der­wege rund um Dres­den beschreibt, heißt es: »Klein­wolms­dorf wird auch Klee­wumpe genannt. Des­halb gab der Lyri­ker Wulf Kirs­ten sei­nem Gedicht­band den Namen ›Klee­wunsch‹.« Wie bitte? »Klee­wunsch« ist doch kein Gedicht­band, son­dern ein Pro­sa­text, jeden­falls auf den ers­ten Blick.

Ivan Ivanji – »Buchstaben von Feuer«

Der Roman »Buch­sta­ben von Feuer« von Ivan Ivanji erzählt die Geschichte des Sieg­fried Wahr­lich, gebo­ren als Sohn eines Hilfs­kell­ners im Hotel Ele­phant Wei­mar in der Neu­jahrs­nacht 1908.

H. W. Katz – »Die Fischmanns«

Jorge Semprún – »Die große Reise«

Jorge Sem­prún legte mit »Die große Reise« im Jahre 1963 einen bemer­kens­wer­ten Debüt­ro­man vor, wel­cher wider den berühm­ten Gedan­ken Theo­dor W. Ador­nos ein Schrei­ben nach den Ver­nich­tungs­la­gern erprobte.

Johann Christian Günther – »Gedichte und Studentenlieder«

Eugenie Marlitt – »Die zweite Frau«

Die Romane der Mar­litt sind weit ent­fernt davon, Hei­mat­ro­mane zu sein. Sie sind zwar, außer dem Hei­de­prin­zes­schen, alle in Thü­rin­gen bzw. dem Thü­rin­ger Wald oder in Arn­stadt und Umge­bung ange­sie­delt, da es die Gegend ist, wel­che die Autorin liebt und genau kennt, also auch beson­ders gut nach­zeich­nen kann.

Franz Hodjak – »Der Sängerstreit«34

Jürgen Becker – »Aus der Geschichte der Trennungen«

Wer mit Jür­gen Becker in die­ses Aus der Geschichte der Tren­nun­gen in der Erin­ne­rung erste­hende Erfurt zurück­geht, erhält nicht nur eine unge­schönte, schul­buch­wür­dige Lek­tion über den All­tag Her­an­wach­sen­der in Deutsch­land direkt vor, wäh­rend und nach dem Zwei­ten Welt­krieg, son­dern auch einen Ein­druck davon, wie wir mit­ten in der Gegen­wart von unse­ren Ver­gan­gen­hei­ten ein­ge­holt wer­den – jener Zeit, die nie ver­geht, weil sie unser Gedächt­nis ist.

Adele Schopenhauer – »Haus-, Wald- und Feldmärchen«

Marthe Renate Fischer – »Die aus dem Drachenhaus«

Wer die Mühe des Ein­le­sens in ihren eigen­wil­li­gen Stil nicht scheut, dem sei die Lek­türe von Die aus dem Dra­chen­haus, aber auch ihrer Novel­len, deren beste den Ver­gleich mit Gott­fried Kel­ler oder Theo­dor Fon­tane nicht zu scheuen brau­chen, mit Wärme emp­foh­len.

Johann Wolfgang von Goethe – »Die Leiden des jungen Werther«

Wert­her schei­tert am Ende. Jedoch nicht an der Liebe, wie man es (um simple Ant­wor­ten auf kom­plexe Fra­gen zu fin­den) zuerst ver­mu­ten möchte. Son­dern er schei­tert als Mensch, der in sei­nem klei­nen Kos­mos keine Ant­wor­ten auf die Grund­fra­gen des mensch­li­chen Seins zu fin­den ver­mag.

Max Osborn – »Der bunte Schleier«

1933 wur­den die Werke von Max Osborn von den Natio­nal­so­zia­lis­ten ver­brannt und er ins Exil getrie­ben, wo er 1946 in New York starb. Seine Erin­ne­run­gen erschie­nen 1945 in New York; nach nahezu 70 Jah­ren lie­gen sie nun erst­mals im deut­schen Sprach­raum vor.

Christoph Meckel – »Russische Zone – Erinnerung an den Nachkrieg«

Ludwig Bechstein – »Deutsches Märchenbuch«

Die erste Aus­gabe von Bech­steins Mär­chen­samm­lung erschien 1845 bei dem Leip­zi­ger Ver­le­ger Georg Wigand, der auch die wei­te­ren Aus­ga­ben und Auf­la­gen bis 1857 besorgte. Sie trug den Titel »Deut­sches Mär­chen­buch« und umfasste 88 Volks­mär­chen sowie die ein­lei­tende Dich­tung »Des Mär­chens Geburt«.

Friedrich Schiller – »Der Verbrecher aus verlorener Ehre«

Wolfgang Hilbig – »Ich«

»Ich« berührte bei sei­nem Erschei­nen 1993 eine offene Wunde. Es war die Zeit, in der DDR-Bür­ger ver­kraf­ten muss­ten, dass ihr Land nicht nur häss­lich, son­dern auch von sys­te­ma­ti­scher Denun­zia­tion über­zo­gen war.

Ursula Sigismund – »Zarathustras Sippschaft. Menschliches, Allzumenschliches von Nietzsches Verwandtschaft«

Johannes Daniel Falk – »Die Prinzessin mit dem Schweinerüssel«

Leben und Werk des Johann Daniel Falk sind, wie wir sehen, aufs Engste mit­ein­an­der ver­wo­ben. Am schöns­ten tritt das her­vor in der von Paul Sauppe besorg­ten und mit Nach­wort und einem tabel­la­ri­schen Lebens­lauf ver­se­he­nen Werk­aus­gabe. Sie trägt den Titel »Die Prin­zes­sin mit dem Schwei­ne­rüs­sel«, erschie­nen 1988 im Ver­lag Rüt­ten & Loe­ning (Ber­lin).

Rahel Sanzara – »Das verlorene Kind«

Karl Linzen – »Zug der Gestalten«

Lin­zen fin­det eine geeig­nete Spra­che für seine Texte, er kennt bis in die his­to­ri­schen Benen­nun­gen von Klei­dungs­stü­cken die Gege­ben­hei­ten, über die er schreibt. Die mit einem ver­brief­ten Eigen­le­ben in Szene gesetz­ten his­to­ri­schen Per­sön­lich­kei­ten sind bis ins feinste aus­dif­fe­ren­ziert und gestal­tet, ihren Cha­rak­te­ren weist Lin­zen eine Mimik und Ges­tik, eine Gedan­ken­welt zu, die fas­zi­niert und erschüt­tert.

Johann Karl August Musäus – »Volksmärchen der Deutschen«

Friedrich Nietzsche – »Also sprach Zarathustra«

Im Mai 1883 erschien ein Buch, das zu den merk­wür­digs­ten der Geschichte zählt. »Ein Buch für Alle und Kei­nen« war sein Unter­ti­tel. Und tat­säch­lich ken­nen es heute alle, liest es – fast – kei­ner.

Eugen Kogon – »Der SS-Staat«

Harry Graf Kessler – »Tagebücher 1918–1937«

Harry Graf Kess­lers Tage­bü­cher aus den Jah­ren zwi­schen den bei­den Welt­krie­gen glei­chen einer Per­len­kette aus vie­len Begeg­nun­gen mit höchst unter­schied­li­chen Men­schen, die sub­til zu cha­rak­te­ri­sie­ren der Autor nicht müde wird.

Theodor Storm – »Die Regentrude und andere Märchen«

Reinhard Lettau – »Alle Geschichten«

Auch wenn wir von dem Deutsch­ame­ri­ka­ner Rein­hard Lettau nur ein schma­les Werk vor­lie­gen haben – es speiste sich aus spru­deln­der, ideo­lo­gie­be­frei­ter Quelle und ist chro­no­lo­gisch ver­sam­melt in dem Buch Alle Geschich­ten.

Jutta Hecker – »Die Altenburg. Geschichte eines Hauses«

Lothar-Günther Buchheim – »Das Boot«

Wer den Film schon zig mal im Nacht­pro­gramm an sich vor­bei­zie­hen sah, der nehme sich doch bei Gele­gen­heit das zugrun­de­lie­gende Buch zur Hand und beginne damit eine ganz andere Fahrt.

Armin Müller – »Der Puppenkönig und ich«

Christoph Martin Wieland – »Die Geschichte der Abderiten«

Kein deutsch­spra­chi­ger Autor hat uns in sol­cher Viel­falt an The­men und For­men vor Augen geführt, wel­che Bedeu­tung für die Selbst­re­gu­lie­rung des Ein­zel­nen sein Unter­schei­dungs-ver­mö­gen hat, wie Chris­toph Mar­tin Wie­land (1733–1813).

Eckart Krumbholz – »Beim Weltmann in der Provinz. Geschichten des Immanuel. Aus seinen Merkheften«

Fred Wander – »Der siebente Brunnen«

Man muss es lei­der heute noch immer kon­sta­tie­ren, dass Fred Wan­ders 1971 erschie­ne­ner Roman »Der sie­bente Brun­nen« trotz mehr­fa­cher Auf­lage keine sei­ner Bedeu­tung ent­spre­chende Öffent­lich­keit in Ost und West unse­res Lan­des gefun­den hat.

Johann Karl Wezel – »Belphegor oder die wahrscheinlichste Geschichte unter der Sonne«

Kurt Held – »Die rote Zora und ihre Bande«

Der Autor Kurt Held (eigent­lich Kurt Klä­ber) ist gebür­ti­ger Jenaer, musste 1933 aus Deutsch­land vor den Natio­nal­so­zia­lis­ten in die Schweiz emi­grie­ren. Von dort aus unter­nahm er meh­rere Rei­sen nach Kroa­tien, kam auch in das kroa­ti­sche Städt­chen Senj, in dem er Kon­takt zu einer Kin­der­bande fand, deren Füh­rung ein rot­haa­ri­ges Mäd­chen über­nom­men hatte.

Sigrid Damm (Hg.) – »Märchen der deutschen Romantik«

Mit größ­ter Selbst­ver­ständ­lich­keit, ohne jede Berüh­rungs­angst geht die Her­aus­ge­be­rin auf die roman­ti­schen Texte zu, ohne ihre Leser davon zu unter­rich­ten, dass man in der DDR lange mit der Roman­tik auf Kriegs­fuß stand, sie (mit Goe­the) als das »Kranke« abtat.

René Halkett – »Der liebe Unhold«

Das auto­bio­gra­phi­sche Zeit­por­trät »Der liebe Unhold« von George René Hal­kett, das sieb­zig Jahre nach sei­ner eng­li­schen Erst­ver­öf­fent­li­chung nun erst­mals auf deutsch vor­liegt, ist eine der gro­ßen Auto­bio­gra­phien des 20. Jahr­hun­derts.

Bruno Apitz – »›Nackt unter Wölfen‹ – Du bist ein Mensch, beweise es …«

Kein Bericht über das KZ Buchen­wald ist so berühmt und so berüch­tigt wie »Nackt unter Wöl­fen« von Bruno Apitz. Seit 1958 in über drei Mil­lio­nen Exem­pla­ren erschie­nen und in 30 Spra­chen über­setzt, wurde der Roman zum Syn­onym für den anti­fa­schis­ti­schen Wider­stand.

Imre Kertész – »Roman eines Schicksallosen«

Mehr als 15 Jahre hat Imre Ker­tész gebraucht, um sei­nen Roman­erst­ling zu schrei­ben. Er erschien 1975 unter dem Titel Sorst­alan­ság (Schick­sal­lo­sig­keit) bei Szé­pi­ro­dalmi (Buda­pest).

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