Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach

(* 24. Juni 1818 in Wei­mar; † 5. Januar 1901 in Wei­mar); Sohn von Groß­her­zog Carl Fried­rich von Sach­sen-Wei­mar-Eisen­ach und der Zaren­toch­ter Maria Paw­lowna Roma­nowa. Nach schu­li­scher Aus­bil­dung durch Pri­vat­leh­rer begann er in Leip­zig Jura, Geschichte und Natur­wis­sen­schaf­ten zu stu­die­ren, die er 1841 mit einer Pro­mo­tion in Jena abschloß. 1842 hei­ra­tete er seine Cou­sine, Sophie von Ora­nien-Nas­sau in Den Haag.

Am 28. August 1853, zu Goe­thes Geburts­tag, über­nahm er die Regie­rungs­ge­schäfte des Groß­her­zogs am Wei­ma­rer Hof. Sein Name ver­bin­det sich auf das Engste mit der Kul­tur der nach­klas­si­schen Zeit, die oft als das »sil­berne Zeit­al­ter« bezeich­net wurde. Als För­de­rer von Kunst und Kul­tur trug Carl Alex­an­der zur Bewah­rung des Erbes der Wei­ma­rer Klas­sik bei. Unter sei­ner Regent­schaft ent­stan­den zahl­rei­che Denk­male in Wei­mar, wie auch 1857 das Goe­the- und Schil­ler-Denk­mal, das von Ernst Rietz­schel geschaf­fen wurde. 1860 wurde mit sei­ner Unter­stüt­zung die Groß­her­zog­lich Säch­si­sche Kunst­schule gegrün­det. 1872 erfolgte unter sei­ner Ägide die Grün­dung der Wei­ma­rer Musik­schule. 1887 wurde das von sei­ner Frau initi­ierte Goethe-(und spätere)Schiller-Archiv eröff­net.

Carl Alex­an­der hatte vier Kin­der, dar­un­ter nur einen Sohn (Karl August), der mit Prin­zes­sin Pau­line von Sach­sen-Wei­mar-Eisen­ach (1852–1904) ver­hei­ra­tet war und der bereits 1894 ver­starb. Als Carl Alex­an­der 1901 starb, über­nahm des­sen Sohn Wil­helm Ernst (1876–1923), Carl Alex­an­ders Enkel, die Regent­schaft.

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