Karl Schnog

1897      Köln

1964      Berlin

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Karl Schnog

Autor

Pascal Quicker

Thüringer Literaturrat e.V. / Gedenkstätte Buchenwald

Karl Schnog wurde am 14. Juni 1897 in Köln gebo­ren. Nach dem Besuch der Volks­schule absol­vierte er eine kauf­män­ni­sche Lehre und nahm von 1914 bis 1918 am Ers­ten Welt­krieg teil. Nach des­sen Ende nahm er ab 1918 Sprach- und Schau­spiel­un­ter­richt und wirkte von 1921 bis 1927 als Schau­spie­ler und Regis­seur an Ber­li­ner Thea­tern. Er wurde Mit­ar­bei­ter bei ver­schie­de­nen lite­ra­ri­schen Kaba­retts und sati­ri­schen Zeit­schrif­ten in Ber­lin und ande­ren Städ­ten, arbei­tete ab 1925 als freier Schrift­stel­ler und ab 1927 als Spre­cher beim Rund­funk. Außer­dem ver­fasste Schnog Hör­spiele.

Im Mai 1933 emi­grierte Schnog zunächst in die Schweiz, 1934 über Frank­reich nach Luxem­burg. Dort betä­tigte er sich in den dar­auf­fol­gen­den Jah­ren als Mit­ar­bei­ter diver­ser Luxem­bur­ger Zei­tun­gen und Exil­zeit­schrif­ten, dar­un­ter die „Deut­sche Frei­heit“ und die „Neue Vor­wärts“. Lange ver­suchte Schnog, dem bereits 1936 die deut­sche Staats­bür­ger­schaft aberkannt wor­den war, in die USA zu emi­grie­ren. Da die­ses Vor­ha­ben jedoch schei­terte, wurde er im Mai 1940, nach dem Ein­marsch der Trup­pen der deut­schen Wehr­macht, in Luxem­burg von der Gestapo ver­haf­tet. Als jüdi­scher poli­ti­scher Häft­ling wurde er zunächst in den Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern Dachau und Sach­sen­hau­sen inhaf­tiert, bevor man ihn im Mai 1941 ins KZ Buchen­wald über­stellte (Häft­lings­num­mer 8 466). 1944 schrieb er in Buchen­wald das Gedicht Der Stein­bruch.

Nach sei­ner Befrei­ung im April 1945 kehrte er zunächst nach Luxem­burg zurück, wo er als Publi­zist und Rund­funk­re­dak­teur für den UNO-Sen­der arbei­tete. 1946 über­sie­delte er in die sowje­ti­sche Zone von Ber­lin, wo er Chef­re­dak­teur der sati­ri­schen Zeit­schrift „Ulen­spie­gel“ wurde. Zwi­schen 1948 und 1951 arbei­tete er als Redak­teur beim Ber­li­ner Rund­funk sowie ab 1951 als freier Schrift­stel­ler. Karl Schnog ver­fasste als Schrift­stel­ler Erzäh­lun­gen, Sati­ren, Gedichte, Thea­ter­stü­cke sowie Kaba­rett-Texte. Er starb am 23. August 1964 in Ber­lin.

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