August von Kotzebue

August Kot­ze­bue wurde 1761 in Wei­mar gebo­ren. Sein Vater, der als her­zog­li­cher Lega­ti­ons­rat im Dienste Her­zo­gin Anna Ama­lias stand, starb kurz nach sei­ner Geburt. August Kot­ze­bue wuchs in Wei­mar auf und lebte spä­ter für einige Zeit in der Schloss­gasse 6 in Wei­mar, wo heute eine Gedenk­ta­fel an ihn erin­nert.

Auf dem Gym­na­sium wurde er von sei­nem Onkel Johann Karl August Musäus unter­rich­tet. Nach dem Schul­be­such stu­dierte er von 1777 bis 1780 Jura in Jena und Duis­burg, woe er ein Lieb­ha­ber­thea­ter grün­dete. Nach dem Stu­dium begann er in Wei­mar als Rechts­an­walt zu arbei­ten. Spä­ter ging er nach Sankt Peters­burg, wo er für den Gene­ral­gou­va­neur von St. Peters­burg als Sekre­tär arbei­tete. 1783 folgte er einer Beru­fung als Asses­sor an den Obers­ten Gerichts­hof nach Reval. 1785 wurde er in den rus­si­schen Adels­stand erho­ben.

Nach der Ermor­dung des rus­si­schen Zaren Paul kehrte er 1801 nach Deutsch­land zurück, wo er nach einem kur­zen Auf­ent­halt in Wei­mar bis 1806 in Ber­lin lebte. Nach der fran­zö­si­schen Beset­zung Deutsch­lands ging er 1806  nach Est­land auf sein Gut zurück, wo er vor allem lite­ra­risch arbei­tete und meh­rere sati­reshe Schrif­ten gegen Napo­leon schrieb. 1816 kehrte er als rus­si­scher Gene­ral­kon­sul nach Deutsch­land zurück, wo er in Ber­lin, Wei­mar und Mün­chen und Mann­heim lebte, wo er 1819 als ver­meint­li­cher Spion von Karl Lud­wig Sand ersto­chen wurde.

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