»Schiller, Schlegel & Co.« –
Literatur- und Geistesgeschichte in Jena um 1800

Personen

Friedrich von Hardenberg (Novalis)

Friedrich Schlegel

August Wilhelm Schlegel

Johann Wolfgang von Goethe

Friedrich von Schiller

Ort

Jena

Thema

Literarisches Thüringen um 1800

Autor

André Schinkel

Die Exkursion entstand im Rahmen eines Projektes der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V.

Jena hat, als alte Kul­tur- und Uni­ver­si­täts­stadt, eine atem­be­rau­bende Lite­ra­tur- und Geis­tes­ge­schichte zu bie­ten, die teils zu Unrecht ein wenig im Schat­ten des Wei­ma­rer Ruhms liegt, zumal, wenn man sich vor Augen führt, dass ein Grund­im­puls, der zur Wei­ma­rer Klas­sik hin-führt, die Ver­ein­ba­rung einer för­dern­den und kri­ti­schen Zusam­men­ar­beit zwi­schen Schil­ler und Goe­the näm­lich, 1794 in Jena gesetzt wurde.

In vie­ler Hin­sicht war die Jenaer Uni­ver­si­tät ein Hort und Magnet des Geis­tes, eine Tat­sa­che, die sich in gleich meh­re­ren Epo­chen ver­fol-gen lässt, am ein­drück­lichs­ten wohl in der Zeit um 1800, als sich hier die Köpfe der Klas­sik und Früh­ro­man­tik wie auch des deut­schen Idea­lis­mus ein­fan­den. Eine wei­tere Blüte erlebte die ehr­wür­dige Alma mater am Beginn der Moderne: in den Jahr­zehn­ten vor und um 1900 wirk­ten u. a. Carl Zeiss, Rudolf Eucken und Ernst Haeckel in der Stadt.

Unser Rund­gang beginnt des­halb nicht von unge­fähr am Denk­mal des Grün­ders der Uni­ver­si­tät auf dem Markt, der als »Hanfried« zugleich einer der zen­trals­ten Treff­punkte Jenas ist. Johann Fried­rich I. von Sach­sen, regte 1547 nach dem Ver­lust der säch­si­schen Kur­würde und der Wit­ten­ber­gi­schen Uni­ver­si­tät infolge des Schmal­kal­di­schen Krie­ges von sei­nem neuen Sitz in Wei­mar aus die Grün­dung einer »Hohen Schule« in Jena an und hat somit, auch wenn die eigent­li­che Grün­dung erst nach sei­nem Tod 1558 statt­fand, als ihr geis­ti­ger Vater zu gel­ten.

Vor allem zwi­schen 1789 (dem Jahr der Beru­fung Schil­lers als Geschichts­pro­fes­sor) und 1810 galt sie als die bedeu­tendste Uni­ver­si­tät in deut­schen Lan­den, als regel­rechte »Manu­fak­tur des Geis­tes«. Neben Schil­ler gehör­ten mit A. W. Schle­gel, Schel­ling, Fichte und Hegel einige der füh­ren­den Den­ker der Epo­che zu ihrem Per­so­nal, zähl­ten Höl­der­lin und Nova­lis zu ihren Stu­den­ten. Ihrer Anzie­hungs­kraft ist auch die erste Künst­ler­kom­mune Deutsch­lands um die Schle­gels zu ver­dan­ken, die die Jenaer Alt­stadt somit zum Zen­trum der früh­ro­man­ti­schen Bewe­gung erkor.

 »Schiller, Schlegel & Co.« –
Literatur- und Geistesgeschichte in Jena um 1800:

  1. Das Haus Markt 23
  2. Rathausgasse
  3. Eichplatz
  4. Johannisstraße und Johannistor
  5. Inspektorhaus am Botanischen Garten
  6. Jenergasse (Novalis, Rückert, Schiller, Kuhlmann)
  7. Über den Markt zum Kirstenschen Haus
  8. Romantikerhaus
Diesen Artikel teilen:

Literaturland Thüringen‹ ist eine gemeinsame Initiative von
Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen · Thüringer Literaturrat e. V. · MDR-Figaro · MDR Thüringen – Das Radio

Gestaltung und Umsetzung XP.DT © 2011-14 [http://www.xp-dt.de]
© Thüringer Literaturrat e.V. [http://www.thueringer-literaturrat.de]

URL dieser Seite: [http://www.literaturland-thueringen.de/artikel/die-erste-kuenstlerkommune-die-fruehromantiker-in-jena/]