Ulrike Gramann – Die Praktikerinnen

Person

Ulrike Gramann

Ort

Erfurt

Thema

Mittendrin – literarische Perspektiven auf unsere Gesellschaft

Autor

Ulrike Gramann

Alle Rechte bei der Autorin. Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

Ulrike Gra­mann

Die Prak­ti­ke­rin­nen

 

 

Mit­ten­hin­ein

Die Brenn­nes­sel folgt uns auf Schritt und Tritt. Wo ihre Stän­gel nach oben schwin­gen, sind Men­schen und Tiere nicht fern. Auf dem, was wir ver­drän­gen und ver­ges­sen möch­ten, auf Abfäl­len, Aus­schei­dun­gen und Schutt, sie­delt die Brenn­nes­sel sich an. Sol­che Pflan­zen nennt man Kul­tur­be­glei­ter. Als Kul­tur­be­glei­te­rin lebt die Brenn­nes­sel in Ort­schaf­ten, Parks, Gär­ten, am Rand und zugleich unter uns. Sie liebt Stick­stoff im Über­maß, den wir mit unse­rer Wirt­schaft im Erd­bo­den hin­ter­las­sen. So ver­bes­sert, ja heilt sie die Erde, in der ihre Wur­zel­sys­teme stecken.

Allein bleibt die Brenn­nes­sel nicht gern, son­dern bil­det Horste, über denen im Spät­som­mer ihre win­zi­gen Blü­ten erschei­nen wie ein hell­grü­ner Schaum. Wenn ihre kie­sel­säu­re­hal­ti­gen Brenn­haare nicht wären, hät­ten wir sie womög­lich längst aus­ge­rot­tet. Denn diese Pflanze ist über­aus nütz­lich, vit­amin- und mine­ral­stoff­reich. Ob wir Spi­nat aus dem Kraut kochen, Tee aus Wur­zeln oder Blät­tern trin­ken, die win­zi­gen Samen ins Tier­fut­ter mischen oder im Brot ver­ba­cken – die Brenn­nes­sel kräf­tigt Mensch und Tier.

Kein Wun­der also, dass diese Pflanze einem Erfur­ter Frau­en­zen­trum den Namen gab. Erfur­ter Frauen hat­ten sich ab Mitte der 1980er Jahre zu orga­ni­sie­ren begon­nen, zuerst in pri­va­ten Krei­sen. Bald ver­netz­ten sie sich mit Frau­en­grup­pen aus ande­ren Städ­ten der DDR. Im Umbruch von 1989/90 grün­dete sich die »Auto­nome Bren­nes­sel«. Ver­ein und Frau­en­zen­trum »Bren­nes­sel«, die dar­aus her­vor­gin­gen, sind ein Wen­de­pro­jekt, das nicht nur bis heute exis­tiert, son­dern zu einer fes­ten Größe gewor­den ist. Die Arbeit hat sich pro­fes­sio­na­li­siert, mehr­mals ist das Pro­jekt umge­zo­gen, finan­ziert wird es inzwi­schen haupt­säch­lich durch die Stadt. Ihrem wich­tigs­ten Inhalt bleibt die Bren­nes­sel treu und nennt ihn im Namen: »Zen­trum gegen Gewalt an Frauen«.

 

Ankunft

In der Mor­gen­kühle des vor­letz­ten April­tags 2025 begrüßt mich Uta Reber, Mit­ar­bei­te­rin seit 25 Jah­ren, an der Tür. Augen und Haare leuch­ten, Zeit hat sie grad keine. Sie ist flott unter­wegs von einem Zim­mer ins andere, nach drau­ßen, wie­der her­ein. Am Ende will ich auch mit ihr spre­chen, doch noch ist Zeit.

Im geräu­mi­gen Entree der Bren­nes­sel, zwi­schen Tisch und Tele­fon, Stän­dern mit Info­ma­te­rial und Buch­re­ga­len, den Aus­läu­fern der haus­ei­ge­nen Frau­en­bi­blio­thek, steht keine lang herum. Hei­de­ma­rie trifft ein, die den Deutsch­kurs für Nicht-Mut­ter­sprach­le­rin­nen lei­tet. Im hel­len Ver­an­stal­tungs­raum rückt sie Tische und Stühle. Sie wer­den oft gerückt, für Kurse, Qigong, Fort­bil­dun­gen, Gesprä­che und Lesungen.

Die Teil­neh­me­rin­nen kom­men an, wir lächeln und tau­schen uns, so gut es geht, über Mut­ter­spra­chen, Berufe und Her­kunft aus. S. zum Bei­spiel spricht Dari und möchte in ihren Beruf als Inge­nieu­rin zurück. N. bringt ihren Sohn mit, ein Jahr und sie­ben Monate alt, und das Baby, nach des­sen Geburt sie gerade wie­der ins Deutsch­ler­nen ein­steigt. Die Frauen kom­men aus der Tür­kei, aus Afgha­ni­stan, der Elfen­bein­küste, Nach­züg­le­rin­nen kann ich nicht fra­gen, es geht los. Die Vor­kennt­nisse sind, milde gesagt, unter­schied­lich. Das macht nichts, denn es geht um das Spre­chen im All­tag, ums Ankom­men, Nor­ma­li­tät. Eine Frau bleibt nur kurz, wegen eines Behör­den­ter­mins. Eine hat eine wich­tige Frage, die sie spä­ter mit einer Mit­ar­bei­te­rin klä­ren soll. Unruhe, N.s Sohn weint, sie stillt. Das sind Gesprächs­an­lässe: »Was hat sie gemacht?« – »Sie hat dem Kind zu trin­ken gegeben.«

Hei­de­ma­rie bleibt gelas­sen, dele­giert eine Auf­gabe an mich, wir impro­vi­sie­ren gut gelaunt. Sie ist Rent­ne­rin, unter­rich­tet zwei Dop­pel­stun­den die Woche für eine knappe Übungs­lei­ter­pau­schale und betreut zusätz­lich das Sprachcafé.

Nach dem Unter­richt wer­den die Stühle wie­der weg­ge­rückt, Rücken­trai­ning beginnt. Zunächst zur Ent­span­nung der Sprach­ler­nen­den gedacht, wird es jetzt vor allem von älte­ren, bewe­gungs­freu­di­gen Frauen besucht. Auch Hei­de­ma­rie bleibt.

 

Prä­ven­tion

»Ich bin behü­tet auf­ge­wach­sen in einer Aka­de­mi­ker­klein­stadt«, sagt Flo­ren­tine Schmidt, die jüngste der drei Haupt­amt­li­chen, die sich zwei Stel­len tei­len. In der Schul­zeit habe sie »gern in poli­ti­schen Pro­jek­ten rum­ge­han­gen.« Sie stu­dierte in Erfurt Erzie­hungs­wis­sen­schaf­ten und blieb nach einem Prak­ti­kum in der »Bren­nes­sel« ehren­amt­lich dabei. Gefragt, ob sie fest mit­ar­bei­ten möchte, sagte sie erfreut zu. Flo­ren­tine ist für Kul­tur und Bil­dung ver­ant­wort­lich, für Work­shops, Anti-Dis­kri­mi­nie­rungs­ar­beit und Gewalt-Prävention.

Prä­ven­tion bedeute »akut«, Betrof­fene zu stär­ken, bei­spiels­weise in Selbst­ver­tei­di­gungs- und Selbst­be­haup­tungs­kur­sen. Frauen sol­len befä­higt wer­den, bedroh­li­che Situa­tio­nen recht­zei­tig zu erken­nen, und wis­sen, wohin sie sich wen­den können.

Gerade wurde das Bil­dungs- und Prä­ven­ti­ons­pro­jekt PRIA für zwei Jahre von einer Stif­tung geför­dert, eine befris­tete Stelle konnte ein­ge­rich­tet wer­den. Ange­bo­ten wird Selbst­be­haup­tungs­trai­ning, die Ziel­grup­pen sind Kin­der und Jugend­li­che, Stu­die­rende, Erwach­sene im Kon­text ihrer Berufs­tä­tig­keit sowie Frauen mit Behin­de­run­gen. Sozi­al­ar­bei­te­rin­nen und andere Mul­ti­pli­ka­to­rin­nen kön­nen sich zu Gewalt­schutz-Kon­zep­ten fort­bil­den. Erken­nen, wo männ­li­che Gewalt statt­fin­det, und dar­auf zu reagie­ren, nennt Flo­ren­tine »über­ge­ord­nete Prä­ven­tion«. Dazu gehöre auch Arbeit mit Jun­gen und Män­nern, die jedoch nicht von Frau­en­zen­tren geleis­tet wer­den könne. Denn sie ist eine gesamt­ge­sell­schaft­li­che Aufgabe.

»Mit unse­rem Ange­bot errei­chen wir viele, von der Aka­de­mi­ke­rin bis zu der Frau, deren Auf­ent­halts­sta­tus unge­klärt ist und die noch kaum deutsch spricht.« Man­che kämen seit Jahr­zehn­ten, andere, gerade Jün­gere wür­den die »Bren­nes­sel« gar nicht ken­nen. Des­halb nutzt Flo­ren­tine jetzt und ver­stärkt Social-Media-Kanäle, um Brei­ten­wir­kung zu errei­chen. »Alle« schließe Trans­per­so­nen ein, die eben­falls von Män­ner­ge­walt betrof­fen sein kön­nen. »Heute gibt es andere Dis­kurse als zur Zeit der Bren­nes­sel-Grün­dung. Das Bewusst­sein ist gewach­sen«, sagt Flo­ren­tine: »hoffe ich.« Denn die Geg­ner der Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit, vor allem »Incels«, unfrei­wil­lig als Sin­gle lebende Män­ner, die sich poli­tisch rechts ori­en­tie­ren, machen Stim­mung gegen Frauen.

Flo­ren­tine, ist die »Bren­nes­sel« heute noch auto­nom? »Finan­zi­ell sind wir nicht unab­hän­gig. Aber das ist ein Arbeits­ort, den fin­dest du so nicht noch­mal. Ich habe kei­nen Chef, arbeite nicht in einem klas­si­schen Lohn­ar­beits­ver­hält­nis, son­dern mich umgibt eine Gruppe von Frauen mit Ansprü­chen. Sie set­zen gro­ßes Ver­trauen in mich!« Wäh­rend manch andere in ihrer Alters­gruppe das Kon­zept Lohn­ar­beit strikt ablehn­ten, erlebe sie das Glück, eine Arbeit zu tun, die nicht zuletzt poli­tisch wirk­sam sei.

 

Hei­lung

Am Vor­mit­tag war Mad­len Mer­ten auf dem Sprung ins Gericht, zu einem Pro­zess, der eine Kli­en­tin betraf. Jetzt hat sie Zeit zum Reden. Hier wird jede, das ist ein Grund­prin­zip, anonym, ver­trau­lich und kos­ten­frei bera­ten. Über die Frau, die Mad­len beglei­tete, erzählt sie des­halb nichts, dafür über sich selbst: »Ruhig dabei sein, stär­ken, das kann ich gut.« Sie arbei­tet als Trauma­be­ra­te­rin mit Frauen, die mit den Fol­gen erfah­re­ner Gewalt leben. Gewalt heißt: »häus­li­che Gewalt«, Inzest, Gewalt in der Fami­lie, sexu­elle Gewalt, Ver­ge­wal­ti­gung, Stalking.

Rat­su­chende Frauen waren häu­fig zuvor in einem Frau­en­haus, um der Situa­tion unmit­tel­ba­rer Gewalt zu ent­kom­men. Danach aber: Wie wei­ter­le­ben? »Zu uns kom­men Frauen, die sich ent­schie­den haben, kon­kret an einem Thema zu arbei­ten.« Trauma­be­ra­tung, wie Mad­len und Uta sie anbie­ten, sei keine The­ra­pie, mehr Beglei­tung im All­tag. »Aber wenn Frauen über das Erlebte spre­chen wol­len, ist Raum dafür.« Das ist der Raum, in dem etwas nicht unge­sche­hen wird, aber hei­len kann. »Seit­dem ich hier arbeite, sehe ich die große Unge­rech­tig­keit zwi­schen den Geschlech­tern und die feh­lende Balance. Viele sagen: Ihr seid längst gleich­be­rech­tigt, wo ist das Pro­blem? Wir sehen hier jeden Tag, wo das Pro­blem ist! Und wir tra­gen dazu bei, dass Frauen mehr Gerech­tig­keit erle­ben, dass sie sich gese­hen und ernst­ge­nom­men füh­len, was an vie­len ande­ren Orten nicht passiert.«

Lau­tes Lachen hin­ter der Wand. Mad­len sagt: »Spaß haben wir auch. Viele hal­ten Femi­nis­tin­nen für ver­bis­sen. Aber wir wis­sen ein­fach um das Leid und die Dis­kre­pan­zen in unse­rer Gesell­schaft.« Sie ver­ab­schie­det sich in den nächs­ten Termin.

 

Bewe­gung

In der »Bren­nes­sel« ist stän­di­ges Kom­men und Gehen. Am Vor­mit­tag blie­ben die Frauen aus dem Gym­nas­tik­kurs län­ger, um über gesunde Ernäh­rung zu spre­chen. Besu­che­rin­nen kom­men, fra­gen um Rat, erfah­ren, wohin sie sich in wel­cher Sache wen­den kön­nen. Für tie­fere Gesprä­che wer­den Ter­mine ver­ein­bart, an denen die Rat­su­chende sich mit einer Bera­te­rin zusam­men­setzt. Gerade läuft Uta wie­der an mir vor­bei, gemein­sam mit zwei Frauen, sie wir­ken hei­ter, das Wort »Immo­bi­lie« fällt. Mir fehlt Bewe­gung nach all dem Sit­zen und Zuhö­ren, ich gehe hin­aus und ein paar schnelle Schritte über die Lange Brücke.

Als ich zurück­komme, ste­hen im Flur dicke Säcke mit Klei­der­spen­den. Gut so, viele Kli­en­tin­nen kön­nen Klei­dung gebrau­chen. Aber nicht sie­ben Säcke! Wohin damit? Kön­nen wir etwas wei­ter­ge­ben? Die dar­über nach­denkt, ist Frauke. Frauke räumt auf, scannt Papiere ein, saugt durch. Dabei beant­wor­tet sie meine Fra­gen. Zuerst kam sie zu Ver­an­stal­tun­gen, half spon­tan mit und über­setzte bei einem Vor­trag über Frau­en­selbst­hilfe. Das bewegt sie noch jetzt, beim Erzäh­len. Als sie ehren­amt­lich aktiv wer­den wollte, fragte sie zuerst bei der »Bren­nes­sel« an, die sich schnell zurück­ge­mel­det habe. »Es ist sehr schön hier.« Was genau? »Die Freund­lich­keit, die wert­schät­zende Atmo­sphäre.« Ist sie die gute Seele im Pro­jekt? »Ich bin die Diens­tags­frau.« Das heißt wohl, dass sie nicht die ein­zige gute Seele hier ist. Wie lange schon, bemisst sie an der Zahl der Prak­ti­kan­tin­nen, die sie bis­her mit­er­lebt hat: vier. Sie weiß noch alle Namen.

 

Ver­än­de­rung

Wo vor­hin gelacht wurde, sitzt Uta mit zwei Frauen. Ich gucke, sie laden mich ein, mich zu ihnen zu set­zen. Die bei­den sind Kath­rin und Delia von der Fach­be­ra­tungs­stelle »allerd!ngs«, die Sexarbeiter:innen unter­stützt und von Bren­nes­sel e.V. getra­gen wird. »allerd!ngs« berät Men­schen, die aus eige­nem Ent­schluss in der Sex­ar­beit tätig sind, keine Zwangs­pro­sti­tu­ier­ten. Wie Kath­rin sagt, sind »die Geschich­ten trotz­dem oft nicht schön«, bei­spiels­weise weil Berufs­ab­schlüsse, die im Aus­land erwor­ben wur­den, nicht aner­kannt wer­den. Sex­ar­beit sei dann eine von weni­gen Alter­na­ti­ven. Die Zusam­men­ar­beit mit der »Bren­nes­sel« ent­stand durch die Bera­tung. Anfäng­lich ging es ums Arbeits­recht, dann auch um Gewalt­prä­ven­tion. »Bera­tung fas­zi­niert mich«, sagt Kath­rin: »Ich bin immer wie­der über­rascht, wie man Rat­su­chende moti­vie­ren und unter­stüt­zen kann.«

Uta spricht von der Zukunft: »Bren­nes­sel« und »allerd!ngs« wer­den zusam­men­zie­hen, um Syn­er­gien zu nut­zen. Ganz ein­fach ist das nicht: »allerd!ngs« berät auch Män­ner, wes­we­gen die Berei­che getrennt sein und eigene Ein­gänge haben sol­len. So eine Immo­bi­lie haben sie heute besich­tigt. Spä­ter erfahre ich, dass sie im Novem­ber 2025 gemein­sam dort ein­zie­hen wer­den. Die Miete für die Räume tra­gen Stadt und Land, die jeweils die Pro­jekte för­dern. Der Umzug aller­dings wird eine, auch finan­zi­elle, Herausforderung.

Jeden­falls stehe die Zusam­men­ar­beit mit der Ver­wal­tung auf »kon­struk­ti­ver Basis«, berich­tet Uta. Auch mit dem Ober­bür­ger­meis­ter Andreas Horn, der als Anwalt im Gewalt­schutz erfah­ren sei, gebe es gute Erfah­run­gen. Nur: »Wir wären gern groß­zü­gi­ger.« Das beginnt mit dem beschei­de­nen Wunsch, eine zweite Übungs­lei­ter­pau­schale finan­zie­ren zu kön­nen. Vor allem soll PRIA ver­ste­tigt wer­den. »Eine befris­tete Finan­zie­rung aus Stif­tungs­gel­dern ist ein­ma­lig, Luxus pur.« Das klingt gut, aber bedeu­tet: »Da kommt nichts nach.« Gewalt­prä­ven­tion wird nach zwei Jah­ren selbst der aller­kon­struk­tivs­ten Arbeit nicht über­flüs­sig. »Natür­lich, es wäre schön, wenn es das Thema gar nicht gäbe.«

»Wir müs­sen uns mehr soli­da­ri­sie­ren«, sagt Uta, das Wort »Affi­da­mento« fällt, das ita­lie­ni­sche Femi­nis­tin­nen in ihre Theo­rie weib­li­cher Frei­heit ein­brach­ten, »Anver­trauen« heißt das oder, in Utas Wor­ten: »Wach­sen am Mehr der Ande­ren.« Zum Glück kämen immer wie­der »fitte Stu­den­tin­nen« nach. »Ich bin Opti­mist«, lacht, »Opti­mis­tin. Das Wich­tigste ist im Leben, anzu­er­ken­nen, dass nichts bleibt, wie es ist.«

Ver­än­de­rung und Kon­ti­nui­tät: Die Brenn­nes­sel ist eine reich ver­wur­zelte Pflanze. Sie teilt im Wur­zel­werk, was sie wir­ken kann, Schutz und Heil­kraft. Oder, wie Flo­ren­tine das sagt: »In dem Jahr, in dem ich gebo­ren wurde, hat Uta in der Bren­nes­sel angefangen.«

 

Der Text erscheint als Teil 14 der Reihe »Mit­ten­drin – lite­ra­ri­sche Per­spek­ti­ven auf unsere Gesell­schaft«, die der Thü­rin­ger Lite­ra­tur­rat e.V. 2025 mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thü­rin­gen umsetzte.

Der Thü­rin­ger Lite­ra­tur­rat dankt der Thü­rin­gi­schen Lan­des­zei­tung für den Abdruck der Reihe.

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