Frank Quilitzsch

1957      Halle / Saale

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Ulla (Nohra)

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Frank Quilitzsch – »Auf der Suche nach Wang Wei«

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Frank Quilitzsch im Autorenlexikon

Frank Quilitzsch

Autor

Jens Kirsten

Thüringer Literaturrat e.V.

Frank Qui­litzsch wurde 1957 in Halle an der Saale gebo­ren und wuchs teil­weise bei sei­nen Groß­el­tern im sach­sen-anhal­ti­schen Dorf Mühl­beck auf. Bedingt durch den Diplo­ma­ten-Beruf sei­nes Vaters besuchte er die Schule in Mos­kau, Pots­dam-Babels­berg und Fal­ken­see. Nach sei­nem Ger­ma­nis­tik­stu­dium war er Assis­tent an der Uni­ver­si­tät in Jena und schrieb eine Dok­tor­ar­beit über die Schrift­stel­le­rin Anna Seg­hers. Von 1987 bis 1988 unter­rich­tete er Deutsch an der Damas­kus-Uni­ver­si­tät in Syrien. Von 1989 bis 1990 folgte ein Auf­ent­halt als Lek­tor für Deut­sche Spra­che und Lite­ra­tur an der Uni­ver­si­tät Nan­jing in der chi­ne­si­schen Pro­vinz Jiang­tsu.

Seit 1991 ist er Kul­tur­re­dak­teur der »Thü­rin­gi­schen Lan­des­zei­tung«. Zahl­rei­che sei­ner jour­na­lis­ti­schen Arbei­ten wur­den aus­ge­zeich­net. Seine zweit­be­ruf­li­che Kar­riere als Schrift­stel­ler begann er bereits als Schü­ler. 1971 war er der jüngste Autor des Ver­la­ges Neues Leben in Ber­lin. In sei­nem 1987 ver­öf­fent­lich­ten Buch »Holun­der auf dem Dach« setzte er sich mit dem Thema des Braun­koh­len­ta­ge­baus aus­ein­an­der, dem zahl­rei­che Dör­fer zum Opfer fie­len.

1997 beglei­tete er einen viet­na­me­si­schen Freund nach Hanoi und Nha Trang, in des­sen Fami­lie er für län­gere Zeit mit lebte. Aus die­sem Auf­ent­halt in Viet­nam ent­stand die 2002 ver­öf­fent­lichte Fam­lien-Repor­tage »Hanoi – Ber­lin – Nha Trang«. Wei­tere Rei­sen nach Viet­nam folg­ten und in deren Folge wei­tete sich das Pro­jekt zu einer Lang­zeit-Repor­tage, die ihren Nie­der­schlag 2010 in dem Buch »Hanoi, meine Liebe« fand.

Immer wie­der spielt in sei­nen Büchern auch die Aus­ein­an­der­set­zung mit der eige­nen Her­kunft und Geschichte eine wich­tige Rolle, ohne daß er dabei einen ver­klärt-nost­al­gi­schen Blick zurück­rich­tet. Viel­mehr liegt ihm die iro­ni­sche Bre­chung. Gelun­gen ist ihm dies wie­der­holt: in sei­nem Buch »Begeg­nung mit einer Prin­zes­sin«, in »Weißt du noch«, in »Dinge, die wir ver­mis­sen wer­den« und in »Noch mehr Dinge, die wir ver­mis­sen«. Unbe­dingt zu erwäh­nen ist sein Buch »Tho­mas Thieme, ich Faust«, in dem er 100 Inter­views mit dem Schau­spie­ler ver­öf­fent­lichte, die 2008 in der Thea­ter­welt für Auf­se­hen sorg­ten.

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