Grab von Christoph Martin Wieland
[Oßmannstedt]

Lokation

Wielandstraße 16
99510 Oßmannstedt

51.014317, 11.42885

Personen

Sophie Brentano

Anna Dorothea Wieland

Christoph Martin Wieland

Artikel

Wieland, Sophie Brentano und Kleist in Oßmannstedt

Grabmal in Oßmannstedt

Zugehörige Gemeinde

Oßmannstedt

Gebiet

Dichtergräber in Thüringen

Autor

Detlef Ignasiak

Das literarische Thüringen, Bucha 2018.

Süd­west­lich des Wie­land­gu­tes im Park liegt das Wie­land­grab, in dem auch Wie­lands Frau, Anna Doro­thea, und Sophie Bren­tano begra­ben lie­gen.

Als Wie­land das Gut ver­kaufte, sicherte er sich von der Kirch­ge­meinde sei­nen Begräb­nis­platz an der Ilm. Er ließ sich neben Ehe­frau Anna Doro­thea und Sophie Bren­tano bei­set­zen. Der Ent­wurf der Grab­stätte stammt von Carl Ber­tuch, der drei­sei­tige Obe­lisk (1807) von Carl Gott­lieb Weis­ser mit Wie­lands Disti­chon und frei­mau­re­ri­schen Sym­bo­len (ein Schmet­ter­ling für Sophie, zwei Hände für Anna Doro­thea und die geflü­gelte Leier für ihn selbst), dazu die guss­ei­serne Umzäu­nung (1829) von Cle­mens Wen­zes­laus Cou­d­ray. Das alles hebt den Platz am Ende der am Gut begin­nen­den Kas­ta­ni­en­al­lee her­aus:

Liebe und Freund­schaft umschlang die ver­wand­ten See­len im Leben,
Und ihr Sterb­li­ches deckt die­ser gemein­same Stein.

Arno Schmidt bezeich­nete Wie­lands Grab als schöns­tes deut­sches Dich­ter­grab.

Johann Wolf­gang Goe­the sah hin­ge­gen in den eiser­nen Stä­ben um Wie­lands Grab schon die Huf­ei­sen einer künf­ti­gen kosa­ki­schen Armee blin­ken.

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