Arnold Böcklin

Arnold Böck­lin  wurde am 18. Okto­ber 1827 in Basel gebo­ren und gilt in der Male­rei als Begrün­der des Sym­bo­lis­mus. An der Zei­chen­schule, die er in sei­ner Kind­heit besuchte, erkannte man schon früh sein Talent. Er durfte darum trotz der finan­zi­el­len Not­lage sei­ner Fami­lie eine künst­le­ri­sche Aus­bil­dung in Düs­sel­dorf absol­vie­ren. Mit sei­nem Freund Rudolf Kol­ler unter­nahm er 1848 eine Stu­di­en­reise nach Paris, wo er Augen­zeuge der blu­tig nie­der­ge­schla­ge­nen Febru­ar­re­vo­lu­tion wurde. Fortan durch­zo­gen Gewalt und Bedro­hung seine traum­ar­ti­gen Bild­the­men Bei einer wei­te­ren Stu­di­en­reise nach Ita­lien lernte er Angela Pas­cucci ken­nen, die er 1853 ehe­lichte und die Modell vie­ler sei­ner Bil­der war.

Als ange­hen­dem Künst­ler man­gelte es Böck­lin jetzt selbst an Geld. Der frühe Tod meh­re­rer sei­ner Kin­der zehrte zusätz­lich an ihm. 1815 ver­mit­telte ihm der befreun­dete Künst­ler Anselm Feu­er­bach eine wich­tige Auf­trags­ar­beit. Er sollte in Han­no­ver die Villa Karl Wede­kinds aus­ma­len. Teile des ent­ste­hen­den Gemäl­de­zy­klus »Bezie­hung des Men­schen zum Feuer« wur­den weit­hin bekannt. 1860 bis 1862  erhielt Böck­lin eine Pro­fes­sur für Land­schafts­ma­le­rei an der Groß­her­zog­lich-Säch­si­schen Kunst­schule in Wei­mar. In den Auf­zeich­nun­gen sei­ner Frau Angela Böck­lin fin­den sich Erin­ne­run­gen an diese Zeit. Sie war aber wie­derum von Schick­sals­schlä­gen geprägt und währte nicht lange, da ein wei­te­res Kind der Fami­lie sowie die Mut­ter Böck­lins ver­star­ben. Nach zwei Jah­ren ver­ließ Böck­lin sein Amt und zog nach Mün­chen. Noch immer ver­kauf­ten sich seine Bil­der schwer. Doch als Böck­lin bereits in hohem Altern war, genoss er als eta­blier­ter Künst­ler all­ge­mein gro­ßes Anse­hen. Seine fan­tas­ti­schen Motive tra­fen den Geschmack der Zeit und wur­den doch noch zu sei­nen Leb­zei­ten teuer ver­kauft.                                                       Am 16. Januar 1901 starb er in Flo­renz.

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