Bruno Heilig

1888      Hohenau, Österreich

1968      Potsdam

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Bruno Heilig

Autor

Pascal Quicker

Thüringer Literaturrat e.V. / Gedenkstätte Buchenwald

Bruno Hei­lig wurde am 26. April 1888 in Hohenau in Nie­der­ös­ter­reich als Sohn eines Kauf­manns gebo­ren. Nach sei­nem Jura­stu­dium von 1908 bis 1910 betä­tigte er sich als Jour­na­list, ab 1912 als Kor­re­spon­dent der unga­ri­schen Nach­rich­ten­agen­tur MTI in Buda­pest. Nach­dem er zwi­schen 1914 und 1918 im Ers­ten Welt­krieg im Ein­satz war, nahm er an der unga­ri­schen Revo­lu­tion teil und wurde anschlie­ßend Redak­teur der Zei­tung „Pesti Napló“ und Kor­re­spon­dent der „Vos­si­schen Zei­tung“. Nach­dem er 1928 aus poli­ti­schen Grün­den aus Öster­reich aus­ge­wie­sen wurde, arbei­tete er von 1928 bis 1933 im Ber­li­ner Ull­stein-Ver­lag. 1933 konnte er wie­der nach Wien über­sie­deln, wor­auf er als Jour­na­list für die Zei­tun­gen „Der Wie­ner Tag“ und „Der Mor­gen“ tätig war.

Im März 1938 wurde Hei­lig ver­haf­tet und im April des­sel­ben Jah­res als jüdi­scher poli­ti­scher Häft­ling ins KZ Buchen­wald ein­ge­lie­fert (Häft­lings­num­mer 8221). Im April 1939 wurde er aus der Haft ent­las­sen, wor­auf­hin er über Ita­lien nach Groß­bri­tan­nien emi­grierte. Dort wurde er Mit­ar­bei­ter der Zei­tung „Land and Liberty“ in Lon­don sowie Mit­glied des KP-Forums „Aus­tria of Tomor­row“. 1941/42 erschien sein Erin­ne­rungs­be­richt Men Cru­ci­fied zunächst in Lon­don, 1947 auch in deut­scher Spra­che unter dem Titel Men­schen am Kreuz. Im sel­ben Jahr kehrte er nach Deutsch­land zurück, wo er zunächst Mit­ar­bei­ter im „Office of Chief of Coun­cil for War Cri­mes“ wurde. Er trat in die SED ein und wirkte ab 1948 als Redak­teur der Zei­tung „Deutsch­lands Stimme“, von 1949 bis 1952 als deren Chef­re­dak­teur. Gleich­zei­tig arbei­tete Hei­lig als außen­po­li­ti­scher Kom­men­ta­tor des Rund­funks sowie ab 1953 als freier Schrift­stel­ler in Ber­lin und Pots­dam. Dort ver­starb er am 21. Juli 1968.

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