Antje Babendererde

1963      Jena

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Artikel

Antje Babendererde – »Im Wolferwartungsland«

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Antje Babendererde

Autor

Jens Kirsten

Thüringer Literaturrat e.V.

Antje Baben­der­erde ist eine Schrift­stel­le­rin, die mit ihren Jugend­bü­chern weit über Thü­rin­gen und Deutsch­land hin­aus bekannt ist. Sie wur­den ins Fran­zö­si­sche, Litaui­sche, Tsche­chi­sche und Unga­ri­sche über­setzt. Nach ihrem Schul­ab­schluss war sie Hort­ne­rin, absol­vierte in Saal­feld eine Töp­fer­lehre und arbei­tete in die­sem Beruf. Anschlie­ßend war sie für einige Zeit Arbeits­the­ra­peu­tin für Kin­der in der Psych­ia­trie. Seit 1996 arbei­tet sie als frei­be­ruf­li­che Schrift­stel­le­rin.

Obgleich sie 1963 in Jena gebo­ren wurde und heute in Lie­ben­grün bei Remp­ten­dorf lebt, ließ es sich der Gothaer Ober­bür­ger­meis­ter anläß­lich der Wie­der­eröff­nung der Gothaer Biblio­thek nicht neh­men, sie neben Sig­rid Damm und Kath­rin Schmidt als Schrift­stel­le­rin und Toch­ter der Stadt, in der sie auf­ge­wach­sen ist, zu erwäh­nen. Wert­schät­zung und Aner­ken­nung geht Wis­sen und Ver­ste­hen vor­aus. Zum Wis­sen um her­aus­ra­gende Thü­rin­ger Gegen­warts­schrift­stel­le­rin­nen und Schrift­stel­ler gehört der Name Antje Baben­der­erde zwei­fel­los hinzu.

Seit 1994 unter­nahm sie zahl­rei­che Rei­sen in die USA, wo sie in ver­schie­de­nen Native Ame­ri­can Reser­va­tions für ihre Romane über das Leben der ame­ri­ka­ni­schen Urein­woh­ner für Erwach­sene und für Jugend­li­che recher­chierte. Bis heute hat sie 17 Romane und Erzäh­lun­gen ver­öf­fent­licht, von denen knapp die Hälfte auch als Hör­buch erschie­nen. »Der Gesang der Orcas« und »Indi­go­som­mer« gelangte jeweils auf die hr2-Hör­buch­bes­ten­liste. »Lakota Moon« wurde 2005 Buch des Monats und die Autorin wurde 2006 dafür mit dem Bad Harz­bur­ger Jugend­li­te­ra­tur­preis »Esels­ohr« aus­ge­zeich­net. Für ihren Roman »Libel­len­som­mer« erhielt sie 2006 den Son­der­preis zum Erwin-Stritt­mat­ter-Preis; 2007 wurde der Roman zum bes­ten deutsch­spra­chi­gen Lie­bes­ro­man für das Jugend­buch gewählt. Für »Juli­schat­ten« erhielt sie 2012 die »Sege­ber­ger Feder«.

Nach 15 Roma­nen über die idi­gene Bevöl­ke­rung Nord­ame­ri­kas – wer etwas dar­über erfah­ren möchte, werfe einen Blick auf die ent­spre­chende Web­site – kehrte Antje Baben­der­erde 2013 the­ma­tisch mit »Ise­grimm« nach Thü­rin­gen zurück, wo auch ihr 2016 erschie­ne­ner Roman »Der Kuss des Raben« ange­sie­delt ist, in dem sie der Land­schaft des Thü­rin­ger Schie­fer­ge­bir­ges, die die Roman­hand­lung grun­diert, ein lite­ra­ri­sches Denk­mal setzte.

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