Thomas Wolfe

1900      Asheville

1938      Baltimore

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Neuerscheinung: »Der Weg entsteht im Gehen – Literarische Texte aus 100 Jahren Thüringen«

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Thomas Wolfe

Autor

Rebekka Jochem

Thüringer Literaturrat e.V.

Tho­mas Wolfe wurde am 03.10.1900 als jüngs­tes von ins­ge­samt acht Kin­dern im ame­ri­ka­ni­schen Ashe­ville gebo­ren. Sein Vater war ein Stein­metz mit deut­schen Vor­fah­ren und seine Mut­ter han­delte mit Immo­bi­lien und betrieb eine Pen­sion.
Bereits im Alter von 15 Jah­ren, begann Wolfe an der Uni­ver­sity of North Caro­lina in Cha­pel Hill Phi­lo­so­phie zu stu­die­ren. Wäh­rend sei­nes Stu­di­ums war er Schau­spie­ler bei den Caro­lina Play­makers und ver­fasste ein ein­ak­ti­ges Thea­ter­stück, dass von der Thea­ter­gruppe auf­ge­führt wurde. Von 1920 bis 1922 absol­vierte Tho­mas Wolfe ein Stu­dium der Dra­ma­tik in Har­vard. Als es ihm nach sei­nem Abschluss nicht gelang, als Dra­ma­ti­ker Fuß zu fas­sen, trat er 1924 eine Stelle als Dozent für Eng­lisch und Ame­ri­ka­ni­sche Lite­ra­tur am Washing­ton Square Col­lege an der Uni­ver­si­tät New York an. Ab 1929 gab er seine Arbeit als Dozent auf und wid­mete sich gänz­lich dem Schrei­ben. Im sel­ben Jahr erschien sein ers­ter Roman »Schau heim­wärts, Engel!«, der zum Teil wäh­rend einer Euro­pa­rei­sen ent­stan­den war.
Tho­mas Wolfe reiste ins­ge­samt sechs Mal nach Deutsch­land. Er hielt die Deut­schen für »das sau­berste, das freund­lichste, das warm­her­zigste und das ehren­haf­teste Volk« Euro­pas, wie er 1935 in einem Brief aus Thü­rin­gen an sei­nen Freund Max­well E. Per­kins schrieb. Seine Werke wur­den in Deutsch­land Ernst Rowohlt her­aus­ge­ge­ben. Wolfe fühlte sich für einige Zeit in Deutsch­land mehr geschätzt als in sei­ner Hei­mat.
Den­noch war er zugleich ein auf­merk­sa­mer Beob­ach­ter der poli­ti­schen Ver­än­de­run­gen in den 1930er Jah­ren in Deutsch­land. Er ver­ar­bei­tete die Juden­ver­fol­gun­gen durch die Natio­nal­so­zia­lis­ten, die er wäh­rend sei­ner Rei­sen beob­ach­tete, vor allem in dem post­hum ver­öf­fent­lich­ten Roman »Es führt kein Weg zurück«, in dem er die Ver­haf­tung eines Juden an der Reichs­grenze beschreibt. Seine Bücher wur­den wäh­rend der NS-Zeit in Deutsch­land ver­bo­ten. Tho­mas Wolfe starb am 15.09.1938 in Bal­ti­more an Gehirn­tu­ber­ku­lose.

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