Walter Gropius

Walter Adolf Georg Gropius wurde 1883 in Berlin als Sohn des Geheimen Baurates Walter Gropius geboren. Nach dem Schulbesuch studierte er ab 1903 Architektur in München und ab 1906 in Berlin. 1908 beendete er sein Studium ohne Abschluss und begann im Architekturbüro von Peter Behrens zu arbeiten. 1910 begann Gropius selbständig als Architekt, Formgestalter und Industriedesigner zu arbeiten. Im gleichen Jahr lernte er Alma Mahler kennen, die er 1915 heiratete.

Nach dem Ersten Weltkrieg, in dem Gropius schwer verwundet wurde, wurde er auf einen Vorschlag von Henry van des Velde 1919 zum Direktor der Großherzoglich-Sächsischen Hochschule für Bildende Kunst in Weimar ernannt. Gropius prägte mit seiner Umbenennung der Hochschule in »Staatliches Bauhaus in Weimar« eine Epoche. Gropius leitete das Bauhaus bis zu seiner Vertreibung in Weimar und ab 1926 bis 1928 in Dessau.

Als Architekt befasste sich Gropius in den späten 1920er Jahren insbesondere mit städtebaulichen Konzepten, vor allem dem seriellen und industrialisierten Wohnungsbau. Nach seinem Ausscheiden aus dem Staatlichen Bauhhaus arbeitete Gropius als Architekt in Berlin.

1934 ging Gropius aufgrund von Anfeindungen durch die Nationalsozialisten ins Exil nach Englang und später in die USA. In Cambridge arbeitete er als Professor für Architektur an der Harvard University. Gemeinsam mit Konrad Wachsmann entwickelte Gropius architektonische Module für die industrielle Plattenbauweise, die später weltweit zum Einsatz kam.

Walter Gropius starb am 5. Juli 1969 in Boston in den USA.

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