Kalender

Ausstellungen

Jun
4
So
ganztägig Ausstellung »shakespeare d(r)ame...
Ausstellung »shakespeare d(r)ame...
Jun 4 2017 – Jun 24 2018 ganztägig
Ausstellung: shakespeare d(r)amen Illustrationen von Jacky Gleich, Anke Feuchtenberger, Susanne Janssen, Pascale Küng und Alice Wellinger Zum Jubiläumsjahr 2016 entstand ein besonderes Werk: Der Autor Bruno Blume schrieb Prosafassungen der fünf späten Tragödien William Shakespeares,[...]
Aug
21
Mo
ganztägig Ausstellung »Die Bibliothek der ...
Ausstellung »Die Bibliothek der ...
Aug 21 2017 – Apr 30 2018 ganztägig
Die »Bibliothek der unlesbaren Zeichen« ist der Titel einer Ausstellungsinstallation, die 2017 im Rahmen des Kunstfestes Weimar in der Bibliothek der Bauhaus-Universität Weimar entsteht. Der Ausgangspunkt für diese Kooperation besteht in einigen Blättern im Goethe’schen[...]
Jan
19
Fr
ganztägig Ausstellung »Allerlei Mitgeschic...
Ausstellung »Allerlei Mitgeschic...
Jan 19 – Jul 22 ganztägig
Allerlei Mitgeschicktes. Briefe an Goethe und ihre Beilagen   Fast täglich empfing Goethe Briefe. Annähernd 20.000 sind überliefert. Häufig waren die Schreiben begleitet von Büchern, Autographen und Noten, aber auch von Kunstgegenständen, Münzen, Mineralien oder[...]
Mrz
9
Fr
ganztägig Ausstellung »Vom bunten Spielzeu...
Ausstellung »Vom bunten Spielzeu...
Mrz 9 – Aug 9 ganztägig
Vom bunten Spielzeugdorf zum Drachen Emil – 85 Jahre Knabe Verlag Weimar   Unter dem Titel »Vom bunten Spielzeugdorf zum Drachen Emil« findet in der ersten Jahreshälfte 2018 eine Ausstellung zum Weimarer »Knabe Verlag« statt.[...]
Mai
5
Sa
ganztägig Ausstellung »Dystopia. Zum 200. ...
Ausstellung »Dystopia. Zum 200. ...
Mai 5 – Aug 12 ganztägig
DYSTOPIA. Zum 200. Geburtstag von Karl Marx Installationen, Zeichnungen, Skulpturen, Videos   Aus Anlass des 200. Geburtstages von Karl Marx soll anhand von Werken zeitgenössischer Künstler die Rolle von Utopien in der gegenwärtigen Welt hinterfragt[...]
Jul
14
Sa
ganztägig Ausstellung »Aufbruch ins romant...
Ausstellung »Aufbruch ins romant...
Jul 14 – Okt 21 ganztägig
Ausstellung »Aufbruch ins romantische Universum – August Wilhelm Schlegel«   In der Ausstellung zu entdecken ist ein ebenso innovativer wie vielseitiger Schriftsteller und Intellektueller, ein romantischer Weltbürger, dessen europaweite Netzwerke im Kontext einer interkulturellen Vermittlungspraxis[...]
Nov
10
Sa
ganztägig Ausstellung »Grimms Märchen… und...
Ausstellung »Grimms Märchen… und...
Nov 10 2018 – Mrz 3 2019 ganztägig
»Grimms Märchen… und kein Ende – Europäische Kunstmärchen« Die Ausstellung dokumentiert die Entwicklung vom romantischen Kunstmärchen zum realitätsverbunden Wirklichkeitsmärchen. Neben und nach den Brüdern Grimm hat es in der europäischen Kulturgeschichte zahlreiche weitere Märchensammler und[...]
Dez
1
Do
Vortrag von Dr. Beatrix Schönewald in Meiningen
Dez 1 um 19:00

»Die Illuminaten – ein Geheimbund aus Bayern« – Vortrag von Dr. Beatrix Schönewald, Leiterin des Stadtmuseum Ingolstadt.

Im Jahr 1776 gründete Johann Adam Weishaupt (1748-1830), Professor des Kirchenrechts in Ingolstadt, den Geheimbund der Illuminaten. Er sollte lange Zeit die gebildete Welt in Atem halten. Der Ordensgründer blieb lange Zeit im Dunkeln, nur sein engster Kreis kannte die Person hinter dem Namen Spartakus: Er schuf ein System, das in den Augen der damaligen Obrigkeit nahe an Ketzerei und Hochverrat heranreichte. Sein Ziel: Freiheit, Gleichheit und ein Ende der geistigen Bevormundung von oben durch Bildung, v. a. Lektüre aufklärerischer Schriften. Das Beobachten seiner Selbst und des Anderen und die Meldung an die Oberen wurden zum Lebenselixier des Ordens. Das Verbot des Ordens am Vorabend der Französischen Revolution gerät zum Paradebeispiel für soziale Sprengkräfte: 1784/85 werden die Mitglieder des Ordens verraten. In vier Mandaten setzte der bayerische Kurfürst das Verbot der Freimaurer, der Geheimbünde allgemein und der Illuminaten im Besonderen durch. Adam Weishaupt floh 1785 aus Ingolstadt, zunächst nach Regensburg, dann endgültig nach Gotha.

Dez
2
Fr
Vortrag für Schüler von Dr. Beatrix Schönewald in Meiningen
Dez 2 um 08:30

Der besondere Schülervortrag

»Die Illuminaten – ein Geheimbund aus Bayern« – Vortrag von Dr. Beatrix Schönewald, Leiterin des Stadtmuseum Ingolstadt.

Im Jahr 1776 gründete Johann Adam Weishaupt (1748-1830), Professor des Kirchenrechts in Ingolstadt, den Geheimbund der Illuminaten. Er sollte lange Zeit die gebildete Welt in Atem halten. Der Ordensgründer blieb lange Zeit im Dunkeln, nur sein engster Kreis kannte die Person hinter dem Namen Spartakus: Er schuf ein System, das in den Augen der damaligen Obrigkeit nahe an Ketzerei und Hochverrat heranreichte. Sein Ziel: Freiheit, Gleichheit und ein Ende der geistigen Bevormundung von oben durch Bildung, v. a. Lektüre aufklärerischer Schriften. Das Beobachten seiner Selbst und des Anderen und die Meldung an die Oberen wurden zum Lebenselixier des Ordens. Das Verbot des Ordens am Vorabend der Französischen Revolution gerät zum Paradebeispiel für soziale Sprengkräfte: 1784/85 werden die Mitglieder des Ordens verraten. In vier Mandaten setzte der bayerische Kurfürst das Verbot der Freimaurer, der Geheimbünde allgemein und der Illuminaten im Besonderen durch. Adam Weishaupt floh 1785 aus Ingolstadt, zunächst nach Regensburg, dann endgültig nach Gotha.

Dez
4
So
Poetry Slam in Jena
Dez 4 um 20:45

Der Poetry Slam ist ein Vortragswettbewerb, bei dem sich meist angehende Künstler aus unterschiedlichen Regionen mit eigens geschriebenen literarischen Texten messen. Das Publikum spielt hierbei jedoch keine geringere Rolle, denn letztlich bewerten die Zuschauer über Inhalt der Texte sowie die Art des Vortrags.

Antreten werden diesmal Henrik Szanto aus Wien, Franziska Holzheimer ebenfalls aus Wien, Julian Heun aus Berlin und noch viele weitere Talente.

Es moderiert Christian Meyer.

Dez
15
Do
Vorstellung neuer Handschriften im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar
Dez 15 um 17:00

»Neue Handschriften im Goethe- und Schiller-Archiv« –  vorgestellt von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Archivs –  anschließend Jahresausklang.

Vortrag von Tom Kehrbaum in Weimar
Dez 15 um 18:00

»Innovation und Gesellschaft.
Gemeinsam die Grenze zu Neuem überschreiten«

Vortrag von Tom Kehrbaum in der Reihe
»Fellows in Residence im Hause Nietzsche«

In den Museumsräumen des Nietzsche-Archivs beschreibt Tom Kehrbaum soziale und anthropologische Bedingungen von Innovationsprozessen und bezieht sie auf aktuelle Transformationen in der Wirtschaft. Dabei geht Kehrbaum insbesondere auf die Aspekte eines sozialen Gemeinwesens ein, die Grenzüberschreitungen zu Neuem unterstützen und eine menschlich nachhaltige Entwicklung durch die innovatorische Kraft des Sozialen einleiten.

Tom Kehrbaum arbeitete nach seiner Ausbildung sechs Jahre als Mechaniker in der Industrie. Er begann, sich gewerkschaftlich zu engagieren, studierte Verfassungsgeschichte, Arbeitsrecht und Sozialpolitik an der Europäischen Akademie der Arbeit in der Goethe-Universität in Frankfurt a. M. sowie im Anschluss Philosophie und Pädagogik an der TU Darmstadt. Sein philosophisches Interesse liegt beim Pragmatismus, der Kritischen Theorie und der politischen Philosophie.

Die Vortragsreihe »Fellows in Residence im Hause Nietzsche« bietet ehemaligen Fellows des Kollegs die Möglichkeit, ihre Arbeiten aus der Zeit ihres Aufenthalts in Weimar oder auch aktuelle Projekte im Hause Nietzsches der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Klassik Stiftung Weimar
Kolleg Friedrich Nietzsche
Humboldtstraße 36 | 99425 Weimar
TEL +49 (0) 3643-545-630
FAX +49 (0) 3643-545-639
kolleg-nietzsche@klassik-stiftung.de
www.klassik-stiftung.de/forschung/kolleg-friedrich-nietzsche/

Dez
17
Sa
Christa-Wolf-Programm in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Dez 17 um 14:30

»Herr Wolf erwartet Gäste und bereitet ein Essen vor«, mit einem Text von Christa Wolf und Grafiken von Peter Hussel, erschien im 1990 von Gerhard und Christa Wolf gegründeten Verlag »Janus press«, in dessen Programm von Beginn an mit der Sprache und Grafik experimentierende Texte und Kunst im Mittelpunkt standen.

Nach dem Wahlspruch: »Der Kopf des Janus schaut zurück/ auf eine vergangene und voraus/ auf eine kommende Literatur/mit seinem gegenwärtigen Gesicht/ schaut er uns an.« gestaltet sich der Nachmittag um den zitierten Text.

Jan
11
Mi
Vortrag von Ilsabe Münzberg in Wandersleben
Jan 11 um 20:00

»DIE ERHALTUNG   ALTER BÜCHER«  Vortrag von Ilsabe Münzberg (Universität Erfurt) zur der Arbeit des Buchrestaurators.

Jan
28
Sa
»Sarah Kirsch schreibt für Kinder« Auftaktveranstaltung 2017 in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Jan 28 um 14:30

»Sarah Kirsch schreibt für Kinder« – Sarah Kirschs Dichtungen für Kinder – Texte, Bilder, Vertonungen – Auftaktveranstaltung in der Langen Reihe 11 in Limlingerode

Regen, Regen, nichts als Regen, wie er auf die Blätter springt …

Vor 20 Jahren, man schrieb das Jahr 1997, kam die Dichterin Sarah Kirsch, geboren als Ingrid Hella Irmelinde Bernstein in ihren Geburtsort Limlingerode zurück, wo sie im Haus Lange Reihe 11 am 16. April 1935 zur Welt kam, und las in der evangelischen Kirche unter dem frisch restaurierten barocken Taufengel ihre Gedichte. Seit 20 Jahren ertönt nun regelmäßig Lyrik im Dorf an der Sete am Südharzrand, auch im grünen grünen Juni, als sich zwei Gewitter begegneten. Mit diesem Gedicht leitete die Kirsch am 4. Juni 1997 ihre Lesung ein. Seit dem hat Lyrik im Ort ein zu Hause, seit Ende 2002 im restaurierten Geburtshaus, und es gibt den Dichterweg „Grüner Junipfad“, der in den Wald führt zu dem Erdfallsee. Verse erklingen unter den Bäumen.

 

Werke, aus denen am 28. 1. 2017 vorgetragen wird:

  • 1965 Buch „Die betrunkene Sonne“ erscheint mit Bildern von Erich Gürtzig bei Dr. Herbert Schulze Buch- und Kunstverlag Nachfolge, Leipzig. Es war 1963 in „Die kleine Hörspielstunde“ im Rundfunk gesendet worden.
  • 1968/69 „Die betrunkene Sonne. Für Sprecher und Orchester. Ein Melodram für Kinder“, Text Sarah Kirsch, Musik Tilo Medek, kommt als Schallplatten – „Oper“ in Leipzig bei Peters heraus. Ist eines der am häufigsten gespielten Werke Medeks. Uraufführung am 15. Januar 1969 in Brandenburg. Dazu Noten-Fassung für Sprecher&Klavier zu vier Händen.
  • 1972 „Hänsel und Gretel, eine illustrierte Geschichte für kleine und große Leute nach der gleichnamigen Märchenoper von Engelbert Humperding …“, neu erzählt von Sarah Kirsch, mit farbigen Bildern von Werner Klemke und einem illustrierten Notenheft mit ausgewählten Stücken für Klavier bei Edition Peters Leipzig. Die Schallplatte erscheint ebenfalls bei Edition Peters.
  • 1975 „Caroline im Wassertropfen“, eine Geschichte für Kinder mit Bildern von Erdmut Oelschlaeger, Berlin, Verlag Junge Welt
  • 1975 „Die Igeltreppe“, ein modernes Märchen mit Musik, Text Sarah Kirsch, Komponist und und Dirigent Georg Katzer, Aufnahme des Rundfunks der DDR, herausgegeben von NOVA in Stereo
  • 1975 „Zwischen Herbst und Winter“, ein Kinderbuch mit Bildern von Ingrid Schuppan, Kinderbuchverlag Berlin
  • 1977 Sarah Kirsch „Das Lied von der Heerfahrt Igors“ mit Illustrationen von Norbert Pohl, in: „Sagen und Epen der Welt neu erzählt“, Kinderbuchverlag Berlin
  • 1978 „Ein Sommerregen“, ein Text zum Bilderbuch von Kota Taniuchi, Friedrich Wittig Verlag Hamburg
  • 1979 „Wind“ und „Schatten“, zwei Bilderbücher mit Bildern von Kota Taniuchi, Friedrich Wittig Verlag Hamburg
  • 1980 „Hans mein Igel“, erzählt nach dem Märchen der Gebrüder Grimm, mit Bildern von Paula Schmidt, Middelhauve Köln.
  • 1983 „Zwischen Herbst und Winter“ mit Bildern von Kurt Mühlenhaupt, Middelhauve Köln.

Es lesen Heidelore Kneffel, Karen Aurin, Roswitha Lamster und Heinke Richter.

Feb
2
Do
Vortrag von Katrin Lemke im Stadtmuseum Jena
Feb 2 um 19:00

Im Begleitprogramm zur aktuellen Ausstellung »Spielräume. Jenaer Kindheit zwischen Norm und Reform« spricht Katrin Lemke im Vortragsraum des Museums über Erziehungskonzepte in einer Jenaer »Leitfamilie« – der des Verlegers Eugen Diederichs.

Unter dem Titel »Familienkonferenz Diederichs« geht sie der Frage nach, mit welchen Ideen vom Zusammenleben die jungen Eheleute 1898 in ihre Ehe starteten. Wie sahen die Vorstellungen vom Aufwachsen der Kinder aus, wie deren Verwirklichung? Als die Ehe scheiterte, war Diederichs trotz seiner konservativen Weltsicht offen für ein auch aus heutiger Sicht modern anmutendes »Familienpatchwork« mit der zweiten Ehefrau und vier Kindern.

Katrin Lemke hat als freie Autorin zu Diederichs und den zahlreichen bekannten Persönlichkeiten seines Umfelds geforscht. Ihr Vortrag steht am Beginn einer Reihe von Veranstaltungen, mit denen der 150. Geburtstag des Verlegers Eugen Diederichs im Jahr 2017 in Jena gewürdigt werden soll.

Feb
15
Mi
Veranstaltung zum 520. Geburtstag von Philipp Melanchthon in der Forschungsbibliothek Gotha
Feb 15 um 18:15

Die Forschungsbibliothek Gotha bewahrt eine der wichtigsten Sammlungen handschriftlicher Originale von und zu Philipp Melanchthon, der vor 520 Jahren im Jahr 1497 geboren wurde. Anlässlich dieses Jubiläums möchte die Forschungsbibliothek an die Aktivitäten zur Erforschung des bedeutenden Reformators in Gotha erinnern.

Dr. Daniel Gehrt, Reformationshistoriker und langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsbibliothek, wird seine neuesten Ergebnisse unter dem Titel „300 Jahre Melanchthonforschung in Gotha“ vorstellen. Anschließend präsentiert die Bibliothek ihre neue Publikation „Melanchthon in Gotha. Eine Sammlungs- und Forschungsgeschichte“.

Die Publikation und die Veranstaltung sind dem langjährigen Direktor der Forschungsbibliothek, Dr. Helmut Claus, gewidmet, der 2014 eine vierbändige Melanchthon-Bibliographie herausgegeben hat.

Im Anschluss an die Veranstaltung lädt der Freundeskreis der Forschungsbibliothek Gotha e.V. zu einem Empfang ein. Bitte teilen Sie uns Ihre Teilnahme bis zum 8. Februar 2017 mit (Tel. 0361/737 5530, bibliothek.gotha@uni-erfurt.de).

  • Hinweis: Zeitgleich findet die Vereidigung der Rekruten des 13. Aufklärungsbataillons der Friedensteinkaserne Gotha auf dem Schlosshof statt. Es kann möglicherweise zu Personenkontrollen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Feb
16
Do
Liszt-Vortrag von Dr. Wolfgang Seibold in Weimar
Feb 16 um 16:00

»Liszts Konzertreise durch Spanien 1844/45« – Vortrag von Dr. Wolfgang Seibold (Warmbronn).

Feb
21
Di
Goethe-Vortrag von Dr. Michael Niedermeier in Weimar
Feb 21 um 18:00

»›Da fehlen uns die Worte …‹. Goethes erotischer Wortschatz, die Zensur und das Goethe-Wörterbuch« – Vortrag von PD Dr. Michael Niedermeier (Berlin)

Feb
22
Mi
Vortrag und Diskussion mit Dr. Torsten W. Müller in Mühlhausen
Feb 22 um 19:00

Neue Heimat Thüringen? Heimatvertriebene im Nachkriegsdeutschland
Vortrag und Diskussion mit Dr. Torsten W. Müller

Etwa 700.000 Vertriebene gelangten seit 1944 nach Thüringen. Hier in Mitteldeutschland waren sie in der „Zusammenbruchsgesellschaft“ oftmals unerwünschte Konkurrenten und Mitbürger. Unter welchen Umständen erfolgten Ankunft, Aufnahme und Integration der Zugezogenen in Thüringen? Wie ging die führende Partei mit ihnen um? Welche Rolle spielten Kirche und Glaube in diesem Prozess? Diesen und anderen Fragen soll im Vortrag nachgegangen werden.
Dr. Torsten W. Müller ist Kirchenhistoriker und seit 2015 Leiter des Eichsfelder Heimatmuseums Heilbad Heiligenstadt.

Feb
25
Sa
Lesung und Vortrag über Friedrich Rückert in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Feb 25 um 14:30

„Das ihr erkennt: Weltpoesie allein ist Weltversöhnung.“ und „Sprachkunde ist Grundlage allen Wissens.“ – Lesung und Vortrag über Friedrich Rückert (1788-1866), Dichter, Sprachgelehrter, Übersetzer, einer der Begründer der deutschen Orientalistik, von Heidelore Kneffel und Karin Kisker.

Feb
28
Di
Vortrag über Simone Weil von Dr. Ulrike Müller in Weimar
Feb 28 um 19:30

Vortrag von Dr. Ulrike Müller über Simone Weil, eine Philosophin, die kompromisslos den Sinn des Lebens suchte, ihre jüdischen Wurzeln hinter sich ließ, sich der katholischen Mystik zuwandte und ihre Menschenliebe so radikal lebte, dass sich 1943, schwer krank, in einem englischen Krankenhaus zu essen weigerte, weil ihre Landsleute in Frankreich hungern mussten – sie starb mit nur 34 Jahren. Ulrike Müller verschafft  Zugang zum Leben und der geistigen Welt einer hochintelligenten, eigensinnigen und höchst eigenständigen Denkerin.

DIE REFERENTIN: Dr. Ulrike Müller hat sich in Weimar und darüber hinaus einen Namen gemacht mit Veröffentlichungen, die geistige und künstlerische Leistungen von Frauen dem Vergessen und Verschweigen einer immer noch von Männern dominierten Geschichts-schreibung entreißen. Weibliche Beiträge zur Menschheitskultur in das Licht zu stellen, das ihnen gebührt, ist ihr ein Herzensanliegen. Wer will, kann das nachlesen: „Die klugen Frauen von Weimar“ erschienen 2007 im Elisabeth Sandmann Verlag, 2009 die „Bauhaus-Frauen“ und 2013 die „Salonfrauen“. 2016 gab sie zum 250. Geburtstag von Johanna Schopenhauer – der Namensgeberin der Straße, in der das Frauenzentrum steht – einen Textband heraus: „Der Umgang hier scheint mir sehr angenehm“ – Briefe, Reisepassagen, Jugendbildern und Kunstbetrachtungen von Johanna Schopenhauer.

Mrz
2
Do
Goethe-Vortrag von Prof. Dr. Jacques Berchtold in Weimar
Mrz 2 um 18:00

Goethe und Frankreich – Vortrag von Prof. Dr. Jacques Berchtold (Fondation Martin Bodmer, Cologny).

Mrz
15
Mi
Vortrag und Lesung mit Dr. Ulrike Müller in Weimar
Mrz 15 um 17:00

»Ein Recensent muß vor allem die Gewissenhaftigkeit besitzen, nicht zu recensieren,wenn er das Buch nicht gelesen hat«                                            (Amalie Winter)

»Warum kann ich nicht zuweilen Minister sein« –
Amalie Winter, eine eigenwillige  Autorin der Weimarer Nachklassik.

Vortrag und Lesung mit Dr. Ulrike Müller, Literaturwissenschaftlerin, Weimar.

 

Amalie Winter gehört zur Generation der ungehorsamen Töchter der Weimarer Klassik. Ihre wichtigste Weimarer Freundin war die fünf Jahre älteren Ottilie von Goethe. Dem geistigen Anspruch und dem Bildungsideal dieser Epoche bleibend verbunden, mischte sie sich, wie ihre Berliner Freundin Bettina von Arnim, in die gesellschaftliche Debatte des politisch, technisch und sozial so bewegten 19. Jahrhunderts ein. Standesdenken und Karrierestreben waren ihr zuwider, sie stritt für die Emanzipation der Frauen und der Juden sowie gegen soziale Verelendung. Ihrer Zeit voraus, wirbt sie in ihren pädagogischen Schriften dafür, Kindern elementare Menschenrechte zuzubilligen und deren Erziehung nicht auf Strafandrohung, sondern auf Ermutigung und Zuwendung zu gründen. In der Weimarer Öffentlichkeit erregte nicht nur ihr freies Liebesleben Anstoß, sondern auch ihre enge Freundschaft mit Erbgroßherzog Carl Alexander von Sachsen Weimar-Eisenach.

Im Mittelpunkt einer kleinen feinen Werkausgabe, die Ulrike Müller 2016 herausgebracht hat, steht Amalie Winters zeitkritisches Märchen »Das Frauenherz«. Grundiert und ergänzt wird der Text durch zwei Skizzen zu Biografie und Werk, mit denen Herausgeberin die Leserinnen und Leser dazu einlädt, diese »charmante Unbekannte« und ihr Werk neu – oder  wieder – zu entdecken. Darüber hinaus lässt sich ein interessanter Einblick gewinnen in die Entwicklung weiblichen Schreibens zwischen Nachklassik und 48er-Revolution im Kontext einer ganzen Epoche.

Mrz
16
Do
Vortrag von Dr. Annette Seemann in Weimar
Mrz 16 um 18:00

Der Beruf der Hofdame im klassischen Weimar – Vortrag von Dr. Annette Seemann (Weimar) im Rahmen der Ausstellung »Charlotte von Stein – Schriftstellerin, Freundin und Mentorin«.

Mrz
17
Fr
Vortrag von Dr. Hanna Lotte Lund im Schillerhaus Rudolstadt
Mrz 17 um 17:00

Freitagsgesellschaft: Medizin im 18. Jahrhundert

Dr. Hanna Lotte Lund (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) stellt zusammen mit Kollegen eines aktuellen Forschungsprojekts zum Berliner Theatrum anatomicum die Debatten über die Anatomie der Schillerzeit in einem Vortrag vor. Zu Wort kommen sollen dabei auch die Stimmen der Zeitgenossen in einer vielstimmigen Lesung. Denn wenn auch die Anatomie eine Grundlagendisziplin für angehende Mediziner, Naturwissenschaftler und sogar Dichter und Philosophen war, blieb die „Zergliederung“, wie sie bisweilen genannt wurde, doch immer ein umstrittener Vorgang.

Mrz
18
Sa
Vortrag und Podiumsdiskussion mit Wolfgang Thierse in Erfurt
Mrz 18 um 18:30

Begrüßung: Dr. Claudio Kullmann, Katholisches Forum
Vortrag: Das Fremde und das Eigene, Dr. Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a.D.

Podiumsdiskussion:

  • Dr. Wolfgang Thierse, Germanist und Kulturwissenschaftler,
    Bundestagspräsident a.D., Berlin
  • Hellmut Seemann, Germanist und Jurist, Präsident der
    Klassik Stiftung Weimar
  • Medine Yilmaz, Dolmetscherin und Staatswissenschaftlerin,
    Erfurt, aufgewachsen als Tochter eines Imams in einem
    kurdisch-türkischen Elternhaus in Berlin
  • Moderation: Franz-Josef Schlichting, LZT

Deutschland ist durch Migration spürbaren Veränderungsprozessen
ausgesetzt.
Es gibt intensive und kontroverse Debatten über die Identität
unserer Gesellschaft und die Anforderungen, die an Zuwanderer
zu stellen sind.
Wer sind wir (als Deutsche), was prägt und leitet uns? Wer
wollen wir sein und welche Maßstäbe sollten als verbindlich
für alle gelten?
Inwieweit sind christliche Prägungen maßgeblich und kann
beispielsweise die Weimarer Klassik auch für Zuwanderer
identitätsstiftend sein?
Die Herausforderung dabei dürfte sein, Deutschland in der
Transformationsphase zu einer Gesellschaft, die stärker von
Zuwanderung und Heterogenität geprägt sein wird, neu zu
denken, ohne das uns wertvolle Eigene aufgeben und Angst
vor dem Verlust von Identität ignorieren zu müssen. Sich
fremd im eigenen Land zu fühlen, ist eine Angst, die nicht
wenige Menschen umtreibt. Gleichzeitig sollen die zu uns
Gekommenen, die hier bleiben wollen, heimisch werden
können.
Weil wir es hierbei mit fundamentalen Fragestellungen zu tun
haben, ist es wichtig, dass diese intensiv und mit möglichst
vielen Menschen diskutiert werden.
Zu einer solchen Diskussion laden wir Sie herzlich ein! Sie
soll ein Beitrag zur Klärung der anstehenden Fragen sein.
Aber auch bereits der Diskurs an sich kann fruchtbringend
und hilfreich für notwendige Selbstvergewisserungs- und
Verständigungprozesse sein.

Mrz
21
Di
Goethe-Vortrag von Ulrike Ebert und Prof. Dr. Udo Ebert in Weimar
Mrz 21 um 18:00

21. März 2017
»Felix Mendelssohn Bartholdy und Goethe« – Ein Vortrag in Wort, Musik und Bild von Ulrike Ebert und Prof. Dr. Udo Ebert (Jena).

Vortrag und Gespräch mit Jasper von Altenbockum auf Schloss Ettersburg
Mrz 21 um 19:00

ETTERSBURGER DISKURS. ZUR GESELLSCHAFTLICHEN SITUATION DER ZEIT

Kontrollverlust des Staates? Kontrollverlust der Gesellschaft? – Vortrag und Gespräch mit Jasper von Altenbockum.

Veranstalter: Schloss Ettersburg gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

Mrz
22
Mi
Vortrag von Prof. Dr. Haim Goren in Gotha
Mrz 22 um 18:15

Die Forschungsbibliothek Gotha und der Freundeskreis der Forschungsbibliothek Gotha e.V. laden Sie für Mittwoch, 22. März 2017, zur nächsten Veranstaltung in der Reihe „Perthes im Gespräch“ ein.

Unter dem Titel „Edward Robinson (1794–1863) und die Kartografie Palästinas“ wird Prof. Dr. Haim Goren seine neuesten Forschungen zu Edward Robinson vorstellen, der als „Begründer der Heilig-Land-Forschung“ gilt. Der amerikanische Theologe bereiste 1838 und 1852 das Heilige Land und publizierte seine Erkenntnisse in den epochalen „Biblischen Forschungen in Palästina, Sinai und Arabia Petraea“, die 1841 gleichzeitig in London, Boston und Halle erschienen. Das umfangreiche Werk enthält mehrere Karten, die der Berliner Kartographen Heinrich Kiepert entwarf. Haim Goren wird über die Entstehungsgeschichte dieser für die Palästinakartografie hochbedeutenden Karten sprechen und dabei die enge Zusammenarbeit zwischen Robinson und Kiepert in den Blick nehmen. Das Reisewerk Robinsons und die Karten Kieperts wurden auch im Verlag Justus Perthes gesammelt und ausgewertet, dessen historische Überlieferungen heute als Sammlung Perthes von der Forschungsbibliothek Gotha betreut werden.

Prof. Dr. Haim Goren ist emeritierter Professor für Historische Geographie am Tel-Hai College in Israel. Er hat zahlreiche Studien und mehrere Monographien zur Geschichte Geographie und Kartographie Palästinas und zur Heilig-Land-Forschung vorlegt, darunter „Zieht hin und erforscht das Land. Die deutsche Palästinaforschung im 19. Jahrhundert“ (2003), “Dead See Level. Science, Exploration and Imperial Interests in the Near East“ (2011). Er war einer der Initiatoren des deutsch-israelischen Forschungsprojektes „Robinson, van de Velde und die deutsche Palästinakartographie im 19. Jahrhundert“ (2011–2015), dessen Ergebnisse der Katalog der Forschungsbibliothek „Das Heilige Land in Gotha“ (2013) und der Forschungsband „Mapping the Holy Land. German Holy Land Cartography in the Nineteenth Century“ (erscheint 2017 im Verlag I.B. Tauris) vorlegen.

Nach dem Gespräch besteht die Möglichkeit, den Abend mit angenehmen Gesprächen und einem kalten Getränk ausklingen zu lassen.

Mrz
25
Sa
Lesung und Vortrag zum 100. Geburtstag von Johannes Bobrowski in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Mrz 25 um 14:30

»Immer zu benennen: den Baum, den Vogel im Flug, den rötlichen Fels, wo der Strom zieht, grün …« – Lesung und Vortrag Johannes Bobrowski zum 100. Geburtstag unter Einbeziehung seiner Bekanntschaft mit Sarah Kirsch und deren drei Gedichte über ihn nach seinem Tod. Mit Heidelore Kneffel und Karin Kisker.

Apr
6
Do
Vortrag, Buchlesung und Gespräch mit Dr. Ulrike Müller in Weimar
Apr 6 um 19:30

»Die Heygendorff spielte vortrefflich«. Caroline Jagemann – eine eigenwillige Künstlerin und die reichste Frau Weimars.

Vortrag, Buchlesung und Gespräch mit Dr. Ulrike Müller (Weimar) im Rahmen der Reihe »Hofgespräche«

 

Wer in Weimar kennt nicht ihren Namen, aber wird dieser jemals allein im Zusammenhang mit ihrer herausragenden Bedeutung als Schauspielerin und Sängerin genannt? Nein, doch stets zugleich in Verbindung mit ihrer Position als „Mädrässe“ des regierenden Herzogs. Etwas Anstößiges haftet an ihr, das sich schon zu ihren Lebzeiten auch durch die umsichtige Fürsorglichkeit Herzog Carl Augusts nicht beseitigen ließ. Es brachte Caroline Jagemann (1777-1848) dazu, gegen Ende ihres Lebens Bekenntnisse zu verfassen, um vor ihren Söhnen ihre Lebensentscheidung für den „Zweitberuf“ zu rechtfertigen.

Die Literaturwissenschaftlerin Dr. Ulrike Müller hat sich mit dem Leben und Wirken der Künstlerin beschäftigt und gemeinsam mit Martin Wagner ein Buch über Caroline Jagemann und deren Weimarer Wohnsitz und Salon, das Deutschritterhaus, geschrieben (2011). Dabei stehen mehrere Fragen im Mittelpunkt: zunächst die nach der persönlichen und musikalischen Entwicklung, dann auch nach dem künstlerischen und sozialen Umfeld. Die Gäste des Abends erwartet ein hochinteressante Lesung und anschließend das bewährte „Hofgespräch“ über eine über Weimar hinaus bedeutende Künstlerin auf der Schwelle von der Klassik zur Romantik.

Apr
7
Fr
Vortrag von Prof. Dr. Karl-Heinz Lotze in Suhl
Apr 7 um 19:30

»Der Fall des Tycho Brahe – ein astrologischer Blick auf die Welt«

Populärwissenschaftlicher Vortrag von Prof. Dr. Karl-Heinz Lotze
und Kurzvortrag »Der Himmel zur Reformationszeit« von Prof. Dr. Olaf Kretzer.

Musikalisches Rahmenprogramm: »Coctail a Capella« mit mittelalterlichen Hits.

Apr
18
Di
Vortrag von Arin Haideri in Weimar
Apr 18 um 18:00

»›Für 10 Mark kommt man in die beste Gesellschaft!‹. Die Gründung der Goethe-Gesellschaft im Kaiserreich« – Vortrag von Arin Haideri (Bielefeld).

Apr
20
Do
Vortrag von Dr. Jens Riederer in Weimar
Apr 20 um 18:00

Der Weimarer »Verein Frauenbildung-Frauenstudium« und seine Büchersammlung in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek – Vortrag von Dr. Jens Riederer.

Apr
27
Do
Goethe-Vortrag von Prof. Dr. Detlef Jena in Weimar
Apr 27 um 17:00

„Hier ists jezt unendlich schön“ – Goethe als treuer Heinrich im Wörlitzer Park des Jahres 1778 – Vortrag von Prof. Dr. Detlef Jena (Rockau)

Vortrag von Prof. Dr. Detlef Jena in Weimar
Apr 27 um 17:00

»Hier ists jezt unendlich schön« – Detlef Jena spricht über Goethes Besuche im Dessau-Wörlitzer Gartenreich

 

Am Donnerstag, 27. April, um 17 Uhr widmet Detlef Jena sich in der Petersen-Bibliothek des Goethe- und Schiller-Archivs der Beziehung zwischen den Kulturlandschaften Dessau-Wörlitz und Weimar, die aus Goethes Reisen in den Jahren 1776 bis 1797 resultiert.

Nur im Mai 1778 fand Goethe es im Wörlitzer Park »unendlich schön«, nur im Mai 1778 umspannten eiserne Reifen seine Brust, nahmen ihm die Luft zum Atmen. Es war ein Konflikt zwischen künstlerischer Ästhetik, eigenem Sendungsbewusstsein und großer Politik, der seinen Weg nach Wörlitz immer wieder begleiten sollte. Zwischen Dessau-Wörlitz und Weimar entstand so eine enge Verbindung, bei der das Erbe Johann Joachim Winckelmanns eine nicht unerhebliche Rolle spielte.

Der Osteuropahistoriker Detlef Jena veröffentlichte zahlreiche Schriften über die Beziehungen zwischen Russland und Westeuropa. Von 1985 bis 1991 war er Professor für Osteuropäische Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Seit 1993 erscheint seine Kolumne »Marginalien zur Geschichte« in der Thüringischen Landeszeitung.

Apr
29
Sa
Shakespeare-Lesung in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Apr 29 um 14:30

»Soll ich dich mit einem Sommertag vergleichen / Er ist so lieblich nicht und lind …« – Shakespeares Sonette,  in unterschiedlicher Weise dargeboten von Heidelore Kneffel und Karin Kisker.

Mai
2
Di
Vortrag von Tanja Kuchenbecker in Erfurt: »Marine Le Pen – Tochter des Teufels«
Mai 2 um 18:00

Tanja Kuchenbecker: »Marine Le Pen – Tochter des Teufels. Vom Aufstieg einer gefährlichen Frau und dem Rechtsruck in Europa«

Frankreich ist zweifellos einer der wichtigsten Staaten der Erde. Nun steht das Land vor einem epochalen Einschnitt. Seit Marine Le Pen von ihrem antisemitischen Vater die Führung der ausländerfeindlichen, antiislamischen, rechtsextremistischen Front National (FN) übernommen hat, eilt die Partei von Erfolg zu Erfolg. Bei den Europawahlen 2014 erhielten sie die meisten Stimmen.

Fünf Tage vor dem zweiten und entscheidenden Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahlen wird Tanja Kuchenbecker, die den beispiellosen Aufstieg Marine Le Pens über viele Jahre hautnah verfolgt hat, im EIZ Erfurt deren Biografie vorstellen. In ihrem Buch beschreibt sie anschaulich und detailliert Motive, Strategie und europäische Vernetzungen der französischen Rechtspopulistin. Sie zeigt, wie die gefährlichen Ziele und Werte Le Pens und des FN bis in die breite Gesellschaft hinein salonfähig wurden. Welche Chancen hat Marine Le Pen, französische Präsidentin zu werden? Wer stellt sich ihr mit welcher Politik entgegen? Diese Fragen und die Präsidentschaftswahlen von 2017 sind nicht nur für Frankreich von Bedeutung, denn Marine Le Pens Weg könnte sich zur Blaupause auch für ihre Partner in Deutschland, Österreich und ganz Europa entwickeln.

Mai
9
Di
Vortrag von Christoph Schmälzle im Schillerhaus Rudolstadt
Mai 9 um 19:30 – 20:30

Schillers Schädel, Shakespeares Strumpf. Vom Dichterkult zum Dichtermuseum – Vortrag von Christoph Schmälzle

Die Verehrung, die Friedrich Schiller im 19. Jahrhundert entgegengebracht wurde, war schier grenzenlos. Im Mittelpunkt des Vortrags steht der ‚bildungsbürgerliche‘ Umgang mit seinen Hinterlassenschaften, der quasi-religiöse Züge trägt und für den die Einweihung des Denkmals auf der Rudolstädter Schillershöhe ein schönes Beispiel ist. Vielerorts zeigte man Gegenstände aus Schillers Leben: Sektgläser, aus denen er getrunken, Kleidung, die er getragen hatte. Makabrer Höhepunkt dieser Entwicklung war die Bergung seiner vermeintlichen Gebeine in Weimar. Der Kunsthistoriker Dr. Christoph Schmälzle (Berlin), stellt anhand von reichem Bildmaterial den Wandel vom Dichterkult des 19. Jahrhunderts zur Musealisierung der Gegenwart dar.

Mai
10
Mi
Vortrag von Prof. Dr. Anselm Steiger über Johann und Johann Ernst Gerhard in der Forschungsbibliothek Gotha
Mai 10 um 18:15

Die Forschungsbibliothek Gotha bewahrt den Nachlass der beiden bedeutenden Jenaer Theologen Johann (1582–1637) und Johann Ernst Gerhard (1624–1668). Es handelt sich hierbei um eine der umfangreichsten Sammlungen eines Theologennachlasses aus der Frühen Neuzeit überhaupt, bestehend aus 203 Bänden mit fast 9.000 Einzeldokumenten. Der Nachlass wurde in den Jahren 2009 bis 2014 mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft tiefenerschlossen. Nunmehr ist im Harrassowitz Verlag der dazugehörige, mehrere hundert Seiten umfassende Katalog im Druck erschienen.

Prof. Dr. Anselm Steiger, Professor für Kirchen- und Dogmengeschichte an der Universität Hamburg und ein ausgewiesener Gerhard-Experte, wird in seinem Festvortrag „Johann Gerhard (1582–1637): Ein theologischer Gigant mit europaweiter Ausstrahlung“ Leben und Werk Johann Gerhards vorstellen. In den Blick genommen wird hierbei nicht nur Gerhards bestechende akademische Gelehrsamkeit, sondern auch sein Schaffen als Prediger und Erbauungsliterat, dem durch Übersetzungen eine europaweite Wirkung beschieden war. Überdies ist die Bibliotheca Gerhardina vorzustellen, die höchst umfängliche Gelehrtenbibliothek Gerhards und seines Sohnes Johann Ernst. Sie gehört zu den in der Forschungsbibliothek Gotha aufbewahrten Schätzen und ist nun sowohl hinsichtlich ihrer gedruckten als auch ihrer handschriftlichen Bestände komplett erschlossen.

Mai
11
Do
Vortrag von Christian Märkl in Weimar
Mai 11 um 18:00

Die Herkunft des ältesten Musikalienbestandes der Herzogin Anna Amalia Bibliothek – Vortrag von Christian Märkl.

Christian Märkl spricht im Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek über die ältesten Musikalien und musikalischen Fragmente der Bibliothek. Von Klosterhandschriften aus der Anfangszeit westlicher Musikaufzeichnung bis hin zu Kompositionen des Luther-Beraters Johann Walter geht Märkl auf Zusammenhang, Wert und Geschichte der Bestände vor 1650 ein.

Der Musikwissenschaftler Christian Märkl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Herzogin Anna Amalia Bibliothek und verantwortlich für Aufarbeitung und Begutachtung der brandgeschädigten Musiksammlung.

Mai
16
Di
Vortrag von Dr. Annette Seemann in Weimar
Mai 16 um 18:00

Vortrag von Dr. Annette Seemann (Weimar) – »Die Rabatten vor Deinen Fenstern schmücken die schönsten gefüllten Tulipanen« – Dichtung und Wahrheit zu Christiane Vulpius/von Goethe.

Vortrag und Gespräch mit Roland Koch auf Schloss Ettersburg
Mai 16 um 19:00

ETTERSBURGER DISKURS. ZUR GESELLSCHAFTLICHEN SITUATION DER ZEIT

Verlust der Mitte? Europa und Deutschland im Zeitalter der Unübersichtlichkeit – Vortrag und Gespräch mit Roland Koch.

Veranstalter: Schloss Ettersburg gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

Mai
17
Mi
Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Kraft in Heiligenstadt
Mai 17 um 19:30

Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Kraft, Münster, gibt Einblicke in seine Arbeiten zu einer neuen Storm-Biografie.

Die Forschungen zu Theodor Storms Leben und Werk reißen nie ab. Seit Jahren bereits beschäftigt sich der renommierte Münsteraner Germanist Herbert Kraft, bekannt durch seine Publikationen zu Schiller, Lenz, Kleist, Droste-Hülshoff u.a., auch mit dem Leben und vor allem der Novellistik Theodor Storms. Über die Vorarbeiten zu seinem neuen Storm-Buch spricht er an diesem Abend.

Mai
18
Do
Charlotte von Stein als Schriftstellerin, Freundin und Mentorin – Tagung in Weimar
Mai 18 um 10:00

Tagung im Rahmen der Ausstellung

Anlässlich des 275. Geburtstages Charlotte von Steins, einer der zentralen Figuren des klassischen Weimar, präsentiert die Klassik Stiftung Weimar bis 28. Mai Erinnerungsstücke, Werkmanuskripte, Briefe und Bildnisse aus den eigenen Beständen, den Beständen des Freien Deutschen Hochstifts / Frankfurter Goethe- Hauses und des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Begleitend zur Ausstellung widmet sich die internationale Tagung Charlotte von Steins Persönlichkeit und Werk im zeithistorischen Kontext.

Anliegen ist es, die Fokussierung auf Charlotte von Stein als »Goethes Freundin« zu durchbrechen. Der Blick soll stärker auf die historische Person, ihren Alltag, ihre Beziehungen zu Familie und Freunden, die Vielfalt ihrer geistigen Interessen und künstlerischen Begabungen sowie ihre sozialen Rollen als Frau und Angehörige des Weimarer Hofadels gelenkt werden. Die Vorträge beschäftigen sich mit übergreifenden Themen wie »Soziale Handlungsräume« und »Weibliche Briefkultur« sowie der »Schriftstellerin Charlotte von Stein« und ihrer Beziehung zu »Kunst und Wissenschaft«.

Mai
19
Fr
Charlotte von Stein als Schriftstellerin, Freundin und Mentorin – Tagung in Weimar
Mai 19 um 10:00

Tagung im Rahmen der Ausstellung

Anlässlich des 275. Geburtstages Charlotte von Steins, einer der zentralen Figuren des klassischen Weimar, präsentiert die Klassik Stiftung Weimar bis 28. Mai Erinnerungsstücke, Werkmanuskripte, Briefe und Bildnisse aus den eigenen Beständen, den Beständen des Freien Deutschen Hochstifts / Frankfurter Goethe- Hauses und des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Begleitend zur Ausstellung widmet sich die internationale Tagung Charlotte von Steins Persönlichkeit und Werk im zeithistorischen Kontext.

Anliegen ist es, die Fokussierung auf Charlotte von Stein als »Goethes Freundin« zu durchbrechen. Der Blick soll stärker auf die historische Person, ihren Alltag, ihre Beziehungen zu Familie und Freunden, die Vielfalt ihrer geistigen Interessen und künstlerischen Begabungen sowie ihre sozialen Rollen als Frau und Angehörige des Weimarer Hofadels gelenkt werden. Die Vorträge beschäftigen sich mit übergreifenden Themen wie »Soziale Handlungsräume« und »Weibliche Briefkultur« sowie der »Schriftstellerin Charlotte von Stein« und ihrer Beziehung zu »Kunst und Wissenschaft«.

Mai
23
Di
»… doch eine Art Erbschuld …«: Vortrag zu Gottfried Benns Goethe in Weimar
Mai 23 um 18:00

Vortrag von Prof. Dr. Carsten Dutt (University of Notre Dame, USA)

Auftakt der Vortragsreihe »Konstellationen. Neue Sichten der Bibliothek«

Auf dem Landweg nach New York. Multimediale Präsentation der leavinghomefunction
Mai 23 um 19:30

Das Projekt leavinghomefunction besteht aus einer Gruppe internationaler Künstler: Kaupo Holmberg aus Estland, Elisabeth Oertel, Johannes Foetsch and Anne Knoedler aus Deutschland und Efy Zeniou aus Zypern, die in den letzten beiden Jahren ihr Leben und ihren Besitz in die Beiwagen ihrer Motorräder gepackt haben.

Die Gruppe wählte den längsten Weg nach Westen – bei dem man den gesamten Osten durchquert. Zunächst bedeutete dieses Projekt, auf den täglichen Komfort zu verzichten, um sich auf eine Vielzahl sozialer, ökonomischer und geographischer Eindrücke einzulassen. Im Laufe ihres Abenteuers lernten die Künstler, die Welt aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen, sich dem Leben in fremden Gegenden anzupassen und die eigenen körperlichen und geistigen Grenzen zu überwinden.

Sie schliefen unter den Sternen oder im Regen – sogar in Sümpfen, wenn es nicht anders ging. Und wenn sich die Taiga und Tundra in eine Stadt verwandelten, genossen sie die Gastfreundschaft von Freunden ihrer Freunde.

Inzwischen sind die Künstler zurück von ihrer Reise und werden in Ranis von ihren Abenteuern erzählen sowie Bilder und Filme zeigen.

Jun
11
So
Vortrag mit Michael Davidis in Rudolstadt
Jun 11 um 16:00

Haudegen und Haustyrann, Baumzüchter und Buchautor. Eine Annäherung an Schillers Vater.

In Johann Caspar Schiller (1723–1796) manifestiert sich ein doppelter Zwiespalt: der seiner Epoche und der seines Charakters. Als Offizier und Familienvater blieb er zeitlebens einem strikten Autoritätsdenken verhaftet,
als Publizist und Pomologe gehörte er zu den Verfechtern aufklärerischer Ideen und ökonomischer Reformen. Diese Ambivalenz äußerte sich auch im Verhältnis zu seinem Dichtersohn, der, bei allen Unterschieden der
Persönlichkeitsstruktur, zwei hervorstechende Eigenschaften mit ihm teilte: rastlose Aktivität und brennenden Ehrgeiz.

Michael Davidis stellt in seinem Vortrag im Garten des Schillerhauses die zwiespältige Persönlichkeit Johann Caspar Schillers vor.

Jun
15
Do
Vortrag von Dr. des. Héctor Canal Pardo in Weimar
Jun 15 um 18:00

Friedrich Wilhelm Riemer. Goethes Vertrauter, Sekretär, Redakteur, Korrektor und philologischer Freund – Vortrag von Dr. des. Héctor Canal Pardo (Weimar)

Jun
21
Mi
Blackbox Abschiebung – Geschichte, Theorie und Praxis der deutschen Migrationspolitik. Vortrag von Miltiadis Oulios
Jun 21 um 19:30

Eine Veranstaltung der Friedrich-Schiller- Universität Jena mit dem Lese-Zeichen e.V. und der Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten Jena.

Jun
25
So
20. »Limlingeröder Diskurse« in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Jun 25 um 10:00

Lesung mit Sigrid Damm (angefragt) – »Vögel, die verkünden Land« mit einem Lyrikprogramm über den Dichter Jacob Michael Reinhold Lenz (1751-1792), vorgetragen von Mitgliedern des Fördervereins Dichterstätte Sarah Kirsch.

Eröffnung der HausART Nr. 2/2017: Susanne Theumer. Höhnstedt und Halle/Saale, Grafische Blätter zum Dichter Lenz, Einführung: Prof. Dr. Inge Stephan, Literaturwissenschaftlerin, Berlin – Dauer der Ausstellung bis 30. September 2017

Jun
29
Do
Lesung und Vortrag mit Heidelore Kneffel und Karin Kisker in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Jun 29 um 14:30

»Mit Johann Wolfgang Goethe auf den Sprachspuren Martin Luthers« – Lesung und Vortrag mit Heidelore Kneffel und Karin Kisker.

Vortrag von Dr. Irina Lucke-Kaminiarz in Weimar
Jun 29 um 17:00

Handschriften von Richard Strauss im Goethe- und Schiller-Archiv und ihre Bedeutung für die Strauss-Forschung – Vortrag von Dr. Irina Lucke-Kaminiarz (Weimar)

Aug
2
Mi
Lesung mit Martin Stiebert in Apolda
Aug 2 um 19:30

Lesung mit Martin Stiebert aus »Martin Luthers Rhetorik des Herzens«

Aug
15
Di
Präsentation des neuen Goethe-Jahrbuchs der Goethe-Gesellschaft in Weimar
Aug 15 um 18:00

Präsentation des neuen Goethe-Jahrbuchs der Goethe-Gesellschaft mit Dr. Michael Veeh (Regensburg): Goethes „Faust“ in Comic-Zeichnungen

Im Anschluss Geselligkeit bei einem Glas Wein.

Aug
18
Fr
Kunst und Kultur zwischen Gesellschaft und Politik auf Burg Ranis
Aug 18 um 18:00

4. Demokratiekonferenz im Saale-Orla-Kreis

Welche Rolle spielen Kunst und Kultur für die demokratische Gesellschaft? Sind sie unerlässlich, unabhängig oder gar unpolitisch – sollen sie Spiegel, Stachel oder Motor sein?

Der Saale-Orla-Kreis beteiligt sich seit 2015 mit der lokalen »Partnerschaft für Demokratie« am Bundesprogramm »Demokratie leben!« sowie dem Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit »Denk bunt«. Beide Programme basieren auf einer engen

Kooperation zwischen Staat und Zivilgesellschaft und fördern ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander. Vor diesem Hintergrund werden 2017 verstärkt Projekte aus dem künstlerischen und kulturellen Bereich gefördert.

Die Veranstaltung soll allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Initiativen, Bildungseinrichtungen, Vereinen und Verbänden sowie kommunalen Verantwortlichen in Verwaltung und Politik die Gelegenheit geben, über die Rolle von Kunst und Kultur im Saale-Orla-Kreis zu diskutieren und gegebenenfalls Ausgangspunkt für eine weiterführende Zusammenarbeit sein.

Programm:

  1. „Schlingensief & Co. – Potenziale ästhetischer Ambiguität im gesellschaftspolitischen Diskurs“
    Vortrag von Prof. Dr. Verena Krieger
    (Lehrstuhl für Kunstgeschichte Friedrich-Schiller-Universität Jena)
    „Die Verantwortung von Kunst und Kultur in der demokratischen Gesellschaft“
  2. Offene Podiumsdiskussion
    mit Prof. Dr. Verena Krieger
    Kathrin Ollroge (Potsdam)
    Fotokünstlerin, Projekt »Raum für Gedanken«
    Matthias Biskupek (Berlin/Rudolstadt)
    Schriftsteller, Publizist, Literaturkritiker
    Volly Tanner (Leipzig)
    Schriftsteller, Moderator, Journalist
    Büro für Urbane Zwischenwelten (Leipzig)
    Beteiligungsprozesse, Kultur- und Kreativwirtschaft im ländlichen Raum
    Ernst Niemand (Jena)
    Comic-Künstler, Projekt »Angry White Dude«
    Andreas Berner (Wurzbach)
    Lesezeichen e.V. –  Thüringer Büro zur Förderung von Literatur und Kunst
    Pößneck alternativer Freiraum e.V.
    Träger von Kulturprojekten zur Demokratieförderung im SOK
    Moderation: Annegret Zacharias (Jena)
Aug
22
Di
Gedenkveranstaltung für den Politiker und Dichter
Hans-Jürgen Döring im Thüringer Landtag
Aug 22 um 18:00

Am 29. April 2017 starb der Dichter und Politiker Hans-Jürgen Döring. Über 25 Jahre prägte er als Landtagsabgeordneter und Politiker der SPD die Landespolitik maßgeblich mit. Vor allem als kultur- und bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag setzte er sich wie kein anderer für kulturelle Belange über alle künstlerischen Sparten hinweg ein.

Seit 2014 war Hans-Jürgen Döring Vorsitzender des Verbandes deutscher Schriftsteller in Thüringen. Als Dichter veröffentlichte er zwei Gedichtbände; ein dritter erscheint aus seinem Nachlass anlässlich der Gedenkveranstaltung am 22. August 2017.

Schirmherr der Veranstaltung ist Christian Carius, der Präsident des Thüringer Landtages.

Neben kurzen Reden auf den Politiker Hans-Jürgen Döring von Weggefährten wir Birgit Pelke und Heiko Gentzel soll in der Veranstaltung vor allem auch der Dichter zu Wort kommen. Politikerinnen und Politiker, Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Freundinnen und Freunde von Hans-Jürgen Döring lesen Gedichte und Prosa aus seinem schriftstellerischen Werk.

Im Anschluss lädt die SPD-Fraktion im Thüringer Landtag zu einem Empfang.

ONLINE ANMELDUNG

Aug
25
Fr
Vortrag von Dr. Ute Pott im Schillerhaus Rudolstadt
Aug 25 um 17:00

Dr. Ute Pott – Literarische Geselligkeit im 18. Jahrhundert

Das 18. Jahrhundert gilt auch als »das gesellige« Jahrhundert. Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803), den Schiller bewunderte und verehrte, war ein Genie der Freundschaft und Geselligkeit. In seinen Sammlungen haben sich zahlreiche Objekte aus seinem freundschaftlichen Zirkel erhalten, die die neuen Umgangsformen und das Interesse am Austausch ab der Mitte des 18. Jahrhunderts dokumentieren. In einem anschaulichen Vortrag schildert die Direktorin des Gleimhauses in Halberstadt am Beispiel von Gleim und seinem Kreis die Aspekte der Geselligkeit, von Gedicht-Spielen bis zum Essen und Trinken.

Sep
13
Mi
Vortrag über Luther von Dr. Joachim Ott in Gotha
Sep 13 um 18:15

„Luther und der Hammer. Vortrag in Gotha zu einem besonderen Fund“  von Dr. Joachim Ott (Jena)
Ort: Spiegelsaal auf Schloss Friedenstein
Kaum ein Ereignis wird so sehr mit der Wittenberger Reformation Martin Luthers verbunden wie sein vermeintliches Anschlagen der Ablassthesen am 31. Oktober 1517 an die Tür der Schlosskirche. Verstärkt wird dieses Bild noch dadurch, dass der Anschlag buchstäblich mit dem Hammer erfolgt sein soll. Nicht ohne Grund werben die drei nationalen Lutherausstellungen in Berlin, Eisenach und Wittenberg mit dem Slogan „3xHammer. Die volle Wucht der Reformation“. In der Forschung ist diese Zuspitzung auf den Hammer allerdings umstritten, gilt dieses Bild doch als eine Prägung erst des 19. Jahrhunderts. Erstaunlicherweise aber hat man bisher nie untersucht, wann und wo das so populäre Bildmotiv „Luther mit dem Hammer“ tatsächlich entstanden ist.

In Gotha ist nun bei Erschließungsarbeiten am Nachlass des Gothaer Theologen und Bibliotheksdirektors Ernst Salomon Cyprian eine lavierte Federzeichnung entdeckt worden, die einer der ersten Belege für die Visualisierung des Thesenanschlags mit dem Hammer ist. Die Zeichnung wurde nach einem anlässlich des Reformationsjubiläums 1717 im dänischen Aalborg ausgestellten Schaubild angefertigt. Sie befindet sich heute im Landesarchiv Thüringen – Staatsarchiv Gotha.

Dr. Joachim Ott, Leiter der Sondersammlungen der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena, wird in seinem Vortrag die Hintergründe und Zusammenhänge dieses Fundes vorstellen, der für die Erinnerungskultur zur Reformation von großer Bedeutung ist. Der Fund lässt sich mit anderen Objekten aus der Zeit – wie einer Augsburger Medaille von 1717, die ebenfalls den hämmernden Luther zeigt, im Münzkabinett der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha sowie Cyprians „Hilaria Evangelica“ – kontextualisieren. Diese Objekte offenbaren die bislang unentdeckte Spur zum Ursprung des Hammermotivs – eine Spur, die ganz überraschend nach Rom zum Papst führt. Es zeigt sich, dass der historisch nicht verbürgte Thesenanschlag mit dem Hammer zwar mit deutlichem Abstand zur Reformationszeit, aber schon weit vor dem 19. Jahrhundert erstmals dargestellt worden ist. Er stand und steht nicht nur für den Beginn der Reformation, sondern dient bis heute als identitätsstiftendes Ereignis der lutherischen Gläubigen.

Dr. Joachim Ott studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Christliche Archäologie in Göttingen und Marburg und promovierte zum Thema Krone und Krönung in der Kunst der Spätantike und des Mittelalters. Seit 2003 verwaltet und erforscht er die bedeutenden historischen Altbestände der ThULB Jena. Seine Forschungen zum Thesenanschlag Luthers werden demnächst im Lutherjahrbuch 2017 publiziert.

Den Besuchern des Vortrags wird die Gelegenheit geboten, die Gothaer Zeichnung, die Augsburger Medaille und die „Hilaria Evangelica“ im Original zu betrachten.
Nach dem Gespräch besteht die Möglichkeit, den Abend mit angenehmen Gesprächen und einem Getränk ausklingen zu lassen.

Sep
19
Di
Vortrag von Prof. Dr. Dieter Lamping in Weimar
Sep 19 um 18:00

Vortrag von Prof. Dr. Dieter Lamping (Mainz) – »Kafka und Goethe. Die Geschichte einer Entfernung«.

Sep
21
Do
Vortrag von Dr. Holger Thuß in Weimar
Sep 21 um 18:00

Wahlverwandtschaften. Das merkwürdige Leben der Goethe-Freundin Marianne von Eybenberg, geb. Meyer (1767-1812) – Vortrag von Dr. Holger Thuß (Jena)

Das Leben Marianne von Eybenbergs wurde in der Forschung bisher wenig berücksichtigt. Die jüdische, später zum Christentum konvertierte Berliner Bankierstochter war mit Goethe befreundet und stand mit ihm im Briefwechsel. Besonders diese Beziehung zum berühmten Dichter sichert ihr einen Platz in der Geschichte. Der Referent präsentiert neue Erkenntnisse zu Eybenbergs Biographie aus der Beschäftigung mit zahlreichen u. a. familiengeschichtlichen Quellen.

Dr. Holger Thuß ist Historiker und Gesellschafter des TvR Medienverlages in Jena.

Sep
23
Sa
Tagung »Ehrfurcht vor dem Leben. Martin Luther & Albert Schweitzer. Bekenntnisse für das Leben« in Weimar
Sep 23 um 10:00

10:00 Uhr – Stadtkirche »St. Peter und Paul«, Herderplatz 8:

»Friedensbekenntnisse: Jesus, Luther, Schweitzer« – Vortrag von Dr. Eugen Drewermann

15:00 Uhr – Herderzentrum, Herderplatz 7, 99423 Weimar

»Liebe zum Leben heute?!« Trotz gegenwärtig destruktiver Tendenzen kann zur Lebensliebe ermutigt werden – Vortrag von Dr. Helmut Wehr

16:30 Uhr – Herderzentrum, Herderplatz 7, 99423 Weimar

»Albert Schweitzer, Martin Niemöller, Dietrich Bonhoeffer, Paul Schneider«. Wie können Biographien auch Jugendlichen Orientierung geben?

Sep
30
Sa
Lesung und Vortrag über Paul Eluard in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Sep 30 um 14:30

»Paul Eluards surrealistische Dichtung« – Lesung und Vortrag von Heidelore Kneffel und Karin Kisker.

Okt
12
Do
Vortrag über Helene Voigt-Diederichs von Katrin Lemke in Jena
Okt 12 um 19:00

Katrin Lemke stellt als Kennerin des Werkes von Helene Voigt-Diederichs – der ersten Ehefrau des Jenaer Verlegers Eugen Diederichs – Bezugnahmen und Reflexionen der Saale im literarischen Schaffen der Schriftstellerin vor. Das für den Titel des Vortrags gewählte Zitat »Als wir durch das blumige Saaletal strolchten« deutet eine der für die Autorin typischen Sichtweisen an.

Der Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung »Jena und die Saale im Wandel der Zeit« des Stadtmuseums Jena statt, die noch bis zum 15. Oktober 2017 zu sehen ist.

Okt
17
Di
Vortrag von Prof. Dr. Günter Niggl in Weimar
Okt 17 um 18:00

Vortrag von Prof. Dr. Günter Niggl (Eichstätt) – »›und doch ist und bleibt er außerordentlich für seine und für künftige Zeiten‹ – Martin Luther und die Reformation im Urteil Goethes«.

Okt
19
Do
Vortrag von Dr. des. Héctor Canal Pardo in Weimar
Okt 19 um 17:00

Romantische Universalphilologie – Zum 250. Geburtstag von August Wilhelm Schlegel

Vortrag von Dr. des. Héctor Canal Pardo (Weimar)

Thüringen liest! – Lesung und Vortrag mit Ulrike Müller in Stadtroda
Okt 19 um 19:30

»Die neuen Frauen kommen« – Lesung und Vortrag mit Ulrike Müller.

Okt
27
Fr
Fachtag Literatur im Thüringer Landtag in Erfurt
Okt 27 um 09:00 – 16:00

Datum:                         27. Oktober 2017
Zeit:                               09:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Tagungsort:                 Thüringer Landtag, Jürgen-Fuchs-Straße 1, 99096 Erfurt
Raum:                           F 125 und F 125 a
Veranstalter:               Thüringer Literaturrat e. V. / Thüringer Staatskanzlei
Moderation:                Sergej Lochthofen

Die Teilnahme am Fachtag ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung bis zum 5. Oktober 2017 ist jedoch erforderlich. Per Mail: thueringer-literaturrat@gmx.de / per Fax: 03643-90 87 75 2

Alle Fachtagsteilnehmer müssen einen gültigen Personalausweis mitführen, der für den Zugang zum Thüringer Landtag benötigt wird.

 

Der Fachtag Literatur 2017 ist eine gemeinsame Veranstaltung des Thüringer Literaturrates e.V. und der Thüringer Staatskanzlei.

 

Programm

09:00 Uhr – 09:25 Uhr

Begrüßung

  • Christoph Schmitz-Scholemann, (Vorsitzender Thüringer Literaturrat)

Grußwort

  • Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, (Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei des Freistaats Thüringen)


09:30 Uhr – 10:00 Uhr

Impulsvortrag »Kulturgut Buch. Literatur und Politik«

  • Eva Leipprand (Bundesvorsitzende des Verbandes deutscher Schriftsteller, VS in ver.di)

10:00 Uhr – 11:00 Uhr

Impulsvortrag »Vom Wert des Buches und vom Wert des Autors«

Eine Bestandsaufnahme zur sozialen Lage von Künstlern in Deutschland, Informationen zum Urheberrecht, zur VG Wort und zur Künstlersozialkasse

  • Nina George (Mitglied des Präsidiums des P.E.N.-Zentrums Deutschland, Vorstandsmitglied des Verbandes deutscher Schriftsteller, VS in ver.di, Mitglied des Verwaltungsrates der VG Wort) – Vortrag ca. 30 min, anschließend Diskussion


11:00 Uhr – 11:15

Kaffeepause


11:15 Uhr – 11:45 Uhr

»Blühende Landschaften?«

Ein Überblick zur Literaturförderung in Thüringen

  • Jens Kirsten (Geschäftsführer Thüringer Literaturrat e.V.)

 

11:45 Uhr – 12:15 Uhr

»Schriftsteller und Gesellschaft«

Welche Synergien lassen sich zwischen Literatur und Politik gewinnen?

  • Christoph Schmitz-Scholemann (Vorsitzender Thüringer Literaturrat e.V.)

 

12:15 – 12:45 Uhr

Podium »Buchhandelsperspektiven«

Autoren zwischen Selfpublishing und Verlagen, zwischen Selbstmarketing und Buchmarkt

  • Thorsten Simon (Pressesprecher BOD Norderstedt)
  • Ulrich Störiko-Blume (Literaturagent)
  • Gunther Philler (Buchhändler, Jenaer Bücherstube)

 

12:45 Uhr – 13:45 Uhr

Mittagspause

mit gastronomischer Versorgung der Tagungsteilnehmer.

 

13:45 Uhr – 14:30 Uhr

»Im Netz ist alles erlaubt«

Was darf man im Internet und was ist strafbar?

  • Dr. Mustafa Temmuz Oğlakcıoğlu (Akademischer Rat, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen) – Vortrag ca. 30 min, anschl. Diskussion

 

14:30 Uhr – 15:00 Uhr

Podium »Vom Büchermachen in schwierigen Zeiten«

Über den Stellenwert von Buchkunst auf dem Buchmarkt heute. Wie sich engagierte kleinere und mittelständische Verlage heute zwischen den Branchenriesen behaupten.

  • Helge Pfannenschmidt (Verleger, »edition Azur« Dresden)
  • Jens-Fietje Dwars (Herausgeber, »Edition Ornament«, »quartus-Miniaturen« und »Weiße Reihe« im quartus Verlag Bucha)
  • Helmut Stadeler (Verleger, Verlag Bussert & Stadeler, Vorsitzender des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen)


15:00 Uhr – 15:30 Uhr

Kaffeepause


15:30 Uhr – 16:00 Uhr

Podium »Thüringen – ein Literaturland mit Zukunft«

Welchen Herausforderungen müssen sich Literaturförderer und Literaturvermittler stellen, um Thüringen zu einem attraktives Literaturland der Zukunft zu machen?

  • Nina George (Mitglied im Präsidium des P.E.N.-Zentrums Deutschland, Vorstandsmitglied des Verbandes deutscher Schriftsteller VS in ver.di, Mitglied des Verwaltungsrates der VG Wort)
  • Christoph Schmitz-Scholemann (Vorsitzender des Thüringer Literaturrates)
  • Helmut Stadeler (Verleger, Vorsitzender des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, LV Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen)

 

Referenten:

  • Dr. Jens-Fietje Dwars, geb. 1960 in Weißenfels, Philosophiestudium in Wroclaw, Berlin und Jena, Dr. phil., 1985-1992 Assistent an der Sektion Literatur- und Kunstwissenschaft der FSU Jena, seit 2000 freier Schriftsteller, Film- und Ausstellungsmacher, seit 2005 Chefredakteur der Thüringer Literaturzeitschrift »Palmbaum« und Herausgeber der »Edition Ornament«.
  • Nina George, geb. 1973 in Bielefeld, journalistische Ausbildung, seit 1993 freie Schriftstellerin und Journalistin in Hamburg, 2011 Gründung der Initiative »Ja zum Urheberrecht«, 2014 Gründung der Informationsplattform »Fairer Buchmarkt«, 2015 Wahl in das Präsidium des P.E.N.-Zentrums Deutschland – Arbeitsschwerpunkt Urheberrecht, 2017 Wahl in den Bundesvorstand des Verbandes deutscher Schriftsteller, Mitglied des Verwaltungsrates der VG Wort.
  • Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, geb. 1976 in Berlin; Diplom-Studium der Sozialwissenschaften an der HU-Berlin; Dr. phil., Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz in Berlin, seit 2014 Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei des Freistaats Thüringen.
  • Dr. Jens Kirsten, geb. 1967 Weimar; Studium der Lateinamerikanistik, Altamerikanistik und Linguistik in Berlin; Dr. phil.; seit 2006 Geschäftsführer des Thüringer Literaturrates e.V. in Weimar, seit 2016 Mitglied des Verbandes deutscher Schriftsteller, LV Thüringen.
  • Eva Leipprand, geb. 1947 in Erlangen, Studium der Anglistik und Geschichte in Würzburg und München, Lehrerin in Stuttgart, seit 1989 Schriftstellerin und Literaturkritikerin und Übersetzerin, 1996-2002 Stadträtin für Bündnis 90/Die Grünen in Augsburg, 2002-2008 3. Bürgermeisterin und Kulturreferentin der Stadt Augsburg, seit 2015 Bundesvorsitzende des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS).
  • Dr. Mustafa Temmuz Oğlakcıoğlu, geb. 1985 in Nürnberg, Jurastudium an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen, 2013 Dr. phil., 2014 Staedtler-Promotionspreis, seit 2015 Akademischer Rat am Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie der Universität Erlangen.
  • Gunther Philler, geb. 1949 in Eisenberg; Ausbildung zum Buchhändler in der Jenaer Universitätsbuchhandlung und der Buchhändler-Lehranstalt in Leipzig; ab 1976 Leiter der »Galerie im Stadthaus« in Jena; seit 1983 Leiter und Inhaber der seit 1929 bestehenden »Jenaer Bücherstube«, Deutscher Buchhandlungspreis 2015.
  • Helge Pfannenschmidt, geb. 1974 in Neuhaus am Rennweg, Studium der Germanistik und Sprechwissenschaft / Phonetik in Jena und an der University of Kent in Canterbury, seit 2004 Verleger der edition AZUR in Dresden, zudem freier Lektor, Redakteur und Moderator, u. a. Mitveranstalter des Dresdner Literaturfestivals »Literatur JETZT«.
  • Christoph Schmitz-Scholemann, geb. 1949 in Solingen-Ohligs, Studium der Rechtswissenschaften, lebte bis 2001 Köln, seitdem in Weimar; Bundesrichter am Bundesarbeitsgericht in Erfurt bis Juni 2014, seit 2012 Vorsitzender des Thüringer Literaturrates e.V., Mitglied im P.E.N.-Zentrum Deutschland.
  • Thorsten Simon, geb. 1977, Tätigkeit bei der Münchner PR-Agentur Consense Communications; Senior Account Manager der Hamburger PR-Agentur Schönknecht, Arbeit im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Gesundheits-, Finanz- und Immobilienwirtschaft und der öffentlichen Verwaltung; seit 2013 Pressesprecher der Self-Publishing-Plattform Books on Demand in Norderstedt.
  • Helmut Stadeler, geb. 1964, Studium der Germanistik in Leipzig, 1990 bis 1994 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FSU Jena, 1995 Gründung des Verlags Bussert & Stadeler mit Frank Bussert in Jena; seit 2010 Vorsitzender des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen e.V., seit 2013 Entsandter der Landesverbände im Vorstand des Bundesverbandes.
  • Ulrich Störiko-Blume, geb. 1950 in Bad Homburg, Studium der Soziologie, Wirtschaftswissenschaften und Philosophie an der Universität Konstanz, Tätigkeit in verantwortlichen Positionen bei zahlreichen renommierten Verlagen, u. a. beim C. Bertelsmann Jugendbuchverlag (München), Beltz & Gelberg (Weinheim), Boje Verlag (Köln), Carl Hanser Verlag (München), 2015 Gründung der ProjektAgentur, die Buchkonzepte und Manuskripte von Autoren an Kinder- und Jugendbuchverlage vermittelt.
Okt
28
Sa
Lesung und Vortrag zu Johannes R. Becher in Limlingerode
Okt 28 um 14:30

Wo ein Wipfel, kaum sich regend,
in den Schlaf uns wiegt…

»Johannes R. Becher, ein Dichter, der überraschen kann« – Lesung und Vortrag mit Heidelore Kneffel und Karin Kisker.

Eröffnung der HausART Nr. 3/2013: »Der lyrische Klang meiner Bilder« – Ausstellung von Erik Buchholz (Gera, Jahrgang 1969, 2003 Nordhäuser Förderpreis der Ilsetraut-Glock-Grabe-Stiftung).

Nov
16
Do
Vortrag von Dr. Ulrike Müller-Harang in Weimar
Nov 16 um 17:00

„Vorstehende Rechnung habe durchgesehen und richtig befunden.“ Goethes Haushalts-Rechnungen 1775-1832 – Vortrag von Dr. Ulrike Müller-Harang (Weimar)

Nov
17
Fr
Vortrag von Dr. Jochen Süss in Erfurt
Nov 17 um 19:00

HD+ Brehm-Gedenkstätte Renthendorf
Der Reihentitel „HD+“, in Anlehnung an das qualitativ hochwertige Fernsehformat, möchte den Initialen unseres Hauses Dacheröden durch das Additionszeichen etwas hinzufügen und verweist so auf unser Vorhaben, mit dieser Reihe Kultureinrichtungen und Initiativen aus Thüringen die Möglichkeit zu bieten, sich und ihre Vorhaben in der Landeshauptstadt vorzustellen. Egal ob Theater oder bildende Kunst, Museum oder Verein – wir möchten Schaufenster für die vielfältigen Angebote im Land sein.

Am 17. November ist die Brehm-Gedenkstätte in Renthendorf bei uns zu Gast:

Literatur und Natur in Renthendorf: Das Erbe der Naturforscher Brehm auf dem Weg in die Zukunft

Charles Darwin liebte die Illustrationen darin, ein ganzes Volk liebte die Tierbeschreibungen, viele nannten es „ein Volksbuch im besten Sinne des Wortes“: die Tierenzyklopädie „Brehms Tierleben“. Im thüringischen Renthendorf stand die Wiege ihres Autors, die des Naturforschers Alfred Edmund Brehm. Hier erlebte Alfred Brehm seine ersten Tiergeschichten, die später in sein Werk Einzug hielten. Hier lehrte ihn sein Vater, der Pfarrer und Vogelkundler Christian Ludwig Brehm, die Naturdinge zu schätzen und zu schützen. Schon 1946 wurde beiden Personen zu Ehren am Ort ihres Wirkens mit einem Museum ein Denkmal gesetzt. Heute befindet sich der Ort im Umbruch – aus einer Gedenkstätte soll ein Ort des gelebten Arten- und Naturschutzes werden, ein Ort der Umweltpädagogik – ein modernes Museum, das das Verhältnis von Mensch und Tier in den Blick nimmt.

Lassen Sie sich von Museumsleiter Prof. (a.D.) Dr. Jochen Süss im Rahmen dieses Vortrags über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Brehm’schen Erbes informieren!

Nov
21
Di
Vortrag von Prof. Dr. Achim Aurnhammer in Weimar
Nov 21 um 18:00

Vortrag von Prof. Dr. Achim Aurnhammer (Freiburg i. Br.) – »Boccaccio in der Goethezeit«.

Lesung und Vortrag im KuKuNa Bad Tabarz mit Oybek Ostanov
Nov 21 um 19:30

„USBEKISTAN – Perle der Großen Seidenstraße“ – Vortrag im KuKuNa mit Oybek Ostanov

Einführung: Hanfried Victor, Bad Tabarz.

Usbekistan beeindruckt in der orientalischen Welt mit seiner langen und traditionsreichen Geschichte, seinen lebendigen nationalen Werten, seiner unvergesslichen Kultur mit alten und modernen Sitten und Gebräuchen. Im Laufe vieler Jahrhunderte diente Zentralasien über die große Seidenstraße als die wichtigste Kultur- und Handelsbrücke zwischen Orient und Okzident.

Erleben Sie dieses einzigartige Land in einer Mischung aus Multimedia-Vortrag und Lesung mit einem profunden und eloquenten Kenner des Landes. Oybek Ostanov ist in seiner Heimat selbständiger Reiseveranstalter, Reiseleiter und im usbekisch-deutschsprachigem Raum Literatur-Übersetzer und Autor in beiden Sprachen. (Mehr Info über ihn auf www.oybekostanov.com)

Oybek Ostanov ist Reiseleiter, Reiseveranstalter, Übersetzer u. Buchautor aus Samarkand.

Nov
24
Fr
Vortrag von Prof. Dr. Dr. Georg Schuppener in Gera
Nov 24 um 19:00

„Missbrauch germanischer Mythologie im Rechtsextremismus“. Vortrag von Prof. Dr. Dr. Georg Schuppener

Der Rechtsextremismus bezieht sich gern auf die germanische Mythologie und deutet sie im Sinne des Nationalsozialismus. Wegen dieses Missbrauchs wird das viel ältere Material heute in weiten Teilen der Gesellschaft stark tabuisiert. Dadurch bleibt es allerdings in der Deutungshoheit der Rechtsextremisten. Prof. Dr. Dr. Georg Schuppener forscht seit Jahren zu diesem Thema. In seinem Vortrag wird er die Grundzüge der germanischen Götterwelt erklären und deren politische Instrumentalisierung erläutern. Zudem wird er über die Verbindung und Abgrenzung von Neuheidentum und Rechtsextremismus sprechen.

Nov
25
Sa
Vortrag und Lesung zu Ferdinand Hardekopf in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Nov 25 um 14:30

Wir sind ins Leben eingeengt
wie in ein platzendes Kleid, …

»Ferdinand Hardekopf – der letzte Bohemien, eine Wiederentdeckung« – Vortrag und Lesung mit Heidelore Kneffel und Karin Kisker.

Der unbekannte Hanns Eisler – eine Lange Nacht im Theaterhaus Jena
Nov 25 um 18:00

WortKlang – Lyrik im Konzert
Wie die „Lange Peter-Weiss-Nacht“ im Vorjahr ist auch die Eisler-Nacht ein Kunstsparten übergreifendes Projekt. So werden Filme gezeigt, u.a. Ein Komponistenporträt Hanns Eislers von Peter Hamm. Der Film von Joris Ivens und Hanns Eisler „14 Arten den Regen zu beschreiben“ und „Kuhle Wampe“.
Musikalisch begleitet wird der Abend von dem  Duo Augst & Daemgen  und Sven-Åke Johansson

Augst & Daemgen  featuring Jörg Fischer, Drums Programm: MARX   Sven-Åke Johansson.
Eisler- Lieder singt Ursula Thurmaier begleitet von Paul Rivinius.
In Zusammenarbeit mit der Jazzmeile spielen und improvisieren Hannes Zerbe und Gerhard Kubach Eisler-Lieder.

Sprecher ist der Schauspieler des Jenaer Theaterhauses Leander Gerdes.

Moderation: Christine Hansmann; Dr. Dietmar Ebert.

Dez
5
Di
Dante-Lesung und Vortrag von Martin Stiebert in Jena
Dez 5 um 19:30

Wege zum Paradies. Dante und seine modernen Übersetzer (Teil 2) – Lesung und Vortrag von Sprechsteller Martin Stiebert.

Dez
6
Mi
Ilse-Aichinger-Lesung und -vortrag mit Martin Stiebert in Jena-Lobeda
Dez 6 um 18:30

Die größere Hoffnung. Ilse Aichinger zum Gedächtnis – Lesung und Vortrag mit Sprechsteller Martin Stiebert.

Dez
13
Mi
Vortrag von Dr. Dietmar Ebert und Lesung von Christine Hansmann in der Villa Rosenthal Jena
Dez 13 um 20:00

»Stefan George in der Villa Rosenthal« – Vortrag von Dr. Dietmar Ebert.

»Lyrik Stefan Georges« – Lesung von Christine Hansmann.

Dez
14
Do
Vorstellung neuer Handschriften im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar
Dez 14 um 17:00

Neue Handschriften im Goethe- und Schiller-Archiv – vorgestellt von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Archivs.

Neben drei Briefen von Christoph Martin Wieland an Katharina von Hillern bereichern u. a. neun Briefe von Goethes Schwiegertochter Ottilie den Bestand. Insbesondere die Korrespondenz mit ihrer Freundin Charlotte Hardmuth zeichnet ein sehr persönliches Bild Ottilies in ihren letzten Lebensjahren. Des Weiteren zeigen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Archivs einen bisher unbekannten, eigenhändigen Brief Goethes an einen unbekannten Empfänger, der aus einer Pariser Autographenhandlung stammt. Interessierte sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.

Vortrag über die Fruchtbringende Gesellschaft von Dr. Frank Boblenz in Weimar
Dez 14 um 18:00

»Zu den ersten Jahrzehnten der Fruchtbringenden
Gesellschaft im Herzogtum Sachsen-Weimar« –
Vortrag von Dr. Frank Boblenz

400 Jahre sind seit der in Weimar erfolgten Gründung der Fruchtbringenden Gesellschaft vergangen. Aus diesem Anlass widmet sich Frank Boblenz in seinem Vortrag den Anfangsjahren der ersten und größten neuzeitlichen deutschen Sprachgesellschaft. Vorrangiges Ziel der auch als Palmenorden bezeichneten und nach italienischem Vorbild gegründeten Korporation war die Pflege der hochdeutschen Sprache und das ehrenhafte Verhalten seiner Mitglieder. Die Umsetzung erfolgte unter dem Motto „Alles zu Nutzen“ und trug im wahrsten Sinne des Wortes reiche Früchte.

Frank Boblenz, Archivar und Historiker in Sömmerda und Weimar, beschäftigt sich seit 1990 mit neuzeitlichen Weimarer Autoren und Regenten sowie der Geschichte der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Seit der zweiten Hälfte der 1990er Jahre gilt das Interesse darüber hinaus verstärkt der Fruchtbringenden Gesellschaft. 2004 war er zugleich einer der Ersten bei der Rettung der Bücher am 2. September. Er wird neue Erkenntnisse zur zeitweise umstrittenen Gründungsgeschichte des Palmenordens darlegen und auf Aktivitäten der Fruchtbringer in den Anfangsjahren der Gesellschaft in Weimar eingehen. Bisher ist dieser Zeitabschnitt nur ungenügend erforscht, obwohl es bereits in Thüringen vor 1651 – als Weimar nach Köthen zweiter Sitz der Gesellschaft unter Herzog Wilhelm IV. wurde – zu einem entsprechenden Austausch unter den Mitgliedern bis hin zu Gesellschaftstreffen kam. Nicht zuletzt führte dies zu einer Bereicherung der herzoglichen Bibliothek, was bis heute nachwirkt.

Dez
16
Sa
Vortrag und Lesung zu Toyotama Tsuno in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode
Dez 16 um 14:30

»Eine Wolke liebestrunkener Schmetterlinge« – Gedichte der Japanerin Toyotama Tsuno (1896-1928) vorgetragen von Heidelore Kneffel und Karin Kisker mit Naturbildern von Heinke und Rolf Richter.

Jan
14
So
Vorstellung von Poeten der griechischen und römischen Antike in der Dichterstätte »Sarah Kirsch« in Limlingerode
Jan 14 um 14:30

»Enchiridion poetarum clarissimorum«
Vorstellung von Poeten der griechischen und römischen Antike

Vorstellung von Poeten der griechischen und römischen Antike aus dem im Jahr 1502 in Erfurt gedrucktem Buch „Enchiridion poetarum clarissimorum“, einer Dichter-Anthologie des Nicolaus Marschalk aus Roßla, entstammend der ehemaligen Klosterbibliothek „Himmelgarten“ bei Nordhausen. Einige der im  Buch vorgestellten Dichter werden in einer Lesung zu Wort kommen.

mit Eröffnung der HausART Nr. 1/2018: Heidelore Kneffel, Nordhausen, „Marmoriertes Papier“ – von Hand mit Ölfarben verzierte Papierbögen als Büchereinbände /Vorsatzpapiere“  200 €

Jan
17
Mi
Vortrag von Christian Schwägerl in der Villa Rosenthal in Jena
Jan 17 um 19:30

Finissage. „Das Anthropozän: Die Menschenzeit“.

Vortrag von Christian Schwägerl

Moderation: Mario Osterland

Der Begriff „Anthropozän“ entstand erst Jahre nach Heiner Müllers Tod. Doch die menschliche Hybris, die im Zentrum der Debatte steht, fügt sich nahtlos in den Kosmos der „Hamletmaschine“ ein.

Der renommierte Wissenschaftsjournalist Christian Schwägerl (Der Spiegel) beschreibt, wie Menschen den Planeten Erde in atemberaubender Geschwindigkeit verändern. Der Mensch erschafft neue Landschaften, greift in das Weltklima ein, leert die Meere, erzeugt neuartige Lebewesen. Aus der Umwelt wird eine „Menschenwelt“ – doch sie ist geprägt von Kurzsichtigkeit und Raubbau. Entwickeln wir nun die Reife, unsere Macht für eine lange Zukunft zu nutzen? Christian Schwägerl zeigt auf, warum sich vor allem die Menschen im Westen im Konsum mäßigen und zugleich die Kräfte der Wissenschaft neu mobilisieren müssen.

 

AUSSTELLUNGSINFORMATION

Die Zeit ist aus den Fugen.

Müller / Hamlet / Maschine

Die Welt scheint zu entgleisen. Die politischen Vorbeben machen fassungslos. War die Hoffnung auf gesellschaftlichen Fortschritt eine Illusion? Sollen wir jetzt eingreifen? Oder Zuflucht im Privaten suchen?

Ausgehend von politischen Überlegungen, die uns bestens vertraut sind, schreibt Heiner Müller 1977 „Die Hamletmaschine“: einen der radikalsten Texte der deutschen Literatur. In fünf Monologen auf gerade einmal neun Druckseiten tranchiert Müller die Gegenwart und sich selbst. Vom Verrat der Intellektuellen handelt sein Stück, vom Ende der Utopien, von der Rebellion der Frauen, vom Selbstekel der Privilegierten, von Suizid, Kybernetik, der Auflösung der Identitäten. Die letzte Szene endet mit dem Wunsch, die ganze Welt ungeschehen zu machen – und einem Zitat der Charles-Manson-Family.

In diesem Koordinatennetz bewegt sich die Ausstellung. Die Techniken und das Material der Arbeiten reichen von Malerei und Grafik über Objekte aus Holz oder Keramik bis zu Videoinstallationen. Dazu gibt es ein vielseitiges Rahmenprogramm.

Teilnehmende Künstler: Andreas Berner, Gernot Ehrsam, Michael Ernst, Cosima Göpfert, Kinga Tóth, Andreas Leonhardt, Martin Neubert, Alexander Neugebauer, Ana Maria Vallejo.

Jan
24
Mi
Vortrag von Robert Menasse in Jena
Jan 24 um 19:00

Hegel-Lecture 2018 – Robert Menasse erzählt eine »Kurze Geschichte der europäischen Zukunft«

 

Am Mittwoch, 24. Januar, 19 Uhr spricht der österreichische Autor Robert Menasse im Hörsaal 2 am Campus der Friedrich-Schiller-Universität Jena über die Zukunft Europas. In seinem Vortrag wirbt Menasse für ein »Europa der Regionen« und erteilt dem Wiedererstarken der Nationalstaaten eine klare Absage. Der Eintritt ist frei. Nach der Veranstaltung findet eine Signierstunde statt.

Seit 2011 laden das Kolleg Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar und das Institut für Philosophie der Friedrich-Schiller-Universität Jena jährlich einen international renommierten Vertreter der Geisteswissenschaften zur Hegel-Lecture an die Universität in Jena ein. Im Zentrum der Vorträge stehen Kernfragen und Schlüsselthemen der Philosophie im 21. Jahrhundert: innovative Gedanken zur Moderne, Freiheit und Gerechtigkeit, zum Naturverständnis, dem Dialog der Kulturen oder zur Globalisierung.

Robert Menasse, geboren 1954 in Österreich, bezieht sich in seinem literarischen Schaffen wiederholt auf Hegels »Phänomenologie des Geistes«, insbesondere in der »Trilogie der Entgeisterung«. Zuletzt erregte der Autor mit seinem Buch »Die Hauptstadt« (Suhrkamp-Verlag, 2017) Aufmerksamkeit. Menasse schildert darin das Bemühen einiger Beamter in der Brüsseler Europa-Bürokratie, den Geburtstag der EU-Kommission pompös und in Anwesenheit von Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz zu feiern. Die Kritik feierte das Buch als ersten Roman über die Europäische Union. Menasse erhielt dafür den Deutschen Buchpreis 2017.

 

Kontakt in Jena:

Prof. Dr. Klaus Vieweg
Institut für Philosophie der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Zwätzengasse | 07743 Jena
Tel.: 03641 | 944140
E-Mail: klaus.vieweg@uni-jena.de

Jan
25
Do
Vortrag von Charlotte Szász und Martin Küpper in Weimar
Jan 25 um 19:00

»Materialismus heute« – Charlotte Szász und Martin Küpper setzen Vortragsreihe des Kollegs Friedrich Nietzsche fort

 

Am Donnerstag, 25. Januar, 19 Uhr, findet der nächste Vortrag des Kollegs Friedrich Nietzsche in der Reihe »Fellows in Residence im Hause Nietzsche« statt. Im Vortragssaal des Goethe-Nationalmuseums sprechen Charlotte Szász und Martin Küpper über die Wiederbelebung des philosophischen Materialismus. Statt eine fragmentierte Wirklichkeit zu beklagen, streben die heutigen Anhänger des Materialismus nach »ganzheitlichen« Lösungen für gesellschaftliche Probleme. Der Vortrag mit anschließender Diskussion fragt nach der Eignung materialistischer Konzepte für diese Zielstellung und nach der Rolle der Philosophie.

Die Vortragsreihe »Fellows in Residence im Hause Nietzsche« bietet ehemaligen Fellows des Kollegs die Möglichkeit, ihre Arbeiten aus der Zeit ihres Aufenthalts in Weimar oder auch aktuelle Projekte der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Charlotte Szász studierte Philosophie und Geschichtswissenschaften in Berlin, Amsterdam und Paris. Seit 2014 arbeitet sie im Zentrum für Literaturforschung an der Edition von Susan Taubes Nachlass. Ihr gegenwärtiger Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte der Geschichts- und Religionsphilosophie am theologischen Krisenbegriff der »Eschatologie«.

Martin Küpper studierte Philosophie und Geschichte in Bergen, Berlin und Potsdam. Er ist im Vorstand der Gesellschaft für dialektische Philosophie tätig und Redakteur der Zeitschrift »Aufhebung«. Zu seinen Arbeits- und Publikationsschwerpunkten gehören die Geschichte und die Theorie der Dialektik und des Materialismus.

Jan
31
Mi
Vortrag von Dr. Sascha Salatowsky auf Schloss Friedenstein in Gotha
Jan 31 um 18:15

»Valentin Schmalz – ein ,Ketzer‘ aus Gotha« Vortrag von Dr. Sascha Salatowsky.

Der aus Gotha gebürtige Valentin Schmalz schloss sich früh der antitrinitarischen Bewegung in Polen an, die mit Fausto Sozzini (1539–1604) ihre repräsentative Hauptfigur gefunden hatte. Der Antitrinitarismus war eine aus Sicht der etablierten Konfessionen »ketzerische« Bewegung, da er alle wichtigen Glaubensartikel der Katholiken und Protestanten – wie die Trinitäts-, Rechtfertigungs- und Zwei-Naturen-Lehre Christi – ablehnte, stattdessen ein undogmatisches Christentum mit einer Konzentration auf den praktischen Lebensvollzug vertrat. Aus heutiger, wissenschaftlicher Sicht gilt freilich die Einschätzung, dass der Antitrinitarismus ein Entwickler moderner Gedanken par excellence gewesen ist. Der Vortrag zeichnet Leben und Werk von Valentin Schmalz nach, der nach Sozzinis Tod zu einem der wichtigsten Repräsentanten dieser Bewegung werden sollte, und führte in die historischen Umstände um 1600 ein.

Sascha Salatowsky studierte Philosophie und Germanistik an der Freien Universität Berlin. Die Promotion in Philosophie erfolgte 2004 zur Rezeption von Aristoteles‘ Seelenlehre in der Frühen Neuzeit. Von 2009 bis 2011 führte er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Philipps-Universität Marburg das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschungsprojekt »Die Philosophie der Sozinianer. Transformationen zwischen Renaissance-Aristotelismus und Frühaufklärung« durch. Von 2011 bis 2017 war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG-Projekt »Ausbau der Forschungsbibliothek Gotha zu einer Forschungs- und Studienstätte für die Kulturgeschichte des Protestantismus in der Frühen Neuzeit« tätig. Seit August 2017 ist er Wissenschaftlicher Referent für das Veranstaltungsprogramm und die Öffentlichkeitsarbeit der Forschungsbibliothek Gotha.
Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit, den Abend mit angenehmen Gesprächen und einem Getränk ausklingen zu lassen.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei; um eine Spende für den Freundeskreis wird jedoch gebeten.

Feb
15
Do
Vortrag von Dr. Klaus Ceynowa in Weimar
Feb 15 um 18:00

Research  Library Reloaded? – Überlegungen zur Zukunft der geisteswissenschaftlichen Forschungsbibliothek. Vortrag von Dr. Klaus Ceynowa,  Generaldirektor der BSB München.

Feb
20
Di
Vortrag von Dr. Antje Neumann in Weimar
Feb 20 um 17:30

Großherzog Carl Alexander im Spiegel seines Tagebuchs – Vortrag von Dr. Antje Neumann.

Vortrag von Prof. Dr. Uwe Hentschel in Weimar
Feb 20 um 18:00

»Die Utopie von der vernünftigen Lust. Erotische Literatur des 18. Jahrhunderts « – Vortrag von Prof. Dr. Uwe Hentschel (Chemnitz, Berlin).

Feb
21
Mi
Vortrag von Harald Welzer in Zella-Mehlis
Feb 21 um 20:00

Wirtschaftswachstum – Klimawandel – Flüchtlingswellen – (Rechts)Populismus. In welcher Gesellschaft wollen wir leben?
Zur zweiten Veranstaltung im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe »Querdenken« ist es gelungen, einen der derzeit prominentesten Querdenker im deutschsprachigen Raum einzuladen. Mit Harald Welzer kommt nicht nur ein streitbarer Zukunftsforscher mit glasklarem Blick auf die ökologisch bedingten Dissonanzen unserer gegenwärtigen (Politik)Kultur, sondern auch ein brillanter Redner, dem man sich nur schwer entziehen kann. Mit gleichsam provokativen wie auch belegbaren Thesen und daraus entwickelten Vorschlägen geht Welzer Wege für uns vor, die in naher Zukunft so oder ähnlich nicht nur vorstellbar, sondern auch sehr wahrscheinlich sind.

Querdenken ist eine neue Veranstaltungsreihe der Zeitung »Freis Wort« mit dem Projekt Aufwind, dem Verein Provinzkultur e.V. und der HCS Medienwerk GmbH – freundlich unterstützt von der WTA Carsten Weser GmbH. Angesichts weltweiter globaler Umwälzungen, tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen und unsicheren Zukunftsszenarien regen wir den intermedialen Diskurs in unserer Heimatregion an und stellen alternative Denk-, Wirtschafts-, Bildungs- und Lebensmodelle vor.

Feb
22
Do
Lesung und Vortrag zu Franz Fühmann in der Dichterstätte »Sarah Kirsch« in Limlingerode
Feb 22 um 14:30

Der Poet Franz Fühmann (1922-1984) in Gedichten und Prosa
Seit 1997 erklingen Gedichte im Dorf, anfangs im Dorfgemeinschaftshaus, in dem auch die Geburtsstunde der „Limlingeröder Diskurse“ stattfand.

„Ecce poeta – siehe, da ist ein Dichter!“ Der mit der Dichterin Sarah Kirsch befreundete Poet Franz Fühmann (1922-1984) in Gedichten und Prosa.

Feb
23
Fr
Vortrag von Dorothee Nolte im Haus Dacheröden in Erfurt
Feb 23 um 19:00

Caroline von Humboldt – Zum 252. Geburtstag. Ein Vortrag von Dorothee Nolte mit musikalischer Umrahmung.

Mrz
2
Fr
Festkolloquium zu Ehren von Prof. em. Gerhard R. Kaiser in Jena
Mrz 2 – Mrz 3 ganztägig

Im Zuge des »spatial turn« hat sich seit Ende des letzten Jahrhunderts der Begriff bzw. die Anschauungsform des Raumes in den Geistes- und Kulturwissenschaften als ein zentrales Paradigma hermeneutischer wie theoretischer Arbeit herausgebildet. Bei der Frage, wie Räume literarisch bzw. ästhetisch erfahren, dargestellt und transformiert werden, stößt man auf den älteren, vor allem aus der Kunstgeschichte bekannten Begriff der »Landschaft«.

Dieser Begriff der »Landschaft« ist außerordentlich fruchtbar für das Verständnis der Genese der ästhetischen Moderne im Ereignisraum Weimar-Jena um 1800: Imaginationen bzw. Bilder von vergangenen und gegenwaärtigen Landschaften spielen im Kontext der kreativen Eruptionen der Goethezeit eine ganz besondere Rolle für die Konstitution moderner Pratiken bzw. Begriffe von Literatur und Kunst, die bis in unsere Gegenwart wirksam sind.

Die Kultivierung von naturhafter Umwelt im Phänomen der »Landschaft« erweist sich für Künstler, Philosophen und Dichter der Moderne seit dem 18. Jahrhundert als hochgradig sensibler Reflexionsraum, um die Ordnungen von Natur und Kultur neu zu erkunden und dabei zentrale Begriffe wie das Selbst oder die Gesellschaft auch als Ereignishorizonte landschaftlicher Gestaltung zu verstehen.

Das Kolloquium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena findet zu Ehren von Prof. em. Gerhard R. Kaiser anlässlich seines 75. Geburtstages am 2.3.2018 vom 2. bis 3. März 2018 statt. Gerhard R. Kaiser gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen Komparatisten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er hat das intellektuelle Profil des Instituts für Germanistische Literaturwissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und darüber hinaus der Vergleichenden Literaturwissenschaft im gesamten deutschsprachigen Raum über viele Jahrzehnte hinweg entscheidend geprägt.

 

Programm
2. März 2018 (Kleiner Rosensaal)

 

14.00 Uhr 14.30 Uhr

Begrüßung und Einführung (Jan Urbich, Braunschweig)

14:30 Uhr

Stephan Pabst (Jena)

Landschaften des Vergessens. Lutz Seilers Poetik.

15:00 Uhr

Pause

15:15 Uhr

Stefan Matuschek (Jena)

Staatliche Seelenlandschaft. Hilbig’s »Aufbrüche«.

15.45 Uhr

Thomas Egel (Weimar)

Vergil in Goethes Gartenlandschaften.

16.15 Uhr

Pause

16:30 Uhr

Helmut Hühn (Jena)

Goethes »Gesang der Geister über den Wassern«.

18:00 Uhr

ABENDVERANSTALTUNG IN SCHILLERS GARTENHAUS (SCHILLERGÄßCHEN 2)

Lesung mit Wolfgang Haak (Weimar),
Wulf Kirsten (Weimar) und
Ingeborg Stein (Weimar)

 

3. März 2018 (Kleiner Rosensaal)

 

09.30 Uhr

Monika Schmitz-Emans (Bochum)

Buch-Landschaften. Zu Konvergenzen zwischen Landschaftsästhetik und Buchkunst.

10.00 Uhr

Wilfried Lehrke (Weimar)

Der gelebte Raum.

10.30 Uhr

Peggy Gehrmann (Köln)

Zwischen Kandiswiese und Limonadenstrom. Das Reich poetischer Schau in E.T.A. Hoffmanns »Nußknacker und Mausekönig«.

11:00 Uhr

Pause

11:30 Uhr

Friedrich Wolfzettel (Gießen)

Chateaubriand: Die Apologie des Christentums im Zeichen des Erhabenen.

12:00 Uhr

Günter Oesterle (Gießen)

Vom Weg abkommen: Die romantische Wildnis.

12:30 Uhr

Mittagspause

13:30 Uhr

Lothar Ehrlich (Weimar)

Paris – theatralischer Raum in Grabbes »Napoleon oder die hundert Tage« (1831).

14:00 Uhr

Wolfgang Braungart (Bielefeld)

Noch einmal: Komm in den totgesagten park und schau… Eine interpretatorische Notiz und ein Hinweis auf ein vielleicht noch offenes Forschungsproblem.

14:30 Uhr

Pause

15:00 Uhr

Steffen Dietzsch (Berlin)

Aragons »Pariser Landleben« (»Le Paysan de Paris«) als Stadt-Natur der Moderne.

15:30 Uhr

Stéphane Michaud (Paris)

Ein Bild aus der Pariser Landschaft in der jüngsten Dichtung von Michel Deguy.

16:00 Uhr

Pause

16:30 Uhr

Dieter Burdorf (Leipzig)

»sind das die bäume oder ist das der regen«. Einige Beobachtungen zur Naturlyrik der Gegenwart.

17:00 Uhr

Jan Röhnert (Braunschweig)

Wind und Baum. Persische Landschaft im Kino Abbas Kiarostamis.

17:30 Uhr

Pause

17:45 Uhr

Abschlussgespräch

 

Zur Tagung

 

Das Kolloquium wird ermöglicht durch Mittel der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Schiller- Universität Jena.

Tagungsleitung:

Jan Röhnert/ Jan Urbich TU Braunschweig
Institut für Germanistik Bienroder Weg 80
38106 Braunschweig
Mail: jan_urbich@yahoo.de

Ansprechpartner an der FSU Jena:

Cornelia Wagener (Sekretariat Stefan Matuschek) Institut für Germanistische Literaturwissenschaft Frommannsches Anwesen (R. 122) Fürstengraben 18,
07743 Jena
Mail: cornelia.wagener@uni-jena.de

Mrz
8
Do
Vortrag und Buchvorstellung mit Prof. Dr. Heiner Boehnke, Hans Sarkowicz und Dr. Jochen Seng in Weimar
Mrz 8 um 18:00

»Ich hatte von meinem Großvater wenig reden hören« – Monsieur Göthe. Goethes unbekannter Großvater.

Vortrag und Buchvorstellung mit Prof. Dr. Heiner Boehnke, Hans Sarkowicz und Dr. Jochen Seng.

Apr
12
Do
Veranstaltung anläßlich des 200. Geburtstags Walther Wolfgang von Goethes in Weimar
Apr 12 um 18:00

Unruhe und das ganze Durcheinander. Veranstaltung anläßlich des 200. Geburtstags Walther Wolfgang von Goethes mit Steffi Bänger -Sprecherin und Autorin, Stephan Heinemann – Bariton, Konstanze Hollitzer – Klavier (Leipzig).

Vortrag und Gespräch zu Gerhard Altenbourg im Lindenau-Museum Altenburg
Apr 12 um 18:30
Zur Aktualität Gerhard Altenbourgs
Vortrag und Gespräch

Ein Vortrag »Gerhard Altenbourg und Gottfried Benn« von Dr. Anita Beloubek-Hammer und ein Gespräch zur Aktualität Altenbourgs mit Dr. Eduard Beaucamp, Dr. Anita Beloubek-Hammer, Dr. Christa Grimm und Hans-Joachim Würbach,

Moderation: Dr. Roland Krischke.

In Kooperation mit der Karl-Jaspers-Gesellschaft Oldenburg.

Apr
17
Di
Vortrag von Prof. Dr. Frieder von Ammon in Weimar
Apr 17 um 18:00

»Goethes Fluchten« – Vortrag von Prof. Dr. Frieder von Ammon (Leipzig).

Apr
18
Mi
Vortrag von Dr. Annette Seemann in Weimar
Apr 18 um 18:00

Die Wahlverwandtschaften. Über die realen Vorbilder der Frauenfiguren in Goethes Roman – Vortrag von Dr. Annette Seemann.

Vortrag von PD Dr. Stefan Höppner und Ulrike Trenkmann in Weimar
Apr 18 um 18:00

Unverlangt eingesandt. Die Briefe an Goethe als Quelle für die Erforschung seiner Bibliothek –  Vortrag von PD Dr. Stefan Höppner und Ulrike Trenkmann (beide Weimar)

 

Ein wesentlicher Teil von Goethes Privatbibliothek besteht aus Einsendungen anderer – von Gelegenheitsgedichten bis hin zu literarischen Werkausgaben und naturwissenschaftlichen Zeitschriften. Stefan Höppner und Ulrike Trenkmann, die derzeit die Bibliothek im digitalen Katalog Goethe Bibliothek Online neu zugänglich machen, stellen ihre Arbeit vor und zeigen, warum die im Goethe- und Schiller-Archiv entstehende Regestausgabe der Briefe an Goethe ihre wichtigste Quelle ist, wenn es um die Einsender der Bücher geht. Darüber hinaus diskutieren sie, wie sich die dabei gewonnenen Daten in digitalen Auswertungen nutzen lassen, die ganz neue Blicke auf die Bibliothek und das Netzwerk von Goethes persönlichen Beziehungen erlauben.

Stefan Höppner ist Leiter des Projektes Autorenbibliotheken im Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel. Er ist außerdem Privatdozent für Neuere deutsche Literatur an der Universität Freiburg und Adjunct Associate Professor of German Studies an der University of Calgary, Kanada.

Ulrike Trenkmann ist Bibliothekarin im Projekt Autorenbibliotheken. Sie studierte Archäologie, Anthropologie und Geologie an der Friedrich-Schiller Universität Jena und in Wien, Bibliothekswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und promovierte im Februar im Fach vor- und frühgeschichtliche Archäologie an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Apr
19
Do
Vortrag von Dr. Hans-Dieter Mück in Weimar
Apr 19 um 19:30

»Nicht modisch, aber zeitgemäß sein« – Carl Alexanders ›Großherzogliche Kunstschule‹ in Weimar. Die wichtigsten Lehrer und Schüler (1860 –1901). Ein Vortrag von Dr. Hans-Dieter Mück (Utenbach) mit 170 Lichtbildern.

Apr
20
Fr
Frühjahrstagung »Flucht-Exil-Migration« der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft in Weimar
Apr 20 um 17:00 – 20:00

17.00Uhr

Musikalischer Auftakt
AURELIA STREICHQUARTETT

Grußwort der Präsidentin der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft
CLAUDIA OLK

Grußwort des Weimarer Oberbürgermeisters
STEFAN WOLF

Eröffnungsvortrag (in deutscher Sprache)
ANNE FLEIG (Berlin)
Krieg und Migration – Shakespearebezüge
in Schillers Wallenstein
Einführung: CLAUDIA OLK

AURELIA STREICHQUARTETT

18:30
DOROTHEE ELMIGER
liest aus ihrem Roman »Schlafgänger«. (in deutscher Sprache)

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Apr
21
Sa
Frühjahrstagung »Flucht-Exil-Migration« der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft in Weimar
Apr 21 um 08:30 – 23:00

08.30
Morgenspaziergang zum Shakespeare-Denkmal
Treffpunkt: Herzogin Anna Amalia Bibliothek

09.30
VORTRAG (dt.)
KAI WIEGANDT (Berlin/Tübingen)
Shakespeare im und über Exil:
Die Robben Island –Bible
Einführung: DIETER FUCHS

10.30 –11.00 Kaffeepause

11.00 VORTRAG (dt.)
ALEXANDER SCHUNKA (Berlin)
Ha Banishment!
Migration und Exil in Shakespeares Europa
Einführung: BETTINA BOECKER

12.00 VORTRAG (engl.)
DAVID SCHALKWYCK (London):
Its Storms and Drops: Bonds and Chains
in The Comedy of Errors
Einführung: ROLAND WEIDLE

13.00 Mittagspause

14.30 VORTRAG (dt.)
CHRISTINA WALD (Konstanz)
Shakespeares Schutzflehende: Paradoxien des Exils
in Coriolanus
Einführung: FELIX SPRANG

15.30 VORTRAG (engl.)
PETER MEINECK (New York)
Imagine that you see the wretched strangers:
Shakespeare, the Greeks and empathy for the
exiled
Einführung: ANNE ENDERWITZ

16.30 Kaffeepause

17.00 Theater und Migration
Ein Podium mit AMELIE DEUFLHARD,
ELMIRA GHAFOORI, WOLF-DIETER JUST
und DOROTHEA REINICKE
Moderation: ANNE ENDERWITZ und FELIX SPRANG

19:30 Deutsches Nationaltheater, Großes Haus
WILLIAM SHAKESPEARE
Ein Sommernachtstraum
Regie: JAN NEUMANN
anschließend Publikumsgespräch

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Apr
22
So
Frühjahrstagung »Flucht-Exil-Migration« der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft in Weimar
Apr 22 um 09:00 – 13:00

9.00 –10.30
MITGLIEDERVERSAMMLUNG
1. Bericht der Präsidentin
2. Bericht des Schatzmeisters
3. Aussprache über die Arbeit der Gesellschaft

11.00 –13.00
Ort: Bauhaus-Universität Weimar, Audimax
Grußwort des Präsidenten der Bauhaus-Universität
WINFRIED SPEITKAMP

Verleihung des Martin-Lehnert-Preises

FESTVORTRAG (engl.)
HOMI BHABHA (Cambridge, Mass.)
On Dignity and Death: The Literature of Survival
Einführung: CLAUDIA OLK

 

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Vortrag von Homi Bhabha im Audimax der Bauhaus Universität Weimar
Apr 22 um 11:00
  • Grußwort des Präsidenten der Bauhaus-Universität Winfried Speitkamp
  • Einführung von Claudia Olk, Präsidentin der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft

»On Dignity and Death: The Literature of Survival«

Festvortrag von Prof. Dr. Homi K. Bhabha
(Cambridge, Massachusetts)
(Vortrag in englischer Sprache)

Die diesjährigen Shakespeare-Tage in Weimar widmen sich dem aktuellen Thema Flucht-Migration-Exil. Den Festvortrag am Sonntag, dem 22.4.2018, wird zu diesem Anlass einer der einflussreichsten Theoretiker des Postkolonialismus halten.

Homi Bhabha ist Professor an der Harvard Universität in Cambridge, USA. Er ist ein wesentlicher Denker der postkolonialen Studien und seine Forschung ist weit über den akademischen Kontext hinaus bekannt.

Prof. Bhabha leitet in Harvard das interdisziplinäre Forschungszentrum Mahindra Humanities Center und wurde für seine Arbeit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Sein Schlüsselbegriff der Hybridität zielt darauf ab, nicht nur Oppositionen zwischen dem Eigenen und dem Fremden zu beschreiben, sondern auch Prozesse des Austausches und der produktiven Auseinandersetzung. Seine Arbeit setzt damit wichtige theoretische Impulse, wie sich das Andere denken lässt, ohne in vorgefertigte Kategorien zu verfallen.

 

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