Auf den Spuren des Dichters Otto Ludwig in Eisfeld
3 : Das Eisfelder Rathaus

Person

Otto Ludwig

Ort

Eisfeld

Thema

Von Goethes Tod bis zur Novemberrevolution

Autor

Heiko Haine

Thüringer Literaturrat e.V.

Eis­feld ist eine jener freund­li­chen Klein­städte am Süd­hang des Thü­rin­ger Wal­des, die bis heute in Spra­che und Kul­tur ihr frän­ki­sches Kolo­rit bewahrt haben. Zum ers­ten Mal erscheint eine Beschrei­bung über die Stadt Eis­feld in der »Topo­gra­phia Ger­ma­niae« von 1650, das Haupt­werk von Mat­thäus Merian, zu dem Mar­tin Zei­ler (1589–1661) die Texte schrieb.

Der Arti­kel über die Stadt Eis­feld, in einem der Bände von Merian, gehört mit sei­nen sechs Sei­ten Umfang zu den längs­ten Städ­te­be­schrei­bun­gen inner­halb die­ses Ban­des, was für die Bedeu­tung der Stadt und ihre her­vor­ra­gende topo­gra­fi­sche Lage spricht.
Den Reich­tum und auch die Macht einer Stadt erkannte man in frü­he­ren Tagen an den Tür­men, Toren und Mau­ern, denn erst Markt und Mau­ern mach­ten aus einer länd­li­chen Sied­lung eine Stadt.

Eis­feld war eine der reichs­ten mit­tel­al­ter­li­chen Städte der Region, gemes­sen an den 8 Tür­men und 5 Toren, die die wuch­ti­gen Stadt­mau­ern mit ein­schlos­sen und die Neu­stadt kom­plett umgaben.

Auch die Ein­woh­ner­zahl legte von die­sem Reich­tum Zeug­nis ab, denn vor 500 Jah­ren leb­ten bereits zwi­schen 3000 bis 4000 Ein­woh­ner in Eis­feld. Als Merian den »volck­rei­chen Grenzt­orth zwi­schen Thü­rin­gen und Francken« beschrieb, hatte die Stadt ihre erste Blü­te­zeit als Etap­pen­ort an der Han­dels­straße Nürn­berg – Erfurt bereits hin­ter sich. Im Zen­trum befin­det sich der Markt­platz, an des­sen Ecke Rich­tung Kir­che das Eis­fel­der Rat­haus steht. Nach dem gro­ßen Stadt­brand von 1822 wurde das Rat­haus 1836 als Neu­bau wie­der errich­tet. Der schlichte Zweck­bau erhielt sei­nen beson­de­ren archi­tek­to­ni­schen Reiz durch ein Uhr­türm­chen an der Markt­seite. Die­ses wurde jedoch aus sta­ti­schen Grün­den zu Beginn der zwan­zi­ger Jahre abge­nom­men. Das drei­ge­schos­sige Gebäude hat ein run­des Ein­gangs­por­tal, dar­über befin­det sich ein aus Sand­stein gehaue­nes Wap­pen­re­lief von 1557. Das bie­der­mei­er­li­che Aus­se­hen eini­ger Häu­ser des Markt­plat­zes hat sich bis in die Gegen­wart erhal­ten. Otto Lud­wigs Vater beklei­dete in der 6. Genera­tion das Amt des Stadt­syn­di­kus – ein Rechts­ge­lehr­ter der Stadt Eisfeld.

 Auf den Spuren des Dichters Otto Ludwig in Eisfeld:

  1. Der Mann auf dem Sockel
  2. Der Eisfelder Marktplatz
  3. Das Eisfelder Rathaus
  4. Der dicke Herr
  5. Das Geburtshaus
  6. Zwischen Himmel und Erde
  7. Die alte Bastei
  8. Der Schützenhof zu Eisfeld
  9. Der Garten - »Jedes Blättchen ist mir wie ein Bruder«
  10. Die Dichtergedenkstätte
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