Johann Christian Lossius

1743      Liebstedt

1813      Erfurt

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Jena

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Erfurt unter Dalberg und der Kreis im Haus Dacheröden (1772-1802)

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Johann Christian Lossius im Autorenlexikon

Johann Christian Lossius

Johann Christian Lossius wurde 1743 in Liebstedt b. Apolda geboren. Nach dem Besuch der Schule studierte er in Jena Philosophie. 1770 erhielt Lossius eine Berufung an die Universität Erfurt, wo er den Lehrstuhl für Philosophie übernahm und moderne Vorlesungen über John Locke, George Berkeley, David Hume, Claude Adrien Schweitzer und Michel de Montaigne hielt. 1772 übernahm er an der Erfurter Universität auch den Lehrstuhl für Theologie. Lossius starb 1813 in Erfurt.

Zu seinen wichtigsten philosophischen Publikationen gehört die 1775 erschienene Schrift »Physische Ursachen des Wahren«, in der er sich mit der Beziehung zwischen Gehirn und Denken des Menschen und deren Auswirkung auf philosphische Fragen auseinandersetzte. In späteren Schriften wie »Hannibal: ein physiognomisches Fragment« (1776) und »Über die Physiognomik des Aristoteles« (1777) vertiefte er diese Gedanken.

Seine These, dass der Mensch nur durch neuronale Prozesse – Lossius bezeichnete sie als »Fiberschwingungen« – zu Erkenntnissen gelangen kann, stieß bei Hegel und Kant, die darin eine Negation der freien Entscheidung des Menschen sahen, auf Kritik und Ablehnung.

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