Kalender

Ausstellungen

Jan
1
So
ganztägig Ausstellung »Begegnung mit Rudol...
Ausstellung »Begegnung mit Rudol...
Jan 1 2012 – Dez 31 2029 ganztägig
Ausstellung »Begegnung mit Rudolf Baumbach, Jean Paul, Ludwig Bechstein und Friedrich Schiller« im Literaturmuseum Baumbachhaus Meiningen @ Literaturmuseum Baumbachhaus
Im Lite­ra­tur­mu­seum im Baum­bach­haus kann man nicht nur Bekannt­schaft mit dem eins­ti­gen Haus­her­ren Rudolf Baum­bach machen, son­dern auch mit wei­te­ren Schrift­stel­lern, die im 18. und 19. Jahr­hun­dert im Mei­nin­ger Land leb­ten und wirk­ten. Das Kern­stück der[...]
Aug
28
Di
ganztägig Ausstellung »Lebensfluten – Tate...
Ausstellung »Lebensfluten – Tate...
Aug 28 2012 – Aug 28 2030 ganztägig
Ausstellung »Lebensfluten – Tatensturm«. Die Goethe-Ausstellung im Goethe-Nationalmuseum Weimar @ Goethe-Nationalmuseum Weimar
Die Klas­sik Stif­tung Wei­mar prä­sen­tiert Goe­the als Zeu­gen der um 1800 ein­set­zen­den Moderne und zeigt sein fas­zi­nie­ren­des Leben und Werk in zeit­ge­nös­si­schen Kon­tex­ten. In der Aus­stel­lung wird in elf Räu­men die Viel­schich­tig­keit Goe­thes weit über[...]
Mrz
27
Fr
ganztägig Ausstellung »Kampf um Nietzsche«...
Ausstellung »Kampf um Nietzsche«...
Mrz 27 2020 – Dez 31 2030 ganztägig
Ausstellung »Kampf um Nietzsche« im Nietzsche-Archiv Weimar @ Nietzsche-Archiv Weimar
Die von Henry van de Velde als Gesamt­kunst­werk gestal­te­ten Räume des Nietz­sche-Archivs erstrah­len 2020 in neuem Licht. Die über­ar­bei­tete Dau­er­aus­stel­lung führt ein zu Nietz­sches Den­ken und fasst die Rezep­tion in Kunst, Archi­tek­tur, Musik und Phi­lo­so­phie[...]
Sep
3
Sa
ganztägig Ausstellung »Der erste Schriftst...
Ausstellung »Der erste Schriftst...
Sep 3 2022 – Dez 31 2032 ganztägig
Als Her­zo­gin Anna Ama­lia einen intel­lek­tu­el­len Gesprächs­part­ner für ihren jugend­li­chen Sohn Carl August suchte, fiel ihre Wahl auf den damals popu­lärs­ten Schrift­stel­ler Deutsch­lands: Chris­toph Mar­tin Wie­land. Vor 250 Jah­ren zog der Dich­ter, Über­set­zer und Auf­klä­rer[...]
Dez
7
Do
ganztägig Ausstellung »Der spitze Bogen« L...
Ausstellung »Der spitze Bogen« L...
Dez 7 2023 – Jun 16 2024 ganztägig
Ausstellung »Der spitze Bogen« Lyrik und Fotografien von Katharina und Holger Poitz im Botanischen Garten Jena @ Botanischer Garten Jena
    Aus­stel­lung »Der spitze Bogen« Lyrik und Foto­gra­fien von Katha­rina und Hol­ger Poitz im Bota­ni­schen Gar­ten Jena Inspi­ra­tion der goti­schen Archi­tek­tur durch flo­rale Formen   Hol­ger Poitz wurde 1960 in Mei­ßen gebo­ren. Durch den Blick[...]
Feb
24
Sa
ganztägig Ausstellung »Mit Gott und Goethe...
Ausstellung »Mit Gott und Goethe...
Feb 24 – Sep 1 ganztägig
Ausstellung »Mit Gott und Goethe. Großherzogin Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach zum 200. Geburtstag« im Stadtmuseum Weimar
  Groß­her­zo­gin Sophie von Sach­sen-Wei­mar-Eisen­ach (geb. 8. April 1824 in Den Haag, gest. 23. März 1897 in Wei­mar) prägte als Gemah­lin des Groß­her­zogs Carl Alex­an­der in der zwei­ten Hälfte des 19. Jahr­hun­derts ent­schei­dend die Kul­tur-[...]
Mrz
16
Sa
ganztägig Ausstellung »Aus dem Feenland de...
Ausstellung »Aus dem Feenland de...
Mrz 16 – Jul 21 ganztägig
Ausstellung »Aus dem Feenland der Lieder … Daniela Dreschers märchenhafte Bilderwelten« im Romantikerhaus Jena @ Romantikerhaus Jena
  „In den alten Zei­ten, wo das Wün­schen noch gehol­fen hat, lebte ein König …« – mit die­sen Wor­ten ent­füh­ren die Brü­der Grimm ihre Leser und Zuhö­rer in das fabel­hafte Reich des Frosch­kö­nigs und also in die[...]
Apr
8
Mo
ganztägig Sonderausstellung »Sophie. Macht...
Sonderausstellung »Sophie. Macht...
Apr 8 – Dez 15 ganztägig
Sonderausstellung »Sophie. Macht. Literatur. Eine Regentin erbt Goethe« im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar @ Goethe- und Schiller-Archiv
© Klas­sik Stif­tung Weimar   Son­der­aus­stel­lung »Sophie. Macht. Lite­ra­tur. Eine Regen­tin erbt Goethe« 8. April – 15. Dezem­ber, Goe­the- und Schil­ler-Archiv Wei­mar   Die Wei­ma­rer Groß­her­zo­gin Sophie von Sach­sen-Wei­mar-Eisen­ach wurde 1885 allei­nige Erbin Goe­thes hand­schrift­li­cher[...]
Mai
3
Fr
ganztägig Ausstellung: Aline Helmcke »Dreh...
Ausstellung: Aline Helmcke »Dreh...
Mai 3 – Aug 30 ganztägig
Aus­stel­lung: Aline Helm­cke »Dreh­mo­ment« Schnei­den und Zer­schnei­den: ein star­ker Ein­griff in eine bis dahin intakte Bild­welt, aber auch die Vor­aus­set­zung für neue Form- und Bedeu­tungs­ge­füge. Weg­neh­men, Hin­zu­fü­gen, Ver­schie­ben: oft sind es mini­male Ver­än­de­run­gen, die gänz­lich[...]
Mai
15
Mi
ganztägig Ausstellung »ELSEˈS <span class=...
Ausstellung »ELSEˈS <span class=...
Mai 15 – Sep 12 ganztägig
Aus­stel­lung »ELSEˈS STORY. Aus der Ent­schä­di­gungs­akte von Else Gold­schmidt, der ers­ten Bör­sen­mak­le­rin der Welt« Kon­zep­tion: Dr. Kat­rin Rich­ter, Gestal­tung: PhD. Ricarda Löser   Bei den Recher­chen über die Ber­li­ner Börse im Rah­men ihrer Dis­ser­ta­tion 2015[...]
Mai
17
Fr
ganztägig Ausstellung »Goethe im Berg. Ill...
Ausstellung »Goethe im Berg. Ill...
Mai 17 – Sep 29 ganztägig
Anläss­lich des 240-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums der Ein­wei­hung des Schach­tes »Neuer Johan­nes« durch Johann Wolf­gang von Goe­the auf Initia­tive des Her­zogs Carl August von Sach­sen-Wei­mar-Eisen­ach wid­met das Goe­the­Stadt­Mu­seum Ilmenau die­sem Thema eine Son­der­aus­stel­lung. Sie rückt zugleich den[...]
Mai
24
Fr
ganztägig Ausstellung »Monarchisten, Demok...
Ausstellung »Monarchisten, Demok...
Mai 24 – Nov 30 ganztägig
Mon­ar­chis­ten, Demo­kra­ten, Natio­nal­so­zia­lis­ten. Hand­schrift­li­che Wid­mun­gen als Spu­ren der Geschichte   Was erzäh­len Wid­mun­gen in Büchern über die Men­schen, die sie hin­ein­ge­schrie­ben haben? Was erfah­ren wir über die­je­ni­gen, für die sie gedacht waren? Die Son­der­aus­stel­lung „Mon­ar­chis­ten,[...]
Jun
17
Mo
ganztägig Ausstellung »Zwischen Verdrängun...
Ausstellung »Zwischen Verdrängun...
Jun 17 – Jun 21 ganztägig
Zwi­schen Ver­drän­gung und Erin­ne­rung: Die Peter­sen-Biblio­thek, ein Erbe aus der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus im Goe­the- und Schiller-Archiv Das FSJ-Aus­stel­lungs­pro­jekt beschäf­tigt sich mit Julius Peter­sen, dem Goe­the- und Schil­ler-Archiv zur Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus und den Spu­ren,[...]
Okt
26
Sa
ganztägig Ausstellung »Die Poesie der Lini...
Ausstellung »Die Poesie der Lini...
Okt 26 2024 – Mrz 23 2025 ganztägig
Ausstellung »Die Poesie der Linie – Zeichnungen von Eugen Napoleon Neureuther« im Romantikerhaus Jena @ Romantikerhaus Jena
    »Die Poe­sie der Linie« – Zeich­nun­gen von Eugen Napo­leon Neureuther Das Roman­tik­er­haus zeigt Eugen Napo­leon Neu­re­u­thers Rand­zeich­nun­gen zu Goe­thes Bal­la­den, die das Ver­hält­nis von Text und Bild befra­gen und dabei zu den bedeu­tends­ten künst­le­ri­schen[...]
Dez
31
Di
ganztägig Dummy
Dummy
Dez 31 2030 – Dez 30 2044 ganztägig
 
Jan
1
So
Ausstellung »Begegnung mit Rudolf Baumbach, Jean Paul, Ludwig Bechstein und Friedrich Schiller« im Literaturmuseum Baumbachhaus Meiningen
Jan 1 2012 – Dez 31 2029 ganztägig
Ausstellung »Begegnung mit Rudolf Baumbach, Jean Paul, Ludwig Bechstein und Friedrich Schiller« im Literaturmuseum Baumbachhaus Meiningen @ Literaturmuseum Baumbachhaus

Im Lite­ra­tur­mu­seum im Baum­bach­haus kann man nicht nur Bekannt­schaft mit dem eins­ti­gen Haus­her­ren Rudolf Baum­bach machen, son­dern auch mit wei­te­ren Schrift­stel­lern, die im 18. und 19. Jahr­hun­dert im Mei­nin­ger Land leb­ten und wirk­ten. Das Kern­stück der Aus­stel­lung bil­den die über­kom­mene Pri­vat­bi­blio­thek und das Wohn­zim­mer Baum­bachs. Hier fin­den sich neben per­sön­li­chen Gegen­stän­den des Dich­ters auch biblio­phile Kost­bar­kei­ten aus dem 16. und 17. Jahr­hun­dert. Zu die­sen gehört zum Bei­spiel eine fünf­bän­dige Hans-Sachs-Aus­gabe, gedruckt zwi­schen 1560 und 1579 in Nürn­berg. Räume mit Alt-Mei­nin­ger Stadt­an­sich­ten, Mobi­liar und Por­träts vom Klas­si­zis­mus bis zur Grün­der­zeit ver­mit­teln bür­ger­li­ches Wohn­mi­lieu, wie es sicher nicht nur für Mei­nin­gen typisch war.

Ein Zim­mer im Stil des Bie­der­meier ist dem Mei­nin­ger Mär­chen- und Sagensamm­ler Lud­wig Bech­stein, einem Zeit­ge­nos­sen der Brü­der Grimm, gewid­met. Als her­zog­li­cher Archi­var und Biblio­the­kar gehörte Bech­stein zur bür­ger­li­chen Elite Mei­nin­gens im 19. Jahr­hun­dert. Auch Jean Paul hat in Mei­nin­gen Lite­ra­tur­ge­schichte geschrie­ben. Hier arbei­tete er u. a. an sei­nem gro­ßen Erzie­hungs­ro­man »Titan«. Neben die­sen bei­den bedeu­ten­den Schrift­stel­lern erfährt der Besu­cher auch von den Roman­au­toren Carl Gott­lob Cra­mer (1758 – 1817) und Ernst Wag­ner (1769 – 1812), dem Alpin­schrift­stel­ler Ernst Adolf Schau­bach (1800 – 1850) sowie von Fried­rich Mosen­geil (1773 – 1839) und Lud­wig Köh­ler (1819 – 1862).

Ein klei­ner Raum ist Fried­rich Schil­ler und sei­ner Schwes­ter Chris­to­p­hine Rein­wald vor­be­hal­ten. Erst­mals weilte der spä­tere Klas­si­ker 1782/83 als Asy­lant im Mei­nin­ger Land. Durch die Hei­rat sei­ner Schwes­ter mit dem Mei­nin­ger Hof­bi­blio­the­kar  Rein­wald reich­ten ab 1786 auch die fami­liä­ren Bezie­hun­gen Schil­lers nach Mei­nin­gen. Sie zogen Besu­che des Dich­ters in der Stadt 1787 und 1794 nach sich. Chris­to­p­hine Rein­wald wurde nach dem Tod ihres berühm­ten Bru­ders 1805 als Zeit­zeu­gin und Ver­traute von Schil­ler bis an ihr eige­nes Lebens­ende 1847 zur Ikone der Schil­ler­ver­eh­rung in ganz Deutsch­land – noch heute sind meh­rere Sta­tio­nen ihres Lebens im Mei­nin­ger Stadt­bild vor­find­bar. Der Schil­ler­raum im Baum­bach­haus fin­det eine Ergän­zung durch die Prä­sen­ta­tion »Asyl für Schil­ler« im Museum im Schloss Elisabethenburg.

 

Öff­nungs­zei­ten
April bis Sep­tem­ber, Diens­tag – Frei­tag: 10 – 13 Uhr und 14 – 18 Uhr,
Okto­ber bis März, Diens­tag – Frei­tag: 11– 13 Uhr und 14 – 17 Uhr
Kon­takt: 03693 502848

Bitte beach­ten Sie, dass die Mei­nin­ger Museen jähr­lich am 24. und am 31. Dezem­ber nicht geöff­net haben.

Aug
28
Di
Ausstellung »Lebensfluten – Tatensturm«. Die Goethe-Ausstellung im Goethe-Nationalmuseum Weimar
Aug 28 2012 – Aug 28 2030 ganztägig
Ausstellung »Lebensfluten – Tatensturm«. Die Goethe-Ausstellung im Goethe-Nationalmuseum Weimar @ Goethe-Nationalmuseum Weimar

Die Klas­sik Stif­tung Wei­mar prä­sen­tiert Goe­the als Zeu­gen der um 1800 ein­set­zen­den Moderne und zeigt sein fas­zi­nie­ren­des Leben und Werk in zeit­ge­nös­si­schen Kontexten.

In der Aus­stel­lung wird in elf Räu­men die Viel­schich­tig­keit Goe­thes weit über sein lite­ra­ri­sches Schaf­fen hin­aus ver­deut­licht – von sei­ner poli­ti­schen Funk­tion als Staats­mann über seine zeich­ne­ri­sche Tätig­keit bis hin zu sei­nen bota­ni­schen Studien.

Dabei schöpft die Aus­stel­lung aus einem ein­zig­ar­ti­gen Fun­dus wert­vol­ler Ori­gi­nale – kunst- und natur­wis­sen­schaft­li­che Objekte aus Goe­thes Samm­lun­gen, Briefe und Tage­bü­cher, All­tags­ge­gen­stände und per­sön­li­che Erin­ne­rungs­stü­cke – und ergänzt somit den atmo­sphä­ri­schen Ein­druck des Wohn­hau­ses auf sin­gu­läre Weise.

Über die Leit­be­griffe Genie – Gewalt – Welt – Liebe – Kunst – Natur – Erin­ne­rung gestat­tet die Aus­stel­lung einen Zugang zu den sozio-kul­tu­rel­len Dis­kur­sen um 1800 und bie­tet gleich­zei­tig einen Brü­cken­schlag zu The­men der heu­ti­gen Zeit. Ver­bin­den­des Ele­ment der Räume ist die »Faust-Gale­rie«. Hier kann der Besu­cher Stich­worte aus Goe­thes Drama wäh­len, die auf die Flä­chen einer Instal­la­tion pro­ji­ziert werden.

Mit viel­ge­stal­ti­gen Ver­mitt­lungs­an­ge­bo­ten wer­den Goe­the-Ken­ner glei­cher­ma­ßen ange­spro­chen, wie die­je­ni­gen, die sich erst­mals mit dem Kos­mos Goe­the befas­sen wol­len. Der neue Medi­en­guide beglei­tet den Besu­cher durch das gesamte Goe­the-Natio­nal­mu­seum. In der Aus­stel­lung Lebens­flu­ten – Taten­sturm bie­tet er die Mög­lich­keit zur Ver­tie­fung in Goe­thes Bio­gra­phie, sein lite­ra­ri­sches Schaf­fen und seine Erkennt­nis­wege. Im Lese- und Hör­ka­bi­nett wird der Besu­cher ein­ge­la­den, in einer Goe­the-Biblio­thek zu lesen, Ori­gi­nal­tex­ten zu lau­schen oder ganz spie­le­risch mit Lite­ra­tur umzu­ge­hen. Der Ein­füh­rungs­film zeigt in leben­di­ger Form die wich­ti­gen Ereig­nisse aus Goe­thes Leben und Schaf­fen und ver­an­schau­licht seine viel­fäl­ti­gen Beziehungen.

Mrz
27
Fr
Ausstellung »Kampf um Nietzsche« im Nietzsche-Archiv Weimar
Mrz 27 2020 – Dez 31 2030 ganztägig
Ausstellung »Kampf um Nietzsche« im Nietzsche-Archiv Weimar @ Nietzsche-Archiv Weimar

Die von Henry van de Velde als Gesamt­kunst­werk gestal­te­ten Räume des Nietz­sche-Archivs erstrah­len 2020 in neuem Licht. Die über­ar­bei­tete Dau­er­aus­stel­lung führt ein zu Nietz­sches Den­ken und fasst die Rezep­tion in Kunst, Archi­tek­tur, Musik und Phi­lo­so­phie zusam­men. Der von Wei­mar aus­ge­hende Kult um den Den­ker wird glei­cher­ma­ßen nach­voll­zieh­bar wie das Wir­ken der Archiv­her­rin Eli­sa­beth Förs­ter-Nietz­sche. Bis heute prägt sie die Deu­tung ihres Bru­ders. In van de Vel­des vita­ler Form­ge­bung mani­fes­tiert sich der von Nietz­sche gefor­derte Wille zu einer neuen Zeit. Eine inter­ak­tive Sta­tion ver­mit­telt Nietz­sches Den­ken. Ein digi­ta­les Gäs­te­buch stellt die schil­lern­den Per­sön­lich­kei­ten vor, die das Archiv besuch­ten. In ihnen spie­gelt sich die Ambi­va­lenz der Moderne. Die Süd­ve­randa lädt mit einer Lese­ecke zu ver­tie­fen­der Lek­türe ein.

 

Dau­er­aus­stel­lung im Nietzsche-Archiv.

Öff­nungs­zei­ten
(Di geschlossen)
Mi–Mo 10–18 Uhr (Som­mer)

Sep
3
Sa
Ausstellung »Der erste Schriftsteller Deutschlands« – Dauerausstellung im Wielandgut Oßmannstedt
Sep 3 2022 – Dez 31 2032 ganztägig

Als Her­zo­gin Anna Ama­lia einen intel­lek­tu­el­len Gesprächs­part­ner für ihren jugend­li­chen Sohn Carl August suchte, fiel ihre Wahl auf den damals popu­lärs­ten Schrift­stel­ler Deutsch­lands: Chris­toph Mar­tin Wieland.

Vor 250 Jah­ren zog der Dich­ter, Über­set­zer und Auf­klä­rer nach Wei­mar. Hier grün­dete er unter ande­rem die Zeit­schrift »Der Teut­sche Mer­kur« – und setzte Wei­mar noch vor die Ankunft Goe­thes auf die kul­tu­relle Land­karte Deutschlands.

Die neue Dau­er­aus­stel­lung in den his­to­ri­schen Wohn­räu­men des Guts­hau­ses bie­tet eine Ein­füh­rung in Wie­lands Bio­gra­phie und sein Werk in all sei­nen Aspekten.

 

Öff­nungs­zei­ten
(Di geschlos­sen)
Mi–Mo 10–17 Uhr (Som­mer)

Dez
7
Do
Ausstellung »Der spitze Bogen« Lyrik und Fotografien von Katharina und Holger Poitz im Botanischen Garten Jena
Dez 7 2023 – Jun 16 2024 ganztägig

 

 

Aus­stel­lung »Der spitze Bogen« Lyrik und Foto­gra­fien von Katha­rina und Hol­ger Poitz im Bota­ni­schen Gar­ten Jena

Inspi­ra­tion der goti­schen Archi­tek­tur durch flo­rale Formen

 

Hol­ger Poitz wurde 1960 in Mei­ßen gebo­ren. Durch den Blick auf den Meiß­ner Dom, der ihn bereits im Kin­des­al­ter beglei­tete, ent­wi­ckelte er schon im frü­hen Alter eine Fas­zi­na­tion für die goti­sche Archi­tek­tur. Seit der Jugend beschäf­tigt er sich mit der Foto­gra­fie, wo ihm vor allem die auf­ge­fun­de­nen Motive in der Natur anre­gen. In sei­nem foto­gra­fi­schen Schaf­fen befasst er sich unter ande­rem mit dem ste­ti­gen Wan­del. Ein Motiv kann bei­spiels­weise durch die von der Natur gege­be­nen Kon­traste span­nend wir­ken, aber im nächs­ten Moment, wenn der Nebel schwin­det oder sich die Licht­ver­hält­nisse ändern, wie­der ein­tö­nig erschei­nen. Die Aus­stel­lung ‚Der Naum­bur­ger Meis­ter‘ 2011 und die dort auf­ge­zeig­ten Dar­stel­lun­gen der Pflan­zen­welt in der Gotik waren Anlass für eine wei­ter­ge­hende Beschäf­ti­gung mit den flo­ra­len For­men in der goti­schen Archi­tek­tur. Im Fol­gen­den hat Hol­ger Poitz mit sei­nem foto­gra­fi­schen Pro­jekt begon­nen, wo er archi­tek­to­ni­sche und flo­rale For­men gegen­über­stellt und ihre Ver­bun­den­heit auf­zeigt. Dabei geht es weni­ger um einen doku­men­ta­ri­schen Nach­weis, wel­che Pflan­zen tat­säch­lich als Vor­bild für die Gotik gedient haben, son­dern darum, die mög­li­chen Inspi­ra­tio­nen nach­zu­emp­fin­den, wel­che die goti­schen Werk­meis­ter vor vie­len Jahr­hun­der­ten gehabt haben könnten.

Katha­rina Poitz wurde 1961 in Leip­zig gebo­ren. Schon in jun­gen Jah­ren hat sie begon­nen, ihre Erleb­nisse und Erfah­run­gen schrift­lich fest­zu­hal­ten. Seit den acht­zi­ger Jah­ren beschäf­tigt sie sich inten­siv mit lyri­schen Tex­ten und schreibt selbst Gedichte. In Lite­ra­tur­jour­na­len wie ‚Palm­baum‘ aus Thü­rin­gen und ‚oda‘ aus Sach­sen-Anhalt wur­den einige Gedichte von ihr publi­ziert. Für Katha­rina Poitz gibt es eben­falls einen bedeu­ten­den Bezug zu der Natur. Sie erwan­dert Land­schaf­ten und lässt sie dann zu Wort kom­men in lyri­schen Melo­dien und sprach­li­chen Bil­dern. Dabei erkun­det sie vor allem die Pflan­zen­welt und lernt sie durch ihren Schreib­pro­zess aus ver­schie­de­nen Blick­win­keln ken­nen. Flo­rale Ver­stei­ne­run­gen las­sen sich auch in der Natur selbst wie­der­fin­den durch die erd­ge­schicht­li­chen Zei­ten. So befasst sie sich auf ihren Wan­de­run­gen und in ihrer Lyrik auch mit pflanz­li­chen Fos­si­lien. Sie ver­steht die Natur als Spie­gel des Lebens, wo Ver­ge­hen und Wer­den von Bedeu­tung sind. Die Ver­stei­ne­run­gen in der Natur span­nen einen Bogen von der dama­li­gen in die heu­tige Zeit.
Hol­ger und Katha­rina Poitz haben jeweils ein eige­nes Ver­ständ­nis von Kunst und unter­schied­li­che Mit­tel, um das zum Aus­druck zu brin­gen. Den­noch ver­bin­den sie ihre Auf­fas­sun­gen mit­ein­an­der, indem sie Wort- und Bild­wel­ten in einen Bezug set­zen. In der St. Mar­ga­re­then Kir­che in Kahla haben sie bereits in der Aus­stel­lung ‚Gewöl­be­li­nien‘ 2016 ihre Foto­gra­fien und Gedichte zusam­men prä­sen­tiert. Beide inter­es­sie­ren sich für ver­stei­nerte flo­rale For­men, die sich sowohl in der Natur als auch in der Gotik auf­fin­den las­sen und set­zen sich dem­zu­folge auch mit dem Aspekt der Zeit­lich­keit aus­ein­an­der.  Miriam Poitz

 

Aus­stel­lungs­dauer: 7.12.2023 bis 13.6.202

Öff­nungs­zei­ten
Der Bota­ni­sche Gar­ten Jena ist ganz­jäh­rig täg­lich außer am 24. und 31. Dezem­ber geöffnet.

01.04. bis 31.10. von 10 – 19 Uhr
letz­ter Ein­lass 18:30 Uhr
01.11. bis 31.03. von 10 – 18 Uhr
letz­ter Ein­lass 17:30 Uhr
Hunde sind auf dem gesam­ten Gelände des Bota­ni­schen Gar­tens nicht erlaubt. Vie­len Dank für Ihr Verständnis.

Ein­tritt und Führungen
Eintrittspreise
Erwach­sene 5,00 €
Ermä­ßigt 3,00 €
Fami­li­en­karte 13,00 € (2 Erwach­sene und eigene Kinder)
Jah­res­karte Erwach­sene 40,00 €
Jah­res­karte Schü­ler 25,00 €
Schü­ler­grup­pen 2,00 € pro Per­son; Begleit­per­son frei
Kin­der bis 6 Jahre frei
Ermä­ßig­ten Ein­tritt erhal­ten: Schü­ler, Stu­den­ten, Behin­derte, Jen­aPass-Inha­ber, Wehr- u. Sozialdienstleistende.

Feb
24
Sa
Ausstellung »Mit Gott und Goethe. Großherzogin Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach zum 200. Geburtstag« im Stadtmuseum Weimar
Feb 24 – Sep 1 ganztägig

 

Groß­her­zo­gin Sophie von Sach­sen-Wei­mar-Eisen­ach (geb. 8. April 1824 in Den Haag, gest. 23. März 1897 in Wei­mar) prägte als Gemah­lin des Groß­her­zogs Carl Alex­an­der in der zwei­ten Hälfte des 19. Jahr­hun­derts ent­schei­dend die Kul­tur- und Sozi­al­po­li­tik Weimars.

Die nie­der­län­di­sche Prin­zes­sin mit rus­si­scher Mut­ter und fran­zö­si­scher Mut­ter­spra­che stif­tete als kos­mo­po­li­ti­sche Euro­päe­rin und deut­sche Fürs­tin zahl­rei­che Schu­len und Pflegeeinrichtungen.

Die bedeu­tende Mäze­nin und über­zeugte Chris­tin wirkte wohl­tä­tig im Sinne der hei­li­gen Eli­sa­beth von Thüringen.

Als Pro­tek­to­rin der Goethe­for­schung ließ sie das Goe­the- und Schil­ler-Archiv als Stadt­krone Wei­mars errich­ten. Ihr Name ist welt­weit mit der Gesamt­aus­gabe Goe­the­scher Werke ver­bun­den, der soge­nann­ten „Sophi­en­aus­gabe“.

In der Son­der­aus­stel­lung aus Anlass des 200. Geburts­ta­ges der Groß­her­zo­gin wird ihr Leben kri­tisch gewürdigt.

Abbil­dung: Paul von Jou­kow­sky (1845–1912), Groß­her­zo­gin Sophie von Sach­sen-Wei­mar-Eisen­ach, Öl auf Lein­wand, um 1880, Privatbesitz.

Foto des Gemäl­des: Tino Trautmann
Aus­stel­lungs­pla­kat: Gestal­tung Susanne Heine (Wei­mar)

 

  • Kura­to­ren (Stadt­mu­seum Wei­mar): Dr. Alf Röß­ner, Prof. Dr. Chris­tian Hecht.
  • Aus­stel­lungs­er­öff­nung: 23. Februar 2024, 17 Uhr, Fest­saal Musik­schule J. N. Hummel
  • Lauf­zeit: 24. Februar bis 1. Sep­tem­ber 2024
  • Öff­nungs­zei­ten: Diens­tag bis Sonn­tag: 10–17 Uhr
Mrz
16
Sa
Ausstellung »Aus dem Feenland der Lieder … Daniela Dreschers märchenhafte Bilderwelten« im Romantikerhaus Jena
Mrz 16 – Jul 21 ganztägig

 

In den alten Zei­ten, wo das Wün­schen noch gehol­fen hat, lebte ein König …«

– mit die­sen Wor­ten ent­füh­ren die Brü­der Grimm ihre Leser und Zuhö­rer in das fabel­hafte Reich des Frosch­kö­nigs und also in die Welt der Mär­chen. In ihnen kann man Prin­zen und Prin­zes­sin­nen, hilf­rei­che Zwerge, hung­rige Wölfe und gute Feen tref­fen, Bur­gen und ver­wun­schene Orte besuchen.

Spä­tes­tens seit der Roman­tik begeis­tern die Kin­der- und Haus­mär­chen der Brü­der Grimm, aber auch die Kunst­mär­chen etwa von Hans Chris­tian Ander­sen ihre jun­gen und alten Leser. Sie haben jedoch auch Künst­le­rin­nen und Künst­ler immer wie­der zu fabel­haf­ten Bil­dern und Illus­tra­tio­nen inspi­riert, die den Zau­ber der fan­tas­ti­schen Geschichte und sagen­haf­ten Wel­ten zum Aus­druck bringen.

Daniela Dre­scher gehört zu den her­aus­ra­gen­den zeit­ge­nös­si­schen Kin­der­buch­il­lus­tra­to­rin­nen. Mit ihren unver­wech­sel­ba­ren Arbei­ten für inzwi­schen mehr als vier­zig Bücher hat sie in den letz­ten Jah­ren welt­weite Bekannt­heit erlangt. Sei es durch ihre Illus­tra­tio­nen zu Mär­chen-Klas­si­kern, Sagen und Legen­den oder durch ihre Bil­der- und Kin­der­bü­cher mit eige­nen Tex­ten. Egal jedoch, in wel­che Wel­ten Daniela Dre­scher ihre Leser und Betrach­ter ent­führt, ihre stim­mungs­vol­len Bil­der laden uns dazu ein, in das mär­chen­hafte „Feen­land der Lie­der“ (Schil­ler) ein­zu­tau­chen und Geschich­ten und Stim­mun­gen im Sinne der Roman­tik weiterzuträumen.

Das Roman­tik­er­haus Jena ver­sam­melt in sei­ner Wech­sel­aus­stel­lung ori­gi­nale Illus­tra­tio­nen von Daniela Dre­scher. Zu sehen sind u. a. eine Aus­wahl ihrer Arbei­ten zu den Mär­chen der Brü­der Grimm und von Hans Chris­tian Ander­sen sowie ihre Illus­tra­tio­nen der „Wich­tel­reise“ von Denys Watkins-Pitchford.

Die Aus­stel­lung rich­tet sich ins­be­son­dere an die jün­ge­ren und jüngs­ten Besu­cher des Roman­tik­er­hau­ses. Sie kön­nen die Aus­stel­lung mit ihren Fami­lien im Rah­men einer Füh­rung besu­chen, oder die Mär­chen­welt eigen­stän­dig mit Hilfe eines Audio­gui­des erkun­den (Smart­phone not­wen­dig). In ihm beglei­tet der Regen­ton­nen-Wicht Gies­bert die Kin­der durch die Ausstellung.

Apr
8
Mo
Sonderausstellung »Sophie. Macht. Literatur. Eine Regentin erbt Goethe« im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar
Apr 8 – Dez 15 ganztägig

© Klas­sik Stif­tung Weimar

 

Son­der­aus­stel­lung »Sophie. Macht. Lite­ra­tur. Eine Regen­tin erbt Goethe«

8. April – 15. Dezem­ber, Goe­the- und Schil­ler-Archiv Weimar

 

Die Wei­ma­rer Groß­her­zo­gin Sophie von Sach­sen-Wei­mar-Eisen­ach wurde 1885 allei­nige Erbin Goe­thes hand­schrift­li­cher Werke. Für die sichere Auf­be­wah­rung der Hand­schrif­ten wollte sie ein funk­tio­na­les und zugleich wür­di­ges Gebäude errich­ten las­sen: das Goe­the- und Schil­ler-Archiv. Sophie war aber nicht nur Bau­her­rin und Nach­lass­ver­wal­te­rin, son­dern auch Kul­tur­po­li­ti­ke­rin. Sie ver­folgte das Ziel, Goe­thes Schrif­ten für die Öffent­lich­keit zugäng­lich zu machen. Die Aus­stel­lung „Sophie. Macht. Lite­ra­tur“ setzt sich kri­tisch mit den Ver­diens­ten Sophies aus­ein­an­der und fragt nach den Ver­bin­dun­gen von Lite­ra­tur und Politik.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen: www.klassik-stiftung.de/sophie

Der Ein­tritt ist frei.

Mai
3
Fr
Ausstellung: Aline Helmcke »Drehmoment«
Mai 3 – Aug 30 ganztägig

Aus­stel­lung: Aline Helm­cke »Dreh­mo­ment«

Schnei­den und Zer­schnei­den: ein star­ker Ein­griff in eine bis dahin intakte Bild­welt, aber auch die Vor­aus­set­zung für neue Form- und Bedeu­tungs­ge­füge. Weg­neh­men, Hin­zu­fü­gen, Ver­schie­ben: oft sind es mini­male Ver­än­de­run­gen, die gänz­lich neue, uner­war­tete Zusam­men­hänge zutage tre­ten las­sen und Raum geben für Asso­zia­tio­nen, die sich manch­mal erst beim zwei­ten Hin­schauen erge­ben. Die in Leip­zig und Ber­lin lebende bil­dende Künst­le­rin und Fil­me­ma­che­rin Aline Helm­cke setzt für ihre Ani­ma­tio­nen und Papier­ar­bei­ten regel­mä­ßig Tech­ni­ken des Schnei­dens, Rei­ßens und Col­la­gie­rens ein. Die Aus­stel­lung „Dreh­mo­ment“ zeigt eine Aus­wahl aktu­el­ler Werke.

Aline Helm­cke ist Bil­dende Künst­le­rin und Regis­seu­rin mit den Schwer­punk­ten Zeich­nung, Col­lage und ani­mier­tes Bewegt­bild. Sie stu­dierte Bil­dende Kunst an der Hoch­schule der Künste Ber­lin und Ani­ma­tion am Royal Col­lege of Art in Lon­don. Ihre Arbei­ten wer­den sowohl auf Film­fes­ti­vals als auch im Aus­stel­lungs­kon­text gezeigt. Dar­über hin­aus ist Aline als Film­ku­ra­to­rin und in der Hoch­schul­lehre tätig, der­zeit an der Kunst­hoch­schule Wei­ßen­see und der Burg Gie­bichen­stein Kunst­hoch­schule Halle. In ihrer Zeit als künst­le­ri­sche Mit­ar­bei­te­rin an der Bau­haus-Uni­ver­si­tät grün­dete sie zusam­men mit Guido Naschert den Poe­try­film­preis und war an der Her­aus­gabe des Poe­try­film­ma­ga­zins beteiligt.

Ein­tritt frei. Mit Sekt & Musik

Öff­nungs­zei­ten der Aus­stel­lung: 3. Mai bis 30. August 2024, Mo.–Sa., 10.00–18.00 Uhr

Mai
15
Mi
Ausstellung »ELSEˈS STORY. Aus der Entschädigungsakte von Else Goldschmidt, der ersten Börsenmaklerin der Welt« in der VHS Weimar
Mai 15 – Sep 12 ganztägig

Aus­stel­lung »ELSEˈS STORY. Aus der Ent­schä­di­gungs­akte von Else Gold­schmidt, der ers­ten Bör­sen­mak­le­rin der Welt«

Kon­zep­tion: Dr. Kat­rin Rich­ter, Gestal­tung: PhD. Ricarda Löser

 

Bei den Recher­chen über die Ber­li­ner Börse im Rah­men ihrer Dis­ser­ta­tion 2015 ent­deckte Dr. Kat­rin Rich­ter, wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin der Bau­haus-Uni­ver­si­tät Wei­mar, im Lan­des­ar­chiv Ber­lin zufäl­lig eine Foto­gra­fie von Else Gold­schmidt (1898−1975), der ers­ten Frau an der Ber­li­ner Börse. Aller­dings waren trotz inten­si­ve­rer Archiv­re­cher­chen keine wei­te­ren Infor­ma­tio­nen über sie zu fin­den, nicht ein­mal ihre Lebens­da­ten. Durch einen Zufall konnte sie drei Jahre spä­ter die Nach­fah­ren Else Gold­schmidts in Jeru­sa­lem aus­fin­dig machen und erhielt wich­tige Hin­weise, Foto­gra­fien und Zei­tungs­ar­ti­kel. Diese waren der  Aus­gangs­punkt, um mit der vor­wie­gend archi­vi­schen For­schungs­ar­beit fort­fah­ren zu kön­nen. Als Ergeb­nis die­ses For­schungs­pro­zes­ses ist das Buch‑, Lesungsund Aus­stel­lungs­pro­jekt »ELSEˈS STORY. Aus dem Leben der ers­ten Bör­sen­mak­le­rin der Welt« ent­stan­den, wel­ches im Rah­men der sum­ma­ery-Jah­res­schau der Bau­haus-Uni­ver­si­tät Wei­mar am 13. Juli 2023 erst­mals prä­sen­tiert wurde.
Else Gold­schmidt ver­kör­pert die eman­zi­pierte Frau der Wei­ma­rer Repu­blik Else Gold­schmidt war die erste Frau, die 1927 ihre Zulas­sung als freie Mak­le­rin an der Ber­li­ner Wert­pa­pier­börse erhielt und damit die eman­zi­pierte Frau der Wei­ma­rer Repu­blik ver­kör­pert. Die Kon­zes­sion war durch die in der Wei­ma­rer Ver­fas­sung ver­an­kerte Geschlech­ter­gleich­stel­lung mög­lich gewor­den. Damit wurde der jahr­hun­der­te­lange Bör­sen­aus­schluss von Frauen aufgehoben.
Else Gold­schmidt wurde am 31. Juli 1898 in Ber­lin gebo­ren. Nach dem Schul­be­such wurde sie ab 1915 im väter­li­chen Bank­kom­mis­si­ons­ge­schäft aus­ge­bil­det. Par­al­lel dazu besuchte sie die Selekta der Han­dels­schule für Mäd­chen der Kor­po­ra­tion der Kauf­mann­schaft von Ber­lin. Nach dem Tod ihres Vaters 1922 über­nahm die die Bank­firma gemein­sam mit ihrer Mut­ter. Im Infla­ti­ons­jahr kam der 25-Jäh­ri­gen die Auf­gabe zu, dass Unter­neh­men durch die wirt­schaft­lich schwie­rige Zeit zu füh­ren und als Allein­ver­die­ne­rin die Exis­tenz der Fami­lie zu sichern, was ihr gelang. Ihre Geschäfts­part­ner waren die Dresd­ner Bank, das Bank­haus Men­dels­sohn & Co. und die Ber­li­ner Han­dels­ge­sell­schaft. Nach der »Macht­er­grei­fung« durch die Natio­nal­so­zia­lis­ten 1933 erhielt Else Gold­schmidt Berufs­ver­bot, inter­ve­nierte ent­schlos­sen beim Reichs­mi­nis­ter für Wirt­schaft und Arbeit, Kurt Schmitt, ver­lor den­noch ihre Exis­tenz in Deutsch­land und war gezwun­gen, nach Süd­afrika zu emi­grie­ren. In Johan­nes­burg arbei­tete sie zunächst als Bank­an­ge­stellte und spä­ter in der Beklei­dungs­firma ihres Mannes.
In ihrem Ent­schä­di­gungs­an­trag schreibt sie 1955: »Ich habe nie­mals wie­der die Mög­lich­keit gehabt, eine selb­stän­dige und auch nur annä­hernd mei­ner Posi­tion in Deutsch­land gleich­kom­mende Stel­lung im Wirt­schafts­le­ben in Süd­afrika zu errei­chen.« (Ent­schä­di­gungs­amt Ber­lin, Ent­schä­di­gungs­akte Nr. 263670, Else Hirsch geb.
Gold­schmidt 1955‒1975).

Aus­stel­lungs­dauer
15. Mai ‒ 12. Sep­tem­ber 2024

Öff­nungs­zei­ten:

Mo-Mi 08.30–13.00 Uhr + 14.00–16.00 Uhr
Do      08.30–13.00 Uhr + 14.00–18.00 Uhr
Fr       08.30–13.00 Uhr

Eine Ver­an­stal­tungs­ko­ope­ra­tion der Bau­haus-Uni­ver­si­tät Wei­mar und der Volks­hoch­schule Weimar.

Mai
17
Fr
Ausstellung »Goethe im Berg. Illustrationen von Hamster Damm und Schätze der Bergbausammlung« im GoetheStadtMuseum Ilmenau
Mai 17 – Sep 29 ganztägig

Anläss­lich des 240-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums der Ein­wei­hung des Schach­tes »Neuer Johan­nes« durch Johann Wolf­gang von Goe­the auf Initia­tive des Her­zogs Carl August von Sach­sen-Wei­mar-Eisen­ach wid­met das Goe­the­Stadt­Mu­seum Ilmenau die­sem Thema eine Son­der­aus­stel­lung. Sie rückt zugleich den fach­li­chen Aspekt die­ses küh­nen Unter­neh­mens in den Mit­tel­punkt und bie­tet eine künst­le­ri­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit Goe­thes Wir­ken für den Ilmen­auer Berg­bau durch die Illus­tra­tio­nen von Joa­chim Hams­ter Damm. Diese gestal­tete er für das Buch »Geheim­niß­voll offen­bar« Goe­the im Berg, geschrie­ben von sei­ner Mut­ter, Sig­rid Damm. Es erschien 2009 im Insel Ver­lag. Dazu wer­den in der Expo­si­tion seine Vor­ent­würfe zu sehen sein.

In der Samm­lung des Goe­the­Stadt­Mu­se­ums Ilmenau befin­den sich kost­bare, his­to­ri­sche Ver­öf­fent­li­chun­gen, die ihm mög­li­cher­weise als Fach­li­te­ra­tur dien­ten. Neben dem Stan­dard­werk »Vom Berg­werk« von Geor­gius Agri­cola aus dem Jahr 1557, stu­dierte er die Hen­ne­ber­ger Berg­ord­nung von 1566. Sicher waren ihm auch die Bände »Unter­ir­di­sche Schatz­kam­mer aller König­rei­che und Län­der« von Franz Ernst Brück­mann von 1727/1730, das Fach­buch »Schau­platz der Was­ser­künste« von 1725 oder Ver­öf­fent­li­chun­gen zum Hüt­ten- und Schmelz­we­sen von Abra­ham Schön­berg und Andreas Schlü­ter aus den Jah­ren 1692 und 1738 bekannt. In Ilmenau konnte er sich auf einen der ers­ten Absol­ven­ten der Berg­aka­de­mie Frei­berg, den Fach­mann Carl Wil­helm Voigt, ver­las­sen. Seine Publi­ka­tio­nen zur geo­lo­gi­schen Erfor­schung Thü­rin­gens und dem Ilmen­auer Kup­fer- und Sil­ber­berg­bau eröff­ne­ten in der Fach­welt einen erwei­ter­ten Dis­kurs zur Erfor­schung der Erdgeschichte.

In der Expo­si­tion wer­den einige für die Region typi­schen Gesteine und Fos­si­lien vor­ge­stellt. Wei­tere Schätze der Aus­stel­lung sind die Berg­barte (Berg­axt) Carl Augusts von Sach­sen-Wei­mar Eisen­ach aus dem Stadt­mu­seum Wei­mar und ein Glas­be­cher, den der Vit­ze­berg­haupt­mann Trebra sei­nem Freund Goe­the zum Geschenk machte, eine Leih­gabe der Klas­sik Stif­tung Weimar.

Die Son­der­schau wird am 17. Mai 2024, 17:00 Uhr  eröff­net und ist bis zum 29. Sep­tem­ber 2024 jeweils Diens­tag bis Sonn­tag sowie an Fei­er­ta­gen von 10:00 bis 17:00 Uhr zu sehen.

Mai
24
Fr
Ausstellung »Monarchisten, Demokraten, Nationalsozialisten. Handschriftliche Widmungen als Spuren der Geschichte« im Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar
Mai 24 – Nov 30 ganztägig

Mon­ar­chis­ten, Demo­kra­ten, Natio­nal­so­zia­lis­ten. Hand­schrift­li­che Wid­mun­gen als Spu­ren der Geschichte

 

Was erzäh­len Wid­mun­gen in Büchern über die Men­schen, die sie hin­ein­ge­schrie­ben haben? Was erfah­ren wir über die­je­ni­gen, für die sie gedacht waren?

Die Son­der­aus­stel­lung „Mon­ar­chis­ten, Demo­kra­ten, Natio­nal­so­zia­lis­ten. Hand­schrift­li­che Wid­mun­gen als Spu­ren der Geschichte“ im Stu­di­en­zen­trum der Her­zo­gin Anna Ama­lia Biblio­thek begibt sich auf eine Spu­ren­su­che. Im Fokus ste­hen hand­schrift­li­che Wid­mun­gen aus der ers­ten Hälfte des 20. Jahr­hun­derts. Die Wid­mungs­ge­ber und die Wid­mungs­emp­fän­ger gehör­ten den unter­schied­lichs­ten poli­ti­schen Lagern an – sie waren Mon­ar­chis­ten, Demo­kra­ten, Natio­nal­so­zia­lis­ten. Die Aus­stel­lung fragt nach den per­so­nel­len und his­to­ri­schen Kon­tex­ten der zunächst oft unspek­ta­ku­lär wir­ken­den Ein­tra­gun­gen. Und sie folgt den Wegen, auf denen die Bücher in jener an Auf‑, Um- und Abbrü­chen dra­ma­tisch rei­chen Zeit in die Biblio­thek gelangten.

 

Aus­stel­lungs­dauer
24. Mai bis 30. Novem­ber 2024

Öff­nungs­zei­ten:
Mo–Fr | 9–20 Uhr
Sa | 9–17 Uhr

Jun
15
Sa
Führung »Das Wunder von Gotha« – der größte Kunstraub der DDR – mit Tatortbegehung in Gotha
Jun 15 um 11:00

Eine Anmel­dung ist erfor­der­lich: service@stiftung-friedenstein.de.

Lesung von Mitgliedern des Fördervereins Dichterstätte Sarah Kirsch in Hohenstein
Jun 15 um 14:30

Dich­ter­stätte Sarah Kirsch: Die Men­schen­welt ist das gemein­schaft­li­che Organ der Göt­ter. Die Poe­sie ver­ei­nigt sie, wie uns.

Die Men­schen­welt ist das gemein­schaft­li­che Organ der Göt­ter. Die Poe­sie ver­ei­nigt sie, wie uns. Exkur­sion auf den Spu­ren von Novalis.

Jun
16
So
Führung »Fünf nach Zwölf – Veränderungen des Klimas und ihre Auswirkungen auf die historische Parkanlage von Schloss Friedenstein« in Gotha
Jun 16 um 10:30

Über 400 Jahre Gar­ten­ge­schichte prä­gen das heu­tige Erschei­nungs­bild des Parks. Wie sich in den letz­ten Jah­ren auf­grund der Kli­ma­ver­än­de­run­gen die ört­li­che Wit­te­rung ver­än­dert hat und in wel­cher Form sich diese Ver­än­de­run­gen unmit­tel­bar auf den Bestand und die Vege­ta­tion der his­to­ri­schen Park­an­lage aus­wir­ken, ver­deut­licht eine Füh­rung durch den Schlosspark.

Mit Jens Scheff­ler, Park­ver­wal­ter der Stif­tung Thü­rin­ger Schlös­ser und Gärten.

Eine Anmel­dung ist erfor­der­lich: service@stiftung-friedenstein.de

Treff­punkt: Her­zog­li­ches Museum

Figurentheater mit Henning Hacke im Romantikerhaus Jena
Jun 16 um 15:30

Figu­ren­thea­ter »Jorinde und Jorin­gel« von Hen­ning Hacke

 

 

Elfen, Wich­tel, Feen und Zwerge – diese Figu­ren hau­chen jeder noch so leb­lo­sen Natur eine Wärme ein, die wir so nur von der Kin­der­buch­il­lus­tra­to­rin Daniela Dre­scher ken­nen. Anläss­lich der Wech­sel­aus­stel­lung im Roman­tik­er­haus Jena zu ihren Wer­ken dür­fen sich Kin­der wie Eltern von den ver­träum­ten Bil­der­wel­ten in den Bann zie­hen lassen.

Auch das Grimm-Mär­chen »Jorinde und Jorin­gel« hat Daniela Dre­scher illus­triert und wird vom Künst­ler Hen­ning Hacke zum Leben erweckt: Jorinde und Jorin­gel gera­ten in den Bann­kreis der alten Erz­zau­be­rin, die im gro­ßen dich­ten Wald ganz allein auf einem Schloss wohnt und Jung­frauen, die Ihr zu nahe kom­men, in Vögel ver­wan­delt. Vor den Augen des Gelieb­ten wird Jorinde in eine Nach­ti­gall ver­zau­bert. Lange Zeit dau­ert es, bis Jorin­gel sie mit Hilfe einer blut­ro­ten Blume, auf die Ihn ein Traum hin­ge­wie­sen hat, wie­der erlö­sen kann. Die­ses Mär­chen der Brü­der Grimm wurde für Kin­der, bei denen die Liebe erwacht erzählt.
Das beson­dere ist, dass hier keine armen Kin­der, Wei­sen oder Prin­zes­sin­nen mit Stief­müt­tern vor­kom­men son­dern ganz nor­male, sich lie­bende junge Men­schen. Das Mär­chen ist vol­ler Sym­bole, die es lohnt zu ergrün­den und viel­leicht auch zu deuten.

Literarisch-musikalischer Abend zum 90. Geburtstag von Wulf Kirsten mit Martin Stiebert und Katharina Petzold in Jena
Jun 16 um 18:00

»erd­an­zie­hung« – ein lite­ra­risch-musi­ka­li­scher Abend zum 90. Geburts­tag von Wulf Kirs­ten. Mit Mar­tin Stie­bert und Katha­rina Petzold

 

Mar­tin Stie­bert ist Vor­le­ser und Rezi­ta­tor. Zuwei­len bezeich­net er sich als „Sprech­stel­ler“: Er ver­fasst nicht wie ein Schrift­stel­ler neue Texte, ver­mag es aber, kurz­wei­lig und kennt­nis­reich in die Texte ande­rer einzuführen.

Für seine Arbeit wurde Mar­tin Stie­bert 2007 mit dem Wal­ter-Dexel-Sti­pen­dium der Stadt Jena ausgezeichnet.

Ver­an­stal­ter: Lese-Zei­chen e.V., Schil­ler­kir­che Jena.

Jun
17
Mo
Ausstellung »Zwischen Verdrängung und Erinnerung«
Jun 17 – Jun 21 ganztägig

Zwi­schen Ver­drän­gung und Erin­ne­rung: Die Peter­sen-Biblio­thek, ein Erbe aus der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus im Goe­the- und Schiller-Archiv

Das FSJ-Aus­stel­lungs­pro­jekt beschäf­tigt sich mit Julius Peter­sen, dem Goe­the- und Schil­ler-Archiv zur Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus und den Spu­ren, die heute bleiben.

Dem Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler Julius Peter­sen (1878–1941) wurde bis vor kur­zem eine beson­dere Ehre zuteil: ein nach ihm benann­ter Raum im Goe­the- und Schil­ler-Archiv Wei­mar. Zu Beginn des Jah­res 2024 wurde diese Ent­schei­dung revi­diert und der Raum trägt nun den schlich­ten Namen »Vor­trags­saal«. Warum diese Kor­rek­tur und Abkehr von Petersen?

Unsere Aus­stel­lung geht die­ser Frage auf den Grund und rich­tet ihren Fokus auf die Wis­sen­schaft­ler Julius Peter­sen, Hans Wahl und Julius Wahle und ihr Han­deln in der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus. Sie beleuch­tet Pro­zesse von Anpas­sung und Aus­gren­zung und stellt die Frage: was bleibt von ihrem Erbe?

Die Aus­stel­lung ist ein Pro­jekt von FSJler*innen aus dem Goe­the- und Schil­ler-Archiv, sowie den Stabs­re­fe­ra­ten »Kom­mu­ni­ka­tion, Öffent­lich­keits­ar­beit und Mar­ke­ting« und »Kul­tu­relle Bil­dung« der Klas­sik Stif­tung Wei­mar. Sie wird durch einen Insta­gram-Kanal cross­me­dial ergänzt und begleitet.

Eröff­nung am 17. Jun ab 15 Uhr bis ca. 16.30 Uhr

wei­tere Ter­mine: 18. Jun 2024 bis 21. Jun 2024, jeweils 09.00 – 16.30 Uhr

Lesung und Gespräch mit Christoph Dieckmann in Neustadt an der Orla
Jun 17 um 19:00

Chris­toph Dieck­mann liest »Der Stern von Jena. Peter Ducke und ich«

1965 ent­deckt der neun­jäh­rige Pfar­rers­sohn Chris­toph den Fuß­ball – in dop­pel­ter Gestalt. Der sicht­bare Fuß­ball rollt auf dem Sport­platz von Trak­tor Din­gel­stedt am Huy, der unsicht­bare im Radio, drau­ßen in der wei­ten Welt. Dort gibt es eine sagen­hafte Stadt namens Jena. Ihr Sta­dion liegt im Para­dies, ihr Stern heißt Peter Ducke. Sie­ben Jahre spä­ter trifft der Jena-Fan sein Idol. Eine herbe Ent­täu­schung – zum Glück nicht die letzte Begeg­nung. Chris­toph Dieck­mann schil­dert die kur­vige Lauf­bahn des unge­wöhn­lichs­ten Kickers der DDR. Zugleich erzählt er Fuß­ball als deut­sche Zeit­ge­schichte, vom Nach­krieg bis in die Gegenwart.

Chris­toph Dieck­mann, 1956 als Pfar­rers­sohn in Rathenow/Brandenburg gebo­ren. Frei­be­ruf­li­cher Autor für DDR-Kir­chen­zei­tun­gen und die kul­tur­po­li­ti­sche Wochen­zei­tung »Sonn­tag« (ab Herbst 1990 »Frei­tag«). Seit 1991 Autor und Repor­ter der Ham­bur­ger Wochen­zei­tung »Die Zeit«. Viele Buch­ver­öf­fent­li­chun­gen, zuletzt »Woher sind wir gebo­ren. Deut­sche Welt- und Heim­rei­sen« (2021). Zahl­rei­che Ehrun­gen, u.a. Egon-Erwin-Kisch-Preis und Theo­dor-Wolff-Preis. Mit­glied des PEN. Lebt in Berlin-Pankow.

Lesung mit Thomas Sparr: »Die Biographie des Tagebuchs der Anne Frank« im Kultur: Haus Dacheröden
Jun 17 um 19:30

Tho­mas Sparr: Die Bio­gra­phie des Tage­buchs der Anne Frank

»Ich will fort­le­ben, auch nach mei­nem Tod«

Die bis­lang uner­zählte Geschichte von Anne Franks welt­be­rühm­tem Tage­buch schließt eine Leer­stelle in der Erzäh­lung über Anne Frank, die 1929 in Frank­furt gebo­ren wurde und mit nur 15 Jah­ren im KZ Ber­gen-Bel­sen starb.
Anne Frank träumte davon, eines Tages eine berühmte Schrift­stel­le­rin zu wer­den. Ihr Vater Otto Frank, der den Krieg als ein­zi­ges Fami­li­en­mit­glied über­lebte, wollte sei­ner Toch­ter die­sen Wunsch erfül­len und machte die Ver­brei­tung von Annes Tage­buch zu sei­nem Lebens­in­halt. 1947 erschien „Het Achter­huis“ in den Nie­der­lan­den, 1950 wurde die erste deut­sche Aus­gabe ver­öf­fent­licht. Heute zählt das Tage­buch zu den meist­ge­le­se­nen Büchern der Welt; die Wir­kung, die es seit der Nach­kriegs­zeit ent­fal­tet, ist unver­gleich­lich und unge­bro­chen. Doch die Geschichte sei­nes Erfolgs ist geprägt von Hin­der­nis­sen und Rück­schlä­gen – und weit­ge­hend unbe­kannt. Kennt­nis­reich ent­schlüs­selt Tho­mas Sparr, wie es ent­stan­den ist und ver­brei­tet wurde, wie es auf der gan­zen Welt rezi­piert wird und warum es uns bis heute nicht loslässt.

Die Ver­an­stal­tung fin­det anläss­lich des Anne Frank Tages statt, ein bun­des­wei­ter Akti­ons­tag gegen Anti­se­mi­tis­mus und Ras­sis­mus zu Anne Franks Geburts­tag am 12. Juni.

Im Rah­men der Ver­an­stal­tungs­reihe Bücher aus dem Feuer und als Koope­ra­tion von Erfur­ter Herbst­lese e.V., dem Erin­ne­rungs­ort Topf & Söhne sowie der Lan­des­zen­trale für poli­ti­sche Bil­dung Thüringen

Zum Autor Tho­mas Sparr
Tho­mas Sparr, 1956 in Ham­burg gebo­ren, ist Autor, Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler und Ver­lags­lek­tor. Nach dem Stu­dium der Lite­ra­tur­wis­sen­schaft und Phi­lo­so­phie in Mar­burg, Ham­burg und Paris war er von 1986 bis 1989 an der Hebräi­schen Uni­ver­si­tät in Jeru­sa­lem tätig, anschlie­ßend im Deut­schen Lite­ra­tur­ar­chiv in Mar­bach. Von 1990 bis 1998 lei­tete er den Jüdi­schen Ver­lag, war Chef­lek­tor des Sied­ler Ver­lags und arbei­tet heute im Suhr­kamp Ver­lag als Edi­tor-at-Large. 2020 erschien sein viel­be­spro­che­nes Buch „Todes­fuge. Bio­gra­phie eines Gedichts“ (DVA). Für seine Recher­chen zur Geschichte von Anne Franks Tage­buch wer­tete er zahl­rei­che Archive aus. Er lebt in Berlin.

 

Jun
18
Di
Ettersburger Gespräch: David E. Wellbery im Gespräch mit Jan Urbich
Jun 18 um 16:00

Etters­bur­ger Gespräch . Phi­lo­so­phi­cum Das eigent­lich Grund­wahre. Über Goe­thes Spätwerk

David E. Well­bery im Gespräch mit Jan Urbich

 

 

David E. Well­bery ist einer der renom­mier­tes­ten ame­ri­ka­ni­schen Ger­ma­nis­ten und Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler. Er ist Pro­fes­sor für deut­sche Lite­ra­tur an der Uni­ver­sity of Chicago.
David Well­bery begann seine aka­de­mi­sche Lauf­bahn an der Stan­ford Uni­ver­sity, wo er zwi­schen 1975 und 1990 lehrte. Von 1990 bis 2001 unter­rich­tete er an der Johns Hop­kins Uni­ver­sity in Bal­ti­more. Seit 2001 hat er in Chi­cago den Lehr­stuhl für Ger­ma­nis­tik inne. Gast­pro­fes­su­ren nahm er an den Uni­ver­si­tä­ten Bonn, Prince­ton, Rio de Janeiro und Kopen­ha­gen wahr.
David Well­bery schlägt eine Brü­cke zwi­schen Lite­ra­tur, Lite­ra­tur­wis­sen­schaft und Phi­lo­so­phie. Schwer­punkte sei­ner umfang­rei­chen Arbeit sind Form und Funk­tion der Tra­gö­die nach Nietz­sche sowie das Ver­hält­nis von Phi­lo­so­phie und Lite­ra­tur bei Goe­the. David Well­bery erhielt zahl­rei­che Aus­zeich­nun­gen für sein Werk, so 2019 die Gol­dene Goe­the-Medaille. Er ist Mit­glied der Deut­schen Aka­de­mie für Spra­che und Dich­tung und u.a. Mit­her­aus­ge­ber der Deut­schen Vier­tel­jahrs­schrift für Lite­ra­tur­wis­sen­schaft und Geistesgeschichte.

Jan Urbich lehrt Lite­ra­tur­wis­sen­schaft und Phi­lo­so­phie an der Uni­ver­si­tät Leipzig.

Gemein­sam ver­an­stal­tet mit dem Freun­des­kreis Goe­the-Natio­nal­mu­seum Weimar.

Lesung und Gespräch mit Christoph Dieckmann in Hermsdorf
Jun 18 um 19:00

Chris­toph Dieck­mann liest »Der Stern von Jena. Peter Ducke und ich«

1965 ent­deckt der neun­jäh­rige Pfar­rers­sohn Chris­toph den Fuß­ball – in dop­pel­ter Gestalt. Der sicht­bare Fuß­ball rollt auf dem Sport­platz von Trak­tor Din­gel­stedt am Huy, der unsicht­bare im Radio, drau­ßen in der wei­ten Welt. Dort gibt es eine sagen­hafte Stadt namens Jena. Ihr Sta­dion liegt im Para­dies, ihr Stern heißt Peter Ducke. Sie­ben Jahre spä­ter trifft der Jena-Fan sein Idol. Eine herbe Ent­täu­schung – zum Glück nicht die letzte Begeg­nung. Chris­toph Dieck­mann schil­dert die kur­vige Lauf­bahn des unge­wöhn­lichs­ten Kickers der DDR. Zugleich erzählt er Fuß­ball als deut­sche Zeit­ge­schichte, vom Nach­krieg bis in die Gegenwart.

Chris­toph Dieck­mann, 1956 als Pfar­rers­sohn in Rathenow/Brandenburg gebo­ren. Frei­be­ruf­li­cher Autor für DDR-Kir­chen­zei­tun­gen und die kul­tur­po­li­ti­sche Wochen­zei­tung »Sonn­tag« (ab Herbst 1990 »Frei­tag«). Seit 1991 Autor und Repor­ter der Ham­bur­ger Wochen­zei­tung »Die Zeit«. Viele Buch­ver­öf­fent­li­chun­gen, zuletzt »Woher sind wir gebo­ren. Deut­sche Welt- und Heim­rei­sen« (2021). Zahl­rei­che Ehrun­gen, u.a. Egon-Erwin-Kisch-Preis und Theo­dor-Wolff-Preis. Mit­glied des PEN. Lebt in Berlin-Pankow.

Jun
19
Mi
Bilderbuchkino: »Lieselotte macht Urlaub« im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Jun 19 um 16:00

Der Raum wird dun­kel, die Bil­der einer Geschichte begin­nen zu leuchten.

Ein Urlaubs­aben­teuer mit Lieselotte!

Der Post­bote macht Urlaub und schreibt Lie­se­lotte eine Ansichts­karte. »Ferien machen, das will ich auch«, denkt Lie­se­lotte, packt ihre Rei­se­ta­sche und trabt zur Bus­hal­te­stelle. Als nach Stun­den immer noch kein Bus kommt, trot­tet Lie­se­lotte ent­täuscht wie­der in Rich­tung Hof. Aber schon nach ein paar Schrit­ten ent­deckt sie das per­fekte Urlaubs­ziel: eine große Wiese. Hier hat Lie­se­lotte jede Menge Feri­en­spaß. Auf dem Hof dage­gen wird Lie­se­lotte schon ver­misst. Denn die Vor­be­rei­tun­gen für das Som­mer­fest lau­fen auf Hochtouren.

Das Kul­tur: Haus Dacheröden bie­tet zwei Mal im Monat ein kos­ten­lo­ses Bil­der­buch­kino für Kin­der ab 4 Jahre an. Dabei wer­den die Bil­der eines Bil­der­buchs auf eine große Lein­wand pro­ji­ziert und der Text live vor­ge­le­sen. Die beson­dere Atmo­sphäre nimmt mit auf eine Reise mit dem klei­nen Dra­chen Kokos­nuss, zur Kuh Lie­se­lotte, dem Nein­horn und vie­len ande­ren. Herz­li­che Ein­la­dung für kleine und große Gäste zum Stau­nen, Träu­men und Lachen.

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung des Sauer­län­der Verlags.

Vortrag Perthes im Gespräch: »Die deutsche Expedition nach Zentralafrika in den Jahren 1861–1862 und die Beteiligung von August Petermann, Theodor von Heuglin und Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha« in Gotha
Jun 19 um 18:00

»Die deut­sche Expe­di­tion nach Zen­tral­afrika in den Jah­ren 1861–1862 und die Betei­li­gung von August Peter­mann, Theo­dor von Heu­g­lin und Her­zog Ernst II. von Sach­sen-Coburg und Gotha«

Refe­rent: Wil­fried Schmid (Wend­lin­gen am Neckar)

Jun
20
Do
Festvortrag zum 20. Jubiläum des Forschungszentrums Gotha
Jun 20 um 17:15

Prof. Dr. Renate Dürr (Uni­ver­si­tät Tübin­gen): »Das Spiel mit den ver­steck­ten Bot­schaf­ten: Über den Umgang mit Zen­sur in einer Samm­lung jesui­ti­scher Texte des 18. Jahrhunderts«

Um Anmel­dung wird gebe­ten: forschungszentrum.gotha@uni-erfurt.de

Vortrag »Goethes Begegnungen mit Kants Philosophie« mit Ralf Gisinger in Weimar
Jun 20 um 18:00 – 19:30

Goe­thes Begeg­nun­gen mit Kants Phi­lo­so­phie: Eine Spu­ren­su­che im »Faust«

Die Klas­sik Stif­tung Wei­mar fei­ert den 300. Geburts­tag des Phi­lo­so­phen Imma­nuel Kant mit einer Vor­trags­reihe. Ralf Gisin­ger (Wien) unter­sucht die Ein­flüsse Kants auf Goe­thes Faust.

Der Vor­trag begibt sich auf eine Spu­ren­su­che nach Ein­flüs­sen von Kant auf Goe­the, spe­zi­fi­scher auf die Arbeit an des­sen Opus Magnum Faust. War Goe­thes Kennt­nis von Kants Phi­lo­so­phie zunächst durch dritte wie Her­der, Jacobi und Rein­hold ver­mit­telt, so inten­si­vierte sie sich durch Gesprä­che mit Schil­ler, um schließ­lich in Goe­thes eige­ner Lek­türe von Kants Schrif­ten zu münden.

Für den Nach­weis eines Ein­flus­ses von Goe­thes Beschäf­ti­gung mit Kant auf die Gestal­tung des Faust steht ein eng umris­se­ner Text­kor­pus im Zen­trum, des­sen Ent­ste­hung unmit­tel­bar in die Zeit von Goe­thes Kant-Lek­türe fällt. Dies sind Sze­nen, die Goe­the in Faust I (1808) nach­weis­lich erst nach sei­ner Beschäf­ti­gung mit Kants Kri­ti­ken hin­zu­fügte. Den Faust auf Kan­ti­sche Ele­mente hin zu lesen, erweist sich als auf­schluss­reich, ins­be­son­dere was das Ende von Faust II (1831) betrifft. Faust gelingt in der Besin­nung auf seine Frei­heit im Sinne Kants eine Wen­dung zum Mora­lisch-Prak­ti­schen: nicht mehr getrie­ben vom Stre­ben nach irdisch-sinn­li­cher Glück­se­lig­keit weist er nun­mehr die Mög­lich­keit einer Ant­wort auf die Frage danach, »was die Welt im Inners­ten zusam­men­hält«, zurück und akzep­tiert die von Kant gezo­ge­nen Gren­zen der Erkennt­nis. Durch die Brille Kants gele­sen, ver­schie­ben sich die Koor­di­na­ten der Wette, die Faust mit dem Teu­fel ein­ge­gan­gen war.

Vortrag von Ralf Gisinger in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar
Jun 20 um 18:00 – 19:00

Imma­nuel Kant | Lasst uns ohne Vor­ur­teil urtei­len* | Vor­trags­reihe zum 300. Geburtstag

 

Vor­trag von Ralf Gisin­ger, Wien: Goe­thes Begeg­nun­gen mit Kants Phi­lo­so­phie: Eine Spu­ren­su­che im „Faust“

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zur Vor­trags­reihe fin­den Sie hier.

Die Klas­sik Stif­tung Wei­mar fei­ert den 300. Geburts­tag des Phi­lo­so­phen Imma­nuel Kant mit einer Vor­trags­reihe. Zurecht wird Kant als Revo­lu­tio­när im Geis­tes­le­ben bezeich­net. Die Wir­kun­gen des Den­kers sind kaum zu überblicken. Die Reihe stellt her­aus, wie Kant auf Goe­the als Prot­ago­nis­ten der Wei­ma­rer Klas­sik wirkte und das Bau­haus beein­flusste. Sie zeigt auch, wie Kants Den­ken für Fra­gen der Gegen­wart aktu­ell bleibt und zugleich eine kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung her­aus­for­dert und erfordert.

Lesung mit Kerstin Hensel in der Stadtbibliothek Rudolstadt
Jun 20 um 19:00

Kers­tin Hen­sel liest „Die Glückshaut“

Im Jahr 1804 kommt im Erz­ge­birge Minna Leich­sen­ring auf die Welt – in einer Glücks­haut. Von ihrer Mut­ter wird sie im Wald aus­ge­setzt. Dort begeg­net sie dem Vater ihres zukünf­ti­gen Soh­nes. Als der Sohn Jahre spä­ter aus ihrem Leben ver­schwin­det, begibt sie sich auf die Suche nach ihm und wird auf unge­wöhn­li­che Pro­ben gestellt. Ein Roman mit Anklän­gen an die Brü­der Grimm, Berg­manns­sa­gen und E.T.A. Hoffmann.

 

Kar­ten gibt es im Vor­ver­kauf bei der Stadt­bi­blio­thek Rudol­stadt: 03672–486420

Ver­an­stal­ter: Lese-Zei­chen e.V., Stadt­bi­blio­thek Rudol­stadt. geför­dert von der Thü­rin­ger Staatskanzlei.

Literaturland Thüringen unterwegs im Literaturhaus Halle – Ein Abend für Wulf Kirsten mit Susanne Theumer, Wilhelm Bartsch und Jens‑F. Dwars
Jun 20 um 19:00

Lebens­ge­sät­tigte Lite­ra­tur“ – Ein Abend für Wulf Kirs­ten mit Susanne Theu­mer, Wil­helm Bartsch und Jens‑F. Dwars

 

Wulf Kirs­ten war eine lite­ra­ri­sche Instanz in Thü­rin­gen und weit dar­über hin­aus. Geehrt mit den wich­tigs­ten Lite­ra­tur­prei­sen Deutsch­lands starb er im Dezem­ber 2022 und hin­ter­ließ ein viel­ge­stal­ti­ges Werk: Gedichte, Essays und Erzäh­lun­gen, die in zahl­rei­che Spra­chen über­setzt wurden.

Er selbst ver­stand sich als Land­schaf­ter. Dich­tung hatte für ihn die Welt nicht zu ver­schö­nern, son­dern ihre spröde, ver­letz­li­che Schön­heit so nüch­tern und prä­zise wie mög­lich zur Spra­che zu brin­gen. Diese Kunst der genau­es­ten Ver­dich­tung in wider­bors­ti­gem Duk­tus zeich­net auch den Pro­sa­band „Nacht­fahrt“ aus, den Jens-Fietje Dwars aus dem Nach­lass des Dich­ters her­aus­ge­ge­ben hat. Susanne Theu­mer schuf für den Band zau­ber­haft spröde Kalt­na­del­ra­die­run­gen, die aufs schönste mit der auf­ge­rau­ten Spra­che des Erzäh­lers kor­re­spon­die­ren. Ein Band mit „gro­ßer lebens­ge­sät­tig­ter Lite­ra­tur“, so das Urteil der F.A.Z.

Am Don­ners­tag, dem 20. Juni, am Vor­abend des 90. Geburts­ta­ges von Wulf Kirs­ten, stel­len Dwars und Theu­mer das Buch im Lite­ra­tur­haus Halle vor. Mit­wir­ken wird auch Wil­helm Bartsch, den eine jahr­zehn­te­lange Freund­schaft mit dem Dich­ter ver­band. Dwars liest aus dem Nach­lass­band, Bartsch berich­tet von sei­nem Brief­wech­sel mit Wulf Kirs­ten und Susanne Theu­mer erin­nert an ihre gemein­sa­men Wan­de­run­gen, aus denen kost­bare Künst­ler­bü­cher erwuch­sen, die heute von Biblio­the­ken des In- und Aus­lan­des gesam­melt werden.

 

Eine Ver­an­stal­tung im Rah­men der Reihe „Lite­ra­tur­land Thü­rin­gen unter­wegs“ des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes. Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Thü­rin­ger Staatskanzlei.

Jun
21
Fr
Lyriklesung unterm Sternenhimmel im Klostergut Bonnrode
Jun 21 um 18:00

Ein Mitt­som­mer­nachts­traum: Lyrik­le­sung unterm Sternenhimmel

Das Klos­ter­gut Bonn­rode und die Kul­tur­werk­statt Greu­ßen laden zum Mitt­som­mer­fest ein. Los geht es mit einer Lyrik­le­sung mit Ann Cot­ten, Mar­tin Pie­kar, Rike Bolte & Dou­glas Pom­peu. Im Anschluss an die Ver­an­stal­tung und zur Eröff­nung der Tanz­flä­che spielt das Trio Bleu aus Weimar.

Ver­an­stal­ter: Lese-Zei­chen e.V., Klos­ter­gut Bonn­rode, geför­dert von der Thü­rin­ger Staatskanzlei.

Konzert: »Transformierte Luther-Choräle« in der Schlosskirche Ettersburg
Jun 21 um 19:00

Kon­zert: Trans­for­mierte Luther-Choräle

Ensem­ble für Intui­tive Musik Weimar

Das Ensem­ble für Intui­tive Musik Wei­mar spielt am 21. Juni (19 Uhr) in der Schloss­kir­che eine Pro­zeß­kom­po­si­tion über Luther-Cho­räle gestal­tet. Aus­ge­hend vom latei­ni­schen Hym­nus VENI CREATOR SPRITUS (9. Jahr­hun­dert), den Mar­tin Luther 1524 zum Cho­ral »Komm, Gott Schöp­fer, hei­li­ger Geist« formte, wer­den Cho­räle mit Hilfe von Live-Elek­tro­nik neu gestal­tet. Die Klang­be­ar­bei­tung liegt in den Hän­den von Hans Tutschku, der als Kom­po­si­ti­ons­pro­fes­sor an der Har­vard Uni­ver­sity in den USA tätig ist.

Jun
25
Di
Vortrag von Dr. Bertold Heizmann im Romantikerhaus Jena
Jun 25 um 18:00 – 20:00

Goe­the, Kot­ze­bue und der zwie­be­weibte Graf. Zur lite­ra­ri­schen Kar­riere eines Männertraums

Vor­trag von Dr. Ber­told Heiz­mann (Essen)

Kann das gut gehen? Ein Mann mit zwei Frauen? Seit Jahr­hun­der­ten haben sich immer wie­der Schrift­stel­ler die­ses auf­rei­zen­den The­mas ange­nom­men: nicht nur in der Lite­ra­tur, son­dern auch in ihrer eige­nen Lebens­füh­rung, und haben sich dabei sogar auf päpst­li­chen Dis­pens beru­fen. Selbst Goe­the hing in sei­nem Schau­spiel „Stella“ die­sem Män­ner­traum nach – aller­dings nur in der Früh­fas­sung, spä­ter hat er das Ende tra­gisch abge­än­dert. Das Stück hat in bei­den Fas­sun­gen bei sei­nen Zeit­ge­nos­sen hef­tige Aus­ein­an­der­set­zun­gen aus­ge­löst. Den größ­ten Auf­ruhr ver­ur­sachte Goe­thes Erz­feind Kot­ze­bue, der sein in Wei­mar auf­ge­führ­tes Stück „Der Graf von Glei­chen“ unver­hoh­len als Par­odie auf die „Stella“ dekla­rierte und damit Goe­the der­art in Wut ver­setzte, dass die­ser sogar Wei­mar für immer ver­las­sen wollte. Der Vor­trag zeigt mit wei­te­ren Bei­spie­len aus Lite­ra­tur, Musik und Film, wie sehr das Thema immer wie­der – und bis heute – faszinierte.

Ettersburger Gespräch mit Wolfgang Thierse und Christine Lieberknecht
Jun 25 um 19:00

Etters­bur­ger Gespräch: Bild der Welt und Geist der Zeit. Wohin gehen unsere Kirchen?

Wolf­gang Thierse und Chris­tine Lie­ber­knecht im Gespräch mit Tho­mas A. Seidel

Jun
26
Mi
Vortrag von Dr. Katrin Richter in der Volkshochschule Weimar
Jun 26 um 18:00

Vor­trag von Dr. Kat­rin Richter

»ELSEˈS STORY. Über das Auf­fin­den und Rekon­stru­ie­ren der Lebens­ge­schichte von Else Gold­schmidt, der ers­ten Bör­sen­mak­le­rin der Welt«

Eine Ver­an­stal­tungs­ko­ope­ra­tion von Bau­haus-Uni­ver­si­tät Wei­mar und Volks­hoch­schule Weimar.

Literarische Collage mit mit Katjusha Kozubek und Ulrike Müller in Weimar
Jun 26 um 19:00

»Wir hat­ten das inter­es­san­teste Publi­kum von ganz Ber­lin«. Jose­phine Baker, Val­eska Geert & Co. Lite­ra­ri­sche Collage

Wei­mar – Künstlergarten

26. Juni bis 31. August 2024: Sechs Mitt­woch­abende, Beginn jeweils um 19.00 Uhr.
Scharfe Schlüsse und bren­nende Füße. Künst­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­le­rin­nen der 1920er und 1930er Jahre. Texte und The­sen, Lebens­bil­der, Gesprä­che und Live-Musik, arran­giert und kura­tiert von Dr. Ulrike Mül­ler, Autorin, Weimar.

Mi, 26. Juni 2024: »Wir hat­ten das inter­es­san­teste Publi­kum von ganz Ber­lin« – Jose­phine Baker, Val­eska Geert & Co. Lite­ra­ri­sche Col­lage. Mit Kat­ju­sha Kozu­bek, Rezi­ta­tion und Ulrike Mül­ler, Schnitt, Mode­ra­tion (beide Weimar).

Jun
27
Do
Ettersburger Gespräch mit Michel Friedman und Bodo Ramelow
Jun 27 um 19:00

Etters­bur­ger Gespräch: Stress­test für die Demokratie?

Michel Fried­man und Bodo Rame­low im Gespräch mit Eric Marr

Gespannt, bis­wei­len mit Sorge schaut die Repu­blik im Wahl­jahr 2024 nach Thü­rin­gen. Von dro­hen­der Unre­gier­bar­keit, ja, sogar von Wei­ma­rer Ver­hält­nis­sen ist zuwei­len die Rede. Zu Recht? Michel Fried­man und Bodo Rame­low dis­ku­tie­ren die poli­ti­sche und gesamt­ge­sell­schaft­li­che Lage in einem Land, das in den ver­gan­ge­nen Jah­ren immer wie­der für Schlag­zei­len sorgte und stel­len die Frage: Was ver­rät die Lage in, aber auch das Reden über den Frei­staat über die aktu­elle Ver­fasst­heit der Ber­li­ner Republik?

Bodo Rame­low ist Minis­ter­prä­si­dent des Frei­staa­tes Thüringen.

Michel Fried­man ist deutsch-fran­zö­si­scher Publi­zist, Jurist und Philosoph.

Jun
29
Sa
Lesung mit Frank Esche im Stadtarchiv Gera
Jun 29 um 10:00

Der Autor Frank Esche stellt Kri­mi­nal­fälle aus fünf Jahr­hun­der­ten vor

 

Im Mit­tel­punkt der Lesung des Rudol­städ­ter Schrift­stel­lers und Archi­vars Frank Esche im Stadt­ar­chiv Gera am 29. Juni 2024 ste­hen die in sei­nen drei Bän­den „Thü­rin­ger Mord-Pita­val“ behan­del­ten Kri­mi­nal­fälle aus fünf Jahr­hun­der­ten. Er spannt dabei den chro­no­lo­gi­schen Bogen von 1606 bis zum Jahr 1968 und geht dabei auf man­ches, längst der Ver­ges­sen­heit anheim­ge­fal­lene Schwerst­ver­bre­chen in der thü­rin­gi­schen Geschichte ein. Die über 60 akri­bisch auf­ge­ar­bei­te­ten Kri­mi­nal­fälle legen dabei nicht nur ein Zeug­nis mensch­li­cher Bru­ta­li­tät und Grau­sam­keit ab, son­dern infor­mie­ren auch über die Auf­klä­rungs­ar­beit von Poli­zei und Jus­tiz in den ver­schie­de­nen staat­li­chen Sys­te­men von der Zeit der Mon­ar­chien über wie Wei­ma­rer Repu­blik, den Natio­nal­so­zia­lis­mus bis hin zu den Anfän­gen der Deut­schen Demo­kra­ti­schen Republik.

Die Motive der Mör­der und auch Mör­de­rin­nen reich­ten von Hass, Rache, der Angst vor sozia­lem Nie­der­gang und Ver­ar­mung bis hin zu Liebe und Eifer­sucht. Die­sen zum Opfer fie­len fremde Per­so­nen und Nach­barn, aber oft­mals auch Fami­li­en­an­ge­hö­rige wie Ehe­män­ner, Schwie­ger­vä­ter, Schwie­ger­müt­ter oder auch die eige­nen Kin­der. Gemor­det wurde mit „Waf­fen“ wie Pis­tole, Axt, Mes­ser bzw. Rasier­mes­ser, aber auch durch Stran­gu­la­tion, Ver­gif­tung und andere Metho­den wur­den „unlieb­same Zeit­ge­nos­sen“ aus dem Leben geris­sen. Die Vor­ge­hens­wei­sen der Täte­rin­nen und Täter reich­ten von detail­lier­ter Pla­nung eines Mor­des bis hin zur Tötung im Affekt.

Beson­dere Auf­merk­sam­keit schenkt der Autor Frank Esche mit Blick auf den Lokal­be­zug die­ser Ver­an­stal­tung den von ihm ana­ly­sier­ten Mord­fäl­len aus Gera und der nähe­ren Umge­bung sowie beson­ders bri­san­ten Fäl­len, die weit über die Lan­des­gren­zen Thü­rin­gens hin­aus mediale Beach­tung erfuh­ren. Auch seine Recher­che­wege in den ver­schie­de­nen Archi­ven sowie die von ihm aus­ge­wer­te­ten archi­va­li­schen Quel­len stellt der Kri­mi­nal­au­tor in sei­ner Buch­le­sung vor.

Geför­dert von der Thü­rin­ger Staatskanzlei.

Märchenhafte Bilderreise mit Erzählerin Antje Horn im Romantikerhaus Jena
Jun 29 um 10:30

Mär­chen­hafte Bil­der­reise mit Erzäh­le­rin Antje Horn

 

Ver­an­stal­tung zur Daniela-Dre­scher-Aus­stel­lung im Romantikerhaus

Elfen, Wich­tel, Feen und Zwerge – diese Figu­ren hau­chen jeder noch so leb­lo­sen Natur eine Wärme ein, die wir so nur von der Kin­der­buch­il­lus­tra­to­rin Daniela Dre­scher ken­nen. Anläss­lich der Wech­sel­aus­stel­lung im Roman­tik­er­haus Jena zu ihren Wer­ken dür­fen sich Kin­der wie Eltern von den ver­träum­ten Bil­der­wel­ten in den Bann zie­hen lassen.

Auch die inter­na­tio­nal auf­tre­tende Erzäh­le­rin Antje Horn wird dem Roman­tik­er­haus einen Besuch abstat­ten. Umge­ben von Dre­schers atmo­sphä­ri­schen Wer­ken wird sie uns auf eine sprach­li­che Bil­der­reise mit­neh­men und ganz im Sinne Daniela Dre­schers von der Beseelt­heit der Natur berichten.

Lesung mit Frank Esche im Stadtarchiv Gera
Jun 29 um 13:00

Wahre Kri­mi­nal­fälle aus Gera und Umge­bung – Lesung mit Frank Esche zum „Thü­rin­ger Mord-Pita­val“ (Bände 1 bis 3)

 

Im Mit­tel­punkt der Buch­le­sung des Rudol­städ­ter Schrift­stel­lers und Archi­vars Frank Esche im Stadt­ar­chiv Gera am 29. Juni 2024 ste­hen die in sei­nen drei Bän­den „Thü­rin­ger Mord-Pita­val“ behan­del­ten Kri­mi­nal­fälle aus fünf Jahr­hun­der­ten. Er spannt dabei den chro­no­lo­gi­schen Bogen von 1606 bis zum Jahr 1968 und geht dabei auf man­ches, längst der Ver­ges­sen­heit anheim­ge­fal­lene Schwerst­ver­bre­chen in der thü­rin­gi­schen Geschichte ein. Die über 60 akri­bisch auf­ge­ar­bei­te­ten Kri­mi­nal­fälle legen dabei nicht nur ein Zeug­nis mensch­li­cher Bru­ta­li­tät und Grau­sam­keit ab, son­dern infor­mie­ren auch über die Auf­klä­rungs­ar­beit von Poli­zei und Jus­tiz in den ver­schie­de­nen staat­li­chen Sys­te­men von der Zeit der Mon­ar­chien über wie Wei­ma­rer Repu­blik, den Natio­nal­so­zia­lis­mus bis hin zu den Anfän­gen der Deut­schen Demo­kra­ti­schen Republik.

Die Motive der Mör­der und auch Mör­de­rin­nen reich­ten von Hass, Rache, der Angst vor sozia­lem Nie­der­gang und Ver­ar­mung bis hin zu Liebe und Eifer­sucht. Die­sen zum Opfer fie­len fremde Per­so­nen und Nach­barn, aber oft­mals auch Fami­li­en­an­ge­hö­rige wie Ehe­män­ner, Schwie­ger­vä­ter, Schwie­ger­müt­ter oder auch die eige­nen Kin­der. Gemor­det wurde mit „Waf­fen“ wie Pis­tole, Axt, Mes­ser bzw. Rasier­mes­ser, aber auch durch Stran­gu­la­tion, Ver­gif­tung und andere Metho­den wur­den „unlieb­same Zeit­ge­nos­sen“ aus dem Leben geris­sen. Die Vor­ge­hens­wei­sen der Täte­rin­nen und Täter reich­ten von detail­lier­ter Pla­nung eines Mor­des bis hin zur Tötung im Affekt.

Beson­dere Auf­merk­sam­keit schenkt der Autor Frank Esche mit Blick auf den Lokal­be­zug die­ser Ver­an­stal­tung den von ihm ana­ly­sier­ten Mord­fäl­len aus Gera und der nähe­ren Umge­bung sowie beson­ders bri­san­ten Fäl­len, die weit über die Lan­des­gren­zen Thü­rin­gens hin­aus mediale Beach­tung erfuh­ren. Auch seine Recher­che­wege in den ver­schie­de­nen Archi­ven sowie die von ihm aus­ge­wer­te­ten archi­va­li­schen Quel­len stellt der Kri­mi­nal­au­tor in sei­ner Buch­le­sung vor.

Geför­dert von der Thü­rin­ger Staatskanzlei.

Vortrag »Furchtbares Scheitern – Goethes Ilmenauer Erfahrungen« im GoetheStadtMuseum in Ilmenau
Jun 29 um 17:00

Die Goe­the­ge­sel­schaft Ilmenau und das Goe­the­Stadt­Mu­seum laden am Sams­tag, dem 29. Juni 2024, 17:00 Uhr zum Vor­trag »Frucht­ba­res Schei­tern – Goe­thes Ilmen­auer Erfah­run­gen« ein. Zu Gast ist Frau Dr. Mar­grit Wyder, die Prä­si­den­tin der Goe­the-Gesel­schaft Schweiz.

Die Wie­der­eröff­nung des Berg­baus in Ilmenau gehört zu den ers­ten Auf­ga­ben, die Goe­the 1776 im Her­zog­tum Sach­sen-Wei­mar-Eisen­ach über­nimmt. Er wid­met sich der Sache über Jahre mit gro­ßem Enga­ge­ment und wis­sen­schaft­li­cher Neu­gier. Doch Ver­zö­ge­run­gen, Fehl­ein­schät­zun­gen, Unglücks­fälle und tech­ni­sche Pro­bleme machen die Hoff­nun­gen immer wie­der zunichte. Schließ­lich muss sich Goe­the ein­ge­ste­hen, mit die­sem finan­zi­ell und sozial viel­ver­spre­chen­den Werk geschei­tert zu sein.

Der Vor­trag zeigt, wie das Ilmen­auer Drama sich ent­wi­ckelte – und wie Goe­thes Leben davon geprägt wurde.

Literarischer Kammermusikabend mit Roman Knižka und dem Bläserquintett OPUS 45 in der Kaufmannskirche Erfurt
Jun 29 um 19:30

Lite­ra­ri­scher Kam­mer­mu­sik­abend „Den Nazis eine schal­lende Ohr­feige ver­set­zen!“ mit Roman Knižka und dem Blä­ser­quin­tett OPUS 45

Der lite­ra­ri­sche Kam­mer­mu­sik­abend mit dem Titel „Den Nazis eine schal­lende Ohr­feige ver­set­zen!“ ist Höhe­punkt und Abschluss der Ver­an­stal­tungs­reihe „Bücher aus dem Feuer“, die an die Bücher­ver­bren­nung am 29. Juni 1933 in Erfurt an der Cyriaks­burg erinnert.
Der Titel „Den Nazis eine schal­lende Ohr­feige ver­set­zen!“ ist ein Zitat des Pazi­fis­ten Kon­rad Reis­ner, und das Pro­gramm ist jenen muti­gen Künstler:innen gewid­met, die sich bis zuletzt hart­nä­ckig gegen den faschis­ti­schen Ter­ror behaup­te­ten. Der bekannte Schau­spie­ler Roman Knižka liest unter ande­rem Texte von Ber­tolt Brecht, Erich Käs­t­ner, Paul Celan und Mascha Kaléko. Das Blä­ser­quin­tett OPUS 45 spielt Musik von Komponist:innen, die zu Opfern der NS-Dik­ta­tur und des Holo­caust wur­den, u.a. Alex­an­der Zem­lin­sky, Pavel Haas, Erwin Lend­vai, Robert Kahn und Luise Greger.

Roman Knižka, 1970 in Baut­zen gebo­ren, spielte nach sei­nem Stu­dium an der Bochu­mer Schau­spiel­schule zunächst am dor­ti­gen Schau­spiel­haus und begann dann, sich einen Namen in TV-Dra­men, Lie­bes­fil­men, „Tatort“-Folgen und diver­sen Kino­pro­duk­tio­nen zu machen. Dane­ben spricht er regel­mä­ßig Hör­bü­cher ein und ist mit gro­ßem Erfolg auf der Bühne aktiv.
Das Blä­ser­en­sem­ble OPUS 45 grün­dete sich im Rah­men eines Ber­li­ner Orches­ter­pro­jek­tes: Damals stand Johan­nes Brahms’ „Ein deut­sches Requiem“ (opus 45) auf dem Pro­gramm und ist seit­her namens­ge­bend. Gemein­sam mit Roman Knižka geht das Quin­tett aber auch neue, dis­zi­plin­über­grei­fende Wege. So ent­stan­den lite­ra­ri­sche Kam­mer­mu­sik­abende wie »Den Nazis eine schal­lende Ohr­feige ver­set­zen!«, die in der deutsch­spra­chi­gen Kon­zert­land­schaft ein­ma­lig sind, oder eine sze­ni­sche Lesung zu Geschichte und Gegen­wart rech­ter Gewalt in Deutschland.

Das Musik- und Rezi­ta­ti­ons­pro­gramm »Den Nazis eine schal­lende Ohr­feige ver­set­zen!« liegt auch als Film­auf­zeich­nung vor, und unter opus45-derfilm.de fin­den sich zahl­rei­che Mate­ria­lien und Audio­da­teien zu die­sem Projekt.

Die Reihe »Bücher aus dem Feuer« fin­det 2024 zum vier­ten Mal in Folge statt. Sie wurde von den »Omas gegen Rechts« initi­iert und wird getra­gen von einem losen Bünd­nis städ­ti­scher, kul­tu­rel­ler und gemein­nüt­zi­ger Ein­rich­tun­gen und Initia­ti­ven. Dazu gehö­ren neben den »Omas gegen Rechts« u.a. die Stadt- und Regio­nal­bi­blio­thek Erfurt, das Ev. Rats­gym­na­sium, der Erin­ne­rungs­ort »Topf & Söhne«, die Schotte, die Band »The String Com­pany« und der Ver­ein Erfur­ter Herbstlese.

Mit die­ser Reihe soll an die Bücher­ver­bren­nung im Juni 1933 in Erfurt erin­nert, gleich­zei­tig aber auch in viel­fäl­ti­ger Weise der Bogen zur Gegen­wart geschla­gen wer­den. Es geht bei allen Ver­an­stal­tun­gen immer auch um ein Plä­doyer für Zivil­cou­rage, Tole­ranz und Demo­kra­tie. In Zei­ten, in denen mehr und mehr Men­schen welt­weit auto­kra­ti­schen, rechts­na­tio­na­len oder gar faschis­ti­schen Bewe­gun­gen und Par­teien zunei­gen und ihre Stim­men geben, völ­ki­sches Den­ken sowie Ras­sis­mus, Anti­se­mi­tis­mus und die Stig­ma­ti­sie­rung Anders­den­ken­der vor­an­schrei­ten und der demo­kra­ti­sche Rechts­staat gefähr­det ist, ist es umso wich­ti­ger, sich aktiv für die Demo­kra­tie ein­zu­set­zen und zu die­sem Enga­ge­ment zu ermuntern.

Geför­dert von Lan­des­prä­ven­ti­ons­rat Thü­rin­gen, Axel Sprin­ger Stif­tung, Hein­rich-Böll-Stif­tung Thü­rin­gen e.V. und Rosa-Luxem­burg-Stif­tung Thü­rin­gen e.V.
In Koope­ra­tion mit der Kauf­män­ner Gesell­schaft e.V.

Jun
30
So
Romantische Wichtelreise im Romantikerhaus Jena
Jun 30 um 14:00

Roman­ti­sche Wich­tel­reise – Ent­de­ckungs­tour durch die Bil­der­wel­ten Daniela Dreschers

 

 

Elfen, Wich­tel, Feen und Zwerge – diese Figu­ren hau­chen jeder noch so leb­lo­sen Natur eine Wärme ein, die wir so nur von der Kin­der­buch­il­lus­tra­to­rin Daniela Dre­scher ken­nen. Anläss­lich der Wech­sel­aus­stel­lung im Roman­tik­er­haus Jena zu ihren Wer­ken dür­fen sich Kin­der wie Eltern von den ver­träum­ten Bil­der­wel­ten in den Bann zie­hen lassen.

In unse­rem Kin­der­pro­gramm zur Wech­sel­aus­stel­lung soll der Zusam­men­hang zwi­schen Dre­schers Wer­ken und der Früh­ro­man­tik her­ge­stellt wer­den. Anhand von meh­re­ren Mit­mach-Sta­tio­nen wer­den den Kin­dern his­to­ri­sche wie künst­le­ri­sche Kom­pe­ten­zen ver­mit­telt. Nach dem Aus­den­ken eige­ner Nar­ra­tive wird es zum Schluss die beru­hi­gende Gewiss­heit geben, dass für man­che Bil­der Geschich­ten bereits geschrie­ben wor­den sind: Bei einer musi­ka­li­schen Lesung dür­fen die Klei­nen ihre Seele bau­meln las­sen und Gebor­gen­heit in der natu­ra­lis­ti­schen Erzäh­lung »Die Wich­tel­reise« von Denys Wat­kins-Pitch­ford finden.

Für 4–10 Jährige.

Jul
2
Di
Vortrag von Dr. Grit Jacobs im Stadtmuseum Weimar
Jul 2 um 17:00

Groß­her­zo­gin Sophie und die Wartburg

Vor­trag von Dr. Grit Jacobs (Wart­burg-Stif­tung Eisenach)

 

Zu den bedeu­ten­den Pro­jek­ten der Regent­schaft von Groß­her­zog Carl Alex­an­der von Sach­sen-Wei­mar-Eisen­ach zählt zwei­fels­ohne die Erneue­rung der Wart­burg. Wurde bis­lang das Augen­merk vor­nehm­lich auf den „Burg­herrn“ gerich­tet, legt die­ser Vor­trag den Fokus auf das Wir­ken sei­ner Gemah­lin, Groß­her­zo­gin Sophie von Sach­sen-Wei­mar-Eisen­ach. Auch sie weilte häu­fig auf der Burg, nahm regen Anteil an deren Erneue­rung und hat sich mit zahl­rei­chen Geschen­ken an ihren Gat­ten um den Auf­bau der hoch­ka­rä­ti­gen Kunst­samm­lung ver­dient gemacht. Den Spu­ren von „Sere­nis­sima“ (Bern­hard von Arns­wald) auf der Wart­burg soll in die­sem Vor­trag nach­ge­gan­gen werden.

Rudolstädter Lieblingstexte im Schillerhaus Rudolstadt
Jul 2 um 19:30

Rudol­städ­ter Lieblingstexte

Fast wie zu Schil­lers Zei­ten, als man in Lese­ge­sell­schaf­ten oder Lite­ra­tur­zir­keln zusam­men­traf, gilt auch heute noch das Motto „Lite­ra­tur ver­bin­det“. Wir wol­len Sie ein­la­den, Ihre Lieb­lings­ge­dichte oder Lieb­lings­texte mit uns und den Rudol­städ­te­rin­nen und Rudol­städ­tern zu tei­len. Las­sen Sie uns Texte, die Ihnen am Her­zen lie­gen, zukom­men. Die ein­ge­reich­ten Werke wer­den von Anne Kies und Johan­nes Gei­ßer, Akteure am Thea­ter Rudol­stadt, im Schil­ler­gar­ten mit schau­spie­le­ri­scher Verve vorgetragen.

Rei­chen Sie bis zum 26.06. Ihr Lieb­lings­ge­dicht, Ihren Lieb­lings­text oder ihre Lieb­lings­ro­man­pas­sage ein­fach im Schil­ler­haus ein, ent­we­der per Mail an Schillerhaus@rudolstadt.de, oder Sie brin­gen den Text vor­bei. Wir sind gespannt und freuen uns auf Ihre lite­ra­ri­schen Entdeckungen.

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung des För­der­ver­eins Schil­ler­haus Rudol­stadt e. V.

Literaturland Thüringen im Radio – Eine Sendereihe des Thüringer Literaturrates
Jul 2 um 22:00
Literaturland Thüringen im Radio – Eine Sendereihe des Thüringer Literaturrates @ Radio Lotte

Jeden ers­ten Diens­tag im Monat geht es bei »Lite­ra­tur­land Thü­rin­gen im Radio«, dem Sen­de­for­mat des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes um Lite­ra­tur aus und über Thüringen.

Soweit es die Pla­nung erlaubt, laden wir Gäste ins Stu­dio ein, um mit ihnen über ihr Schrei­ben, Pro­jekte, Recher­chen oder beson­dere The­men zu spre­chen. Oder wir zeich­nen Sen­dun­gen auf, brin­gen Live­mit­schnitte von Ver­an­stal­tun­gen etc.

Jeden ers­ten Diens­tag im Monat ist die Sen­dung auf  Radio Lotte im Stadt­ge­biet von Wei­mar auf 160,6 UKW zu hören und welt­weit im Inter­net unter https://www.radiolotte.de

Alle Radio­sen­dun­gen kön­nen zudem in der Pod­ca­st­reihe »Lite­ra­tur­land Thü­rin­gen im Radio« auf www.literaturland-thueringen.de ange­hört wer­den. Die Sen­dun­gen ste­hen i.d.R. ab dem ers­ten Mitt­woch im Monat bereit.

 

Eine Sen­dungs­for­mat des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes. Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der der Thü­rin­ger Staats­kanz­lei. Bis 2023 geför­dert von der Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thüringen.

Jul
3
Mi
Lesung und Gespräch zu Simone Weil mit Ulrike Müller in Weimar
Jul 3 um 19:00

»Frei­heit nicht träu­men, son­dern kon­zi­pie­ren« – Die fran­zö­si­sche Phi­lo­so­phin Simone Weil (1909–1943)

Wei­mar – Künstlergarten

26. Juni bis 31. August 2024: Sechs Mitt­woch­abende, Beginn jeweils um 19.00 Uhr.
Scharfe Schlüsse und bren­nende Füße. Künst­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­le­rin­nen der 1920er und 1930er Jahre. Texte und The­sen, Lebens­bil­der, Gesprä­che und Live-Musik, arran­giert und kura­tiert von Dr. Ulrike Mül­ler, Autorin, Weimar.

Mi, 03. Juli 2024: Frei­heit nicht träu­men, son­dern kon­zi­pie­ren. (Jüdi­sche Den­ke­rin­nen der Moderne I.) Die fran­zö­si­sche Phi­lo­so­phin Simone Weil (1909–1943). Texte, Refle­xio­nen und Gespräch mit Ulrike Müller.

Jul
4
Do
Vortrag von Dr. Hannah Peaceman und Maximilian Huschke in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar
Jul 4 um 18:00

Imma­nuel Kant | Lasst uns ohne Vor­ur­teil urtei­len* | Vor­trags­reihe zum 300. Geburtstag

 

Vor­trag von Dr. Han­nah Peace­man und Maxi­mi­lian Huschke, Jena: Kant als Kul­tur­gut? Klassiker(re)produktion und Öffentlichkeit

 

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zur Vor­trags­reihe fin­den Sie hier.

Die Klas­sik Stif­tung Wei­mar fei­ert den 300. Geburts­tag des Phi­lo­so­phen Imma­nuel Kant mit einer Vor­trags­reihe. Zurecht wird Kant als Revo­lu­tio­när im Geis­tes­le­ben bezeich­net. Die Wir­kun­gen des Den­kers sind kaum zu überblicken. Die Reihe stellt her­aus, wie Kant auf Goe­the als Prot­ago­nis­ten der Wei­ma­rer Klas­sik wirkte und das Bau­haus beein­flusste. Sie zeigt auch, wie Kants Den­ken für Fra­gen der Gegen­wart aktu­ell bleibt und zugleich eine kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung her­aus­for­dert und erfordert.

Dokumentarfilm über Mali im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Jul 4 um 19:30

Open Air: Dacheröden on Tour – Fer­nes Mali – uns ganz nah

Rei­sen und unter­stüt­zen – Erfur­ter Enga­ge­ment in der Part­ner­stadt Kati

 

Mali mit rund 23 Mil­lio­nen Ein­woh­nern ist eines der kul­tur­his­to­risch und land­schaft­lich inter­es­san­tes­ten Län­der West­afri­kas. Welt­kul­tur­er­be­stät­ten wie Tim­buktu, die Lehm­mo­schee in Djenné oder das Ban­dia­gara-Fels­mas­siv im Land der Dogon sind Anzie­hungs­punkte für Tou­ris­ten, For­schende und Fotograf:innen, so auch für den Freun­des­kreis Kati e. V. Das zur Sahel­zone gehö­rende Land expor­tiert vor­ran­gig Gold, Baum­wolle und Erd­nüsse. Mali ist mehr als drei­mal so groß wie Deutsch­land, die gesamte Nord­hälfte ist nahezu unbe­wohn­ba­res Wüs­ten- und Tro­cken­sa­van­nen­ge­biet der Sahara.

Mit­glie­der des Freun­des­krei­ses Kati besu­chen Mali seit der Grün­dung ihres Ver­eins im Jahr 2009 immer wie­der. Sie pfle­gen Freund­schaf­ten, unter­stüt­zen Pro­jekte, rei­sen durchs Land, ent­de­cken Land und Kul­tur und berich­ten Zuhause in Erfurt über die Ereig­nisse in dem fer­nen afri­ka­ni­schen Land.

Ziel jeder Reise ist auch das Kin­der­heim „Centre David est Roi“ mit zuge­hö­ri­ger Schule in der Stadt Kati. In dem Heim leben Wai­sen­kin­der. Die Begeg­nung mit die­sem Ort, das Schick­sal die­ser Mäd­chen und Jun­gen, der pro­fes­sio­nelle Ein­satz von Heim­lei­tung und Per­so­nal beweg­ten die Erfur­ter 2009 dazu, eine dau­er­hafte Unter­stüt­zung zu leis­ten. Eine Schule wurde gebaut, das Heim erwei­tert und aus­ge­stat­tet, Land­wirt­schaft zur Selbst­ver­sor­gung auf den Weg gebracht. Die Ideen der mali­schen Partner:innen zäh­len, die Hilfe aus Deutsch­land flan­kiert diese eige­nen Bemühungen.

Der Fil­me­ma­cher Rai­ner Schwenz­feier besuchte für sei­nen Doku­men­tar­film Heim und Schule. Er zeigt den All­tag der Kin­der, wie in Mali Schule funk­tio­niert, was in der Frei­zeit pas­siert, er gewährt Ein­bli­cke in die Arbeit der Leh­re­rin­nen und Leh­rer und lässt Kin­der, Betreu­ende und Heim­lei­ter Joseph Mous­siane zu Wort kom­men. Die Schick­sale der Mäd­chen und Jun­gen berüh­ren, das uner­müd­li­che Tun der Heim­mit­ar­bei­te­rin­nen, ihnen Obhut, Nah­rung und ein Zuhause zu geben, ebenso. Es geht um Chan­cen, Sta­bi­li­tät für das Leben, sozia­les Mit­ein­an­der, um Träume, Wil­lens­stärke und Mensch­lich­keit. Eine gute Schul­bil­dung ist die Basis für eine selbst­be­stimmte Zukunft der Kin­der. Diese tiefe Über­zeu­gung eint die Akteure aus Kati und Erfurt.

Der deut­sche Fil­me­ma­cher Rai­ner Schwenz­feier lebt seit mehr als zwei Jahr­zehn­ten in Mali und ist als frei­schaf­fen­der Fil­me­ma­cher tätig. Er arbei­tete u.a. für die Nach­rich­ten­agen­tur Reu­ters. Im Rah­men der Ver­an­stal­tung wer­den neben Rei­se­ein­drü­cken auch ein kur­zer Film von ihm gezeigt.

Eine Koope­ra­tion des Kul­tur: Haus Dacheröden und dem Ver­ein Freun­des­kreis Kati.

Jul
6
Sa
Lesung mit Landolf Scherzer in Schmalkalden
Jul 6 um 18:00

Lan­dolf Scher­zer liest: Leben im Schat­ten der Stürme – Welt, wie weiter?

Lan­dolf Scher­zer war auf Erkun­dungs­we­gen unter ande­rem in Russ­land, China, Kuba, der Ukraine, auf der Krim und dem Olymp. Er gilt als prä­zi­ser Beob­ach­ter von Situa­tio­nen, Ereig­nis­sen, Sze­nen und Begeg­nun­gen. Ihm gelingt es auf eine unnach­ahm­li­che Art und Weise, mit den „klei­nen Leu­ten“ vor Ort ins Gespräch zu kom­men und ihnen Geheim­nisse zu ent­lo­cken, die in ihrer Ein­zig­ar­tig­keit die Stim­mun­gen eines gan­zen Lan­des wie­der­ge­ben kön­nen. So ent­ste­hen lite­ra­ri­sche Bil­der und Moment­auf­nah­men mit Bestands­ga­ran­tie, wel­che auch viele Jahre spä­ter geschicht­li­che Hin­ter­gründe und his­to­ri­sche Ent­wick­lun­gen zum Leben erwe­cken. Scherzers Repor­ta­gen über­dau­ern Mode- und Gesell­schafts­er­schei­nun­gen und sind somit für alle Zei­ten unwei­ger­lich Kulturgut.

Jul
7
So
Führung für Kinder im Romantikerhaus Jena
Jul 7 um 14:00

Auf der Suche nach der Blauen Blume“

Haus­füh­rung mit krea­ti­ven Stationen

 

In alten Zei­ten, als das Wün­schen noch gehol­fen hat, lebte im Roman­tik­er­haus Jena der Phi­lo­soph Johann Gott­lieb Fichte. Gemein­sam wol­len wir sein Haus und die jun­gen Dich­ter der Früh­ro­man­tik in Form einer Schnit­zel­jagd ent­de­cken. Her­aus­for­dernde Fra­gen, ver­träumte Bil­der, Hör­spiele und Schätze war­ten dar­auf, von den Kin­dern bestaunt, gesucht und erlebt zu werden.

Am Ende der Schnit­zel­jagd kön­nen sich die Kin­der einen Muse­ums­aus­weis ver­die­nen. Die­ser zeigt nicht nur, was sie alles gelernt haben, son­dern dient auch als Kin­der­ein­tritts­karte für zukünf­tige Besu­che im Roman­tik­er­haus Jena.

Für Kin­der ab 6 Jahren.

Jul
10
Mi
Lesung und Musik zu den Neuen Frauen mit Ulrike Müller in Weimar
Jul 10 um 19:00

»Das Uner­hörte, das will auch ich!« Zwi­schen Buch und Bühne, Lein­wän­den und (Leer)stühlen

Wei­mar – Künstlergarten

26. Juni bis 31. August 2024: Sechs Mitt­woch­abende, Beginn jeweils um 19.00 Uhr.
Scharfe Schlüsse und bren­nende Füße. Künst­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­le­rin­nen der 1920er und 1930er Jahre. Texte und The­sen, Lebens­bil­der, Gesprä­che und Live-Musik, arran­giert und kura­tiert von Dr. Ulrike Mül­ler, Autorin, Weimar.

Mi, 10. Juli 2024: »Das Uner­hörte, das will auch ich!« Zwi­schen Buch und Bühne, Lein­wän­den und (Leer)stühlen. Pro­gramm zu den Neuen Frauen mit Ulrike Mül­ler (Rezi­ta­tion, Mode­ra­tion) und Chris­tian Rosenau (Coburg), Gitarre.

»Buchbingo« im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Jul 10 um 19:30

Span­nung, Spaß, Gewinne – und alles für einen guten Zweck. Das Kul­tur: Haus Dacheröden bie­tet ein­mal im Monat ein „Bingo!“ an. Ziel ist es, neben bes­ter Unter­hal­tung für das Publi­kum auch für Auf­merk­sam­keit für das Buch­asyl im Haus zu sor­gen. Dabei soll am Grund­prin­zip der Lot­te­rie fest­ge­hal­ten wer­den. Aller­dings sind die Ein­sätze und die Gewinne beson­ders: Bücher.

Und so geht es: Wer mit­spie­len möchte, bringt ein Buch mit in den Bür­ger­saal im Dacheröden. Dafür gibt es die Lot­to­scheine. Wer den Ein­satz erhö­hen und mit meh­re­ren Bin­go­schei­nen antre­ten möchte, kann natür­lich auch meh­rere Bücher mitbringen.

Wie immer wer­den die durch­num­me­rier­ten Kugeln aus der Los­trom­mel gezo­gen, bis ein Gast auf sei­nem Schein die ers­ten fünf der ins­ge­samt 75 Zah­len in einer waa­ge­rech­ten oder senk­rech­ten Reihe ankreu­zen konnte. Für den Ruf „Bingo“ gibt es dann den ers­ten Gewinn, einen beson­de­ren Schatz aus dem Buchasyl.

Danach geht es darum, auf dem Spiel­schein eine Dia­go­nale zu fül­len. Zum Schluss der Runde gewinnt, wer am schnells­ten alle rich­ti­gen Zah­len auf sei­nem Schein ver­eint. Ins­ge­samt sind pro Abend drei Durch­gänge geplant.

Für zusätz­li­che Unter­hal­tung beim Spie­len sor­gen der Herbst­lese-Ver­eins­vor­sit­zende Dirk Löhr mit sei­nem Gast, die nicht nur Kugel für Kugel aus der Los­trom­mel zie­hen, son­dern sich dabei auch recht spon­tan über Gott und die Welt austauschen.

Die als Spiel­ein­satz mit­ge­brach­ten Bücher kom­men ins Buch­asyl. Seit 2018 wer­den hier Bücher vor der Papier­tonne geret­tet. Dann gilt für sie das Grund­prin­zip „Bücher suchen ein neues Zuhause“. Gegen einen klei­nen Obo­lus, der die ganze Unter­neh­mung am Lau­fen hal­ten soll, kön­nen sich Inter­es­sierte aus den Rega­len im Bür­ger­saal bedie­nen und den einen oder ande­ren Schatz für ihre Biblio­thek erwerben.

Natür­lich ist an den Aben­den auch die Bar im Kul­tur: Haus Dacheröden geöffnet.

Anmel­dun­gen unter: kontakt@dacheroeden.de oder Tele­fon 0361–644 123 75. Spon­tane Gäste sind aber auch ganz herz­lich willkommen!

Ein­tritt: 1 Buch

Jul
12
Fr
Kafka-Revue mit Anne-Dore Krohn und Denis Scheck im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Jul 12 um 19:30

Open Air: SWE Spe­cial – Die Kafka-Revue mit Anne-Dore Krohn und Denis Scheck

 

Ein T‑Shirt, gese­hen in New York, zeigt ein Kafka-Por­trait mit der Auf­schrift: »Kafka did­n’t have a lot of fun, eit­her.« Aber stimmt das denn? Wuss­ten Sie, dass es Franz Kafka war, der den Anruf­be­ant­wor­ter erfun­den hat? Und zusam­men mit sei­nem Freund Max Brod eine Buch­reihe kon­zi­pierte, die so etwas wie der »Lonely Planet«-Reiseführer sei­ner Zeit war? Kaf­kas größte Stärke: der ver­blüf­fende Per­spek­tiv­wech­sel, das heißt seine Fähig­keit, die Welt erst aus der Sicht einer Katze und im nächs­ten Moment aus den Augen einer Maus zu betrachten.

Die Lite­ra­tur­kri­ti­ke­rin Anne-Dore Krohn und der Lite­ra­tur­kri­ti­ker Denis Scheck zei­gen in ihrer »Kafka-Revue« einige weni­ger bekannte Facet­ten des Pra­ger Jahr­hun­dert­ge­nies und machen sich auf zur Ver­mes­sung des Kon­ti­nents Kafkas.«

Jul
13
Sa
Lesung mit Katrin Richer in Weimar
Jul 13 um 20:00

»ELSEˈS STORY. Die Vor­ge­schichte« – Lesung mit Kat­rin Richer

im Rah­men der summaery2024

Jul
14
So
Literaturland Thüringen unterwegs mit Frank Willmann in Röderhof
Jul 14 um 16:30

Der Pate von Neu­rup­pin“ – Lesung mit Frank Will­mann zu den „Offene Ateliers“

 

 

Koka­in­han­del, ille­ga­les Glücks­spiel, Erpres­sung, Betrei­ben eines Bor­dells und Grün­dung einer kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung lau­tete die Anklage. Ein unge­klär­ter Mord steht im Raum. Die­ses Buch erzählt von Auf­stieg und Fall des Paten von Neu­rup­pin und der „XYBande“. Eine der kras­ses­ten Sto­rys aus den soge­nann­ten „Base­ball­schlä­ger­jah­ren“- Brea­king Bad in Bran­den­burg. Die ers­ten Tau­send Mark ver­dient Olaf Kam­rath mit Würst­chen aus sei­nem Imbiss­wa­gen. Die nächs­ten mit Spiel­au­to­ma­ten. Immer mehr Leute fra­gen nach Dro­gen und er wit­tert das große Geschäft. Zusam­men mit drei Freun­den aus Kind­heits­ta­gen grün­det er die XY-Bande und belie­fert alle zwi­schen Ros­tock und Ber­lin mit erst­klas­si­gem Stoff aus Ams­ter­dam. Olaf Kam­rath erzählt von einer Zeit, als man im Osten für Geld alles kau­fen konnte. Und nur der jemand war, der es in gro­ßen Men­gen besaß. Frank Will­mann, Jour­na­list und Experte für die ost­deut­sche Unter­grund-Szene, hat das Ver­trauen aller Betei­lig­ten gewon­nen. Zum ers­ten Mal erzäh­len die Gang­mit­glie­der hier, nach bes­tem Wis­sen und Gewis­sen, die Geschichte ihres Erfolgs und ihrer Ver­fol­gung selbst. Eine rasante Krimi-Geschichte und ein authen­ti­sches Por­trät des wil­den, wil­den Ostens.

Frank Will­mann, gebo­ren 1963 in Wei­mar, 1984 Aus­reise nach West­ber­lin. Mit Anne Hahn ver­öf­fent­lichte er meh­rere Sach­bü­cher, die sich der Auf­ar­bei­tung von sub­kul­tu­rel­len Strö­mun­gen in der DDR wid­men, unter ande­rem: Sta­di­on­par­ti­sa­nen. Fans und Hoo­li­gans in der DDR (2007) und nega­tiv-deka­dent: Punk in der DDR (2022). Er schreibt für diverse Zei­tun­gen und Maga­zine, ist Mit­glied der Aka­de­mie für Fuß­ball­kul­tur und ist Kolum­nist im Neuen Deutschland.

Jul
16
Di
Büchergarten im Schillerhaus Rudolstadt
Jul 16 um 17:00

Im Gar­ten des Schil­ler­hau­ses tau­schen wir uns in klei­ner Runde über Gele­se­nes aus, das uns in den letz­ten Wochen beschäf­tigt hat. Wir laden Lite­ra­tur­fans ein, von ihren Lek­tü­re­ein­drü­cken zu berich­ten und gemein­sam über Bücher zu dis­ku­tie­ren – egal ob klas­si­scher Welt­best­sel­ler, neu ent­deck­ter Roman oder span­nen­des Sach­buch. Alle Teil­neh­men­den haben die Mög­lich­keit, über jeweils ein aus­ge­wähl­tes und mit­ge­brach­tes Werk und die damit ver­bun­de­nen Ein­schät­zun­gen, aber auch offe­nen Fra­gen zu spre­chen. Zum Abschluss gibt es die Gele­gen­heit, „Aus­ge­le­se­nes“ zu tau­schen. Brin­gen Sie dafür gerne Lese­stoff mit, den Sie an andere wei­ter­ge­ben möchten.

Die Grup­pen­größe ist auf 12 Per­so­nen beschränkt, um Anmel­dung wird 03672–486470 gebe­ten. In Koope­ra­tion mit der Evan­ge­li­sche Aka­de­mie Thüringen.

Lyrischer Salon: Konzert mit Katharina Konradi im Schloss Ettersburg
Jul 16 um 20:00

Der lyri­sche Salon »Die Lotosblume«

Die 13. Sai­son des Lyri­schen Salons geht mit einem außer­or­dent­li­chen Lie­der­abend zu Ende. Die Sopra­nis­tin Katha­rina Kon­radi singt aus­ge­wählte Lie­der von Robert Schu­mann, Franz Schu­bert, Fanny und Felix Men­dels­sohn Bar­tholdy. Beglei­tet wird sie von Daniel Heide am Klavier.

Jul
17
Mi
Lesung, Gespräch und Musik zu Hannah Arendt mit Ulrike Müller in Weimar
Jul 17 um 19:00

»Liebe ist ein Ereig­nis, aus dem Geschichte wer­den kann« – Die frühe Han­nah Arendt (1906–1975)

Wei­mar – Künstlergarten

26. Juni bis 31. August 2024: Sechs Mitt­woch­abende, Beginn jeweils um 19.00 Uhr.
Scharfe Schlüsse und bren­nende Füße. Künst­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­le­rin­nen der 1920er und 1930er Jahre. Texte und The­sen, Lebens­bil­der, Gesprä­che und Live-Musik, arran­giert und kura­tiert von Dr. Ulrike Mül­ler, Autorin, Weimar.

Mi, 17. Juli 2024: »Liebe ist ein Ereig­nis, aus dem Geschichte wer­den kann« (Jüdi­sche Den­ke­rin­nen d. Moderne II.) Die frühe Han­nah Arendt (1906–1975). Orte, Impulse und Texte. Ulrike Mül­ler im Dia­log mit Clau­dia Buder, Akkor­deon (beide Weimar).

Ein­tritt frei

Eine Ver­an­stal­tung der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen in Koope­ra­tion mit dem Haus der Wei­ma­rer Repu­blik e.V.

»Kino im Salon« im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Jul 17 um 19:30

Kino im Salon | Erle­sene Filme: Das Schloss

Licht aus und Film ab – ein­mal im Monat zeigt das Kul­tur: Haus Dacheröden aus­ge­wählte Lite­ra­tur­ver­fil­mun­gen mit kur­zer Ein­füh­rung. Wer eine intime, gemüt­li­che Atmo­sphäre einem gro­ßen Kino­saal vor­zieht, ist hier genau rich­tig. Erle­ben Sie die Filme bei Ker­zen­schein, einem küh­len Getränk und ein paar Snacks, prä­sen­tiert wer­den Ver­fil­mun­gen klas­si­scher und zeit­ge­nös­si­scher Lite­ra­tur – von „Tschick“ bis „Nackt unter Wöl­fen“, von neu bis alt. Eine kurze Ein­füh­rung vor Beginn der Vor­stel­lung durch die Erfur­ter Fil­me­ma­che­rin und Kura­to­rin der Ver­an­stal­tungs­reihe Susanne Aßmann gibt einen Über­blick über die Hin­ter­gründe des Filmes.

Die Hand­lung beginnt mit der Ankunft des Land­ver­mes­sers K. (Ulrich Mühe) in einem klei­nen ver­schnei­ten Dorf. Da es schon spät­nachts und zudem kal­ter Win­ter ist, sucht K. vor­nehm­lich einen war­men Ort zum Schla­fen. Er hofft, die­sen in einem klei­nen Wirts­haus zu fin­den. Die ande­ren Gäste sind dem Frem­den gegen­über miss­trau­isch ein­ge­stellt. Man gibt K. von Anfang an zu ver­ste­hen, dass er nicht will­kom­men und prin­zi­pi­ell ver­däch­tig ist. Doch das Schloss gibt per Tele­fon grü­nes Licht und K. wird zunächst ein­mal gebil­ligt. Am nächs­ten Tag wer­den ihm zwei Gehil­fen (Frank Gie­ring, Felix Eit­ner) zuge­teilt, die ihn ab die­sem Zeit­punkt nicht mehr aus den Augen las­sen. Als K. sei­nen ers­ten Ver­such unter­nimmt, eine direkte Kon­takt­per­son zum Schloss näher ken­nen zu ler­nen, trifft er auf die Kell­ne­rin Frieda (Susanne Lothar). Sie scheint mit dem Abge­sand­ten des Schlos­ses, Klamm, ver­traut zu sein. K. fängt prompt ein Ver­hält­nis mit Frieda an, das er so stark auch nach außen hin ver­tei­digt, dass bald von Hei­rat die Rede ist. K.s Recher­chen bei den Ombuds­leu­ten des Schlos­ses stel­len seine Daseins­be­rech­ti­gung als Land­ver­mes­ser bald infrage. Ein Land­ver­mes­ser werde nicht gebraucht, und die angeb­li­che Beru­fung sei höchst­wahr­schein­lich ein Ver­se­hen. Seine Bezie­hung zu Frieda und die Arbeits­lo­sig­keit trei­ben K. in den Beruf des Schuldieners.

Han­ekes „Das Schloss“ reiht sich fast naht­los in die Ästhe­tik sei­ner frü­he­ren Filme ein. Ein eher unter­kühl­ter Duk­tus spie­gelt sich auf meh­re­ren Ebe­nen der fil­mi­schen Gestal­tung wider. Eine musi­ka­li­sche Unter­ma­lung der Sze­nen fehlt völ­lig, wenn nicht zufäl­lig Musik in den Sze­nen selbst ver­an­kert ist. Dadurch bekommt der Film einen kühl authen­tisch-rea­lis­ti­schen Touch und eine klaus­tro­pho­bi­sche Enge. Das Dorf in der kal­ten, ver­schnei­ten Win­ter­land­schaft als Schau­platz, die redu­zierte Farb­pa­lette und vor allem die Aus­stat­tung der Sze­nen unter­stüt­zen die­sen Ein­druck. Die Aus­staf­fie­rung der Räume und das Kos­tüm­bild wir­ken alter­tüm­lich und archa­isch. In der Haupt­sa­che jedoch sind die Schau­spie­ler, allen voran Ulrich Mühe und Susanne Lothar, mit ihrer dezent teil­nahms­lo­sen Art zu spie­len, an der spe­zi­fi­schen Wir­kung betei­ligt. Die Haupt­fi­gur K. ist bereits im Roman nur bedingt geeig­net um mit ihr zu sym­pa­thi­sie­ren. Die Gefahr, dies durch fal­sches Spiel nicht auf der Lein­wand erfah­ren zu kön­nen, war groß und gelingt den­noch sehr gut in die­ser Kafka-Verfilmung.

Länge: 123 Minuten

Quelle: filmstarts.de

Jul
18
Do
Märchenhafte Bilderreise mit Erzählerin Antje Horn im Romantikerhaus Jena
Jul 18 um 15:00

Mär­chen­hafte Bil­der­reise mit Erzäh­le­rin Antje Horn

 

Ver­an­stal­tung zur Daniela-Dre­scher-Aus­stel­lung im Romantikerhaus

Elfen, Wich­tel, Feen und Zwerge – diese Figu­ren hau­chen jeder noch so leb­lo­sen Natur eine Wärme ein, die wir so nur von der Kin­der­buch­il­lus­tra­to­rin Daniela Dre­scher ken­nen. Anläss­lich der Wech­sel­aus­stel­lung im Roman­tik­er­haus Jena zu ihren Wer­ken dür­fen sich Kin­der wie Eltern von den ver­träum­ten Bil­der­wel­ten in den Bann zie­hen lassen.

Auch die inter­na­tio­nal auf­tre­tende Erzäh­le­rin Antje Horn wird dem Roman­tik­er­haus einen Besuch abstat­ten. Umge­ben von Dre­schers atmo­sphä­ri­schen Wer­ken wird sie uns auf eine sprach­li­che Bil­der­reise mit­neh­men und ganz im Sinne Daniela Dre­schers von der Beseelt­heit der Natur berichten.

Jul
19
Fr
10. Thüringer Diary Slam im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Jul 19 um 19:30

Open Air: SWE SPECIAL – 10. Thü­rin­ger Diary Slam

Tage­buch schrei­ben ist als wür­dest du dir zuflüs­tern und zuhö­ren zur glei­chen Zeit.“ Mina Murray

 

Am Frei­tag den 19. Juli ist es wie­der soweit: Der Diary Slam im Kul­tur: Haus Dacheröden geht in eine neue Runde! Bereits zum 10. Mal ver­an­stal­tet die Erfur­ter Herbst­lese die­sen Slam, bei dem aus­schließ­lich Texte aus Tage­bü­chern vor­ge­tra­gen wer­den. Ob auf­re­gen­der Kon­zert­be­such, Rei­se­er­leb­nisse oder der erste Lie­bes­kum­mer, ob gesun­gen, gereimt oder gerappt, alle The­men und Texte sind will­kom­men. Haupt­sa­che, sie sind selbst­ge­schrie­ben und ste­hen in einem Tage­buch. Jeder Lesende hat etwa 5–10 Minu­ten Zeit, um sei­nen Text vor­zu­tra­gen. Das Publi­kum ent­schei­det, wer eine Runde wei­ter und bis ins Finale kommt.

 

Auf geht‘s: Tage­bü­cher raus kra­men und eine Anmel­dung schi­cken an Paula Korn­mes­ser: fsj_kultur@herbstlese.de

Jul
21
So
Romantische Wichtelreise im Romantikerhaus Jena
Jul 21 um 14:00

Roman­ti­sche Wich­tel­reise – Ent­de­ckungs­tour durch die Bil­der­wel­ten Daniela Dreschers

 

 

Elfen, Wich­tel, Feen und Zwerge – diese Figu­ren hau­chen jeder noch so leb­lo­sen Natur eine Wärme ein, die wir so nur von der Kin­der­buch­il­lus­tra­to­rin Daniela Dre­scher ken­nen. Anläss­lich der Wech­sel­aus­stel­lung im Roman­tik­er­haus Jena zu ihren Wer­ken dür­fen sich Kin­der wie Eltern von den ver­träum­ten Bil­der­wel­ten in den Bann zie­hen lassen.

In unse­rem Kin­der­pro­gramm zur Wech­sel­aus­stel­lung soll der Zusam­men­hang zwi­schen Dre­schers Wer­ken und der Früh­ro­man­tik her­ge­stellt wer­den. Anhand von meh­re­ren Mit­mach-Sta­tio­nen wer­den den Kin­dern his­to­ri­sche wie künst­le­ri­sche Kom­pe­ten­zen ver­mit­telt. Nach dem Aus­den­ken eige­ner Nar­ra­tive wird es zum Schluss die beru­hi­gende Gewiss­heit geben, dass für man­che Bil­der Geschich­ten bereits geschrie­ben wor­den sind: Bei einer musi­ka­li­schen Lesung dür­fen die Klei­nen ihre Seele bau­meln las­sen und Gebor­gen­heit in der natu­ra­lis­ti­schen Erzäh­lung »Die Wich­tel­reise« von Denys Wat­kins-Pitch­ford finden.

Für 4–10 Jährige.

Jul
23
Di
Lesung mit Angela Steidele in der LiteraturEtage Weimar
Jul 23 um 19:00

Lesung mit Angela Stei­dele: Auf­klä­rung. Ein Roman

 

Mode­ra­tion: Dr. Annette Seemann

Leip­zig im 18. Jahr­hun­dert, in sei­ner glän­zends­ten Zeit. Von den Mes­sen tra­gen die Händ­ler nicht nur Waren, son­dern auch Ideen nach ganz Europa. Johann Sebas­tian Bach ver­misst das Uni­ver­sum in Tönen, unter­stützt von sei­ner Frau, der Kam­mer­sän­ge­rin Anna Mag­da­lena, und sei­ner ältes­ten Toch­ter Doro­thea. Der­weil erforscht das Ehe­paar Gott­sched die deut­sche Spra­che und ver­brei­tet uner­müd­lich das Licht der Auf­klä­rung. Empört über die Bio­gra­phie, die Johann Chris­toph Gott­sched nach dem frü­hen Tod sei­ner Frau Luise ver­öf­fent­licht, beschließt Doro­thea Bach, ihre eige­nen Erin­ne­run­gen zu Papier zu brin­gen. Es war doch alles ganz anders mit Vol­taire, Les­sing und dem jun­gen Goe­the! Schließ­lich leben wir im Zeit­al­ter des hoch­ge­lahr­ten Frauenzimmers!

Leicht­hän­dig und hei­ter zeich­net Angela Stei­dele in ihrem Roman ein gewitz­tes Por­trät der Auf­klä­rung aus Frau­en­sicht. Mit­rei­ßend erzählt sie von Musi­kern und Buch­dru­ckern, Dich­te­rin­nen und Schau­spie­le­rin­nen, von Tur­bu­len­zen des Geis­tes, wis­sen­schaft­li­chen Höhen­flü­gen und von der Welt­weis­heit in der Musik. His­to­risch ver­siert, unsere Gegen­wart im Blick, schil­dert sie Schick­sals­jahre einer Epo­che, in der es kurz mög­lich schien, Frauen und Män­ner könn­ten gemein­sam die Welt zur Ver­nunft bringen.

Über die Autorin

Wis­sen­schaft­lich recher­chie­ren – lite­ra­risch schrei­ben ist Angela Stei­de­les Mar­ken­zei­chen in Wer­ken wie Geschichte einer Liebe: Adele Scho­pen­hauer und Sibylle Mer­tens (2010), Anne Lis­ter. Eine ero­ti­sche Bio­gra­phie (2017), Zeit­rei­sen (2018), Poe­tik der Bio­gra­phie (2019) und In Män­ner­klei­dern. Das ver­we­gene Leben der Catha­rina Linck alias Ana­sta­sius Rosens­ten­gel, hin­ge­rich­tet 1721 (2021). Für ihren Roman Rosens­ten­gel (2015) erhielt sie den Baye­ri­schen Buch­preis. Auf­klä­rung. Ein Roman war 2023 für den Preis der Leip­zi­ger Buch­messe nomi­niert und wurde mit dem Klopstock-Preis für neue Lite­ra­tur aus­ge­zeich­net. Die Autorin, geb. 1968, lebt in Köln. Zahl­rei­che Preise (zuletzt): Preis der Leip­zi­ger Buch­messe 2023 (Nomi­nie­rung); Klopstock-Preis 2023.

 

Eine Ver­an­stal­tung im Rah­men der Jun­gen Euro­päi­schen Som­mer­schule der Gesell­schaft Anna Ama­lia Biblio­thek e.V. in Koope­ra­tion mit der Her­zo­gin Anna Ama­lia Bibli­to­hek, der Klas­sik Stif­tung Wei­mar und der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V. Geför­dert von der Thü­rin­ger Staatskanzlei.

Lesung und Gespräch mit Angela Steidele: »Aufklärung. Ein Roman« in Weimar
Jul 23 um 19:00

Angela Stei­dele: »Auf­klä­rung. Ein Roman«

Leip­zig im 18. Jahr­hun­dert, in sei­ner glän­zends­ten Zeit. Von den Mes­sen tra­gen die Händ­ler nicht nur Waren, son­dern auch Ideen nach ganz Europa. Johann Sebas­tian Bach ver­misst das Uni­ver­sum in Tönen, unter­stützt von sei­ner Frau, der Kam­mer­sän­ge­rin Anna Mag­da­lena, und sei­ner ältes­ten Toch­ter Doro­thea. Der­weil erforscht das Ehe­paar Gott­sched die deut­sche Spra­che und ver­brei­tet uner­müd­lich das Licht der Auf­klä­rung. Empört über die Bio­gra­phie, die Johann Chris­toph Gott­sched nach dem frü­hen Tod sei­ner Frau Luise ver­öf­fent­licht, beschließt Doro­thea Bach, ihre eige­nen Erin­ne­run­gen zu Papier zu brin­gen. Es war doch alles ganz anders mit Vol­taire, Les­sing und dem jun­gen Goe­the! Schließ­lich leben wir im Zeit­al­ter des hoch­ge­lahr­ten Frauenzimmers!

Leicht­hän­dig und hei­ter zeich­net Angela Stei­dele in ihrem Roman ein gewitz­tes Por­trät der Auf­klä­rung aus Frau­en­sicht. Mit­rei­ßend erzählt sie von Musi­kern und Buch­dru­ckern, Dich­te­rin­nen und Schau­spie­le­rin­nen, von Tur­bu­len­zen des Geis­tes, wis­sen­schaft­li­chen Höhen­flü­gen und von der Welt­weis­heit in der Musik. His­to­risch ver­siert, unsere Gegen­wart im Blick, schil­dert sie Schick­sals­jahre einer Epo­che, in der es kurz mög­lich schien, Frauen und Män­ner könn­ten gemein­sam die Welt zur Ver­nunft bringen.

Über die Autorin

Wis­sen­schaft­lich recher­chie­ren – lite­ra­risch schrei­ben ist Angela Stei­de­les Mar­ken­zei­chen in Wer­ken wie Geschichte einer Liebe: Adele Scho­pen­hauer und Sibylle Mer­tens (2010), Anne Lis­ter. Eine ero­ti­sche Bio­gra­phie (2017), Zeit­rei­sen (2018), Poe­tik der Bio­gra­phie (2019) und In Män­ner­klei­dern. Das ver­we­gene Leben der Catha­rina Linck alias Ana­sta­sius Rosens­ten­gel, hin­ge­rich­tet 1721 (2021). Für ihren Roman Rosens­ten­gel (2015) erhielt sie den Baye­ri­schen Buch­preis. Auf­klä­rung. Ein Roman war 2023 für den Preis der Leip­zi­ger Buch­messe nomi­niert und wurde mit dem Klopstock-Preis für neue Lite­ra­tur aus­ge­zeich­net. Die Autorin, geb. 1968, lebt in Köln. Zahl­rei­che Preise (zuletzt): Preis der Leip­zi­ger Buch­messe 2023 (Nomi­nie­rung); Klopstock-Preis 2023.

Mode­ra­tion: Dr. Annette Seemann

Eine Ver­an­stal­tung im Rah­men der Jun­gen Euro­päi­schen Som­mer­schule der Gesell­schaft Anna Ama­lia Biblio­thek e.V. in Koope­ra­tion mit der Her­zo­gin Anna Ama­lia Bibli­to­hek, der Klas­sik Stif­tung Wei­mar und der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V. Geför­dert von der Thü­rin­ger Staatskanzlei.

Jul
24
Mi
Vortrag und Gespräch zu Lotte H. Eisner mit Dr. Annette Dorgerloh in Weimar
Jul 24 um 19:00

»Mein Schick­sal war es, Men­schen zu ent­de­cken.« Die deutsch-fran­zö­si­sche Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rin und Film­kri­ti­ke­rin Lotte H. Eisner

Wei­mar – Künstlergarten

26. Juni bis 31. August 2024: Sechs Mitt­woch­abende, Beginn jeweils um 19.00 Uhr.
Scharfe Schlüsse und bren­nende Füße. Künst­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­le­rin­nen der 1920er und 1930er Jahre.
Texte und The­sen, Lebens­bil­der, Gesprä­che und Live-Musik, arran­giert und kura­tiert von Dr. Ulrike Mül­ler, Autorin, Weimar.

Mi, 24. Juli 2024: »Mein Schick­sal war es, Men­schen zu ent­de­cken.« Die deutsch-fran­zö­si­sche Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rin und Film­kri­ti­ke­rin Lotte H. Eisner.
Vor­trag u. Gespräch mit Dr. Annette Dor­ger­loh, Kunst­his­to­ri­ke­rin, Ber­lin. Mode­ra­tion Ulrike Mül­ler, Weimar.

Ein­tritt frei

Eine Ver­an­stal­tung der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen in Koope­ra­tion mit dem Haus der Wei­ma­rer Repu­blik e.V.

Jul
31
Mi
Vortrag und Musik zu Marlene Dietrich mit Ulrike Müller in Weimar
Jul 31 um 19:00

Von Kopf bis Fuß, von Wei­mar bis New York. Mar­lene Diet­rich zu Gast bei Frau von Stein

Wei­mar – Künstlergarten

26. Juni bis 31. August 2024: Sechs Mitt­woch­abende, Beginn jeweils um 19.00 Uhr.
Scharfe Schlüsse und bren­nende Füße. Künst­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­le­rin­nen der 1920er und 1930er Jahre.
Texte und The­sen, Lebens­bil­der, Gesprä­che und Live-Musik, arran­giert und kura­tiert von Dr. Ulrike Mül­ler, Autorin, Weimar.

Mi, 31. Juli 2024: Von Kopf bis Fuß, von Wei­mar bis New York. Mar­lene Diet­rich zu Gast bei Frau von Stein, skiz­ziert von Ulrike Müller.
Mit Laura Len­hardt (Brüs­sel), Gesang und Ing­mar Rosen­thal, Akkor­deon (Wei­mar)

Ein­tritt frei

Eine Ver­an­stal­tung der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen in Koope­ra­tion mit dem Haus der Wei­ma­rer Repu­blik e.V.

Aug
1
Do
Vortrag von Dr. Annette Seemann im Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar
Aug 1 um 18:00 – 19:30

Frau­en­bio­gra­phien des 18. Jahrhunderts
Drei Lot­ten
Char­lotte Buff, verh. Kest­ner als his­to­ri­sche Gestalt und ihre bei­den lite­ra­ri­schen Schwes­tern bei Goe­the und Tho­mas Mann.

Vor­trag von Dr. Annette Seemann.

Die Wei­ma­rer Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­le­rin Annette See­mann ana­ly­siert die Bezie­hun­gen zwi­schen der his­to­ri­schen Char­lotte Buff, ver­hei­ra­tete Kest­ner, dem Vor­bild für Goe­thes Figur der Lotte in sei­nem Roman „Die Lei­den des jun­gen Wert­hers“, und deren Spie­ge­lung als alternde Hof­rä­tin Kest­ner in Tho­mas Manns Roman „Lotte in Wei­mar“. Im 250. Erschei­nungs­jahr von Goe­thes Wert­her, gleich­zei­tig kurz vor dem 150. Geburts­tag Tho­mas Manns ist ein moder­ner und erhel­len­der Blick auf drei legen­däre Per­so­nen, einer einst leben­den und zwei erdach­ten, ein Impuls für uns, die immer aktu­elle Frage der Iden­ti­tät zu beleuchten.

Eine Koope­ra­tion des Lieb­ha­ber­thea­ters Schloss Koch­berg mit der Gesell­schaft Anna Ama­lia Biblio­thek, der Her­zo­gin Anna Ama­lia Biblio­thek und Sor­op­ti­mist Inter­na­tio­nal Club Weimar.

Aug
3
Sa
Konzert mit Barbara Thalheim im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Aug 3 um 19:30

Open Air: SWE SPECIAL mit Bar­bara Thal­heim – „In eige­ner Sache“

 

Sie ist wie­der da, obwohl sie gar nicht so rich­tig weg war. Die Thal­heim ist noch längst nicht am Ende. Ihr bis­lang per­sön­lichs­tes Pro­gramm zeigt eine wache und humor­volle Beob­ach­te­rin, die zu über­ra­schen ver­mag. Lust­voll, iro­nisch und auch kokett und voll Lebenslust.

Ich atme die Welt ein und als Lied wie­der aus.“

Den beson­de­ren Reiz ihres neuen Pro­gramms machen die lako­ni­schen Geschich­ten aus, die sie zwi­schen den Titeln erzählt. Manch­mal sehr direkt, manch­mal befrei­end komisch. Nicht ohne Melan­cho­lie, aber nie selbst­mit­lei­dig. Mit Arran­ge­ments so klar wie poe­tisch beglei­tet sie der Gitar­rist Chris­tian Stoltz.

Das Neue liegt einer­seits in Thal­heims Stimme, die sich gleich­zei­tig rei­fer und unbe­schwer­ter anhört — als hätte das Sand­pa­pier der Lebens­jahre die Stimm- und See­len­bän­dern genau an den pas­sen­den Stel­len geschlif­fen. Die Stimme rauer, die Locken kür­zer – aber die Seele so wund wie einst.“ (Deutsch­land­ra­dio)

Bar­bara Thal­heim ist eine sehr prä­zise Beob­ach­te­rin mit einem beson­de­ren Gespür für Situa­tio­nen und Men­schen. Als poli­ti­sche Künst­le­rin bezog sie stets Stel­lung und saß oft zwi­schen allen Stüh­len – damals wie heute. Ange­passt hat sie sich nie. Eine Sän­ge­rin, die heute Sel­ten­heits­wert besitzt in unse­rer glatt gebü­gel­ten Unterhaltungswelt.

Eine fes­selnde und berüh­rende Diseuse. (ARD/MDR)

Chris­tian Stoltz wurde 1991 in Kai­sers­lau­tern gebo­ren. Als Sohn eines Schlag­zeu­gers kam er bereits in frü­hes­ter Kind­heit mit den Instru­men­ten Kla­vier, Schlag­zeug und Gitarre in Kontakt.

Romantik meets Jazz im Schillerhaus Rudolstadt
Aug 3 um 19:30

Roman­tik meets Jazz

Von einer Reise in das „ferne Geis­ter­reich der Töne“ sprach E. T. A. Hoff­mann ange­sichts der magi­schen Gewalt von Beet­ho­vens Musik. In ihr erkannte der Roman­ti­ker fun­kelnde Fan­ta­sie, gefühl­vol­len Aus­druck, Hoff­nung, Liebe, Freude und Schmerz. Auch die Musik Franz Schu­berts, Robert Schu­manns und Fre­de­ric Cho­pins brin­gen diese Gefühls­re­gun­gen zum Aus­druck, und ihre Werke gehö­ren zu den bedeu­tends­ten Kom­po­si­tio­nen roman­ti­scher Musik. Um an das Kon­zept der roman­ti­schen Gesel­lig­keit anzu­knüp­fen, ent­stand anläss­lich des Jah­res­ta­ges des berühm­ten Jenaer Roman­ti­ker­tref­fens von 1799 in Koope­ra­tion mit dem Roman­tik­er­haus Jena ein Kon­zert­pro­gramm des Trios „Böhmer/Greisiger/Quinn“, das Stü­cke von Schu­bert, Schu­mann und Cho­pin inter­pre­tiert. Die his­to­ri­schen Werke wer­den fan­ta­sie­voll bear­bei­tet, humor­voll frag­men­tiert und nicht zuletzt mit­tels Jazz wei­ter­ent­wi­ckelt. Im Trio spie­len And­res Böh­mer an der Gitarre, Stef­fen Grei­si­ger am Kla­vier und Simon Quinn am Kon­tra­bass und ent­füh­ren Sie in das „Geis­ter­reich der Töne“.

Aug
6
Di
Lesung mit Lilly Lucas im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Aug 6 um 19:30

Open Air: SWE Spe­cial mit Lilly Lucas – This could be love

 

Deutsch­lands Ten­nis-Shoo­ting­star Louisa ist nach einer Ver­let­zung am Boden zer­stört. In der Ten­nis­schule ihrer Paten­tante Kay auf Hawaii will sie sich voll und ganz auf ihr Come­back kon­zen­trie­ren. Als sie sich bereits beim ers­ten Lauf­trai­ning am Strand über­nimmt, wacht sie aus­ge­rech­net auf der Couch eines attrak­ti­ven Sur­fer­boys auf. Der ist aber spä­tes­tens dann tabu, als sie erfährt, dass es sich bei ihm um Vince Green­field han­delt, mit dem ihre Paten­tante auf Kriegs­fuß steht, weil er in direk­ter Nach­bar­schaft zu ihrer Strand­villa ein Sur­fer-Hos­tel reno­viert. Obwohl sie Kay nicht in den Rücken fal­len will, zieht es Louisa immer häu­fi­ger zu Vince. Bis sie her­aus­fin­det, dass er ein paar wesent­li­che Kapi­tel sei­nes Lebens unter­schla­gen hat …
Mit »This could be love« star­tet die neue große New-Adult-Tri­lo­gie »Hawaii Love« von Best­sel­ler-Autorin Lilly Lucas. Im ers­ten Band reist Ten­nis-Shoo­ting­star Louisa auf Hawaii und muss sich bald fra­gen, wer in ihrem Leben die Nr. 1 spielt: der Sport oder die Liebe …

Lilly Lucas wurde in Ans­bach gebo­ren und stu­dierte Ger­ma­nis­tik in Bam­berg. Heute lebt sie mit ihrem Mann, ihrem Sohn und end­los vie­len Büchern in Würz­burg. Ihre Lie­bes­ro­mane New Pro­mi­ses, New Dreams, New Hori­zons, New Chan­ces, Find me in Green Val­ley, A Place to Love, A Place to Grow, A Place to Belong, A Place to Shine und New Wis­hes wur­den zu Spie­gel-Best­sel­lern. Wenn sie nicht Romane über die Liebe und das Leben schreibt, sieht sie sich am liebs­ten die Welt an, steckt ihre Nase in Bücher oder lebt ihre Film- und Seri­en­sucht auf der hei­mi­schen Couch aus.

Literaturland Thüringen im Radio – Eine Sendereihe des Thüringer Literaturrates
Aug 6 um 22:00
Literaturland Thüringen im Radio – Eine Sendereihe des Thüringer Literaturrates @ Radio Lotte

Jeden ers­ten Diens­tag im Monat geht es bei »Lite­ra­tur­land Thü­rin­gen im Radio«, dem Sen­de­for­mat des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes um Lite­ra­tur aus und über Thüringen.

Soweit es die Pla­nung erlaubt, laden wir Gäste ins Stu­dio ein, um mit ihnen über ihr Schrei­ben, Pro­jekte, Recher­chen oder beson­dere The­men zu spre­chen. Oder wir zeich­nen Sen­dun­gen auf, brin­gen Live­mit­schnitte von Ver­an­stal­tun­gen etc.

Jeden ers­ten Diens­tag im Monat ist die Sen­dung auf  Radio Lotte im Stadt­ge­biet von Wei­mar auf 160,6 UKW zu hören und welt­weit im Inter­net unter https://www.radiolotte.de

Alle Radio­sen­dun­gen kön­nen zudem in der Pod­ca­st­reihe »Lite­ra­tur­land Thü­rin­gen im Radio« auf www.literaturland-thueringen.de ange­hört wer­den. Die Sen­dun­gen ste­hen i.d.R. ab dem ers­ten Mitt­woch im Monat bereit.

 

Eine Sen­dungs­for­mat des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes. Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der der Thü­rin­ger Staats­kanz­lei. Bis 2023 geför­dert von der Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thüringen.

Aug
8
Do
Vortrag von Prof. Dr. Peter Bernhard in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar
Aug 8 um 18:00

Imma­nuel Kant | Lasst uns ohne Vor­ur­teil urtei­len* | Vor­trags­reihe zum 300. Geburtstag

 

Vor­trag von Prof. Dr. Peter Bern­hard, Erlan­gen: Kant und das Bauhaus

 

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zur Vor­trags­reihe fin­den Sie hier.

Die Klas­sik Stif­tung Wei­mar fei­ert den 300. Geburts­tag des Phi­lo­so­phen Imma­nuel Kant mit einer Vor­trags­reihe. Zurecht wird Kant als Revo­lu­tio­när im Geis­tes­le­ben bezeich­net. Die Wir­kun­gen des Den­kers sind kaum zu überblicken. Die Reihe stellt her­aus, wie Kant auf Goe­the als Prot­ago­nis­ten der Wei­ma­rer Klas­sik wirkte und das Bau­haus beein­flusste. Sie zeigt auch, wie Kants Den­ken für Fra­gen der Gegen­wart aktu­ell bleibt und zugleich eine kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung her­aus­for­dert und erfordert.

Aug
11
So
Führung für Kinder im Romantikerhaus Jena
Aug 11 um 14:00

Auf der Suche nach der Blauen Blume“

Haus­füh­rung mit krea­ti­ven Stationen

 

In alten Zei­ten, als das Wün­schen noch gehol­fen hat, lebte im Roman­tik­er­haus Jena der Phi­lo­soph Johann Gott­lieb Fichte. Gemein­sam wol­len wir sein Haus und die jun­gen Dich­ter der Früh­ro­man­tik in Form einer Schnit­zel­jagd ent­de­cken. Her­aus­for­dernde Fra­gen, ver­träumte Bil­der, Hör­spiele und Schätze war­ten dar­auf, von den Kin­dern bestaunt, gesucht und erlebt zu werden.

Am Ende der Schnit­zel­jagd kön­nen sich die Kin­der einen Muse­ums­aus­weis ver­die­nen. Die­ser zeigt nicht nur, was sie alles gelernt haben, son­dern dient auch als Kin­der­ein­tritts­karte für zukünf­tige Besu­che im Roman­tik­er­haus Jena.

Für Kin­der ab 6 Jahren.

Aug
12
Mo
Filmvorführung und Gespräch mit Werner Kohlert im Lindenau-Museum Altenburg
Aug 12 um 18:00

Goe­thes ita­lie­ni­sche Reise“ & „Karl Fried­rich Schin­kel – Dem Bau­meis­ter zum Geburts­tag“ – Film­vor­füh­rung und Gespräch mit Wer­ner Kohlert

 

 

Wer­ner Koh­lert, gebo­ren 1939 in Pirna, ist ein deut­scher Kame­ra­mann und Doku­men­tar­film­re­gis­seur. Nach einer Lehre als Film­fo­to­graf im DEFA-Kopier­werk in Ost-Ber­lin wurde er Kame­ra­as­sis­tent im Dresd­ner DEFA-Stu­dio für Trick­filme. Nach sei­nem Stu­dium an der Deut­schen Hoch­schule für Film­kunst in Babels­berg hat Koh­lert als Autor, Kame­ra­mann und Regis­seur im ehe­ma­li­gen DEFA-Stu­dio für Doku­men­tar­filme in Ber­lin gear­bei­tet und war nach 1990 für den MDR tätig.

Einen Schwer­punkt sei­nes Schaf­fens bil­den kul­tur­his­to­ri­sche Por­träts ins­be­son­dere über die Zeit der deut­schen Klas­sik. So ent­stan­den Filme u. a. über Wolf­gang Ama­deus Mozart, Karl Fried­rich Schin­kel, Peter Joseph Lenné, Johann Wolf­gang von Goe­the und Fried­rich Schil­ler. Die meist 15 bis 30 Minu­ten lan­gen Filme wur­den auf 35-mm-Film gedreht und im Kino als Vor­filme gezeigt.

Die Dreh­ar­bei­ten anläss­lich einer Doku­men­ta­tion zum 200. Geburts­tag von Karl Fried­rich Schin­kel ver­knüpfte Koh­lert 1980/81 mit einer Idee für einen Film über die Ita­li­en­reise von Johann Wolf­gang von Goethe.

Wir zei­gen beide Filme und kom­men anschlie­ßend mit Wer­ner Koh­lert ins Gespräch.

Ein­tritt
Der Ein­tritt zu allen Ver­an­stal­tun­gen der Goe­the Gesell­schaft Alten­burg e. V. ist, wenn nicht anders ange­ge­ben, frei.
Spen­den sind zur För­de­rung unse­res Kul­tur­pro­gramms jeder­zeit sehr willkommen!

Aug
14
Mi
»Buchbingo« im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Aug 14 um 19:30

Span­nung, Spaß, Gewinne – und alles für einen guten Zweck. Das Kul­tur: Haus Dacheröden bie­tet ein­mal im Monat ein „Bingo!“ an. Ziel ist es, neben bes­ter Unter­hal­tung für das Publi­kum auch für Auf­merk­sam­keit für das Buch­asyl im Haus zu sor­gen. Dabei soll am Grund­prin­zip der Lot­te­rie fest­ge­hal­ten wer­den. Aller­dings sind die Ein­sätze und die Gewinne beson­ders: Bücher.

Und so geht es: Wer mit­spie­len möchte, bringt ein Buch mit in den Bür­ger­saal im Dacheröden. Dafür gibt es die Lot­to­scheine. Wer den Ein­satz erhö­hen und mit meh­re­ren Bin­go­schei­nen antre­ten möchte, kann natür­lich auch meh­rere Bücher mitbringen.

Wie immer wer­den die durch­num­me­rier­ten Kugeln aus der Los­trom­mel gezo­gen, bis ein Gast auf sei­nem Schein die ers­ten fünf der ins­ge­samt 75 Zah­len in einer waa­ge­rech­ten oder senk­rech­ten Reihe ankreu­zen konnte. Für den Ruf „Bingo“ gibt es dann den ers­ten Gewinn, einen beson­de­ren Schatz aus dem Buchasyl.

Danach geht es darum, auf dem Spiel­schein eine Dia­go­nale zu fül­len. Zum Schluss der Runde gewinnt, wer am schnells­ten alle rich­ti­gen Zah­len auf sei­nem Schein ver­eint. Ins­ge­samt sind pro Abend drei Durch­gänge geplant.

Für zusätz­li­che Unter­hal­tung beim Spie­len sor­gen der Herbst­lese-Ver­eins­vor­sit­zende Dirk Löhr mit sei­nem Gast, die nicht nur Kugel für Kugel aus der Los­trom­mel zie­hen, son­dern sich dabei auch recht spon­tan über Gott und die Welt austauschen.

Die als Spiel­ein­satz mit­ge­brach­ten Bücher kom­men ins Buch­asyl. Seit 2018 wer­den hier Bücher vor der Papier­tonne geret­tet. Dann gilt für sie das Grund­prin­zip „Bücher suchen ein neues Zuhause“. Gegen einen klei­nen Obo­lus, der die ganze Unter­neh­mung am Lau­fen hal­ten soll, kön­nen sich Inter­es­sierte aus den Rega­len im Bür­ger­saal bedie­nen und den einen oder ande­ren Schatz für ihre Biblio­thek erwerben.

Natür­lich ist an den Aben­den auch die Bar im Kul­tur: Haus Dacheröden geöffnet.

Anmel­dun­gen unter: kontakt@dacheroeden.de oder Tele­fon 0361–644 123 75. Spon­tane Gäste sind aber auch ganz herz­lich willkommen!

Ein­tritt: 1 Buch

Aug
20
Di
Ettersburger Gespräch: Lorenz Jäger im Gespräch mit Peter Krause
Aug 20 um 19:00

Etters­bur­ger Gespräch . Phi­lo­so­phi­cum Die Kunst des Lebens, die Kunst des Sterbens

Lorenz Jäger im Gespräch mit Peter Krause

 

 

«Phi­lo­so­phie­ren heißt ster­ben ler­nen», bekannte Mon­tai­gne. Er war nicht der Erste, der dar­auf hin­wies, dass das Leben nur von der End­lich­keit her zu ergrün­den ist. Die Ars mori­endi, die Kunst des Ster­bens, hat eine weit zurück­rei­chende Tra­di­tion, und mit ihr untrenn­bar ver­bun­den ist die Ars vivendi, die Kunst des Lebens, deren Ursprünge bis in die Antike zurück­rei­chen. Lorenz Jäger greift ein gro­ßes Thema auf und fragt in sei­ner ebenso klu­gen wie leicht­fü­ßi­gen Erkun­dung, was die End­lich­keit für unsere Lebens­füh­rung bedeu­tet. Er blickt auf frü­heste lite­ra­ri­sche Werke wie das Gil­ga­mesch-Epos und die Bibel, auf die frag­wür­dige Gelas­sen­heit der Stoi­ker, das japa­ni­sche Fei­ern der Ver­gäng­lich­keit oder die Unsterb­lich­keitsträume des Sili­con Val­ley, befragt mit Georg Büch­ner einen Früh­ver­stor­be­nen, mit Hans-Georg Gada­mer oder Claude Lévi-Strauss Hun­dert­jäh­rige. Dabei spricht Jäger immer auch über unsere Gegen­wart, über das, was unser Leben reich und sinn­haft machen kann, über unse­ren Umgang mit der Zeit ange­sichts der End­lich­keit, die Gestal­tung unse­rer Ziele und Wün­sche – ein im bes­ten Sinne exis­ten­zi­el­les Buch (Rowohlt Verlag).

Lorenz Jäger, gebo­ren 1951, stu­dierte Sozio­lo­gie und Ger­ma­nis­tik in Mar­burg und Frank­furt am Main, anschlie­ßend unter­rich­tete er deut­sche Lite­ra­tur in Japan und den USA. 1997 wurde er Redak­teur im Res­sort Geis­tes­wis­sen­schaf­ten der «Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung», das er zuletzt lei­tete. 2003 erschien sein Buch »Adorno. Eine poli­ti­sche Bio­gra­phie«, 2017 »Wal­ter Ben­ja­min. Das Leben eines Unvoll­ende­ten«. Er war zuletzt 2022 Gast der ETTERSBURGER GESPRÄCHE mit sei­ner Heidegger-Biografie.

Aug
25
So
Lesung mit Katrin Richter, Torsten Schulz, Ricarda Löser, u.a. in Weimar
Aug 25 um 11:00

»ELSEˈS STORY. Der Weg einer eman­zi­pier­ten Jüdin durch die Wir­ren des 20. Jahrhunderts«

Lesung und Gespräch im Rah­men des Kunst­fest Wei­mar 2024

mit Kat­rin Rich­ter, Tors­ten Schulz, Ricarda Löser, Stu­die­ren­den des LUCIA Ver­la­ges Weimar

Musi­ka­li­sche Beglei­tung: Marius Staible & Daniel Roth (accor­di­on­duo con:trust®), Hoch­schule für Musik FRANZ LISZT

Im Anschluss an die Lesung gibt es ein Gespräch von Anja Zachow (Lan­des­zen­trale für poli­ti­sche Bil­dung Thü­rin­gen) mit Dr. Kat­rin Richter.

Eine Koope­ra­tion von Bau­haus-Uni­ver­si­tät Wei­mar, Kunst­fest Wei­mar, Lan­des­zen­trale für poli­ti­sche Bil­dung Thü­rin­gen, Licht­haus Kino und LUCIA Ver­lag Weimar.

Aug
27
Di
Vorstellung des neuen Goethe-Jahrbuchs der Goethe-Gesellschaft im Goethe-Nationalmuseum Weimar
Aug 27 um 18:00

Vor­stel­lung des neuen Goe­the-Jahr­buchs der Goethe-Gesellschaft

»Die Neu­kon­zep­tion des Goethe-Nationalmuseums«

mit Petra Lutz (Wei­mar).

Im Anschluss Emp­fang im Foyer des Goethe-Nationalmuseums.

Aug
28
Mi
Vortrag von Prof. Dr. Klaus Vieweg im Goethe-Nationalmuseum Weimar
Aug 28 um 10:00

28. August 2024, 10 Uhr, Fest­saal im Goe­the-Natio­nal­mu­seum: Der legen­däre Dop­pel­ge­burts­tag von Hegel und Goe­the. Vor­trag von Prof. Dr. Klaus Vie­weg, Jena. Rezi­ta­tion Chris­tine Hans­mann, Weimar.

Aug
29
Do
Sonderführung zum Ilmenauer Bergbau im GoetheStadtMuseum in Ilmenau
Aug 29 um 11:00

Am 29. August 2024 fin­det im Rah­men der Son­derau­stel­lung »Goe­the im Berg –  Illus­tra­tio­nen von Hams­ter Damm und Schätze der Berg­bau­samm­lung« im Goe­the­Stadt­Mu­seum Ilmenau eine Son­der­füh­rung mit der Muse­ums­lei­te­rin Kath­rin Kunze statt. Die Füh­rung gibt inter­es­sante Ein­bli­cke in den Ilmen­auer Bergbau.

Lesung mit Ingo Schulze im Bürgerhaus Nordhausen
Aug 29 um 19:30

Ingo Schulze liest „Zu Gast im Westen“

Ein hal­bes Jahr ver­brachte Ingo Schulze im Ruhr­ge­biet als „Gast im Wes­ten“. Es ent­stan­den Betrach­tun­gen, Por­träts, Repor­ta­gen. Eine Grund­schule, in der Musik die Rolle der Spra­che über­nimmt, weil zu wenige Kin­der Deutsch spre­chen; ein Sta­di­on­be­such mit einem Poli­zei­prä­si­den­ten a. D.; die Ruhe eines Kriegs­grä­ber­fried­hofs, die nicht mehr selbst­ver­ständ­lich scheint.

 

Kar­ten gibt es im Vor­ver­kauf bei der Stadt­bi­blio­thek Nord­hau­sen: 03631–696267

Ver­an­stal­ter: Lese-Zei­chen e.V., Stadt­bi­blio­thek Nord­hau­sen, geför­dert von der Thü­rin­ger Staatskanzlei

Aug
31
Sa
Lesung von Mitgliedern des Fördervereins Dichterstätte Sarah Kirsch auf Schloss Heringen
Aug 31 um 14:30

Dich­ter­stätte Sarah Kirsch: Ich möchte Leucht­turm sein in Nacht und Wind – Wolf­gang Bor­chert als Lyriker

Ich möchte Leucht­turm sein in Nacht und Wind – Wolf­gang Bor­chert als Lyri­ker. Aus­stel­lungs­er­öff­nung mit Arbei­ten Roberta Berg­manns zu Gedich­ten des Künst­lers. Lesung von Tex­ten Bor­cherts durch Ste­fan Bergel

Sep
3
Di
Gästeführung im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Sep 3 um 17:00

Gäs­te­füh­rung im Kul­tur: Haus Dacheröden

GESTERNHEUTEMORGEN

 

Das Kul­tur: Haus Dacheröden am Erfur­ter Anger ist kaum aus dem Stadt­bild weg­zu­den­ken, der magi­sche Zau­ber des Hau­ses ist jahr­hun­der­te­alt. Wo einst große Geis­ter wie Schil­ler und Goe­the zu Gast waren, ist das Haus heute Ort der kul­tu­rel­len Begeg­nun­gen, Bil­dung und Kommunikation.

Im Jahr 1791 hei­ra­tete Wil­helm von Hum­boldt hier die Toch­ter des Hau­ses, die ebenso gebil­dete wie lieb­rei­zende Caro­line von Dacheröden, Mit­tel­punkt so manch leb­haf­ter Gesell­schaft ob ihres Charmes und ihrer geis­ti­gen wie musi­ka­li­schen Fähig­kei­ten. Hum­boldts führ­ten eine für dama­lige Ver­hält­nisse unkon­ven­tio­nelle Ehe mit vie­len Frei­hei­ten. Caro­line von Hum­boldt lebte trotz acht Kin­dern ihre kul­tu­rel­len Inter­es­sen aus und war zeit­le­bens eine eben­bür­tige Part­ne­rin. Durch ihre weit­rei­chende Bekannt­schaft ver­lobte sich sogar auch Fried­rich Schil­ler im Haus Dacheröden.

Das Gebäude im Renais­sance-Stil bestand ursprüng­lich aus dem „Haus zum Gol­de­nen Hecht“ und dem „Haus zum Gro­ßen und Neuen Schiff“ und wurde 1833 zum Dop­pel­haus. Noch heute ist erkenn­bar, dass die bei­den Häu­ser bereits in der Ent­ste­hungs­zeit zu den archi­tek­to­ni­schen Juwe­len am Han­dels­platz der rei­chen Erfur­ter Waid­händ­ler gehörten.

Nach umfang­rei­chen Bau­maß­nah­men brannte der drei­ge­schos­sige Dach­stuhl kurz vor der Wie­der­eröff­nung des Hau­ses im August 2006 voll­stän­dig aus. Mit der Sanie­rung ist es gelun­gen, einen ein­ma­li­gen Ort der Geschichte zu bewah­ren und das Haus als ein­zig­ar­ti­gen Kul­tur­raum zu öff­nen. Im Jahr 2017 zog der Lite­ra­tur­ver­ein Erfur­ter Herbst­lese in das Kul­tur: Haus Dacheröden und ent­wi­ckelte es zu einem neuen Ver­an­stal­tungs- und Begeg­nungs­ort mit regel­mä­ßig wech­seln­den Ausstellungen.

Sie möch­ten mehr über die Geschichte des Hau­ses erfah­ren? Dann besu­chen Sie unsere Führungen!
Sie wer­den von fach­kun­di­gen Stadt­füh­re­rIn­nen durch das Kul­tur: Haus Dacheröden geführt und erfah­ren mehr zur leben­di­gen Geschichte in Erfurt. Die Gäs­te­füh­rung dau­ert etwa eine Stunde und ist zum größ­ten Teil bar­rie­re­frei. Start/Treffpunkt für die Füh­rung ist die Geschäfts­stelle in der 1. Etage im Kul­tur: Haus Dacheröden

Anmel­dung erwünscht unter: kontakt@dacheroeden.de oder 0361 / 644 123 75.
Spon­tane Gäste sind auch sehr willkommen!

Vortrag von Claudia Häfner im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Sep 3 um 18:00

Ein Wesen vol­ler Geist und Wun­der ‑Adele Scho­pen­hauer – Vor­trag von Clau­dia Häfner

 

Adele Scho­pen­hauer (1797–1849) wurde oft als Schwes­ter des Phi­lo­so­phen Arthur oder Toch­ter der Salo­nière Johanna wahr­ge­nom­men. Dabei hat sie ein eige­nes künst­le­ri­sches und schrift­stel­le­ri­sches Werk erschaf­fen, das es sich bis heute zu ent­de­cken lohnt. In ihren Gemäl­den und Sche­ren­schnit­ten, Kup­fer­sti­chen und Büchern wird die Rezep­tion der Klas­sik und die Hin­wen­dung zur Roman­tik fassbar.

Maß­geb­li­chen Ein­fluss auf ihre ästhe­tisch-intel­lek­tu­elle Bil­dung hatte der „gütige Vater“ Goe­the. Auch seine Schwie­ger­toch­ter Otti­lie geb. von Pog­wisch und die bei­den Enkel­söhne Walt­her und Wolf­gang waren maß­geb­lich an der Ent­ste­hung von Adele Scho­pen­hau­ers viel­ge­stal­ti­gen Arbei­ten betei­ligt. Die Prä­sen­ta­tion wid­met sich den Goethe’schen Spu­ren in ihrem Nachlass.

Die Goe­the-Gesell­schaft Erfurt orga­ni­siert in regel­mä­ßi­gen Abstän­den wis­sen­schaft­li­che, beleh­rende Vor­träge, Dis­kus­si­ons­run­den zu ein­zel­nen Wer­ken Goe­thes, Bil­dungs­fahr­ten zu Wir­kungs­stät­ten Goe­thes und ande­rer Dich­ter. Bei Inter­esse bie­tet sie Gym­na­si­as­ten und Stu­den­ten aus der Region die Mög­lich­keit, eigene Arbei­ten zum Goe­the-Thema zur Dis­kus­sion zu stel­len. Die Gesell­schaft lädt ebenso Autoren zu Lesun­gen ein. Sie ver­folgt auf­merk­sam die Akti­vi­tä­ten der Mut­ter­ge­sell­schaft in Wei­mar und pflegt Kon­takte zu ande­ren Goe­the-Orts­ver­ei­ni­gun­gen in Deutsch­land – ins­be­son­dere zur Goe­the-Gesell­schaft in Gera – sowie zu kul­tu­rel­len Ver­ei­nen in Erfurt. Die Goe­the-Gesell­schaft Erfurt ver­folgt die För­de­rung kul­tu­rel­ler Zwe­cke. Neu gegrün­det im Jahr 2014 stellt sie sich die Auf­gabe, in Über­ein­stim­mung mit den Zie­len der Goe­the-Gesell­schaft in Wei­mar, Gedan­ken­gut, Werk und Per­sön­lich­keit Goe­thes zu pfle­gen und zu ver­mit­teln. Sie ver­tritt keine poli­ti­schen oder reli­giö­sen Ziele.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zur Goe­the-Gesell­schaft fin­den Sie hier.

Ettersburger Gespräch mit Alexander Kissler
Sep 3 um 19:00

Etters­bur­ger Gespräch »Wohin treibt die Bun­des­re­pu­blik? Tat­sa­chen, Gefah­ren, Chancen«

Alex­an­der Kissler

Als der Phi­lo­soph Karl Jas­pers 1966 sei­nen Auf­satz »Wohin treibt die Bun­des­re­pu­blik?« ver­öf­fent­lichte, konnte er kaum wis­sen, dass er einen Klas­si­ker schrieb, der heute noch zen­trale Fra­gen demo­kra­ti­scher Sys­teme auf­wirft. Jas­pers beschrieb eine besorg­nis­er­re­gende poli­ti­sche Ver­än­de­rung: »Die Demo­kra­tie der Bun­des­re­pu­blik wan­delt sich vor unse­ren Augen. Es wer­den Wege beschrit­ten, an deren Ende es weder eine Demo­kra­tie noch einen freien Bür­ger geben würde, viel­leicht ohne daß die, die sie gehen, die­ses Ende wol­len.« Jas­pers befürch­tete, dass es in der BRD eine Ent­wick­lung »von der Demo­kra­tie zur Par­tei­en­olig­ar­chie, von der Par­tei­en­olig­ar­chie zur Dik­ta­tur« geben könnte. Er ver­wies aber auch dar­auf, dass die­ser Weg nicht unaus­weich­lich sei. Abhän­gig sei der Weg zu einer freien repu­bli­ka­ni­schen Ver­fas­sung, aller­dings von einem bewusst nach Frei­heit drän­gen­den Volk, das diese zu ver­wirk­li­chen habe.

Zwei Tage nach drei Land­tags­wah­len, u.a. im Frei­staat Thü­rin­gen, wol­len wir mit Alex­an­der Kis­s­ler und einem Gast aus der Poli­tik die Frage stel­len, wie aktu­ell die Ana­lyse von Karl Jap­sers ist.

Alex­an­der Kis­s­ler ist poli­ti­scher Publi­zist, Kul­tur­jour­na­list und erfolg­rei­cher Sach­buch­au­tor (u.a. »Dumm­ge­glotzt«, »Keine Tole­ranz den Into­le­ran­ten«, »Wider­worte. Warum mit Phra­sen Schluss sein muss«) zuletzt »Die infan­tile Gesell­schaft«: Alex­an­der Kis­s­ler hat für die F.A.Z., die »Süd­deut­sche Zei­tung« und den »Focus« gear­bei­tet. Bis Som­mer 2020 lei­tete er das Kul­tur­res­sort beim Monats­ma­ga­zin »Cicero«. Seit August 2020 ist er poli­ti­scher Redak­teur im Ber­li­ner Büro der »Neuen Zür­cher Zeitung«.

Literaturland Thüringen im Radio – Eine Sendereihe des Thüringer Literaturrates
Sep 3 um 22:00
Literaturland Thüringen im Radio – Eine Sendereihe des Thüringer Literaturrates @ Radio Lotte

Jeden ers­ten Diens­tag im Monat geht es bei »Lite­ra­tur­land Thü­rin­gen im Radio«, dem Sen­de­for­mat des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes um Lite­ra­tur aus und über Thüringen.

Soweit es die Pla­nung erlaubt, laden wir Gäste ins Stu­dio ein, um mit ihnen über ihr Schrei­ben, Pro­jekte, Recher­chen oder beson­dere The­men zu spre­chen. Oder wir zeich­nen Sen­dun­gen auf, brin­gen Live­mit­schnitte von Ver­an­stal­tun­gen etc.

Jeden ers­ten Diens­tag im Monat ist die Sen­dung auf  Radio Lotte im Stadt­ge­biet von Wei­mar auf 160,6 UKW zu hören und welt­weit im Inter­net unter https://www.radiolotte.de

Alle Radio­sen­dun­gen kön­nen zudem in der Pod­ca­st­reihe »Lite­ra­tur­land Thü­rin­gen im Radio« auf www.literaturland-thueringen.de ange­hört wer­den. Die Sen­dun­gen ste­hen i.d.R. ab dem ers­ten Mitt­woch im Monat bereit.

 

Eine Sen­dungs­for­mat des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes. Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der der Thü­rin­ger Staats­kanz­lei. Bis 2023 geför­dert von der Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thüringen.

Sep
4
Mi
Herbstlese: Lesung und Musik mit Charly Hübner und Caren Miosga in Erfurt
Sep 4 um 19:30

Jah­res­tage – aus dem Leben von Gesine Cresspahl

Die Vor­füh­rung mit Charly Hüb­ner und Caren Miosga sowie Ninon Glo­ger am Kla­vier ist eine Reise durch den Erzähl­strom des Jahr­hun­der­t­ro­mans von Uwe John­son. Sie zeigt exem­pla­risch Figu­ren, Epi­so­den, Gesprä­che und Erin­ne­run­gen sowie Zei­tungs­mel­dun­gen der New York Times und All­tags­er­eig­nisse der Jahre 1967/1968 in New York inmit­ten von Viet­nam­kriegs- und Stu­den­ten­pro­tes­ten und den Vor­be­rei­tun­gen des
Ein­mar­sches der sowje­ti­schen Trup­pen in die Tschechoslowakei.

Die ers­ten Zei­len zu sei­nem vier­bän­di­gen Haupt­werk schrieb Uwe John­son im Januar 1968 in New York. Dort, in der ame­ri­ka­ni­schen Metro­pole, erzählt Gesine Cress­pahl ihrer zehn­jäh­ri­gen Toch­ter Marie im Epo­che­jahr 1967/68 Tag für Tag, über ein Jahr hin­weg, aus der eige­nen Fami­li­en­ge­schichte. Das Leben in Meck­len­burg in der Wei­ma­rer Repu­blik, wäh­rend der Herr­schaft der Nazis, in der sich anschlie­ßen­den sowje­ti­schen Besat­zungs­zone und den ers­ten Jah­ren in der DDR.

Uwe John­son ent­fal­tet in »Jah­res­tage« ein ein­zig­ar­ti­ges Pan­orama deut­scher Geschichte im 20. Jahr­hun­dert – eine »Lese-Welt­reise« (Rein­hard Baum­gart) in die bewegte New Yor­ker Gegen­wart des Jah­res 1968 und zugleich in die Geschichte einer deut­schen Fami­lie in der fik­ti­ven Klein­stadt Jeri­chow in Meck­len­burg. Uwe John­son arbei­tete mit Unter­bre­chun­gen fünf­zehn Jahre an die­sem Dop­pel­ro­man. Die ers­ten drei Bände erschie­nen kurz hin­ter­ein­an­der Anfang der 70er Jahre, der vierte erst 1983. Eine Schreib­blo­ckade hatte Uwe John­son lange gequält.

Auf­füh­rungs­dauer: 100 Minu­ten und eine Pause
Textmontage/Regie: Wolf­gang Stockmann

In Koope­ra­tion mit der Fried­rich-Ebert-Stif­tun­g/­Lan­des­büro Thüringen

Sep
5
Do
Vortrag von Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar
Sep 5 um 17:00

Chris­toph Mar­tin Wie­land und andere – das Belang­los­wer­den des Religiösen

Vor­trag von Prof. Dr. Jan Phil­ipp Reem­tsma, Hamburg

Sep
7
Sa
Johannes-Bobrowski-Programm mit Martin Stiebert in der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Krölpa
Sep 7 um 15:00

»Mein Him­mel / wech­selt mit dei­nem« – Johan­nes Bob­row­ski als Ken­ner, Samm­ler und Autor von Liebeslyrik

Im Jahre 1964 gab Johan­nes Bob­row­ski die Samm­lung „Wer mich und Ilse sieht im Grase“ mit deut­scher ero­ti­scher Poe­sie des 18. Jahr­hun­derts her­aus. Diese Antho­lo­gie, illus­triert von Horst Hus­sel, wurde in den fol­gen­den Jahr­zehn­ten oft wie­der auf­ge­legt. Mar­tin Stie­bert wird dar­aus lesen, diese Poe­sie aber auch ergän­zen durch den Vor­trag aus Bob­row­skis eige­ner Lie­bes­ly­rik, zum Bei­spiel das Gedicht „Vogel­nest“: „Mein Him­mel / wech­selt mit deinem“ …

Ver­an­stal­ter: Lese-Zei­chen e.V., Evan­ge­lisch-Luthe­ri­sche Gemeinde Krölpa, geför­dert von der Thü­rin­ger Staatskanzlei.

Sep
9
Mo
Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider im Lindenau-Museum Altenburg
Sep 9 um 18:00

Wie öffent­lich sind öffent­li­che Biblio­the­ken? – Vor­trag von Prof. Dr. Ulrich Johan­nes Schneider

 

 

Biblio­the­ken, die allen offen­ste­hen, hat es in der Geschichte immer mal wie­der gege­ben. Ab dem 19. Jahr­hun­dert wer­den sie plan­mä­ßig und ab dem 20. Jahr­hun­dert in gro­ßer Zahl gegrün­det, welt­weit. Aber waren sie wirk­lich für alle zugäng­lich? Selbst für die „Public Libra­ries“ in den USA und in Groß­bri­tan­nien gilt das nicht ohne Ein­schrän­kun­gen. Pro­fes­sor Dr. Ulrich Johan­nes Schnei­der beschäf­tigt sich in sei­nem Vor­trag mit der Frage, was es mit der Öffent­lich­keit auf sich hat, wenn man an Biblio­the­ken denkt, die für die Bil­dung und die Selbst­bil­dung auch heute eine wich­tige Rolle spielen.

Pro­fes­sor Dr. Ulrich Johan­nes Schnei­der erforscht die Geschichte der „moder­nen Biblio­the­ken“, also sol­chen Ein­rich­tun­gen, die für die größt­mög­li­che Nut­zung gebaut wur­den und wer­den. Er war von 2006 bis 2022 Direk­tor der Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Leip­zig und lehrt wei­ter­hin am Insti­tut für Kul­tur­wis­sen­schaf­ten der Uni­ver­si­tät Leip­zig. Nähe­res unter www.ujschneider.de.

Ein­tritt
Der Ein­tritt zu allen Ver­an­stal­tun­gen der Goe­the Gesell­schaft Alten­burg e. V. ist, wenn nicht anders ange­ge­ben, frei.
Spen­den sind zur För­de­rung unse­res Kul­tur­pro­gramms jeder­zeit sehr willkommen!

Sep
10
Di
Lesung mit Katrin Richter, Torsten Schulz, Ricarda Löser, u.a. in Weimar
Sep 10 um 18:00

»ELSEˈS STORY. Der Weg einer eman­zi­pier­ten Jüdin durch die Wir­ren des 20. Jahrhunderts«

Lesung und Gespräch mit Kat­rin Rich­ter, Kath­rin Zeid­ler, Ricarda Löser, Stu­die­ren­den des LUCIA Ver­la­ges Weimar.

Musi­ka­li­sche Beglei­tung: Marius Staible & Daniel Roth (accor­di­on­duo con:trust®), Hoch­schule für Musik FRANZ LISZT.

Eine Koope­ra­tion von Bau­haus-Uni­ver­si­tät Wei­mar, Klas­sik Stif­tung Wei­mar, Her­zo­gin Anna Ama­lia Biblio­thek Wei­mar und LUCIA Ver­lag Weimar.

Sep
11
Mi
Vortrag von Ingrid Prager im Stadtmuseum Weimar
Sep 11 um 17:00

Vor­trag von Ingrid Pra­ger: »Tie­furt, du lieb­li­cher Sitz der wah­ren Freu­den« – das Wei­ma­rer Arkadien
Ein Jahr nach dem Wei­ma­rer Schloss­brand 1774 wird das Päch­ter­haus des Tie­fur­ter Kam­mer­gu­tes zum Wohn­sitz von Prinz Con­stan­tin bestimmt – eine Zäsur in der Geschichte des klei­nen Dor­fes an der Ilm. Das beschei­dene Anwe­sen mit sei­nem Park ist ideale Kulisse für unge­zwun­gene Gesel­lig­keit, Aus­tausch über Lite­ra­tur, Musik, Thea­ter und bil­dende Kunst der Wei­ma­rer Hof­ge­sell­schaft und ihrer illus­tren Gäste. Es erlangt als das Wei­ma­rer Arka­dien blei­bende Bedeu­tung. Durch die Auf­nahme in die Liste des UNESCO-Welt­kul­tur­er­bes geadelt, wer­den die Tra­di­tio­nen des Ortes auf viel­fäl­tige Weise in der Gegen­wart leben­dig gehalten.

Sep
12
Do
Vortrag von Dr. Johannes Saltzwedel im Goethe-Nationalmuseum Weimar
Sep 12 um 18:00

12. Sep­tem­ber 2024, 18 Uhr, Fest­saal im Goe­the-Natio­nal­mu­seum: »Wert­hers Welt«. Vor­trag von Dr. Johan­nes Saltz­we­del, Hamburg.

Sep
13
Fr
Apfelfest im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar
Sep 13 um 17:00

Apfel­fest im Goe­the- und Schiller-Archiv.

Sep
17
Di
Vortrag von Dr. Dr. h. c. mult. Manfred Osten im Goethe-Nationalmuseum Weimar
Sep 17 um 18:00

»„In jeder Art seyd ihr ver­lo­ren“ (Mephisto). Goe­thes „Faust“ – Die Tra­gö­die des 21. Jahrhunderts«

Vor­trag von Dr. Dr. h. c. mult. Man­fred Osten (Bonn).

Ettersburger Gepräch mit Anna Schneider und Peter Krause
Sep 17 um 19:00

Etters­bur­ger Gespräch »Frei­heit beginnt beim Ich«

Anna Schnei­der im Gespräch mit Peter Krause

Das Ich ist poli­tisch nicht im Trend. Wer sich zur indi­vi­du­el­len Frei­heit als Ideal bekennt, steht schnell im Ver­dacht des rück­sichts­lo­sen Ego­is­mus. Zu Unrecht, meint die Juris­tin und Jour­na­lis­tin Anna Schnei­der. In ihren Tex­ten und ihrem Debat­ten­buch schwärmt und wirbt sie im Dia­log mit gro­ßen Den­ke­rin­nen und Den­kern des Libe­ra­lis­mus für die Frei­heit. Sie pran­gert anti­li­be­rale Ten­den­zen im poli­ti­schen Dis­kurs der Gegen­wart an und sucht eine Erklä­rung für die Frei­heits­skep­sis, die sie den Deut­schen dia­gnos­ti­ziert. Ihre Texte und ihr Buch (dtv) sind eine Ein­la­dung zur Feier des Indi­vi­du­ums, eine Ode an die Frei­heit des mün­di­gen Sub­jekts: Denn ohne Ich gibt es keine Frei­heit, und ohne Frei­heit kein Ich.

Anna Schnei­der ist Juris­tin und WELT-Chef­re­por­te­rin. Sie schreibt den WELT-News­let­ter Anna Schnei­der ist so frei und strei­tet regel­mä­ßig in TV und Print für die libe­rale Perspektive.

Sep
24
Di
Herbstlese: Literaturgespräch mit Felix Leibrock in Erfurt
Sep 24 um 19:30

Felix Leib­rock & Gäste – Ein lite­ra­ri­sches Quartett

Tickets sind ab dem 15. Juni erhältlich!

Das Lite­ra­tur­ge­spräch, bei dem immer unter­halt­sam und meist auch streit­bar über vier Bücher des Fes­ti­vals dis­ku­tiert wird, hat bei der Herbst­lese sei­nen fes­ten Platz im Pro­gramm und läu­tet das Fes­ti­val ein. Felix Leib­rock, Autor, Seel­sor­ger und Lei­ter des Evan­ge­li­schen Bil­dungs­werks in Mün­chen, hat Ute Lemm, Gene­ral­inten­dan­tin des Schles­wig-Hol­stei­ni­schen Lan­des­thea­ters, Mat­thias Geh­ler, lang­jäh­ri­ger Pro­gramm­chef beim MDR Thü­rin­gen, und Dirk Löhr, Vor­sit­zen­der des Ver­eins Erfur­ter Herbst­lese, zu Gast.

Seien Sie gespannt dar­auf, wel­che Bücher aus­ge­wählt wur­den und wie die vier Lite­ra­tur­be­geis­ter­ten sie ein­schät­zen. Egal, ob Lob oder Ver­riss, Sie soll­ten sich in jedem Fall Ihre eigene Mei­nung bil­den. Am bes­ten, indem Sie die Bücher selbst lesen und die Ver­an­stal­tun­gen mit den Autor:innen der Werke besu­chen. Wir freuen uns auf Sie als unsere Gäste bei der 28. Erfur­ter Herbstlese.

Sep
25
Mi
Vortrag »Goethes bergbauliche Intentionen in Schneeberg« im GoetheStadtMuseum in Ilmenau
Sep 25 um 18:30
Sep
28
Sa
Lesung von Mitgliedern des Fördervereins Dichterstätte Sarah Kirsch auf Schloss Heringen
Sep 28 um 14:30

Dich­ter­stätte Sarah Kirsch: In der Frühe sind die Tan­nen kupfern

In der Frühe sind die Tan­nen kup­fern – Das lyri­sche Schaf­fen Brechts in den Jah­ren sei­ner Flucht. Lesung von Mit­glie­dern des Fördervereins

Lesung mit Christian Lehnert im Kloster Mildenfurth
Sep 28 um 17:00

Chris­tian Leh­nert liest „opus 8. Im Flechtwerk“

In ihrer expres­si­ven wie refle­xi­ven Musi­ka­li­tät erkun­den Leh­nerts Gedichte die Natur, indem sie ihr ant­wor­ten. Und mehr noch: Gegen den als Anthro­po­zän mas­kier­ten Total­zu­griff des Men­schen auf seine Umwelt suchen die Gedichte ein Wider­la­ger. In dem, was „Mate­rie“ scheint, erfah­ren sie Offen­ba­run­gen in Pflan­zen, Tie­ren und Din­gen, in Tages­zei­ten und im Spiel der Wellen.

Kar­ten­re­ser­vie­rung bei Fami­lie Kühn: 036603–88276

Ver­an­stal­ter: Lese-Zei­chen e.V., Arbeits­kreis Kunst und Kul­tur des Klos­ters Mil­den­furth, geför­dert von der Thü­rin­ger Staatskanzlei.

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