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Mittendrin – literarische Perspektiven auf unsere Gesellschaft
Holger Uske
Alle Rechte beim Autor. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors.
Holger Uske
Mittendrin am Rande Thüringens
Mitten im Leben. Was ist das, wo wir doch nicht einmal wissen, was Leben wirklich ist? Mitten in Thüringen. Wer bemisst das? Mit welchem Zirkelschlag von welchem Ort aus, der Hauptstadt, wie meist?
Mitten im fränkischen Thüringen liegt der Kleine Thüringer Wald. Seine Bewohner lieben diese eher liebliche Landschaft, deren Berge etwas mehr als die halbe Höhe des »großen« Thüringer Waldes erreichen und die durchaus noch landwirtschaftlich geprägt ist. Sie punktet zwar mit ähnlichen Gesteinsschichten wie ihr großer Bruder und erhielt deshalb auch diesen Namen, der allerdings in topografischen Karten meist nicht auftaucht. Unter Einheimischen gilt dieser Landstrich südwestlich von Suhl und nordwestlich von Schleusingen, wie Wikipedia zu seiner geografischen Einordnung angibt, als Geheimtipp. Hier kann man lange wandern, ohne auf größere Gruppen zu stoßen, ist auch mit dem Rad oft allein auf weiter Flur. Allerdings auch, wenn man nach einer bewirtschafteten Hütte oder gar einem Restaurant im Wald sucht. Dafür breiten sich in Senken oft zauberhafte Orte aus, häufig jahrhundertealt und manchmal mit mittleren Schlössern beschenkt.
Ein solcher Ort ist Marisfeld, in dem die Protagonistin dieses Beitrags zu Hause ist. Schon Ende des 8. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt, gehört der 400-Seelen-Ort zu den ältesten Siedlungen dieser Gegend. Untrennbar mit der Geschichte des Henneberger Landes verknüpft, findet sich hier eine bemerkenswerte Schlossanlage, die in ihrer heutigen viertürmigen Form auf einen Neubau auf älterem Grund des Marschalks von Ostheim 1641 – 1665 zurückgeht und heute ein Kinderheim beherbergt. Auch die benachbarte Wehrkirche St. Mauritius beeindruckt durch Form und Funktion – und einen in Thüringen sehr seltenen Sternenhimmel im Inneren. Umgeben ist das Schloss von einem wertvollen Schlosspark, um dessen Erhalt sich seit 2008 der Förderverein Schlosspark Marisfeld e.V. kümmert. Die Heldin dieses Beitrags wirkt darin als stellvertretende Vorsitzende, Ideengeberin und Ideenumsetzerin – neben vielen anderen Aktivitäten.
Mitten im Leben. Wo in unserem Land findet solch ein Leben statt? Ich behaupte einfach mal: genau hier. Das Thüringer Landesamt für Statistik verzeichnet auf seiner Internetseite 2,1 Millionen Einwohner für Thüringen. Etwa eine halbe Million von ihnen leben in den fünf kreisfreien Städten. Nun sollte man die kleineren Städte Thüringens nicht unterschätzen. Sie strahlen auch als Kreisstädte oder Mittelzentren auf das umgebende Land aus. Aber der sie umgebende ländliche Raum wirkt auch in sie hinein, weit intensiver, als das in den drei Großstädten Erfurt, Jena und Gera, dem eigensinnigen, kulturell strahlenden Weimar oder der heimlichen Hauptstadt des Thüringer Waldes Suhl der Fall ist. Drei Viertel aller Thüringer leben damit mehr oder weniger auf dem Land. Was ist von ihnen im öffentlichen Bewusstsein? Abseits der punktuell in den Vordergrund geratenden Traktorblockaden, abseits der wie Brillanten schimmernden kulturellen Angebote auf Schlössern, in Parks, den mit qualitativ erstklassigen Aufführungen glänzenden Theatern beispielsweise in Meiningen und Rudolstadt? Sind die Begegnungen der Menschen auf unseren höchsten Gipfeln am Rennsteig nicht kaum mehr als Fußnoten im Medienalltag? Drei Viertel von uns erleben damit ein anderes »Mittendrin« als die tonangebenden Großstadtbewohner in ihrem Umfeld, wobei im Vergleich zu deutschen Ballungsgebieten unsere herausgehobenen Städte ja vergleichsweise noch gut eingebettet sind in Natur, in Grün, in das Leben abseits der Rasanz der Medien und ihrer Macher, die vorgeben, die Mehrheit zu sein und sich in dieser Vorstellung immer wieder selbst bestätigen. Was ist in Thüringen also »mittendrin«? Was gilt als abseits? Und wer legt das – den Vergleich zum Fußball finde ich dabei gar nicht so schlecht – fest? Sprachlich allerdings ist es kein so weiter Weg vom räumlich betrachteten »abseits« bis zum mindestens moralisch urteilenden »abseitig«. Nimmt nicht jeder an seinem Ort für sich in Anspruch, mittendrin zu sein?
Laut Thüringer Landesamt für Statistik hat Marisfeld aktuell 403 Einwohner. Das ist weniger als ein Promille der großstädtischen Einwohnerzahl unseres Landes. Aber dieses Promille spiegelt die Lebenswirklichkeit der Mehrzahl der Menschen hier. Was hier nicht selbst getan wird, tut niemand anderes. Der Ruf nach Parteien verhallt ungehört. In Marisfeld sitzt schon seit 20 Jahren kein Mitglied einer der im Bundestag vertretenen Parteien mehr im Gemeinderat. Die Debatten dort spielen hier (fast) keine Rolle. Aber die Menschen hier in den kleinen Orten des Kleinen Thüringer Waldes mit so schönen Namen wie Oberstadt, Eichenberg, Lengfeld, Rappelsdorf oder eben Marisfeld lieben ihren Ort, ihre Region, ihr Land. Menschen wie die Protagonistin dieses Beitrags Andrea Walther.
Als drittes Mädchen in ihrer Familie kam Andrea, geborene Bieberbach, 1963 in Suhl zur Welt. Der Vater, dessen Familie seit Generationen hier ansässig ist, war zu dieser Zeit in der dortigen LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) als Traktorist beschäftigt. Die Mutter, vor den Bombardements auf Magdeburg von dort in das sichere Suhl gebracht worden, fand im Marisfelder Kinderheim im Schloss Arbeit als Erzieherin. Jung sein nach dem Krieg… Nach dem Besuch der Polytechnischen Oberschule kam Andrea Bieberbach 1980 als Auszubildende zum Stadtarchiv Suhl. Sie hatte zunächst von ihrer Schwester davon gehört, dass es diesen Beruf gibt und sich im Buch »Berufe in der DDR« näher informiert. »Ich dachte gleich, das ist es«, berichtet sie heute von dieser Entscheidung. »In meiner Klasse konnte keiner damit etwas anfangen.« Die Stadt Suhl habe für sie eigens dafür eine Auszubildendenstelle geschaffen – die einzige im ganzen Bezirk Suhl. 1982 beendete sie diese erfolgreich als Archivassistentin – und wurde gleich von der Stadt übernommen. In die Rolle als Archivleiterin der kreisfreien Stadt Suhl wuchs sie hinein, als ihr Vorgänger 1995 in den Ruhestand ging. Sind Akten interessant? Dazu sagt sie: »In den Dokumenten werden Menschen sichtbar, Zeitläufte. Um in der heutigen Zeit vieles besser verstehen zu können, muss man sich mit Geschichte befassen. Gerade in Biografien kann man vieles von der Tragik im Leben erfahren und davon, wie Menschen in verschiedenen Gesellschaftsordnungen zurechtkommen mussten. In der Bildungsarbeit wird Geschichte heute ja ein bisschen vernachlässigt«, fügt sie noch an.
Ich wage die These: Wer sich in Geschichte zu Hause fühlt, der Geschichte seiner Heimat – denn die genau wird in den örtlichen oder kreislichen Archiven aufbewahrt –, der steht mitten im Leben, weil er auch längere Zeiträume im Blick hat. So vieles kommt von alters her, was wir manchmal gar nicht wissen. Das reicht von Bräuchen im Jahreskreis, von der Ausgestaltung von Feiern und Festen bis hin zum im Mundartlichen verankerten Sprachgebrauch. Wir hinterfragen das kaum. Die Kinder nehmen es von ihren Eltern und Großeltern auf und tragen es in der Zeit weiter. Das Wissen um Geschichte, um die einheimischen Bräuche verbindet die Menschen mit ihrer Landschaft. Der Kleine Thüringer Wald ist solch ein traditionsreiches Gebiet. Andrea Walther (seit 1983 verheiratet, die Tochter kam im selben Jahr zur Welt) nahm diesen historischen Untergrund wie selbstverständlich mit in ihren Arbeitsort Suhl.
Als der Suhler Oberbürgermeister Dr. Martin Kummer (CDU) 1995 nach den Veranstaltungen zum 50. Jahrestag der Befreiung von der NS-Diktatur gemeinsam mit dem damaligen Vorsitzenden der hiesigen Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten (VVN/BdA) Hans Vieregg vorschlug, ein Schülerprojekt zur Erforschung der lokalen Geschichte der Stadt zwischen 1933 und 1945 ins Leben zu rufen, war klar, wo es angesiedelt werden sollte: beim Stadtarchiv Suhl. Mir fiel damals als Pressesprecher der Stadt die Aufgabe zu, als »Verbindungsmann« zwischen dem Büro des Oberbürgermeisters und dem Stadtarchiv zu agieren. Mein Bild von einem Archiv setzte sich aus langen Regalreihen voller Ordner und Dokumentenkartons zusammen, zwischen denen stille, detailversessene, unauffällig agierende Mitarbeiter hin und her wuseln. Ich traf auf hochmotivierte Archivarinnen, die darauf brannten, ihr Wissen und ihre aufbewahrten Schätze endlich einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nach einer Einlaufphase wirkten vier Suhler Schulen mit engagierten Lehrerinnen und Schülern mit. Eine vormalige Lehrerin wurde im Rahmen einer damals möglichen eigens ins Leben gerufenen ABM (vom Arbeitsamt geförderte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme) eingestellt. In zwei Jahren kamen zwei Bände »Suhler Zeitzeugnisse 1933 – 1945« heraus, publiziert von der Suhler Stadtverwaltung 1997 und 1998. Ein dritter Band »Suhler Zeitzeugnisse 1945 – 1949« folgte 2001. Mit an der Spitze all dieser Aktionen: Andrea Walther. Wie bringt man nach 40 Jahren DDR-Geschichtsklitterung die Fakten von einst wieder ins Bewusstsein der Menschen? Wie solche Tatsachen, dass nach dem Krieg in die einstigen Baracken für Zwangsarbeiter in der Stadt unmittelbar Heimatvertriebene einzogen, weil es keine anderen Unterkünfte gab? Und wer hatte zuvor je davon gehört, dass sich ukrainische Zwangsarbeiterinnen in Suhl bei der Fa. Greifzu vor ihren Chef stellten, als die US-amerikanischen Befreier den als Faschisten erschießen wollten?
Mitten im Leben. Mitten in der eigenen Geschichte. Wahrscheinlich schärften auch die Begegnungen mit den Suhler kommunalen Spitzenpolitikern, Antifaschisten, aber auch die Erkenntnisse aus Zeitzeugen-Gesprächen – u. a. mit einstigen ukrainischen Zwangsarbeitern in Suhl – die Erkenntnis bei Frau Walther, dass nur eigenes politisches Aktivwerden dazu beitragen kann, eigene Vorstellungen umzusetzen und in die Wirklichkeit zu setzen. Seit 2004 wirkt Andrea Walther als ehrenamtliche Marisfelder Gemeinderätin, von 2008 – 2024 als stellvertretende Bürgermeisterin, davon 2022 ein halbes Jahr (nach dem Tod des Bürgermeisters) auch als Bürgermeisterin des Ortes. Was kann man erreichen in solch einer Position? Wozu reicht die Kraft noch nach einem oft übervollen Arbeitstag? Und wie lange?
Was heutzutage von vielen beklagt wird, die überbordende Bürokratie, sie zeigt sich auch in Gemeinderatsarbeit vor Ort. Die Prozeduren schlucken so viel Zeit. Für eigene Ideen Mehrheiten zu gewinnen, kann schon scheitern, wenn nur ein Gemeinderat der eigenen Fraktion fehlt. Und welche Ziele verfolgt das andere Interessenbündnis im Ort? Dem Außenstehenden (wie den Wählern) erschließt sich schwer, wofür die Interessengemeinschaft Pro Marisfeld steht gegenüber dem Zusammenschluss Wir für Marisfeld. So wird die zuweilen apostrophierte Spaltung der Gesellschaft auch hier vor Ort sichtbar?
Hervorgegangen ist die Wählervereinigung IG Pro Marisfeld, für die Andrea Walther im Gemeinderat sitzt, aus dem Schlossparkverein und Interessenten. Der Erhalt des Kulturerbes, des vorn schon erwähnten bedeutsamen Marisfelder Schlossparks, stand und steht bei der Vereinstätigkeit im Vordergrund. Um dieses Kleinod bekannt zu machen, veranstalten die Mitglieder des Schlossparkvereins jährlich zum Denkmaltag Führungen durch den Park, Schlossparknächte, Theateraufführungen, Konzerte u. a. Fast scheint es, als strahle das nicht weit entfernte Meiningen da bis in den Kleinen Thüringer Wald hinein aus. In historischen Gewändern (aus dem Meininger Theaterfundus) vor der Kulisse des Marisfelder Schlosses Szenen aus der eigenen Geschichte kongenial umzusetzen, das lockt jedesmal hunderte von Besuchern aus der Region an. Es scheint beinahe unglaublich, welche Talente da in dem kleinen Ort schlummern und sich entfalten können, von der Stückeschreiberin bis zu den Darstellern. Mittendrin Andrea Walther als Aktrice, gemeinsam mit ihrem Mann, ihrer ganzen Familie, den vielen Freunden und Mitstreitern des Vereins.
Bei Schlossparkführungen zum Denkmaltag erlebte ich selbst, wie Vereinsmitglieder in historische Rollen schlüpften, sich dabei ganz mit der Geschichte des Ortes identifizieren. Bei Schlossparknächten waren befreundete Künstler dabei wie die Papiergestalterin Antje Rittermann, deren papierne Schwäne auf dem Schlossparkteich schwammen, während Märchenfeen überm Wasser zu schweben schienen und bis zu tausend leuchtende Lampions Wiesen und Bäume illuminierten. Zauberhafte Heimat. Mittendrin. Am Rande. Was eben nur funktioniert, wenn in solch einem Ort viele mitziehen. Und wenn solche Aktive wie Andrea Walther agieren, bei der im Vereinsvorstand wie im Gemeinderat viele Fäden zusammenführen und geschickt geknüpft werden. Politik wie Kultur »von unten« – hier wird es erleb- und erfahrbar. Ohne PR-Manager. Ohne Parteien-Proporz. Mit dem Menschenverstand vor Ort und der Lust auf Kunst und Kultur in der unmittelbaren Heimat. Und vielfach ohne Förderung, für deren Beantragung und Abrechnung inzwischen ein immenser Aufwand betrieben werden muss, den Ehrenamtliche zunehmend scheuen. Die Notwendigkeit der exakten Beantragung und Abrechnung öffentlicher Mittel gerät ins Abseits, wenn diejenigen, die jene Mittel wirklich brauchen für Kostümausleihe, Bühnenaufstellung oder Künstlerhonorare, den dafür erforderlichen Genehmigungsmarathon nicht mehr leisten wollen oder können, weil sie als Ehrenamtliche ihre Zeit am Abend für ihre eigentlichen Vorhaben brauchen, fürs Stückeschreiben, für Proben, für den Kulissenbau. Ist es Großstädtern überhaupt vorstellbar, dass man hier alles selbst machen muss, um Kultur und Kunst zu bekommen? Dass das die Akteure selbst auch reicher macht? Die schon mehrfach bei Veranstaltungen zu hörende Gruppe »Quadro Nuevo«, inzwischen auf internationalem Parkett zu Hause, liebt es beispielsweise, hierher zu kommen, weil die Musiker hier auf Gleichgesinnte treffen, auf Kunstversessene fernab der Metropolen – und weil sie hier als Freunde empfangen und umsorgt werden.
Was ist mittendrin? Kurz vor Marisfeld, von welcher Richtung man sich auch nähert, reicht der Blick zu den uralten keltischen Bergen in der Nähe. Man sieht die beiden Gleichberge, von denen der kleinere mit seiner keltischen Steinsburg Thüringens größtes Bodendenkmal darstellt. Der große war bis zum Ende der DDR gesperrt, war Grenzgebiet und Luftüberwachungspunkt. Der andere keltische Berg ist der Dolmar bei Meiningen, zwischen Thüringer Wald und Rhön gelegen, eine alte Kulturstätte, auf der bis zu ihrem Abzug Anfang der 1990er Jahre die Russen hausten. Deren Panzerfahrspuren sind an den Hängen bis heute eingeritzt. Geschichte auf Schritt und Tritt, Blick um Blick. Heimat schließt das alles mit ein.
Was können wir tun? Dasselbe wie immer: widerstehn? Andrea Walther sieht das gelassener: »Einfach weitermachen. Die kleinen Schritte tun. In und mit der Heimat – und der jeweiligen Zeit. Die größeren Bögen im Blick haben.« Sagt es. Sinnt über die nächsten Arbeitsprobleme nach. Wie soll sie Zeitgeschichte von heute für die Zukunft bewahren, wenn hier in der Region die verbliebene Tageszeitung montags schon nicht mehr gedruckt erscheint? Werden Digitalisate auch nur annähernd so lange lesbar sein wie Druckwerke? Wo doch die Lesegeräte schon in ihrer erlebten Zeit hoffnungslos veralteten? Denkt niemand mehr wenigstens 50 Jahre voraus? Hat sie da als Archivchefin überhaupt Einflussmöglichkeiten?
Dann wäre da noch der Enkeldienst, den sie immer mal übernehmen muss, wenn Not am Mann ist. Schwiegersohn und Tochter arbeiten im Gesundheitsdienst. Im Haus wohnt die Mutter, fit mit 94. Die Familie als Rückbesinnungsraum und Ankerpunkt. Der Garten ringsum, aus dem sie abends noch »die Hühner zu Bett bringen« muss. Ihr Mann im Schichtdienst im Krankenhaus der Kreisstadt. Ihre eigenen schon nicht mehr abbaubaren Überstunden in Suhl. Ihr toller Arbeitsplatz dort im einstigen Vorzeigeprojekt der frisch gekürten Bezirksstadt, dem Kulturhaus »7. Oktober«, jetzt »Haus der Geschichte«. Die Riesenschritte Leben.
Hätte sie etwas anders machen wollen, etwas weglassen von all ihren Aktivitäten? Da wird sie noch einmal nachdenklich. »Das alles, glaube ich, das ist mein Leben. Alles zusammen.« Mittendrin am Rande Thüringens. An einem der schönsten Plätze der Welt. Der immer erst dazu wird, wenn man sich selbst einbringt. Wie das Andrea Walther aus Marisfeld mit großer Selbstverständlichkeit lebt.
Der Text erscheint als Teil 7 der Reihe »Mittendrin – literarische Perspektiven auf unsere Gesellschaft«, die der Thüringer Literaturrat e.V. 2025 mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen umsetzte.
Der Thüringer Literaturrat dankt der Thüringischen Landeszeitung für den Abdruck der Reihe.
Abb1: Foto Paul Franke, Abb 2: Sophie Ehrsam, Abb 3: Foto privat.
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