Fritz Lettow

1904      Merseburg

1989      Wuthenow bei Neuruppin

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Gedenkstätte Buchenwald

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»Dichterhaus« Buchenwald

Autor

Pascal Quicker

Thüringer Literaturrat e.V. / Gedenkstätte Buchenwald

Fritz Let­tow wurde am 20. Okto­ber 1904 unter dem Namen Fried­rich Leo in Mer­se­burg gebo­ren. Nach sei­nem Medi­zin­stu­dium wirkte er ab 1934 als Fach­arzt für Ortho­pä­die in einer Dresd­ner Kli­nik. 1931 trat er in die KPD ein; 1935 ver­haf­te­ten ihn die Natio­nal­so­zia­lis­ten auf­grund sei­ner poli­ti­schen Betä­ti­gung und ver­ur­teil­ten ihn zu drei Jah­ren Zucht­haus. Nach dem Ver­bü­ßen sei­ner Strafe wurde Let­tow im August 1938 ins KZ Buchen­wald (Häft­lings­num­mer 1156) ein­ge­lie­fert. Dort arbei­tete er als Häft­lings­arzt – eine Tätig­keit, die er auch nach sei­nen Ver­le­gun­gen im März 1942 ins KZ Natz­wei­ler, im März 1944 ins KZ Sach­sen­hau­sen sowie im Februar 1945 ins KZ Ber­gen-Bel­sen wei­ter aus­übte.

Nach sei­ner Befrei­ung 1945 ver­fasste Let­tow unter dem Titel Arzt in den Höl­len. Erin­ne­run­gen an vier Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger sei­nen Bericht über die KZ-Haft, wel­cher jedoch erst acht Jahre nach sei­nem Tod erschien. 1945/46 war er Mit­be­grün­der und lei­ten­der Mit­ar­bei­ter der Zen­tral­ver­wal­tung für das Gesund­heits­we­sen in der Sowje­ti­schen Besat­zungs­zone. Ab 1946 prak­ti­zierte er wie­der als Ortho­päde, unter ande­rem an der Cha­rité in Ber­lin. 1953 wurde Let­tow zum Chef­arzt der Ortho­pä­di­schen Kli­nik in Neu­rup­pin beru­fen, 1974 eme­ri­tiert. Er starb am 4. Okto­ber 1989 in Wuthe­now bei Neu­rup­pin.

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