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Ausstellungen

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ganztägig Ausstellung »Abenteuer Denken. D...
Ausstellung »Abenteuer Denken. D...
Aug 25 – Nov 15 ganztägig
Ausstellung »Abenteuer Denken. Der Jenaer Hegel« im Romantikerhaus Jena @ Romantikerhaus Jena
Jena galt um 1800 als das bedeu­tendste Zen­trum der deut­schen Geis­tes­ge­schichte. Neben Schil­ler und dem Kreis der Roman­ti­ker sind es vor allem Phi­lo­so­phen gewe­sen, die die­sen Ruf begrün­de­ten und die Stadt bis heute welt­weit zu[...]
Sep
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Fr
ganztägig Alphabete der Natur – Ausstellun...
Alphabete der Natur – Ausstellun...
Sep 11 – Dez 20 ganztägig
Alphabete der Natur – Ausstellung zum Nachlass Christian Wilhelm Büttners im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar
Vom 11. Sep­tem­ber bis 20. Dezem­ber 2020 prä­sen­tiert das Goe­the- und Schil­ler-Archiv erst­mals den hand­schrift­li­chen Nach­lass Chris­tian Wil­helm Bütt­ners (1716–1801). Der For­scher und Samm­ler galt zu Leb­zei­ten als so umfas­send gebil­det, dass Johann Wolf­gang von[...]
Sep
19
Sa
ganztägig Ausstellung »Im Land des Kein« –...
Ausstellung »Im Land des Kein« –...
Sep 19 – Nov 8 ganztägig
»Im Land des Kein« – Foto­gra­fien und Geschich­ten aus den kleins­ten Orten Thü­rin­gens Son­der­aus­stel­lung von Yvonne Andrä und Ste­fan Peter­mann.
Dez
31
Di
ganztägig Dummy
Dummy
Dez 31 2030 – Dez 30 2044 ganztägig
 
Sep
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Di
Vortrag von Dr. Markus Schwering in Weimar
Sep 17 um 18:00

»Goe­the aus der Sicht von Marx und Engels« – Vor­trag von Dr. Mar­kus Schwe­ring (Köln).

Lesung und Gespräch mit Christian Rosenau und Ulrike Theusner in Weimar
Sep 17 um 19:30

»Buch­künst­le­ri­sche Klein­ode« – »Edi­tion Orna­ment – Lite­ra­tur und Gra­fik«

 

Der in Wei­mar gebo­rene Musik­päd­agoge, Gitar­rist und Lyri­ker Chris­tian Rosenau liest aus sei­nem Gedicht­band „Nadel­stich und Schlan­gen­spra­che“, die Wei­ma­rer Male­rin Ulrike Theus­ner erzählt, zu wel­chen Zeich­nun­gen sie die Verse ange­regt haben und der Wei­ma­rer Saxo­pho­nist Nils Alf beglei­tet den Abend musi­ka­lisch.

Mode­ra­tion: Dr. Jens-Fietje Dwars, Her­aus­ge­ber der »Edi­tion Orna­ment«.

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Kul­tur­di­rek­tion Wei­mar.

Podiumsdiskussion mit Robert Habeck und Steffen Mensching in Erfurt
Sep 17 um 20:00

»Poesie & Politik« – Herbstlese-Extra im KulturQuartier

 

Der Thü­rin­ger Schrift­stel­ler­ver­band lädt ein zu einem lite­ra­risch-poli­ti­schen Wort­wech­sel mit

 

Robert Habeck (Poli­ti­ker und Autor) und Stef­fen Men­sching (Schrift­stel­ler, Schau­spie­ler, Thea­ter­in­ten­dant)

 

Haben sich Poe­sie und Poli­tik noch etwas zu sagen? — Das streit­bare Wort von Autoren wie Hein­rich Böll und Gün­ter Grass oder Chris­toph Hein und Hei­ner Mül­ler prägte poli­tisch-kul­tu­relle Debat­ten der Nach­kriegs­zeit bis in die jüngste Ver­gan­gen­heit. Ist der poli­ti­sche Dis­kurs inzwi­schen einer post­mo­der­nen Belie­big­keit gewi­chen? Geht er in der Viel­stim­mig­keit sozia­ler Netz­werke unter?

Im Gespräch mit der Mode­ra­to­rin Romy Gehrke (MDR Thü­rin­gen) wer­den Robert Habeck und Stef­fen Men­sching der kom­ple­xen Bezie­hung von Poe­sie und Poli­tik nach­spü­ren und sich den Fra­gen stel­len:

Wel­che Romane und Gedichte lesen Poli­ti­ker? Wel­che Rolle spie­len Kunst und Lite­ra­tur in ihrem pri­va­ten All­tag und auf der poli­ti­schen Bühne?

Spre­chen Poli­ti­ker und Poe­ten über­haupt noch die­selbe Spra­che? Erset­zen Kampf­be­griffe in den öffent­li­chen Debat­ten nicht mehr und mehr das prä­zise Wort?

Wie poli­tisch sind heu­tige Autoren? Sollte sich das künst­le­ri­sche Wort wie­der stär­ker ein­mi­schen in den poli­ti­schen Dis­kurs?

Die Ver­an­stal­tung »Poe­sie & Poli­tik« ist der Erin­ne­rung an unse­ren Freund und Kol­le­gen, den Poli­ti­ker und Dich­ter Hans-Jür­gen Döring (1951–2017), gewid­met.

 

Eine Ver­an­stal­tung des Ver­ban­des deut­scher Schrift­stel­ler, VS in ver.di, Lan­des­ver­band Thü­rin­gen in Zusam­men­ar­beit mit dem Lese-Zei­chen e.V. (För­der­ver­ein des VS Thü­rin­gen) und des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes e.V.

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thü­rin­gen.

Sep
19
Do
Vortrag von Dr. Francesca Müller-Fabbri in Weimar
Sep 19 um 17:00

»Meine Seele hat ein Gesell­schafts­kleid wie die veni­zia­ni­schen Schleier und Mas­ken« – Neues und wenig Bekann­tes über Adele Scho­pen­hauer

 

Vor­trag von Dr. Fran­ce­sca Mül­ler-Fab­bri, Wei­mar

 

Wer war Adele Scho­pen­hauer (1797–1848) – außer die Toch­ter der berühm­ten Autorin Johanna oder die Schwes­ter des bahn­bre­chen­den Phi­lo­so­phen Arthur? »Mich kennt fast nie­mand«, ver­traute sie in einem bewe­gen­den Brief ihrem Bru­der an, »denn meine Seele hat ein Gesell­schafts­kleid wie die Vene­zia­ni­schen Schleier und Mas­ken, von mir selbst sieht man nicht viel«. Und in der Tat zir­ku­lier­ten ihre lite­ra­ri­schen und künst­le­ri­schen Arbei­ten lange nur im engs­ten Freun­des­kreis oder unter dem Schutz der Anony­mi­tät. Die rei­chen Bestände des Goe­the- und Schil­ler-Archivs, zusam­men mit Objek­ten aus den Kunst­samm­lun­gen in Wei­mar, erlau­ben uns heute, einen Teil ihres Wer­kes wie­der zu ent­de­cken und damit end­lich ihren poe­ti­schen Geist sowie ihre visio­näre Gestal­tungs­kraft zu wür­di­gen.

Fran­ce­sca Mül­ler-Fab­bri stu­dierte Roma­nis­tik und Kunst­ge­schichte in Genua und Mar­seille, lebt und arbei­tet seit meh­re­ren Jah­ren in Wei­mar. Als Sti­pen­dia­tin der Klas­sik Stif­tung Wei­mar forscht sie über Künst­le­rin­nen der Goe­the-Zeit, Samm­lungs­ge­schich­ten und deutsch-ita­lie­ni­sche Kul­tur­be­zie­hun­gen im 19. und 20. Jahr­hun­dert. – Sie ist Kura­to­rin der Aus­stel­lung und Autorin des Begleit­hef­tes.

Die­ses Begleit­heft – im Archiv erhält­lich – beinhal­tet zahl­rei­che Aus­stel­lungs­ob­jekte wie Adele Scho­pen­hau­ers Tage­bü­cher sowie Manu­skripte von Gedich­ten, Mär­chen und Ita­li­en­auf­zeich­nun­gen, ihre fan­ta­sie­vol­len Sche­ren­schnitte, Aqua­relle und Ara­bes­ken. Sie wer­den kom­plet­tiert mit ori­gi­na­len Brie­fen, die Ein­blick geben in ihr Ver­hält­nis zum Bru­der, die enge Bezie­hung zum »Vater« Goe­the, die Freund­schaft zu wich­ti­gen Schrift­stel­le­rin­nen und Schrift­stel­lern wie Immer­mann und der Droste. Nicht zuletzt wird daran erin­nert, wie Adele Scho­pen­hau­ers viel­ge­stal­ti­ges Erbe durch ihre Freun­din­nen Otti­lie von Goe­the, All­wina From­mann und Sibylle Mer­tens-Schaaff­hau­sen nach Wei­mar gelangte.

Sep
21
Sa
22. LeseWanderTag im Meininger Land
Sep 21 um 10:00

Poe­sie unterm Gleich­berg mit Dr. Andreas Sei­fert, Mei­nin­ger Museen

Treff: Schloss Glücks­burg in Röm­hild

Dich­tung aus fast 400 Jah­ren wird die Wan­de­rer beglei­ten, die sich zum dies­jäh­ri­gen Lese­Wan­der­Tag im Hof des Röm­hil­der Renais­sance­schlos­ses ein­fin­den.
Die lite­ra­ri­sche Zeit­reise beginnt mit der „Röm­hil­der Reim­chro­nik“ des Pfar­rers Johann Klip­per, der die Gräuel und Ent­beh­run­gen des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges in Verse fasste.
Der Ana­kre­on­ti­ker Johann Peter Uz (1720–1796) aus Ans­bach hin­ge­gen glaubte in der länd­li­chen Atmo­sphäre unter den Gleich­ber­gen sein Arka­dien zu fin­den.
Vier­zig Jahre nach ihm stat­tete Fried­rich Höl­der­lin dem Gro­ßen Gleich­berg einen Besuch ab.
Die­ses Ereig­nis wie­derum wurde zur lite­ra­ri­schen Inspi­ra­tion für Wal­ter Wer­ner (1922–1995) aus Unter­maß­feld bei Mei­nin­gen und Harald Ger­lach (1940–2001), der unterm Klei­nen Gleich­berg auf­wuchs. Die Gegend um Röm­hild wurde ihm lebens­lang zur poe­ti­schen Hei­mat.

Die Rund­wan­de­rung von ca. 6 Stun­den mit Mit­tags­rast und Lese­pau­sen beginnt im his­to­ri­schen Stadt­kern von Röm­hild und endet am Grab von Harald Ger­lach auf dem Fried­hof. Topo­gra­fi­scher Höhe­punkt ist der Gip­fel des Klei­nen Gleich­bergs. Mit­tags­rast wird im Gast­haus Wald­haus auf dem Sat­tel zwi­schen den Gleich­ber­gen gehal­ten.

  • Anmel­dung und Essen­be­stel­lung erfor­der­lich: 03693 881010 (bis 08.05.)
    Infor­ma­tio­nen zur Wan­de­rung 03693 502848 oder a.seifert@meiningermuseen.de
    Unkos­ten­bei­trag: 7,- €
  • Wie­der­ho­lung am 21.09.2019:
    Anmel­dung und Essen­be­stel­lung erfor­der­lich: 03693 881010 (bis 18.09.)
    Infor­ma­tio­nen zur Wan­de­rung 03693 502848 oder a.seifert@meiningermuseen.de
    Unkos­ten­bei­trag: 7,- €
Lesung mit Carmen Ziegler im Romantikerhaus Jena
Sep 21 um 15:00 – 16:00

Mul­ti­me­diale Lesung mit Car­men Zieg­ler im Roman­tik­er­haus Jena

 

 

Mul­ti­me­diale Lesung mit Car­men Zieg­ler zur Aus­stel­lung und zum Bil­der­buch von Tho­mas Zieg­ler „Die F. N‑Schlaufe. Erns­tes und Hei­te­res aus dem Leben des fabel­haf­ten Fried­rich Nietz­sche“.
Der Künst­ler Tho­mas Zieg­ler setzte Fried­rich Nietz­sches phi­lo­so­phi­sches Leben ins Werk und gestal­tete mit Text und Bild den Schel­men­ro­man „Die F.N.-Schlaufe“. Das Werk ist eine toll­kühn rasende Bild-Text-Ach­ter­bahn, die das his­to­risch ver­bürgte Per­so­nen­ar­se­nal mit Figu­ren aus Mär­chen und Mytho­lo­gie, aus Poli­tik und Reli­gion, aus Film und Comic anrei­chert. Car­men Zieg­ler, Lei­te­rin des Tho­mas Zieg­ler-Archivs Net­ze­band, beglei­tete den Künst­ler fast vier Jahr­zehnte. Sie kennt das Werk ihres Man­nes und die Gedan­ken dahin­ter. Heute küm­mert sie sich um den Nach­lass, den sie erforscht, aus­stellt und publi­ziert. Sie ist nicht nur Zeu­gin der Ent­ste­hung der F.N.-Schlaufe, son­dern kann deren Text-Bild-Kom­bi­na­tio­nen nuan­cen­reich aus­deu­ten und sprach­lich wie gesang­lich ein­gän­gig dar­stel­len.

Sep
22
So
Lesung mit Annette Seemann im Schlosspark Hummelshain
Sep 22 um 15:00

Vortrag/Lesung mit Annette See­mann (Wei­mar): „His­to­ri­sche Gär­ten: Thü­rin­ger Klein­ode zwi­schen Zierde und Nut­zen“

Annette See­mann, gebo­ren in Frankfurt/Main, stu­dierte Ger­ma­nis­tik und Roma­nis­tik in Frank­furt und Poi­tiers und pro­mo­vierte 1986. Seit 1999 arbei­tet sie als Buch­au­torin und Über­set­ze­rin; bis 2001 war sie freie Mit­ar­bei­te­rin des FAZ-Maga­zins. Nach der Über­sied­lung nach Wei­mar 2002 initi­ierte sie meh­rere päd­ago­gi­sche Pro­jekte für Kin­der und Jugend­li­che, dar­un­ter das 2014 mit dem Thü­rin­ger Kul­tur­preis aus­ge­zeich­nete Pro­jekt „Wei­ma­rer Kin­der­bi­bel.“ Annette See­mann ver­fasste zahl­rei­che kul­tur­ge­schicht­li­che und bio­gra­phi­sche Mono­gra­phien und ist Mit­glied des deut­schen PEN.

Sep
23
Mo
Hermsdorfer Gespräch mit Anne-Sophie Panzer
Sep 23 um 19:00

Herms­dor­fer Gespräch: Anne-Sophie Pan­zer – „Dah­lien. Ein Buch für Auge & Gau­men“

Frü­her als Bau­ern­blume ver­schrien, ist die Dah­lie mitt­ler­weile sogar als beliebte Schnitt­blume in der Flo­ris­tik ange­kom­men – vor allem auch wegen ihres wan­del­ba­ren Looks von „chic“ bis „vin­tage“. Neben Tipps zu Pflege und Anbau der Spät­som­mer­blume bie­tet das Buch »Dah­lien – ein Genuss für Auge und Gau­men« von Anne-Sophie Pan­zer Gestal­tungs­ideen für Pflanz­kü­bel und Vase, und – auch wenn Sie das viel­leicht erst­mal nicht glau­ben kön­nen – köst­li­che Rezepte mit Dah­lien aus ihrem Hei­mat­land Mexiko!

Orga­ni­sa­tor: Freun­des­kreis Herms­dor­fer Gespräch.

Sep
24
Di
Villa Rosenthal: Ort des Austauschs, der Entschleunigung und des Erzählens von Morgen
Sep 24 um 13:00

Jena erlebt im Herbst 2019 eine Kon­fe­renz der Super­la­tive: In der letz­ten Sep­tem­ber­wo­che wer­den über 1.000 Sozialwissenschaftler*innen nach Jena kom­men, um an der inter­na­tio­na­len Kon­fe­renz „Great Trans­for­ma­tion: Die Zukunft moder­ner Gesell­schaf­ten“ teil­zu­neh­men. Sie wird von der DFG-Kollegforscher*innengruppe „Post­wachs­tums­ge­sell­schaf­ten“ am Insti­tut für Sozio­lo­gie der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Jena und der Deut­schen Gesell­schaft für Sozio­lo­gie ver­an­stal­tet.

Bei sol­cher wis­sen­schaft­li­chen Exzel­lenz in Fra­gen der gegen­wär­ti­gen und zukünf­ti­gen Gesell­schaft suchen wir den Aus­tausch. Alle sol­len sich an der Dis­kus­sion um gesell­schaft­li­che Ent­wick­lun­gen und mög­li­che Zukünfte betei­li­gen kön­nen. Um die­sen Aus­tausch zwi­schen Bürger*innen und Sozialwissenschaftler*innen mög­lichst anre­gend umzu­set­zen, fin­det ein Fes­ti­val zeit­gleich zur Kon­fe­renz statt unter dem Titel „GREAT TRANSFORMATION. Von Spu­ren und Träu­men einer bes­se­ren Welt.“ Es wird gemein­sam mit Jen­a­Kul­tur und vie­len wei­te­ren Initia­ti­ven und Ver­ei­nen orga­ni­siert.

Das Fes­ti­val­zen­trum bil­det die Villa Rosen­thal. Sie wird in einen Ort des Aus­tauschs, der Ent­schleu­ni­gung und des Erzäh­lens von Mor­gen ver­wan­delt. Vom 24.–27.09.2019 steht sie für die Stadt­ge­sell­schaft und die Konferenzteilnehmer*innen offen. Bei Kaf­fee, Tee und Gebäck kommt man im wun­der­schö­nen Gar­ten oder in der präch­ti­gen Villa unge­zwun­gen ins Gespräch. Ab 13 Uhr emp­fängt Sie die Erzäh­le­rin Antje Horn und der Musi­ker und Klang­künst­ler Tim Hel­big. Der freie Aus­tausch kann begin­nen.

Liegestuhl – Lauschen in der Jenaer Villa Rosenthal
Sep 24 um 13:30

In der zwei­ten Etage der Villa Rosen­thal kön­nen Sie in ent­spann­ter Atmo­sphäre in einem Lie­ge­stuhl lie­gend den Geschich­ten und der Musik von Antje Horn und Tim Hel­big mit geschlos­se­nen Augen fol­gen.

Antje Horn ist Erzäh­le­rin. Sie liest nicht vor, sie erzählt frei in der jahr­tau­sen­de­al­ten Tra­di­tion der Geschich­ten­er­zäh­ler, ein heute sel­te­nes und über­ra­schen­des Erleb­nis. In ihren Geschich­ten, oft sind es Mär­chen, wird Gewohn­tes auf den Kopf gestellt, besiegt das Sanfte das Harte, wird Unmög­li­ches Wirk­lich­keit. Wäh­rend des Erzäh­lens ver­bin­det sich Uraltes und gerade Ent­ste­hen­des zu einer immer neuen Geschichte, die mit den kon­ge­nia­len und abwechs­lungs­rei­chen Sounds von Tim Hel­big in ein Zwie­ge­spräch tritt.
Tim Hel­big kon­zi­piert und rea­li­siert viel­schich­tige Klang­in­stal­la­tio­nen. Er kom­po­niert akus­ma­ti­sche Musik, sowohl für expe­ri­men­telle, als auch tra­di­tio­nelle Instru­mente.

Lesung mit Manfred Krenn in Jena
Sep 24 um 15:00

Man­fred Krenn: Die Haare des Kai­man. Kuba – Nah­auf­nah­men einer des­il­lu­sio­nier­ten Gesell­schaft

 

Das kuba­ni­sche Gesell­schafts­mo­dell übt in Europa immer noch eine gewisse roman­ti­sche Fas­zi­na­tion aus und fun­giert dar­über hin­aus im Degrowth-Dis­kurs als Bei­spiel dafür, dass tief­grei­fende öko­no­mi­sche Ein­brü­che keine umfas­send nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen auf die Gesell­schaft haben müs­sen, son­dern ein nied­ri­ges Wohl­stands­ni­veau nicht nur den öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck des Lan­des senkt, son­dern auch einen gesün­de­ren Lebens­stil der Bevöl­ke­rung zur Folge hat.

Die Ver­an­stal­tung prä­sen­tiert das Buch zum einen mit The­sen zum Zustand der kuba­ni­schen Gesell­schaft. Die Beschäf­ti­gung mit der kuba­ni­schen Gesell­schaft ist jedoch weit mehr als die Aus­ein­an­der­set­zung mit einem weit ent­fern­ten, exo­ti­schen Gesell­schafts­mo­dell (auf das noch immer viele roman­ti­sche Vor­stel­lun­gen pro­ji­ziert wer­den). Es las­sen sich dar­aus näm­lich jede Menge an Erkennt­nis­sen für die aktu­elle Dis­kus­sion um gesell­schaft­li­che Alter­na­ti­ven zum Kapi­ta­lis­mus gewin­nen. Die Prä­sen­ta­tion des Buches soll auf der Basis einer Ent-Roman­ti­sie­rung Kubas eine sol­che Dis­kus­sion ansto­ßen.

Zum ande­ren sol­len aber auch aus den Tei­len des „Kai­ma­ni­schen Tage­buchs“ Pas­sa­gen gele­sen wer­den, die kon­krete Aspekte der Rea­li­tät des kuba­ni­schen All­tags in erzäh­le­ri­scher Form lite­ra­risch auf­be­rei­ten.

Orga­ni­sa­tor: DFG-Kol­leg­for­scher_in­nen­gruppe „Postwachstumsgesellschaften“in Ver­bin­dung mit Jen­a­Kul­tur

Erzählungen von Morgen: Workshop mit Katharina Block in Jena
Sep 24 um 17:00

Erzäh­lun­gen von Mor­gen: Work­shop mit Katha­rina Block

 

Der Wunsch nach einem ande­ren Mor­gen speist sich oft aus Erzäh­lun­gen dar­über, was im Heute schlecht, unge­recht und zer­stö­re­risch ist oder was in Zukunft auf Mensch und Natur für Kata­stro­phen zukom­men, wenn es keine Ver­än­de­run­gen gibt. Der Work­shop will ergrün­den, wie im Ange­sicht der Zer­stö­rung neue Geschich­ten erzählt wer­den kön­nen, die Hand­lungs­spiel­räume eröff­nen und Wege zu mög­li­chen Ver­än­de­run­gen wei­sen.

Orga­ni­sa­tor: DFG-Kol­leg­for­scher_in­nen­gruppe „Postwachstumsgesellschaften“in Ver­bin­dung mit Jen­a­Kul­tur

Lesung und Gespräch mit Wilhelm Bartsch und Gerd Mackensen in Weimar
Sep 24 um 19:30

»Buch­künst­le­ri­sche Klein­ode« – »Edi­tion Orna­ment – Lite­ra­tur und Gra­fik«

 

Wil­helm Bartsch liest aus sei­nem Buch »Goti­sche Kno­ten«, das die Mit­tel­deut­sche Zei­tung »den Gedicht­band zur Stunde« nennt: »Die Gegen­wart wird prä­zise auf den Schmerz­punkt gebracht, dass es nur so summt, aber nie­mals jam­mert.«

Frie­der W. Berg­ner spielt dazu Jazz­po­saune und Gerd Macken­sen, Illus­tra­tor des Ban­des, spricht über die Lust am Bil­der­ma­chen.

Mode­ra­tion: Dr. Jens-Fietje Dwars, Her­aus­ge­ber der »Edi­tion Orna­ment«.

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Kul­tur­di­rek­tion Wei­mar.

Podiumsgespräch über Gegenwartsdichtung mit Ali Abdollahi und Heinrich Detering in Jena
Sep 24 um 19:30

»Dichten ist ein Übermut«


Ein Gespräch über Gegen­warts­dich­tung in Ost und West (Iran und Deutsch­land) und die Bezie­hun­gen der Dich­tung zu Reli­gion, Poli­tik und Gesell­schaft heute

 

Mit­wir­kende:

  • Ali Abdol­lahi (Tehe­ran), Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler, Lyri­ker, Über­set­zer
  • Prof. Dr. Hein­rich Dete­ring (Göt­tin­gen), Pro­fes­sor für Neuere deut­sche Lite­ra­tur und Ver­glei­chende Lite­ra­tur­wis­sen­schaft, Lyri­ker
  • Mode­ra­tion: Chris­toph Schmitz-Schole­mann (Wei­mar) Vor­sit­zen­der des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes, Dich­ter, Über­set­zer

 

»Gehört der Islam zu Deutsch­land?« Diese Frage, so pla­ka­tiv sie in ihrer Ver­kür­zung klin­gen mag, bewegt seit Jah­ren die Gemü­ter in unse­rer Gesell­schaft. Vor 200 Jah­ren schrieb Johann Wolf­gang Goe­the im »West-öst­li­chen Divan« die Verse »Ori­ent und Okzi­dent sind nicht mehr zu tren­nen« und nahm damit einen gesell­schaft­li­chen Dis­kurs vor­weg, der heute alle euro­päi­schen Gesell­schaf­ten und die Gesell­schaf­ten des Nahen Ostens beschäf­tigt. Der Thü­rin­ger Lite­ra­tur­rat, zu des­sen Mit­glie­dern nicht nur Ver­eine, die sich der För­de­rung der zeit­ge­nös­si­schen Lite­ra­tur Thü­rin­gens wid­men, son­dern auch die Klas­sik Stif­tung Wei­mar und die Freun­des­ge­sell­schaft des Goe­the- und Schil­ler­ar­chivs gehö­ren, möchte mit sei­nem Vor­ha­ben »Ori­ent und Okzi­dent sind nicht mehr zu tren­nen – 200 Jahre West-öst­li­cher Divan« diese aktu­el­len gesell­schaft­li­chen Dis­kurse vor dem Hin­ter­grund von Goe­thes »West-öst­li­chem Divan« beleuch­ten.

Dabei kann und soll es jedoch nicht nur um ein­sei­tige Betrach­tun­gen von z.B. einem Roman, einem Gedicht gehen, die in der Gegen­wart ent­stan­den sind, son­dern um die Betrach­tung des gesam­ten Kon­tex­tes. Wir wol­len auch die geis­tes­ge­schicht­li­chen Tie­fen­di­men­sio­nen auf­de­cken, ohne deren Beach­tung die gegen­wär­tige Debatte weder rich­tig zu ver­ste­hen noch ver­ant­wor­tungs­voll zu füh­ren ist. Dabei hilft uns der Blick auf Thü­rin­gen: Denn hier, in Wei­mar, voll­endete Goe­the 1819 sein epo­cha­les Werk, den »West-öst­li­chen Divan«, in dem er sich so inten­siv wie nie­mand zuvor mit  dem Islam und der per­si­schen Kul­tur aus­ein­an­der­setzte und zu heute wie­der brand­ak­tu­el­len Ein­sich­ten kam. Die­ses Span­nungs­feld zwi­schen Goe­thes Werk und dem aktu­el­len künst­le­ri­schen Schaf­fen in der per­si­schen Kul­tur soll das Pro­jekt aus­lo­ten. Am Bei­spiel der per­si­schen Kul­tur geht das Pro­jekt poli­ti­schen Ver­wer­fun­gen des Nahen Ostens ebenso nach wie heu­ti­gen lite­ra­ri­schen Dis­kur­sen zwi­schen per­si­scher und deut­scher Kul­tur.

 

Zu den Autoren:

Ali Abdol­lahi ist ein ira­ni­scher Lyri­ker und lite­ra­ri­scher Über­set­zer. Gebo­ren wurde er am 30. März 1968 in Bir­jand (Süd-Kho­ra­san), Iran. Ali Abdol­lahi ist Dich­ter, Lite­ra­tur­kri­ti­ker und Über­set­zer. Er stu­dierte von 1986 bis 1991 Deut­sche Spra­che und Lite­ra­tur an der Beheschti-Uni­ver­si­tät in Tehe­ran. Von 1992–1996 stu­dierte er „Deut­sche Spra­che und Didak­tik“ an der Tar­biat Mod­da­res Uni­ver­si­tät in Tehe­ran. Die­ses Stu­dium schloss er mit einer Diplom­ar­beit über „Kon­krete Poe­sie im Deutsch­un­ter­richt“ ab. Seit 1992 ist er als frei­be­ruf­li­cher Jour­na­list tätig und seit 1994 Mit­ar­bei­ter des Über­set­zungs­bü­ros „Abiz“ in Tehe­ran. Seine Gedichte gehö­ren zu den bedeu­tends­ten der moder­ner ira­ni­scher Lyrik. Seine Spra­che zeugt von einer ein­zig­ar­ti­gen Ver­flech­tung von Geho­ben­heit und Ver­ständ­lich­keit. Er greift tief­sin­nige phi­lo­so­phi­sche, geschicht­li­che, gesell­schaft­li­che The­men auf und bear­bei­tet sie in sei­ner Lyrik mit einer indi­vi­du­el­len ori­gi­nel­len Prä­zi­sion. Neben sei­ner Arbeit als Lyri­ker über­setzt er seit meh­re­ren Jah­ren aus dem Deut­schen ins Per­si­sche. Seine Antho­lo­gien moder­ner deutsch­spra­chi­ger Prosa und Lyrik haben bereits meh­rere Auf­la­gen im Iran erreicht. Ali Abdol­lahi hat außer zahl­rei­chen Lesun­gen im Iran mehr­mals außer­halb des Lan­des unter ande­rem in Neu-Delhi, Wien, Ber­lin, Frank­furt aus sei­nen Wer­ken gele­sen. Er lebte bis vor sei­ner Über­sied­lung nach Ber­lin im Herbst 2019 als freier Schrift­stel­ler in Karaj im Iran.

Prof. Dr. Dr. h. c. Hein­rich Dete­ring lehrt Neuere deut­sche Lite­ra­tur und Ver­glei­chende Lite­ra­tur­wis­sen­schaft an der Uni­ver­si­tät Göt­tin­gen. Er wurde 1959 in Neu­müns­ter gebo­ren; stu­dierte Deut­sche Phi­lo­lo­gie, Theo­lo­gie, Skan­di­na­vis­tik und Phi­lo­so­phie in Göt­tin­gen, Hei­del­berg und Odense. Von 1988 bis 1994 war er Hoch­schul­as­sis­tent am Lehr­stuhl von Albrecht Schöne, Nach sei­ner Pro­mo­tion 1988 folgte 1993 die Habi­li­ta­tion. Von 1994 bis 1995 ver­trat der eine Pro­fes­sur für Kom­pa­ra­tis­tik an der Lud­wig-Maxi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät Mün­chen. Von 1995 bis 2005 hatte er den Lehr­stuhl für Neuere Deut­sche Lite­ra­tur und Neuere Nor­di­sche Lite­ra­tu­ren in Kiel. Seit 2005 hält er den Lehr­stuhl für Neuere deut­sche und Ver­glei­chende Lite­ra­tur­wis­sen­schaft an der Uni­ver­si­tät Göt­tin­gen. Im uni­ver­si­tä­ren Bereich erhielt Hein­rich Dete­ring zahl­rei­che Gast­do­zen­tu­ren und Gast­pro­fes­su­ren an euro­päi­schen und außer­eu­ro­päi­schen Uni­ver­si­tä­ten. Neben sei­ner wis­sen­schaft­li­chen Tätig­keit und zahl­rei­chen wis­sen­schaft­li­chen Publi­ka­tio­nen legte Hein­rich Dete­ring bis­lang zehn Gedicht­bände vor, des­sen neu­es­ter 2019 unter dem Titel „Unter­tau­chen“ im Göt­tin­ger Wall­stein Ver­lag erschien.

 

Eine Ver­an­stal­tung des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes e.V. in Zusam­men­ar­beit mit dem Schil­ler-Gar­ten­haus in Jena.

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thü­rin­gen und der Thü­rin­ger Staats­kanz­lei.

Sep
25
Mi
Villa Rosenthal: Ort des Austauschs, der Entschleunigung und des Erzählens von Morgen
Sep 25 um 13:00

Jena erlebt im Herbst 2019 eine Kon­fe­renz der Super­la­tive: In der letz­ten Sep­tem­ber­wo­che wer­den über 1.000 Sozialwissenschaftler*innen nach Jena kom­men, um an der inter­na­tio­na­len Kon­fe­renz „Great Trans­for­ma­tion: Die Zukunft moder­ner Gesell­schaf­ten“ teil­zu­neh­men. Sie wird von der DFG-Kollegforscher*innengruppe „Post­wachs­tums­ge­sell­schaf­ten“ am Insti­tut für Sozio­lo­gie der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Jena und der Deut­schen Gesell­schaft für Sozio­lo­gie ver­an­stal­tet.

Bei sol­cher wis­sen­schaft­li­chen Exzel­lenz in Fra­gen der gegen­wär­ti­gen und zukünf­ti­gen Gesell­schaft suchen wir den Aus­tausch. Alle sol­len sich an der Dis­kus­sion um gesell­schaft­li­che Ent­wick­lun­gen und mög­li­che Zukünfte betei­li­gen kön­nen. Um die­sen Aus­tausch zwi­schen Bürger*innen und Sozialwissenschaftler*innen mög­lichst anre­gend umzu­set­zen, fin­det ein Fes­ti­val zeit­gleich zur Kon­fe­renz statt unter dem Titel „GREAT TRANSFORMATION. Von Spu­ren und Träu­men einer bes­se­ren Welt.“ Es wird gemein­sam mit Jen­a­Kul­tur und vie­len wei­te­ren Initia­ti­ven und Ver­ei­nen orga­ni­siert.

Das Fes­ti­val­zen­trum bil­det die Villa Rosen­thal. Sie wird in einen Ort des Aus­tauschs, der Ent­schleu­ni­gung und des Erzäh­lens von Mor­gen ver­wan­delt. Vom 24.–27.09.2019 steht sie für die Stadt­ge­sell­schaft und die Konferenzteilnehmer*innen offen. Bei Kaf­fee, Tee und Gebäck kommt man im wun­der­schö­nen Gar­ten oder in der präch­ti­gen Villa unge­zwun­gen ins Gespräch. Ab 13 Uhr emp­fängt Sie die Erzäh­le­rin Antje Horn und der Musi­ker und Klang­künst­ler Tim Hel­big. Der freie Aus­tausch kann begin­nen.

Liegestuhl – Lauschen in der Jenaer Villa Rosenthal
Sep 25 um 13:30

In der zwei­ten Etage der Villa Rosen­thal kön­nen Sie in ent­spann­ter Atmo­sphäre in einem Lie­ge­stuhl lie­gend den Geschich­ten und der Musik von Antje Horn und Tim Hel­big mit geschlos­se­nen Augen fol­gen.

Antje Horn ist Erzäh­le­rin. Sie liest nicht vor, sie erzählt frei in der jahr­tau­sen­de­al­ten Tra­di­tion der Geschich­ten­er­zäh­ler, ein heute sel­te­nes und über­ra­schen­des Erleb­nis. In ihren Geschich­ten, oft sind es Mär­chen, wird Gewohn­tes auf den Kopf gestellt, besiegt das Sanfte das Harte, wird Unmög­li­ches Wirk­lich­keit. Wäh­rend des Erzäh­lens ver­bin­det sich Uraltes und gerade Ent­ste­hen­des zu einer immer neuen Geschichte, die mit den kon­ge­nia­len und abwechs­lungs­rei­chen Sounds von Tim Hel­big in ein Zwie­ge­spräch tritt.
Tim Hel­big kon­zi­piert und rea­li­siert viel­schich­tige Klang­in­stal­la­tio­nen. Er kom­po­niert akus­ma­ti­sche Musik, sowohl für expe­ri­men­telle, als auch tra­di­tio­nelle Instru­mente.

Podiumsgespräch über Biographien in Jena
Sep 25 um 15:00

Die Zukunft des Ostens: (Über-)Leben in einer Nied­rig­wachs­tums­ge­sell­schaft

Knapp 30 Jah­ren nach der poli­ti­schen Wende in der DDR und dem Anschluss an die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land wer­den die damit ver­bun­de­nen öko­no­mi­schen & kul­tu­rell-sozia­len Ver­wer­fun­gen zuneh­mend öffent­lich dis­ku­tiert. Aus­gangpunkt ist die soziale Rea­li­tät einer Nied­rig­wachs­tums­ge­sell­schaft, wie sie das länd­li­che und klein­städ­tisch geprägte Thü­rin­gen dar­stellt. Uns inter­es­sie­ren die Erfah­run­gen der Men­schen, die in der Peri­phe­rie der wirt­schaft­li­chen Zen­tren leben. Wel­che Vor­stel­lun­gen von Zukunft haben sie für sich, ihr Umfeld, aber auch für die Gesell­schaft als Gan­zes? Die Ver­an­stal­tung nutzt das inno­va­tive For­mat des Erzähl­sa­lons, wel­ches von Rohn­stock Bio­gra­fien ent­wi­ckelt wurde. Es knüpft an der alten jüdi­schen Tra­di­tion des kol­lek­ti­ven Erzäh­lens beim Sab­bat an und weist Ähn­lich­kei­ten mit dem nar­ra­ti­ven Inter­view und der Grup­pen­dis­kus­sion auf. Die Ver­an­stal­te­rin­nen stel­len das Kon­zept vor und füh­ren exem­pla­risch einen Erzähl­sa­lon durch. Über ihre Erfah­run­gen und Zukunfts­vi­sio­nen erzäh­len Men­schen aus unter­schied­li­chen Pro­jek­ten. Es geht um die Ener­gie­wirt­schaft einer Agrar­ge­nos­sen­schaft, die Wie­der­be­le­bung alter Hand­werks­tech­ni­ken, die Orga­ni­sa­tion des Dorf­la­dens und ‑lebens und gemein­schaft­li­che Lebens­for­men. Mit dabei sind: R. Bütow (Dorf­ver­ein Röt­tel­misch), H. Dün­kel (Bür­ger­ge­nos­sen­schaft Ball­städt) H. Her­cher (Agrar­ge­nos­sen­schaft Königs­see), U. Flur­schütz (Arbeit und Leben in Thü­rin­gen), T. Meier (Schloss Tonn­dorf) und J. Pis­a­rek (Cam­burg). Als Salon­niere mode­riert Kat­rin Rohn­stock.

Orga­ni­sa­tor: Sylka Scholz (Jena), Rohn­stock Bio­gra­fien (Ber­lin.

Führung durch die Jenaer Villa Rosenthal mit Dietmar Ebert
Sep 25 um 17:00

Clara und Edu­ard Rosen­thal im Span­nungs­feld von Wis­sen­schaft, Poli­tik und Kunst. Füh­rung mit Diet­mar Ebert

Clara und Edu­ard Rosen­thal gehör­ten im ers­ten Vier­tel des 20. Jahr­hun­derts zu den ton­ab­ge­ben­den Per­sön­lich­kei­ten in Jena. Sie führ­ten ein gast­freund­li­ches Haus, in dem sich Wis­sen­schaft­ler und Künst­ler tra­fen. Edu­ard Rosen­thal war seit 1896 Pro­fes­sor für Rechts­wis­sen­schaft, Staats-und Verwaltungs‑, Völ­ker­recht und Rechts­ge­schichte. Zwei­mal amtierte er als Pro­rek­tor der Jenaer Uni­ver­si­tät. Er war 25 Jahre Vor­sit­zen­der des Lese­hal­len­ver­eins, war von 1903 bis 1908 ers­ter Vor­sit­zen­der des Jenaer Kunst­ver­eins und ver­fasste das Sta­tut für die Jenaer und Thü­rin­ger Volks­hoch­schule. Clara Rosen­thal war von 1903 bis 1908 Vor­stands­mit­glied im Vor­stand der Gesell­schaft der Kunst­freunde von Jena und Wei­mar. Edu­ard Rosen­thal gilt als „Vater der ers­ten demo­kra­ti­schen Ver­fas­sung in Thü­rin­gen“. Als Clara Rosen­thal 1941 von den Nazis aus ihrem Haus ver­trie­ben wer­den sollte, wählte sie den Frei­tod.

 

Orga­ni­sa­tor: Lese-Zei­chen e.V., DFG-Kol­leg­for­scher_in­nen­gruppe „Post­wachs­tums­ge­sell­schaf­ten«, Jen­a­Kul­tur, mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Thü­rin­ger Staats­kanz­lei

Literaturland Thüringen unterwegs … in Brüssel
Sep 25 um 18:00

Doppellesung mit Melanie Raabe und Andreas Pflüger

 

Begrüßung:

  • Dr. Babette Win­ter / Chris­tine Hole­schovsky

Einführung:

  • Chris­toph Schmitz-Schole­mann

 

»Der Schatten« – Lesung mit Melanie Raabe

Erst vor kur­zem ist die Jour­na­lis­tin Norah Rich­ter von Ber­lin nach Wien gezo­gen, um dort beruf­lich und auch pri­vat neu anzu­fan­gen. Auf dem Weg zur Arbeit pro­phe­zeit ihr eine Bett­le­rin, dass sie am 11. Februar auf dem Pra­ter einen Mann namens Arthur Grimm töten wird. Norah kennt die­sen Mann nicht, ver­bin­det aber mit die­sem Datum ein schreck­li­ches Ereig­nis. Als die­ser Arthur Grimm dann tat­säch­lich auf­taucht und wei­tere merk­wür­dige Dinge pas­sie­ren, gerät ihre Welt kom­plett aus den Fugen.

 

»Geblendet« – Lesung mit Andreas Pflüger

Die blinde Eli­te­po­li­zis­tin Jenny Aaron setzt alle Hoff­nun­gen in eine The­ra­pie, die ihr das Augen­licht zurück­ge­ben soll. Doch die Män­ner, die im letz­ten Win­ter für sie star­ben, las­sen sie nicht los. Aaron weiß, was sie ihnen schul­det, und muss sich die Frage stel­len, was schwe­rer wiegt: ihr See­len­heil oder Gerech­tig­keit für die Toten. Andreas Pflü­gers neuer Thril­ler um die blinde Hel­din Jenny Aaron ist eine adre­na­linge­la­dene Ach­ter­bahn­fahrt durch die Fins­ter­nis und die gna­den­lose Bilanz eines Lebens, das womög­lich auf einer Lüge auf­ge­baut ist.

 

Die Autoren

Mela­nie Raabe wurde 1981 in Jena gebo­ren. Nach dem Stu­dium arbei­tete sie tags­über als Jour­na­lis­tin – und schrieb nachts heim­lich Bücher. 2015 erschien DIE FALLE, 2016 folgte DIE WAHRHEIT. Mela­nie Raa­bes Romane wer­den in über 20 Län­dern ver­öf­fent­licht. Die FALLE war inter­na­tio­nal eines der heiß­um­kämpf­tes­ten Bücher der letz­ten Jahre, TriStar Pic­tures sicherte sich die Film­rechte. Mela­nie Raabe lebt und schreibt in Köln.

Andreas Pflü­ger wurde 1957 in Thü­rin­gen gebo­ren. Er wuchs im Saar­land auf und lebt seit vie­len Jah­ren in Ber­lin. Zu sei­nen Wer­ken gehö­ren Thea­ter­stü­cke, Dreh­bü­cher für Kino- und Fern­seh­filme, Hör­spiele und Romane. Geblen­det ist der dritte Band sei­ner Tri­lo­gie um die blinde Poli­zis­tin Jenny Aaron.

Eine Ver­an­stal­tung des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes e.V. in Zusam­men­ar­beit mit der Ver­tre­tung des Frei­staats Thü­rin­gen bei der EU in Brüs­sel. Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thü­rin­gen und der Thü­rin­ger Staats­kanz­lei.

Podiumsgespräch über Gegenwartsdichtung mit Ali Abdollahi und Heinrich Detering in Weimar
Sep 25 um 18:00

»Dichten ist ein Übermut«


Ein Gespräch über Gegen­warts­dich­tung in Ost und West (Iran und Deutsch­land) und die Bezie­hun­gen der Dich­tung zu Reli­gion, Poli­tik und Gesell­schaft heute

 

Mit­wir­kende:

  • Ali Abdol­lahi (Tehe­ran), Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler, Lyri­ker, Über­set­zer
  • Prof. Dr. Hein­rich Dete­ring (Göt­tin­gen), Pro­fes­sor für Neuere deut­sche Lite­ra­tur und Ver­glei­chende Lite­ra­tur­wis­sen­schaft, Lyri­ker
  • Mode­ra­tion: Dr. Annette See­mann (Wei­mar), Schrift­stel­le­rin, Über­set­ze­rin, Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­le­rin

 

»Gehört der Islam zu Deutsch­land?« Diese Frage, so pla­ka­tiv sie in ihrer Ver­kür­zung klin­gen mag, bewegt seit Jah­ren die Gemü­ter in unse­rer Gesell­schaft. Vor 200 Jah­ren schrieb Johann Wolf­gang Goe­the im »West-öst­li­chen Divan« die Verse »Ori­ent und Okzi­dent sind nicht mehr zu tren­nen« und nahm damit einen gesell­schaft­li­chen Dis­kurs vor­weg, der heute alle euro­päi­schen Gesell­schaf­ten und die Gesell­schaf­ten des Nahen Ostens beschäf­tigt. Der Thü­rin­ger Lite­ra­tur­rat, zu des­sen Mit­glie­dern nicht nur Ver­eine, die sich der För­de­rung der zeit­ge­nös­si­schen Lite­ra­tur Thü­rin­gens wid­men, son­dern auch die Klas­sik Stif­tung Wei­mar und die Freun­des­ge­sell­schaft des Goe­the- und Schil­ler­ar­chivs gehö­ren, möchte mit sei­nem Vor­ha­ben »Ori­ent und Okzi­dent sind nicht mehr zu tren­nen – 200 Jahre West-öst­li­cher Divan« diese aktu­el­len gesell­schaft­li­chen Dis­kurse vor dem Hin­ter­grund von Goe­thes »West-öst­li­chem Divan« beleuch­ten.

Dabei kann und soll es jedoch nicht nur um ein­sei­tige Betrach­tun­gen von z.B. einem Roman, einem Gedicht gehen, die in der Gegen­wart ent­stan­den sind, son­dern um die Betrach­tung des gesam­ten Kon­tex­tes. Wir wol­len auch die geis­tes­ge­schicht­li­chen Tie­fen­di­men­sio­nen auf­de­cken, ohne deren Beach­tung die gegen­wär­tige Debatte weder rich­tig zu ver­ste­hen noch ver­ant­wor­tungs­voll zu füh­ren ist. Dabei hilft uns der Blick auf Thü­rin­gen: Denn hier, in Wei­mar, voll­endete Goe­the 1819 sein epo­cha­les Werk, den »West-öst­li­chen Divan«, in dem er sich so inten­siv wie nie­mand zuvor mit  dem Islam und der per­si­schen Kul­tur aus­ein­an­der­setzte und zu heute wie­der brand­ak­tu­el­len Ein­sich­ten kam. Die­ses Span­nungs­feld zwi­schen Goe­thes Werk und dem aktu­el­len künst­le­ri­schen Schaf­fen in der per­si­schen Kul­tur soll das Pro­jekt aus­lo­ten. Am Bei­spiel der per­si­schen Kul­tur geht das Pro­jekt poli­ti­schen Ver­wer­fun­gen des Nahen Ostens ebenso nach wie heu­ti­gen lite­ra­ri­schen Dis­kur­sen zwi­schen per­si­scher und deut­scher Kul­tur.

 

Zu den Autoren:

Ali Abdol­lahi ist ein ira­ni­scher Lyri­ker und lite­ra­ri­scher Über­set­zer. Gebo­ren wurde er am 30. März 1968 in Bir­jand (Süd-Kho­ra­san), Iran. Ali Abdol­lahi ist Dich­ter, Lite­ra­tur­kri­ti­ker und Über­set­zer. Er stu­dierte von 1986 bis 1991 Deut­sche Spra­che und Lite­ra­tur an der Beheschti-Uni­ver­si­tät in Tehe­ran. Von 1992–1996 stu­dierte er „Deut­sche Spra­che und Didak­tik“ an der Tar­biat Mod­da­res Uni­ver­si­tät in Tehe­ran. Die­ses Stu­dium schloss er mit einer Diplom­ar­beit über „Kon­krete Poe­sie im Deutsch­un­ter­richt“ ab. Seit 1992 ist er als frei­be­ruf­li­cher Jour­na­list tätig und seit 1994 Mit­ar­bei­ter des Über­set­zungs­bü­ros „Abiz“ in Tehe­ran. Seine Gedichte gehö­ren zu den bedeu­tends­ten der moder­ner ira­ni­scher Lyrik. Seine Spra­che zeugt von einer ein­zig­ar­ti­gen Ver­flech­tung von Geho­ben­heit und Ver­ständ­lich­keit. Er greift tief­sin­nige phi­lo­so­phi­sche, geschicht­li­che, gesell­schaft­li­che The­men auf und bear­bei­tet sie in sei­ner Lyrik mit einer indi­vi­du­el­len ori­gi­nel­len Prä­zi­sion. Neben sei­ner Arbeit als Lyri­ker über­setzt er seit meh­re­ren Jah­ren aus dem Deut­schen ins Per­si­sche. Seine Antho­lo­gien moder­ner deutsch­spra­chi­ger Prosa und Lyrik haben bereits meh­rere Auf­la­gen im Iran erreicht. Ali Abdol­lahi hat außer zahl­rei­chen Lesun­gen im Iran mehr­mals außer­halb des Lan­des unter ande­rem in Neu-Delhi, Wien, Ber­lin, Frank­furt aus sei­nen Wer­ken gele­sen. Er lebte bis vor sei­ner Über­sied­lung nach Ber­lin im Herbst 2019 als freier Schrift­stel­ler in Karaj im Iran.

Prof. Dr. Dr. h. c. Hein­rich Dete­ring lehrt Neuere deut­sche Lite­ra­tur und Ver­glei­chende Lite­ra­tur­wis­sen­schaft an der Uni­ver­si­tät Göt­tin­gen. Er wurde 1959 in Neu­müns­ter gebo­ren; stu­dierte Deut­sche Phi­lo­lo­gie, Theo­lo­gie, Skan­di­na­vis­tik und Phi­lo­so­phie in Göt­tin­gen, Hei­del­berg und Odense. Von 1988 bis 1994 war er Hoch­schul­as­sis­tent am Lehr­stuhl von Albrecht Schöne, Nach sei­ner Pro­mo­tion 1988 folgte 1993 die Habi­li­ta­tion. Von 1994 bis 1995 ver­trat der eine Pro­fes­sur für Kom­pa­ra­tis­tik an der Lud­wig-Maxi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät Mün­chen. Von 1995 bis 2005 hatte er den Lehr­stuhl für Neuere Deut­sche Lite­ra­tur und Neuere Nor­di­sche Lite­ra­tu­ren in Kiel. Seit 2005 hält er den Lehr­stuhl für Neuere deut­sche und Ver­glei­chende Lite­ra­tur­wis­sen­schaft an der Uni­ver­si­tät Göt­tin­gen. Im uni­ver­si­tä­ren Bereich erhielt Hein­rich Dete­ring zahl­rei­che Gast­do­zen­tu­ren und Gast­pro­fes­su­ren an euro­päi­schen und außer­eu­ro­päi­schen Uni­ver­si­tä­ten. Neben sei­ner wis­sen­schaft­li­chen Tätig­keit und zahl­rei­chen wis­sen­schaft­li­chen Publi­ka­tio­nen legte Hein­rich Dete­ring bis­lang zehn Gedicht­bände vor, des­sen neu­es­ter 2019 unter dem Titel „Unter­tau­chen“ im Göt­tin­ger Wall­stein Ver­lag erschien.

 

Eine Ver­an­stal­tung des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes e.V. in Zusam­men­ar­beit mit dem Schil­ler-Gar­ten­haus in Jena.

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thü­rin­gen und der Thü­rin­ger Staats­kanz­lei.

»Neue Göttinger Gruppe« zu Gast in Heiligenstadt
Sep 25 um 19:30

 

Scherz, Satire und schie­fere Bedeu­tung“ heißt es am Mitt­woch, den 25. Sep­tem­ber 2019, um 19:30 Uhr in Hei­li­gen­stadt! Scharfe Sati­ren, skur­rile Geschich­ten und kuriose Gedichte sind das Mar­ken­zei­chen der drei Göttinger Autoren Klaus Paw­low­ski, Rein­hard Umbach und Peter Köhler. Das Trio, das sich „Neue Göt­tin­ger Gruppe“ nennt, kommt auf Ein­la­dung des Lite­ra­tur­mu­se­ums „Theo­dor Storm“ in den Saal der evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­meinde. Die drei Reim­künst­ler und Wort­akro­ba­ten lesen eigene Texte und bie­ten ein Hör­ver­gnü­gen der beson­de­ren Art.

Wei­tere Infos zum Trio im Inter­net unter: www.neuegoettingergruppe.de

Sep
26
Do
Villa Rosenthal: Ort des Austauschs, der Entschleunigung und des Erzählens von Morgen
Sep 26 um 13:00

Jena erlebt im Herbst 2019 eine Kon­fe­renz der Super­la­tive: In der letz­ten Sep­tem­ber­wo­che wer­den über 1.000 Sozialwissenschaftler*innen nach Jena kom­men, um an der inter­na­tio­na­len Kon­fe­renz „Great Trans­for­ma­tion: Die Zukunft moder­ner Gesell­schaf­ten“ teil­zu­neh­men. Sie wird von der DFG-Kollegforscher*innengruppe „Post­wachs­tums­ge­sell­schaf­ten“ am Insti­tut für Sozio­lo­gie der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Jena und der Deut­schen Gesell­schaft für Sozio­lo­gie ver­an­stal­tet.

Bei sol­cher wis­sen­schaft­li­chen Exzel­lenz in Fra­gen der gegen­wär­ti­gen und zukünf­ti­gen Gesell­schaft suchen wir den Aus­tausch. Alle sol­len sich an der Dis­kus­sion um gesell­schaft­li­che Ent­wick­lun­gen und mög­li­che Zukünfte betei­li­gen kön­nen. Um die­sen Aus­tausch zwi­schen Bürger*innen und Sozialwissenschaftler*innen mög­lichst anre­gend umzu­set­zen, fin­det ein Fes­ti­val zeit­gleich zur Kon­fe­renz statt unter dem Titel „GREAT TRANSFORMATION. Von Spu­ren und Träu­men einer bes­se­ren Welt.“ Es wird gemein­sam mit Jen­a­Kul­tur und vie­len wei­te­ren Initia­ti­ven und Ver­ei­nen orga­ni­siert.

Das Fes­ti­val­zen­trum bil­det die Villa Rosen­thal. Sie wird in einen Ort des Aus­tauschs, der Ent­schleu­ni­gung und des Erzäh­lens von Mor­gen ver­wan­delt. Vom 24.–27.09.2019 steht sie für die Stadt­ge­sell­schaft und die Konferenzteilnehmer*innen offen. Bei Kaf­fee, Tee und Gebäck kommt man im wun­der­schö­nen Gar­ten oder in der präch­ti­gen Villa unge­zwun­gen ins Gespräch. Ab 13 Uhr emp­fängt Sie die Erzäh­le­rin Antje Horn und der Musi­ker und Klang­künst­ler Tim Hel­big. Der freie Aus­tausch kann begin­nen.

Liegestuhl – Lauschen in der Jenaer Villa Rosenthal
Sep 26 um 13:30

In der zwei­ten Etage der Villa Rosen­thal kön­nen Sie in ent­spann­ter Atmo­sphäre in einem Lie­ge­stuhl lie­gend den Geschich­ten und der Musik von Antje Horn und Tim Hel­big mit geschlos­se­nen Augen fol­gen.

Antje Horn ist Erzäh­le­rin. Sie liest nicht vor, sie erzählt frei in der jahr­tau­sen­de­al­ten Tra­di­tion der Geschich­ten­er­zäh­ler, ein heute sel­te­nes und über­ra­schen­des Erleb­nis. In ihren Geschich­ten, oft sind es Mär­chen, wird Gewohn­tes auf den Kopf gestellt, besiegt das Sanfte das Harte, wird Unmög­li­ches Wirk­lich­keit. Wäh­rend des Erzäh­lens ver­bin­det sich Uraltes und gerade Ent­ste­hen­des zu einer immer neuen Geschichte, die mit den kon­ge­nia­len und abwechs­lungs­rei­chen Sounds von Tim Hel­big in ein Zwie­ge­spräch tritt.
Tim Hel­big kon­zi­piert und rea­li­siert viel­schich­tige Klang­in­stal­la­tio­nen. Er kom­po­niert akus­ma­ti­sche Musik, sowohl für expe­ri­men­telle, als auch tra­di­tio­nelle Instru­mente.

Workshop mit Torsten Schäfer in Jena
Sep 26 um 15:00

Noi Tam Rof Snart / Work­shop mit Tors­ten Schä­fer

Den Wan­del neu erzäh­len, die Worte anders den­ken: Sti­lis­ti­sche Streckün­gen für eine Poe­tik der Trans­for­ma­tion. Denn erst wenn eine Zuvie­li­sa­tion mit ihrem Erreich­tum zufrie­den ist, kann Nach­hall­tig­keit ent­ste­hen.

Tors­ten Schä­fer ist Jour­na­list, Autor und Pro­fes­sor für Online­jour­na­lis­mus/-kom­mu­ni­ka­tion, Medi­en­ent­wick­lung an der Hoch­schule Darm­stadt. Er lei­tet das Web­por­tal Grü­ner Jour­na­lis­mus https://gruener-journalismus.de

 

Orga­ni­sa­tor: DFG-Kol­leg­for­scher_in­nen­gruppe „Postwachstumsgesellschaften“in Ver­bin­dung mit Jen­a­Kul­tur

Ein Abend mit Anne Kies, Steffen Mensching und dem iranischen Schriftsteller Ali Abdollahi im Schillerhaus Rudolstadt
Sep 26 um 19:30

Dich­ten ist ein Über­mut“ – 200 Jahre „West-öst­li­cher Divan“ zwi­schen Klas­sik und Gegen­wart

Ein Abend mit Anne Kies, Stef­fen Men­sching und dem ira­ni­schen Schrift­stel­ler Ali Abdol­lahi

 

Vor 200 Jah­ren erschien Johann Wolf­gang von Goe­thes Gedicht­samm­lung „West-öst­li­cher Divan“ als Ergeb­nis sei­ner Beschäf­ti­gung mit den Gedich­ten des per­si­schen Dich­ters Hafis. Ein hoher Anteil der Gedichte geht auf Goe­thes Brief­wech­sel mit Mari­anne von Wil­lemer zurück, von der auch einige Gedichte des Divan stam­men. Anne Kies und Stef­fen Men­sching ver­lei­hen in ihrer Lesung den Gedich­ten Prä­senz, und der in Iran lebende Dich­ter, Über­set­zer und Kul­tur­ver­mitt­ler Ali Abdol­lahi zeigt mit sei­ner eige­nen Dich­tung und im Gespräch, wie leben­dig und span­nend die aktu­elle ira­ni­sche Lite­ra­tur­szene ist.

 

Eine Ver­an­stal­tung des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes e.V. in Zusam­men­ar­beit mit dem Schil­ler­haus Rudol­stadt. Die Ver­an­stal­tung fin­det im Rah­men der Reihe »Ori­ent und Okzi­dent sind nicht mehr zu tren­nen – 200 Jahre West-öst­li­cher Divan« statt. Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung durch die Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thü­rin­gen und der Thü­rin­ger Staats­kanz­lei.

Musikalischer Erzählabend mit Antje Horn, Kristin Wardetzky und Tim Helbig in Jena
Sep 26 um 20:00

Es war ein­mal und es wird einst sein … Musi­ka­li­scher Erzähl­abend mit Antje Horn, Kris­tin War­detzky und Tim Hel­big

 

Men­schen kau­fen Sterne,
Bäume kön­nen spre­chen,
Hir­sche jagen Jäger,
Tote keh­ren zurück.

Antje Horn und Kris­tin War­detzky erzäh­len Geschich­ten von Ver­wand­lung und Ver­än­de­rung. Musi­ka­lisch beglei­tet wird der Abend von Tim Hel­big.

 

 

Orga­ni­sa­tor: Lese-Zei­chen e.V., DFG-Kol­leg­for­scher_in­nen­gruppe „Post­wachs­tums­ge­sell­schaf­ten«, Jen­a­Kul­tur, mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Thü­rin­ger Staats­kanz­lei

Sep
27
Fr
Villa Rosenthal: Ort des Austauschs, der Entschleunigung und des Erzählens von Morgen
Sep 27 um 13:00

Jena erlebt im Herbst 2019 eine Kon­fe­renz der Super­la­tive: In der letz­ten Sep­tem­ber­wo­che wer­den über 1.000 Sozialwissenschaftler*innen nach Jena kom­men, um an der inter­na­tio­na­len Kon­fe­renz „Great Trans­for­ma­tion: Die Zukunft moder­ner Gesell­schaf­ten“ teil­zu­neh­men. Sie wird von der DFG-Kollegforscher*innengruppe „Post­wachs­tums­ge­sell­schaf­ten“ am Insti­tut für Sozio­lo­gie der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Jena und der Deut­schen Gesell­schaft für Sozio­lo­gie ver­an­stal­tet.

Bei sol­cher wis­sen­schaft­li­chen Exzel­lenz in Fra­gen der gegen­wär­ti­gen und zukünf­ti­gen Gesell­schaft suchen wir den Aus­tausch. Alle sol­len sich an der Dis­kus­sion um gesell­schaft­li­che Ent­wick­lun­gen und mög­li­che Zukünfte betei­li­gen kön­nen. Um die­sen Aus­tausch zwi­schen Bürger*innen und Sozialwissenschaftler*innen mög­lichst anre­gend umzu­set­zen, fin­det ein Fes­ti­val zeit­gleich zur Kon­fe­renz statt unter dem Titel „GREAT TRANSFORMATION. Von Spu­ren und Träu­men einer bes­se­ren Welt.“ Es wird gemein­sam mit Jen­a­Kul­tur und vie­len wei­te­ren Initia­ti­ven und Ver­ei­nen orga­ni­siert.

Das Fes­ti­val­zen­trum bil­det die Villa Rosen­thal. Sie wird in einen Ort des Aus­tauschs, der Ent­schleu­ni­gung und des Erzäh­lens von Mor­gen ver­wan­delt. Vom 24.–27.09.2019 steht sie für die Stadt­ge­sell­schaft und die Konferenzteilnehmer*innen offen. Bei Kaf­fee, Tee und Gebäck kommt man im wun­der­schö­nen Gar­ten oder in der präch­ti­gen Villa unge­zwun­gen ins Gespräch. Ab 13 Uhr emp­fängt Sie die Erzäh­le­rin Antje Horn und der Musi­ker und Klang­künst­ler Tim Hel­big. Der freie Aus­tausch kann begin­nen.

Liegestuhl – Lauschen in der Jenaer Villa Rosenthal
Sep 27 um 13:30

In der zwei­ten Etage der Villa Rosen­thal kön­nen Sie in ent­spann­ter Atmo­sphäre in einem Lie­ge­stuhl lie­gend den Geschich­ten und der Musik von Antje Horn und Tim Hel­big mit geschlos­se­nen Augen fol­gen.

Antje Horn ist Erzäh­le­rin. Sie liest nicht vor, sie erzählt frei in der jahr­tau­sen­de­al­ten Tra­di­tion der Geschich­ten­er­zäh­ler, ein heute sel­te­nes und über­ra­schen­des Erleb­nis. In ihren Geschich­ten, oft sind es Mär­chen, wird Gewohn­tes auf den Kopf gestellt, besiegt das Sanfte das Harte, wird Unmög­li­ches Wirk­lich­keit. Wäh­rend des Erzäh­lens ver­bin­det sich Uraltes und gerade Ent­ste­hen­des zu einer immer neuen Geschichte, die mit den kon­ge­nia­len und abwechs­lungs­rei­chen Sounds von Tim Hel­big in ein Zwie­ge­spräch tritt.
Tim Hel­big kon­zi­piert und rea­li­siert viel­schich­tige Klang­in­stal­la­tio­nen. Er kom­po­niert akus­ma­ti­sche Musik, sowohl für expe­ri­men­telle, als auch tra­di­tio­nelle Instru­mente.

Vortrag, Videoeinspielung, Gespräch zum Thema: »Jugend auf den Barrikaden – Vom Wunsch, Zukunft mitzugestalten« in Suhl
Sep 27 um 19:30

Vor­trag, Video­ein­spie­lung, Gespräch zum Thema: »Jugend auf den Bar­ri­ka­den – Vom Wunsch, Zukunft mit­zu­ge­stal­ten« / anschlie­ßend Podi­ums­dis­kus­sion

 

Mit Simon Marian Hoff­mann und Tracy Osei-Tutu kom­men zwei pro­mi­nente Prot­ago­nis­ten der ein­fluss­rei­chen Bewe­gung „Demo­kra­ti­sche Stimme der Jugend“ nach Suhl, um über die Ziele ihrer Bewe­gung, über die Wün­sche und die For­de­run­gen der Jugend zu spre­chen.

Warum wer­den unsere Wün­sche nicht wahr­ge­nom­men, warum wer­den sie nicht beach­tet, wenn wir doch die Genera­tion sind, die noch am längs­ten auf die­ser Erde leben wird?

Warum bestim­men Men­schen, die viel älter sind als wir, über unsere Zukunft? Wis­sen die denn wirk­lich, wie wir leben wol­len?

Warum wer­den unsere Ideen nicht umge­setzt, obwohl klar ist, dass die Stra­te­gien der „alten“ Poli­ti­ker ja erst zu den heu­ti­gen Pro­ble­men (Kli­ma­wan­del, soziale Unge­rech­tig­keit…) geführt haben.

Warum wird es uns so schwer­ge­macht, unsere Kraft und unsere unver­brauchte Ener­gie zur Umset­zung unse­rer Ideen ein­zu­set­zen?

Auf was berei­tet eigent­lich das heu­tige Abitur vor, wenn die glei­chen Fra­gen gestellt wer­den, die schon vor 20 Jah­ren gestellt wur­den, obwohl sich die Welt grund­le­gend geän­dert hat?

Wenn wir alle das Glei­che ler­nen, wie die Jugend vor 20 Jah­ren – wie wol­len wir dann etwas ver­än­dern?

Wovor habt ihr eigent­lich Angst?

Diese und ähn­li­che Fra­gen stel­len sich junge Men­schen ver­mehrt und arti­ku­lie­ren ihre For­de­run­gen mitt­ler­weile auch vehe­ment öffent­lich. Bewe­gun­gen wie Fri­days For Future, Extinc­tion Rebel­lion, YOU MOVE oder Ende Gelände und nicht zuletzt natür­lich auch das welt­weit beach­tete Ein­zel­enga­ge­ment von Greta Thun­berg bewe­gen Mil­lio­nen Men­schen. Ein Teil der inter­es­sier­ten und auf­ge­schlos­se­nen Jugend ist zwei­fels­ohne poli­ti­scher gewor­den, orga­ni­siert sich – anders als in frü­he­ren Genera­tio­nen – gewalt­frei. In der kom­men­den Quer­den­ken-Ver­an­stal­tung äußern sich zwei pro­mi­nente Mit­strei­ter der neuen deut­schen Jugend­be­we­gung – Simon Marian Hoff­mann und Tracy Osei-Tutu vom Ver­ein Demo­kra­ti­sche Stimme der Jugend e.V. In ihrem Vor­trag, der durch die Ein­spie­lung von Video­se­quen­zen beglei­tet wird, beschäf­ti­gen sie sich unter ande­rem genau mit jenen oben gestell­ten Fra­gen, erzäh­len von ihrem Enga­ge­ment und von ihren Zie­len. Das Publi­kum, das zum Mit­dis­ku­tie­ren ein­ge­la­den ist, erwar­tet ein durch­aus unbe­que­mer Abend, der sicher­lich noch lange nach­hal­len wird.

  • Simon Marian Hoff­mann wurde 1996 in Fil­der­stadt gebo­ren. Sein größ­ter Traum war seit sei­ner Kind­heit Schau­spie­ler zu wer­den. Die­sem Ziel ging er einige Jahre mit der Teil­nahme an diver­sen Thea­ter­pro­jek­ten nach Zwi­schen­zeit­lich begann er seine eige­nen Kunst­ob­jekte zu kre­ieren. Bald ent­deckte er seine Liebe zum Schrei­ben von Kurz­ge­schich­ten bis zu Dreh­bü­chern. 2010 drehte er als Regis­seur und Haupt­dar­stel­ler sei­nen ers­ten Film, mit dem er einige Preise gewann. Kurz dar­auf grün­dete er seine eigene Film­pro­duk­ti­ons­firma „Kem­perly Film Pro­duk­tion“. Mitt­ler­weile hat er als Schau­spie­ler und Regis­seur an über 20 Fil­men mit­ge­wirkt, mehr als die Hälfte davon selbst umge­setzt und dut­zende Preise gewon­nen Der­zeit lebt er in Adel­berg bei Stutt­gart, wo er sei­nen diver­sen Pro­jek­ten nach­kommt und zur Schule geht. Er ist Voll­zeit-Frei­be­ruf­ler und Akti­vist. (http://www.simon-hoffmann.com)
  • Tracy Osei-Tutu ist 20 Jahre alt, lebt in Ber­lin und ist Poli­tik­stu­den­tin. Sie ist Spre­che­rin des Ver­eins Demo­kra­ti­sche Stimme der Jugend e.V. und for­dert u.a. ein Wahl­recht für Kin­der und einen Jugend­rat mit Veto­recht – zuletzt ket­tete sie sich dafür im Bun­des­tag an. Zudem ist sie Mit­glied in der Initia­tive Welt­vi­sion.

 

Wieczorek, Sauer, Wollny & ihre Zweiten Stimmen – Lesung und Konzert in Jena
Sep 27 um 20:00

Die Wis­sen­schaft vom Spa­zie­ren­ge­hen: Wie­czo­rek, Sauer, Wollny & ihre Zwei­ten Stim­men

Mit die­sem Kon­zert und die­ser Lesung fin­det das Fes­ti­val sei­nen Abschluss. Viele Wege wur­den in die­ser Woche beschrit­ten – und das nicht nur im über­tra­ge­nen Sinne. Die letzte Exkur­sion von Lars Pol­ten, dem Jenaer Spa­zier­gangs­wis­sen­schaft­ler, endet in der Villa Rosen­thal, die ihre Türen öff­net für ein regel­recht bezau­bern­des Trio. Der Darm­städ­ter Schrift­stel­ler Rai­ner Wie­czo­rek trifft auf zwei begna­dete Jazz­mu­si­ker, auf Heinz Sauer und Michael Wollny.
Rai­ner Wie­czo­rek liest aus sei­ner Künst­ler­no­velle „Zweite Stimme“, die vom Spa­zier­gangs­for­scher Richard Skala und sei­nem Archi­var han­delt. Die Musik setzt ein, wir las­sen uns ver­zau­bern von dem kon­ge­nia­len Duo, das an die­sem Abend auch noch lite­ra­risch zur Gel­tung kom­men wird.
Als „Gigant“ (FAZ) und „Alt­meis­ter des Saxo­phons“ (DIE ZEIT) gilt der 1932 gebo­rene Heinz Sauer. Der Tenor­sa­xo­pho­nist hat sich seine Krea­ti­vi­tät und sein vita­les, unbe­re­chen­ba­res Spiel bis heute bewahrt. Seit sei­nen Anfän­gen an der Seite von Albert Man­gels­dorff steht er im Zen­trum der euro­päi­schen Jazz­ge­schichte und gilt als fun­da­men­tale Größe des deut­schen Jazz. Als Mit­wir­ken­der im hr-Jazz­ensem­ble und seit 2003 im Duo mit Michael Wollny hat Heinz Sauer von jeher die größt­mög­li­che Aus­drucks­kraft auf sei­nem Instru­ment gesucht und in gegen­sei­ti­ger Inspi­ra­tion die Frei­heit des moder­nen Jazz zele­briert.
Pia­nist Michael Wollny gilt als einer der wich­tigs­ten euro­päi­schen Jazz­mu­si­ker sei­ner Genera­tion. Die Süd­deut­sche Zei­tung nennt ihn einen Musi­ker, der „aus jeder nur erdenk­li­chen Musik ein Erleb­nis machen kann, das einem den Atem nimmt“, für die FAZ ist er der „voll­kom­mene Kla­vier­meis­ter“. Und er ist alles andere als ein typi­scher Jazz­pia­nist. Seine Inspi­ra­tio­nen kom­men von Franz Schu­bert, Alban Berg oder Gus­tav Mah­ler, von Björk oder Kraft­werk, von japa­ni­schen Gangs­ter­fil­men oder Hor­rorsto­ries, sein Spiel ist so gren­zen­los, wie seine Suche nach dem bis­her Unge­hör­ten.
Rai­ner Wie­czo­rek gilt als Meis­ter der Künst­ler­no­velle. In die­sem etwas anti­quiert anmu­ten­den Genre hat er sich mit dem Thea­ter, den Spa­zier­gangs­wis­sen­schaf­ten, der Male­rei, der Lite­ra­tur beschäf­tigt. Er ist dem Span­nungs­ver­hält­nis zwi­schen Inti­mi­tät und Öffent­lich­keit nach­ge­gan­gen, in dem sich Künst­ler bewe­gen, auch den sozia­len Bedin­gun­gen, unter denen Kunst­werke ent­ste­hen. Der­zeit arbei­tet er an einem Werk über jene Musik, die ein­mal Jazz war – und beleuch­tet deren Ursprünge. Vor kur­zer Zeit erschien im Dittrich-Ver­lag eine Werk­aus­gabe.

 

Orga­ni­sa­tor: DFG-Kol­leg­for­scher_in­nen­gruppe „Post­wachs­tums­ge­sell­schaf­ten“ in Ver­bin­dung mit Jen­a­Kul­tur und Lese­zei­chen e.V.

Sep
28
Sa
Kreatives Schreiben mit Anke Engelmann im Kultur: Haus Dacheröden Erfurt
Sep 28 um 11:00 – 15:00

SCHREIB TECHNIK 
Krea­ti­ves Schrei­ben am 28. Sep­tem­ber 2019

Man kann sich ihr ver­wei­gern, doch ent­zie­hen kann man sich ihr nicht: Tech­nik ist all­ge­gen­wär­tig. Stock und Por­sche, Stein und Smart­phone kön­nen dem Leben die­nen und hel­fen, Kräfte und Res­sour­cen zu erschlie­ßen. Doch wer dient wem? Was kann Tech­nik bewir­ken, wenn wir erwach­sen und ver­ant­wor­tungs­voll mit ihr umge­hen? Und was pas­siert, wenn nicht?
Wer tech­ni­sche Geräte benutzt, braucht kul­tu­rel­les Wis­sen. Zum Staub­saugen, zum Auto­fah­ren, zum Whats-Appen muss man nicht klug oder krea­tiv sein. Doch wer Tech­ni­ken anwen­det, baut sich Wege, pro­biert und wählt aus meh­re­ren Stra­te­gien die beste aus, zum Bei­spiel, um gute Texte zu schrei­ben. Tech­nik und Tech­ni­ken: unser Thema im Sep­tem­ber. Ich freu mich drauf!

ACHTUNG, NICHT VERGESSEN: Wir begin­nen bereits um 10 Uhr!

Anmel­dung über: Kul­tur: Haus Dacheröden

Tele­fon 0361 644 123 75

Mail kontakt@herbstlese.de

Anke Engel­mann (Büro für ange­wandte Poe­sie).

Buchvorstellung mit Heidelore Kneffel in der Dichterstätte »Sarah Kirsch« in Limlingerode
Sep 28 um 14:30

Hei­de­lore Knef­fel stellt den neuen Band »Kalei­do­skop V« des För­der­ver­eins Dich­ter­stätte »Sarah Kirsch« vor.

Der Band ver­eint neue Doku­mente zur Sarah-Kirsch-For­schung. Im Mit­tel­punkt steht ein Repor­ta­ge­text von 1963, mit dem Titel »Schule der guten Laune« über die Ger­hart-Haupt­mann-Schule in Wer­ni­ge­rode, die wegen ihres gemisch­ten Cho­res Ruhm erlangte, vor  allem wegen des Musik­leh­rers und Chor­lei­ters Fried­rich Krell, der, hoch­be­tagt, in Wer­ni­ge­rode lebt.

Neben einem Rück­blick auf die Sarah-Kirsch-Tage Anfang Juni 1997 in Nord­hau­sen und Lim­lin­ge­rode wird Sarah Kirsch am Ort ihrer frü­hen Kind­heit als Dich­te­rin für Kin­der vor­ge­stellt. Er ent­hält zudem den Brief­wech­sel Sarah Kirschs mit Hei­de­lore Knef­fel, die die Dich­ter­stätte Sarah Kirsch begrün­dete und seit vie­len Jah­ren lei­tet.

Sarah Kirschs Erin­ne­run­gen an die Fami­lie A. berei­chern den Band ebenso wie eine Suche nach Spu­ren Sarah Kirschs in Halle an der Saale und eine Exkur­sion »Als das Dich­ten sei­nen Anfang nahm« sowie neue Erkennt­nisse über den Band »La Page­rie« der Dich­te­rin.

Lesung mit Andreas Lehmann und Nadja Klinger in Zella-Mehlis
Sep 28 um 19:30

Lesung mit Andreas Leh­mann und Nadja Klin­ger – »Hin­ter­her ist man immer schlauer! «

 

Andreas Leh­mann (MAGA­ZIN-Chef­re­dak­teur)  und Nadja Klin­ger (Redak­teu­rin) lesen große MAGA­ZIN-Geschich­ten, Klein­ge­druck­tes, Kon­takt­an­zei­gen und eigen­ar­tige Nach­rich­ten an die Redak­tion.

Sep
29
So
Gerhard-Altenbourg-Vortrag von Dr. Roland Jäger im Lindenau-Museum Altenburg
Sep 29 um 15:00

Ger­hard Alten­bourg im Gespräch

 

 

Dr. Roland Jäger stellt das Ton­do­ku­ment eines Inter­views vor, das er am 1. April 1989 mit dem Künst­ler führte.

 

Eine Ver­an­stal­tung des Lin­denau-Muse­ums in Zusam­men­ar­beit mit der Ger­hard Alten­bourg Gesell­schaft.

Sep
30
Mo
Buchpremiere mit Matthias Politycki und Andreas Urs Sommer in Weimar
Sep 30 um 18:00

Buch­pre­miere „Hal­tung fin­den. Wes­halb wir sie brau­chen und trotz­dem nie haben wer­den“ mit anschlie­ßen­dem Dis­kus­si­ons­abend

Mode­riert vom Lei­ter des Kol­legs, Hel­mut Heit.

Es debat­tie­ren die Autoren Mat­thias Poli­ty­cki und Andreas Urs Som­mer gemein­sam mit dem Publi­kum über die Not­wen­dig­keit, in den aktu­el­len poli­ti­schen, kul­tu­rel­len und sozia­len Tur­bu­len­zen eine eigene Hal­tung zu ent­wi­ckeln.

Ein Grü­ner der ers­ten Stunde, der den Lin­ken die Levi­ten liest, und ein iro­ni­scher Kon­ser­va­ti­ver, der dog­ma­ti­scher Erre­gung mit Gelas­sen­heit begeg­net – Poli­ty­cki und Som­mer dis­ku­tie­ren offen, zuwei­len auch pole­misch zuspit­zend, ihre Suche nach der rich­ti­gen Ein­stel­lung und den rich­ti­gen Reak­tio­nen im Umgang mit wirk­li­chen und gefühl­ten Pro­ble­men, mit Fil­ter­bla­sen und Echo­kam­mern, mit Poli­ti­cal Cor­rect­ness und anstän­di­ger Kom­mu­ni­ka­tion, mit Tages­schau, Europa und Frei­heit. Ihr Buch „Hal­tung fin­den. Wes­halb wir sie brau­chen und trotz­dem nie haben wer­den“ ist im J.B. Metz­ler Ver­lag erschie­nen.

Okt
1
Di
Vortrag über Adele Schopenhauer von Francesca Müller-Fabbri in Weimar
Okt 1 um 18:00

Vor­trag von Fran­ce­sca Mül­ler-Fab­bri über »Spu­ren der Fami­lie Scho­pen­hauer in der Her­zo­gin Anna Ama­lia Biblio­thek«

 

Anhand von Aus­leih­jour­na­len, Ölge­mäl­den, Büchern und Stamm­bü­chern aus dem heu­ti­gen Bestand der Her­zo­gin Anna Ama­lia Biblio­thek schil­dert Fran­ce­sca Mül­ler-Fab­bri die wech­sel­volle Geschichte der Fami­lie Scho­pen­hauer. Seit Ihrer Ankunft im Jahr 1806 trat die reso­lute Witwe Johanna Scho­pen­hauer als gefei­erte Salon­nière auf und begann ab 1810 auch eine Kar­riere als Schrift­stel­le­rin. Für den Sohn Arthur, der sich hier als Stu­dent und dann als fri­scher Bac­ca­lau­reus auf­hielt, war die Ilm-Stadt ein wich­ti­ger Ort der Begeg­nung; beson­ders prä­gend waren seine persön­lichen Gesprä­che mit Goe­the.

Die Toch­ter Adele war erst neun Jahre alt, als die Fami­lie in die Resi­denz­stadt zog. Obwohl einer glück­li­chen Kind­heit eine nicht ganz so glän­zende Jugend folgte, blieb Wei­mar ihr den­noch „lieb“ wegen ihrer Her­zens­freun­din Otti­lie von Pog­wisch und des „lie­ben Vaters“ Goe­the.

 

Fran­ce­sca Mül­ler-Fab­bri hat Roma­nis­tik und Kunst­ge­schichte in Genua und Mar­seille stu­diert. Geför­dert durch die Klas­sik Stif­tung erforschte sie die gra­fi­sche Schen­kung von Sibylle Mer­tens-Schaff­hau­sen sowie den Nach­lass von deren Freun­din Adele Scho­pen­hauer. Zuletzt erar­bei­tete sie zusam­men mit Clau­dia Häf­ner die Aus­stel­lung „‚Weil ich so indi­vi­du­ell bin.‘ Adele Scho­pen­hauer“ im Goe­the- und Schil­ler-Archiv (02.08.– 15.12.2019) sowie die aus­stel­lungs­be­glei­tende Publi­ka­tion. Es ist die erste Schau über­haupt, die sich allein mit Adele Scho­pen­hauer sowie ihrem künst­le­ri­schen und dich­te­ri­schen Werk aus­ein­an­der­setzt. Die Aus­stel­lung prä­sen­tiert Ade­les Tage­bü­cher, von ihr ver­fasste Gedichte und Mär­chen ebenso wie ihre berühm­ten Sche­ren­schnitte, visio­nä­ren Ara­bes­ken und phan­ta­sie­vol­len Aqua­relle. Im Ori­gi­nal gezeigte Briefe geben zudem Ein­blick in das Ver­hält­nis zu ihrem Bru­der Arthur, die enge Bezie­hung zum „Vater“ Goe­the oder auch die Freund­schaft zum Schrift­stel­ler Immer­mann.

Die Ver­an­stal­tung im Stu­di­en­zen­trum der Biblio­thek ist Teil des Rah­men­pro­gramms zur aktu­el­len Son­der­aus­stel­lung „‚Weil ich so indi­vi­du­ell bin.‘ Adele Scho­pen­hauer“ im Goe­the- und Schil­ler-Archiv.

»Thüringer Anthologie« – Eine poetische Reise mit Nancy Hünger und Aline Thielmann in der Stadt- und Kreisbibliothek ›Anna Seghers‹ Meiningen
Okt 1 um 19:00

Beglei­ten Sie uns mit der »Thü­rin­ger Antho­lo­gie« auf eine poe­ti­sche Reise durch Thü­rin­gen. Nancy Hün­ger und Aline Thiel­mann lesen die schöns­ten Gedichte eines Pro­gramms, das durch ganz Thü­rin­gen führt. Beglei­tet wer­den sie von Jens Kirs­ten und Chris­toph Schmitz-Scho­le­­mann, den Her­aus­ge­bern der »Thü­rin­ger Antho­lo­gie«, die mode­rie­rende Zwi­schen­texte lesen.

Von März 2014 bis März 2017 erschien in jeder Wochen­end­aus­gabe der »Thü­rin­ger All­ge­mei­nen« auf der Kul­tur­seite ein Gedicht mit einem kur­zen Kom­men­tar. Allein das dürfte in der Land­schaft der deut­schen Regio­nal­zei­tun­gen ein­zig­ar­tig sein. Hinzu kommt, dass alle Gedichte, sei es durch die Autoren, sei es durch das Thema, eine Ver­bin­dung zu Thü­rin­gen haben.

Wer weiß, dass Thü­rin­gen von Walt­her von der Vogel­weide über die Wei­ma­rer Klas­si­ker bis zu zeit­ge­nös­si­schen Lyri­kern wie Lutz Sei­ler ein poe­sie­gesät­tig­tes und welt­of­fe­nes Kul­tur­land ist, der ahnt auch, dass die regio­nale Ver­bin­dung nichts mit Eng­stir­nig­keit zu tun hat, son­dern im Gegen­teil Welt-Lite­ra­­tur im Goe­the­schen Sinne ein­schließt.

Ent­stan­den ist auf diese Weise eine lite­ra­ri­sche Topo­gra­phie, eine poe­ti­sche Lan­des­kunde, wie es sie in Deutsch­land kein zwei­tes Mal gibt: Denn, und das ist dem For­mat der auf ein brei­tes Publi­kum zie­len­den Zei­tungs­se­rie zu dan­ken, sowohl die Gedicht­aus­wahl als auch ganz beson­ders die Kom­men­tare tra­gen deut­lich nicht nur die Spu­ren der Orte, die als poe­ti­sche Bil­der erschei­nen, son­dern auch die Spu­ren der Jahre, in denen sie ent­stan­den. Das war auch aus­drück­lich beab­sich­tigt: Wir woll­ten, dass die Spra­che der Poe­sie mit der Welt, in die hin­ein sie gespro­chen wird, in einen Aus­tausch tritt.

Die Antho­lo­gie, die im Herbst 2018 in der Wei­ma­rer Ver­lags­ge­sell­schaft im Ver­lags­haus Römer­weg in Wies­ba­den als Buch erschie­nen ist, ver­sam­melt auf knapp 400 Sei­ten 158 Gedichte von Walt­her von der Vogel­weide bis in die unmit­tel­bare Gegen­wart. Dazu kom­men 158 Kom­men­tare von zeit­ge­nös­si­schen Künst­lern, Poli­ti­kern, Theo­lo­gen, Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­lern, Bür­ger­meis­tern, Thea­ter­in­ten­dan­ten. Unter ihnen Fried­rich Schor­lem­mer, der Bun­des­be­auf­tragte für die Stasi-Unter­la­­gen Roland Jahn, der Erfur­ter Bischof Ulrich Ney­meyr, der Gothaer Ober­bür­ger­meis­ter Knut Kreuch, die ehe­ma­lige Minis­ter­prä­si­den­tin Chris­tine Lie­ber­knecht, der Thü­rin­ger Kul­tus­mi­nis­ter Ben­­ja­­min-Imma­­nuel Hoff, die Chef­re­dak­teure der »Thü­rin­ger All­ge­mei­nen« Paul-Josef Raue und Johan­nes Maria Fischer, um nur einige derer zu nen­nen, die zum Gelin­gen der Antho­lo­gie bei­tru­gen.

Durch eine Reihe von Dich­tern und Rezen­sen­ten, die nicht in Thü­rin­gen leben, aber einen engen Bezug zur mit­tel­deut­schen Kul­tur­land­schaft haben, weist die Antho­lo­gie über die Gren­zen des Frei­staats hin­aus, wie die Gedichte von Arn­frid Astel, des korea­ni­schen Dich­ters KIM Kwang-Kyu, des israe­li­schen Dich­ters Tuvia Rüb­ner, von Jür­gen Becker, Gott­fried Benn, Vol­ker Braun, Hein­rich Dete­ring, Michael Krü­ger, Hans Leip, Horst Sam­son, Gun­tram Ves­per oder Jan Wag­ner zei­gen.

 

Die Mit­wir­ken­den des Abends:

Nancy Hün­ger, gebo­ren 1981 in Wei­mar, 2001–2007 Stu­dium der Freien Kunst an der Bau­­haus-Uni­­ver­­­si­­tät in Wei­mar; 2008 Her­­mann-Lenz-Sti­­pen­­dium; 2011 Clara und Edu­ard Rosen­thal Sti­pen­dium der Stadt Jena; Mit­ar­bei­te­rin des Schil­­ler-Gar­­ten­hau­­ses in Jena, lebt als freie Schrift­stel­le­rin in Erfurt.

Aline Thiel­mann, gebo­ren 1969 in Jena; sie stu­dierte Eng­lisch, Deutsch und Kunst in Leip­zig, war Deutsch­leh­re­rin in Dub­lin und New York; Spre­che­rin für die Blin­den­bü­che­rei in Leip­zig; seit 1998 mode­riert sie abwech­selnd mit Susann Rei­chen­bach und Stef­fen Quase­barth das »MDR Thü­rin­gen Jour­nal«

Chris­toph Schmitz-Scho­le­­mann, gebo­ren 1949 in Solin­­gen-Ohligs, stu­dierte Nie­der­län­disch, Phi­lo­so­phie und Rechts­wis­sen­schaf­ten, lebte bis 2001 Köln, seit­dem in Wei­mar; 2001 bis 2014 Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt in Erfurt; Mit­glied im P.E.N.-Zentrum Deutsch­land; seit 2012 Vor­sit­zen­der des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes e.V.

Jens Kirs­ten, gebo­ren 1967 in Wei­mar; Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler; Lehre als Möbel­pols­te­rer, Aus­bil­dung als Fremd­spra­chen­kor­re­spon­dent; Stu­dium der Latein­ame­ri­ka­nis­tik, Lin­gu­is­tik und Alt­ame­ri­ka­nis­tik am Latein­a­me­­rika-Insti­­tut der Freien Uni­ver­si­tät Ber­lin; 2004 Dr. phil.; seit 2006 Geschäfts­füh­rer des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes in Wei­mar.

Eine Ver­an­stal­tung des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes e.V. in Zusam­men­ar­beit mit der Stadt- und Kreis­bi­blio­thek ›Anna Seg­hers‹ Mei­nin­gen.

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung durch die Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thü­rin­gen und der Thü­rin­ger Staats­kanz­lei.

Lesung und Gespräch mit Michael von Hintzenstern und Jens-Fietje Dwars in Weimar
Okt 1 um 19:30

»Buch­künst­le­ri­sche Klein­ode« – »Edi­tion Orna­ment – Lite­ra­tur und Gra­fik«

 

Michael von Hint­zen­stern zele­briert Aus­schnitte aus Schwit­ters »Ur-Sonate« und Jens-Fietje Dwars, Her­aus­ge­ber und Gestal­ter der Reihe, liest aus wun­der­bar skur­ri­len Schwit­ters-Geschich­ten von Horst Hus­sel, des letz­ten Dada­is­ten und legen­dä­ren Buch­ge­stal­ters der DDR.

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Kul­tur­di­rek­tion Wei­mar.

Okt
2
Mi
»Poetry-Slam-Meisterschaften U20« in Erfurt
Okt 2 – Okt 5 ganztägig

Poe­try Slam – die deutsch­spra­chi­gen Meis­ter­schaf­ten U20 in Erfurt.

 

Vom 2. bis 5. Okto­ber 2019 schlägt das grüne Herz Deutsch­lands für die jun­gen Poet*innen der deutsch­spra­chi­gen Poe­try-Slam-Szene. Aus Öster­reich, Süd­ti­rol, der Schweiz und Deutsch­land strö­men die viel­ver­spre­chends­ten Talente nach Erfurt, um sich in 5 Vor­run­den, 2 Halb­fi­nals und schließ­lich im gro­ßen Finale mit­ein­an­der zu mes­sen – diese Wett­kämpfe der lite­ra­ri­schen Super­la­tive ver­tei­len sich über die ganze Stadt und die belieb­tes­ten loka­len Büh­nen. Als ful­mi­nan­ter Höhe­punkt war­tet der legen­däre Kai­ser­saal, in dem sich das Leben eines jun­gen Men­schen für immer ver­än­dern wird, wenn der Titel der U20-Meis­ter­schaft 2019 ver­ge­ben wird. Erst­ma­lig in Erfurt: Der U20-Team­wett­be­werb.
Es wird groß. Es wird his­to­risch. Seid dabei!

Hier ein Über­blick über alle Events und Run­den:
(**VVK noch nicht gestar­tet!**)

MITTWOCH, 2.10.19
Highslam­mer XVIII – Die große Eröff­nungs­gala im Kai­ser­saal Erfurt mit allen ehe­ma­li­gen U20-Champs. Ca. 500 Tickets, Ticket­ver­kauf über die Erfur­ter Herbst­lese (herbstlese.de oder Tou­rist-Infor­ma­tion)

DONNERSTAG, 3.10.19
Vor­runde 1 & Team-Vor­runde in der FRANZ MEHLHOSE. Ca. 100 Tickets. Ticket­ver­kauf über den Ticket­shop der Mehl­hose (im Café oder über https://franz-mehlhose.de/tickets)

Vor­runde 2 & 4 im Kalif Storch. Ca. 100 Tickets. Ticket­ver­kauf über highticket.de und die Tou­rist-Info.

Vor­runde 3 & 5 im Pre­di­ger­kel­ler Erfurt. Ca. 80 Tickets. Ticket­ver­kauf über highticket.de und die Tou­rist-Info.

FREITAG, 4.10.19
Halb­fi­nale 1 & 2 hier: Evan­ge­li­sches Rats­gym­na­sium Erfurt.
Keine Tickets im öffent­li­chen Vor­ver­kauf. Exklu­si­ves Ange­bot für Schul­klas­sen, Lehr­kräfte und Workshopteilnehmer*innen, schreibt uns bei Inter­esse! 🙂

SAMSTAG, 5.10.19
Das große Finale & Team­fi­nale im Kai­ser­saal Erfurt. Ca. 500 Tickets, Ticket­ver­kauf über die Erfur­ter Herbst­lese (herbstlese.de oder Tou­rist-Infor­ma­tion)

»Thüringen liest!« – Lesung mit Frank Quilitzsch in Triptis
Okt 2 um 19:00

»Noch mehr Dinge, die wir ver­mis­sen« – Lesung mit dem Schrift­stel­ler Frank Qui­litzsch

Vortrag von Harald Lesch in Weimar
Okt 2 um 19:00

Gast­vor­trag zur Aus­stel­lung Aben­teuer der Ver­nunft. Goe­the und die Natur­wis­sen­schaf­ten um 1800

 

Der Astro­phy­si­ker, Natur­phi­lo­soph und Wis­sen­schafts­jour­na­list Harald Lesch spricht über „Die Geschichte der Natur“. Der Vor­trag mit anschlie­ßen­der Fra­ge­runde ist Teil des Rah­men­pro­gramms zur aktu­el­len Son­der­aus­stel­lung „Aben­teuer der Ver­nunft. Goe­the und die Natur­wis­sen­schaf­ten um 1800“ im Schil­ler-Museum.

Bahn­bre­chende wis­sen­schaft­li­che Ent­de­ckun­gen in Astro­no­mie, Phy­sik, Geo­lo­gie und Bio­lo­gie mar­kie­ren um 1800 den Beginn einer epo­cha­len Ent­wick­lung in der empi­ri­schen Natur­for­schung. Zum ers­ten Mal wurde tief­ge­hend unter­sucht, wie sich natur­wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nisse und Gesetz­mä­ßig­kei­ten nicht nur auf unse­rer Erde son­dern auf alle Zei­ten und das gesamte Uni­ver­sum anwen­den las­sen. Seit­dem schreibt der Mensch an der Geschichte der Erde und des Lebens. In sei­nem Vor­trag wird Harald Lesch diese Geschichte epi­so­disch und gewohnt kurz­wei­lig erzäh­len.

Ein­tritts­kar­ten kön­nen an den Muse­ums­kas­sen der Klas­sik Stif­tung, am Kiosk vor dem Bau­haus-Museum und auf tickets.klassik-stiftung.de erwor­ben wer­den.

Lyrik & Musik mit Robert Sorg, Max Sessner, Oliver Jahn und Anoush Seferian in Jena
Okt 2 um 20:00

Max Sess­ner erzählt in sei­nem neuen Lyrik­band von unse­rer schreck­li­chen schö­nen Ver­gäng­lich­keit. Im zeit­lo­sen Raum sei­ner Gedichte leben Men­schen, Geis­ter und Hunde ein­träch­tig neben­ein­an­der. Das Glück ist scheu und hat einen auf­blit­zen­den Gold­zahn. Sess­ner zün­det die magi­schen Öfen der Wör­ter an. Von deren Wärme und rät­sel­haf­tem Knis­tern kommt man nie wie­der los.

Mini­ma­lis­tisch, beob­ach­tend, zei­chen­haft sind die Gedichte von Robert Sorg. Der Jenaer Dich­ter betrach­tet darin all­täg­li­chen Vor­gänge unter dem Licht des Künst­le­ri­schen und macht die Absur­di­tät unse­rer moder­nen Welt sicht­bar. Er ver­traut auf eine klar gehal­tene Spra­che, die nur sel­ten aus­bricht, sich nicht ver­schnör­kelt, allen­falls mäan­dert, wo es die sinn­li­che Anschau­ung ver­langt.

Dazu gibt es Musik von Oli­ver Jahn (Gitarre) und Anoush Sefe­rian (Vio­line).

Okt
6
So
Lesung aus Christa Wolfs Erzählung »Kassandra« im Lindenau-Museum Altenburg
Okt 6 um 15:00

Christa Wolf „Kas­san­dra“

Im Rah­men der Aus­stel­lung »Mit den Waf­fen einer Frau« liest Mecht­hild Scro­ba­nita die Erzäh­lung von 1983. Mecht­hild Scro­ba­nita ist Schau­spie­le­rin am Thea­ter Alten­burg Gera.

Okt
7
Mo
Lesung mit Christoph Hein in Breitungen
Okt 7 um 19:00

Chris­toph Hein gilt als einer der wich­tigs­ten Autoren der DDR und eine gewich­tige Stimme der Nach­wen­de­zeit. Als Dra­ma­ti­ker, Roman­cier und Chro­nist beschreibt er deutsch-deut­sche Geschichte. In Brei­tun­gen wird er aus sei­nem letz­ten Roman „Ver­wirr­nis“ lesen.

In sei­nem neuen Roman erzählt Chris­toph Hein bewe­gend von einer Liebe, die über Jahre hin­weg allen Wid­rig­kei­ten trotzt – und zeich­net zugleich ein leben­di­ges Pan­orama deut­schen Geis­tes­le­bens: Wolf­gang und Frie­de­ward wach­sen im katho­li­schen Eichsfeld der 1950er-Jahre auf. Sie sind jung, genie­ßen die Som­mer­fe­rien, fah­ren mit dem Fahr­rad die weite Stre­cke ans Meer, und reden stun­den­lang über Gott und die Welt. Sie sind glück­lich, wenn sie zusam­men sind, und das scheint ihnen alles zu sein, was sie brau­chen. Doch kei­ner darf wis­sen, dass sie mehr sind als beste Freunde. Käme ihre Bezie­hung ans Licht, könn­ten sie alles ver­lie­ren. Als sie zum Stu­dium nach Leip­zig gehen, fin­den sie dort eine Welt gefei­er­ter Intel­lek­tu­el­ler, alles flirrt gera­dezu vor leben­di­gem Geist. Und sie ler­nen Jac­que­line ken­nen, die ihnen gesteht, dass sie eine heim­li­che Bezie­hung zu einer Dozen­tin hat. Zu viert besu­chen sie die legen­dä­ren Vor­le­sun­gen im Hör­saal vier­zig, gehen ins Thea­ter, tau­chen gemein­sam ein ins geis­tige Leben der Stadt. Und da reift in den drei Freun­den der Plan: Wäre es nicht die per­fekte ›Tar­nung‹, wenn einer von ihnen Jac­que­line zum Schein hei­ra­ten würde?

Chris­toph Hein, gebo­ren 1944 in Heinzendorf/Schlesien, auf­ge­wach­sen in Düben/Sachsen, konnte als Pfar­rers­sohn in der DDR das Abitur nicht able­gen. Er besuchte des­halb – vor dem Mau­er­bau – ein Gym­na­sium in Ber­lin (West). Er arbei­tete dann in ver­schie­de­nen Beru­fen und stu­dierte. Hein hat zahl­rei­che Romane, Novel­len, Erzäh­lun­gen, Thea­ter­stü­cke und Essays ver­öf­fent­licht und ist mit renom­mier­ten Lite­ra­tur­prei­sen aus­ge­zeich­net wor­den.

Sebastian ist krank – Lesebühne in Jena
Okt 7 um 20:00

Jenas junge, beste und ein­zige monat­li­che Lese­bühne mit Linn Ditt­ner, Fried­rich Herr­mann, Steve Kußin und Flem­ming Witt.

Ein­mal im Monat sprin­gen die drei Stage-Autoren Fried­rich Herr­mann, Linn Ditt­ner, Flem­ming Witt  und Steve Kußin auf Jenas Büh­nen und begeis­tern mit Team­tex­ten, Slam Poe­try, Kurz­ge­schich­ten, Inter­views und Lite­ra­tur­ex­pe­ri­men­ten.

Die Lese­show wird ergänzt durch wech­selnde Gast­au­toren aus ganz Deutsch­land und den prä­le­gen­därs­ten Musizi aus Thü­rin­gen.

Okt
8
Di
Vortrag von Reinhard Hahn in Weimar
Okt 8 um 18:00

»Die mit­tel­al­ter­li­che Lite­ra­tur Thü­rin­gens« – Vor­trag von Rein­hard Hahn.

Altenburger Buchquartett
Okt 8 um 19:00

Zwei pas­sio­nierte Lese­rin­nen und ein pas­sio­nier­ter Leser aus dem Alten­bur­ger Land wol­len ihre Lei­den­schaft öffent­lich machen und gemein­sam über aktu­elle Neu­erschei­nun­gen und Klas­si­ker spre­chen, die sie beson­ders gefan­gen­ge­nom­men haben. Alle drei haben in ihrem eigent­li­chen Beruf nicht unmit­tel­bar etwas mit Lite­ra­tur- und Sach­bü­chern zu tun, begeis­terte Leser sind sie trotz­dem und noch lie­ber reden und strei­ten sie über ihre Lese­früchte. Es han­delt sich um Dr. Kris­tin Jahn, die Super­in­ten­den­tin im Kir­chen­kreis Alten­bur­ger Land, Bir­git Sei­ler, Lei­te­rin des Fach­diens­tes Natur- und Umwelt­schutz beim Land­rats­amt Alten­bur­ger Land und Dr. Roland Krischke, den Direk­tor des Lin­denau-Muse­ums Alten­burg. Das Quar­tett wird kom­plet­tiert von einem Unbe­kann­ten oder einer Unbe­kann­ten, des­sen oder deren Iden­ti­tät erst am Abend des Buch­quar­tetts gelüf­tet wird.

Im Mit­tel­punkt aber ste­hen die Bücher. Am 8. Okto­ber wer­den die fol­gen­den Titel bespro­chen: Theo­dor Fon­tane: Der Stech­lin (1897), Teré­zia Mora: Alle Tage (2004), Anselm Oelze: Wal­lace (2019) und Saša Sta­nišić: Her­kunft (2019). Alle Lite­ra­tur­freunde sind herz­lich ein­ge­la­den zum Zuhö­ren und Mit­dis­ku­tie­ren.

Das „Alten­bur­ger Buch­quar­tett“ wird in loser Folge durch das Alten­bur­ger Land zie­hen, um mög­lichst vie­len Men­schen das Lesen wie­der schmack­haft zu machen.

Die vor­ge­stell­ten Bücher

Theo­dor Fon­tane: Der Stech­lin
Teré­zia Mora: Alle Tage
Anselm Oelze: Wal­lace
Saša Sta­nišić: Her­kunft

Das Alten­bur­ger Buch­quar­tett 

Dr. Kris­tin Jahn, gebo­ren 1976, hat evan­ge­li­sche Theo­lo­gie und Ger­ma­nis­tik in Jena stu­diert. Sie war von 2007 an als Pfar­re­rin in der Evan­ge­li­schen Kir­che in Mit­tel­deutsch­land tätig. Nach Sta­tio­nen in Mei­nin­gen und Wit­ten­berg ist sie seit 2017 Super­in­ten­den­tin im Kir­chen­kreis Alten­bur­ger Land.

Bir­git Sei­ler, gebo­ren 1964, hat Agrar­wis­sen­schaf­ten und Bio­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Leip­zig sowie Ver­wal­tungs­recht an der Thü­rin­ger Ver­wal­tungs­hoch­schule in Gotha stu­diert. Von 2003 bis 2014 war sie Dozen­tin für Umwelt­recht an der Ost­thü­rin­ger Ver­wal­tungs­aka­de­mie. Seit 2014 ist sie Lei­te­rin des Fach­diens­tes Natur- und Umwelt­schutz beim Land­rats­amt Alten­bur­ger Land.

Dr. Roland Krischke, gebo­ren 1967, hat Roma­nis­tik, Sla­wis­tik, Phi­lo­so­phie und Ger­ma­nis­tik in Hei­del­berg, Müns­ter, Wien und Frank­furt am Main stu­diert. Nach Muse­um­s­tä­tig­kei­ten in Hei­del­berg, Mainz und Gotha ist er seit 2016 Direk­tor des Lin­denau-Muse­ums Alten­burg.

Zu jedem Alten­bur­ger Buch­quar­tett lädt das Leser­trio einen Unbe­kann­ten oder eine Unbe­kannte ein, der oder die eben­falls ein Buch vor­stel­len wird. Seine oder ihre Iden­ti­tät wird aber erst am Abend selbst gelüf­tet.

Vortrag von Gerhard Holzhey in der Weimarer Parkhöhle
Okt 8 um 19:00

Vor­trag im Rah­men der Aus­stel­lung „Aben­teuer der Ver­nunft“ –

Ger­hard Holz­hey spricht über Goe­thes Berg­rat J. C. W. Voigt und seine Samm­lun­gen von „Gebirgs­ar­ten“

 

Im Rah­men der Aus­stel­lung „Aben­teuer der Ver­nunft. Goe­the und die Natur­wis­sen­schaf­ten um 1800“ spricht Ger­hard Holz­hey über Goe­thes Berg­rat Johann Carl Wil­helm Voigt (1752–1821) und des­sen Samm­lun­gen von „Gebirgs­ar­ten“. Wäh­rend der Lauf­zeit der Aus­stel­lung „Aben­teuer der Ver­nunft“ im Schil­ler-Museum bie­tet die Klas­sik Stif­tung wegen des engen inhalt­li­chen Bezu­ges auch ein Kom­bi­ti­cket für das Schil­ler-Museum und die Park­höhle im Park an der Ilm an.

Der Name des Her­zog­lich Sach­sen-Wei­ma­ri­schen Berg­rats J. C. W. Voigt ist beson­ders mit dem Ver­such ver­knüpft, den Ilmen­auer Kup­fer­schie­fer­berg­bau unter Goe­thes Lei­tung ab 1784 wie­der­auf­zu­neh­men. Um die dort aber auch anderswo auf­tre­ten­den geo­lo­gi­sche Pro­bleme zu lösen, unter­nahm Voigt im her­zog­li­chen Auf­trag zahl­rei­che For­schungs­rei­sen. Die dar­aus gewon­ne­nen Erkennt­nisse bedeu­te­ten im aus­ge­hen­den 18. Jahr­hun­dert einen wesent­li­chen Wis­sens­zu­wachs für die Geo­wis­sen­schaf­ten. Dazu trug neben Voigts Rei­se­be­ob­ach­tun­gen auch das Sam­meln von Gesteins‑, und Mine­ral- bzw. Erz­pro­ben sowie Koh­le­pro­ben bei. Zusätz­lich zu sei­ner eige­nen umfang­rei­chen Samm­lung, die sich ab 1789 in sei­nem Wohn­ort Ilmenau befand, ent­stand dabei die betref­fende Samm­lungs­suite Goe­thes. Dar­über hin­aus war es ab etwa 1785 Voigts Absicht, kleine Kabi­nette von Gesteins­pro­ben („Gebirgs­ar­ten“) zum all­ge­mei­nen Erwerb sowie wei­tere regio­nal bezo­gene Samm­lun­gen zusam­men­zu­stel­len. Diese Samm­lun­gen fan­den gro­ßes Inter­esse weit über die Gren­zen Wei­mars hin­aus.

 

Ein­gang nahe Liszt-Haus und Mensa der Bau­haus-Uni­ver­si­tät.

Okt
10
Do
Lesung mit Antje Babendererde auf Burg Ranis
Okt 10 um 19:30

Wie willst du ent­schei­den, wer du bist, wenn du nicht weißt, wo du her­kommst?
Alles, was Jacob über sei­nen Vater weiß, hat ihm seine Mut­ter erzählt. Dass sie ihn sein Leben lang belo­gen hat, erfährt er aus­ge­rech­net von sei­nem Stief­va­ter, den er hasst.
Hals über Kopf, vol­ler Wut und Ent­täu­schung bricht Jacob in den Nor­den Kana­das auf, in die unend­li­che Wild­nis von Eis und Schnee. Dort will er sei­nen Vater fin­den und das Geheim­nis sei­ner Her­kunft lüf­ten. Als er von einem Bären schwer ver­letzt wird, ahnt Jacob noch nicht, dass er dort, in der eis­kal­ten Ein­sam­keit der wil­den, unge­zähm­ten Natur, Kimi, der Liebe sei­nes Lebens begeg­nen wird … Um die Geschichte sei­ner Her­kunft zu erfah­ren, muss Jacob viele Lek­tio­nen ler­nen, und am Ende wird das Leben für ihn und Kimi nicht mehr so sein, wie es war.
Bild­ge­wal­tig, fes­selnd und magisch – Sur­vi­val-Aben­teuer und epi­sche Lie­bes­ge­schichte glei­cher­ma­ßen: das neue Meis­ter­werk der preis­ge­krön­ten Autorin!

Lesung mit Ingeborg Gleichauf in Weimar
Okt 10 um 19:30

Sein wie keine andere: Simone de Beau­voir – Schrift­stel­le­rin und Phi­lo­so­phin

 

Autoren­le­sung mit Inge­borg Gleich­auf.

Okt
11
Fr
Lesung mit Richard Pietraß im Kloster Mildenfurth
Okt 11 um 19:00

Richard Pietraß liest aus dem Gedicht­band „Ame­ri­ka­ni­sche Gril­len“ und andere Gedichte

 

Zuletzt erschien sein Band »Ame­ri­ka­ni­sche Gril­len«. Zika­den, Enten und Stu­den­ten stu­diert der frisch­gebackene Gast­pro­fes­sor im Indian Sum­mer 2007 am ehr­wür­di­gen Back­stein-Col­lege von Meadville/Pennsylvania. Die Auf­gabe, sei­nen Schütz­lin­gen die Schön­heit deut­scher Dich­tung nahe­zu­brin­gen, ver­bin­det er mit Streif­zü­gen durch Penns Wald­land und Aus­flü­gen zu den Gro­ßen Seen bis an die Nia­ga­ra­fälle und die Absturz­stelle eines der 2001 ent­führ­ten Flug­zeuge. Die­ses Tage­buch eines neu­gie­ri­gen Dich­ters öff­net Fens­ter in die ame­ri­ka­ni­sche Pro­vinz und senkt Son­den in ihre ihm so nahe wie fremde Seele.

Lesung mit Wladimir Kaminer in Suhl
Okt 11 um 20:00

Wla­di­mir Kami­ner – »Die Kreuz­fah­rer«

 

Die ganze Welt scheint auf Rei­sen zu gehen, die meis­ten von uns bewe­gen sich jedoch in Grup­pen. Zur Zeit sind zwei große Grup­pen beson­ders hef­tig unter­wegs: die Flücht­linge und die Tou­ris­ten, frei­wil­lig und unfrei­wil­lig Rei­sende.

Die Gren­zen zwi­schen bei­den Grup­pen sind nicht ein­deu­tig mar­kiert: Die Flücht­linge aus zer­bomb­ten Städ­ten bevöl­kern deut­sche Sport­hal­len und Heime, Ame­ri­ka­ner, die von ihrer Prä­si­den­ten­wahl ver­stimmt sind, wol­len nach Europa aus­wan­dern, die Rus­sen haben letz­tes Jahr eine Rekord­zahl an Asyl­an­trä­gen in Ame­rika gestellt, bei den Deut­schen sind alle Kreuz­fahr­ten aus­ge­bucht.

Wla­di­mir Kami­ner geht auf die Reise mit: „Wie eine unent­schlos­sene Arche Noah schwebte unser Schiff atem­los durch die Nacht von einem Meer ins andere, alle hat­ten längst die Hoff­nung auf­ge­ge­ben, ein ver­nünf­ti­ges gott­ge­seg­ne­tes Land zu fin­den. Tags­über ging das Schiff vor Anker, doch die Kreuz­fah­rer hat­ten keine Lust aufs Fest­land. „Wir blei­ben lie­ber an der Bar, die soll unsere Insel der Glücks­see­li­gen wer­den“ sag­ten viele. Ist doch nichts dabei. Die ganze Welt besteht aus tau­send klei­nen Inseln, da sollte unsere Bar als eine zusätz­li­che Insel gar nicht auf­fal­len.“

Okt
12
Sa
Schiller-Programm in den Meininger Museen
Okt 12 um 19:00

Zu einem mehr­stün­di­gen Abend­pro­gramm rund um Fried­rich Schil­ler laden die Mei­nin­ger Museen in das Schloss Eli­sa­be­then­burg ein.

Schil­lers Locken“ heißt der Titel des dies­jäh­ri­gen Muse­ums­abends. Was hat es damit wohl auf sich? Ist die klas­si­sche Haar­tracht des Dich­ters gemeint? Oder will er vor sei­nem 260. Geburts­tag am 10. Novem­ber seine Gäste ins Mei­nin­ger Schloss locken? Viel­leicht, weil er sie nicht in sei­nem eins­ti­gen Bau­er­ba­cher Asyl emp­fan­gen kann? Weil sein dor­ti­ger Unter­schlupf gerade Bau­stelle und daher unzu­gäng­lich ist? Im Vor­aus sei so viel gesagt: Immer wie­der wird es um eine Drei­ecks­ge­schichte gehen: zwi­schen Bau­er­bach, Mei­nin­gen und Wei­mar, zwi­schen dem Dich­ter, sei­ner Schwes­ter und einem Schloss­bi­blio­the­kar. Auch ein Mei­nin­ger Her­zog spielt am Rande mit.

Das Pro­gramm beginnt mit einem Auf­tritt der Nach­wuchs­gruppe des Kin­der- und Jugend­thea­ters TOHUWABOHU Mei­nin­gen im Mar­mor­saal. Danach wird an glei­chem Ort Flo­rian Beck, wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter des Thea­ter­mu­se­ums „Zau­ber­welt der Kulisse“ über Schil­lers  Bau­er­ba­cher Lek­türe und deren Fol­gen für die deut­sche Bühne spre­chen. Zeit­gleich laden Dr. Bet­tina Wer­che von der Klas­sik Stif­tung Wei­mar und Dr. Andreas Sei­fert, Lei­ter des Lite­ra­tur­mu­se­ums Baum­bach­haus, zu einer Zeit­reise durch das Bau­er­ba­cher Asyl des Dich­ters ein. Dies geschieht anhand von Ein­rich­tungs­ge­gen­stän­den aus dem dor­ti­gen Schil­ler­haus, die in der Art eines Schau­de­pots, begin­nend mit dem Muse­ums­abend, bis Ende März 2020 rund um den Schil­ler­wür­fel in der Mitt­le­ren Gale­rie gezeigt wer­den. Eine anschlie­ßende Pause ermög­licht es den Besu­chern, im Muse­ums­café u.a. Schil­ler­äp­fel, Schil­ler­lo­cken und Schil­ler­wür­fel zu ver­kos­ten. Den Muse­ums­abend beschließt ein lite­ra­risch-musi­ka­li­sches Pro­gramm mit dem Titel „Ich kann auch wit­zig sein“. Elke Büch­ner aus Mei­nin­gen, von der auch Idee und Kon­zep­tion des Pro­gram­mes stam­men, liest dann Hei­te­res von, mit und über Fried­rich Schil­ler. Die musi­ka­li­sche Beglei­tung über­nimmt die Mei­nin­ge­rin Renate Kubisch mit ihrem E‑Cello.

 

Am 10. Novem­ber 1759 war er in Mar­bach am Neckar zur Welt gekom­men: Fried­rich Schil­ler, neben Goe­the der meist­ge­nannte Ver­tre­ter der deut­schen Natio­nal­li­te­ra­tur. Seine Wirk­sam­keit ent­fal­tete der Dra­ma­ti­ker, His­to­ri­ker, Publi­zist und Bal­la­den­dich­ter jedoch im Thü­rin­gi­schen. Wei­mar, Jena und Rudol­stadt schmü­cken sich mit sei­nem Namen. Aber auch mit Bau­er­bach, Mei­nin­gen und sei­nem Resi­denz­schloss Eli­sa­be­then­burg sind Bio­gra­fie und Wir­ken Fried­rich Schil­lers mehr­fach ver­knüpft. Aus der Eli­sa­be­then­burg erhielt der junge Flücht­ling Schil­ler 1783 wich­tige Bücher und sie­ben Jahre spä­ter eine ebenso wich­tige Urkunde im Vor­feld sei­ner Hei­rat mit Char­lotte von Len­ge­feld. Im nahe­ge­le­ge­nen Dorfe Bau­er­bach fand der würt­tem­ber­gi­sche Deser­teur ein Asyl und viel Zeit zum Schrei­ben, Stu­die­ren – und Lie­ben. Letz­te­res lei­der nur in Gedan­ken. In Mei­nin­gen schließ­lich lebte Schil­lers dama­li­ger Busen­freund Rein­wald. Der wie­derum war Ursa­che dafür, dass Schil­lers Schwes­ter Chris­to­p­hine ins­ge­samt 55 Jahre in der Stadt zubrachte. Und schließ­lich wurde Mei­nin­gen die Stätte mus­ter­gül­ti­ger Auf­füh­run­gen von sei­nen Dra­men.

Okt
15
Di
Vortrag von Dr. Michael Knoche in Weimar
Okt 15 um 18:00

»›Tumult im feu­ri­gen Gemüte‹. Goe­the und Fried­rich Nico­lai im Wort­ge­fecht« – Dr. Michael Kno­che (Wei­mar).

Okt
16
Mi
Buchvorstellung mit Winfried Nerdinger im Weimarer Bauhaus-Museum
Okt 16 um 19:00

Wal­ter Gro­pius. Archi­tekt der Moderne“ – Win­fried Ner­din­ger stellt sein neues Buch im Bau­haus-Museum vor

 

Win­fried Ner­din­ger stellt sein neues Buch „Wal­ter Gro­pius. Archi­tekt der Moderne“ vor. Darin zeich­net Ner­din­ger ein kennt­nis­rei­ches und kri­tisch reflek­tier­tes Por­trät des welt­be­rühm­ten Bau­haus-Grün­ders. Im Anschluss an die Ver­an­stal­tung fin­det eine Signier­stunde statt.

 

Win­fried Ner­din­ger war von 1986 bis 2012 Pro­fes­sor für Archi­tek­tur­ge­schichte und Direk­tor des Archi­tek­tur­mu­se­ums der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen sowie von 2012 bis 2018 Grün­dungs­di­rek­tor des NS-Doku­men­ta­ti­ons­zen­trums in Mün­chen. Ner­din­ger ist unter ande­rem Ver­fas­ser des ers­ten umfas­sen­den Werk­ka­ta­logs von Wal­ter Gro­pius und auch inter­na­tio­nal einer sei­ner bes­ten Ken­ner.

 

Biblio­gra­phi­sche Daten
„Wal­ter Gro­pius. Archi­tekt der Moderne“
Win­fried Ner­din­ger

C.H.Beck | 19. Sep­tem­ber 2019
Hard­co­ver | 423 Sei­ten mit 58 Abbil­dun­gen

ISBN 978–3‑406–74132‑6

Preis: 28 Euro

Okt
17
Do
Vortrag von Ronny Teuscher in Weimar
Okt 17 um 17:00

Adele Scho­pen­hauer als emsige Beschaf­fe­rin rhei­ni­scher Alter­tü­mer für Goe­the

Vor­trag von Ronny Teu­scher M. A. (Plauen) zum Thema

  

Adele Scho­pen­hauer zeich­net mehr aus als eine melan­cho­lisch bewegte, nach Liebe dürs­tende Seele, wie sie aus ihren frü­hen Tage­bü­chern her­vor­scheint. Sie war eine kunst­sin­nige und wis­sen­schaft­lich inter­es­sierte Frau der ers­ten Hälfte des 19. Jahr­hun­derts. In Goe­thes spä­ten Lebens­jah­ren war sie die Mitt­le­rin zwi­schen Wei­mar und den rhei­ni­schen Kunst­samm­lun­gen und Gelehr­ten. So man­ches Objekt aus Goe­thes Samm­lun­gen, spe­zi­ell aus Goe­thes Anti­ken­samm­lung, geht auf Adele Scho­pen­hauer zurück. So traf im Früh­jahr 1829 am Frau­en­plan eine Sen­dung aus Köln ein, abge­schickt von Adele Scho­pen­hau­ers Freun­din Sibylle Mer­tens-Schaaff­hau­sen, die unter den Goe­the­schen Samm­lun­gen eine beson­dere Stel­lung ein­neh­men sollte.

Ronny Teu­scher, stu­dierte Archäo­lo­gie in Jena und Bam­berg. Er pro­mo­vierte im Fach Kunst­ge­schichte an der Uni­ver­si­tät Erlan­gen-Nürn­berg zu Aus­gra­bungs­fun­den aus Goe­thes Besitz. Seine Arbeit an der archäo­lo­gi­schen Samm­lung Goe­thes wurde 2018 mit dem Dr.-Heinrich-Weber-Preis des Freun­des­krei­ses des Goe­the-Natio­nal­mu­se­ums aus­ge­zeich­net. Sein Haupt­for­schungs­feld liegt im Bereich der Geschichte von Kunst‑, Anti­ken- und Natu­ra­li­en­samm­lun­gen des 18./19. Jh. sowie bio­gra­phi­schen Goe­the­stu­dien. – Er ver­fasste für das Begleit­heft zur Aus­stel­lung den Bei­trag „Goe­the, Adele Scho­pen­hauer und die rhei­ni­schen Alter­tü­mer“.

Die­ses Begleit­heft – im Archiv erhält­lich – beinhal­tet zahl­rei­che Aus­stel­lungs­ob­jekte wie Adele Scho­pen­hau­ers Tage­bü­cher sowie Manu­skripte von Gedich­ten, Mär­chen und Ita­li­en­auf­zeich­nun­gen, ihre fan­ta­sie­vol­len Sche­ren­schnitte, Aqua­relle und Ara­bes­ken. Sie wer­den kom­plet­tiert mit ori­gi­na­len Brie­fen, die Ein­blick geben in ihr Ver­hält­nis zum Bru­der, die enge Bezie­hung zum »Vater« Goe­the, die Freund­schaft zu wich­ti­gen Schrift­stel­le­rin­nen und Schrift­stel­lern wie Immer­mann und der Droste. Nicht zuletzt wird daran erin­nert, wie Adele Scho­pen­hau­ers viel­ge­stal­ti­ges Erbe durch ihre Freun­din­nen Otti­lie von Goe­the, All­wina From­mann und Sibylle Mer­tens-Schaaff­hau­sen nach Wei­mar gelangte.

Bauhaus Graphic Shorts – in der Galerie Unartig in Weimar
Okt 17 um 18:00

Bau­haus Gra­phic Shorts – Bor­cherts Bild­ge­schichte

Lesung zur Aus­stel­lung mit Daniela Danz, Cars­ten Weit­zmann & Ste­fan Peter­mann.

Literaturverfilmung »Die Vermessung der Welt« im Lindenau-Museum Altenburg
Okt 17 um 18:30

Film­abend: „Die Ver­mes­sung der Welt“, D 2012

 

Ver­fil­mung des gleich­na­mi­gen Romans von Daniel Kehl­mann aus dem Jahr 2005. Der Film schil­dert das Leben des genia­len Mathe­ma­ti­kers Carl Fried­rich Gauß und des wiss­be­gie­ri­gen Natur­for­schers Alex­an­der von Hum­boldt.

Regie: Det­lev Buck

Buchvorstellung mit Jörg Sobiella in Jena
Okt 17 um 19:00

Der bekannte Jour­na­list Jörg Sobiella stellt im Jenaer Stadt­mu­seum sein Buch „Wei­mar 1919. Der lange Weg zur Demo­kra­tie“ vor. Der Autor erzählt vor dem Hin­ter­grund der extre­men poli­ti­schen Wech­sel­fälle anhand unbe­kann­ter Berichte aus Zei­tun­gen, Memoi­ren und Tage­bü­chern die Geschichte der zeit­wei­li­gen »Haupt­stadt«.

Vortrag von Dr. Gideon Haut in Heilbad Heiligenstadt
Okt 17 um 19:30

Vor­trag von Dr. Gideon Haut: „Ein Mör­der, zwei Detek­tive und die Kri­mi­nal­li­te­ra­tur des 19. Jahr­hun­derts.“

Gemein­same Ver­an­stal­tung mit dem Hei­li­gen­städ­ter Geschichts- und Muse­ums­ver­ein,

Okt
19
Sa
Puppenspiel für Kinder im Stadtmuseum Jena
Okt 19 um 15:00

»Ach, ich arme Jung­fer zart…« – Die Erfur­ter Pup­pen­spie­le­rin Ange­lika Hell­wig ent­führt die klei­nen und jung­ge­blie­be­nen Gäste auf König Dros­sel­barts Schloss.

 

Die Auf­füh­rung fin­det im Rah­men der 19. Thü­rin­ger Pup­pen­spiel­wo­che statt. Sie ist für Kin­der ab etwa drei Jah­ren geeig­net und dau­ert etwa 50 Minu­ten.

Vortrag zum 175. Geburtstag Nietzsches von Dr. Jens-Fietje Dwars in Jena
Okt 19 um 15:00 – 16:00

Vor­trag zum 175. Geburts­tag Nietz­sches von Dr. Jens-Fietje Dwars

 

Ich suchte meine schwerste Last, da fand ich mich.“ Nietz­sche in Jena

Nietz­sche war drei­mal in Jena und sei­ner Umge­bung, jeweils an Wen­de­punkte sei­nes Lebens: 1859 als Mus­ter­schü­ler, der einen Selbst­mord­ver­such als Bade­un­fall kaschierte, 1882 mit der Liebe sei­nes Lebens in Tau­ten­burg und 1889/90 in der Psych­ia­trie. Der Vor­trag folgt den Spu­ren der Auf­ent­halte und fragt, was Jena mit die­sem Erbe anfan­gen könnte. Der Vor­trag ist Ehrung zum 175. Geburts­tag Nietz­sches und zugleich Abschluss der Aus­stel­lung »Die F.N.-Schleife« mit Bil­dern von Tho­mas Zieg­ler.

Kerzenlichtführung durch das Schillerhaus Rudolstadt
Okt 19 um 21:00

Ker­zen­licht­füh­rung: All­tags­le­ben im 18. Jahr­hun­dert

 

Die Son­der­füh­rung mit Daniela Danz, der Lei­te­rin des Hau­ses, lässt die Muse­ums­räume wie­der leben­dig wer­den: Womit ver­trieb man sich im Beul­witz­schen Salon an lan­gen, dunk­len Win­ter­aben­den die Zeit; was waren die Freu­den des Som­mers; was hing im Klei­der­schrank und was gab es in der Küche – und wo war eigent­lich das Bade­zim­mer? Manch­mal trägt ein Gang über die Hin­ter­treppe auch dazu bei, einen Blick zu erha­schen, der für das Ver­ständ­nis der Lite­ra­tur des aus­ge­hen­den 18. Jahr­hun­derts eini­gen Auf­schluss bringt.

Okt
20
So
Führungen durch die Sonderausstellung: „Die F.N. –Schlaufe – Ernstes und Heiteres aus dem Leben des fabelhaften Friedrich Nietzsche“ im Romantikerhaus Jena
Okt 20 um 11:00

Öffent­li­che Füh­run­gen durch die Son­der­aus­stel­lung: „Die F.N. –Schlaufe – Erns­tes und Hei­te­res aus dem Leben des fabel­haf­ten Fried­rich Nietz­sche“

Am Sonn­tag, dem 20.10. besteht das letzte Mal die Mög­lich­keit, die Werke Tho­mas Zieg­lers und sei­ner „F.N.-Schlaufe“ im Roman­tik­er­haus zu sehen. An die­sem Tag wird es 11 & 15 Uhr jeweils eine öffent­li­che Füh­rung geben.

Die Zahl der Teil­neh­men­den ist jeweils auf 20 Per­so­nen begrenzt.

Führungen durch die Sonderausstellung: „Die F.N. –Schlaufe – Ernstes und Heiteres aus dem Leben des fabelhaften Friedrich Nietzsche“ im Romantikerhaus Jena
Okt 20 um 15:00

Öffent­li­che Füh­run­gen durch die Son­der­aus­stel­lung: „Die F.N. –Schlaufe – Erns­tes und Hei­te­res aus dem Leben des fabel­haf­ten Fried­rich Nietz­sche“

Am Sonn­tag, dem 20.10. besteht das letzte Mal die Mög­lich­keit, die Werke Tho­mas Zieg­lers und sei­ner „F.N.-Schlaufe“ im Roman­tik­er­haus zu sehen. An die­sem Tag wird es 11 & 15 Uhr jeweils eine öffent­li­che Füh­rung geben.

Die Zahl der Teil­neh­men­den ist jeweils auf 20 Per­so­nen begrenzt.

Okt
21
Mo
Weimarer Kontroversen – Tagung vom 20. bis 22. November 2019 in Weimar
Okt 21 um 10:00 – 21:00

10 – 18 Uhr Sym­po­sium: Zukunft / Bau­haus. Zukunfts­er­war­tun­gen und Erwar­tungs­ho­ri­zonte in 100 Jah­ren Bau­haus

Ort: con­gress cen­trum neue wei­ma­r­halle, Flügelsaal 1

 

10:00
Dr. Oli­ver Sukrow (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Wien)
Begrü­ßung / Ein­füh­rung. Zukunfts­er­war­tun­gen und Erwar­tungs­ho­ri­zonte in 100 Jah­ren Bau­haus

I. UTOPIE / ZEITVORSTELLUNGEN

10:15 – 11:00
Prof. Dr. Kai Buch­holz (Hoch­schule Darm­stadt)
Lebens­re­form und Moderne – Alter­na­ti­ven zur tech­ni­schen Zivi­li­sa­tion

11:00 – 11:45
PD Dr. Rüdi­ger Graf (Zen­trum für Zeit­his­to­ri­sche For­schung Pots­dam)
Als die Uto­pie an die Wirk­lich­keit her­an­rückte. Anti­zi­pa­tio­nen der Zukunft in der Wei­ma­rer Repu­blik

11:45 – 12:30
Dr. Fer­nando Espo­sito (Uni­ver­si­tät Kon­stanz)
Fiat futura fascista. Worin sich Asmara und Wei­mar unter­schei­den

12:30 – 13:00
Dis­kus­sion

13:00 – 14:00
Mit­tags­pause

 

II. UTOPIE / RAUMGESTALTUNGEN / UTOPISCHE RÄUME

14:00 – 14:45
Prof. Dr. Debo­rah Ascher Barn­stone (Uni­ver­sity of Tech­no­logy Syd­ney)
The Colour of Uto­pia: Colour in 1920s Ger­man Avant-garde Archi­tec­ture

14:45 – 15:30
Prof. Dr. Anja Baum­hoff (Hoch­schule Han­no­ver)
Der »Neue Mann« und das Staat­li­che Bau­haus Wei­mar. Geschlech­ter­kon­zep­tio­nen und ihr Bezug zur Geschichte der Moderne

15:30 – 16:00
Kaf­fee­pause

16:00 – 16:45
Dr. Sonja Düm­pel­mann (Uni­ver­sity of Penn­syl­va­nia)
In der Luft und am Boden: Sicht­wech­sel in Stadt und Land­schaft der Moderne

16:45 – 17:30 Uhr
Prof. Dr. Joa­quin Medina Warm­burg (Karls­ru­her Insti­tut für Tech­no­lo­gie)
Umwelt und Moderne: Tomás Mal­do­na­dos Bau­haus­kri­tik als Wen­de­punkt zum »envi­ron­men­tal design«

17:30 – 18:00
Rückfragen/Diskussion

 

Bitte beach­ten: Orts­wechsel
Ort: Bau­haus-Museum Wei­mar, Pro­jekt­raum A (UG):

19:00 Eröff­nung der Instal­la­tion »ZENICA  TRILOGIE« von Prof. Danica Dakić (Bau­haus-Uni­ver­si­tät Wei­mar)
Ein­füh­rung: Dr. Ulrike Best­gen (Klas­sik Stif­tung Wei­mar, Fach­be­reichs­lei­te­rin Bau­haus, Moderne und Gegen­wart)

 

Mode­ra­tion: Dr. Ulrike Best­gen (Wei­mar), Dr. Tho­mas Flierl (Ber­lin), Dr. Oli­ver Sukrow
 (Wien)

Buchpremiere mit Annette Seemann und Constantin Beyer in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar
Okt 21 um 18:00

Buch­pre­miere „Goe­thes Orte in Wei­mar“ mit Dr. Annette See­mann und Con­stan­tin Beyer.

Lesung mit Timo Lochocki in Weimar
Okt 21 um 18:30

Die Ver­trau­ens­for­mel. So gewinnt unsere Demo­kra­tie ihre Wäh­ler zurück.

 

Autoren­le­sung mit Timo Locho­cki.

 

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung durch die Lan­des­zen­trale für Poli­ti­sche Bil­dung Thü­rin­gen.

»Thüringen liest!« – Lesung mit Sieglinde Mörtel in Wurzbach
Okt 21 um 19:00

»Dorf­ge­schich­ten« – Lesung mit Sieg­linde Mör­tel.

»Thüringen liest!« – Lesung mit Ulf Annel in Wiehe
Okt 21 um 19:00

»Die deut­sche Spra­che ist ein Witz« – Lesung mit dem Schrift­stel­ler und Kaba­ret­tis­ten Ulf Annel.

Hermsdorfer Gespräch mit Tanja Brandes
Okt 21 um 19:00

Herms­dor­fer Gespräch: Tanja Bran­des „Ost­frauen ver­än­dern die Repu­blik“

Wohin man auch hört, immer wie­der erklingt das Hohe­lied auf die ost­deut­schen Frauen: Sie sind berufs­mo­bi­ler, risi­ko­be­rei­ter und auf­stiegs­ori­en­tier­ter als die Män­ner. In der Tat: Ost­frauen sind häu­fi­ger berufs­tä­tig als West­frauen, keh­ren nach der Geburt eines Kin­des frü­her auf Voll­zeit­stel­len zurück und mischen in der Poli­tik kräf­tig mit. Die Ost­frauen haben dem ver­ei­nig­ten Deutsch­land ihren Stem­pel auf­ge­drückt. Aber warum?
Tanja Bran­des und Mar­kus Decker arbei­ten her­aus, was Ost­frauen in die deut­sche Ein­heit kon­kret ein­ge­bracht haben, und ver­mit­teln über­ra­schende neue Erkennt­nisse.

Vortrag über »Goethe und Großbritannien« von Prof. Dr. Christof Wingertszahn im Lindenau-Museum Altenburg
Okt 21 um 19:00

Käme ich nach Eng­land hin­über, ich würde kein Frem­der seyn“

Goe­the und Groß­bri­tan­nien

 

Der Direk­tor des Goe­the-Muse­ums Düs­sel­dorf, Prof. Dr. Chris­tof Win­gerts­zahn, ist auf Ein­la­dung der Goe­the-Gesell­schaft zu Gast in Alten­burg.

Der Bre­xit ist heute beherr­schen­des Thema in den Medien und spal­tet Bri­ten wie Nicht-Bri­ten. Zwi­schen Aner­ken­nung und Kopf­schüt­teln für das bri­ti­sche Volk war auch schon Johann Wolf­gang von Goe­the hin- und her­ge­ris­sen. Im Vor­trag der Goe­the-Gesell­schaft Alten­burg am Mon­tag, dem 21. Okto­ber 2019, beleuch­tet Prof. Dr. Chris­tof Win­gerts­zahn (Direk­tor des Goe­the-Muse­ums Düs­sel­dorf) für alle Inter­es­sier­ten das Ver­hält­nis des deut­schen Dich­ter­fürs­ten zu Groß­bri­tan­nien.

Am 10. Januar 1825 bemerkte Goe­the laut Ecker­mann: „Käme ich nach Eng­land hin­über, ich würde kein Frem­der seyn“. Der Klas­si­ker ist jedoch nie nach Groß­bri­tan­nien gereist. Aber seine Kennt­nis eng­li­scher Lite­ra­tur ist immens, und seine Äuße­run­gen über bri­ti­sche Kul­tur sind zahl­reich und im Grunde zustim­mend. Goe­the erlebte über einen lan­gen Zeit­raum das Insel­reich als Ort einer blü­hen­den Lite­ra­tur­szene und als füh­rende, tech­no­lo­gisch fort­ge­schrit­tene Han­dels- und See­macht. Er emp­fahl es den phi­lo­so­phie­ren­den Deut­schen einer­seits als vor­bild­li­ches Land der Selbst­be­stim­mung – der „com­plet­ten Men­schen“ und der “tüch­ti­gen der­ben Indi­vi­duen“ – , ande­rer­seits aber auch als Land der prak­ti­schen Ver­nunft. Die­ses Lob gilt aber nicht unein­ge­schränkt. Der bri­ti­sche Indi­vi­dua­lis­mus ist dem Wei­ma­rer Genie zufolge in der Lage, auch „com­plette Nar­ren“ her­vor­zu­brin­gen, und der Wirk­lich­keits­sinn der Insu­la­ner kann zur skru­pel­lo­sen Geschäf­te­ma­che­rei wer­den. Das Eng­land, über das sich Goe­the vor allem äußerte, ist das nach 1815, als Europa wie­der in ein Gleich­ge­wicht der Natio­nen umge­münzt wurde. Goe­the ver­folgte diese poli­tisch bewegte Zeit genau, die von radi­ka­len Strö­mun­gen und dem Ver­such einer Ver­fas­sungs­re­form geprägt war. Er regis­trierte durch­aus den inter­es­sen­ge­lei­te­ten „eng­li­schen Hoch­mut“ und beob­ach­tete, beson­ders vor dem Hin­ter­grund der Juli­re­vo­lu­tion von 1830, mit Sorge das Lon­do­ner Par­la­ment als einen Ort „gegen­ein­an­der wir­ken­der gewal­ti­ger Kräfte […], die sich para­ly­si­ren, und wo die große Ein­sicht eines ein­zel­nen Mühe hat durch­zu­drin­gen“.

Chris­tof Win­gerts­zahn wurde 1958 in St. Wen­del (Saar) gebo­ren. An der Uni­ver­si­tät des Saar­lan­des stu­dierte er Ger­ma­nis­tik, Phi­lo­so­phie und Kunst­ge­schichte (Magis­ter 1984). 1990 wurde er mit einer Arbeit über das erzäh­le­ri­sche Werk des Roman­ti­kers Achim von Arnim pro­mo­viert. 1993 bis 1996 war Win­gerts­zahn wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter der Stif­tung Wei­ma­rer Klas­sik (Arnim-Aus­gabe, Nietz­sche-Archiv), danach lei­tete er bis 2013 die Arbeits­stelle „Kri­ti­sche Moritz-Aus­gabe« in der Ber­lin-Bran­den­bur­gi­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten (Ber­lin). 2008 Habi­li­ta­tion über den Goe­the-Freund Karl Phil­ipp Moritz. Seit 2013 ist der Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler Direk­tor des Goe­the-Muse­ums Düs­sel­dorf. Er ist Mit­her­aus­ge­ber der Wei­ma­rer Arnim-Aus­gabe, der Kri­ti­schen Moritz-Aus­gabe und der Cle­mens-Bren­tano-Aus­gabe des Freien Deut­schen Hoch­stifts in Frankfurt/Main.

Okt
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Di
»Thüringen liest!« – Lesung mit André Pfeifer
Okt 22 um 10:00

»Mär­chen für kleine und große Kin­der« – mit dem Mär­chen­er­zäh­ler Andreas vom Rothen­barth.

Ausstellungseröffnung »Der Greifenverlag zu Rudolstadt« mit Matthias Biskupek und Jens Henkel im Alten Rathaus Rudolstadt
Okt 22 um 18:00
Ausstellungseröffnung »Der Greifenverlag zu Rudolstadt« mit Matthias Biskupek und Jens Henkel im Alten Rathaus Rudolstadt @ Altes Rathaus Rudolstadt

Zur Aus­stel­lungs­er­öff­nung spre­chen Jens Hen­kel und Mat­thias Bis­ku­pek über die Geschichte des Grei­fen­ver­lags.

Musi­ka­li­sche Beglei­tung: Peter Klein­feld (Groß­koch­berg).

Vom Ver­lag des Wan­der­vo­gel zum Pri­vat­ver­lag im Sozia­lis­mus, von der Ver­staat­li­chung bis zur Abwick­lung. Aus­stel­lung zum 100. Grün­dungs­jahr im Alten Rat­haus Rudol­stadt vom 22. Okto­ber 2019 bis 31. Januar 2020.

Der bis­her umfang­reichs­ten und zugleich tief­grün­digs­ten Ver­öf­fent­li­chung über den Grei­fen­ver­lag zufolge (C. Wurm, J. Hen­kel, G. Bal­lon: Der Grei­fen­ver­lag zu Rudol­stadt 1919–1993. Ver­lags­ge­schichte und Biblio­gra­phie. Wies­ba­den 2001) ist das Rudol­städ­ter Buch­un­ter­neh­men zwar nicht zu den größ­ten und ein­fluss­reichs­ten in der Geschichte des Ver­lags­we­sens des 20. Jahr­hun­derts zu zäh­len, gleich­wohl aber zu einem der inter­es­san­tes­ten. Seine Grün­dung am 17./18. Okto­ber 1919 im säch­si­schen Har­ten­stein stand in engem Zusam­men­hang mit der Wan­der­vo­gel­be­we­gung, deren Schrif­ten in den zwan­zi­ger Jah­ren weit­ge­hend das Ver­lags­pro­fil bestimm­ten. Für den Namen stand das Wap­pen­tier des Wan­der­vo­gels Pate, der Greif. 1921 zog der Ver­lag nach Rudol­stadt um, wo er sei­nen Fir­men­sitz zunächst in der Schil­ler­straße 41 ein­rich­tete und ab 1926 bis zu sei­nem Ende im Okto­ber 1993 auf der Hei­decks­burg resi­dierte. Die wech­sel­volle Geschichte des Ver­la­ges ist untrenn­bar mit sei­nem Grün­der Karl Dietz (1890–1964) ver­bun­den, der das Pri­vat­un­ter­neh­men bis zu sei­nem Tode lei­tete. Unmit­tel­bar danach ging es in Staats­be­sitz über und war dem Minis­te­rium für Kul­tur der DDR unter­stellt. Die nach der Ver­ei­ni­gung bei­der deut­scher Staa­ten ein­set­zende Pri­va­ti­sie­rung der DDR-Ver­lage über­lebte der Grei­fen­ver­lag jedoch nicht. Mit der Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens im Okto­ber 1993 war sein Schick­sal besie­gelt. Sie­ben Jahr­zehnte lang waren es die Bücher mit dem Greif als Ver­lags­si­gnet, die zum Bekannt­heits­grad Rudol­stadt nicht unwe­sent­lich bei­tru­gen.

Die von der Gesell­schaft für Buch­kul­tur und Geschichte e.V. ver­an­stal­tete Aus­stel­lung will aus dem gege­be­nen Anlass die Bedeu­tung des bel­le­tris­ti­sche Buch­ver­la­ges für die kul­tu­relle Iden­ti­tät der Stadt wür­di­gen. Die Text- und Bild­ta­feln wur­den von Dr. Jens Kirs­ten (Wei­mar) und Jens Hen­kel (Rudol­stadt) erar­bei­tet. Die Leih­ga­ben, eine Aus­wahl von ins­ge­samt nahezu 1000 Ver­lags­er­zeug­nis­sen wie Bücher ver­schie­de­ner lite­ra­ri­scher Gen­res, Kalen­der und Alma­na­che oder Kunst­map­pen mit ori­gi­na­len Druck­gra­fi­ken, stam­men weit­ge­hend aus der His­to­ri­sche Biblio­thek der Stadt Rudol­stadt.

Öff­nungs­zei­ten: Diens­tag 9–16 Uhr, Don­ners­tag 9–18 Uhr, Frei­tag 9–12 Uhr sowie nach Vor­anmel­dung in der His­to­ri­schen Biblio­thek der Stadt Rudol­stadt (03672/486160 oder t.zober@rudolstadt.de).

Lesung mit Andreas Altmann in Jena
Okt 22 um 19:30

Die Gunst des Augen­blicks – Andreas Alt­mann (Ber­lin)
Lyrik der Gegen­wart

Mode­ra­tion: Hel­mut Hühn und Mar­tin Straub

Eine Ver­an­stal­tung der Uni­ver­si­tät Jena mit der freund­li­chen Unter­stüt­zung der Thü­rin­ger Staats­kanz­lei und der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V.

Provinzschrei-Lesung mit Marion Brasch in Suhl
Okt 22 um 19:30

Zum 15. Pro­vin­zschrei liest Marion Brasch aus ihrem Buch „Lie­ber woan­ders“

 

Marion Brasch erzählt in ihrem neuen Buch „Lie­ber woan­ders“ eine Geschichte vom Leben und Über­le­ben in einem kla­ren, auf­müp­fi­gen und war­men Ton und mit gro­ßem Gespür für die Augen­bli­cke, die über Glück oder Unglück ent­schei­den. Die Haupt­fi­gu­ren in ihrem Roman, Toni und Alex, ken­nen sich nicht und sind doch auf ver­häng­nis­volle Weise mit­ein­an­der ver­bun­den. Toni lei­det unter dem Ver­lust ihres klei­nen Bru­ders, für des­sen Tod sie sich ver­ant­wort­lich macht. Alex führt ein Dop­pel­le­ben und trägt an einer Schuld, über die er nie gespro­chen hat. 24 Stun­den bewe­gen sich die bei­den auf­ein­an­der zu, bis sich ihre Wege trotz skur­ri­ler Begeg­nun­gen und komi­scher Zwi­schen­fälle schließ­lich kreu­zen.

Marion Brasch wurde 1961 in Ber­lin gebo­ren. Sie stammt aus einer Künst­ler­fa­mi­lie. Groß sind die Fuß­stap­fen der Schrift­stel­ler-Brü­der. „Die Bud­den­brooks des Ostens“ nannte die „FAZ“ ein­mal Fami­lie Brasch. Nach dem Abitur arbei­tete die gelernte Schrift­set­ze­rin in einer Dru­cke­rei, bei ver­schie­de­nen Ver­la­gen und beim Kom­po­nis­ten­ver­band der DDR, spä­ter fürs Radio. Bei S. Fischer erschie­nen die Romane „Ab jetzt ist Ruhe“ und „Wun­der­lich fährt nach Nor­den“.

Okt
23
Mi
»Thüringen liest!« – Märchen für Kinder mit Hansi von Märchenborn in Großbreitenbach
Okt 23 um 09:30

»Häs­chen und Karl­chen« – Mär­chen für Kin­der mit Hansi von Mär­chen­born.

»Thüringen liest!« – Lesung mit Hubert Schirneck in Kölleda
Okt 23 um 10:00

Kommt die Kuh aus Ku(h)ba? und andere Geschich­ten – Lesung mit dem Schrift­stel­ler Hubert Schirn­eck.

»Thüringen liest!« – Märchen für kleine und große Kinder mit Andreas vom Rothenbarth
Okt 23 um 10:00

Mär­chen für kleine und große Kin­der mit dem Mär­chen­er­zäh­ler Andreas vom Rothen­barth.

Vortrag von Thomas Kaufmann in Weimar
Okt 23 um 18:00

»›Neues von Cra­nachs Refor­ma­tion‹ – Beob­ach­tun­gen, Anfra­gen, The­sen und Kor­rek­tu­ren zu druck­gra­phi­schen Wer­ken Lucas Cra­nachs d. Ä. aus der Früh­zeit der Refor­ma­tion« – Vor­trag von Prof. Dr. Dr. theol. h.c. Dr. phil. h.c. Tho­mas Kauf­mann, Georg-August-Uni­ver­si­tät Göt­tin­gen

 

In sei­nem Vor­trag unter­zieht Tho­mas Kauf­mann die frühe druck­gra­phi­sche Pro­duk­tion Cra­nachs einer kri­ti­schen Ana­lyse. Die Rolle Luthers in Bezug auf Cra­nachs Werk sei unkla­rer, als bis­lang ange­nom­men. Das betreffe ins­be­son­dere die Illus­tra­tion zum Erst­druck des Neuen Tes­ta­ments und die Bild­tra­di­tion des „Jun­ker Jörg“. Dabei erweise sich Cra­nachs gra­phi­sches Schaf­fen als wich­tige Brü­cke zur früh­kon­fes­sio­nel­len Memo­ria Luthers.

Tho­mas Kauf­mann ist Pro­fes­sor für Kir­chen­ge­schichte an der Georg-August-Uni­ver­si­tät Göt­tin­gen. Zu sei­nen For­schungs­schwer­punk­ten zäh­len Mar­tin Luther und die Refor­ma­tion.

Buchpremiere mit Klaus Vieweg auf Schloss Ettersburg
Okt 23 um 19:00

Buch­pre­miere mit Klaus Vie­weg – Hegel. Zum 250. Geburts­tag

LESUNG und ETTERSBURGER GESPRÄCH mit Peter Krause.


Das Grund­mo­tiv der Frei­heit durch­zieht den gesam­ten Denk- und Lebens­weg des bedeu­tends­ten Phi­lo­so­phen des 19. Jahr­hun­derts. Zu Hegels 250. Geburts­tag erscheint bei C.H.Beck die erste umfas­sende deutsch­spra­chige Bio­gra­phie die­ses Meis­ter­den­kers seit 175 Jah­ren. Klaus Vie­weg zeich­net – Leben und Werk Hegels glei­cher­ma­ßen wür­di­gen­den – ein neues Bild des bedeu­tends­ten Ver­tre­ters des deut­schen Idea­lis­mus. Klaus Vie­weg ist Pro­fes­sor für klas­si­sche deut­sche Phi­lo­so­phie an der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Jena und einer der inter­na­tio­nal füh­ren­den Hegel-Exper­ten.

Komödiantisch-musikalische Lesung mit Esther Esche und Andreas Greger in Suhl
Okt 23 um 19:30

Der Hase im Rausch spielt Cello

 

Esther Esche liest erfri­schend komi­sche Texte aus dem Leben ihres Vaters, der Schau­spiel­er­le­gende Eber­hard Esche, der seine Kar­riere einst am Mei­nin­ger Thea­ter begann. Andreas Gre­ger spielt dazu berau­schend Cello. Esche gehört zu denen, deren Ver­lust mit den Jah­ren immer emp­find­li­cher fühl­bar wird. Mag die Kunst des Schau­spie­lers flüch­tig sein, mit sei­nen Büchern hat er sich einen bedeu­ten­den Gedenk­stein gesetzt und den Nach­ge­bo­re­nen ein Werk der leben­di­gen Erin­ne­rung, einer gedie­ge­nen Kunst­auf­fas­sung und unbeug­sa­men poli­ti­schen Hal­tung hin­ter­las­sen. Seine auto­bio­gra­phi­schen Geschich­ten han­deln natür­lich vom Thea­ter, aber sie erzäh­len auch von den gesell­schaft­li­chen Zustän­den, unter denen Thea­ter blüht oder vege­tiert, und von den Leu­ten, die Thea­ter machen.

Esther Esche stu­dierte an der Hoch­schule für Schau­spiel­kunst „Ernst Busch“ Ber­lin. Ihr ers­tes Enga­ge­ment erhielt sie nach Abschluss ihres Stu­di­ums am Thea­ter Senf­ten­berg, wo sie zwei Jahre im Ensem­ble blieb. Anfang der 1990er Jahre kehrte sie nach Ber­lin zurück und gas­tierte in der Fol­ge­zeit u.a. am Deut­schen Thea­ter, dem Ber­li­ner Ensem­ble, der Volks­bühne und dem Maxim Gorki Thea­ter. Seit Mitte der 1990er Jahre ist Esther Esche vor­ran­gig in zahl­rei­chen Film- und Fern­seh­rol­len zu sehen. 2003 erhielt sie den Dar­stel­ler­preis als „Beste Schau­spie­le­rin“ des Euro­päi­schen Film­fes­tes in Brest. Sie arbei­tet als Dozen­tin für Schau­spiel an ver­schie­de­nen Schau­spiel­schu­len.

Andreas Gre­ger ist seit 1986 Solo­cel­list der Staats­ka­pelle Ber­lin. Er stu­dierte bei Joseph Schwab an der Hoch­schule für Musik „Hanns Eis­ler“ Ber­lin. Als Solist trat Andreas Gre­ger mehr­fach bei Rund­funk­auf­nah­men sowie bei Kon­zer­ten im In- und Aus­land in Erschei­nung und erspielte Preise bei natio­na­len und inter­na­tio­na­len Wett­be­wer­ben. Wei­tere Zwi­schen­sta­tio­nen waren die Staats­ka­pelle Ber­lin, das Ber­li­ner Sin­fo­nie-Orches­ter und das Große Rund­funk­or­ches­ter Ber­lin. Mit dem Streich­trio Ber­lin absol­viert er seit 1992 eine inter­na­tio­nale Kar­riere. Andreas Gre­ger ist Pro­fes­sor für Vio­lon­cello an der Hoch­schule für Musik »Hanns Eis­ler« Ber­lin.

Okt
24
Do
»Thüringen liest!« – Lesung mit Hubert Schirneck in Sonneberg
Okt 24 um 08:30

»Kommt die Kuh aus Ku(h)ba?« – Die reine Wahr­heit über die tolls­ten Erfin­dun­gen der Welt

Lesung mit dem Schrift­stel­ler Hubert Schirn­eck.

»Thüringen liest!« – Lesung mit Jens Reinländer in Meuselwitz
Okt 24 um 09:00

»Wieso machen A und O zwei Köche froh. Die fabel­hafte Ent­de­ckung der Buch­sta­ben« – Lesung mit Jens Rein­län­der.

»Thüringen liest!« – Lesung mit Angela Carl in Altenburg
Okt 24 um 09:30

»Kas­per unter­wegs im Mär­chen­land« – Lesung mit der Schrift­stel­le­rin Angela Carl.

»Thüringen liest!« – Lesung mit Michael Kirchschlager in Bad Klosterlausnitz
Okt 24 um 09:30

»Emil ret­tet Thü­rin­gen« – Lesung mit  Michael Kirch­schla­ger.

»Thüringen liest!« – Märchen mit Hansi von Märchenborn in Weimar
Okt 24 um 10:00

»Ei, ei, ei, das gibt’s doch nicht« – Mär­chen für kleine und große Leute mit Hansi von Mär­chen­born.

»Thüringen liest!« – Lesung mit Antje Babendererde in Ruhla
Okt 24 um 14:00

»Der Schnee­tän­zer« – Lesung mit Antje Baben­der­erde.

»Thüringen liest!« – Lesung mit Johanna Marie Jakob in Eisenberg
Okt 24 um 14:00

»Inhalt: Äußerst bedenk­lich« – Lesung mit Johanna Marie Jakob.

»Thüringen liest!« – Lesung mit Elisabeth Dommer in Lucka
Okt 24 um 16:00

»Der unheim­li­che Zau­ber der Sterne« – Lesung mit Eli­sa­beth Dom­mer.

Heinrich-Heine-Vortrag von Alexander Finkel in Weimar
Okt 24 um 16:00

175 Jahre Hei­nes Win­ter­mär­chen“

 

Alex­an­der Fin­kel spricht Hein­rich Heine.

Ver­an­stal­tung in der Reihe »Grüne Aue«.

»Thüringen liest!« – Lesung mit André Kudernatsch in Neuhaus am Rennweg
Okt 24 um 19:00

Musik­le­sung »Ich hab’s im Herms­dor­fer Kreuz« mit André Kuder­natsch und Andreas Groß.

»Thüringen liest!« – Lesung mit Antje Babendererde in Stadtroda
Okt 24 um 19:00

»Der Schnee­tän­zer« – Lesung mit Antje Baben­der­erde.

»Thüringen liest!« – Lesung mit dem Schriftsteller Reinhard Böhner in Schwerstedt
Okt 24 um 19:00

»Das Glücks­schwein« – Rein­hard Böh­ner liest Kurz­ge­schich­ten.

»Thüringen liest!« – Lesung mit Frank Quilitzsch in Kannawurf
Okt 24 um 19:00

»Auf der Suche nach Wang Wei« – Lesung mit dem Schrift­stel­ler Frank Qui­litzsch

»Thüringen liest!« – Lesung mit Sieglinde Mörtel in Bad Tennstedt
Okt 24 um 19:00

»Bitte hin­ten anstel­len!« – Lesung mit Sieg­linde Mör­tel.

Lesung mit Ines Geipel in Jena
Okt 24 um 19:30

Ines Gei­pel „Umkämpfte Zone. Mein Bru­der, der Osten und der Hass“

 

Ines Gei­pel, die ehe­ma­lige Spit­zen­sport­le­rin, Pro­fes­so­rin und Schrift­stel­le­rin hat ein sehr per­sön­li­ches Buch geschrie­ben, in dem sie der Frage nach­geht, wel­che gesell­schaft­li­chen Ent­wick­lun­gen nach der Nazi­zeit und der DDR-Zeit dazu geführt haben, dass der Osten so ist wie er ist. Wie haben Ver­drän­gung und Ver­leug­nung die Gesell­schaft bis ins Pri­vate geprägt und machen eine breite Zustim­mung zu Pegida, AfD und rechts­ex­tre­mem Gedan­ken­gut mög­lich? Gemein­sam mit ihrem Bru­der, den sie in sei­nen letz­ten Lebens­wo­chen beglei­tete, stieg Ines Gei­pel in die „Krypta der Fami­lie“ hinab. Die Art der Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung und gezielte Ver­ges­sens­po­li­tik in der Fami­lie kor­re­spon­diert mit dem kol­lek­ti­ven Gedächt­nis­ver­lust. Die Spu­ren füh­ren zu unse­rer natio­na­len Krise in Deutsch­land.

Orga­ni­sa­tor: Ernst-Abbe-Büche­rei, Lese-Zei­chen e.V.

Literarisches Konzert mit Katharina Franck in Suhl
Okt 24 um 20:00

Kon­zert: Der Club der toten Dich­ter mit Katha­rina Franck „So und nicht anders“ – Fon­tane neu ver­tont.

Okt
25
Fr
»Thüringen liest!« – Lesung für Kinder mit Michael Kirchschlager in Bad Liebenstein
Okt 25 um 09:00

»Emil ret­tet Thü­rin­gen« – Lesung für Kin­der mit dem Schrift­stel­ler Michael Kirch­schla­ger.

»Thüringen liest!« – Literarisches Puppenspiel mit Angela Carl in Ebersdorf
Okt 25 um 09:30

»Kas­per unter­wegs im Mär­chen­land« – Lite­ra­ri­sches Pup­pen­spiel mit der Schrift­stel­le­rin und Pup­pen­spie­le­rin Angela Carl.

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