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Friedrich Nietzsche und Lou Andreas Salome, von Reinhard Johannes Sorge, Eugen Diederichs , Joachim Ringelnatz, James Krüss und Ricarda Huch in Tautenburg.
Wer kennt Tautenburg? Ein Dorf von etwa 300 Einwohnern, seit eh und je im Wald versteckt, abseits von Durchgangsstraßen. Doch Jena, Naumburg und Weimar erreicht man von Tautenburg aus in einer halben bis einer Stunde. In diesen Städten vollzog sich Geschichte, die auch Tautenburg berührte.
Lassen wir doch einmal das lästige Detail beiseite, dass Heinrich Hoffmann sein bekanntestes Werk, einige Jahrzehnte vor seinem ersten Besuch in Tabarz schrieb. Wer will denn ernsthaft behaupten, eine literaturwissenschaftliche Analyse käme einem Werk nur deshalb näher, weil sie sich an die Fakten hielte? Ist nicht schon längst bekannt, dass Autoren schon vor der Zeit spüren, dass sich da etwas ankündigt, nennen wir es Ahnung oder Hoffnung oder, damit sich niemand ausgeschlossen fühlt, Verzweiflung.
1882 verbrachten Nietzsche und Lou von Salomé drei Wochen miteinander in der „Sommerfrische“ Tautenburg zwischen Jena und Naumburg. Nietzsche glaubte, in der 21-jährigen Studentin eine „Jüngerin“ für seine Philosophie gefunden zu haben. Gerade um dies zu sein, musste sie sich jedoch von der Dominanz des 38-jährigen befreien und ihren eigenen Weg gehen. So wurde sie eine der faszinierendsten Frauen des 20. Jahrhunderts.
Die Ferien hatten uns in die Sommerfrische gebracht. Und ich zählte zehn Jahre, als mein Vater mich und meine älteren Geschwister in Frauenprießnitz in Thüringen taufen ließ. Bei dieser Zeremonie gebrauchte der Pastor eine Art Sahnenkännchen. Über dieses Kännchen und über den ungewöhnlich tief herabhängenden Hosenboden des Küsters brach ich in ein nicht zu unterdrückendes Lachen aus.
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