Leibniz-Allee 4
[Weimar]

Lokation

Leibniz-Allee 4
99425 Weimar

50.979857, 11.336298

Person

Gabriele Reuter

Artikel

Weimar – Weltstadt des Geistes und Musendorf

Die Thelemannsche Buchhandlung

Zugehörige Gemeinde

Weimar

Autor

Charlotte Krause

Thüringer Literaturrat e.V.

In der Leib­niz­al­lee 4 leb­ten sowohl August Hein­rich Hoff­mann von Fal­lers­le­ben (1798–1874) als auch Gabriele Reu­ter (1859–1941).

Hoff­mann von Fal­lers­le­ben hatte sei­nen per­sön­li­chen Wohn­sitz von 1854 bis 1860 in Wei­mar, wo er sich zu dem engen Freun­des­kreis Franz Liszts zählte und wohl die schönste Zeit sei­nes Lebens ver­brachte. Franz Liszt ebnete gemein­sam mit sei­ner Zieh­toch­ter Prin­zes­sin Marie zu Sayn-Witt­gen­stein, eben­falls enge Freun­din von Maria Anna Liszt, den wei­te­ren Lebens­weg für Hoff­mann von Fal­lers­le­ben, nach­dem ein wei­te­res Ver­blei­ben in Wei­mar nach 1860 nicht mehr mög­lich war. Prin­zes­sin Marie hei­ra­tete  1859 den Fürs­ten Con­stan­tin zu Hohen­lohe-Schil­lings­fürst. Der Schwa­ger Maries, Prinz Vic­tor zu Hohen­lohe-Schil­lings­fürst, stellte von Fal­lers­le­ben als Biblio­the­kar für seine umfang­rei­che Biblio­thek auf Schloss Cor­vey ein. Dort baute von Fal­lers­le­ben, ehe­ma­li­ger Bres­lauer Uni­ver­si­täts­bi­blio­the­kar und Pro­fes­sor, die Biblio­thek des Fürs­ten aus, freun­dete sich mit ihm an und führte selbst den König von Preu­ßen durch die Fürst­li­che Biblio­thek Corvey.

Gabriele Reu­ter, eine der »höhe­ren Töch­ter« der Wil­hel­mi­ni­schen Ära, war zu Leb­zei­ten eine viel­ge­le­sene Autorin und wurde u.a. durch ihren Roman »Aus guter Fami­lie« (1895) bekannt. Gebo­ren in Ägyp­ten, kehrte die Fami­lie Reu­ters 1872 nach Deutsch­land zurück, wo nach dem Tode des Vaters und dem Ver­lust des gesam­ten Ver­mö­gens Reu­ter ihr Schreib­ta­lent als Ver­dienst­quelle nutzte. 1879 finan­zierte sie den gesam­ten Umzug der Fami­lie nach Wei­mar. Dort began­nen ihre ers­ten Ver­su­che, sich als Schrift­stel­le­rin zu eta­blie­ren. Ab 1891 erschloss sie sich einen neuen Freun­des­kreis, zu wel­chem u.a. Hans Olden, Rudolf Stei­ner und Edu­ard von der Hel­len zähl­ten. Nach eini­gen Lebens­jah­ren, die sie in Ber­lin ver­brachte, kehrte sie, nun sieb­zig Jahre alt, nach Wei­mar zurück, wo sie am 16. Novem­ber 1941 verstarb.

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