Großkochberg
[Gemeinde]

Groß­koch­bergs Geschichte ist eng mit dem hier gele­ge­nen Was­ser­schloss ver­bun­den, das auf eine Was­ser­burg aus dem 14. Jahr­hun­dert zurück­geht. Als die Anlage im 16. Jahr­hun­dert in den Besitz der Her­ren von Schön­feld wech­selte, bau­ten diese die Burg zu einem Schloss um, das bis heute über­lie­fert ist. 1733 kaufte es Frei­herr Fried­rich Lud­wig Chris­tian von Stein. Spä­ter ging es in den Besitz von Frei­herr Gott­lob Ernst Josias Fried­rich von Stein (1735–1793), der mit Char­lotte von Stein ver­hei­ra­tet war. Char­lotte von Stein, die hier zwi­schen 1775 und 1788 oft von Goe­the besucht wurde, ver­erbte das Schloss an ihren Sohn Carl von Stein, der das ehe­ma­lige Gar­ten­haus zu einem Lieb­ha­ber­thea­ter umbauen ließ. 1776 hielt sich Jakob Michael Rein­hold Lenz meh­rere Wochen auf Schloss Koch­berg auf.

Im Jahr der Grün­dung der DDR rich­tete man auf Schloß Koch­berg eine Goe­the-Gedenk­stätte ein. Bis Mitte der 1970er Jahre wurde das Schloss­ensem­ble restau­riert. Der Kul­tur­fonds der DDR unter­hielt hier ein Gäs­te­haus. Zu den Schrift­stel­lern, die ab den 1970er Jah­ren auf Schloss Koch­berg zu Gast waren und über Koch­berg und seine Umge­bung schrie­ben, gehö­ren Inge von Wan­gen­heim, Wolf­gang Held, Vol­ker Braun, Hanns Cibulka und Wulf Kirs­ten.

Nach dem Ende der DDR gelangte das Anwe­sen in den Besitz der Klas­sik Stif­tung Wei­mar, die umfas­sende Sanie­rungs­ar­bei­ten am Schloss, dem Lieb­ha­ber­thea­ter und der Park­an­lage vor­neh­men ließ.

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