Kaiser-Café
[Weimar]

Lokation

Puschkinstraße 1
99423 Weimar

50.978507, 11.329286

Personen

Harry Domela

Gerhart Hauptmann

Artikel

Im Kaisercafé

Zugehörige Gemeinde

Weimar

Das Kai­ser-Café mit ange­schlos­se­ner Kon­di­to­rei wurde 1893 von Rosa­lie Kämpf in der Park­straße 1 (heute Pusch­kin­straße) auf zwei Eta­gen eröff­net. Zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts gehörte es zu den bes­ten Cafés in Mitteldeutschland.

Zwi­schen 1919 und 1925 wurde das Kai­ser-Café zum Stamm­café zahl­rei­cher Leh­rer und Stu­den­ten des Bau­hau­ses. Als die Natio­nal­ver­samm­lung im Februar 1919 in Wei­mar tagte, besuch­ten Poli­ti­ker das Café in den Tagungs­pau­sen. 1921 stellte sich der selbst­er­nannte Pro­phet Louis Haus­ser hier sei­nen Bewun­de­rern förm­lich zur Schau. Im Okto­ber 1926 gab Prinz Wil­helm von Preu­ßen II., alias Harry Domela, dem Café die Ehre. Zu den berühm­tes­ten Gäs­ten gehörte Ger­hart Haupt­mann, zu den unrühm­lichs­ten Adolf Hit­ler und Her­mann Göring, der die Schau­spie­le­rin Emmy Son­ne­mann 1932 hier ken­nen­lernte und mit ihr seine Ver­lo­bung im Kai­ser-Café feierte.

Durch den Krieg, ver­mut­lich beim Bom­ben­an­griff auf Wei­mar im Februar 1945, wurde das Haus beschä­digt. Die ursprüng­li­che Fas­sade mit Stu­ck­ele­men­ten wurde in den Jah­ren nach 1945 durch einen schlich­ten Glatt­putz ersetzt. Nach einer vor­über­ge­hen­den Nut­zung als Klub­haus der Kul­tur zog in die Räume des ehe­ma­li­gen Cafés eine HO-Ver­kaufs­stelle für Sport­ar­ti­kel. Im übri­gen Haus befand sich ab 1964 eine Zweig­stelle des Ber­li­ner Auf­bau-Ver­la­ges. Das Wei­ma­rer Lek­to­rat wurde 1991 aufgelöst.

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