Waltershausen
[Gemeinde]

Der 1629 gebo­rene Johann Mat­thäus Jun­ker, der in Wal­ters­hau­sen als Notar und Hof­ad­voka arbei­tete, starb um 1703 in Wal­ters­hau­sen.

Adolf Hein­rich Fried­rich Schlich­teg­roll wurde 1765 in Wal­ters­hau­sen gebo­ren. Er war Phi­lo­loge, Numis­ma­ti­ker und Archäo­loge. Nach sei­nem Stu­dium in Jena war er ab 1787 Leh­rer für Reli­gion, Hebrä­isch, Deutsch und Latein am Gothaer Gym­na­sium. Neben­be­ruf­lich arbei­tete er in der her­zog­li­chen Biblio­thek in Gotha und erhielt die Auf­sicht über das her­zog­li­che Münz­ka­bi­nett. Er starb 1822 in Mün­chen.

Der 1819 in Neu­kir­chen bei Eisen­ach gebo­rene Johann Georg Hein­rich Chris­tian Schwerdt wirkte ab 1872 als Super­in­ten­dent in Wal­ters­hau­sen, wo er 1888 starb.

Aus Wal­ters­hau­sen stammt Rosa Rose­line Alwine Hen­ri­ette Cae­ci­lie Clotilde Minone von Gerold-Hen­ne­berg, die hier 1829 gebo­ren wurde. Sie besuchte eine Schule für höhere Töch­ter und unter­nahm meh­rere Bil­dungs­rei­sen durch Europa, die spä­ter ihren Nie­der­schlag in meh­re­ren Büchern fan­den. Sie machte die Bekannt­schaft von Anselm Feu­er­bach, Marie von Ebner-Eschen­bach, Paul Heyse und zahl­rei­chen ande­ren Intel­lek­tu­el­len ihrer Zeit, die in ihrem Wie­ner Salon ver­kehr­ten, wo sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1907 lebte.

Der 1843 in Hal­ber­stadt gebo­rene Hein­rich Seitz starb 1905 in Wal­ters­hau­sen. August Tri­nius, 1851 in Schkeu­ditz gebo­ren, lebte bis zu sei­nem Tod 1919 in Wal­ters­hau­sen. Er popu­la­ri­sierte den Thü­rin­ger Wald als Erho­lungs­ziel und prägte den Begriff »Thü­rin­gen – das grüne Herz Deutsch­lands«. Aus sei­ner Hand stam­men zahl­rei­che Bücher zum Wan­dern.

Der 1887 in Bad Kös­tritz gebo­rene Julius Kühn, der 1970 in Coburg starb, lebte ab 1934 einige Jahre in Wal­ters­hau­sen.

1925 wurde Ger­hard Matzke in Wal­ters­hau­sen gebo­ren. Er arbei­tete im Gum­mi­werk Wal­ters­hau­sen, wo er nach 1945 Lei­ter der Pla­nungs- und Normab­tei­lung im VEB Gum­mi­kom­bi­nat Thü­rin­gen wurde. Er war Redak­teur der Betriebs­zei­tung des Gum­mi­werks Wal­ters­hau­sen und schrieb uto­pi­sche Romane.

1927 wurde Karl Hein­rich Bonn in Wal­ters­hau­sen gebo­ren, der hier 2003 starb. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg absol­vierte er eine Aus­bil­dung als Geschichts­leh­rer, stu­dierte Jura in Leip­zig, ging dann in den Wes­ten, wo er bis 1956 in Erlan­gen stu­dierte. 1956 kehrte er in die DDR zurück und arbei­tete bis 1961 als Leh­rer in Fried­rich­roda. Nach sei­ner krank­heits­be­ding­ten Inva­li­di­sie­rung schrieb er Fern­seh­spiele, Thea­ter­stü­cke, Hör­spiele, Jugend­bü­cher und Romane.

Aus Wal­ters­hau­sen stammt die 1939 gebo­rene Char­lotte Bech­stein, die wäh­rend ihres Phi­lo­so­phie­stu­di­ums in Jena wegen »poli­ti­scher Unreife« exma­tri­ku­liert wurde – erst 1999 erfolgte ihre Reha­bi­li­tie­rung -, absol­vierte anschlie­ßend eine Aus­bil­dung als Biblio­the­ka­rin und lei­tete von 1964 bis 1970 die Stadt­bi­blio­thek in Wal­ters­hau­sen. Anschlie­ßend arbei­tete sie als Biblio­the­ka­rin in Gotha und war dann bis 1983 bei der Gotha-Infor­ma­tion tätig. Von 1984–1996 lei­tete sie die Abtei­lung Infor­ma­tion und Doku­men­ta­tion am Insti­tut zur Aus­bil­dung für Inge­nieur­päd­ago­gen in Gotha und von 1997 bis 1998 war sie wie­der als Biblio­the­ka­rin in Gotha tätig, wo sie lebt.

Der 1955 in Nord­hau­sen gebo­rene Sieg­fried Nucke, der heute in Tab­arz lebt, wuchs in Wal­ters­hau­sen auf, wie auch die 1958 in Gotha gebo­rene und heute in Ber­lin lebende Dich­te­rin Kath­rin Schmidt.

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