Christoph Meckel in Erfurt – Eine Kindheit in der unmittelbaren Nachkriegszeit
3 : Schulausflug/in der Umgebung des Petersbergs

Person

Christoph Meckel

Ort

Erfurt

Themen

Thüringen im Nationalsozialismus

Von 1945 bis zum Ende der DDR

Autor

Patrick Siebert

Die Exkursion entstand im Rahmen eines Projekts der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V.

Ein improvisierter Schulausflug sticht heraus aus den Erinnerungen, war er doch ein deutlicher, wenn auch wiederum nicht unbedingt freudvoller, Ausbruch aus dem Alltag der »Nachkriegskindheit«. Ein Bus, Meckel nennt ihn eine »autobusähnliche Arche auf Rädern« brachte dreißig Kinder zu einem Gasthof, der grasgrüne Waldmeisterbrause verkaufte, das war ein Erlebnis für mich, ein Triumph für alle. Der Bus fuhr leer wieder nach Erfurt zurück und ließ die Kinder mit ihrem Lehrer allein. Dieser verschwand in der Gasthofküche und kehrte nicht wieder zurück. Die Kinder suchten, doch fanden sie ihn nicht. Meckel schreibt: Die Kinder standen in nichts als Gegend da – mit ihren Rucksäcken, den geschmierten Broten –, als der Lehrer auf einem Motorrad an ihnen vorbeifuhr, auf dem Hintersitz eine Frau, die sich an ihm festhielt, sie schrie und lachte und winkte wie er. Die Kinder entschlossen sich schließlich, zu Fuß den Heimweg anzutreten. Keines der vorbeifahrenden Autos hielt.

 Christoph Meckel in Erfurt – Eine Kindheit in der unmittelbaren Nachkriegszeit:

  1. Das Haus der Großeltern in der Viktor-Scheffel-Straße
  2. Himmelspforte in der Marktstraße 6
  3. Schulausflug/in der Umgebung des Petersbergs
  4. Sankt-Martins-Fest am Domplatz

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