Lutz Rathenow – »Freiheit«

Person

Lutz Rathenow

Ort

Jena

Thema

Jede Woche ein Gedicht

Autor

Lutz Rathenow

Alle Rechte beim Autor. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Lutz Rathe­now

Frei­heit

 

Wer klam­mert sich hef­tig an jenes Wort:
weil es weg­flie­gen will, in die Welt.
Welt reimt sich grob auf zerschellt.
Lässt wach­sen sei­nem Nut­zer keine Flügel,
nö, Hoff­nungs­flim­mern im Vor­hof (Herz?):
nie mehr auf Hoff­nung ange­wie­sen sein.
Scheiß­zeit. Zeit­schiss. Ver­riss aller Utopien,
könn­test du (ja, ich) als Erfolg deklarieren.
Wann fängt es an – das Ende? Zum Beispiel
eines Staats­we­sens, Gegen­wart entgleitet,
voll­endete Zukunft. Blöd­sinn. Schöner
Göt­ter­fun­ken, wieso eigent­lich Freude?
Gefan­gen in einem Lied, vor Mitternacht
auf dei­nem  Gewohn­heits­sen­der. Wirst noch
üben müs­sen, bevor du weg­schwebst. Wo
Freude nicht ist, sprich Frei­heit nicht aus.

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