Angela Böcklin

Angela Böcklin, geborene Pascucci, (* 28. 2. 1836; † 15.2.1915) ist den meisten wohl vorerst als Frau an der Seite des Basler Malers Arnold Böcklin bekannt. Angela ist 17 Jahre alt, als sie den Heiratsantrag von dem Studenten Arnold (damals 26 Jahre alt) im Jahre 1850 annimmt. Angela, das junge Waisenmädchen aus der Klosterschule, wird sein Modell. Insgesamt leben sie 50 Ehejahre zusammen. Die Biographie von ihr und ihrem Mann ist von Entbehrungen, Krankheiten und Todesfällen gezeichnet. Anfänglich malt Böcklin zwar jeden Tag, verkauft jedoch in Basel kein einziges Bild. Mehrere Umzüge, unter anderem nach München und Florenz, folgen. Angela gebiert ihm als gute Ehefrau insgesamt 14 Kinder, von denen jedoch viele bereits im Kindesalter sterben. Sie, seine Ehefrau, aber auch seine Muse, ist Vorlage für viele seiner Bilder, z.B. Böcklins Bildnis Angela mit rotem Haarnetz von 1863. Nicht nur Gemälde, auch Fotografien sind von Angela Böcklin erhalten. Eines zeigt sie mit ihrem Papagei Koko (1898), ein noch viel früheres mit dem Kind Lucie, das schon 1862 aufgenommen wurde.

In den 1910 von Ferdinand Runkel herausgegebenen »Böcklin Memoiren«, die den Untertitel ›Tagebuchblätter von Böcklins Gattin Angela‹ tragen, schreibt sie über die Jahre 1860 bis 1862, die sie mit ihrem Mann Arnold Böcklin in Weimar verlebte.

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