Julie von Bechtolsheim

Juliana Augusta Christina Freifrau von Keller wurde am 21.6.1752 in Stedten bei Erfurt (heute Bischleben) als Tochter des Geheimen Rats und Gutsbesitzers Christoph Dietrich von Keller geboren. Sie erhielt Privatunterricht, machte die Bekanntschaft von Christoph Martin Wieland, der oft auf dem elterlichen Gut zu Gast war. 1774 heiratete sie ihren Onkel, einen jüngeren Bruder ihrer Mutter, Ludwig von Mauchenheim, genannt Bechtolsheim.

Als ihr Mann 1776 zum Vizekanzler von Sachsen-Weimar-Eisenach ernannt wurde, zog sie mit ihm nach Eisenach, wo die als Gelegeneheitsdichterin und Salonnière wirkte. Über viele Jahre leitete sie einen Literaturzirkel. Zu ihren Gästen gehörten Sophie Eleonore von Schardt, Madame de Staël, Henriette von Schlabrendorf, Henri-Benjamin Constant de Rebecque, Herzog August von Gotha, Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach; Carl Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach, Fürstin Maria Pawlowna, Herzog Karl Bernhard von Sachsen-Weimar-Eisenach, Moritz August von Thümmel, Amalie von Imhof, Friedrich de la Motte Fouqué, Friedrich Rochlitz, August von Kotzebue und zahlreiche andere.

Nach dem Tod des Mannes und ihrer drei Söhne gründete sie 1816 ein »Patriotisches Fraueninistitut«, 1817 richtete sie eine Bäckerei für Bedürftige und eine Berufsschule für stellungslose Dienstmädchen ein.  Auf ihre Initiative entstand 1831 eine »Armenspinnerei« und ein Stift für stellungslose Dienstboten. Julie von Bechtolsheim starb 1847 in Eisenach, ihr Grab befindet sich auf dem alten Friedhof.

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