Karl Ludwig von Knebel – »Weimar«

Person

Karl Ludwig von Knebel

Ort

Weimar

Thema

Jede Woche ein Gedicht

Autor

Karl Ludwig von Knebel

aus: Karl Ludwig von Knebel, aus: Literarischer Nachlaß, Bd. 1, Leipzig 1835.

Karl Lud­wig von Knebel

Wei­mar

Im Novem­ber 1804

 

Neben ein­an­der stehn zwei holde Gestirn an dem Himmel,
Jugend­lich zart und schön, beide ver­bun­den durch Reiz:
Ein Licht strah­let aus bei­den; und immer ver­ei­net gewesen
Schei­nen sie, oder getrennt nur durch ein leich­tes Geschick
Wann im röt­li­chen Glanz das eine hel­ler emporstrahlt,
Zei­get im mil­de­ren Licht jenes nicht min­de­ren Reiz:
Die­sem möchte das Herz man ver­traun, und jenem sein Schicksal;
Beide zusam­men ver­eint bil­den das glück­lichste Los.
Eilt, ihr Kin­der der Erde, dies Zwil­lings­paar der Gestirne
Freund­lich zu grü­ßen, damit eue­ren Krei­sen sie nahn!
Fei­ert Gelübde für sie! wann einst als Son­nen sie glänzen,
Daß sie den fröh­li­chen Tag sen­den mit himm­li­schem Licht.

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