Martin Luther

Mar­tin Luther wurde 1483 in Eis­le­ben gebo­ren. 1505 war er als Mönch in Erfurt. Nach sei­nem Theo­lo­gie­stu­dium wurde er 1512 in Wit­ten­berg zum Dr. theol. pro­mo­viert, wo er ab 1514 als Pro­fes­sor für Theo­lo­gie lehrte und 1517 im Kampf gegen den Ablass­han­del der Kir­che seine 95 The­sen anschlug. 1521 schei­terte er vor dem Reichs­tag zu Worms und wurde für vogel­frei erklärt. Luther flüch­tete auf die Wart­burg, wo er seine Bibel­über­set­zung begann.

Indem er auf die säch­si­sche Kanz­lei­spra­che, das Meiß­ner Kanz­lei­deutsch, bei der Über­set­zung und Nach­dich­tung des latei­ni­schen, hebräi­schen und grie­chi­schen Tex­tes der Bibel setzte, legte er den Grund­stein für die Ent­wick­lung der heu­ti­gen, den Dia­lek­ten über­ge­ord­ne­ten deut­schen Schrift­spra­che.

Der mit­tel­deut­sche Raum ist mit­hin der Geburts­raum des Deut­schen oder die Wiege der deut­schen Nation. Mit der Über­set­zung der Bibel schuf Luther ein Buch, das zum ers­ten Mal alle Deut­schen lesen konn­ten; ein Werk, das als das erste Buch der deut­schen Natio­nal­li­te­ra­tur gel­ten kann. Mit sei­nen sprach­ge­wal­ti­gen Bil­dern (dem Volk auf›s Maul geschaut) und poe­ti­schen Nach­dich­tun­gen (das Hohe­lied Salo­mos) aus dem Latei­ni­schen, Hebräi­schen und Grie­chi­schen hat Luther wesent­li­che Impulse für die heu­tige deut­sche Spra­che gege­ben.

1522 kehrte Luther nach Wit­ten­berg zurück. 1525 hei­ra­tete er Katha­rina von Bora. 1534 wurde die Bibel in deut­scher Spra­che her­aus­ge­ge­ben. 1546 starb Luther in sei­ner Geburts­stadt Eis­le­ben.

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