Kalender

Ausstellungen

Jan
1
So
ganztägig Ausstellung »Begegnung mit Rudol...
Ausstellung »Begegnung mit Rudol...
Jan 1 2012 – Dez 31 2029 ganztägig
Ausstellung »Begegnung mit Rudolf Baumbach, Jean Paul, Ludwig Bechstein und Friedrich Schiller« im Literaturmuseum Baumbachhaus Meiningen @ Literaturmuseum Baumbachhaus
Im Lite­ra­tur­mu­seum im Baum­bach­haus kann man nicht nur Bekannt­schaft mit dem eins­ti­gen Haus­her­ren Rudolf Baum­bach machen, son­dern auch mit wei­te­ren Schrift­stel­lern, die im 18. und 19. Jahr­hun­dert im Mei­nin­ger Land leb­ten und wirk­ten. Das Kern­stück der[...]
Aug
28
Di
ganztägig Ausstellung »Lebensfluten – Tate...
Ausstellung »Lebensfluten – Tate...
Aug 28 2012 – Aug 28 2030 ganztägig
Ausstellung »Lebensfluten – Tatensturm«. Die Goethe-Ausstellung im Goethe-Nationalmuseum Weimar @ Goethe-Nationalmuseum Weimar
Die Klas­sik Stif­tung Wei­mar prä­sen­tiert Goe­the als Zeu­gen der um 1800 ein­set­zen­den Moderne und zeigt sein fas­zi­nie­ren­des Leben und Werk in zeit­ge­nös­si­schen Kon­tex­ten. In der Aus­stel­lung wird in elf Räu­men die Viel­schich­tig­keit Goe­thes weit über[...]
Mrz
27
Fr
ganztägig Ausstellung »Kampf um Nietzsche«...
Ausstellung »Kampf um Nietzsche«...
Mrz 27 2020 – Dez 31 2030 ganztägig
Ausstellung »Kampf um Nietzsche« im Nietzsche-Archiv Weimar @ Nietzsche-Archiv Weimar
Die von Henry van de Velde als Gesamt­kunst­werk gestal­te­ten Räume des Nietz­sche-Archivs erstrah­len 2020 in neuem Licht. Die über­ar­bei­tete Dau­er­aus­stel­lung führt ein zu Nietz­sches Den­ken und fasst die Rezep­tion in Kunst, Archi­tek­tur, Musik und Phi­lo­so­phie[...]
Sep
3
Sa
ganztägig Ausstellung »Der erste Schriftst...
Ausstellung »Der erste Schriftst...
Sep 3 2022 – Dez 31 2032 ganztägig
Als Her­zo­gin Anna Ama­lia einen intel­lek­tu­el­len Gesprächs­part­ner für ihren jugend­li­chen Sohn Carl August suchte, fiel ihre Wahl auf den damals popu­lärs­ten Schrift­stel­ler Deutsch­lands: Chris­toph Mar­tin Wie­land. Vor 250 Jah­ren zog der Dich­ter, Über­set­zer und Auf­klä­rer[...]
Feb
24
Sa
ganztägig Ausstellung »Mit Gott und Goethe...
Ausstellung »Mit Gott und Goethe...
Feb 24 – Sep 1 ganztägig
Ausstellung »Mit Gott und Goethe. Großherzogin Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach zum 200. Geburtstag« im Stadtmuseum Weimar
  Groß­her­zo­gin Sophie von Sach­sen-Wei­mar-Eisen­ach (geb. 8. April 1824 in Den Haag, gest. 23. März 1897 in Wei­mar) prägte als Gemah­lin des Groß­her­zogs Carl Alex­an­der in der zwei­ten Hälfte des 19. Jahr­hun­derts ent­schei­dend die Kul­tur-[...]
Mrz
16
Sa
ganztägig Ausstellung »Aus dem Feenland de...
Ausstellung »Aus dem Feenland de...
Mrz 16 – Jul 21 ganztägig
Ausstellung »Aus dem Feenland der Lieder … Daniela Dreschers märchenhafte Bilderwelten« im Romantikerhaus Jena @ Romantikerhaus Jena
  „In den alten Zei­ten, wo das Wün­schen noch gehol­fen hat, lebte ein König …« – mit die­sen Wor­ten ent­füh­ren die Brü­der Grimm ihre Leser und Zuhö­rer in das fabel­hafte Reich des Frosch­kö­nigs und also in die[...]
Apr
8
Mo
ganztägig Sonderausstellung »Sophie. Macht...
Sonderausstellung »Sophie. Macht...
Apr 8 – Dez 15 ganztägig
Sonderausstellung »Sophie. Macht. Literatur. Eine Regentin erbt Goethe« im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar @ Goethe- und Schiller-Archiv
© Klas­sik Stif­tung Weimar   Son­der­aus­stel­lung »Sophie. Macht. Lite­ra­tur. Eine Regen­tin erbt Goethe« 8. April – 15. Dezem­ber, Goe­the- und Schil­ler-Archiv Wei­mar   Die Wei­ma­rer Groß­her­zo­gin Sophie von Sach­sen-Wei­mar-Eisen­ach wurde 1885 allei­nige Erbin Goe­thes hand­schrift­li­cher[...]
Mai
3
Fr
ganztägig Ausstellung: Aline Helmcke »Dreh...
Ausstellung: Aline Helmcke »Dreh...
Mai 3 – Aug 30 ganztägig
Aus­stel­lung: Aline Helm­cke »Dreh­mo­ment« Schnei­den und Zer­schnei­den: ein star­ker Ein­griff in eine bis dahin intakte Bild­welt, aber auch die Vor­aus­set­zung für neue Form- und Bedeu­tungs­ge­füge. Weg­neh­men, Hin­zu­fü­gen, Ver­schie­ben: oft sind es mini­male Ver­än­de­run­gen, die gänz­lich[...]
Mai
15
Mi
ganztägig Ausstellung »ELSEˈS <span class=...
Ausstellung »ELSEˈS <span class=...
Mai 15 – Sep 12 ganztägig
Aus­stel­lung »ELSEˈS STORY. Aus der Ent­schä­di­gungs­akte von Else Gold­schmidt, der ers­ten Bör­sen­mak­le­rin der Welt« Kon­zep­tion: Dr. Kat­rin Rich­ter, Gestal­tung: PhD. Ricarda Löser   Bei den Recher­chen über die Ber­li­ner Börse im Rah­men ihrer Dis­ser­ta­tion 2015[...]
Mai
17
Fr
ganztägig Ausstellung »Goethe im Berg. Ill...
Ausstellung »Goethe im Berg. Ill...
Mai 17 – Sep 29 ganztägig
Anläss­lich des 240-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums der Ein­wei­hung des Schach­tes »Neuer Johan­nes« durch Johann Wolf­gang von Goe­the auf Initia­tive des Her­zogs Carl August von Sach­sen-Wei­mar-Eisen­ach wid­met das Goe­the­Stadt­Mu­seum Ilmenau die­sem Thema eine Son­der­aus­stel­lung. Sie rückt zugleich den[...]
Mai
24
Fr
ganztägig Ausstellung »Monarchisten, Demok...
Ausstellung »Monarchisten, Demok...
Mai 24 – Nov 30 ganztägig
Mon­ar­chis­ten, Demo­kra­ten, Natio­nal­so­zia­lis­ten. Hand­schrift­li­che Wid­mun­gen als Spu­ren der Geschichte   Was erzäh­len Wid­mun­gen in Büchern über die Men­schen, die sie hin­ein­ge­schrie­ben haben? Was erfah­ren wir über die­je­ni­gen, für die sie gedacht waren? Die Son­der­aus­stel­lung „Mon­ar­chis­ten,[...]
Okt
26
Sa
ganztägig Ausstellung »Die Poesie der Lini...
Ausstellung »Die Poesie der Lini...
Okt 26 2024 – Mrz 23 2025 ganztägig
Ausstellung »Die Poesie der Linie – Zeichnungen von Eugen Napoleon Neureuther« im Romantikerhaus Jena @ Romantikerhaus Jena
    »Die Poe­sie der Linie« – Zeich­nun­gen von Eugen Napo­leon Neureuther Das Roman­tik­er­haus zeigt Eugen Napo­leon Neu­re­u­thers Rand­zeich­nun­gen zu Goe­thes Bal­la­den, die das Ver­hält­nis von Text und Bild befra­gen und dabei zu den bedeu­tends­ten künst­le­ri­schen[...]
Dez
31
Di
ganztägig Dummy
Dummy
Dez 31 2030 – Dez 30 2044 ganztägig
 
Feb
21
Di
Vortrag von Helene Kraus im Goethe-Nationalmuseum in Weimar
Feb 21 um 18:00

Über „die abso­lute Auf­he­bung aller Anony­mi­tät in Druck­schrif­ten“. Goe­thes Anonymitätspolitik

Vor­trag von  Helene Kraus (Hei­del­berg).

Feb
22
Mi
Bilderbuchkino: „Das kleine WIR« im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Feb 22 um 16:00

Bil­der­buch­kino: „Das kleine WIR«

 

Der Raum wird dun­kel, die Bil­der einer Geschichte begin­nen zu leuchten.

Das Kul­tur: Haus Dacheröden bie­tet zwei Mal im Monat ein kos­ten­lo­ses Bil­der­buch­kino für Kin­der ab 4 Jah­ren an. Dabei wer­den die Bil­der eines Bil­der­buchs auf eine große Lein­wand pro­ji­ziert und der Text live vor­ge­le­sen. Die beson­dere Atmo­sphäre nimmt mit auf eine Reise mit der klei­nen Hexe, dem fre­chen Rabe Socke, dem Nein­horn und vie­len ande­ren. Herz­li­che Ein­la­dung für kleine und große Gäste zum Stau­nen, Träu­men und Lachen.

Das kleine WIR« von Daniela Kunkel

Emma und Ben sind aller­beste Freunde. Sie ver­ste­hen sich super und machen alles zusam­men. Aber eines Tages geht den bei­den ihr WIR-Gefühl ver­lo­ren. Die bei­den haben sich ganz sehr gestrit­ten und viel zu oft »ICH!« gesagt! Ihr WIR ist sehr scheu und hat sich des­we­gen gut ver­steckt. Emma und Ben ver­mis­sen ihr WIR, denn ohne ihr WIR macht gar nichts Spaß. Alles fühlt sich grau und freud­los an. Ein humor­vol­les, lehr­rei­ches Bil­der­buch über das WIR-Gefühl. Und so machen sie sich auf die Suche nach dem WIR. Wo steckt es bloß? Wie Emma und Ben ihr WIR wie­der­fin­den und wo es sich ver­steckt hat, davon erzählt die­ses Bilderbuch.

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung des Carl­sen Verlags.

Räuberlabor (Familiennachmittag) im Schillerhaus Rudolstadt
Feb 22 um 16:00

Schil­ler war ein Fami­li­en­mensch. Des­halb gibt es wie­der Aktio­nen für Groß und Klein im Schil­ler­haus. Dies­mal wol­len wir das damals äußerst beliebte Gän­se­spiel spie­len. Das Gän­se­spiel ist ein aus Ita­lien stam­men­des Brett­spiel und ver­brei­tete sich über ganz Europa. Es inspi­rierte Goe­the sogar zu einem Gedicht. Wir wer­den das Spiel auf his­to­ri­schen Spiel­bret­tern spielen.

»Hans Waldmanns Abenteuer« – Ulrike Almut Sandig und Kay Kalytta. Finissage der Ausstellung »ROR WOLF, TRANCHIRER« in der Villa Rosenthal Jena
Feb 22 um 19:30

»Hans Wald­manns Aben­teuer« – Ulrike Almut San­dig und Kay Kalytta. Finis­sage der Aus­stel­lung »ROR WOLF, TRANCHIRER«

Ror Wolf (1932 – 2020) zählt zu den Aus­nah­me­erschei­nun­gen der deutsch­spra­chi­gen Lite­ra­tur. Der Erzäh­ler, Dich­ter, Hör­spiel­au­tor und Ver­fas­ser einer mehr­bän­di­gen „Enzy­klo­pä­die für uner­schro­ckene Leser“ bewies in sei­nen Wer­ken nicht nur sei­nen ful­mi­nan­ten Ideen­reich­tum und Sinn für gro­tes­ken Humor, son­dern besaß eine beein­dru­ckende Viel­sei­tig­keit, die weit über das Schrei­ben hin­aus­ging. Als sein Alter Ego „Raoul Tran­chi­rer“ fer­tigte Ror Wolf seit Anfang der 1960er-Jahre tau­sende Bild­col­la­gen, die seine lite­ra­ri­sches Werk stets wie­der­erkenn­bar illus­trie­ren. Hier­für zer­legte er mit Vor­liebe die in Zeit­schrif­ten, Lexika und Ratgbern abge­bil­dete bür­ger­li­che Welt der Grün­der­zeit und arran­gierte diese zu sur­rea­len Kon­stel­la­tio­nen. Ror Wolf schnitt und klebte damit u.a. in der Tra­di­tion von Max Ernst und Peter Weiß, erwei­terte deren The­men- und For­men­spek­trum jedoch bedeu­tend und schuf so einen ein­zig­ar­ti­gen Bildkosmos.

Eine eigene Gala­xie im Ror-Wolf-Kos­mos bil­den die Mori­ta­ten von den gefähr­li­chen Rei­sen und skur­ri­len Kata­stro­phen aus dem Leben Hans Wald­manns. Zum Abschluss der Aus­stel­lung liest die Dich­te­rin Ulrike Almut San­dig aus den weni­ger bekann­ten Wald­mann-Tex­ten und impro­vi­siert im musia­ka­li­schen Tan­dem mit dem Klang­künst­ler Kay Kalytta.

 

Ver­an­stal­ter: Lese-Zei­chen e.V., JenaKultur.

Feb
23
Do
Krimilesung mit Stefan B. Meyer in der Stadtbibliothek Gera
Feb 23 um 18:00

Eine Frau, ein Mord“ – Kri­mi­le­sung mit Ste­fan B. Meyer

 

Als Pri­va­ter­mitt­ler Stai­ger von einer Jour­na­lis­tin ein paar Daten zur siche­ren Auf­be­wah­rung erhält, sieht alles nach einem ein­fa­chen Job und leicht ver­dien­tem Geld aus. Doch dann wird seine Auf­trag­ge­be­rin tot in ihrer Woh­nung gefun­den und Stai­ger muss sehr schnell fest­stel­len, dass sich nicht nur die Poli­zei, son­dern auch meh­rere zwie­lich­tige Gestal­ten für ihn und vor allem die Daten inter­es­sie­ren. Hart­nä­ckig beginnt er zu ermit­teln und bringt Licht in das Dun­kel eines Kri­mi­nal­fal­les, in den meh­rere hoch­ran­ginge Per­so­nen aus Jus­tiz und Stadt­ver­wal­tung ver­strickt sind.

Mit Leich­tig­keit, Tie­fen­schärfe und aus­ge­präg­tem Dia­log­witz ent­spinnt Ste­fan B. Meyer in die­sem Kri­mi­nal­ro­man Leip­zi­ger Cha­rak­tere um einen Plot mit meh­re­ren Ebe­nen – ein fes­seln­des und unge­dul­di­ges Lesungsvergnügen.

Zur Lesung wird es einen Bücher­tisch geben.

Lesung mit Melanie Raabe in Weimar
Feb 23 um 19:00

Mela­nie Raabe: Die Kunst des Verschwindens

 

Gibt es das, eine See­len­ver­wandt­schaft zwi­schen bis­lang Unbe­kann­ten? Ist es manch­mal leich­ter, mit einer Frem­den zu spre­chen als mit den Men­schen, die man schon lange kennt und liebt? Als die junge Foto­gra­fin Nico zwi­schen den Jah­ren der Schau­spie­le­rin Ellen Kirsch auf den nächt­li­chen Stra­ßen Ber­lins begeg­net, fühlt sie fast unmit­tel­bar eine unheim­li­che Nähe, die sie sich nicht erklä­ren kann. Was haben sie schon gemein­sam, der inzwi­schen welt­be­rühmte Hol­ly­wood­star und die noch um Aner­ken­nung rin­gende Foto­gra­fin? Was sieht Ellen in ihr, was sie selbst nicht erken­nen kann? Vor allem aber: Warum schert sich Nico darum, dass Ellen eines Tages ein­fach wie­der aus ihrem Leben ver­schwin­det? Und zwar so plötz­lich, wie sie gekom­men ist? Als Nico end­lich begreift, warum sie nicht los­las­sen kann, macht sie sich auf die Suche – nicht nur nach Ellen, son­dern auch nach ihrer Mut­ter und ihrer eige­nen Geschichte.

Mela­nie Raabe wurde 1981 in Jena gebo­ren. Nach dem Stu­dium arbei­tete sie tags­über als Jour­na­lis­tin – und schrieb nachts heim­lich Bücher. 2015 erschien »Die Falle«, 2016 folgte »Die Wahr­heit«, 2018 »Der Schat­ten«, 2019 »Die Wäl­der«, 2020 das Sach­buch »Krea­ti­vi­tät«. Ihre Romane wur­den in 22 Spra­chen über­setzt, meh­rere Ver­fil­mun­gen sind in Arbeit. Mit »Die Kunst des Ver­schwin­dens« ver­lässt sie erst­mals das Gebiet des tra­di­tio­nel­len Thril­lers und ent­führt uns in eine Welt, in der alles mög­lich und nichts selbst­ver­ständ­lich ist. Sie lebt und arbei­tet in Köln.

 

Kar­ten sind im Vor­ver­kauf in der Ecker­mann-Buch­hand­lung erhältlich.

Eine Ver­an­stal­tung der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V. Geför­dert von der Kul­tur­stif­tung des Freis­staats Thüringen

Feb
25
Sa
Kreatives Schreiben mit Anke Engelmann im Kultur: Haus Dacheröden
Feb 25 um 10:00 – 15:00

Auf die Plätze, fertig …!
Work­shop Krea­ti­ves Schrei­ben am 25. Februar im Kul­tur: Haus Dacheröden.

 

Man kann ein gro­ßes zie­hen oder ein schwe­res tra­gen. »Los« kennt man als Start­si­gnal beim Wett­kampf oder als spa­ni­schen Arti­kel. Es führt als Entree in die Stadt der Engel oder zeigt, dass es an etwas man­gelt: an Arbeit. An Hilfe. An Schwere.
Doch so ein­fach macht es uns das Wört­chen nicht. Der »lose Bube« fällt durch seine locke­ren Sit­ten auf, nicht durch feh­lende Ver­pa­ckung. Und mit dem Gegen­teil von »Schwere« ver­bin­det es sich nicht. »Leich­tig­keit« kann man nicht los-wer­den. Am nächs­ten Sams­tag beleuch­ten wir ein klei­nes Wort in all sei­nen Facet­ten. Uuund … los – ich freu mich drauf!

Nähere Infor­ma­tio­nen zu Anke Engel­mann gibt es unter www.poesiebuero.de.

Wer inter­es­siert ist und sich anmel­den möchte, kann dies unter der E‑Mail Adresse engelmann@poesiebuero.de oder unter Tel. 01522–94 77 982 tun. Die Teil­nah­me­ge­bühr beträgt € 48,- Nor­mal­preis und € 35,- ermä­ßigt pro Tag und wird direkt vor Ort ent­rich­tet. Bei Mehr­fach­bu­chung im Vor­aus ist ein Rabatt möglich.

 

Anmel­dung:
Mail an: engelmann@poesiebuero.de

 

 

Mascha-Kaléko-Programm in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Feb 25 um 14:30

Wer du auch seist, nur eines – sei es ganz!

 

Mascha Kaléko (1907–1975) wen­det sich in vie­len ihrer Gedichte direkt an ihre Leser. Sie schrieb mit iro­nisch-zärt­li­chen und melan­cho­li­schen Ver­sen über Liebe und Ein­sam­keit, Freude und Trauer, Jah­res­zei­ten, Leben und Tod. Sie lässt uns teil­ha­ben an ihrem beweg­ten Leben.

Feb
27
Mo
JuLe-Treff im Leseladen in der Weimarer Eckermann-Buchhandlung
Feb 27 um 16:00

JuLe-Treff im Leseladen

Wei­mar – Junge Leser ab 12 Jah­ren tref­fen sich in der Eckermann-Buchhandlung

Du bist zwi­schen 12–16 Jah­ren und liest gern?

Du bist neu­gie­rig auf aktu­elle Titel?
Du hast Lust, auch ande­ren einen Buch­tipp zu geben?
Dann bist Du bei uns als Testleser/in richtig!

Wir tref­fen uns ein­mal monat­lich zum Reden, Raten, Bewer­ten und Emp­feh­len. Auf uns war­tet ein Jahr vol­ler Lese­aben­teuer! Wir freuen uns auf Dich!

Sabine Arndt, Bibliothekarin,
Johan­nes Stein­hö­fel und das Team der Eckermann-Buchhandlung
und die Lite­ra­ri­sche Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V.

Feb
28
Di
Märchen und Geschichten mit Andreas vom Rothenbarth in der Stadtbibliothek Gotha
Feb 28 um 10:00

Mär­chen und Geschich­ten mit Andreas vom Rothen­barth zum 125- jäh­ri­gen Bestehen der Stadt­bi­blio­thek Gotha

 

Im Februar 1898 wurde die Stadt­bi­blio­thek Gotha fei­er­lich im soge­nann­ten „Lang­schen Stif­tungs­haus“ eröff­net. Die­sen Geburts­tag begeht sie am Diens­tag, den 28. Februar 2023 mit vie­len Aktio­nen. So kommt der bekannte Mär­chen­er­zäh­ler Andreas vom Rothen­barth in die Stadt­bi­blio­thek Gotha, um Kin­dern Mär­chen und Geschich­ten zu erzäh­len. Durch das gemein­same Erle­ben ent­fal­ten sie ihre tiefe Wir­kung. Andreas vom Rothen­barth erzählt Mär­chen aus ver­schie­de­nen Kul­tu­ren für Zuhö­rer zwi­schen 5 und 100 Jahren.

Geför­dert durch die Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thüringen.

Mrz
1
Mi
Buchvorstellung und Vortrag mit Prof. Dr. Bernd Lindner im Literaturmuseum »Theodor Storm« in Heilbad Heiligenstadt
Mrz 1 um 19:30

Buch­vor­stel­lung und Vor­trag: Prof. Dr. Bernd Lindner:

Das Mosaik von Han­nes Hegen – Comic in der DDR

 

Eine Ver­an­stal­tung des Lite­ra­tur­mu­se­ums »Theo­dor Storm« in Koope­ra­tion mit der Lan­des­zen­trale für poli­ti­sche Bil­dung Thüringen.

Mrz
2
Do
Lesung und Gespräch mit Mona Krassu in der Weimarer LiteraturEtage
Mrz 2 um 19:00

Mona Krassu: »Falsch erzogen«

 

Solveig Eck­stein hat viele Träume. Zum Bei­spiel die­sen, eine her­aus­ra­gende Schau­spie­le­rin zu wer­den. Sie ist ein hüb­sches und intel­li­gen­tes Mäd­chen. Sie liebt Gedichte, liest, wenn andere Kin­der spie­len. Sie hat also alle Vor­aus­set­zun­gen, ihren Traum zu leben. Aber, sie wächst in der DDR auf. Was pas­siert in einer Dik­ta­tur mit Kin­dern, die schon als Schü­ler nicht ins sozia­lis­ti­sche Sys­tem pas­sen, weil sie Paro­len hin­ter­fra­gen und weil sie wider­spre­chen? Weil sie die Songs von Udo Lin­den­berg toll fin­den? Weil sie frei leben wol­len? Die Genos­sen und Funk­tio­näre in der DDR haben Ihre Metho­den. Sie nut­zen auch die Mit­tel der Medi­zin, wenn es darum geht, junge Men­schen auf Linie zu brin­gen. Wie Mäd­chen und junge Frauen in den soge­nann­ten Trip­per­bur­gen gede­mü­tigt und miss­han­delt wur­den, ist unfass­bar. Im Roman »Falsch erzo­gen« erzählt Mona Krassu ein­fühl­sam die Geschichte eines die­ser Mädchen.

Mona Krassu wurde 1969 im Thü­rin­gi­schen Weida gebo­ren. Sie wuchs in der ehe­ma­li­gen DDR auf und erlernte im VEB Max­hütte Unter­wel­len­born den Beruf einer Wirt­schafts­kauf­frau. Zahl­rei­che ihrer Gedichte wur­den in ver­schie­de­nen Antho­lo­gien ver­öf­fent­licht und ins Fran­zö­si­sche über­setzt. 2016 erschien ihr Roman­de­büt »Alles Schafe« bei der For­mat Ver­lags­ge­sell­schaft. Mona Krassu ist Mit­glied der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen und lebt in Gotha.

Mode­ra­tion: M. Kruppe (Leip­zig)

 

Eine Ver­an­stal­tung der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V. Geför­dert von Neu­start Kultur.

Mrz
6
Mo
Lesung mit Volker Ullrich in der VHS Altenburg
Mrz 6 um 18:00

Buch­vor­stel­lung mit Vol­ker Ull­rich: Deutsch­land 1923. Das Jahr am Abgrund

 

1923 erlebt Deutsch­land einen Sturz ins Boden­lose. Fran­zö­si­sche und bel­gi­sche Trup­pen mar­schie­ren ins Ruhr­ge­biet ein. Die Hyper­in­fla­tion erreicht ihren bizar­ren Höhe­punkt und stürzt breite Bevöl­ke­rungs­schich­ten ins Elend. Wäh­rend die Ver­gnü­gungs­in­dus­trie boomt, herrscht poli­tisch der Aus­nah­me­zu­stand. Sepa­ra­tis­ti­sche Bewe­gun­gen bedro­hen den Bestand des Rei­ches, rechte und linke Extre­mis­ten set­zen zum Sturm auf die Repu­blik an.
„Kein Volk der Welt hat erlebt, was dem deut­schen ‚1923‘-Erlebnis ent­spricht“, schrieb Sebas­tian Haff­ner im eng­li­schen Exil, und Ste­fan Zweig befand, dass die Geschichte noch „nie eine ähn­li­che Toll­haus­zeit in sol­chen rie­si­gen Pro­por­tio­nen pro­du­ziert“ habe. Vol­ker Ull­rich erzählt auf brei­ter Quel­len­ba­sis die Geschichte die­ses Jah­res am Abgrund, das in man­chem auf fatale Weise an die heu­tige Gegen­wart erinnert.
Vol­ker Ull­rich ist Jour­na­list und His­to­ri­ker. Er lei­tete von 1990 bis 2009 bei der Wochen­zei­tung „Die Zeit“ das Res­sort „Poli­ti­sches Buch“. Zu sei­nen Wer­ken gehö­ren die zwei­bän­dige Bio­gra­fie „Adolf Hit­ler“ (2013 und 2018) sowie der Best­sel­ler „Acht Tage im Mai“ (2020).

Mrz
7
Di
Lesung und Gespräch mit Svenja Gräfen im Historischen Rathaus Hildburghausen
Mrz 7 um 17:00

Lesung und Gespräch mit Svenja Grä­fen: Radi­kale Selbst­für­sorge. Jetzt! Eine femi­nis­ti­sche Perspektive

 

Svenja Grä­fen hielt Self-Care lange für ego­is­tisch, unso­li­da­risch und allem voran für ein fal­sches Ver­spre­chen der mil­li­ar­den­schwe­ren Well­ness-Indus­trie. Höchste Zeit für ein Update: Denn eigent­lich ist Selbst­für­sorge weder Pro­dukt noch Luxus, son­dern zugäng­lich für jede*n und eine Basis, um auch für andere da sein zu kön­nen. In die­sem Buch erzählt Svenja Grä­fen von eige­nen Stra­te­gien und Erfah­run­gen. Sie macht deut­lich, warum Self-Care gerade jetzt so wich­tig ist – und wes­halb Selbst­für­sorge und Femi­nis­mus ein­an­der nicht wider­spre­chen, son­dern sogar zusammengehören.

Svenja Grä­fen, gebo­ren 1990, lebt in Leip­zig und ist Autor*in für Prosa, Essays und Dreh­bü­cher. Sie ver­öf­fent­lichte bis­her zwei Romane, »Das Rau­schen in unse­ren Köp­fen« und »Frei­raum«, sowie Texte in diver­sen Antho­lo­gien und Lite­ra­tur­zeit­schrif­ten. Für ihr Schrei­ben hat sie bereits zahl­rei­che Sti­pen­dien erhal­ten. Sie lei­tet außer­dem Schreib­kurse und arbei­tet als frei­be­ruf­li­che Redakteur*in, Lektor*in und Kreativberater*in.

Vortrag von Peter Neumann im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Mrz 7 um 18:00

Jena 1800. Die Repu­blik der freien Geis­ter – Vor­trag und Lesung von Dr. Peter Neumann

 

Jena 1800: Mit den Ideen der Fran­zö­si­schen Revo­lu­tion gera­ten nicht nur die poli­ti­schen Ver­hält­nisse in Europa ins Wan­ken. Eine ganze Genera­tion von jun­gen Dich­tern und Phi­lo­so­phen beschließt, die Welt neu zu den­ken. Die füh­ren­den Köpfe – dar­un­ter die Brü­der Schle­gel mit ihren Frauen, der Phi­lo­soph Schel­ling und der Dich­ter Nova­lis – tref­fen sich in der thü­rin­gi­schen Uni­ver­si­täts­stadt an der Saale, um eine »Repu­blik der freien Geis­ter« zu errich­ten. Sie stel­len nicht nur gesell­schaft­li­che Tra­di­tio­nen in Frage, sie revo­lu­tio­nie­ren mit ihrem Blick auf das Indi­vi­duum und die Natur zugleich auch unser Ver­ständ­nis von Frei­heit und Wirklichkeit.

Der Ein­lass ist ab 17:30 Uhr. Der Ein­tritt für Mit­glie­der ist kos­ten­frei, Gäste zah­len 5,- €.

Die Goe­the-Gesell­schaft Erfurt orga­ni­siert in regel­mä­ßi­gen Abstän­den wis­sen­schaft­li­che, beleh­rende Vor­träge, Dis­kus­si­ons­run­den zu ein­zel­nen Wer­ken Goe­thes, Bil­dungs­fahr­ten zu Wir­kungs­stät­ten Goe­thes und ande­rer Dich­ter. Bei Inter­esse bie­tet sie Gym­na­si­as­ten und Stu­den­ten aus der Region die Mög­lich­keit, eigene Arbei­ten zum Goe­the-Thema zur Dis­kus­sion zu stel­len. Die Gesell­schaft lädt ebenso Autoren zu Lesun­gen ein. Sie ver­folgt auf­merk­sam die Akti­vi­tä­ten der Mut­ter­ge­sell­schaft in Wei­mar und pflegt Kon­takte zu ande­ren Goe­the-Orts­ver­ei­ni­gun­gen in Deutsch­land – ins­be­son­dere zur Goe­the-Gesell­schaft in Gera – sowie zu kul­tu­rel­len Ver­ei­nen in Erfurt.

Die Goe­the-Gesell­schaft Erfurt ver­folgt die För­de­rung kul­tu­rel­ler Zwe­cke. Neu gegrün­det im Jahr 2014 stellt sie sich die Auf­gabe, in Über­ein­stim­mung mit den Zie­len der Goe­the-Gesell­schaft in Wei­mar, Gedan­ken­gut, Werk und Per­sön­lich­keit Goe­thes zu pfle­gen und zu ver­mit­teln. Sie ver­tritt keine poli­ti­schen oder reli­giö­sen Ziele.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zur Goe­the-Gesell­schaft fin­den Sie hier.

Lesung mit Volker Ullrich in der Stadtbibliothek Rudolstadt
Mrz 7 um 19:00

Buch­vor­stel­lung mit Vol­ker Ull­rich: Deutsch­land 1923. Das Jahr am Abgrund

 

1923 erlebt Deutsch­land einen Sturz ins Boden­lose. Fran­zö­si­sche und bel­gi­sche Trup­pen mar­schie­ren ins Ruhr­ge­biet ein. Die Hyper­in­fla­tion erreicht ihren bizar­ren Höhe­punkt und stürzt breite Bevöl­ke­rungs­schich­ten ins Elend. Wäh­rend die Ver­gnü­gungs­in­dus­trie boomt, herrscht poli­tisch der Aus­nah­me­zu­stand. Sepa­ra­tis­ti­sche Bewe­gun­gen bedro­hen den Bestand des Rei­ches, rechte und linke Extre­mis­ten set­zen zum Sturm auf die Repu­blik an.
„Kein Volk der Welt hat erlebt, was dem deut­schen ‚1923‘-Erlebnis ent­spricht“, schrieb Sebas­tian Haff­ner im eng­li­schen Exil, und Ste­fan Zweig befand, dass die Geschichte noch „nie eine ähn­li­che Toll­haus­zeit in sol­chen rie­si­gen Pro­por­tio­nen pro­du­ziert“ habe. Vol­ker Ull­rich erzählt auf brei­ter Quel­len­ba­sis die Geschichte die­ses Jah­res am Abgrund, das in man­chem auf fatale Weise an die heu­tige Gegen­wart erinnert.
Vol­ker Ull­rich ist Jour­na­list und His­to­ri­ker. Er lei­tete von 1990 bis 2009 bei der Wochen­zei­tung „Die Zeit“ das Res­sort „Poli­ti­sches Buch“. Zu sei­nen Wer­ken gehö­ren die zwei­bän­dige Bio­gra­fie „Adolf Hit­ler“ (2013 und 2018) sowie der Best­sel­ler „Acht Tage im Mai“ (2020).

Literaturland Thüringen im Radio – Eine Sendereihe des Thüringer Literaturrates
Mrz 7 um 22:00
Literaturland Thüringen im Radio – Eine Sendereihe des Thüringer Literaturrates @ Radio Lotte

Jeden ers­ten Diens­tag im Monat geht es bei »Lite­ra­tur­land Thü­rin­gen im Radio«, dem Sen­de­for­mat des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes um Lite­ra­tur aus und über Thüringen.

Soweit es die Pla­nung erlaubt, laden wir Gäste ins Stu­dio ein, um mit ihnen über ihr Schrei­ben, Pro­jekte, Recher­chen oder beson­dere The­men zu spre­chen. Oder wir zeich­nen Sen­dun­gen auf, brin­gen Live­mit­schnitte von Ver­an­stal­tun­gen etc.

Jeden ers­ten Diens­tag im Monat ist die Sen­dung auf  Radio Lotte im Stadt­ge­biet von Wei­mar auf 160,6 UKW zu hören und welt­weit im Inter­net unter https://www.radiolotte.de

Alle Radio­sen­dun­gen kön­nen zudem in der Pod­ca­st­reihe »Lite­ra­tur­land Thü­rin­gen im Radio« auf www.literaturland-thueringen.de ange­hört wer­den. Die Sen­dun­gen ste­hen i.d.R. ab dem ers­ten Mitt­woch im Monat bereit.

 

Eine Sen­dungs­for­mat des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes. Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der der Thü­rin­ger Staats­kanz­lei. Bis 2023 geför­dert von der Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thüringen.

Mrz
8
Mi
Lesung mit Rainer Hohberg bei der Volkssolidarität in Triptis
Mrz 8 um 14:00

Lesung mit Rai­ner Hohberg

Rai­ner Hoh­berg lebt als freier Schrift­stel­ler in Jena und Hum­mels­hain. Er schreibt Kin­der­bü­cher, Hör­spiele, Bücher zur Kul­tur und Geschichte Thü­rin­gens – und mit beson­de­rer Vor­liebe Mär­chen. Lesun­gen führ­ten ihn nach Leip­zig, Kas­sel, Erfurt, Tübin­gen, Ber­lin, Saar­brü­cken, Jena, Darm­stadt, Suhl, Gotha, Erlan­gen, Eisen­ach, Schmal­kal­den, Frank­furt, Wei­mar, Tal­lin, Turku, Hel­sinki u.v.a. Orten. Dane­ben beschäf­tigt er sich seit Jah­ren als „Sagen­de­tek­tiv“ inten­siv mit den Volks­sa­gen Thü­rin­gens und Mit­tel­deutsch­lands, ihrer Ent­ste­hung und ihren viel­fäl­ti­gen rea­len Bezü­gen. Hoh­berg arbei­tet für meh­rere Tages­zei­tun­gen; in sei­ner Serie „Thü­rin­ger Sagen­ge­heim­nisse“ sind über 100 Bei­träge erschei­nen. Er ist Vor­sit­zen­der des För­der­ver­eins Schloß Hum­mels­hain, der mit dem Thü­rin­gi­schen Denk­mal­schutz­preis 2019 aus­ge­zeich­net wurde.

Ver­an­stal­ter: Volks­so­li­da­ri­tät in Trip­tis, Lese-Zei­chen e.V.

Lesung mit Volker Ullrich in Bad Lobenstein
Mrz 8 um 18:00

Buch­vor­stel­lung mit Vol­ker Ull­rich: Deutsch­land 1923. Das Jahr am Abgrund

 

1923 erlebt Deutsch­land einen Sturz ins Boden­lose. Fran­zö­si­sche und bel­gi­sche Trup­pen mar­schie­ren ins Ruhr­ge­biet ein. Die Hyper­in­fla­tion erreicht ihren bizar­ren Höhe­punkt und stürzt breite Bevöl­ke­rungs­schich­ten ins Elend. Wäh­rend die Ver­gnü­gungs­in­dus­trie boomt, herrscht poli­tisch der Aus­nah­me­zu­stand. Sepa­ra­tis­ti­sche Bewe­gun­gen bedro­hen den Bestand des Rei­ches, rechte und linke Extre­mis­ten set­zen zum Sturm auf die Repu­blik an.
„Kein Volk der Welt hat erlebt, was dem deut­schen ‚1923‘-Erlebnis ent­spricht“, schrieb Sebas­tian Haff­ner im eng­li­schen Exil, und Ste­fan Zweig befand, dass die Geschichte noch „nie eine ähn­li­che Toll­haus­zeit in sol­chen rie­si­gen Pro­por­tio­nen pro­du­ziert“ habe. Vol­ker Ull­rich erzählt auf brei­ter Quel­len­ba­sis die Geschichte die­ses Jah­res am Abgrund, das in man­chem auf fatale Weise an die heu­tige Gegen­wart erinnert.
Vol­ker Ull­rich ist Jour­na­list und His­to­ri­ker. Er lei­tete von 1990 bis 2009 bei der Wochen­zei­tung „Die Zeit“ das Res­sort „Poli­ti­sches Buch“. Zu sei­nen Wer­ken gehö­ren die zwei­bän­dige Bio­gra­fie „Adolf Hit­ler“ (2013 und 2018) sowie der Best­sel­ler „Acht Tage im Mai“ (2020).

Carl-Jonas-Love-Almqvist-Lesung mit Heike Trinker in der Weimarer LiteraturEtage
Mrz 8 um 19:00

Heike Trin­ker liest Carl Jonas Love Alm­q­vist »Die Woche mit Sara«

In der schwe­di­schen Öffent­lich­keit brach ein Sturm der Ent­rüs­tung los, als 1839 Alm­q­vists Kurz­ro­man »Die Woche mit Sara« erschien. Von ihm selbst als »unbe­deu­ten­des, klei­nes Stück« bezeich­net, ist dies Buch – sei­ner Zeit weit vor­aus –  ein Plä­doyer für die Gleich­be­rech­ti­gung der Frau. Alm­q­vist hatte die Not­wen­dig­keit einer Demo­kra­ti­sie­rung der Gesell­schaft erkannt, für ihn wurde die Gleich­be­rech­ti­gung der Geschlech­ter zur Schlüs­sel­frage. Seine scho­nungs­lose Kri­tik an der Ehe als Insti­tu­tion, an den als gott­ge­wollt und unab­än­der­lich aus­ge­ge­be­nen For­men und Zwän­gen des Zusam­men­le­bens, brachte ihm Beschimp­fun­gen als »Sit­ten­ver­der­ber« und »Ver­füh­rer der Jugend« ein

Auf einer Schiffs­reise ler­nen sich die Gla­ser­meis­ter­s­toch­ter Sara und der junge Unter­of­fi­zier Albert ken­nen. Die bei­den jun­gen Leute wer­den zu einer Rei­se­ge­mein­schaft, die vom ers­ten Moment an von Anzie­hung und Irri­ta­tion geprägt ist. Denn Sara stellt alle kon­ven­tio­nel­len Umgangs­for­men auf den Kopf, ver­un­si­chert und pro­vo­ziert den inter­es­sier­ten Rei­se­be­glei­ter durch ihr selbst­be­wuss­tes Auf­tre­ten und ihre freien Reden. Diese fast 200 Jahre alte Geschichte zieht in den Bann. Erstaunt und  amü­siert beglei­ten wir das Paar auf ihrer Reise durch die male­ri­sche Land­schaft Schwedens.

Heike Trin­ker, gebo­ren in Nortorf, Schles­wig-Hol­stein, stu­dierte zunächst 11 Semes­ter Theo­lo­gie. Im Anschluss Schau­spiel­aus­bil­dung an der Hoch­schule für Musik und Dar­stel­lende Kunst in Frank­furt am Main mit abschlie­ßen­dem Diplom. Sie arbei­tete u.a. an den Staats­thea­tern Han­no­ver, Mainz, Saar­brü­cken, in Bie­le­feld, Bre­men, Kon­stanz, Essen, Bochum, Düs­sel­dorf. Seit 2002 arbei­tet Heike Trin­ker mehr fürs TV und begann mit ver­schie­de­nen Serien, in denen sie in Haupt­rol­len zu sehen war. Seit 2011 ist sie »Mar­lene Ber­ger«, die starke Frau an der Seite von »Stubbe«. Ihre Fern­seh-Kar­riere umfasst zahl­rei­che Auf­tritte in belieb­ten TV-Rei­hen wie unter ande­rem »Tat­ort«, »Wils­berg«, »Matula«, »Traum­schiff« oder »Mord mit Aus­sicht« und Serien wie »Merz gegen Merz«, »Die Füch­sin« und »SOKO«. Mit dem Kino­film »Inva­sion« gewann sie 2012 beim World Film Fes­ti­val Mont­real den Spe­cial Grand Prix of the Jury. Heike Trin­ker lebt in Köln.

 

Eine Ver­an­stal­tung des Sen­ders Radio Lotte Wei­mar in Koope­ra­tion mit der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V. Geför­dert von der Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thüringen

Lesung und Gespräch mit Bernd Lindner in der Stadt- und Regionalbibliothek Gera
Mrz 8 um 19:30

Bernd Lind­ner: Das Mosaik von Han­nes Hegen. Comic in der DDR

 

»Ori­en­ta­li­scher« könnte die Sze­ne­rie nicht sein: Vor einer Sil­hou­ette aus Moscheen und Mina­ret­ten jagt eine Gruppe wüten­der Män­ner in Plu­der­ho­sen –Tur­bane auf dem Kopf, Schna­bel­schuhe an den Füßen, Krumm­sä­bel, Speere und Hel­le­bar­den schwin­gend – hin­ter drei knol­len­na­si­gen Kobol­den her. Auch sie in ori­en­ta­li­schen Phan­ta­sie­kos­tü­men geklei­det. Der Eine schwarz‑, der Zweite blond- und der Dritte rot­haa­rig. So tauch­ten Dig, Dag und Dige­dag im Dezem­ber 1955 erst­mals auf dem Titel­blatt der Zeit­schrift MOSAIK auf. Der ein­zi­gen, durch­gän­gi­gen Comic-Heft­reihe, die in der DDR erschie­nen ist. Von nun an soll­ten die Dige­dags, wie sie alle nann­ten, treue Beglei­ter von Genera­tio­nen im Osten Deutsch­lands wer­den. Denn sie streif­ten mit ihnen durch Raum und Zeit – besuch­ten das alte Rom und ferne Gala­xien, das Mit­tel­al­ter ebenso wie den Wil­den Wes­ten – und lie­ßen damit die muf­fige, enge DDR ebenso weit hin­ter sich wie auch deren staat­lich gelenkte Pres­se­zen­sur. Der Mann, der dies fer­tig­brachte, war allen nur unter dem Pseud­onym Han­nes Hegen bekannt. Eigent­lich hieß er Johan­nes Hegen­barth, stammte aus einer weit­ver­zweig­ten Glas­ma­cher- und Künst­ler­fa­mi­lie aus Böh­misch Kam­nitz (heute Èeská Kamenice) und fand über das Kunst­hand­werk und die Pres­se­ka­ri­ka­tur zu sei­nen »Bil­der­ge­schich­ten« rund um die Dige­dags. Obwohl die Heft­reihe ledig­lich 20 Jahre unter sei­ner Regie erschien (die Zeit­schrift gibt es immer noch), ist das »MOSAIK von Han­nes Hegen«, ebenso wie ihr Schöp­fer, bis heute eine Legende. Hegens Traum­fa­brik beglückte nicht nur die DDR, son­dern über­lebte das Land um viele Jahrzehnte.

Bernd Lind­ner, gebo­ren 1952 in Luther­stadt Wit­ten­berg, ist Kul­tur­his­to­ri­ker und ‑sozio­loge. Die Uni­ver­si­tät Karls­ruhe ver­lieh dem habi­li­tier­ten Wis­sen­schaft­ler 2001 eine apl. Pro­fes­sur für Kul­tur- und Jugend­so­zio­lo­gie. Von 1995 bis 2015 war er als wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter und Aus­stel­lungs­ku­ra­tor am Zeit­ge­schicht­li­chen Forum Leip­zig (ZFL) tätig, das zur Stif­tung Haus der Geschichte der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land gehört. Johan­nes Hegen­barth lernte er 2009 per­sön­lich ken­nen. Als Han­nes Hegen war er ihm, wie auch des­sen MOSAIK, jedoch schon seit Kind­heits­ta­gen ver­traut. Lind­ner war maß­geb­lich an der Über­nahme von Hegen­barths Vor­lass ins ZFL betei­ligt. Dar­über hin­aus führte er mit dem Künst­ler inten­sive Gesprä­che über des­sen Leben und Werk. Dar­aus ent­stand die noch von ihm auto­ri­sierte Bio­gra­fie »Die drei Leben des Zeich­ners JoHAN­NES HEGEN­barth« (erst­mals erschie­nen 2015). Lind­ner ist Autor zahl­rei­cher Bücher und Auf­sätze zur Zeit­ge­schichte, bil­den­den Kunst und Kunst­re­zep­tion, Foto­gra­fie sowie Popu­lär- und All­tags­kul­tur. Bei der Lan­des­zen­trale für poli­ti­schen Bil­dung Thü­rin­gen sind bis­her von ihm erschie­nen »Nähe + Distanz, Bil­dende Kunst in der DDR« (2017) und »Wir blei­ben… das Volk! Losun­gen und Begriffe der Fried­li­chen Revo­lu­tion 1989« (2019). Er lebt und arbei­tet in Leipzig.

Vortrag von Christine Theml im Schillerhaus Rudolstadt
Mrz 8 um 19:30

»Ich war kühn«. Das Leben der Caro­line Schle­gel – Vor­trag von Chris­tine Theml

 

Chris­tine Theml, die ehe­ma­lige Lei­te­rin von Schil­lers Gar­ten­haus in Jena, erzählt am Inter­na­tio­na­len Frau­en­tag aus dem Leben der Caro­line Michae­lis-Böh­mer-Schle­gel-Schel­ling. Eine Aus­nah­me­frau, die nach Frei­heit, Selbst­be­stim­mung und dem Sinn im Leben strebte. Die Vor­aus­set­zun­gen hatte sie. Ein­mal teilte sie einem Freund mit: Durch Inter­esse an Din­gen außer mir, durch Betrach­tung, durch Mut­ter­schaft, durch alles, was ich tu, genieße ich mein Dasein. Da saß sie fest, ver­hei­ra­tet mit einem Arzt in Clausthal/Harz. Trotz­dem berei­tete sie sich auf ein stür­mi­sches Leben vor, das auch kam. Ihr Mann starb, zwei Kin­der star­ben kurz nach der Geburt, sie wurde auf der Fes­tung König­stein als Par­tei­gän­ge­rin der Fran­zö­si­schen Revo­lu­tion ein­ge­sperrt, ent­deckte dort eine erneute Schwan­ger­schaft von einem fran­zö­si­schen Offi­zier, das Kind hatte sie in einer Nacht der Glut und Lei­den­schaft emp­fan­gen, sie kam frei, und dann begann ein Leben in Jena unter den Früh­ro­man­ti­kern, wie sie es erstrebt hatte. Und hier traf sie auch auf die Schillers.
Musi­ka­lisch wird der Vor­trag von der Quer­flö­tis­tin Ilga Her­zog unter­malt. Sie spielt Werke aus der Zeit der Romantik.

Mrz
9
Do
Lesung und Gespräch mit Benjamin Lahusen am Erinnerungsort Topf und Söhne in Erfurt
Mrz 9 um 18:00

Ben­ja­min Lahu­sen: Der Dienst­be­trieb ist nicht gestört – Die Deut­schen und ihre Jus­tiz 1943 bis 1948 – Buch­vor­stel­lung mit anschlie­ßen­der Diskussion

 

Mode­ra­tion: Dr. Udo Schnei­der (Prä­si­dent des Ver­wal­tungs­ge­richt Meiningen)

Kaum beirrt von Bom­ben­krieg, Kapi­tu­la­tion und alli­ier­ter Besat­zung lie­fen Gerichts­ver­fah­ren vor und nach 1945 ein­fach wei­ter, mit den­sel­ben Akteu­ren, nach den glei­chen Regeln. Der Rechts­his­to­ri­ker Ben­ja­min Lahu­sen deckt in sei­ner Stu­die weit­ge­hende Kon­ti­nui­tä­ten der deut­schen Jus­tiz auf und zeich­net so das ein­dring­li­che Bild einer Gesell­schaft, die den gro­ßen Ein­schnitt so klein wie mög­lich hielt. Stutt­gart, im Sep­tem­ber 1944: Das Jus­tiz­ge­bäude wird durch neun Spreng­bom­ben und zahl­rei­che Brand­bom­ben weit­ge­hend zer­stört, doch stolz mel­det der Gene­ral­staats­an­walt, dass bereits am nächs­ten Mor­gen «noch in den Rauch­schwa­den… eine Reihe von Straf­ver­hand­lun­gen durch­ge­führt» wur­den. Auch andern­orts wird der Dienst­be­trieb in teils noch bren­nen­den Gebäu­den auf­recht­erhal­ten, spä­ter selbst unter Artilleriebeschuss.
Ben­ja­min Lahu­sen hat sich die Akten zahl­rei­cher Gerichte – dar­un­ter des Amts­ge­richts Ausch­witz – aus den Jah­ren vor und nach 1945 ange­se­hen und beschreibt, wie weder «End­kampf» noch staat­li­cher Zusam­men­bruch den juris­ti­schen Dienst­be­trieb unter­bre­chen konn­ten. Er erklärt, warum ein Still­stand der Rechts­pflege unter allen Umstän­den ver­mie­den wer­den sollte, und zeigt, wie nach dem Krieg alt­ge­diente Juris­ten pflicht­be­wusst das all­täg­li­che Recht des Drit­ten Reichs so wei­ter­führ­ten, als wäre nichts passiert.
Ben­ja­min Lahu­sen, ist Pro­fes­sor für Bür­ger­li­ches Recht und Neuere Rechts­ge­schichte an der Europa-Uni­ver­si­tät Via­drina in Frank­furt (Oder) sowie Bera­ter der Geschäfts­stelle der «Bera­ten­den Kom­mis­sion im Zusam­men­hang mit der Rück­gabe NS-ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­ge­nen Kul­tur­guts, ins­be­son­dere aus jüdi­schem Besitz». Er schreibt regel­mä­ßig für «Die ZEIT» und gibt die Zeit­schrift «Myops» heraus.
Eine Ver­an­stal­tung im Rah­men der 31. Jüdisch-Israe­li­schen Kul­tur­tage Thü­rin­gen in Koope­ra­tion mit: Erin­ne­rungs­ort Topf & Söhne und Erfur­ter Juris­ti­sche Gesell­schaft e.V.

Lesung und Gespräch mit Bernd Lindner in der Stadt- und Kreisbibliothek Greiz
Mrz 9 um 18:30

Bernd Lind­ner: Das Mosaik von Han­nes Hegen. Comic in der DDR

 

»Ori­en­ta­li­scher« könnte die Sze­ne­rie nicht sein: Vor einer Sil­hou­ette aus Moscheen und Mina­ret­ten jagt eine Gruppe wüten­der Män­ner in Plu­der­ho­sen –Tur­bane auf dem Kopf, Schna­bel­schuhe an den Füßen, Krumm­sä­bel, Speere und Hel­le­bar­den schwin­gend – hin­ter drei knol­len­na­si­gen Kobol­den her. Auch sie in ori­en­ta­li­schen Phan­ta­sie­kos­tü­men geklei­det. Der Eine schwarz‑, der Zweite blond- und der Dritte rot­haa­rig. So tauch­ten Dig, Dag und Dige­dag im Dezem­ber 1955 erst­mals auf dem Titel­blatt der Zeit­schrift MOSAIK auf. Der ein­zi­gen, durch­gän­gi­gen Comic-Heft­reihe, die in der DDR erschie­nen ist. Von nun an soll­ten die Dige­dags, wie sie alle nann­ten, treue Beglei­ter von Genera­tio­nen im Osten Deutsch­lands wer­den. Denn sie streif­ten mit ihnen durch Raum und Zeit – besuch­ten das alte Rom und ferne Gala­xien, das Mit­tel­al­ter ebenso wie den Wil­den Wes­ten – und lie­ßen damit die muf­fige, enge DDR ebenso weit hin­ter sich wie auch deren staat­lich gelenkte Pres­se­zen­sur. Der Mann, der dies fer­tig­brachte, war allen nur unter dem Pseud­onym Han­nes Hegen bekannt. Eigent­lich hieß er Johan­nes Hegen­barth, stammte aus einer weit­ver­zweig­ten Glas­ma­cher- und Künst­ler­fa­mi­lie aus Böh­misch Kam­nitz (heute Èeská Kamenice) und fand über das Kunst­hand­werk und die Pres­se­ka­ri­ka­tur zu sei­nen »Bil­der­ge­schich­ten« rund um die Dige­dags. Obwohl die Heft­reihe ledig­lich 20 Jahre unter sei­ner Regie erschien (die Zeit­schrift gibt es immer noch), ist das »MOSAIK von Han­nes Hegen«, ebenso wie ihr Schöp­fer, bis heute eine Legende. Hegens Traum­fa­brik beglückte nicht nur die DDR, son­dern über­lebte das Land um viele Jahrzehnte.

Bernd Lind­ner, gebo­ren 1952 in Luther­stadt Wit­ten­berg, ist Kul­tur­his­to­ri­ker und ‑sozio­loge. Die Uni­ver­si­tät Karls­ruhe ver­lieh dem habi­li­tier­ten Wis­sen­schaft­ler 2001 eine apl. Pro­fes­sur für Kul­tur- und Jugend­so­zio­lo­gie. Von 1995 bis 2015 war er als wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter und Aus­stel­lungs­ku­ra­tor am Zeit­ge­schicht­li­chen Forum Leip­zig (ZFL) tätig, das zur Stif­tung Haus der Geschichte der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land gehört. Johan­nes Hegen­barth lernte er 2009 per­sön­lich ken­nen. Als Han­nes Hegen war er ihm, wie auch des­sen MOSAIK, jedoch schon seit Kind­heits­ta­gen ver­traut. Lind­ner war maß­geb­lich an der Über­nahme von Hegen­barths Vor­lass ins ZFL betei­ligt. Dar­über hin­aus führte er mit dem Künst­ler inten­sive Gesprä­che über des­sen Leben und Werk. Dar­aus ent­stand die noch von ihm auto­ri­sierte Bio­gra­fie »Die drei Leben des Zeich­ners JoHAN­NES HEGEN­barth« (erst­mals erschie­nen 2015). Lind­ner ist Autor zahl­rei­cher Bücher und Auf­sätze zur Zeit­ge­schichte, bil­den­den Kunst und Kunst­re­zep­tion, Foto­gra­fie sowie Popu­lär- und All­tags­kul­tur. Bei der Lan­des­zen­trale für poli­ti­schen Bil­dung Thü­rin­gen sind bis­her von ihm erschie­nen »Nähe + Distanz, Bil­dende Kunst in der DDR« (2017) und »Wir blei­ben… das Volk! Losun­gen und Begriffe der Fried­li­chen Revo­lu­tion 1989« (2019). Er lebt und arbei­tet in Leipzig.

Lesung mit Lutz Rathenow in Apolda
Mrz 9 um 19:00

»Trot­zig lächeln und das Welt­all strei­cheln. Mein Leben in Geschich­ten« – Lesung mit dem Schrift­stel­ler Lutz Rathenow

 

In sei­nem neuen Werk „Trot­zig lächeln und das Welt­all strei­cheln“ berich­tet der DDR-Oppo­si­tio­nelle und Schrift­stel­ler Lutz Rathe­now aus sei­nem beweg­ten Leben. Am 9. März gas­tiert er in Apolda.

Mit „Ein Eis­bär aus Apolda“ ist Rathe­now wohl beson­ders unter dem jun­gen Publi­kum in Thü­rin­gen bekannt. In sei­nem neuen Werk jedoch erzählt der Schrift­stel­ler aus sei­nem beweg­ten Leben.

Lutz Rathe­now wurde 1952 in Jena gebo­ren. Er setzte sich wäh­rend des Stu­di­ums an der Jenaer Uni­ver­si­tät in einem oppo­si­tio­nel­len Lite­ra­tur­ar­beits­kreis für die Frei­heit der Gedan­ken ein und wurde dar­auf­hin ver­haf­tet und exma­tri­ku­liert. Trotz wei­te­rer Res­sen­ti­ments ver­lies er die DDR nicht und machte sich nach der poli­ti­schen Wende von 1989/90 als freier Autor und Jour­na­list einen Namen. Von 2011 bis 2021 war er der säch­si­sche Lan­des­be­auf­tragte für die Stasi-Unter­la­gen. „Schule, Fami­lie, erste Eifer­sucht. Das Meer, das All, die Mit­tags­stunde“, aber auch „sein Blick auf ras­sis­ti­sche Res­sen­ti­ments, unauf­ge­ar­bei­tete DDR-Prä­gun­gen, ent­täuschte West-Pro­jek­tio­nen und ihr Weg­re­den im All­tag“ seien The­men, denen sich Rathe­now in der Aus­ein­an­der­set­zung mit dem eige­nen Leben wid­met, heißt es in der Ankündigung.

Eine Ver­an­stal­tung mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Thü­rin­ger Lan­des­zen­trale für Poli­ti­sche Bildung.

Literatur im Flur in der Kunstgalerie Huber & Treff in Jena
Mrz 9 um 19:00

Lite­ra­tur im Flur – ein lite­ra­risch-musi­ka­li­sches For­mat, das in der Kunst­ga­le­rie Huber & Treff in Jena statt­fin­det. Chris­tine Hans­mann-Retz­laff, Iris Kers­tin Geis­ler und Chris­tine Theml stel­len 6 mal jähr­lich ein Buch ihrer Wahl vor. Immer am letz­ten Don­ners­tag des Monats im Früh­ling und im Herbst, immer um 19:00 Uhr.

Bei uns kau­fen Sie die Katze im Sack: Wel­che Bücher bespro­chen wer­den, ver­ra­ten wir Ihnen vor­her nicht!

Um 19:05 Uhr fällt die Gale­rie­tür ins Schloß: Lesung & Musik begin­nen. Herz­li­che Ein­la­dung an Sie!

Pro­jekt­lei­tung: Iris Geis­ler, Chris­tine Hansmann

 

Eine Ver­an­stal­tung der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V. in Koope­ra­tion mit der Kunst­hand­lung Hubert & Treff Jena. Geför­dert von der Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thüringen.

Mrz
10
Fr
Erzählstunde mit Antje Horn für Kinder aus dem Waldkindergarten Jena ‑Nord
Mrz 10 um 10:00 – 11:00

Tie­risch gute Freunde- Erzähl­stunde mit Antje Horn für Kin­der aus dem Wald­kin­der­gar­ten Jena ‑Nord

 

Die Erzäh­le­rin Frau Antje Horn hat uns vor Jah­ren schon ein­mal im Wald besucht und unsere Kin­der am Feuer mit ihren Geschich­ten, rhyth­misch beglei­tet von der Trom­mel, ver­zau­bert. Noch Wochen spä­ter haben die Kin­der die Reime und Lie­der gern wie­der aufgegriffen…

Der Wald­kin­der­gar­ten Jena Nord nimmt Teil am Bun­des­pro­gramm „Sprach-Kitas: Weil Spra­che der Schlüs­sel zur Welt ist“. Durch viel­fäl­tige Ange­bote wol­len wir Gele­gen­hei­ten zum freu­dig-spie­le­risch-krea­ti­ven Umgang mit Spra­che schaffen.

Eine Erzähl­stunde mit Frau Horn macht den Kin­dern nicht nur Spaß, es för­dert Kin­der auf vie­len ver­schie­de­nen Ebe­nen. Kin­der, denen Geschich­ten erzählt wer­den, haben einen grö­ße­ren Wort­schatz. Sie wer­den durch das freie Erzäh­len schon früh­zei­tig auf das Medium „Text« vor­be­rei­tet. Die Ein­la­dung zur Wie­der­ho­lung und Wie­der­gabe von Gehör­tem för­dert die Sprach­kom­pe­tenz, Sprach­ent­wick­lung und Konzentrationsfähigkeit.

Zudem erklä­ren Geschich­ten Zusam­men­hänge und ver­mit­teln Werte. Sie för­dern den auf­merk­sa­men Blick auf unsere Umwelt und unser Mit­ein­an­der. Die soziale Kom­pe­tenz der Kin­der wird gestärkt. Die Fan­ta­sie und Vor­stel­lungs­kraft wird ange­regt und Wis­sens­er­werb als freud­voll erlebt.

Dies alles regt die spä­tere Lese­lust der Kin­der an.

Dass Antje Horn uns im Wald besucht und die ört­li­chen Gege­ben­hei­ten, sowie vor­han­dene Natur­ma­te­ria­lien nutzt, um ihre Geschich­ten leben­dig zu gestal­ten, passt ganz groß­ar­tig zu unse­rem Konzept.

Wir freuen uns sehr, dass Antje Horn zu unse­ren Kin­dern kom­men kann!

Vie­len herz­li­chen Dank die För­de­rung durch die Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thüringen.

Lesung mit Frank Esche im Weltladen Rudolstadt
Mrz 10 um 19:00

Ero­ti­sche, amü­sante und kuriose Bege­ben­hei­ten aus 1000 Jah­ren thü­rin­gi­scher Geschichte.

Der Schrift­stel­ler Frank Esche zu Gast im Welt­la­den Rudolstadt
 

Der  Autor Frank Esche wird wäh­rend sei­ner Lesung lus­tige, ero­ti­sche und kurio­ser Anek­do­ten und Bege­ben­hei­ten über Lan­des­her­ren und Edel­leute, Bür­ger, Stu­den­ten und Pro­fes­so­ren, Kir­chen­die­ner, Mili­tär sowie Künst­ler prä­sen­tiert. Dabei erfolgt die Prä­sen­ta­tion von außer­ge­wöhn­lich inter­es­san­ten kopier­ten Ori­gi­nal­do­ku­men­ten und Bil­dern aus thü­rin­gi­schen Archi­ven. Der Schwer­punkt liegt dabei auf Schwarz­burg-Rudol­stadt und das Wir­ken von Johann Georg Buli­sius wäh­rend des soge­nann­ten »Land­strei­tes« in dem klei­nen thü­rin­gi­schen Fürs­ten­tum im 18. Jahrhundert.

Geför­dert durch die Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thüringen.

Mrz
11
Sa
Ausstellungseröffnung »Im Zeichen der Palme: Literatur und Grafik aus Mitteldeutschland« auf Schloss Burgk
Mrz 11 um 15:00

Im Zei­chen der Palme: Lite­ra­tur und Gra­fik aus Mitteldeutschland
30 Jahre Thü­rin­ger Lite­ra­tur­zeit­schrift Palm­baum im Spie­gel ihrer Einbände

 

Wahre Wun­der­kam­mern“, nennt sie Vol­ker Braun. Gemeint sind die Hefte der Zeit­schrift „Palm­baum. Lite­ra­ri­sches Jour­nal aus Thü­rin­gen“. 1993 von Det­lef Igna­siak gegrün­det, über­nahm 2005 der Jenaer Autor Jens-Fietje Dwars die Redak­tion. Seit­dem wer­den die Ein­bände von Künst­lern gestaltet.

Die Spann­weite reicht von Ger­hard Alten­bourg und Angela Ham­pel über Moritz Götze, Gerda Lepke und Gerd Macken­sen bis zu Uwe Pfei­fer, Max Uhlig und Bald­win Zettl.

Das 30-jäh­rige Bestehen der Zeit­schrift fei­ert eine Aus­stel­lung auf Schloß Burgk, wo all diese Künst­ler schon mehr­fach zu Gast waren. Sie zeigt alle Ein­bände und ihre ori­gi­nal­gra­fi­schen Vor­la­gen, dazu sämt­li­che Hefte, Künst­ler­briefe von Karl-Georg Hirsch, Hans Ticha und Stra­walde, Manu­skripte von Vol­ker Braun, Rei­ner Kunze und Wulf Kirs­ten sowie erst­pu­bli­zierte Auto­gra­fen von Gott­fried Benn, Gabriele Reu­ter und Paul Scheer­b­art. Im Pirck­hei­mer-Kabi­nett sind Gra­fik-Map­pen und Bei­la­gen der Mar­gi­na­lien zu sehen und ein ero­ti­sches Kabi­nett prä­sen­tiert Zeich­nung von Gerd Mackensen.

Zur Eröff­nung am 11. März gibt es ein Dada-Pro­gramm mit Michael von Hint­zen­stern und Jens‑F. Dwars. Letz­te­rer führt anschlie­ßend durch die Ausstellung.

 

Begleit­pro­gramm zur Ausstellung

Am 1. Mai 2023 for­dern wir: „Reich­tum für alle!“ Das neue Palm­baum-Heft (1/2023) fragt, worin Reich­tum besteht. Hen­ning Hacke spielt das Mär­chen „Vom Fischer und sei­ner Frau“. Frie­der W. Berg­ner spielt Jazz­po­saune. Anschlie­ßend Pre­miere des Buches zur Aus­stel­lung: »Ate­lier­ge­sprä­che. Por­träts ost­deut­scher Bildermacher«.

18. Juni: „Ent­de­ckung eines kas­trier­ten Klas­siks“: Romy Gehrke liest aus Goe­thes „Ero­tica“. Dwars spricht mit Gerd Macken­sen über ero­ti­sche Kunst. Mat­thias von Hint­zen­stern spielt Cello.

 

Aus­stel­lungs­dauer: 11. März bis 25. Juni 2023

Mrz
13
Mo
Wilhelm Meisters theatralische Sendung – Lesung mit Oliver Meyer-Ellendt in Altenburg
Mrz 13 um 18:00

»Wil­helm Meis­ters thea­tra­li­sche Sen­dung« – Aus­zugs­weise Lesung mit Erläu­te­run­gen mit Oli­ver Meyer-Ellendt (Wetz­lar)

 

 

Eine Som­mer­reise auf dem Thespis­kar­ren, eine Lie­bes­er­klä­rung an fah­rende Komö­di­an­ten, eine Abrech­nung mit ade­li­gen Mäze­nen und ein sehn­suchts­vol­ler Blick hin­ter den Thea­ter­vor­hang  –  all das ist Goe­thes Roman „Wil­helm Meis­ters thea­tra­li­sche Sen­dung“, ent­stan­den 1777 bis 1785. Lei­der fris­tet der Text häu­fig ein Schat­ten­da­sein als Vor­läu­fer­werk für Goe­thes „Wil­helm Meis­ters Lehr- und Wan­der­jahre“ und ist dabei doch ein eigen­stän­di­ges und höchst ver­gnüg­li­ches Werk voll Thea­ter­en­thu­si­as­mus und Schauspielermarotten.

Nach Abschluss eines Stu­di­ums der Lite­ra­tur­wis­sen­schaft, Kunst­ge­schichte und Musik­wis­sen­schaft als Magis­ter Artium arbei­tete Oli­ver Meyer-Ellendt an den Büh­nen von Müns­ter, Kiel und Bre­mer­ha­ven. 1996 wurde er künst­le­ri­scher Lei­ter und Regis­seur des „Wetz­la­rer Kel­ler­thea­ters“ und 2001 Autor und Regis­seur des „Statt­Thea­ters Wetz­lar“. Er schrieb mehr als fünf­und­zwan­zig sze­ni­sche Stadt­füh­run­gen rund um Goe­thes Auf­ent­halt in Wetz­lar sowie wei­tere Kos­tüm­stadt­füh­run­gen für Weil­burg, Nas­sau oder Braun­fels. Seit 2004 insze­niert Meyer-Ellendt am Stadt­thea­ter Gie­ßen, u. a. „König Ödi­pus“ und „Anti­gone“ nach B. Wartke sowie Musik­thea­ter­pro­duk­tio­nen des Kin­der- und Jugendchores.

Schreibwerkstatt »Zeilensprung« in der VHS Suhl
Mrz 13 um 19:00

Die Schreib­werk­statt »Zei­len­sprung« ist eine Unter­gruppe des Süd­thü­rin­ger Lite­ra­tur­ver­eins und arbei­tet selbständig.

Sie grün­dete sich 2004 unter der Lei­tung von Ursula Schütt aus einem Volks­hoch­schul-Schreib­kurs, der seit 2002 gelau­fen war. Zunächst unter dem Dach des Kul­tur­ver­eins »Alte Schule« Suhl-Mäben­dorf, stieß die Gruppe dann zum Süd­thü­rin­ger Literaturverein.
Ter­mine: jeden zwei­ten Mon­tag im Monat, ab 19.00 Uhr in der Volks­hoch­schule Suhl-Hein­richs (Mei­nin­ger Str. 89, 98529 Suhl)

Lei­tung: Ulrike Blechschmidt

Wer an der Mit­ar­beit inter­es­siert ist, wen­det sich bitte an Ulrike Blechschmidt.

Lesung aus dem kriminalistischen Werk von Hans Thiers in Krölpa
Mrz 13 um 20:00

»Mord­fälle im Bezirk Gera Band I bis III« – Lesung aus dem kri­mi­na­lis­ti­schen Werk von Hans Thiers

Autor Hans Thiers war von 1973 bis 1980 als Unter­su­chungs­füh­rer und von 1980 bis 1990 als zustän­di­ger Lei­ter der Mord­un­ter­su­chungs­kom­mis­sion in der Volks­po­li­zei des Bezir­kes Gera tätig und behan­delte alle Mord- und Ver­miss­ten­fälle sei­ner Dienstzeit.
Über 70 Mord­fälle sind in den zwei bis­he­ri­gen Bän­den Thiers‘ doku­men­tiert – ein ein­zig­ar­ti­ges publi­zis­ti­sches Werk. Nun stellt der Kri­mi­nal­rat a.D. sein neues und begehr­tes Sach­buch vor: „Mord­fälle im Bezirk Gera III – Berichte / Bil­der / Doku­mente (1960–1990)“.
Bei einer Lesung der beson­de­ren Art wer­den die Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer an Tat­orte geführt und mit Geständ­nis­sen kon­fron­tiert, die einem das Blut in den Adern gefrie­ren lassen.

Mode­riert wird der Abend von Michael Kirchschlager.

Musi­ka­li­sche Beglei­tung: Klaus Wege­ner (Kla­ri­nette /Saxophon)

Kar­ten gibt es bei der Gemein­de­ver­wal­tung Krölpa, in der Buch­hand­lung am Markt Pößneck und im Ticket­shop des Lese-Zei­chen e.V..

Ver­an­stal­ter: Lese-Zei­chen e.V. in Koope­ra­tion mit der Gemeinde Krölpa.

Mrz
14
Di
Lesung mit der Schriftstellerin Nina Petrick in der Grundschule »Wilhelm Busch« in Erfurt
Mrz 14 um 09:45 – 13:10

Ber­li­ner Autorin Nina Petrick zu Gast in der Grund­schule »Wil­helm Busch« in Erfurt

 

In der Zeit vom 13.03.2023 – 24.03.2023 fin­den Lese­wo­chen an unse­rer Schule statt. In den Klas­sen­stu­fen 3 und 4 stel­len die Schü­le­rin­nen und Schü­ler Bücher zum dies­jäh­ri­gen Thema »Brü­cken bauen – Gren­zen über­win­den – Mutig voran, schaf­fen wir es gemein­sam« vor. Im Rah­men die­ser Lese­wo­chen ist es seit Jah­ren an unse­rer Schule Tra­di­tion,  eine bekannte(n) Kinderbuchautor*in ein­zu­la­den. Die Schüler*innen erhal­ten durch Autoren­be­geg­nun­gen u.a. auch Ein­blick, wie sie ihre Buch­vor­stel­lung inter­es­sant und span­nend gestal­ten kön­nen. In die­sem Jahr wird die Kin­der­buch­au­torin Nina Petrick aus ihren Kin­der­bü­chern in den Klas­sen­stu­fen 2,3 und 4  vor­le­sen. Anschlie­ßend kön­nen die Schüler*innen  Fra­gen an die Autorin stel­len. Am 24.03.2023 fin­det als Abschluss der Lese­wo­chen ein Lese­wett­streit in den Klas­sen­stu­fen 3 und 4 statt. Der Sieger*in des Lese­wett­strei­tes aus der der Klas­sen­stufe 4 wird unsere Schule beim Vor­le­se­wett­be­werb der Stadt Erfurt vertreten.

 

Geför­dert durch das TMBJS.

»Studio Literatur« der Literarischen Gesellschaft Thüringen auf Radio Lotte
Mrz 14 um 22:00 – 23:00

Zu hören an jedem 3. Diens­tag im Monat, 22:00–23:00 Uhr – und als Podcast

Die Lite­ra­ri­sche Gesell­schaft Thü­rin­gen wirkt seit 30 Jah­ren aktiv am lite­ra­ri­schen Leben in Wei­mar und Thü­rin­gen mit. Sie orga­ni­siert Fes­ti­vals und Wett­be­werbe, Werk­stät­ten und Lesun­gen, ver­öf­fent­licht Bücher und Maga­zine. In der neuen Radio­sen­dung – die als Pod­cast nach­zu­hö­ren ist – stellt ihr Mode­ra­to­ren­team das lite­ra­ri­sche Leben rund um die LGT vor.

Damit betei­li­gen wir uns an der wöchent­li­chen Reihe »Lite­ra­tur am Diens­tag« von Radio Lotte:

  • Jeden 1. Diens­tag im Monat gibt es ab sofort »Lite­ra­tur­land Thü­rin­gen auf Radio Lotte« des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes. Mode­ra­tion: Jens Kirsten.
  • Jeden 2. Diens­tag gibt es das »Lite­ra­ri­sche Kaf­fee­haus« mit Sophia Sprin­ger und Kon­rad Paul.
  • Jeden 3. Diens­tag führt die LGT die Zuhö­rer in ihr »Stu­dio Lite­ra­tur«, mit Guido Naschert und Ste­fan Peter­mann & wei­te­ren Moderator∙innen;
  • Jeden 4. Diens­tag gibt es die »Lese­lotte« mit Gabi Gericke.

Pod­cast

Die ein­zel­nen Pod­casts sind in unse­rer Media­thek zu hören und auf Pod­cast-Platt­for­men (wie z. B. Spo­tify, Dee­zer oder iTu­nes) zu abonnieren.

Die jeweils aktu­el­len Sen­dungs­in­halte wer­den auf der Web­site der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen unter »Ver­an­stal­tun­gen« angekündigt.

Pro­jekt­lei­tung, Redak­tion: Guido Naschert, Ste­fan Petermann

Mode­ra­tion: Fran­ziska Berg­holtz, Chris­tine Hans­mann, Ulrike Mül­ler, Guido Naschert, Ste­fan Peter­mann, André Schin­kel, Lea Weiß

Ton­tech­nik: Timm Weber, San­dra Reyes

Sound­de­sign: Maria Anto­nia Schmidt

Gra­fik: Maria Fer­nanda Sán­chez Santafé

Mrz
15
Mi
Bilderbuchkino: „Der kleine Drache Kokosnuss und die Geburtstagsparty« im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Mrz 15 um 16:00

Bil­der­buch­kino: „Der kleine Dra­che Kokos­nuss und die Geburtstagsparty«

 

Der Raum wird dun­kel, die Bil­der einer Geschichte begin­nen zu leuchten.

Das Kul­tur: Haus Dacheröden bie­tet zwei Mal im Monat ein kos­ten­lo­ses Bil­der­buch­kino für Kin­der ab 4 Jah­ren an. Dabei wer­den die Bil­der eines Bil­der­buchs auf eine große Lein­wand pro­ji­ziert und der Text live vor­ge­le­sen. Die beson­dere Atmo­sphäre nimmt mit auf eine Reise mit der klei­nen Hexe, dem fre­chen Rabe Socke, dem Nein­horn und vie­len ande­ren. Herz­li­che Ein­la­dung für kleine und große Gäste zum Stau­nen, Träu­men und Lachen.

Der kleine Dra­che Kokos­nuss und die Geburts­tags­party« von Ingo Sieger

Der kleine Dra­che Kokos­nuss ist auf­ge­regt: Er hat bald Geburts­tag und würde gern fei­ern! Aber wenn er seine Eltern Mette und Magnus fragt, wei­chen sie ihm aus. Komisch … Merk­wür­dig fin­det Kokos­nuss auch, dass Oskar und Matilda nicht über das Thema »Geburts­tag« spre­chen wol­len. Er ahnt nicht, dass Oskar und Matilda eine rie­sige Über­ra­schungs­party mit vie­len Gäs­ten pla­nen: Vam­pir Biss­bert, die Gespens­ter Kle­men­zia und Gerd, Höh­lenun­ge­heuer Bal­duin, Pirat Pie­ter Back­bord, Trö­del-Knö­del, Wilde Hum­mel, Affe Jojo und viele mehr.

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung des cbj Ver­lags.

Lesung mit Andrea Wulf im Zeiss-Planetarium Jena
Mrz 15 um 19:30

Lesung mit Andrea Wulf: »Fabel­hafte Rebel­len. Die frü­hen Roman­ti­ker und die Erfin­dung des Ich«

Im Mit­tel­punkt von »Fabel­hafte Rebel­len« steht das span­nungs­ge­la­dene Ver­hält­nis zwi­schen den atem­be­rau­ben­den Mög­lich­kei­ten des freien Wil­lens und den Fall­stri­cken des Ego­is­mus. Die Grat­wan­de­rung, die die Jenaer Freunde zwi­schen dem Tun­nel­blick der indi­vi­du­el­len Per­spek­tive und dem Glau­ben an eine Ver­än­de­rung zum Wohle der All­ge­mein­heit voll­führ­ten, ist auch heute noch aktu­ell. Ihre Ideen sind so tief in unsere Kul­tur und unser Ver­hal­ten ein­ge­drun­gen, dass wir ver­ges­sen haben, woher sie stam­men. Wir spre­chen nicht mehr über Fich­tes selbst­be­stimm­tes Ich, weil wir es ver­in­ner­licht haben. Wir sind die­ses Ich. Oder anders aus­ge­drückt: Heute ist es für uns selbst­ver­ständ­lich, dass wir die Welt um uns herum durch unser Ich beur­tei­len. Nur so begrei­fen wir unse­ren Platz in der Welt. Unsere Stärke beruht dar­auf, dass der Jenaer Kreis das Ich mutig in den Mit­tel­punkt gestellt hat. Aber es liegt an uns zu ent­schei­den, wie wir die­ses Ver­mächt­nis nutzen.«

Eine Koope­ra­tion des Roman­tik­er­hau­ses Jena mit dem Zeiss-Pla­ne­ta­rium Jena.

Tickets: online und vor Ort im Zeiss-Pla­ne­ta­rium Jena

Mrz
16
Do
Lesung und Gespräch mit Yang Lian und Jan Wagner in der Weimarer LiteraturEtage
Mrz 16 um 19:00

Yang Lian / Jan Wag­ner (Übers.): Erkun­dung des Bösen

 

Die Glo­ba­li­sie­rung for­dert drin­gend einen inten­si­ve­ren Aus­tausch zwi­schen den ver­schie­de­nen Kul­tu­ren. Ver­gli­chen mit frü­he­ren Zei­ten hat die Poe­sie dabei heute eine ganz anders gela­gerte Ver­ant­wor­tung. »Erkun­dung des Bösen« ist die jüngste Gedicht­samm­lung des chi­ne­si­schen Dich­ters Yang Lian in deut­scher Spra­che. Sie steht in engem Zusam­men­hang mit den aktu­el­len Dilem­mata Chi­nas und der Welt: Hong­kong, die Pan­de­mie, der Angriffs­krieg Russ­lands auf die Ukraine, Exil­schick­sale im neuen Kon­text. Krise, Den­ken und Dich­tung sti­mu­lie­ren sich wech­sel­sei­tig, und die Frage nach der Mensch­lich­keit schließt sich an.

Ein­zig­ar­tig ist diese Samm­lung auch wegen der Über­set­zun­gen durch eine viel­sei­tige Gruppe deutsch­spra­chi­ger Dichter:innen und Übersetzer:innen. Dichter:innen wie Joa­chim Sar­to­rius, Jan Wag­ner, Ann Cot­ten, Die­ter M. Gräf und Hans Chris­toph Buch füh­ren damit das Pro­jekt gegen­sei­ti­ger Über­tra­gun­gen zwi­schen chi­ne­si­schen und deut­schen Dichter:innen fort, das Yang Lian seit vie­len Jah­ren beglei­tet, und prak­ti­zie­ren so ein gemein­sa­mes poe­ti­sches Nach­den­ken zwi­schen den Spra­chen. Lang­jäh­rige Übersetzer:innen wie Rupprecht Mayer oder die jün­gere Genera­tion um Daniel Bay­erstor­fer und Lea Schnei­der und andere ver­lei­hen durch ihre unter­schied­li­chen Her­an­ge­hens­wei­sen und Über­set­zungs­stile den Gedich­ten von Yang Lian einen rei­chen und viel­fäl­ti­gen Klang. Letzt­lich wur­zelt »Erkun­dung des Bösen« als poe­ti­sches Gan­zes immer im Leben, stellt sich der Krise und schleu­dert mit Hilfe sei­ner krea­tiv-gela­de­nen Spra­che einen »Blitz in unsere Zeit«, wie Frank Kraus­haar schreibt.

Yang Lian ist in Bern 1955 gebo­ren und in Peking auf­ge­wach­sen. Er wurde 1974, zur Zeit der Kul­tur­re­vo­lu­tion, zur Umer­zie­hung durch Arbeit aufs Land ver­schickt, wo er zu schrei­ben begann, und kehrte nach dem Tod von Mao Zedong 1977 nach Peking zurück. Er war Mit­be­grün­der der Dich­ter­gruppe »Obskure Lyrik – zeit­ge­nös­si­sche chi­ne­si­sche Poe­sie«. Seine lan­gen Gedicht­se­quen­zen fan­den inner­halb und außer­halb Chi­nas in den 1980er Jah­ren weite Ver­brei­tung. Im Jahre 1988 wurde er nach Aus­tra­lien und Neu­see­land ein­ge­la­den. Nach sei­nem Pro­test über das Mas­sa­ker von Tian‘anmen ist er zum Dich­ter im Exil gewor­den. Seine Gedichte und Schrif­ten wur­den in mehr als 30 Spra­chen über­setzt. Yang Lian hat 10 Bücher in deut­scher Über­set­zung ver­öf­fent­licht. Yang Lian hat viele inter­na­tio­nale Preise gewon­nen, dar­un­ter den Inter­na­tio­nal Nonino Prize (2012), den Capri Inter­na­tio­nal Prize (2014), den Paci­fic Inter­na­tio­nal Poe­try Prize (Tai­wan, 2016), den Janus Pan­no­nius Inter­na­tio­nal Poe­try Award (2018), den ers­ten Sarah McGuire Prize for Poe­try in Trans­la­tion (2021). Er wurde zwei­mal in das Vor­stands­mit­glied des PEN Inter­na­tio­nal Board gewählt. Er war Sti­pen­diat des DAAD-Pro­gramms (1991), Schloss Soli­tude (1994–1995) und des Wis­sen­schafts­kol­legs zu Ber­lin (2012–2013). Yang Lian lebt sowohl in Ber­lin als auch in London.

Jan Wag­ner, 1971 in Ham­burg gebo­ren, lebt in Ber­lin. 2001 erschien sein ers­ter Gedicht­band „Pro­be­boh­rung im Him­mel«. Es folg­ten »Gue­ri­ckes Sper­ling« (2004), »Acht­zehn Pas­te­ten« (2007), »Aus­tra­lien« (2010), »Die Eulen­has­ser in den Hal­len­häu­sern« (2012) und der Sam­mel­band »Selbst­por­trät mit Bie­nen­schwarm« (2016) und zuletzt »Die Life But­terlfy Show« (2018) sowie die Essay­bände »Der ver­schlos­sene Raum« (2017) und »Der glück­li­che Augen­blick« (2021). Für sei­nen Gedicht­band »Regen­ton­nen­va­ria­tio­nen« (2014) gewann er 2015 den Preis der Leip­zi­ger Buch­messe, 2017 wurde er mit dem Georg-Büch­ner-Preis ausgezeichnet.

Ein­füh­rung und Gesprächs­füh­rung: Jan Wag­ner (Ber­lin)

 

Eine Ver­an­stal­tung der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V. Geför­dert von der Kul­tur­stif­tung des Freis­staats Thü­rin­gen sowie Neu­start Kultur

Konzert und Vortrag mit Kevin Gore auf Burg Ranis
Mrz 16 um 19:30

Kon­zert & Vor­trag: Sing for Scot­tish Independence

Ein Burg-Abend unter weiß-blauer Flagge steht an! In Schott­land wächst ein­mal mehr das Ver­lan­gen nach Selbst­be­stim­mung und einem neuen Unab­hän­gig­keits­re­fe­ren­dum. Die Zustim­mung in der Bevöl­ke­rung zum „Sce­xit“ und der Wunsch nach staat­li­cher Eigen­stän­dig­keit ist laut aktu­el­len Umfra­gen bri­ti­scher Mei­nungs­for­scher so hoch wie nie. Woher kommt die­ser Wunsch und wel­che Rolle spielt Musik in der schot­ti­schen Unabhängigkeitsbewegung?

Zum Klä­ren die­ser und wei­te­rer Fra­gen haben wir eine der her­aus­ra­gen­den Stim­men der Schot­ti­schen Unab­hän­gig­keits­be­we­gung zu Gast: Singer/Songwriter Kevin Gore. Inspi­riert von sei­nem per­sön­li­chen Glau­ben an Gleich­heit, soziale Gerech­tig­keit und ein unab­hän­gi­ges Schott­land wagen seine Lie­der den Balan­ce­akt zwi­schen Schön­heit und poli­ti­schem Akti­vis­mus. Ihren Ursprung haben sie im kel­ti­schen Folk und wur­den u.a. vom Schot­ti­schen Autor Irvine Welsh sowie vom ehe­ma­li­gen Schot­ti­schen First Minis­ter Jack McCon­nell gelobt.

Unter­stützt wird Gore von Mr. Moon & the Beau­ti­ful Dream. Über ihn heißt es: »Wenn die­ser Mann die Bühne betritt, kann alles pas­sie­ren, und das tut es meist auch.“ Der Gei­ger und Song­wri­ter stammt aus der Nähe von Bir­ming­ham und hat iri­sche Wur­zeln. Da er sich stän­dig auf Rei­sen befin­det, ver­wun­dert es nicht, dass Mr. Moon bereits auf der hal­ben Welt gespielt hat, u.a. mit Folk-Grö­ßen wie Peggy See­ger oder Tim Edey. Sein musi­ka­li­scher Stil erin­nert an Leo­nard Cohen und Tom Waits.

Mode­riert wird der Abend von Schott­land-Freund & ‑ken­ner M. Kruppe.

Ver­an­stal­ter: Lese-Zei­chen e.V. mit För­de­rung der Part­ner­schaft für Demo­kra­tie im Saale-Orla-Kreis

Mrz
17
Fr
Lesung mit Dorothee Eva Herrmann in der Stadtbibliothek Rudolstadt
Mrz 17 um 10:00

Die Autorin, Illus­tra­to­rin Doro­thee Eva Herr­mann – Doro­fee- mit ihrer musi­ka­li­schen Lesung zu Gast in der Stadt­bi­blio­thek Rudolstadt

 

Pas­send zum St. Patrick’s Day, der in Irland und welt­weit am 17.03. gefei­ert wird, kommt Doro­fee mit iri­schen Sagen und Mär­chen und Har­fen­klän­gen in die Stadt­bi­blio­thek Rudol­stadt. Da Rudol­stadts Part­ner­stadt Let­ter­kenny ist, wird die­ser Tag in Rudol­stadt beson­ders zele­briert. Die musi­ka­li­sche Lese­ver­an­stal­tung für Kin­der- und Jugend­li­che passt the­ma­tisch zum iri­schen Nationalfeiertag.

Geför­dert durch die Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thüringen.

Vortrag und Gespräch mit Matthias Deinert, Martin Wendl und Julia M. Wendl im Baumbachhaus Kranichfeld
Mrz 17 um 19:00

Ent­eig­net, ent­zo­gen, ver­kauft. Zur Auf­ar­bei­tung der Kul­tur­gut­ver­luste in SBZ und DDR
Vor­trag und Gespräch mit dem Mit­her­aus­ge­ber Mat­thias Dei­nert, dem Zeit­zeu­gen Mar­tin Wendl und Julia M. Wendl

 

Adlige, Kunst­händ­ler, „Repu­blik­flücht­linge“, aber auch pas­sio­nierte Samm­ler: Ganz unter­schied­li­che Grup­pen wur­den in sowje­ti­scher Besat­zungs­zone (SBZ) und DDR Opfer staat­lich orga­ni­sier­ten Kul­tur­gut­ent­zugs. Der Sam­mel­band gibt einen Über­blick zum Stand der wis­sen­schaft­li­chen Auf­ar­bei­tung sol­cher Ver­luste zwi­schen 1945 und 1990. Befin­det sich 1945–1990 ver­staat­lich­tes Eigen­tum heute zu Recht in öffent­li­chen Samm­lun­gen? Wel­che Arten des Ent­zugs gab es? Wer waren die Akteure? Wann, unter wel­chen Umstän­den kamen die Objekte in öffent­li­che Samm­lun­gen? Und woher? Diese Fra­gen sind auch grenz­über­grei­fend von Inter­esse. Ent­zo­gene Pri­vat­samm­lun­gen und Stü­cke unsi­che­rer Her­kunft aus dem «Muse­ums­fonds der DDR» wur­den gegen Devi­sen auf dem inter­na­tio­na­len Kunst­markt ver­kauft. Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­luste wid­met sich u.a. den Ent­zie­hun­gen von Kul­tur­gü­tern in Sowje­ti­scher Besat­zungs­zone (SBZ) und DDR und ermög­licht seit 2017 Grund­la­gen­for­schung in die­sem Bereich.

Mat­thias Dei­nert, gebo­ren in Bären­klau, stu­dierte bis 2009 an der Uni­ver­si­tät Pots­dam Ger­ma­nis­tik und Anglis­tik. Wäh­rend des Stu­di­ums arbei­tete er jour­na­lis­tisch. Nach dem Stu­dium war er als wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter am Pots­dam Museum – Forum für Kunst und Geschichte tätig, spä­ter auch für den Muse­ums­ver­band Bran­den­burg und für das Stadt- und Regio­nal­mu­seum im Schloss Lüb­ben (Spree­wald). Seit Mai 2017 ist er wis­sen­schaft­li­cher Refe­rent für Kul­tur­gut­ent­zie­hun­gen in SBZ/DDR im Fach­be­reich Kul­tur­gut­ver­luste im 20. Jahr­hun­dert in Europa bei der Stif­tung Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­luste in Magdeburg.

Mar­tin Wendl grün­dete Anfang Juni 1991 gemein­sam mit Anke Wendl in Rudol­stadt das heute inter­na­tio­nal renom­mierte Kunst-Auk­ti­ons­haus Wendl. Der stu­dierte Ger­ma­nist, Lek­tor und Autor des Grei­fen­ver­la­ges Rudol­stadt hatte als pas­sio­nier­ter Kunst- und Anti­qui­tä­ten­samm­ler bereits 1973 in der thü­rin­gi­schen Resi­denz­stadt mit sei­ner dama­li­gen Ehe­frau die „Anti­qui­tä­ten-Stube“ eröff­net. Für Lieb­ha­ber und Ken­ner schö­ner alter Dinge wurde die­ser nur wenige Qua­drat­me­ter große Laden inner­halb kur­zer Zeit ein belieb­ter und gefrag­ter Anlauf­punkt, war er doch mehr als in Farb­tup­fer in der ansons­ten ein­tö­ni­gen DDR-Waren­welt. 1987 wur­den Wendls eines der Opfer der „Zwangs­ent­eig­nung zwecks Devi­sen­be­schaf­fung“ der so genann­ten Kunst und Anti­qui­tä­ten GmbH Ber­lin-Müh­len­beck mit ihrem Draht­zie­her Alex­an­der Schalck-Golod­kow­ski. Bei­nahe um die gesamte Exis­tenz gebracht, blieb nur die Aus­reise. Gleich nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung ging es von Würz­burg aus an die Vor­be­rei­tung zur Auk­ti­ons­haus-Grün­dung in der alten Hei­mat. Am 9. Novem­ber 1991 wurde die erste Auk­tion mit gro­ßem Erfolg durch­ge­führt. Inzwi­schen hat sich der eins­tige Fami­li­en­be­trieb zu einem vier­zehn Mit­ar­bei­ter umfas­sen­den Unter­neh­men ent­wi­ckelt. Nach ihren erfolg­reich abge­schlos­se­nen Uni­ver­si­täts­stu­dien an den Insti­tu­ten von Christie‘s und Sotheby‘s in Lon­don stieg 2017 auch Toch­ter Julia M. Wendl end­gül­tig in das Fami­li­en­un­ter­neh­men ein. Seit 2018 ist sie Gast­do­zen­tin im MA-Kurs Art Busi­ness bei Sotheby´s Insti­tute of Art, Lon­don und Mit­glied im Lan­des­sach­ver­stän­di­gen­aus­schuss für natio­nal wert­vol­les Kul­tur- und Archiv­gut des Frei­staats Thü­rin­gen und seit 2020 Kura­to­ri­ums­mit­glied der Kul­tur­stif­tung der Län­der. Seit 2021 führt sie das Kunst-Auk­ti­ons­haus als neue Inhaberin.

Mrz
18
Sa
Film & Gespräch mit Daniel Börner und Torsten Eckold in Jena
Mrz 18 um 16:30

Frie­dens­ge­mein­schaft Jena 1983

Film & Gespräch mit Daniel Bör­ner und Tors­ten Eck­old: Frie­dens­ge­mein­schaft Jena 1983

 

Anfang der 1980er Jahre enga­gier­ten sich junge Men­schen in Jena für Ver­än­de­run­gen, mit­ein­an­der ver­bun­den durch christ­li­che, pazi­fis­ti­sche und huma­nis­ti­sche Motive. Vor 40 Jah­ren – im Früh­jahr 1983 – trat eine Gruppe mit eige­nen Aktio­nen und For­de­run­gen an die Öffent­lich­keit. Auf ihren Trans­pa­ren­ten und Pla­ka­ten stand unter ande­rem: „Frie­den schaf­fen ohne Waf­fen“, „Ver­zich­tet auf Gewalt“, „Mili­ta­ri­sie­rung raus aus unse­rem Leben“, „Weg mit dem Kriegs­spiel­zeug“ und „Schwer­ter zu Pflugscharen“.

Über den DDR-weit sin­gu­lä­ren Vor­gang wurde auch im Wes­ten berich­tet. „Zehn sind manch­mal wie Zehn­tau­send“, so hatte der Schrift­stel­ler Jür­gen Fuchs, bereits 1977 nach West-Ber­lin aus­ge­wie­sen, die beson­dere Situa­tion in Jena beschrie­ben. Doch neben der staat­li­chen Pro­pa­ganda vom „Frie­dens­staat DDR“ wur­den die Stim­men einer unab­hän­gi­gen Frie­dens­be­we­gung nicht gedul­det. Nach Repres­sio­nen durch Behör­den und Geheim­po­li­zei (Aktion „Gegen­schlag“) ver­lie­ßen die meis­ten Mit­glie­der der Frie­dens­ge­mein­schaft das Land. Heute ste­hen die Ereig­nisse 1983 in Jena für zivil­ge­sell­schaft­li­ches Enga­ge­ment unter den Bedin­gun­gen der SED-Dik­ta­tur und sym­bo­li­sie­ren ein her­aus­ra­gen­des Bei­spiel unse­rer Demokratiegeschichte.

In der fil­mi­schen Doku­men­ta­tion von Daniel Bör­ner und Tors­ten Eck­old kom­men betei­ligte Zeit­zeu­g­in­nen und Zeit­zeu­gen selbst zu Wort. Wel­che Lebens­wege und Ent­schei­dun­gen führ­ten sie damals als Gruppe zusam­men? Was bedeu­tete das Ein­tre­ten für Frie­den auf dem Höhe­punkt des „Kal­ten Krie­ges“? Wie schauen die Prot­ago­nis­ten auf das Erlebte zurück? Der Ter­min der Pre­miere ver­bin­det Geschichte mit Gegen­wart: Am 18. März 1983, auf den Tag genau vor 40 Jah­ren, demons­trierte die Frie­dens­ge­mein­schaft Jena erst­mals öffent­lich. Im Anschluss fin­det ein Film­ge­spräch statt, zu dem Inter­es­sierte und Zeit­zeu­gen glei­cher­ma­ßen ein­ge­la­den sind.

Eine Ver­an­stal­tung der Geschichts­werk­statt Jena in Koope­ra­tion mit der Lan­des­zen­trale für poli­ti­sche Bil­dung Thüringen.

Mrz
20
Mo
Lesung mit Ulf Annel im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Mrz 20 um 19:30

Das „Poe­sie­al­bum“ war in der DDR eine Ver­bin­dung zur wei­ten Welt, zur inter­na­tio­na­len Lyrik­szene. Seit 1967 wurde die Viel­falt der Poe­sie in klei­nen Hef­ten auf­ge­blät­tert, die zeit­wei­lig nur unterm Laden­tisch erhält­lich waren. Es fing an mit Ber­tolt Brecht, setze sich fort mit Maja­kow­ski und Heine. Und Nr. 4 war schon ein Thü­rin­ger Autor, näm­lich Wulf Kirs­ten. Mit der Nr. 375 nun fröh­li­che Gedichte des Erfur­ter „Arche“-Kabarettisten Ulf Annel, die er zu Hause in Tief­thal oder auf einem Bal­kon in Graal-Müritz schrieb. Vor allem dort im Urlaub – ver­bun­den mit Ruhe, fri­scher Luft und immer mal einer Runde Schwim­men in der Ost­see – seien die Ideen nur so gespru­delt, die Krea­ti­vi­tät beför­dert wor­den. Beson­ders erfreu­lich: Für Titel­bild und Innen­gra­fik konnte der Kari­ka­tu­rist Ioan Cozacu (Nel) gewon­nen wer­den, der u.a. für die „Thü­rin­gi­sche Lan­des­zei­tung“ und den „Eulen­spie­gel“ zeichnet.

Der Autor Mat­thias Bis­ku­pek machte den Ver­le­ger der Lyrik-Reihe auf Ulf Annel auf­merk­sam und begann die Aus­wahl des Bänd­chens, konnte dies jedoch vor sei­nem Tod nicht mehr beenden.

Zur Erfur­ter Früh­lings­lese prä­sen­tiert der Autor Ulf Annel sein Lyrik-Heft, musi­ka­lisch beglei­tet vom Boo­gie-Pia­nis­ten Jür­gen Adlung alias Mr. Speedfinger.
Außer­dem sind dabei: Sieg­fried Nucke (Ver­lag Tas­ten & Typen), der die Aus­wahl nach Bis­ku­peks Tod fer­tig­stellte, und der Kari­ka­tu­rist Nel.

In Koope­ra­tion mit der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V.

Narrare – Weltgeschichtentag im Café Pici in Jena
Mrz 20 um 20:00

NARRARE Welt­ge­schicht­en­tag: „Tog­e­ther we can“. Geschich­ten – Musik – Offene Bühne

Welt­weit tref­fen sich am 20. März jedes Jahr Men­schen, um mit­ein­an­der Geschich­ten und Lie­der zu tei­len. 2023 steht der World Sto­ry­tel­ling Day unter dem Thema: Tog­e­ther we can! Lasst uns die­sen Tag gemein­sam fei­ern. Erzählt und musi­ziert mit uns!

Ihr möch­tet Teil der offe­nen Bühne sein? Bitte mel­det euch bei Antje Horn: ahorn-jena(at)outlook.de! Das PICI, der Lese-Zei­chen e.V. und die Geschich­ten­er­zäh­le­rin Antje Horn laden ein.

Der Hut wird wan­dern. Wir sam­meln Spen­den für Erzäh­ler ohne Grenzen.

Ver­an­stal­ter: Lese-Zei­chen e.V., Café Pici, unter­stützt von der ReCo­ver Stiftung

Mrz
21
Di
Vortrag von Prof. Dr. Georg Schmidt im Goethe-Nationalmuseum in Weimar
Mrz 21 um 18:00

Goe­the – vom Lan­des­po­li­ti­ker zum Kri­ti­ker der Moderne

Vor­trag von  Prof. Dr. Georg Schmidt (Jena)

Mrz
22
Mi
Lesung mit Dennis Gastmann in der Buchhandlung Hugendubel in Erfurt
Mrz 22 um 20:15

Den­nis Gast­mann: Dalee

 

Der erste Roman des Glo­be­trot­ters Den­nis Gast­mann („Mit 80.000 Fra­gen um die Welt“) ist auch von einer Reise inspi­riert: In Siam in Süd­ost­asien lebte Gast­mann mit Ele­fan­ten, badete mit ihnen, sah sie gar malen. Die Idee war gebo­ren für die Geschichte um den Ele­fan­ten Dalee und den jun­gen Ele­fan­ten­füh­rer Bellini.

Es ist ein gro­ßes Wag­nis. Ein ros­ti­ger Damp­fer mit einer gan­zen Ele­fan­ten­herde im Bauch sticht in Kal­kutta in See und nimmt Kurs auf die Anda­ma­nen­in­seln. An Bord sind auch der junge Bel­lini, seine Fami­lie und ihr Arbeits­ele­fant, Dalee. Indien ist gerade unab­hän­gig gewor­den, und die Fami­lie lässt alles hin­ter sich, um auf dem fer­nen Archi­pel ein neues Leben zu begin­nen. Kei­ner von ihnen ahnt, was sie dort erwar­tet. Nicht nur undurch­dring­li­cher Dschun­gel, son­dern auch schwer bere­chen­bare ehe­ma­lige Häft­linge eines bri­ti­schen Kolo­ni­al­ge­fäng­nis­ses und ein rei­cher Unter­neh­mer, der nicht hält, was er ver­spricht. Mit­ten­drin soll Bel­lini das alt­ehr­wür­dige Hand­werk des Mahuts, des Ele­fan­ten­füh­rers, erler­nen. Der Große Graue wird bald zu sei­nem engs­ten Gefähr­ten, der Junge rei­tet sogar auf dem Rücken des Ele­fan­ten durchs Meer. Doch Dalee wird mit dem Alter lau­nen­haft und gefähr­lich. Er scheint das Gedächt­nis zu ver­lie­ren – eine Kata­stro­phe für die Fami­lie. Man sagt, ein Ele­fant ver­gisst nie, aber was, wenn doch? Opu­lent und bild­reich erzählt Den­nis Gast­mann von einem Neu­an­fang im Unbe­kann­ten, von lebens­lan­ger Freund­schaft und vom Abschied­neh­men. Ein außer­ge­wöhn­li­ches Aben­teuer, inspi­riert von einer wah­ren Geschichte.

Den­nis Gast­mann war Autor der Sati­re­sen­dung «extra 3», bevor er begann, als Aus­lands­re­por­ter um den Glo­bus zu rei­sen. 2011 erschien sein viel­ge­lob­ter Band «Mit 80.000 Fra­gen um die Welt», danach wan­derte er von Deutsch­land über die Alpen nach Ita­lien, um seine Sün­den zu büßen («Gang nach Canossa», 2012). Zuletzt erschie­nen «Geschlos­sene Gesell­schaft» (2014), eine Exkur­sion in die Welt der Rei­chen, und «Atlas der unent­deck­ten Län­der» (2016), eine Ent­de­ckungs­reise zu den letz­ten unbe­kann­ten Orten unse­rer Erde.

Mrz
23
Do
Lesung mit Annette Seemann in der Weimarer LiteraturEtage
Mrz 23 um 19:00

Annette See­mann: »Viva la Vida! Frida Kahlo«

»Wozu brau­che ich Füße, wenn ich Flü­gel habe.« Frida Kahlo

Neue Ent­hül­lun­gen über die Ausnahmekünstlerin

 

Die mexi­ka­ni­sche Male­rin Frida Kahlo, die vor allem mit ihren Selbst­por­träts ein Feu­er­werk an Emo­tio­nen und Far­ben zün­dete, fas­zi­niert bis heute ein Mil­lio­nen­pu­bli­kum. Sie malte den täg­li­chen Kampf im Umgang mit ihrer schwe­ren Krank­heit und ihrem zer­ris­se­nen Sein. Trotz des vie­len Leids kämpfte sie tap­fer und uner­müd­lich, denn sie liebte das Leben – und die Liebe. Annette See­mann zeich­net das Bild einer star­ken Frau und Künst­le­rin und ver­ar­bei­tet in ihrer Bio­gra­fie erst­mals die nach Öff­nung der pri­va­ten Archive heute ver­füg­ba­ren wis­sen­schaft­li­chen Kennt­nisse zu Frida Kah­los Leben und Werk, dar­un­ter auch ein psy­cho­lo­gi­sches Gut­ach­ten von 1949/50.

Annette See­mann, geb. 1959, lebt als freie Autorin und Über­set­ze­rin in Wei­mar. Die pro­mo­vierte Ger­ma­nis­tin war viele Jahre für die Frank­fur­ter All­ge­meine Zei­tung tätig und ist Vor­sit­zende des För­der­ver­eins zuguns­ten der Her­zo­gin Anna Ama­lia Biblio­thek. Einer grö­ße­ren Leser­schaft wurde sie durch ver­schie­dene Bücher über Wei­mar bekannt, dar­un­ter »Anna Ama­lia. Her­zo­gin von Weimar«.

 

Eine Ver­an­stal­tung der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V. in Koope­ra­tion mit den Sor­optmis­ten Wei­mar. Geför­dert von der Kul­tur­stif­tung des Freis­staats Thüringen

Lesung mit Stephan Orth im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Mrz 23 um 19:30
Dacheröden on Tour mit Ste­phan Orth: Abso­lutely ausgesperrt

 

Im Rah­men der Ver­an­stal­tungs­reihe Dacheröden »on tour« lädt das Kul­tur: Haus Dacheröden regel­mä­ßig Men­schen ein, die über ihre ganz unter­schied­li­chen Rei­sen und Erfah­run­gen in der Ferne erzäh­len. Dies­mal ist es der Couch­sur­fer Ste­phan Orth mit sei­nem Buch „Abso­lutely aus­ge­sperrt – Wie ich 700 Kilo­me­ter durch Eng­land reiste und immer drau­ßen blieb«.

Pan­de­mie­müde von Rei­se­be­schrän­kun­gen, Woh­nungs­kol­ler und zu viel Bild­schirm­zeit, beginnt Ste­phan Orth ein Reise-Expe­ri­ment: Immer drau­ßen, ohne sich in Gebäu­den auf­zu­hal­ten, will er 700 Kilo­me­ter von Lon­don bis New­castle zurücklegen.
Er wan­dert, radelt und pad­delt, zel­tet in Vor­gär­ten, Wäl­dern und Stadt­parks. Seine Route führt durch Oxford und Man­ches­ter, in die Hob­bit­dör­fer der Cots­wolds und ins knall­grüne York­shire, an Schnell­stra­ßen ent­lang und durch spek­ta­ku­läre Natur­ge­biete. Er land­streicht durch Regio­nen, in denen der Tou­ris­mus durch Corona kom­plett zum Erlie­gen gekom­men ist, und sucht stän­dig nach Restau­rants mit Außen­gas­tro­no­mie, öffent­li­chen Was­ser­stel­len oder Brom­bee­ren am Weges­rand. Die Beschrän­kung aufs Drau­ßen­sein führt zu einer Beschrän­kung aufs Wesent­li­che, die Wahr­neh­mung ändert sich, Prio­ri­tä­ten ver­schie­ben sich. Autos sind nutz­los, dafür erweist sich ein Schrott­fahr­rad vom Sperr­müll als treuer Rei­se­ka­me­rad. Hotels haben keine Funk­tion, aber das Zelt eines geheim­nis­vol­len Obdach­lo­sen wird zum Pil­ger­ziel. Dabei greift sein mit­rei­ßen­der Bericht neben der Frage, wie wir in Corona-Zei­ten gefahr­los unter­wegs sein kön­nen, hoch­ak­tu­elle The­men auf – und wird zum Plä­doyer für eine neue Art des Rei­sens. Orth nähert sich nicht nur sei­ner alten Liebe Eng­land wie­der an, son­dern ver­leiht dem Begriff »Out­door-Aben­teuer« eine völ­lig neue Bedeutung.

Ste­phan Orth, Jahr­gang 1979, arbei­tete als Redak­teur bei Spie­gel Online, bis er sich 2016 als freier Jour­na­list selbst­stän­dig machte. Bei Malik erschie­nen Bücher über seine Couch­sur­fing-Rei­sen nach Saudi-Ara­bien, China, Russ­land und in den Iran, die mona­te­lang auf der Best­sel­ler­liste stan­den und in acht Spra­chen über­setzt wur­den. Ste­phan Orth lebt in Hamburg.

Mrz
24
Fr
Lesung mit Peter Wensierski in der Villa Rosenthal Jena
Mrz 24 um 19:30

Peter Wen­sier­ski liest »Jena-Para­dies. Die letzte Reise des Mat­thias Domaschk«

Peter Wen­sier­ski erzählt von einer Genera­tion Jugend­li­cher auf der Suche nach einem freien, selbst­be­stimm­ten Leben.

Frei­tag, 10. April 1981: In Jena steigt der 23-jäh­rige Mat­thias Domaschk in den Schnell­zug nach Ber­lin. Er will zu einer Geburts­tags­feier. Doch er kommt nie an, denn der voll­be­setzte Zug wird in Jüter­bog gestoppt, Mat­thias und drei wei­tere Jenaer fest­ge­setzt. Zwei Tage spä­ter liegt er in der Stasi-Unter­su­chungs­haft­an­stalt Gera tot im Besu­cher­zim­mer. Was ist damals gesche­hen? Fes­selnd erzählt Peter Wen­sier­ski anhand der letz­ten Tage im Leben von Mat­thias Domaschk die Geschichte einer unan­ge­pass­ten Jugend und ihrer Wider­sa­cher in einem tota­li­tä­ren Staat. Wie für die Jenaer Szene der Poli­zei­über­fall auf eine Wohn­ge­mein­schaft, der Pro­test gegen die Aus­bür­ge­rung Wolf Bier­manns zu Wen­de­punk­ten wer­den. Und er zeich­net das Bild einer zuneh­mend poli­ti­sier­ten Genera­tion, sich in Wider­spruch zu ihren ange­pass­ten Eltern und into­le­ran­ten Bür­gern begab, die sich poli­tisch und kul­tu­rell schon in den 70er Jah­ren über Gren­zen hin­weg ver­stän­digte – auf der Suche nach einem auf­rech­ten und selbst­be­stimm­ten Leben.

Der Abend wird mode­riert von Katha­rina Kemp­ken vom Thü­rin­ger Archiv für Zeit­ge­schichte „Mat­thias Domaschk“.

Ver­an­stal­ter: Lese-Zei­chen e.V. mit der Lan­des­zen­trale für poli­ti­sche Bil­dung Thü­rin­gen, Thü­rin­ger Archiv für Zeit­ge­schichte „Mat­thias Domaschk“, der Villa Rosen­thal, Tha­lia Uni­ver­si­täts­buch­hand­lung, geför­dert durch den Zeiss Fonds

Lesung und Gespräch mit Antje Babenderde, Frida Gronover und Klaus Jäger im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Mrz 24 um 19:30

In 25 Sei­ten durch Europa

 

Schott­land, Däne­mark und Ita­lien wer­den im Mit­tel­punkt ste­hen, wenn die Autorin­nen Antje Baben­derde und Frida Gro­no­ver sowie der Autor Klaus Jäger über die Recher­che­rei­sen in ihre Lieb­lings­län­der spre­chen, die längst Nie­der­schlag in ihren Büchern gefun­den haben. Ihre Romane neh­men lite­ra­risch mit auf die Reise und bie­ten sym­pa­thi­sche Figu­ren, tolle Land­schaf­ten und auch den einen oder ande­ren Mord. Natür­lich kommt auch die Liebe nicht zu kurz. Vor­ge­stellt wer­den der Schott­land-Roman „Im Schat­ten des Fuchs­mon­des« (Baben­der­erde), der Krimi „Däni­sche Bran­dung“ (Gro­no­ver) und der Ita­lien-Roman „Car­lotta oder Die Lösung aller Pro­bleme“ (Jäger).

Mrz
25
Sa
Kreatives Schreiben mit Anke Engelmann im Kultur: Haus Dacheröden
Mrz 25 um 10:00 – 15:00

Aber die Sonne dul­det kein Weißes …
Work­shop Krea­ti­ves Schrei­ben am 25. März im Kul­tur: Haus Dacheröden.

Die Sonne! Noch lugt sie nur vor­sich­tig übern Hori­zont, doch längst schla­gen ihre win­zi­gen Boten den Win­ter k.o.: Kro­kusse kämp­fen ver­gnügt und unbe­irrt gegen Frost und Unbill, For­sy­thien ste­cken ihre kräf­tig­gel­ben Knos­pen den letz­ten Schnee­schau­ern wie Speer­spit­zen entgegen.
Die Sonne! Zen­tral­ge­stirn und Namens­ge­be­rin unse­res Pla­ne­ten­sys­tems. Lebens­spen­de­rin für Pho­to­syn­these und Glück. Zivi­li­sa­tio­nen beten sie an, Könige und Live­style-Schön­hei­ten schmü­cken sich mit ihr und ihrem irdi­schen Sinn­bild, dem Gold.
Am schöns­ten schim­mert sie in leichte Wol­ken­schleier gehüllt. Nackt ist sie gräss­lich. Sie blen­det alle, die sie direkt anbli­cken, töd­lich strahlt ihre dunkle Seite. Yippi-a-yeah! Sonn-Abend ist’s! Wir rei­ten unse­ren Pega­sus in den Son­nen­auf- oder unter­gang! Ich freu mich drauf!

Krea­ti­ves Schrei­ben mit Anke Engel­mann: immer am letz­ten Sams­tag im Monat, immer 10 bis 15 Uhr

Anmel­dung:
Mail an: engelmann@poesiebuero.de
Kos­ten: 48 Euro, ermä­ßigt 35 Euro. Rabatt möglich

 

Heinrich-von-Kleist-Programm in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Mrz 25 um 14:30

»Alles liegt in mir ver­wor­ren wie ein Werg­fa­ser im Spinnrocken«

Ein Nach­mit­tag für Hein­rich von Kleist

 

Der Dich­ter Hein­rich von Kleist ver­schach­telte Gänge durch sein Werk – vom Drama übers Gedicht, bis hin zu sei­nen Schrif­ten und Brie­fen. Die Lesung wirkt ver­schie­dene Text­bau­steine zu einem Gesamt­bild, das den Urgrund sei­nen Schrei­bens beleuchtet.

Lesung mit Kati Naumann in der Stadt- und Regionalbibliothek Gera
Mrz 25 um 19:00

Lesung mit Kati Nau­mann: »Die Sehn­sucht nach Licht«

 

Lui­sas Arbeits­platz befin­det sich tief unter der Erde. Sie arbei­tet in einem Besu­cher­berg­werk im Schle­ma­tal im Erz­ge­birge, und obwohl sie man­chen Tag ohne einen ein­zi­gen Son­nen­strahl ver­bringt, könnte sie sich keine schö­nere Tätig­keit vor­stel­len. Soweit sie zurück­den­ken kann, haben ihre Vor­fah­ren im Berg­bau gear­bei­tet. Die Fami­li­en­ge­schichte ist durch­zo­gen von Hoff­nung und dem Bewusst­sein, dass man jede gemein­same Minute aus­kos­ten muss, denn so man­cher ist nicht aus dem Berg zurück­ge­kehrt. Als Luisa beschließt, Nach­for­schun­gen über den vor Jahr­zehn­ten ver­schol­le­nen Groß­on­kel anzu­stel­len, drängt eini­ges an die Ober­flä­che, was viel zu lange ver­bor­gen geblie­ben ist. Die Sehn­sucht nach Licht ist es, die der Fami­lie schließ­lich ihren Frie­den wiedergibt.

Kati Nau­mann wurde 1963 in Leip­zig gebo­ren. In Son­ne­berg, im ehe­ma­li­gen Sperr­ge­biet im Thü­rin­ger Wald, ver­brachte sie einen Groß­teil ihrer Kind­heit. Die stu­dierte Museo­lo­gin schrieb bereits meh­rere Romane sowie Song­texte für ver­schie­dene Künst­ler und das Libretto zu dem Musi­cal Eli­xier (Musik von Tobias Kün­zel). Sie ver­fasste Dreh­bü­cher für Kin­der­sen­dun­gen und ent­wi­ckelte meh­rere Hör­spiel- und Buch­rei­hen für Kin­der. Kati Nau­mann lebt mit ihrer Fami­lie in Leip­zig und London.

Mrz
27
Mo
JuLe-Treff im Leseladen in der Weimarer Eckermann-Buchhandlung
Mrz 27 um 16:00

JuLe-Treff im Leseladen

Wei­mar – Junge Leser ab 12 Jah­ren tref­fen sich in der Eckermann-Buchhandlung

Du bist zwi­schen 12–16 Jah­ren und liest gern?

Du bist neu­gie­rig auf aktu­elle Titel?
Du hast Lust, auch ande­ren einen Buch­tipp zu geben?
Dann bist Du bei uns als Testleser/in richtig!

Wir tref­fen uns ein­mal monat­lich zum Reden, Raten, Bewer­ten und Emp­feh­len. Auf uns war­tet ein Jahr vol­ler Lese­aben­teuer! Wir freuen uns auf Dich!

Sabine Arndt, Bibliothekarin,
Johan­nes Stein­hö­fel und das Team der Eckermann-Buchhandlung
und die Lite­ra­ri­sche Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V.

Lesung mit Heinz Schilling in Erfurt
Mrz 27 um 18:00

Heinz Schil­ling: Das Chris­ten­tum und die Ent­ste­hung des moder­nen Europa. Auf­bruch in die Welt von heute

 

Das Chris­ten­tum zu Beginn der Neu­zeit in Fun­da­men­tal­feind­schaft zer­ris­sen und Grund schwe­rer Kon­flikte, nahm es im Ver­lauf des 30jährigen Krie­ges eine Wende zu Frie­den und recht­li­cher Aner­ken­nung. Es ebnete damit dem plu­ra­len Europa der Gegen­wart den Weg. Heinz Schil­ling nimmt uns mit auf eine ein­drucks­volle Zeit­reise von der Refor­ma­tion bis in die begin­nende Moderne. Er erzählt anhand zahl­rei­cher Bei­spiele, wie aus der einen latei­ni­schen Chris­ten­heit das mul­ti­kon­fes­sio­nelle Europa der Frü­hen Neu­zeit her­vor­ging. Er schil­dert die Macht­kämpfe um das Ver­hält­nis von Poli­tik und Kir­che und ver­an­schau­licht, wie diese Kon­flikte die welt­an­schau­li­che Plu­ra­li­tät der Moderne her­vor­brin­gen – ein Pro­zess, der unsere Welt bis heute ent­schei­dend prägt. Heinz Schil­lings neues Werk ist eine fes­selnde und der Öffent­lich­keit weit­ge­hend unbe­kannte Ent­ste­hungs­ge­schichte der moder­nen Welt aus den Wur­zeln des Chris­ten­tums, in der sich der Autor ein­mal mehr als ein Meis­ter sei­nes Fachs erweist.

Heinz Schil­ling, His­to­ri­ker und Phi­lo­soph, geb. 1942, ist em. Pro­fes­sor für Euro­päi­sche Geschichte der frü­hen Neu­zeit an der Hum­boldt- Uni­ver­si­tät zu Ber­lin. Zahl­rei­che, bahn­bre­chende Publi­ka­tio­nen zur Geschichte der Frü­hen Neu­zeit und dem Ver­hält­nis von Gesell­schaft, Poli­tik und Religion.

Lesung und Gespräch mit Peter Wensierski in der Stadtbibliothek Ilmenau
Mrz 27 um 19:00

Buch­vor­stel­lung & Gespräch mit Peter Wen­sier­ski: Jena-Para­dies. Die letzte Reise des Mat­thias Domaschk

 

Peter Wen­sier­ski: Jena-Para­dies. Die letzte Reise des Mat­thias Domaschk Frei­tag, 10. April 1981: In Jena steigt der 23-jäh­rige Mat­thias Domaschk in den Schnell­zug nach Ber­lin. Er will zu einer Geburts­tags­feier. Doch er kommt nie an, denn der voll­be­setzte Zug wird in Jüter­bog gestoppt, Mat­thias und drei wei­tere Jenaer fest­ge­setzt. Zwei Tage spä­ter ist er tot, nach einem Ver­hör in der Stasi-Unter­su­chungs­haft­an­stalt Gera. Was ist damals geschehen?

Fes­selnd rekon­stru­iert Peter Wen­sier­ski das Drama der letz­ten Stun­den im Leben eines jun­gen Man­nes, der auf der Suche nach sich selbst und einer lebens­wer­ten Gesell­schaft ist. Wie Teile eines Puz­zles las­sen über­ra­schende Rück­blen­den in sein Leben das Bild einer unan­ge­pass­ten Jugend in einer Dik­ta­tur ent­ste­hen. Der Blick hin­ter die Kulis­sen des auto­ri­tä­ren Macht­ap­pa­ra­tes offen­bart Erschre­cken­des und zeigt, wohin die Spal­tung einer Gesell­schaft in Freunde und Feinde letzt­lich füh­ren kann. Peter Wen­sier­ski erzählt von einer Genera­tion Jugend­li­cher auf der Suche nach einem freien, selbst­be­stimm­ten Leben.

Peter Wen­sier­ski, Jahr­gang 1954, stu­dierte Poli­tik­wis­sen­schaft, Geschichte und Publi­zis­tik an der Freien Uni­ver­si­tät Ber­lin. Seit 1979 berich­tete er als Jour­na­list und Doku­men­tar­fil­mer aus der DDR. Von 1986 bis 1993 war er Fern­seh­jour­na­list bei der ARD, arbei­tete für das Maga­zin Kon­traste, ab 1993 beim Spie­gel. Wen­sier­ski wurde aus­ge­zeich­net mit dem Bun­des­film­preis, dem Euro­päi­schen Fern­seh­preis und dem Bun­des­ver­dienst­kreuz. Meh­rere Buch­ver­öf­fent­li­chun­gen, dar­un­ter »Von oben nach unten wächst gar nichts« (1986), »Schläge im Namen des Herrn« (2006), »Die ver­bo­tene Reise« (2014), »Die unheim­li­che Leich­tig­keit der Revo­lu­tion« (2017), »Ber­lin – Stadt der Revolte« (mit Michael Sont­hei­mer, 2018).

Lesung mit Steffen Dobbert im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Mrz 27 um 19:30

Stef­fen Dob­bert: Ukraine verstehen

 

Der Jour­na­list und Buch­au­tor Stef­fen Dob­bert nimmt die Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer mit auf eine Reise durch die wech­sel­volle Geschichte der Ukraine – ein Land, das der­zeit wie kaum ein ande­res im Brenn­punkt steht.

Wor­auf stützt die Ukraine ihren Kampf für Selbst­be­stim­mung und Frei­heit? Woher kommt das Natio­nal­be­wusst­sein des ukrai­ni­schen Vol­kes? Und warum steht im größ­ten in Europa lie­gen­den Land auch die euro­päi­sche Nach­kriegs­ord­nung auf dem Spiel?

Diese Fra­gen wer­den in Stef­fen Dob­berts Buch »Ukraine ver­ste­hen« und in der Lesung erör­tert. Zudem geht es um die Zer­stö­rung des Kosa­ken­staa­tes, Holo­do­mor (Hun­gers­mord), blu­tige Revo­lu­tio­nen und Putins Inva­sion – die Ukraine blickt auf eine wech­sel­volle Geschichte.
Stef­fen Dob­bert beschreibt den bru­ta­len Weg zur Frei­heit und die Ent­wick­lung eines ukrai­ni­schen Natio­nal­be­wusst­seins – von den Ursprün­gen des ers­ten Kosa­ken­staats, über die Aus­ru­fung der Ukrai­ni­schen Volks­re­pu­blik bis hin zum heu­ti­gen Verteidigungskrieg.

Die Lesung wird musi­ka­lisch beglei­tet mit ukrai­ni­schen Volks­lie­dern, gesun­gen von Nata­liia Pushniak.

Im Anschluss an die Lesung dis­ku­tiert Stef­fen Dob­bert gemein­sam mit Ilona Mami­y­eva (Ver­ein Ukrai­ni­sche Lands­leute in Thü­rin­gen e.V.) und Vale­riia Zizi­ukina (Sti­pen­dia­tin der Kon­rad-Ade­nauer-Stif­tung e.V. aus der Ukraine) über die im Buch ange­spro­che­nen The­men. Die Dis­kus­sion wird von Tim Seg­ler (Kon­rad-Ade­nauer-Stif­tung e.V.) moderiert.

Freier Ein­tritt, Anmel­dung über https://bit.ly/3yCKWPK oder kas-thueringen@kas.de

Bereits ab 19:00 Uhr wer­den am Ver­an­stal­tungs­ort Bil­der von ukrai­ni­schen Kin­dern aus­ge­stellt, die seit Beginn des Krie­ges in Erfurt leben und ihren Hoff­nun­gen und Erfah­run­gen zeich­ne­risch Aus­druck ver­lie­hen haben. Es wird vom Ver­ein Ukrai­ni­sche Lands­leute in Thü­rin­gen e.V. um Spen­den gebe­ten, die für eine direkte Hilfe für die Ukraine genutzt wer­den sollen.

Stef­fen Dob­bert, gebo­ren 1982 in Wis­mar, lebte als Sti­pen­diat des Inter­na­tio­na­len Jour­na­lis­ten­pro­gramms (IJP) in Odesa und Kyjiw. Ins­ge­samt führ­ten ihn mehr als 50 Recher­che­rei­sen in ver­schie­dene Teile der Ukraine. Er stu­dierte im fin­ni­schen Vaasa, in Lübeck und in Ber­lin (Diplom­-Betriebs­­­wirt BA und Mas­ter of Euro­pean Stu­dies M.E.S). Seit 2007 ist er als Autor und Redak­teur für ZEIT ONLINE und DIE ZEIT tätig. 2017 wurde er mit dem Deut­schen Repor­ter­preis ausgezeichnet.
Die Ver­an­stal­tung ist orga­ni­siert vom Ver­ein Ukrai­ni­scher Lands­leute in Thü­rin­gen e.V. und dem Poli­ti­schen Bil­dungs­fo­rum Thü­rin­gen der Kon­rad-Ade­nauer-Stif­tung e.V., mit Unter­stüt­zung des Erfur­ter Kul­tur­am­tes und des Kul­tur: Haus Dacheröden/Erfurter Herbst­lese e.V.

Mrz
28
Di
Lesung und Gespräch mit Maren Gottschalk in Erfurt
Mrz 28 um 16:00

Maren Gott­schalk: Fräu­lein Steiff

 

Ein star­ker Wille, Humor und eine aus­ge­prägte Neu­gier – schon als klei­nes Mäd­chen will die 1847 im schwä­bi­schen Gien­gen gebo­rene Mar­ga­rete die Welt erobern. Selbst nach­dem sie unheil­bar an Kin­der­läh­mung erkrankt und nie wie­der wird lau­fen kön­nen, lässt sie sich den Lebens­mut nicht neh­men. Ent­schlos­sen folgt sie ihrem Ziel, unab­hän­gig zu sein, und setzt nicht nur ihren Wunsch durch, Schnei­de­rin zu wer­den, son­dern eröff­net auch ein flo­rie­ren­des Filz­ge­schäft. Und dann kommt der Tag, der alles ver­än­dern wird: Mar­ga­rete näht aus einer spon­ta­nen Laune her­aus ein Nadel­kis­sen in Gestalt eines Ele­fan­ten. Als sie es ihrem klei­nen Nef­fen in die Hände legt, scheint das Tier auf magi­sche Weise zum Leben zu erwa­chen – und da hat Mar­ga­rete plötz­lich eine Idee…

Maren Gott­schalk, Dr. phil., stu­dierte Geschichte und Poli­tik in Mün­chen. Sie arbei­tet als Jour­na­lis­tin für den West­deut­schen Rund­funk und hat zahl­rei­che, von der Kri­tik sehr gelobte Bio­gra­fien vor allem für ein jün­ge­res Publi­kum ver­fasst, u.a. zu Nel­son Man­dela, Andy War­hol und Astrid Lind­gren. Zehn Jahre nach ihrer viel gerühm­ten Lebens­ge­schichte der Sophie Scholl beschäf­tigt sie sich auf der Basis bis­her unver­öf­fent­lich­ter Quel­len und Gesprä­che mit Zeit­zeu­gen noch ein­mal mit Sophie Scholl. 2020 erschien die 2. Auf­lage ihres bio­gra­fi­schen Romans über Frida Kahlo. Ihr neuer Roman „Fräu­lein Steiff“ erschien im Juni 2022. Maren Gott­schalk lebt in Lever­ku­sen und arbei­tet in Köln.

Lesung und Gespräch mit Florian von Rosenberg im Haus auf der Grenze in Geisa
Mrz 28 um 18:00

Flo­rian von Rosen­berg: Die beschä­digte Kind­heit. Das Krip­pen­sys­tem der DDR und seine Folgen

 

Ver­zwei­felte Briefe beun­ru­hig­ter Müt­ter, Pro­test und Kri­tik von Kin­der­ärz­ten und erschre­ckende Stu­di­en­ergeb­nisse von Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­lern – bis­lang unauf­ge­ar­bei­tete Quel­len zei­gen den bis heute als fami­li­en­freund­lich wahr­ge­nom­me­nen Krip­pen­all­tag der DDR in einem düs­te­ren Licht. Der Erzie­hungs­wis­sen­schaft­ler Flo­rian von Rosen­berg berich­tet wis­sen­schaft­lich fun­diert und zugleich berüh­rend, wie die Kleins­ten der Repu­blik einen hohen Preis für das sozia­lis­ti­sche Pres­ti­ge­pro­jekt zu zah­len hat­ten. Glück­li­che Säug­linge und Klein­kin­der präg­ten die DDR-Bericht­erstat­tung über die Krip­pen: gemein­sam spie­len, sin­gen und fröh­lich sein. Diese schö­nen Bil­der der Kind­heit ver­blas­sen, sobald man einen Blick hin­ter die staat­li­che Pro­pa­ganda wirft und die Akten des zustän­di­gen Minis­te­ri­ums für Gesund­heits­we­sen in die Hand nimmt. Diese offen­ba­ren, unter wel­chen Bedin­gun­gen die Kin­der zwi­schen 1949 und 1989 tat­säch­lich leb­ten. Warum star­ben Säug­linge so häu­fig nach dem Wie­der­ein­stieg der Müt­ter in den Arbeits­pro­zess? Wieso waren die staat­lich betreu­ten Kin­der oft­mals unter­ge­wich­tig, klein und krank? Warum war die emo­tio­nale, sprach­li­che und geis­tige Ent­wick­lung der Kin­der in der Krippe schlech­ter als in der Fami­lie? Im Minis­te­rium kannte man die Ant­wor­ten auf diese Fra­gen, die öffent­lich nicht gestellt wer­den durf­ten. Wer wis­sen möchte, wie die öffent­li­che Klein­kind­be­treu­ung in Deutsch­land erst­mals flä­chen­de­ckend durch­ge­setzt wurde, kommt um die­ses Buch nicht herum.

 

Flo­rian von Rosen­berg ist seit 2013 Pro­fes­sor für All­ge­meine Erzie­hungs­wis­sen­schaf­ten an der Uni Erfurt.

Lesung und Gespräch mit Sascha Münzel in der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße Erfurt
Mrz 28 um 18:00

Sascha Mün­zel: Erfurt Feld­straße. Ein frü­hes Lager im Nationalsozialismus

 

Ende März/ Anfang April 1933 rich­te­ten die loka­len natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Behör­den in einem leer­ste­hen­den Fabrik­ge­bäude in der Erfur­ter Feld­straße ein Lager ein, um ihre poli­ti­schen Geg­ner in „Schutz­haft“ zu neh­men. Die­ser Schritt war not­wen­dig gewor­den, weil die Gefäng­nisse auf dem Peters­berg und in der Andre­as­straße sowie die Arrest­zel­len im Poli­zei­prä­si­dium Erfurt rest­los über­füllt waren. Von der Feld­straße aus ver­schlepp­ten SA-Män­ner zahl­rei­che Gefan­gene des Lagers zu bru­ta­len Ver­hö­ren im Erfur­ter Stadt­ge­biet: Joes Ries, Wal­de­mar Scha­piro und Wal­ter Send­hoff wur­den hier­bei ermor­det. Der His­to­ri­ker Sascha beleuch­tet die Ereig­nisse von vor 90 Jah­ren und wirft ein beson­de­res Schlag­licht auf die Opfer und Täter.

Sascha Mün­zel, His­to­ri­ker und Mit­au­tor der LZT-Publi­ka­tion „Erfurt Feld­straße. Ein frü­hes Lager im Nationalsozialismus“.

Lesung mit David Safier im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Mrz 28 um 19:00

Solange wir leben – Lesung mit David Safier

 

Nichts deu­tet dar­auf hin, dass der Wie­ner Jude, des­sen Fami­lie im Holo­caust umkommt, und die junge Witwe aus Bre­men sich über­haupt begeg­nen, geschweige denn inein­an­der ver­lie­ben und gegen alle Wider­stände ein gemein­sa­mes Leben wagen. 80 Jahre wird die Geschichte umspan­nen und uns von Wien 1936 und dem Stu­den­ten Joschi Safier über die Gefäng­nisse der Gestapo bis nach Paläs­tina füh­ren, wo Joschi als Bar­mann und Spion arbei­tet und schließ­lich zur See fährt. Wal­traut hin­ge­gen wächst als Arbei­ter­kind in Bre­men auf. Im Krieg wird die Fami­lie aus­ge­bombt, wohnt jah­re­lang in einem Eisen­bahn­wa­gen. Als das Wirt­schafts­wun­der kommt, ergat­tert sie einen begehr­ten Aus­bil­dungs­platz zur Ver­käu­fe­rin. Früh wird sie zur Witwe. Bei ihrer ers­ten Begeg­nung mit Joschi in einer Eis­diele lässt Wal­traut ihn abblit­zen. Aber der Matrose schreibt ihr Post­kar­ten aus der gan­zen Welt, bis er eines Tages mit einer Schreib­ma­schine unter dem Arm vor ihrer Tür steht. Und bleibt. Die Liebe der bei­den erlebt steile Höhen­flüge und dra­ma­ti­sche Schick­sals­schläge. Wie muss das Band zwi­schen zwei Men­schen beschaf­fen sein, um all dem zu trotzen?

Der 1966 gebo­rene David Safier hat sei­nen gerade erschie­ne­nen Roman an die Lebens­ge­schichte sei­ner Eltern ange­lehnt. Seine bis­he­ri­gen Romane, dar­un­ter Mie­ses Karma, Jesus liebt mich und Miss Mer­kel, erreich­ten Mil­lio­nen­auf­la­gen im In- und Aus­land. Auch sein Buch über den Auf­stand im War­schauer Ghetto 28 Tage lang wurde viel­be­ach­tet. Als Dreh­buch­au­tor erhielt David Safier den Grimme-Preis und den Inter­na­tio­nal Emmy.

In Koope­ra­tion mit dem Erin­ne­rungs­ort Topf & Söhne – Die Ofen­bauer von Auschwitz

Lesung mit Marica Bodrožić im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Mrz 28 um 19:00

Marica Bodrožić: Die Arbeit der Vögel. Seelenstenogramme

 

Auf der Flucht vor den Deut­schen gelangt Wal­ter Ben­ja­min im Sep­tem­ber 1940 auf einem alten Schmugg­ler­pfad vom fran­zö­si­schen Grenz­ort Banyuls-sur-Mer ins nord­spa­ni­sche Port­bou. Tags dar­auf setzt er sei­nem Leben ein Ende. Acht Jahr­zehnte spä­ter nimmt Marica Bodrožić den letz­ten Weg des gro­ßen deut­schen Schrift­stel­lers und Phi­lo­so­phen zum Anlass, um über unsere Zeit, die Kom­ple­xi­tät von Lebens­läu­fen sowie Iden­ti­tät, Freund­schaft und Flucht nach­zu­den­ken. Für sie wird der Gang über die Pyre­näen zu einem luzi­den Denk­weg, auf dem die Natur als syn­äs­the­ti­sches Gefüge mit­spricht. Die äußere Berg­welt ver­schmilzt mit der inne­ren Lebens­land­schaft. Kunst­voll webt Marica Bodrožić in ihren Gedan­ken­strom die Schick­sale auch ande­rer Intel­lek­tu­el­ler ein, die der Gewalt des 20. Jahr­hun­derts aus­ge­setzt waren – etwa der Wider­stands­kämp­fe­rin Lisa Fittko oder des Dich­ters Ossip Man­del­s­tam. Ent­stan­den ist dabei eine über­zeit­li­che Wan­de­rung durch die inne­ren Land­schaf­ten der Seele.

»Ein Buch wie die Wan­de­rung durch die ber­gige Land­schaft, die es beschreibt. Man ist sprach­los ob sei­ner Schön­heit, wird immer wie­der an die eige­nen Gren­zen gebracht und hat am Ende so viel über sich und die Welt gelernt, dass man jemand ande­res gewor­den ist. Ein fun­keln­des, ein bril­lan­tes Kleinod.« Daniel Schreiber

Marica Bodrožić wurde 1973 in Dal­ma­tien gebo­ren. 1983 sie­delte sie nach Hes­sen über. Sie schreibt Gedichte, Romane, Erzäh­lun­gen und Essays, die in über sech­zehn Spra­chen über­setzt wur­den. Für ihr bis­he­ri­ges Werk wurde sie mit zahl­rei­chen Prei­sen aus­ge­zeich­net, zuletzt mit dem Wal­ter-Hasen­cle­ver-Lite­ra­tur­preis und dem Manès-Sper­ber-Lite­ra­tur­preis für ihr Gesamtwerk.

In Koope­ra­tion mit der Hein­rich-Böll-Stif­tung Thü­rin­gen e.V.

Lesung und Gespräch mit Harald Jähner in Sömmerda
Mrz 28 um 19:30

Harald Jäh­ner: Höhen­rausch. Das kurze Leben zwi­schen den Kriegen

 

 

Deutsch­land 1918. Ende des Ers­ten Welt­kriegs, Revo­lu­tion, Sieg der Demo­kra­tie. Zugleich beginnt ein Sie­ges­zug befrei­ter Lebens­wei­sen. Die Infla­tion bringt die über­lie­fer­ten Werte ins Wan­ken. Alles soll von Grund auf anders wer­den: die «Neue Frau», der «Neue Mann», «Neues Woh­nen», «Neues Den­ken ». Als es Mitte der Zwan­zi­ger auch wirt­schaft­lich auf­wärts­geht, wird Deutsch­land ein ande­res Land. Frauen erobern die Renn­pis­ten und Ten­nis­plätze, gehen abends alleine aus, schnei­den sich die Haare kurz und den­ken nicht ans Hei­ra­ten. Uni­sex kommt in Mode, Andro­gy­nes und Expe­ri­men­tel­les. Jäh­ner erzählt von der Erfin­dung der Frei­zeit, von Box­hal­len und Tanz­pa­läs­ten, und von den Hot­spots der Neuen Zeit, vom Büro und Groß­stadt­ver­kehr, vom Waren­haus als Glücks­ver­spre­chen oder der Straße als Ort erbit­ter­ter Kämpfe. So vie­les wirkt heute ver­blüf­fend modern. Die Vor­liebe für Iro­nie, das Grad­li­nige und Direkte. Aber auch die Angst vor der «Ent­wer­tung aller Werte», der Herr­schaft des Bil­li­gen. Ein gro­ßer Teil der Deut­schen fand sich im Auf­bruch nicht wie­der. Als das Geld knap­per wurde und die Zukunft düs­te­rer, offen­barte sich die tiefe Spal­tung der Gesell­schaft und die Unfä­hig­keit, sie auszuhalten.

Harald Jäh­ner, Jahr­gang 1953, war bis 2015 Feuil­le­ton­chef der «Ber­li­ner Zei­tung», zugleich Hono­rar­pro­fes­sor für Kul­tur­jour­na­lis­mus an der Uni­ver­si­tät der Künste Ber­lin. 2019 erschien das Buch «Wolfs­zeit. Deutsch­land und die Deut­schen 1945–1955», das mit dem Preis der Leip­zi­ger Buch­messe aus­ge­zeich­net wurde und mona­te­lang auf der «Spiegel»-Bestsellerliste stand; es wurde in zahl­rei­chen Län­dern ver­öf­fent­licht, dar­un­ter USA und Eng­land, wo es für den renom­mier­ten Bail­lie-Gif­ford-Preis nomi­niert wurde. «The Times» schrieb: «Eine bewe­gende, fas­zi­nie­rende Lek­türe. Jäh­ner ver­steht es meis­ter­haft, die tra­gi­schen, schreck­li­chen, komi­schen und auf­bau­en­den Geschich­ten derer zu erzäh­len, die dabei waren.»

Mrz
29
Mi
Bilderbuchkino: „Die fabelhafte Entdeckung« im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Mrz 29 um 16:00

Bil­der­buch­kino: „Die fabel­hafte Entdeckung«

 

Der Raum wird dun­kel, die Bil­der einer Geschichte begin­nen zu leuchten.

Das Kul­tur: Haus Dacheröden bie­tet zwei Mal im Monat ein kos­ten­lo­ses Bil­der­buch­kino für Kin­der ab 4 Jah­ren an. Dabei wer­den die Bil­der eines Bil­der­buchs auf eine große Lein­wand pro­ji­ziert und der Text live vor­ge­le­sen. Die beson­dere Atmo­sphäre nimmt mit auf eine Reise mit der klei­nen Hexe, dem fre­chen Rabe Socke, dem Nein­horn und vie­len ande­ren. Herz­li­che Ein­la­dung für kleine und große Gäste zum Stau­nen, Träu­men und Lachen.

Die fabel­hafte Ent­de­ckung einer klei­nen Weis­heit von gro­ßer Bedeu­tung« von Ranga Yogeshwar

Nie­mals hätte der kleine Kala sich in den ver­wun­sche­nen Tem­pel getraut, den er auf einem Streif­zug durch den indi­schen Dschun­gel ent­deckt. Doch zum Glück ist er nicht allein. Gemein­sam mit sei­ner muti­gen Freun­din Lak­shmi lüf­tet er ein uraltes Geheimnis.

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung des S. Fischer Verlags.

Räuberlabor (Familiennachmittag) im Schillerhaus Rudolstadt
Mrz 29 um 16:00

Ob Fried­rich und Char­lotte Schil­ler mit ihren vier Kin­dern Oster­eier bemal­ten, ist nicht über­lie­fert. Bekannt war der Brauch des Eier­fär­bens und Bema­lens aber schon. Im Räu­ber­la­bor wol­len wir dies­mal den Brauch fort­set­zen und Hüh­ner­eier bema­len, die dann an den Oster­strauch gehängt wer­den kön­nen. Noch unbe­malte Oster­eier und alles, was man dazu braucht, lie­gen bereit.
Mate­ri­al­kos­ten: 2 €.

Lesung und Gespräch mit Ernst Paul Dörfler in der Weimarer LiteraturEtage
Mrz 29 um 18:30

Ernst Paul Dörf­ler: »Aufs Land«

Das Land­le­ben als Chance für Klima und Umwelt? Inspi­rie­rende Per­spek­ti­ven auf Nach­hal­tig­keit und Selbst­ver­sor­gung von Öko­loge Ernst Paul Dörfler

 

Wir haben den Blick für das Wesent­li­che ver­lo­ren: unser Wohl­erge­hen und das der Natur. Wir leben in engen Städ­ten. Wir arbei­ten viel, um immer mehr zu kon­su­mie­ren. Lei­den­schaft­lich und kom­pe­tent ruft der Öko­loge Ernst Paul Dörf­ler dazu auf, end­lich aus­zu­bre­chen und nach­hal­tige Lösun­gen zu fin­den. Der Weg dort­hin führt aufs Land. Als unbe­que­mer Umwelt­schüt­zer schon in der DDR ver­mit­telt er glaub­haft wie kein Zwei­ter, was freies und selbst­be­stimm­tes Leben bedeu­tet und wie es gehen kann. Wer weni­ger braucht, muss weni­ger arbei­ten und ver­die­nen, schont zugleich die natür­li­chen Lebens­grund­la­gen, lebt zufrie­de­ner und gesün­der. Ob Stadt- oder Land­mensch, die­ses Buch rüt­telt auf und zeigt Per­spek­ti­ven für ein freies, umwelt- und kli­ma­freund­li­ches Leben.

Ernst Paul Dörf­ler, gebo­ren 1950 in Kem­berg bei Luther­stadt Wit­ten­berg, ist pro­mo­vier­ter Öko­che­mi­ker. Sein Buch »Zurück zur Natur?« (1986) wurde zum Kult­buch der ost­deut­schen Umwelt­be­we­gung. Er wurde mit zahl­rei­chen Prei­sen aus­ge­zeich­net, dar­un­ter mit dem EURO­NA­TUR-Preis der Stif­tung Euro­päi­sches Natur­erbe. 2019 erschien sein Buch »Nest­wärme. Was wir von Vögeln ler­nen kön­nen« bei Han­ser. Als lang­jäh­ri­ges Mit­glied unter­stützt Ernst Paul Dörf­ler den BUND und teilt seine Erfah­run­gen, wie man zufrie­de­ner und gesün­der leben kann.

Im Anschluss an die Lesung fin­det die Mit­glie­der­ver­samm­lung des BUND Wei­mar statt.

 

Eine Ver­an­stal­tung des BUND Wei­mar in Koope­ra­tion mit der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V.

Lesung und Gespräch mit Maren Gottschalk in Föritztal, OT Judenbach
Mrz 29 um 19:00

Maren Gott­schalk: Fräu­lein Steiff

 

Ein star­ker Wille, Humor und eine aus­ge­prägte Neu­gier – schon als klei­nes Mäd­chen will die 1847 im schwä­bi­schen Gien­gen gebo­rene Mar­ga­rete die Welt erobern. Selbst nach­dem sie unheil­bar an Kin­der­läh­mung erkrankt und nie wie­der wird lau­fen kön­nen, lässt sie sich den Lebens­mut nicht neh­men. Ent­schlos­sen folgt sie ihrem Ziel, unab­hän­gig zu sein, und setzt nicht nur ihren Wunsch durch, Schnei­de­rin zu wer­den, son­dern eröff­net auch ein flo­rie­ren­des Filz­ge­schäft. Und dann kommt der Tag, der alles ver­än­dern wird: Mar­ga­rete näht aus einer spon­ta­nen Laune her­aus ein Nadel­kis­sen in Gestalt eines Ele­fan­ten. Als sie es ihrem klei­nen Nef­fen in die Hände legt, scheint das Tier auf magi­sche Weise zum Leben zu erwa­chen – und da hat Mar­ga­rete plötz­lich eine Idee…

Maren Gott­schalk, Dr. phil., stu­dierte Geschichte und Poli­tik in Mün­chen. Sie arbei­tet als Jour­na­lis­tin für den West­deut­schen Rund­funk und hat zahl­rei­che, von der Kri­tik sehr gelobte Bio­gra­fien vor allem für ein jün­ge­res Publi­kum ver­fasst, u.a. zu Nel­son Man­dela, Andy War­hol und Astrid Lind­gren. Zehn Jahre nach ihrer viel gerühm­ten Lebens­ge­schichte der Sophie Scholl beschäf­tigt sie sich auf der Basis bis­her unver­öf­fent­lich­ter Quel­len und Gesprä­che mit Zeit­zeu­gen noch ein­mal mit Sophie Scholl. 2020 erschien die 2. Auf­lage ihres bio­gra­fi­schen Romans über Frida Kahlo. Ihr neuer Roman „Fräu­lein Steiff“ erschien im Juni 2022. Maren Gott­schalk lebt in Lever­ku­sen und arbei­tet in Köln.

Mrz
30
Do
Eröffnungsfest »Themenjahr Wohnen 2023« der Klassik Stiftung Weimar
Mrz 30 – Apr 2 ganztägig

 

Ein Pio­nier­pro­jekt der Moderne wird 100: Zum Geburts­tag des Haus Am Horn wid­met die Klas­sik Stif­tung Wei­mar ihr Jah­res­pro­gramm 2023 dem Thema Woh­nen. Aus­ge­hend von der Frage „Wie wer­den wir woh­nen?“, die das Staat­li­che Bau­haus Wei­mar ins Zen­trum sei­nes Wir­kens stellte, rich­tet sich der Blick auf das ein­zig­ar­tige Ensem­ble his­to­ri­scher Wohn­häu­ser in Weimar.

Eröff­nungs­fest | 30. März – 2. April

Inner­halb des vier­tä­gi­gen Eröff­nungs­fes­tes ver­wan­delt die Klas­sik Stif­tung Wei­mar die Kul­tur­stadt mit viel­fäl­ti­gen Inter­ven­tio­nen, Mit­ma­ch­an­ge­bo­ten und Aus­stel­lun­gen zu einem inter­ak­ti­ven Dis­kurs­raum für die ganze Familie.

Die zen­trale Aus­stel­lung „Wege nach Uto­pia“ fragt im Bau­haus-Museum Wei­mar nach aktu­el­len und zukünf­ti­gen Bedin­gun­gen des Woh­nens. Künst­le­ri­sche Per­for­man­ces schaf­fen inner­halb des Quar­tiers der Moderne Begeg­nungs­orte und schär­fen den Blick für die gegen­wär­tige Wohn­ar­chi­tek­tur. Beim Fami­li­en­fest am Sams­tag bie­ten zahl­rei­che Werk­statt­an­ge­bote und geführte Kurz­tou­ren span­nende Zugänge zum Wohn­all­tag damals wie heute. In den his­to­ri­schen Häu­sern Wei­mars ent­hül­len Kunst­in­stal­la­tio­nen neue Per­spek­ti­ven auf Wohn­räume und ihr Inte­ri­eur. Eine abschlie­ßende Mati­nee wid­met sich den poli­ti­schen Dimen­sio­nen des Wohnens.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen und das gesamte Pro­gramm ist auf der Web­site der Klas­sik Stif­tung Wei­mar zu fin­den: www.klassik-stiftung.de/wohnen

 

30. März 2023
Aus­stel­lungs­er­öff­nung
18 Uhr Dich­ter­haus­halt und Lebens­kunst –
Vom Woh­nen um 1800
Goe­the- und Schil­ler-Archiv, Jenaer Straße 1

 

31. März 2023
Eröff­nungs­fest The­men­jahr Woh­nen 2023
Bau­haus-Museum Wei­mar, Sté­phane-Hes­sel-Platz 1
18 Uhr Eröff­nung


Aus­stel­lungs­er­öff­nung
18.30 Uhr Wege nach Uto­pia: Woh­nen zwi­schen
Sehn­sucht und Krise | Ein­tritt frei


18.45 Uhr Ein­zug des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für
blü­hende Land­schaf­ten - Per­for­mance


19.30/21 Uhr LILABUNGALOW – Band
ab 20 Uhr Fas­sa­den­pro­jek­tion und Pop-up-Bar
(Genius Loci)


20.15 Uhr The Call – Linie zum Qua­drat –Per­for­mance


20/21 Uhr Taschen­lam­pen­tour im Museum
Neues Wei­mar, Jorge-Sem­prún-Platz 5
Ein­tritt frei


After-Show-Party
23 Uhr Gale­rie Eigen­heim, Asbach­straße 1

 

1. April 2023
»Wie Wei­mar wohnt« – Im Stadt­raum Weimar

Fami­li­en­fest
Bau­haus-Museum Wei­mar, Sté­phane-Hes­sel-Platz 1
10 17 Uhr Werk­statt­an­ge­bote für Kin­der und
Fami­lien, Wohn­la­bor unter­wegs, Foto­box,
Mit­ma­ch­an­ge­bote


11 & 14 Uhr Pup­pen­thea­ter „Kas­per allein zu Haus“
Wohn­la­bor zum Mit­ma­chen
Stadt­schloss Wei­mar, Burg­platz 4


14–18 Uhr „Wie wohnst du?“- Aus­tausch im offe­nen
Wohn­zim­mer


11 & 14 Uhr Geführte Tour Wohn­per­spek­ti­ven
Treff­punkt: Wohn­la­bor
Exper­ten erzählen


15 Uhr „Die Prin­zes­sin von Neu-Ger­ma­nien“
Nietz­sche-Archiv, Hum­boldt­straße 36


16 Uhr Goe­thes Topf­pflan­zen
Goe­the Natio­nal­mu­seum, Frau­en­plan 1
Eröff­nung der 3D-Medienstation


16.30 Uhr Goe­the-Appa­rat
Goe­the Natio­nal­mu­seum, Frau­en­plan
Aus­stel­lungs­er­öff­nung


18 Uhr klas­sisch kon­su­mie­ren – Ber­tuch und das
Jour­nal des Luxus und der Moden
Her­zo­gin Anna Ama­lia Biblio­thek,
Stu­di­en­zen­trum, Platz der Demo­kra­tie 4


20 Uhr POWER HOUSE
Schil­ler-Museum, Schil­ler­straße 12
In Koope­ra­tion mit der Bau­haus-Uni­ver­si­tät
Wei­mar, Uni­ver­si­täts­ga­le­rie nova space

 

2. April 2023
Mati­nee | Wei­ma­rer Kon­tro­ver­sen
Bau­haus-Museum Wei­mar, Sté­phane-Hes­sel-Platz 1
11 Uhr Hier könn­ten 12 Fami­lien woh­nen
Podi­ums­dis­kus­sion
zum Woh­nen in Weimar

Ausstellungseröffnung »Dichterhaushalt und Lebenskunst. Vom Wohnen um 1800« im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar
Mrz 30 um 18:00

Woh­nen ist ein kom­ple­xes Phä­no­men. Vom Hau­sen in ein­fachs­ten Ver­hält­nis­sen bis zum roya­len Resi­die­ren erfüllt es die mensch­li­chen Grund­be­dürf­nisse von Schutz und Sicher­heit. Zugleich reflek­tiert die Art, wie Men­schen woh­nen, ihr kul­tu­rel­les Selbst­ver­ständ­nis und ihre soziale Zugehörigkeit.

Das ästhe­ti­sche Aus­stat­ten der Woh­nung, das Anwen­den von Haus­halts­tech­ni­ken, das Pfle­gen von Bezie­hun­gen – stets müs­sen sich die Woh­nen­den in irgend­ei­ner Form ver­hal­ten. Bereits um 1800 erfor­derte dies in Wei­mar und anderswo eine gewisse Krea­ti­vi­tät und Lebenskunst.

Wel­che Per­so­nen wirk­ten damals bei einer gro­ßen Wäsche mit? Wie ging Goe­the mit einer eigen­wil­li­gen Köchin um? Wie leb­ten junge Men­schen in sozia­len Ein­rich­tun­gen? Mal augen­zwin­kernd, mal ernst öff­net die sozi­al­his­to­risch ori­en­tierte Aus­stel­lung ver­schie­dene Türen, um Ein­bli­cke in den span­nen­den Wohn­all­tag jener Zeit zu gewähren.

Begleit­pro­gramm
19. April, 10. Mai, 14. Juni, 15 Uhr
Kuratorinnenführungen

22. Juni, 17 Uhr
Erzähl­tes Woh­nen um 1800
Vor­trag von Dr. Nor­bert Wichard (Bonn)

In guter Nachbarschaft #33 – mit Sam Zamrik, Jonah Martensen, Önder Kanat u.a. im ACC Weimar
Mrz 30 um 19:00

In guter Nach­bar­schaft #33 mit Sam Zam­rik, Jonah Mar­ten­sen, Önder Kanat u.a.

 

«In guter Nach­bar­schaft» ist eine Lese­reihe der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V., die in loser Folge viel­ver­spre­chende Autor*innen vorstellt.

Sam Zam­rik, 1996 in Damas­kus, Syrien gebo­ren, ist quee­rer Lyri­ker, Über­set­zer, und poli­ti­scher Bild­ner. In Damas­kus stu­dierte er Eng­li­sche Spra­che und Lite­ra­tur an der Uni­ver­si­tät Damas­kus, wo er einen Dichter­klub für eng­lisch ver­fasste Lyrik namens The Poet’s Society mit­grün­dete. Ver­öf­fent­licht wur­den ein­zelne Texte von der WIR MACHEN DAS-Initia­tive Wei­ter Schrei­ben sowie in ver­schie­de­nen deut­schen Zei­tun­gen wie taz und Tages­spie­gel. Zam­rik orga­ni­sierte meh­rere Work­shops zu den The­men Exil, Mehr­spra­chig­keit und Dich­tung im Rah­men des Trans­la­tio­nale Fes­ti­vals für Lite­ra­tur­über­set­zung und des Archivs der Flucht im Haus der Kul­tu­ren der Welt u.a.
Im Herbst 2022 erschien seine eng­lisch-deut­sche Lyrik­samm­lung ICH BIN NICHT im Han­ser Ber­lin Ver­lag. Zam­rik wurde mit dem Wun­der­block Award der Wun­der­block Foun­da­tion aus­ge­zeich­net. Er lebt und stu­diert in Berlin.

Jonah Mar­ten­sen, gebo­ren 2003, wuchs auf dem Land beim Stein­hu­der Meer in Nie­der­sach­sen auf. Nach dem Abitur zog er 2021 nach Wei­mar, um ein Frei­wil­li­ges Sozia­les Jahr in der Kul­tur zu machen. Unver­hofft und den­noch glück­lich, fing er im Herbst letz­ten Jah­res an, Freie Kunst an der Bau­haus-Uni­ver­si­tät zu studieren.

Musi­ka­lisch führt Önder Kanat durch den Abend.

 

Eine Ver­an­stal­tung der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V. in Koope­ra­tion mit der ACC Gale­rie Wei­mar. Geför­dert von der Kul­tur­stif­tung des Fei­staa­tes Thüringen.

Lesung und Gespräch mit Agnès Arp und Élisa Goudin-Steinmann in Erfurt
Mrz 30 um 19:00

Agnès Arp, Élisa Gou­din-Stein­mann: Die DDR nach der DDR. Ost­deut­sche Lebenserzählungen

 

Die fran­zö­si­schen His­to­ri­ke­rin­nen Agnès Arp und Élisa Gou­din-Stein­mann gehen der Frage nach, wie die DDR als Gesell­schaft im Leben der Ost­deut­schen bis heute nach­wirkt. Die von ihnen mit ehe­ma­li­gen DDR Bür­ge­rin­nen geführ­ten lebens­ge­schicht­li­chen Inter­views las­sen Nähe und Unmit­tel­bar­keit, Zwi­schen­töne und Dif­fe­ren­zie­run­gen zu – jen­seits der ein­sei­ti­gen öffent­li­chen Wahr­neh­mung unter dem Stich­wort »Leben in der Diktatur«.Nachdem die Schil­de­run­gen von Ent­wer­tung, Wie­der­an­eig­nung und Auf­wer­tung ost­deut­scher Lebens­wege bereits in Frank­reich auf posi­tive Reso­nanz stie­ßen, eröff­net sich nun auch einer west- wie ost­deut­schen Leser­schaft eine viel­fäl­tige Sicht auf wich­tige The­men wie Bil­dungs­chan­cen, Geschlech­ter­ver­hält­nisse, Umgang mit Kunst und Kul­tur oder Mög­lich­kei­ten poli­ti­scher Teil­habe und deren Deu­tung im ver­ei­nig­ten Deutschland.

 

Agnès Arp ist 1973 in Paris gebo­ren. Sie hat Phi­lo­so­phie, Aus­lands­ger­ma­nis­tik und Geschichte in Paris, Leip­zig und Ber­lin stu­diert. 2006 hat sie in Paris und Jena ihre Pro­mo­tion über die Lebens­ge­schich­ten der Pri­vat­un­ter­neh­mer in der DDR bei Lutz Nietham­mer abge­schlos­sen. Sie lebt und arbei­tet seit 20 Jah­ren in den neuen Bun­des­län­dern. Ihre For­schungs­schwer­punkte sind Oral History, neu­este deut­sche Geschichte (DDR und Trans­for­ma­ti­ons­zeit) und nar­ra­tive Medizin.

Elisa Gou­din-Stein­mann, Dr. phil., ist seit 2003 Dozen­tin für zeit­ge­nös­si­sche Stu­dien an der Sor­bonne-Nou­velle – Paris 3. Sie ist Mit­her­aus­ge­be­rin des Blogs „Bli­cke auf die DDR und die neuen Bundesländer.“

Lesung und Gespräch mit Armin Pfahl-Traughber am Erinnerungsort Topf und Söhne in Erfurt
Mrz 30 um 19:00

Buch­vor­stel­lung und Gespräch mit Armin Pfahl-Trau­gh­ber: Intel­lek­tu­elle Rechts­ex­tre­mis­ten. Das Gefah­ren­po­ten­tial der Neuen Rechten

 

Der Begriff »Neue Rechte« bezeich­net einen intel­lek­tu­el­len Rechts­ex­tre­mis­mus. Seine Akteure ver­ste­hen sich als ideo­lo­gi­sche Weg­be­rei­ter eines gesell­schaft­li­chen Rechts­rucks, der auto­ri­tär-natio­na­lis­ti­sche Vor­stel­lun­gen in reale Poli­tik umset­zen will. Der Extre­mis­mus-Experte Armin Pfahl-Trau­gh­ber zeigt, wie die Neue Rechte sys­te­ma­tisch demo­kra­ti­sche Auf­fas­sun­gen dele­gi­ti­miert, um die geis­ti­gen Vor­aus­set­zun­gen für einen poli­ti­schen Wech­sel her­bei­zu­füh­ren. Er ana­ly­siert ihr Gefah­ren­po­ten­zial, geis­tige Vor­bil­der, ideo­lo­gi­sche Grund­po­si­tio­nen, ein­schlä­gige Publi­ka­ti­ons­or­gane, Netz­werke und Strategien.

Dr. phil. Armin Pfahl-Trau­gh­ber, Poli­tik­wis­sen­schaft­ler und Sozio­loge, lehrt an der Hoch­schule des Bun­des für öffent­li­che Ver­wal­tung in Brühl und Lehr­be­auf­trag­ter an der Uni­ver­si­tät Bonn. Er gibt das „Jahr­buch für Extre­mis­mus- und Ter­ro­ris­mus­for­schung“ heraus.

In Koope­ra­tion mit: Erin­ne­rungs­ort Topf & Söhne

Mrz
31
Fr
Literatur und Musik mit Stefan Hasselmann in der Weimarer LiteraturEtage
Mrz 31 um 19:00

IN CONCERT | Ste­fan Has­sel­mann: »Erzähl mir von dir«

 

Ein musi­ka­li­scher Fla­neur zwi­schen Chan­son und Blues, der mit sei­nen Geschich­ten über die klei­nen Dinge und die gro­ßen Fra­gen des Lebens singt und dabei um die Frage kreist: Möchte man als König leben oder als Vagabund?

Mit klu­gen Tex­ten, ein­gän­gi­gen Melo­dien und einem Schmun­zeln im Augen­win­kel bewegt sich Ste­fan Has­sel­mann in deutsch­spra­chi­ger Lie­der­ma­cher-Tra­di­tion, inspi­riert von Musi­kern wie Rein­hard Mey und Felix Meyer. Jedes sei­ner Lie­der ist eine Ein­la­dung an die Zuhö­rer, mit ihm ans Meer zu kom­men, um beim Blick auf die Wel­len die Gedan­ken zu ord­nen, mit wachem Blick durch die Stra­ßen der Stadt zu schlen­dern oder bei einem Glas Wein über die Sehn­sucht nach Frei­heit oder Liebe nach­zu­den­ken. Für das neue Album ist es vor allem das Thema Mensch­lich­keit, das den Autoren und Musi­ker beschäf­tigt. Wie gehen Men­schen, gerade in Kri­sen­zei­ten, mit­ein­an­der um, haben sie ein­an­der etwas zu sagen und wenn ja, mit wel­chen Wor­ten? Fin­den sie im Gespräch zuein­an­der oder geht es eher um Selbst­ver­wirk­li­chung und Abgrenzung?

Ste­fan Has­sel­mann ist in Wei­mar und Dres­den auf­ge­wach­sen und lebt seit zwei Jah­ren in Olden­burg. Neben sei­nem Haupt­be­ruf als Archi­tekt ist er auch als Autor tätig; zuletzt erschien sein Buch »Glücks­orte in und um Wei­mar« (Droste-Ver­lag 2021). Nach einer im Jahr 2019 selbst finan­zier­ten EP konnte er das jetzt erschie­nene Debut­al­bum mit För­de­rung der Initia­tive Neu­start Kul­tur rea­li­sie­ren und arbei­tete dabei mit Johan­nes Feige (Jes­sica Gall, Axel Prahl, Danny Dziuk u.a.) zusammen.

Kar­ten sind im Vor­ver­kauf in der Ecker­mann-Buch­hand­lung erhältlich.

 

Eine Ver­an­stal­tung der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V.

Vortrag von Agnès Arp und Èlisa Goudin-Steinmann im Schillerhaus Rudolstadt
Mrz 31 um 19:30

Die DDR nach der DDR – Buch­vor­stel­lung und Gespräch mit Agnès Arp und Èlisa Goudin-Steinmann

 

Die fran­zö­si­schen His­to­ri­ke­rin­nen Agnès Arp und Élisa Gou­din-Stein­mann reis­ten durch das Gebiet der ehe­ma­li­gen DDR, inter­view­ten die hier auf­ge­wach­se­nen Men­schen und sam­mel­ten deren Geschich­ten. In den Gesprä­chen leg­ten sie ihren Fokus auf die pri­va­ten und nicht-öffent­li­chen Erzäh­lun­gen. So ent­stand ein dif­fe­ren­zier­tes Bild abseits der ein­sei­ti­gen öffent­li­chen Wahr­neh­mung unter den Stich­wor­ten Leben in der Dik­ta­tur oder Ostalgie.

Agnès Arp und Élisa Gou­din-Stein­mann haben all diese Schil­de­run­gen von Ent­wer­tung, Wie­der­an­eig­nung und Auf­wer­tung ost­deut­scher Lebens­wege ana­ly­siert und wis­sen­schaft­lich aus­ge­wer­tet, dadurch eröff­nen die His­to­ri­ke­rin­nen eine viel­fäl­tige Sicht auf wich­tige The­men wie Bil­dungs­chan­cen, Geschlech­ter­ver­hält­nisse, Umgang mit Kunst und Kul­tur oder Mög­lich­kei­ten poli­ti­scher Teil­habe und deren Deu­tung im ver­ei­nig­ten Deutsch­land. Im Schil­ler­haus stel­len die in Deutsch­land leben­den Wis­sen­schaft­le­rin­nen ihr Buch und ihre Ergeb­nisse vor und laden zum Aus­tausch dar­über ein.

Apr
1
Sa
Ausstellungseröffnung und Vortrag »Klassisch konsumieren. Bertuch und das Journal des Luxus und der Moden« in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar
Apr 1 um 18:00

Aus­stel­lungs­er­öff­nung und Vortrag
»Klas­sisch kon­su­mie­ren. Ber­tuch und das Jour­nal des Luxus und der Moden«

 

Im Rah­men des The­men­jah­res Woh­nen der Klas­sik Stif­tung Wei­mar wid­met sich die neue Aus­stel­lung der Her­zo­gin Anna Ama­lia Biblio­thek dem berühmten Life­style-Maga­zin aus dem Ver­lag von Fried­rich Jus­tin Ber­tuch. Das „Jour­nal des Luxus und der Moden” erschien ab 1786 und wirkte weit über Wei­mar hin­aus stil- und geschmacks­bil­dend. Die Aus­stel­lung prä­sen­tiert die Zeit­schrift als her­aus­ra­gende Quelle der Wohn­kul­tur, Klei­der­mode und des Kon­sum­ver­hal­tens in der Zeit um 1800.

Die Aus­stel­lungs­er­öff­nung ist zugleich Auf­takt der dies­jäh­ri­gen Vor­trags­reihe „Kon­stel­la­tio­nen“ unter dem Titel „Wa(h)re Klassik“:

Prof. Dr. Ste­fan Matu­schek (Jena) – Die Ware Klas­sik, der Buch­han­del und die Wei­ma­rer Markenkerne

Danach wird das Pro­jekt­team die Aus­stel­lung vor­stel­len. Im Anschluss laden wir herz­lich ein, mit uns auf die neue Aus­stel­lung anzu­sto­ßen, Ber­tuchs Mode­wel­ten zu ent­de­cken und sich von Gna­den­los schick von Mode ganz beson­de­rer Art überraschen zu lassen!
Das Stu­di­en­zen­trum (Erd­ge­schoss) ist die­sem Abend bis 22 Uhr für die Besich­ti­gung der Aus­stel­lung geöffnet.

Mit freund­li­cher Unterstützung der Gesell­schaft Anna Ama­lia Bibliothek.

Apr
4
Di
Eröffnungsveranstaltung zur Ausstellung „Tausend Perlen unter dem Moos“ – Erzählbilder von Jana Maria Hildebrandt und Andreas von Rothenbarth in der Stadtbibliothek Heilbad Heiligenstadt
Apr 4 um 15:00

Eröff­nungs­ver­an­stal­tung zur Aus­stel­lung „Tau­send Per­len unter dem Moos“ – Erzähl­bil­der von Jana Maria Hil­de­brandt und Andreas von Rothenbarth

 

Die Stadt­bi­blio­thek Heil­bad Hei­li­gen­stadt freut sich, gemein­sam mit Jana Maria und Andreas Hil­de­brandt (alias Andreas vom Rothen­barth) den Neu­start der Biblio­thek bege­hen zu kön­nen. In den neuen Ver­an­stal­tungs­raum wer­den die Klei­nen am Nach­mit­tag in die Welt der Mär­chen und Bil­der ent­führt. Andreas vom Rothen­barth ist ein Garant für gelun­gene Ver­an­stal­tun­gen. Umso mehr sind  wir auf das Zusam­men­spiel mit Jana(Bild) und Andreas(Wort) gespannt.

 

Geför­dert durch die Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thüringen.

Eröffnungsveranstaltung zur Ausstellung „Tausend Perlen unter dem Moos“ – Erzählbilder von Jana Maria Hildebrandt und Andreas von Rothenbarth in der Stadtbibliothek Heilbad Heiligenstadt
Apr 4 um 16:00

Eröff­nungs­ver­an­stal­tung zur Aus­stel­lung „Tau­send Per­len unter dem Moos“ – Erzähl­bil­der von Jana Maria Hil­de­brandt und Andreas von Rothenbarth

 

Die Stadt­bi­blio­thek Heil­bad Hei­li­gen­stadt freut sich, gemein­sam mit Jana Maria und Andreas Hil­de­brandt (alias Andreas vom Rothen­barth) den Neu­start der Biblio­thek bege­hen zu kön­nen. In den neuen Ver­an­stal­tungs­raum wer­den die Klei­nen am Nach­mit­tag in die Welt der Mär­chen und Bil­der ent­führt. Andreas vom Rothen­barth ist ein Garant für gelun­gene Ver­an­stal­tun­gen. Umso mehr sind  wir auf das Zusam­men­spiel mit Jana(Bild) und Andreas(Wort) gespannt.

 

Geför­dert durch die Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thüringen.

Vortrag von Steffi Böttger im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Apr 4 um 18:00

Steffi Bött­ger, Leip­zig: Ein glü­hend Herz zagt nicht beim wil­den Rau­schen. Die ers­ten wil­den Jahre der deut­schen Romantik

 

Wer kennt heute noch die Anek­do­ten um die soge­nannte Erste Roman­ti­sche Schule, den Kreis um August Wil­helm und Fried­rich Schle­gel, ihre Frauen Caro­line und Doro­thea und um Jena, das Haupt­quar­tier der roman­ti­schen Bewe­gung um 1800?
Ver­knüpft damit ist eine dra­ma­ti­sche Geschichte um Eifer­sucht und Grö­ßen­wahn – und ein unter­halt­sa­mer kul­tur­ge­schicht­li­cher Exkurs. Leicht und amü­sant wer­den dabei die Hin­ter­gründe beleuch­tet, wie sich eine künst­le­ri­sche Rich­tung gegen Altes durch­setzte, und wie um Pfründe auf dem deut­schen Buch­markt gekämpft wurde.

Der Ein­lass ist ab 17:30 Uhr. Der Ein­tritt für Mit­glie­der ist kos­ten­frei, Gäste zah­len 5,- €.

Die Goe­the-Gesell­schaft Erfurt orga­ni­siert in regel­mä­ßi­gen Abstän­den wis­sen­schaft­li­che, beleh­rende Vor­träge, Dis­kus­si­ons­run­den zu ein­zel­nen Wer­ken Goe­thes, Bil­dungs­fahr­ten zu Wir­kungs­stät­ten Goe­thes und ande­rer Dich­ter. Bei Inter­esse bie­tet sie Gym­na­si­as­ten und Stu­den­ten aus der Region die Mög­lich­keit, eigene Arbei­ten zum Goe­the-Thema zur Dis­kus­sion zu stel­len. Die Gesell­schaft lädt ebenso Autoren zu Lesun­gen ein. Sie ver­folgt auf­merk­sam die Akti­vi­tä­ten der Mut­ter­ge­sell­schaft in Wei­mar und pflegt Kon­takte zu ande­ren Goe­the-Orts­ver­ei­ni­gun­gen in Deutsch­land – ins­be­son­dere zur Goe­the-Gesell­schaft in Gera – sowie zu kul­tu­rel­len Ver­ei­nen in Erfurt.

Die Goe­the-Gesell­schaft Erfurt ver­folgt die För­de­rung kul­tu­rel­ler Zwe­cke. Neu gegrün­det im Jahr 2014 stellt sie sich die Auf­gabe, in Über­ein­stim­mung mit den Zie­len der Goe­the-Gesell­schaft in Wei­mar, Gedan­ken­gut, Werk und Per­sön­lich­keit Goe­thes zu pfle­gen und zu ver­mit­teln. Sie ver­tritt keine poli­ti­schen oder reli­giö­sen Ziele.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zur Goe­the-Gesell­schaft fin­den Sie hier.

Philosophy After Work im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Apr 4 um 18:30

Phi­lo­so­phy After Work

 

Kön­nen phi­lo­so­phi­sche Schrif­ten für uns, in unse­rem All­tag heute, frucht­bar sein? Haben sol­che Texte etwas mit mir zu tun? Die Lek­türe klei­ner Texte gro­ßer Phi­lo­so­phen soll zu einem gemein­sa­men Gedan­ken­aus­tausch anre­gen. Das Kon­zept sieht vor, dass weder Autor noch Text im Vor­feld bekannt sind. Las­sen Sie sich von einem Text unmit­tel­bar ansprechen!

Die phi­lo­so­phi­sche Prak­ti­ke­rin Diet­linde Schmal­fuß-Plicht lei­tet diese Zusam­men­künfte und bei ihr kön­nen sich alle Inter­es­sen­ten bis Mon­tag Mit­tag vor dem Ter­min anmel­den unter: info@philosophie-milan.de.

Die Kurs­ge­bühr ist direkt bei Frau Schmal­fuß-Plicht am Abend der Ver­an­stal­tung zu entrichten.

Lesung mit Annette Scheibner in der Stadt- und Kreisbibliothek Meiningen
Apr 4 um 19:00

Wan­deln in Parks – ein lyri­schen Rund­gang durch ver­schie­dene Parks und Gär­ten Thüringens

 

In der Lese­ver­an­stal­tung wird die Autorin Annette Scheib­ner unter ande­rem wer­den der Land­schafts­park in Alten­stein, Schloss­park in Gotha, der Kar­täu­ser Gar­ten in Eisen­ach, der Mei­nin­ger Park und der Bota­ni­sche Gar­ten in Wasun­gen vor­stel­len. Es kom­men nicht nur bota­ni­sche Beson­der­hei­ten (chi­ne­si­sche Lär­che, Fächer­ahorn, Zopf­beete, Rho­do­den­dron) zur Spra­che, son­dern auch geschicht­li­che Bege­ben­hei­ten. His­to­ri­sche Gebäude und Denk­mä­ler wie Schlös­ser, Rit­ter­ka­pelle, Pavil­lons wer­den benannt, aber auch berühmte Per­sön­lich­kei­ten wie Bach, Tele­mann, Luther und Per­t­hes. Lebens­phi­lo­so­phi­sche Andeu­tun­gen (Park­bank – erste Liebe, Her­zog­li­ches Grab – Lebens­ende) erfol­gen bezüg­lich der im Buch ent­hal­te­nen Fotos.  Wan­deln durch Parks – und sich wan­deln. Schön­heit von Pflan­zen und Bäu­men erle­ben, in Ver­bin­dung mit Stille, Ent­span­nung, Zu-sich-Finden.

 

Geför­dert durch die Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thüringen.

Literaturland Thüringen im Radio – Eine Sendereihe des Thüringer Literaturrates
Apr 4 um 22:00
Literaturland Thüringen im Radio – Eine Sendereihe des Thüringer Literaturrates @ Radio Lotte

Jeden ers­ten Diens­tag im Monat geht es bei »Lite­ra­tur­land Thü­rin­gen im Radio«, dem Sen­de­for­mat des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes um Lite­ra­tur aus und über Thüringen.

Soweit es die Pla­nung erlaubt, laden wir Gäste ins Stu­dio ein, um mit ihnen über ihr Schrei­ben, Pro­jekte, Recher­chen oder beson­dere The­men zu spre­chen. Oder wir zeich­nen Sen­dun­gen auf, brin­gen Live­mit­schnitte von Ver­an­stal­tun­gen etc.

Jeden ers­ten Diens­tag im Monat ist die Sen­dung auf  Radio Lotte im Stadt­ge­biet von Wei­mar auf 160,6 UKW zu hören und welt­weit im Inter­net unter https://www.radiolotte.de

Alle Radio­sen­dun­gen kön­nen zudem in der Pod­ca­st­reihe »Lite­ra­tur­land Thü­rin­gen im Radio« auf www.literaturland-thueringen.de ange­hört wer­den. Die Sen­dun­gen ste­hen i.d.R. ab dem ers­ten Mitt­woch im Monat bereit.

 

Eine Sen­dungs­for­mat des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes. Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der der Thü­rin­ger Staats­kanz­lei. Bis 2023 geför­dert von der Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thüringen.

Apr
6
Do
Lesung und Gespräch mit Sandra Blume, Annette Seemann und André Schinkel in der Weimarer LiteraturEtage
Apr 6 um 19:00

An der Bie­gung des Flus­ses. Geschich­ten und Gedichte von Werra, Ilm und Rhein

 

»Wer in der Geschichte eines Flus­ses liest, ver­steht auch seine eigene Geschichte,« heißt es im Klap­pen­text von San­dra Blu­mes Werra-Bio­gra­phie »An der Bie­gung des Flus­ses« (2. Aufl. Mit­tel­deut­scher Ver­lag 2023). Auch André Schin­kel dich­tet in die­sem Sinne über Flüsse wie die Ilm oder die Mulde. Annette See­mann über­setzte Vic­tor Hugos Schrift über den Rhein (Insel-Büche­rei Nr. 1328, 2010) und begab sich zusam­men mit Con­stan­tin Beyer auf eine kul­tur­his­to­ri­sche Reise ent­lang der Saale (Schnell+Steiner 2017). An die­sem Abend erzäh­len uns die drei ihre Fluss­ge­schich­ten und neh­men uns mit auf eine ebenso infor­ma­tive wie poe­sie­volle Wan­de­rung ent­lang der Was­ser­läufe und Ströme.

San­dra Blume, geb. 1976, hat Geschichte, Kul­tur­wis­sen­schaft und Jour­na­lis­tik stu­diert. Sie arbei­tet seit 2005 als freie Tex­te­rin, PR-Bera­te­rin und Thea­ter­dra­ma­tur­gin. Seit 2013 ist sie Pres­se­spre­che­rin des Wart­burg­krei­ses in Thüringen.

André Schin­kel, geb. 1972 in Eilen­burg, lebt in Halle an der Saale. Nach einer Aus­bil­dung in der Land­wirt­schaft stu­dierte er Umwelt­schutz­tech­nik, Kunst­ge­schichte, Ger­ma­nis­tik und Prä­his­to­ri­schen Archäo­lo­gie in Wer­ni­ge­rode und Halle. Seit 2005 ist er als freier Autor, Redak­teur, Lek­tor und Her­aus­ge­ber tätig. Er ist Mit­glied der Säch­si­schen Aka­de­mie der Künste und der Aka­de­mie der Künste in Sach­sen-Anhalt. Für seine lite­ra­ri­sche Arbeit wurde er mehr­fach geehrt, zuletzt mit der Man­fred-Jahr­markt-Ehren­gabe der Deut­schen Schil­ler­stif­tung und der Ein­la­dung zum Poe­sie­fes­ti­val in Banja Luka (BiH). Er war Stadt­schrei­ber von Ranis und der Stadt Jena. Teile sei­nes Werks wur­den in zwan­zig Spra­chen übersetzt.

Annette See­mann lebt als freie Autorin und Über­set­ze­rin in Wei­mar. Die pro­mo­vierte Ger­ma­nis­tin und Roma­nis­tin war viele Jahre für das Maga­zin der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung tätig und ist seit 2003 Vor­sit­zende des För­der­ver­eins zuguns­ten der Her­zo­gin Anna Ama­lia Biblio­thek. Schwer­punkte ihrer Tätig­keit sind Bücher zur Kul­tur­ge­schichte Wei­mars und zu Bio­gra­phien krea­ti­ver Frauen vom 18. Jahr­hun­dert bis heute. Einer grö­ße­ren Leser­schaft wurde sie durch das Buch »Anna Ama­lia. Her­zo­gin von Wei­mar« bekannt.

 

Eine Ver­an­stal­tung der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V. Geför­dert von der Kul­tur­stif­tung des Frei­staa­tes Thü­rin­gen sowie Neu­start Kultur.

Apr
10
Mo
Schreibwerkstatt »Zeilensprung« in der VHS Suhl
Apr 10 um 19:00

Die Schreib­werk­statt »Zei­len­sprung« ist eine Unter­gruppe des Süd­thü­rin­ger Lite­ra­tur­ver­eins und arbei­tet selbständig.

Sie grün­dete sich 2004 unter der Lei­tung von Ursula Schütt aus einem Volks­hoch­schul-Schreib­kurs, der seit 2002 gelau­fen war. Zunächst unter dem Dach des Kul­tur­ver­eins »Alte Schule« Suhl-Mäben­dorf, stieß die Gruppe dann zum Süd­thü­rin­ger Literaturverein.
Ter­mine: jeden zwei­ten Mon­tag im Monat, ab 19.00 Uhr in der Volks­hoch­schule Suhl-Hein­richs (Mei­nin­ger Str. 89, 98529 Suhl)

Lei­tung: Ulrike Blechschmidt

Wer an der Mit­ar­beit inter­es­siert ist, wen­det sich bitte an Ulrike Blechschmidt.

Apr
11
Di
Buchvorstellung und Vortrag von Dr. Jan Schönfelder in der VHS Mühlhausen
Apr 11 um 18:00

Feind­bild Israel: Udo Albrecht, der rechte Ter­ror und die Geheimdienste

Buch­vor­stel­lung und Vor­trag von Dr. Jan Schönfelder
Im Jahr 2001 und 2005 bekam die Stadt­ver­wal­tung Mühl­hau­sen Anfra­gen vom Bun­des­kri­mi­nal­amt: Ist dem Stan­des­amt etwas über Udo Albrecht bekannt? Albrecht war 1940 in Bey­rode gebo­ren und in die amt­li­chen Regis­ter ein­ge­tra­gen wor­den. Der Junge ent­wi­ckelte sich in der Bun­des­re­pu­blik zu einem Rechts­ter­ro­ris­ten, der eng mit paläs­ti­nen­si­schen Ter­ro­ris­ten koope­rierte, viele Jahre in Gefäng­nis­sen ver­brachte und dem doch immer wie­der die Flucht gelang, zuletzt 1981 in die DDR. Seit­dem ist Albrecht ver­schwun­den. Jah­re­lang wurde nach ihm gefahn­det. Ver­geb­lich. Ob er noch lebt ist unklar. Im amt­li­chen Regis­ter von Mühl­hau­sen ist sein Tod jeden­falls bis­her nicht verzeichnet.
Der His­to­ri­ker und Jour­na­list Jan Schön­fel­der hat sich auf die Spur die­ses über Jahr­zehnte gesuch­ten rechts­ex­tre­men Kri­mi­nel­len gemacht. Er hat Ermitt­lungs­ak­ten und Geheim­dienst­be­richte aus­ge­wer­tet. Und ist unter ande­rem der Frage nach­ge­gan­gen, ob Albrecht von einem Geheim­dienst gesteu­ert wurde.
Eine Buch­vor­stel­lung in Zusam­men­ar­beit mit der Volks­hoch­schule Unstrut-Hainich-Kreis.

Apr
12
Mi
Bilderbuchkino: „Hier kommt Polly Osterkuh« im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Apr 12 um 16:00

Bil­der­buch­kino: „Hier kommt Polly Osterkuh«

 

Der Raum wird dun­kel, die Bil­der einer Geschichte begin­nen zu leuchten.

Das Kul­tur: Haus Dacheröden bie­tet zwei Mal im Monat ein kos­ten­lo­ses Bil­der­buch­kino für Kin­der ab 4 Jah­ren an. Dabei wer­den die Bil­der eines Bil­der­buchs auf eine große Lein­wand pro­ji­ziert und der Text live vor­ge­le­sen. Die beson­dere Atmo­sphäre nimmt mit auf eine Reise mit der klei­nen Hexe, dem fre­chen Rabe Socke, dem Nein­horn und vie­len ande­ren. Herz­li­che Ein­la­dung für kleine und große Gäste zum Stau­nen, Träu­men und Lachen.

Hier kommt Polly Oster­kuh« von Xóchil Andrea Schütz

Polly ist eine außer­ge­wöhn­li­che Kuh. Nur auf der Wiese rum­ste­hen und wie­der­käuen fin­det sie öde. Viel lie­ber schlägt Polly Pur­zel­bäume oder düst über die Weide. Huhn Klara und Hase Nase sind Pol­lys beste Freunde. Und der Früh­ling ist Pol­lys aller­liebste Lieb­lings­jah­res­zeit, denn dann ist Ostern!

Die Oster­zeit fin­det Polly super. Zu gerne würde sie auch ein­mal bei den Vor­be­rei­tun­gen hel­fen. Aber wie? Die Sache mit dem Eier­le­gen will ein­fach nicht klap­pen und einen Pin­sel kann Polly auch nicht zwi­schen den Hufen halten.

Wie Polly her­aus­fin­det, dass Sie doch eine große Künst­le­rin ist und was sie tut, um das Oster­fest zu ret­ten, davon erzählt die­ses Buch.

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung des Carl­sen Ver­lags.

Lesung und Gespräch mit Anne Rabe in der Ernst-Abbe-Bücherei Jena
Apr 12 um 19:30

Anne Rabe: Die Mög­lich­keit von Glück

Stine kommt Mitte der 80er Jahre in einer Klein­stadt an der ost­deut­schen Ost­see zur Welt. Sie ist ein Kind der Wende. Um den Sys­tem­wech­sel in der DDR zu begrei­fen, ist sie zu jung, doch die viel­schich­ti­gen ideo­lo­gi­schen Prä­gun­gen ihrer Fami­lie schrei­ben sich in die her­an­wach­sende Genera­tion fort. Wäh­rend ihre Ver­wand­ten die unter­ge­gan­gene Welt hin­ter einem undurch­dring­li­chen Schwei­gen ver­ste­cken, bre­chen bei Stine Fra­gen auf, die sich nicht län­ger ver­drän­gen las­sen. Anne Rabe hat ein ebenso hell­sich­ti­ges wie auf­wüh­len­des Buch von lite­ra­ri­scher Wucht geschrie­ben. Sie geht den Ver­wun­dun­gen einer Genera­tion nach, die zwi­schen Dik­ta­tur und Demo­kra­tie auf­ge­wach­sen ist, und fragt nach den Ursprün­gen von Ras­sis­mus und Gewalt.

Koope­ra­ti­ons­part­ner: Ernst-Abbe-Büche­rei Jena.

Apr
13
Do
Comic-Workshop in der Stadtbibliothek Gotha
Apr 13 um 14:00

Comic-Work­shop in der Stadt­bi­blio­thek Gotha für Kin­der ab 8–12 Jahren

 

Manga und Comics erfreuen sich seit vie­len Jah­ren stei­gen­der Beliebt­heit. Die Kom­bi­na­tion aus Zeich­nen und Geschich­ten­schrei­ben erfor­dert viel Krea­ti­vi­tät und wird nicht ohne Grund die »9. Kunst« genannt. Auch bei unse­ren jun­gen Lesern in der Stadt­bi­blio­thek Gotha ist die­ses Genre stark gefragt. In die­sem Work­shop soll es vor­ran­gig um die Grund­la­gen des Comic­zeich­nens gehen. Wie zeich­net man Figu­ren? Wie las­sen sich Emo­tio­nen dar­stel­len? Wie ent­wirft man einen Cha­rak­ter? Wie plant man Comic-Sei­ten, wie füllt man die Sprech­bla­sen und was für eine Geschichte will man über­haupt erzäh­len? Der Work­shop rich­tet sich an Kin­der von 8 bis 12 Jah­ren. Die Werk­statt wird in Koope­ra­tion mit der Wei­ma­rer Mal- und Zei­chen­schule e. V. durchgeführt.

Geför­dert durch die Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thüringen.

Buchvorstellung und Vortrag von Dr. Jan Schönfelder in der VHS Weimar
Apr 13 um 18:00

Feind­bild Israel: Udo Albrecht, der rechte Ter­ror und die Geheimdienste

Buch­vor­stel­lung und Vor­trag von Dr. Jan Schönfelder

Der Rechts­ex­tre­mist Udo Albrecht ver­bün­dete sich gegen sei­nen Haupt­feind Israel über ideo­lo­gi­sche Grä­ben und Gren­zen hin­weg mit den Geg­nern des jüdi­schen Staa­tes. So pflegte er auch engste Kon­takte zu mili­tan­ten Paläs­ti­nen­sern um PLO-Chef Jas­sir Arafat.
Nach bio­gra­fi­schen Sta­tio­nen in Thü­rin­gen floh Albrecht in den 1950ern nach West­deutsch­land. Als „ein­fa­cher“ Kri­mi­nel­ler, Auto- und Waf­fen­schmugg­ler wurde er dort mehr­mals zu Gefäng­nis­stra­fen ver­ur­teilt und brach wie­der­holt aus. Bei sei­ner ach­ten Flucht aus einer Haft­an­stalt über­wand Albrecht sogar wie­der die deutsch-deut­sche Grenze zur DDR. Die Staats­si­cher­heit ließ ihn mit neuer Iden­ti­tät zum gemein­sa­men Ver­bün­de­ten PLO ent­kom­men. Geheim­dienste aus Ost und West beschat­te­ten über Jahre den Mann – und trotz­dem ist er wie vom Erd­bo­den verschluckt.
„Wohin ver­schwand 1981 Udo Albrecht?“ Mit die­ser Frage lis­tete 2019 das Maga­zin „Focus“ eines der „70 größ­ten Geheim­nisse“ der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land auf.
Jan Schön­fel­der hat sich auf die Spur die­ses über Jahr­zehnte gesuch­ten rechts­ex­tre­men Kri­mi­nel­len gemacht. Er hat Ermitt­lungs­ak­ten und Geheim­dienst­be­richte aus­ge­wer­tet. Und ist unter ande­rem der Frage nach­ge­gan­gen, ob Albrecht von einem Geheim­dienst gesteu­ert wurde.

Dr. Jan Schön­fel­der ist His­to­ri­ker und arbei­tet als Jour­na­list beim Mit­tel­deut­schen Rundfunk.

Der Ein­tritt ist frei! Anmel­dun­gen unter www.vhs-weimar.de

Lesung mit Jan Costin Wagner in der Weimarer LiteraturEtage
Apr 13 um 19:00

Lesung mit Jan Cos­tin Wag­ner: »Am roten Strand«

 

Die Ben-Neven-Kri­mis, Band 2

Ermitt­ler, die Täter schüt­zen müs­sen, vor denen ihnen graut, und die im Kampf gegen sich selbst zutiefst gefähr­det sind. Gerade hat das Ermitt­ler­team um Ben Neven und Chris­tian Sand­ner ein ent­führ­tes Kind befreien und einen der Täter fas­sen kön­nen. Aller­dings läuft eine interne Unter­su­chung an, weil Ben dabei einen der Ent­füh­rer erschos­sen hat – da wird klar, dass der Fall eine noch weit grö­ßere Dimen­sion hat. Die Poli­zis­ten fin­den Hin­weise, dass es ein gan­zes Netz­werk von Tätern gibt, die sich gegen­sei­tig im Inter­net aus­tau­schen – kurz danach wird einer von ihnen ermor­det. Auch der Ver­däch­tige in Unter­su­chungs­haft stirbt auf rät­sel­hafte Art und Weise. Irgend­wann wird klar: nicht nur die Poli­zei, auch frü­here Opfer sind wohl auf das Netz­werk gesto­ßen – und neh­men jetzt Rache. Die Ermitt­ler fin­den sich in der para­do­xen Situa­tion wie­der, dass sie einer­seits gegen Ver­bre­cher ermit­teln, deren Taten in ihnen eine tiefe Ver­stö­rung aus­lö­sen – und dass sie diese Täter gleich­zei­tig vor einer unbe­kann­ten Bedro­hung schüt­zen müs­sen. Und aus­ge­rech­net der Poli­zist, in dem viele sei­ner Kol­le­gen einen Hel­den sehen, bewahrt ein Geheim­nis, vor dem er sich selbst entsetzt …

Zur Ver­lags­seite

Jan Cos­tin Wag­ner, Jahr­gang 1972, lebt als Schrift­stel­ler und Musi­ker bei Frank­furt am Main. Seine Romane wur­den von der Presse gefei­ert, viel­fach aus­ge­zeich­net (u.a. Deut­scher Kri­mi­preis, Nomi­nie­rung zum Los Ange­les Times Book Prize), in 14 Spra­chen über­setzt und mehr­fach ver­filmt. Die Ver­fil­mung von »Tage des letz­ten Schnees« war ein Ereig­nis und erreichte 6,5 Mil­lio­nen Zuschauer. Mit »Am Roten Strand« steht er auf der Short­list des Glau­ser-Prei­ses 2023.

 

Eine Ver­an­stal­tung der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen e.V. Geför­dert von Neu­start Kultur.

Lesung mit Wilhelm Schmid im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt
Apr 13 um 19:30

Wil­helm Schmid: Schau­keln. Die kleine Kunst der Lebensfreude

 

Lebens­freude ist eine Kunst, die erlernt wer­den kann. Talent ist hilf­reich, aber ent­schei­dend ist die Übung. Dazu gehört auch, sich in Ver­zicht zu üben. Um leich­ter Atem für neue Auf­schwünge schöp­fen zu kön­nen und nicht fet­ter, son­dern fit­ter zu wer­den. Dabei hilft das Schau­keln. Aus der rea­len Schau­kel­erfah­rung gewinnt Wil­helm Schmid eine Meta­pher fürs Leben. Leben ist Schau­keln: Schwung holen, Leich­tig­keit füh­len, Höhen­flüge erle­ben, auf den Bei­stand Ande­rer hof­fen und das flaue Gefühl beim Abschwung hin­neh­men lernen.

Das Schau­keln ermög­licht ein Hin- und Her­flie­gen zwi­schen den unter­schied­li­chen Sei­ten des Lebens, etwa zwi­schen Anstren­gung und Besin­nung. Auch zwi­schen der Freude am Schö­nen, das neuen Elan ver­leiht, und dem Umgang mit dem weni­ger Schö­nen. Für viele Pro­bleme im Leben und in der Liebe ist Schau­keln die Lösung. Auf der Schau­kel fürs Leben ler­nen muss dabei keine ein­same Tätig­keit sein: Wech­sel­sei­tig ver­lei­hen Men­schen sich neuen Schwung. Beschwingt zur Lebens­freude in zehn Auf- und Abschwün­gen: Dazu regt die­ses Buch an.

Wil­helm Schmid, gebo­ren 1953, lebt als freier Phi­lo­soph in Ber­lin. Umfang­rei­che Vor­trags­tä­tig­keit im In- und Aus­land. Viele Jahre lehrte er Phi­lo­so­phie als außer­plan­mä­ßi­ger Pro­fes­sor an der Uni­ver­si­tät Erfurt. Zusätz­lich war er tätig als Gast­do­zent in Lett­land und Geor­gien sowie als phi­lo­so­phi­scher Seel­sor­ger an einem Kran­ken­haus in der Schweiz. 2012 wurde er mit dem Meckat­zer-Phi­lo­so­phie-Preis und 2013 mit dem Egnér-Preis ausgezeichnet.

In Koope­ra­tion mit der Kauf­män­ner Gesell­schaft e.V.

Apr
14
Fr
Literatursalon des Südthüringer Literaturvereins in Suhl
Apr 14 um 18:00

Lite­ra­tur­sa­lon des Süd­thü­rin­ger Literaturvereins

 

Offe­nes Podium für neue Texte und Lite­ra­tur­aus­tausch. Lite­ra­tur­in­ter­es­sen­ten sind herz­lich will­kom­men. Neue Texte kön­nen vor­ge­stellt wer­den. Schrift­stel­ler der Region ste­hen zum Gedan­ken­aus­tausch bereit.

Apr
15
Sa
21. Frühlingslesung der schreibenden Ärzte Thüringens in der Weimarer LiteraturEtage
Apr 15 um 16:00

21. Früh­lings­le­sung der schrei­ben­den Ärzte Thüringens

 

Wie jedes Jahr fin­det auch die 21. Früh­lings­le­sung der schrei­ben­den Ärzte Thü­rin­gens in Wei­mar statt.

Die lite­ra­tur­be­geis­ter­ten Medi­zi­ner lesen aktu­elle, aber auch bereits gedruckte Gedichte, Apho­ris­men, Lime­ricks und Kurzprosa.

Mode­ra­tion: MR Dr. Sieg­bert Kar­dach und Dr. Arthur Rein­hard Böhner

Musik: Green­he­art-Band unter Lei­tung von Dr. Vol­ker Steffen

 

Eine Ver­an­stal­tung der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thüringen.

»Lesefrühling« Lesung mit Christine Westermann im Volksbad Jena
Apr 15 um 19:30

Lese­früh­ling: Chris­tine Wes­ter­mann liest aus »Die Fami­lien der anderen«

Chris­tine Wes­ter­mann, preis­ge­krönte Jour­na­lis­tin und Best­sel­ler­au­torin, genießt mit ihren Buch­emp­feh­lun­gen gro­ßes Ver­trauen bei einem brei­ten Publi­kum. Bücher sind aus ihrem heu­ti­gen Leben nicht weg­zu­den­ken, sie sind für sie Fens­ter in ein frem­des Leben. Dabei war ihr Weg zu den Büchern kein selbst­ver­ständ­li­cher, eher ein Hin­der­nis­lauf. Ele­gant, ehr­lich und mit wun­der­ba­rer Selbst­iro­nie erzählt Chris­tine Wes­ter­mann, wie sie zu den Büchern (und Tho­mas Mann) fand – und begibt sich dabei auf eine fes­selnde Zeit­reise in ihre eigene, von Brü­chen gezeich­nete Familiengeschichte.

Eine Biblio­thek mit Lei­ter wünscht sich Chris­tine Wes­ter­mann. Damit sie auch mal an die Bücher in der obers­ten Reihe kommt. An den Zau­ber­berg von Tho­mas Mann aus dem Regal der Eltern zum Bei­spiel, an den sie sich lange nicht gewagt hat. Mit wel­chen Büchern ist sie auf­ge­wach­sen, wel­che sind noch heute eng mit ihrem Leben ver­knüpft? Warum hat Lesen lange Zeit nur eine kleine Rolle in ihrem Leben gespielt? Warum ist sie aus allen Wol­ken gefal­len, als sie gefragt wurde, ob sie Lust habe, Buch­emp­feh­lun­gen fürs Radio zu machen? Wie schreibt man eine Emp­feh­lung und warum soll es bei ihr nie ein Ver­riss sein?

Chris­tine Wes­ter­mann schreibt über die Lust zu lesen. Und damit eng ver­bun­den über die Neu­gier auf das Leben der ande­ren. Mit ihrem neuen Buch erlaubt sie einen Ein­blick ins eigene Leben. Und in die vie­len Bücher, die darin vorkommen.

 

Apr
18
Di
»Biboknirpse« Lesen mit den Kleinsten in der Stadtbibliothek Lobeda
Apr 18 um 09:30

Bibo­knirpse – Lese­pro­jekt für Eltern und Kin­dern zwi­schen 1 und 3 Jahren

Jeden 1. und 3. Mitt­woch im Monat laden wir Eltern/Großeltern mit Kin­dern im Alter von ein bis drei Jah­ren zu den Bibo­knirp­sen in die Stadt­teil­bi­blio­thek Lobeda ein.

Mit Fin­ger­spie­len, Rei­men, Lie­dern und Büchern wird für die Kleins­ten in unse­rem Vor­le­se­raum ein etwa halb­stün­di­ges Pro­gramm geboten.

Die Ver­an­stal­tung ist kos­ten­frei. Eine Anmel­dung ist nicht notwendig.

Goethe und das Deutsche Romantik-Museum in Frankfurt am Main – Vortrag von Prof. Dr. Anne Bohnenkamp in der VHS Altenburg
Apr 18 um 18:00

Am 14. Sep­tem­ber 2021 öff­nete in Frank­furt am Main das welt­weit erste Museum, das sich der Epo­che der deutsch­spra­chi­gen Roman­tik als Gan­zes wid­met. Das neue Museum prä­sen­tiert die Goe­the-Gale­rie mit sei­nen zahl­rei­chen Gemäl­den sowie auf zwei Stock­wer­ken in 35 Sta­tio­nen ein­zig­ar­tige Ori­gi­nale der Roman­tik mit inno­va­ti­ven Aus­stel­lungs­for­men, die diese Zeit als Schlüs­sel­epo­che erfahr­bar machen. Im Dia­log mit dem benach­bar­ten Goe­the-Haus sind Manu­skripte, Gra­phik, Gemälde und Gebrauchs­ge­gen­stände zu sehen.

Anne Boh­nen­kamp-Ren­ken, 1960 in Hil­des­heim gebo­ren, ist Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­le­rin, die nach der Pro­mo­tion mit einer Arbeit über Goe­thes „Faust“ an der Uni­ver­si­tät Mün­chen habi­li­tierte. Seit 2003 ist sie Direk­to­rin des Freien Deut­schen Hochstifts/Frankfurter Goe­the­mu­se­ums. Schwer­punkte in ihrer For­schung und Lehre sind Goe­the und die Goe­the­zeit, Lite­ra­ri­sche Über­set­zun­gen, Inter­kul­tu­ra­li­tät und Welt­li­te­ra­tur, die Theo­rie und Pra­xis der Edi­ti­ons­wis­sen­schaft sowie die Lite­ra­tur und Medien. Sie ist dar­über hin­aus als Mit­glied aktiv in zahl­rei­chen Gesell­schaf­ten, Jurys und Bei­rä­ten wie unter ande­rem als Vize­prä­si­den­tin der Goe­the-Gesell­schaft Weimar.

Vortrag von Prof. Dr. Jutta Linder im Goethe-Nationalmuseum in Weimar
Apr 18 um 18:00

Noch nie bin ich so unent­schie­den gewe­sen“. Zu Goe­thes Reise nach Sizilien

Vor­trag von Prof. Dr. Jutta Lin­der (Mes­sina)

»Lesefrühling« Lesung mit Irina Kilimnik in der Ernst-Abbe-Bücherei in Jena
Apr 18 um 19:30

Lese­früh­ling: Irina Kilim­nik liest aus »Som­mer in Odessa«

Die in der Ukraine gebo­rene Irina Kilim­nik ist mir ihrem Roman »Som­mer in Odessa« in Jena zu Gast. Irina Kilim­nik wurde 1978 in Odessa (Ukraine) gebo­ren und kam mit fünf­zehn Jah­ren nach Deutsch­land, wo sie spä­ter Human­me­di­zin und Media­pu­bli­shing stu­dierte. Sie ist die Autorin zahl­rei­cher Essays, Buch­re­zen­sio­nen und Kurz­ge­schich­ten, war Teil­neh­me­rin am 18. Kla­gen­fur­ter Lite­ra­tur­kurs und wurde beim MDR-Lite­ra­tur­wett­be­werb mit zwei Prei­sen aus­ge­zeich­net. Sie lebt in Berlin.

Darum geht es in »Som­mer in Odessa«: Manch­mal bemerkt man erst beim Don­nern, dass sich der Him­mel längst ver­dun­kelt hat. In der Fami­lie von Olga gibt es nur Frauen – abge­se­hen vom Groß­va­ter, der wie ein schlecht gelaun­ter König über allen thront. Sei­net­we­gen muss Olga auch Medi­zin stu­die­ren – sein Auf­trag an sie als letzt­ge­bo­re­nes Mäd­chen. Den öden Uni-All­tag bewäl­tigt sie nur dank ihres indi­schen Kom­mi­li­to­nen Radj und ihrer bes­ten Freun­din Mascha, die Abwechs­lung in Olgas Leben brin­gen. Die Dinge ändern sich, als David, ein alter Freund des Groß­va­ters, auf­taucht, im Gepäck ein lang gehü­te­tes Geheim­nis. Olga ahnt bald, dass es ihr Leben kom­plett auf den Kopf stel­len wird, sobald es ans Licht kommt. Bie­tet sich Olga eine Chance, aus ihrem star­ren Gefüge aus­zu­bre­chen? Es ist der Som­mer 2014, die Hitze liegt über der Stadt, und das unbe­schwerte Odessa steht vor einem Wendepunkt.

Die Lesung wird im »Pro­gramm 360 Grad – Fonds für Kul­tu­ren der neuen Stadt­ge­sell­schaft« der Kul­tur­stif­tung des Bun­des gefördert. 

»Studio Literatur« der Literarischen Gesellschaft Thüringen auf Radio Lotte
Apr 18 um 22:00 – 23:00

Zu hören an jedem 3. Diens­tag im Monat, 22:00–23:00 Uhr – und als Podcast

Die Lite­ra­ri­sche Gesell­schaft Thü­rin­gen wirkt seit 30 Jah­ren aktiv am lite­ra­ri­schen Leben in Wei­mar und Thü­rin­gen mit. Sie orga­ni­siert Fes­ti­vals und Wett­be­werbe, Werk­stät­ten und Lesun­gen, ver­öf­fent­licht Bücher und Maga­zine. In der neuen Radio­sen­dung – die als Pod­cast nach­zu­hö­ren ist – stellt ihr Mode­ra­to­ren­team das lite­ra­ri­sche Leben rund um die LGT vor.

Damit betei­li­gen wir uns an der wöchent­li­chen Reihe »Lite­ra­tur am Diens­tag« von Radio Lotte:

  • Jeden 1. Diens­tag im Monat gibt es ab sofort »Lite­ra­tur­land Thü­rin­gen auf Radio Lotte« des Thü­rin­ger Lite­ra­tur­ra­tes. Mode­ra­tion: Jens Kirsten.
  • Jeden 2. Diens­tag gibt es das »Lite­ra­ri­sche Kaf­fee­haus« mit Sophia Sprin­ger und Kon­rad Paul.
  • Jeden 3. Diens­tag führt die LGT die Zuhö­rer in ihr »Stu­dio Lite­ra­tur«, mit Guido Naschert und Ste­fan Peter­mann & wei­te­ren Moderator∙innen;
  • Jeden 4. Diens­tag gibt es die »Lese­lotte« mit Gabi Gericke.

Pod­cast

Die ein­zel­nen Pod­casts sind in unse­rer Media­thek zu hören und auf Pod­cast-Platt­for­men (wie z. B. Spo­tify, Dee­zer oder iTu­nes) zu abonnieren.

Die jeweils aktu­el­len Sen­dungs­in­halte wer­den auf der Web­site der Lite­ra­ri­schen Gesell­schaft Thü­rin­gen unter »Ver­an­stal­tun­gen« angekündigt.

Pro­jekt­lei­tung, Redak­tion: Guido Naschert, Ste­fan Petermann

Mode­ra­tion: Fran­ziska Berg­holtz, Chris­tine Hans­mann, Ulrike Mül­ler, Guido Naschert, Ste­fan Peter­mann, André Schin­kel, Lea Weiß

Ton­tech­nik: Timm Weber, San­dra Reyes

Sound­de­sign: Maria Anto­nia Schmidt

Gra­fik: Maria Fer­nanda Sán­chez Santafé

Apr
19
Mi
»Biboknirpse« Lesen mit den Kleinsten in der Ernst-Abbe-Bücherei in Jena
Apr 19 um 09:00

Bibo­knirpse – Lese­pro­jekt für Eltern und Kin­dern zwi­schen 1 und 3 Jahren

Jeden 1. und 3. Mitt­woch im Monat laden wir Eltern/Großeltern mit Kin­dern im Alter von ein bis drei Jah­ren zu den Bibo­knirp­sen in die Ernst-Abbe-Büche­rei Jena ein.

Mit Fin­ger­spie­len, Rei­men, Lie­dern und Büchern wird für die Kleins­ten in unse­rem Vor­le­se­raum ein etwa halb­stün­di­ges Pro­gramm geboten.

Die Ver­an­stal­tung ist kos­ten­frei. Eine Anmel­dung ist nicht notwendig.

Kuratorinnenführung durch die Ausstellung »Dichterhaushalt und Lebenskunst. Vom Wohnen um 1800« im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar
Apr 19 um 15:00
Kuratorinnenführung durch die Ausstellung »Dichterhaushalt und Lebenskunst. Vom Wohnen um 1800« im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar @ Goethe- und Schiller-Archiv Weimar

Woh­nen ist ein kom­ple­xes Phä­no­men. Vom Hau­sen in ein­fachs­ten Ver­hält­nis­sen bis zum roya­len Resi­die­ren erfüllt es die mensch­li­chen Grund­be­dürf­nisse von Schutz und Sicher­heit. Zugleich reflek­tiert die Art, wie Men­schen woh­nen, ihr kul­tu­rel­les Selbst­ver­ständ­nis und ihre soziale Zugehörigkeit.

Das ästhe­ti­sche Aus­stat­ten der Woh­nung, das Anwen­den von Haus­halts­tech­ni­ken, das Pfle­gen von Bezie­hun­gen – stets müs­sen sich die Woh­nen­den in irgend­ei­ner Form ver­hal­ten. Bereits um 1800 erfor­derte dies in Wei­mar und anderswo eine gewisse Krea­ti­vi­tät und Lebenskunst.

Wel­che Per­so­nen wirk­ten damals bei einer gro­ßen Wäsche mit? Wie ging Goe­the mit einer eigen­wil­li­gen Köchin um? Wie leb­ten junge Men­schen in sozia­len Ein­rich­tun­gen? Mal augen­zwin­kernd, mal ernst öff­net die sozi­al­his­to­risch ori­en­tierte Aus­stel­lung ver­schie­dene Türen, um Ein­bli­cke in den span­nen­den Wohn­all­tag jener Zeit zu gewähren.

 

Begleit­pro­gramm
22. Juni, 17 Uhr
Erzähl­tes Woh­nen um 1800
Vor­trag von Dr. Nor­bert Wichard (Bonn)

Vortrag von Tom Adler im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar
Apr 19 um 17:00

Revo­lu­ti­ons­oper Lohen­grin? Die Wei­ma­rer Urauf­füh­rung 1850 zwi­schen poli­ti­scher Bot­schaft und roman­ti­scher Verklärung

Vor­trag von Tom Adler, Weimar.

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