Frank Quilitzsch – Sammler sind Optimisten

Person

Frank Quilitzsch

Ort

Erfurt

Thema

Mittendrin – literarische Perspektiven auf unsere Gesellschaft

Autor

Frank Quilitzsch

Alle Rechte beim Autor. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Frank Qui­litzsch

Samm­ler sind Optimisten

Wie der 76-jäh­rige Robert Bed­narsky den Erfur­ter Kli­ma­schutz voranbringt

 

Das Info-Mobil parkt am Dom­platz direkt vorm Lebens­mit­tel­la­den: eine große sil­berne Blech­kiste auf zwei luft­be­reif­ten Spei­chen­rä­dern mit aus­klapp­ba­rem Tisch und gro­ßem grü­nen Son­nen­schirm. »Mach mit uns Erfurt kli­ma­neu­tral! Deine Stimme zählt!« Es ist Sams­tag, und die Leute bum­meln ent­spannt über den Wochen­end­markt. Doch kaum jemand ver­weilt am Klima-Stand. Dabei war es noch nie so heiß in der Stadt. Noch nie hat es hier so viele Son­nen­stun­den und so wenige Regen­tage gege­ben wie im Som­mer 2022. Robert Bed­narsky, der mit Nadine Bau­mann die Aktion initi­iert hat, tritt aus dem Schat­ten und spricht Vor­über­ge­hende an. Die meis­ten hören dem älte­ren Herrn kurz zu und gehen dann wei­ter, ohne unter­schrie­ben zu haben. »Was wollt ihr? Uns mit Wind­rä­dern zubal­lern?« ruft jemand aus siche­rer Ent­fer­nung. Robert bleibt ruhig und erklärt, dass man Unter­schrif­ten für einen Kli­ma­ent­scheid sammle. Erfurt soll bis 2035 kli­ma­neu­tral werden.

Nach­mit­tags um vier ist die von der Stadt­ver­wal­tung geneh­migte Stand­zeit abge­lau­fen und die Samm­ler grup­pie­ren sich für ein Foto. Kaum zu glau­ben: Nur 30 Unter­schrif­ten an einem Tag! »Das reicht nicht«, sagt Robert. »Wir brau­chen min­des­tens 500 pro Woche.« Er klappt den Schirm zusam­men, hängt das Info-Mobil an sein Fahr­rad und steigt in den Sat­tel. »Na dann, bis zum nächs­ten Mal!«

Als wir uns Wochen spä­ter im Café »Nerly« tref­fen, hat sich die Zahl der Samm­ler ver­dop­pelt, doch die Bilanz bleibt ernüch­ternd. Die Hälfte der Zeit sei rum, stellt Robert fest. »Wir müss­ten bei über 3000 Unter­schrif­ten sein. Stand heute haben wir nicht ein­mal 500.« Stille und betre­tene Gesich­ter. Das sei kein Grund, gleich den Kopf hän­gen­zu­las­sen, fährt er fort. »Wir dür­fen nicht nur auf öffent­li­chen Plät­zen und in der Fuß­gän­ger­zone sam­meln, son­dern müs­sen dort­hin, wo unsere poten­zi­el­len Unter­stüt­zer sind. In die Szene-Treffs, in die Knei­pen und Event-Räume.« Auch in der Erfur­ter Uni­ver­si­tät sieht Robert Poten­zial. »Sprecht die Stu­die­ren­den direkt an. Von alleine unter­schreibt nie­mand mehr was.«

Man merkt sei­ner Aus­spra­che an, dass er nicht aus Thü­rin­gen, son­dern aus Schles­wig-Hol­stein stammt. Robert Bed­narsky lebt seit 2010 in Erfurt. Zum Schluss erklärt er schmun­zelnd, dass dem drei­räd­ri­gen Info-Mobil von der Stadt­ver­wal­tung ein Platz­ver­weis erteilt wurde. Weil sich zum Tag der deut­schen Ein­heit auf dem Dom­platz der sozi­al­de­mo­kra­ti­sche »Klima-Kanz­ler« ange­sagt habe, dürfe aus Sicher­heits­grün­den der Fahr­rad­an­hän­ger nicht mehr in die Innenstadt.

»Him­mel­hoch jauch­zend, zum Tode betrübt« – das Goe­the-Zitat funk­tio­niert auch anders herum. Zutiefst bedrückt sind die Samm­ler am Tag, an dem die Frist abläuft: 1500 Unter­schrif­ten feh­len zum Erfolg. Wie die noch beschaf­fen? Robert sagt, dass ein Fuß­ball­spiel 90 Minu­ten dau­ert, manch­mal auch län­ger. Dabei weiß er, dass es keine Ver­län­ge­rung geben wird. Mit­ter­nacht ist Abpfiff. Und so wie die Rück­läufe über die ver­gan­ge­nen Monate waren, ist kaum damit zu rech­nen, bis dahin die nöti­gen 7000 gül­ti­gen Stim­men im Sack zu haben.

Doch die Samm­ler sind in aller Frühe noch­mal in Erfurts Zen­trum aus­ge­schwärmt, mit der Order: »Sprecht jeden an! Und reicht die Lis­ten, auch die halb­vol­len, so schnell wie mög­lich wei­ter!« Trotz des Appells tröp­felt es nur. Bis sich am Nach­mit­tag plötz­lich ein Umschwung andeu­tet. Als Robert den BUND-Brief­kas­ten öff­net, traut er sei­nen Augen nicht: Ein gan­zer Schwung von Lis­ten! Einige Sam­mel­stel­len­lei­ter haben sich erst jetzt auf den Weg zur Zen­trale gemacht. Robert eilt ins Büro und zählt. Dann wie­der hin­un­ter zum Brief­kas­ten, der nun stünd­lich gecheckt wird. Wei­tere Lis­ten lan­den darin, fri­sche und ältere. Robert und Nadine zäh­len wie im Rausch. Gegen 19 Uhr ist die Min­dest­zahl von 7000 Unter­schrif­ten erreicht. Doch die Erfah­rung lehrt, dass man immer eine Reserve braucht, da nicht alle Stim­men gel­ten. Zum Bei­spiel wenn der Unter­zeich­ner nicht in Erfurt wohnt oder unter 16 Jahre ist. Die Samm­ler wer­den noch­mals ange­feu­ert: »Macht wei­ter!« Um 20 Uhr sind es 8000, um 22 Uhr 9000 Stim­men. Einige wol­len auf­hö­ren, doch Robert und Nadine beschwö­ren sie: »Nicht nach­las­sen, Leute!« Um Mit­ter­nacht sind 9145 Stim­men aus­ge­zählt, gut 2000 mehr als erforderlich.

Die Über­gabe fin­det bei klir­ren­der Kälte vorm Rat­haus statt. Robert fährt dick ein­ge­mummt mit dem Info-Mobil vor. Nadine soll den Akten­ord­ner mit den Unter­schrif­ten medi­en­wirk­sam dem SPD-Ober­bür­ger­meis­ter über­rei­chen. Dazu teilt Robert seine Leute ein. »Ihr stellt euch links auf und hal­tet unser Klima-Ban­ner ins Bild! In der Mitte steht das Info-Mobil und rechts davon muss die zür­nende Erde zu sehen sein. Falko, über­nimm du das bitte!« Der Rest bekommt ein Schild mit der Auf­schrift »Erfurt 2035 kli­ma­neu­tral« in die Hand. »Schön hoch­hal­ten!« Robert trägt eine Woll­mütze mit dem Schrift­zug »Kli­ma­ent­scheid«.

Pünkt­lich tre­ten die Stadt­obe­ren vor die Tür. Ober­bür­ger­meis­ter Andreas Bau­se­wein und der Umwelt­bei­geord­nete Andreas Horn, beide in schwar­zen Män­teln mit Woll­schal. Ihre Köpfe wer­den von Nadi­nes wein­ro­tem Stirn­band und Fal­kos gol­de­nem Fahr­rad­helm flan­kiert. Erst spricht Nadine. Dann Robert. Ich schaue auf Bau­se­weins frost­rote Hände, die bei minus sechs Grad den Ord­ner umklam­mern. Das Stadt­ober­haupt hört zu, ohne mit der Wim­per zu zucken. Er sei froh, erklärt Robert, so viel geballte Fach­kom­pe­tenz anbie­ten zu kön­nen. Die eigent­li­che Arbeit fange aber erst an. Um zu errei­chen, dass Erfurt eine grüne, blü­hende Stadt bleibe, werde man einen lan­gen Atem brauchen.

Bau­se­wein nickt. »Wer den Kli­ma­wan­del leug­net, lebt auf einem ande­ren Pla­ne­ten«, sagt der SPD-Mann. Der CDU-Bei­geord­nete Horn ergänzt: Zwar habe man schon ein Kli­ma­kon­zept für Erfurt, aber das lasse sich natür­lich noch verbessern.

»Dann wol­len wir es gemein­sam ver­bes­sern«, sagt Robert.

Trotz der Kälte nimmt sich der Ober­bür­ger­meis­ter die Zeit, auf inno­va­tive Vor­ha­ben der Ver­wal­tung hin­zu­wei­sen. Erfurt strebe an, die Fern­wär­me­ver­sor­gung von Erd­gas auf nach­hal­tige Geo­ther­mie umzu­stel­len. Dazu werde es bald Pro­be­boh­run­gen geben. Dies­mal nicken die Umwelt­schüt­zer. Ich zeige auf den Ord­ner und frage Bau­se­wein, ob seine Unter­schrift mit drin ist. Nein, erwi­dert er. Ent­ge­gen sei­ner Ankün­di­gung hat der OB nicht unter­schrie­ben, da er nicht in allen Punk­ten mit den For­de­run­gen übereinstimme.

Noch besteht kein Grund zum Jubeln, denn das Papier muss erst den Stadt­rat pas­sie­ren. Am Tag der Abstim­mung steige ich im Rat­haus die schmale Treppe zur Besu­cherem­pore hin­auf und nehme neben Ver­tre­tern des Fahr­rad­klubs Platz. Von unse­rer Bank schauen wir direkt auf das Prä­si­dium, in dem der Stuhl des Ober­bür­ger­meis­ters als ein­zi­ger eine höhere, mit reich­lich Schnitz­werk ver­zierte Lehne hat, kön­nen aber die Orts­bür­ger­meis­ter und die Ver­tre­ter der Ver­wal­tung nicht sehen. Bau­se­wein, der nicht bereit war, seine Unter­schrift unter die For­de­run­gen der Bür­ger zu set­zen, emp­fiehlt nun den Stadt­rä­ten, dem aus­ge­han­del­ten Kom­pro­miss zuzu­stim­men, und die Grü­nen-Abge­ord­nete Laura Wahl nennt die­sen einen »Mas­ter­plan für Erfurt«, eine Ent­schei­dung im Sinne unse­rer Kin­der und Enkel.

Lei­der kann der an Corona erkrankte Robert sein Rede­recht nicht wahr­neh­men, er ver­folgt die Sit­zung daheim im Funke-Live-Stream. An sei­ner Stelle bedankt sich Nadine für die ver­trau­ens­volle Zusam­men­ar­beit mit der Behörde. Man sei bereit, die Akti­vi­tä­ten zu bün­deln, um die Lan­des­haupt­stadt schnellst­mög­lich kli­ma­neu­tral zu machen. Auf die im Bür­ger­be­geh­ren ent­hal­tene Jah­res­zahl 2035 werde zuguns­ten der vom Sach­ver­stän­di­gen­rat für Umwelt­fra­gen emp­foh­le­nen Rest­bud­get-Methode für den CO2-Aus­stoß verzichtet.

Der Sit­zungs­lei­ter bit­tet um Nach­fra­gen oder Stel­lung­nah­men. Ein AfD-Ver­tre­ter sagt etwas von sei­nem Platz aus, doch man ver­steht ihn nicht. Dar­auf­hin mel­det sich der Umwelt­de­zer­nent zu Wort und betont, dass er das Bür­ger­be­geh­ren für eine gute Sache halte. Die Stadt würde aber bereits alles Denk­bare für den Kli­ma­schutz tun. Die Ver­tre­ter vom Fahr­rad­klub lachen.

»Wei­tere Wort­mel­dun­gen?« Der Ver­samm­lungs­lei­ter blickt in die Runde und will schon abstim­men las­sen, als sich noch­mals ein Mit­glied der blauen Anti­kli­ma­schutz-Par­tei erhebt. Er wolle, sagt der AfD-Abge­ord­nete dies­mal vom Pult aus, noch ein­mal deut­lich machen, warum seine Frak­tion die Vor­lage strikt ablehne. Weil es sich um »eine Ver­ket­tung unglaub­li­cher Zumu­tun­gen« und um »Ein­griffe in die Frei­heit der Erfur­ter Bevöl­ke­rung« han­dele. Der Bür­ger würde gezwun­gen, weni­ger Auto zu fah­ren, und dürfte bei gro­ßer Hitze sei­nen Pool nicht mehr fül­len, obwohl es doch genug Was­ser gäbe. Die Lin­ken-Stadt­rä­tin Katja Mauer weist dar­auf hin, dass der Ent­scheid von den Bür­gern selbst initi­iert wurde. Ja, pol­tert es zurück, weil man die Bür­ger belüge und mani­pu­liere. Klop­fen von rechts. Kopf­schüt­teln links und in der Mitte. Mit gro­ßer Mehr­heit fol­gen die Stadt­räte den gemein­sa­men Kli­ma­zie­len von Bür­ger­bünd­nis und Verwaltung.

Ich sitze mit Robert im Café Eich­holz. Es ist laut, vor allem wenn die Kaf­fee­ma­schine ras­selt und zischt. Woan­ders war in der hek­ti­schen Vor­weih­nachts­zeit kein freier Tisch zu bekom­men. Ich habe um das Tref­fen gebe­ten, weil ich mehr über die Beweg­gründe der Initia­to­ren des Kli­ma­ent­scheids erfah­ren möchte.

Dass sich Erfurt so schwer­tut mit dem Kli­ma­schutz, hatte ich nicht erwar­tet. Andere Städte haben sich frei­wil­lig den For­de­run­gen der Akti­vis­ten ange­schlos­sen. Jena zum Bei­spiel. Dort war­tete der Stadt­rat das Ergeb­nis der Unter­schrif­ten-Aktion gar nicht erst ab, son­dern schmie­dete gleich ein stra­te­gi­sches Bünd­nis. »Natür­lich hät­ten wir uns gefreut, wenn auch Herr Bau­se­wein so gehan­delt hätte. Hat er aber nicht«, bedau­ert Robert.

Der 76-Jäh­rige streicht sich über den grauen Drei­ta­ge­bart. Auch wenn es ihm beim Kli­ma­schutz zu lang­sam voran geht, rät er zur Geduld. Demo­kra­tie bedeute, dass um jede Ent­schei­dung gerun­gen werde.

Ich stehe auf, um zwei neue Tas­sen Cap­puc­cino zu holen. Als ich zurück­kehre, sitzt Nadine Bau­mann mit am Tisch. Sie ist Jahr­gang 1989, ein Kind des Mau­er­falls. Doch in Haß­loch in der Pfalz, wo sie auf­wuchs, war die deut­sche Tei­lung bes­ten­falls ein Rand­thema. »Wie ich zur Kli­ma­be­we­gung gekom­men bin? Ich hatte das Gefühl, dass es nicht so wei­ter­ge­hen kann. Jedes Jahr Hit­ze­re­korde und Umwelt­ka­ta­stro­phen. Bei einer Wan­de­rung in den Alpen habe ich das Abschmel­zen der Glet­scher gese­hen. Es ist dra­ma­tisch…« Nicht nur die Zer­stö­rung der Natur, auch soziale Miss­stände, welt­weit wie vor der Haus­tür, trei­ben die junge Frau um. Sie arbei­tet beim Ver­ein »Zukunfts­fä­hi­ges Thü­rin­gen« und ist dort unter ande­rem für die Öffent­lich­keits­ar­beit zuständig.

Robert wurde 1949 in Flens­burg gebo­ren und ist in Rends­burg auf­ge­wach­sen. Der Vater war nicht da, die Mut­ter, allein­er­zie­hend mit zwei Kin­dern, hat von der Sozi­al­hilfe gelebt. »Bei uns stan­den keine Bücher im Regal. Wir sind auf die Volks­schule gegan­gen, weil die Mut­ter uns man­gels Unter­stüt­zung das Abitur nicht zuge­traut hat.« Mit Sech­zehn begann er eine Lehre als Elek­tri­ker. Dann Abend­schule und Inge­nieurs­stu­dium der Elek­tro­tech­nik. »Ich habe viel gele­sen, vor allem über die Sozi­al­ge­schichte Euro­pas.« Nach­dem 1972 der »Club of Rome« sei­nen Bericht über die Gren­zen des Wachs­tums ver­öf­fent­licht hatte, trat Robert den Natur­freun­den bei und wurde deren Lan­des­vor­sit­zen­der in Nord­deutsch­land. Als Offi­zier der Reserve kann er gut füh­ren. Mit jedem Ehren­amt, das er beklei­dete, wuchs sein Erfah­rungs­schatz, der ihn prä­de­sti­nierte, die Lei­tung des Bun­des für Umwelt und Natur­schutz in Erfurt zu über­neh­men. Schließ­lich wählte man ihn auch zum Vor­sit­zen­den des BUND-Landesverbands.

Der »Methu­sa­lem« der Erfur­ter Kli­ma­be­we­gung ist noch immer in ver­schie­de­nen Bünd­nis­sen aktiv. Er habe über­haupt keine Zeit, sich alt zu füh­len, erklärt er lächelnd. Als Orts­teil­bür­ger­meis­ter vom Johan­nes­platz hat er jüngst bun­des­weit für Schlag­zei­len gesorgt. Er schlug vor, den Zebra­strei­fen um 90 Grad zu dre­hen, um Fuß­gän­ger bes­ser zu schüt­zen. Als einer, der beide Per­spek­ti­ven kennt, die des Bür­ger­be­weg­ten so gut wie die des kom­mu­na­len Ver­wal­ters, ist er in der Lage, Kom­pro­misse zu fin­den. Auch die mit der Stadt und einer exter­nen Bera­te­rin erar­bei­tete Hand­lungs­grund­lage für den Kli­ma­schutz wurde 2024 mit gro­ßer Mehr­heit ange­nom­men. Seit­dem setzt Erfurt die Maß­nah­men Schritt für Schritt um. Ein­mi­schung sei wei­ter­hin garan­tiert, ver­spricht Robert, der end­lich seine Dok­tor­ar­beit über die Post­wachs­tums­ge­sell­schaft schrei­ben will. Die Res­sour­cen der Erde seien end­lich, wie könn­ten da wohl­ha­bende Län­der noch über ihre Ver­hält­nisse und auf Kos­ten ande­rer leben?

Nach gut andert­halb Stun­den ver­ab­schiede ich mich von Nadine und Robert und radle über den Anger nach Hause. Auch wenn seit der Ener­gie­krise weni­ger Weih­nachts­be­leuch­tung die Fas­sa­den der Kauf­häu­ser und Läden schmückt, scheint die Kauf­laune der Erfur­ter unge­bro­chen. Man shoppt, als gäbe es kein Morgen.

 

Der Text erscheint als Teil 11 der Reihe »Mit­ten­drin – lite­ra­ri­sche Per­spek­ti­ven auf unsere Gesell­schaft«, die der Thü­rin­ger Lite­ra­tur­rat e.V. 2025 mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thü­rin­gen umsetzte. 

Der Thü­rin­ger Lite­ra­tur­rat dankt der Thü­rin­gi­schen Lan­des­zei­tung für den Abdruck der Reihe.

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