Elisabeth Förster-Nietzsche

The­rese Eli­sa­beth Alex­an­dra Nietz­sche (* 10. Juli 1846 in Röcken bei Lüt­zen; † 8. Novem­ber 1935 in Wei­mar) hei­ra­tete 1885 den Anti­se­mi­ten Bern­hard Förs­ter, dem sie 1886 nach Para­guay folgte, wo Förs­ter die Kolo­nie »Nueva Ger­ma­nia« grün­dete, um mit einer Reihe deut­scher Sied­ler die deut­sche »Rasse« neu zu grün­den. Das Pro­jekt schei­terte, Förs­ter nahm sich das Leben und Eli­sa­beth Förs­ter-Nietz­sche kehrte 1893 nach Europa zurück, um sich für den Rest ihres Lebens  der Pflege ihres Bru­ders zu des­sen Werk zu wid­men, der 1889 in Turin einen Zusam­men­bruch erlit­ten hatte.

Mit der Grün­dung des Nietz­sche-Archivs 1894 in Naum­burg nahm sie spä­ter­hin star­ken Ein­fluss auf die Her­aus­gabe von Nietz­sches Wer­ken, wobei sie zum Teil auch in seine Schrif­ten ein­griff. In der »Villa Sil­ber­blick«, die Meta von Salis 1897 kaufte und Eli­sa­beth Förs­ter-Nietz­sche zur Ver­fü­gung stellte, lebte sie bis zu ihrem Tod 1935. Sie emp­fing zahl­rei­che Gäste aus Deutsch­land und Europa, die Nietz­sche ver­ehr­ten. Unter ihnen Adolf Hit­ler und Tho­mas Mann. Salomo Fried­län­der (Mynona) nannte sie spöt­tisch »die stadt­be­kannte Schwes­ter des welt­be­rühm­ten Bru­ders«. Ein­drucks­voll schil­dert ihre Nichte, Ursula Sigis­mund, in ihrem Buch »Zara­thu­stras Sipp­schaft« das Leben im Hause Nietz­sche am Sil­ber­blick.

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