Frieda von Bülow

1857      Berlin

1909      Dornburg

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Frieda von Bülow

Autor

Jens Kirsten

Thüringer Literaturrat e.V.

Frieda von Bülow wurde 1857 in Ber­lin gebo­ren. Sie war die Toch­ter von Clot­hilde von Münch­hau­sen (1832–1891) und Hugo von Bülow (1821–1869), der Gene­ral­kon­sul im Dienst Preu­ßens in Smyrna (heute Izmir) war. 1865 zog die Mut­ter mit ihrer1860 gebo­re­nen Schwes­ter Mar­ga­re­the und ihr auf das Rit­ter­gut der Fami­lie im thü­rin­gi­schen Ingers­le­ben. Im benach­bar­ten Neu­die­ten­dorf besuchte sie mit ihrer Schwes­ter die Mäd­chen­an­stalt der Herrn­hu­ter Brü­der­ge­meinde und ab 1876 ein gemein­sa­mes Schul­jahr im eng­li­schen Chel­ten­ham auf einer Mäd­chen­schule.

1881 zog sie gemein­sam mit ihrer Schwes­ter Mar­ga­re­the nach Ber­lin, wo sie nach dem frü­hen Tod ihrer Schwes­ter 1884 einen Frau­en­ver­ein für Kran­ken­pflege in den Kolo­nien grün­dete. Sie wurde Mit­glied im Vor­stand der Deutsch-Ost­afri­ka­ni­schen Evan­ge­li­schen Mis­si­ons­ge­sell­schaft und ging von 1885 bis 1889 nach Deutsch-Ost­afrika ging, wo ihre bei­den Brü­der Albrecht und Kuno von Bülow leb­ten, die wenig spä­ter als ihre Schwes­ter star­ben.

In Deutsch-Ost­afrika lernte sie den Begrün­der der Kolo­nie, Carl Peters, ken­nen und arbei­tete mit ihm einige Jahre zusam­men. 1886 grün­dete sie den Deutsch­na­tio­na­len Frau­en­bund, aus des­sen Vor­stand sie 1888 aus­ge­schlos­sen wurde. Da sie an Mala­ria erkrankt war, kehrte sie 1889 nach Ber­lin zurück. Hier schrieb sie rund ein Dut­zend Bücher über das Kolo­ni­al­le­ben in Deutsch-Ost­afrika.

1893 ging sie noch ein­mal nach Deutsch-Ost­afrika, um die ihr und ihrer jün­ge­ren Schwes­ter Sophie von ihrem Bru­der Albrecht ver­erbte Pal­men-Plan­tage zu ver­wal­ten, was jedoch schei­terte. Sie kehrte wie­der nach Deutsch­land zurück, wo sie noch eine Reihe von Roma­nen und Novel­len schrieb. Die letz­ten Jahre ihres Lebens wohnte sie mit ihrer Schwes­ter Sophie auf Schloss Dorn­burg bei Jena, wo sie 1909 starb.

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