Juliane Stückrad – Sonnenkinder

Person

Juliane Stückrad

Ort

Eisenach

Thema

Mittendrin – literarische Perspektiven auf unsere Gesellschaft

Autor

Juliane Stückrad

Alle Rechte bei der Autorin. Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

Juliane Stück­rad

Son­nen­kin­der

 

Noch regt sich nichts im Gelege, das seit ver­gan­ge­nem Spät­som­mer unter einem Gras­wur­zel­bal­len ver­bor­gen liegt.

»Ödland­schre­cke!« Das Wort geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Es war mit lächer­li­cher Über­be­to­nung bei der Vor­stel­lung des Pro­jekts zum Bau der Hand­ball­halle auf dem Gelände des ehe­ma­li­gen Auto­mo­bil­werks Eisen­ach aus­ge­spro­chen wor­den. Beim Durch­blät­tern der Bau­un­ter­la­gen finde ich die »umwelt­be­zo­ge­nen Infor­ma­tio­nen« zum »Schutz­gut Tiere« und lese, dass im Jahr 2017 die sel­tene Blau­flü­ge­lige Ödland­schre­cke – latei­nisch Oedi­poda cae­ru­le­scens – ent­deckt wor­den ist.

Seit Jah­ren befasse ich mich mit der Trans­for­ma­tion Ost­deutsch­lands. Wie zahl­rei­che andere Autorin­nen und Autoren ringe ich um Erklä­run­gen für Stim­mungs­la­gen und suche neue Per­spek­ti­ven auf »den Osten«. Zuneh­mend über­lege ich, ob die Beschäf­ti­gung mit ande­ren The­men erfül­len­der wäre. In diese Gedan­ken flat­tert die Blau­flü­ge­lige Ödland­schre­cke hin­ein und ver­drängt die Ost­deut­schen mit ihren Debat­ten um blü­hende Land­schaf­ten und die schreck­lich blauen ost­deut­schen Wahl­kreis­kar­ten von mei­nem Schreibtisch.

Die Früh­lings­sonne wärmt den Boden so wohl­tu­end, dass die Lar­ven der Blau­flü­ge­li­gen Ödland­schre­cke schlüp­fen. Sie ähneln in ihrer Gestalt schon den erwach­se­nen Tie­ren. Ihre Far­ben vari­ie­ren in Braun- und Grau­tö­nen, kön­nen auch ins Röt­li­che gehen und pas­sen sich dem Unter­grund an. Dunk­lere, wel­lige Strei­fen über­zie­hen die gedrun­ge­nen Kör­per und die Beine. An den Sei­ten ihrer recht groß wir­ken­den, läng­lich abge­run­de­ten Köpfe mit den mit­tel­lan­gen Füh­lern befin­den sich halb­ku­gel­för­mig her­vor­tre­tende Augen. Ihre kräf­ti­gen Sprung­beine lie­gen eng am Kör­per an. Erst nach der letz­ten Häu­tung sind die Flü­gel funk­ti­ons­tüch­tig ent­wi­ckelt. Daher kon­zen­trie­ren sich die Lar­ven ganz aufs Krab­beln am Boden und die Suche nach Kräu­tern, an denen sie aus­gie­big nagen.

Mitte Juli, an einem frü­hen Nach­mit­tag, die Sonne scheint inten­siv und wird nur ab und zu von hell­grauen Wölk­chen ver­deckt, gehe ich ent­lang des Zauns, der die Indus­trie­bra­che des ehe­ma­li­gen Auto­mo­bil­werks Eisen­ach – kurz AWE – ein­grenzt. Ich halte einen Lage­plan in den Hän­den, auf dem die Flä­chen mit Sich­tun­gen der Blau­flü­ge­lige Ödland­schre­cken gelb schraf­fiert sind. Durch das grüne Metall­zaun­git­ter bli­cke ich auf das Gelände öst­lich des Auto­mo­bil­mu­se­ums, der ver­fal­le­nen denk­mal­ge­schütz­ten Werk­halle mit der Bezeich­nung »O1« und der eins­ti­gen Kan­tine »O5«. Dem Zaun fol­gend, biege ich in süd­li­che Rich­tung ab und trete durch ein geöff­ne­tes Tor. Zwei Män­ner mit Arbeits­klei­dung, deut­lich im Ren­ten­al­ter, ver­put­zen ein Fens­ter­ge­wände am »O5«. Sie haben mich ver­mut­lich längst bemerkt, arbei­ten aber wei­ter, bis ich direkt bei ihnen stehe und sie frage, ob ich auf der Wiese eine sel­tene Heu­schre­cken­art suchen darf. Sie schauen mich ver­dat­tert an, erklä­ren, dass sie vom Auto­mo­bil­bau­ver­ein sind und davon nichts wüss­ten. Ich erläu­tere mein Anlie­gen und zeige eine Abbil­dung der Blau­flü­ge­li­gen Ödland­schre­cke auf mei­nem Lage­plan. Etwas unbe­hol­fen ergänze ich: »Schauen sie, ein ganz ent­zü­cken­des Tier!« »Wis­sen Sie«, ent­geg­nete mir der ältere der bei­den, »was ich ent­zü­ckend finde? Ein Steak auf mei­nem Tel­ler!« Ich ringe mir ein kur­zes Lachen ab und ahne, in wel­che Schub­lade ich gerade gesteckt wurde: Heu­schre­cken­freun­din, Öko-Tante, Veganerin …

Lang­sam laufe ich in par­al­le­len Bah­nen über die ver­trock­nete, kurz gehal­tene Wiese, die von Schot­ter­flä­chen aus ver­dich­te­tem Beton- und Back­stein­bruch durch­setzt ist. Von mei­nen Schrit­ten auf­ge­schreckt, flat­tern kleine weiße Fal­ter auf. Um meine Füße schwir­ren gelb-schwarz gestreifte Erd­wes­pen und mah­nen zur Vor­sicht. Braune Gras­hüp­fer sprin­gen zwi­schen Hal­men und Stän­geln empor, aber kei­ner über­rascht mich mit dem Auf­blit­zen blauer Flügel.

Einige Tage spä­ter, an einem ver­reg­ne­ten Sonn­tag­vor­mit­tag, betrachte ich im Museum Auto­mo­bile Welt ein Modell des AWE. Die Wiese, auf der ich die Blau­flü­ge­lige Ödland­schre­cke gesucht hatte, war einst Stand­ort der Halle »O10« für die Abtei­lun­gen Haupt­me­cha­nik und Werk­zeug­bau. Unser Nach­bar arbei­tete frü­her dort und berich­tet mir am Abend beim Brat­wurst­bra­ten im Gar­ten anschau­lich von den Arbeits­ab­läu­fen. Diese konn­ten nicht opti­mal gestal­tet wer­den, da das mit­ten in der Stadt gele­gene Werk­ge­lände zu wenig Platz für Moder­ni­sie­run­gen bot. Mit der Fried­li­chen Revo­lu­tion im Herbst 1989 eröff­ne­ten sich neue Per­spek­ti­ven für den Auto­mo­bil­bau in Eisen­ach, doch die Rea­li­tät ließ etli­che Träume plat­zen, sodass viele AWE-Beschäf­tigte die Arbeit ver­lo­ren. Bis Mitte der 1990er Jahre waren die meis­ten Werk­ge­bäude, so auch das in den 1930er Jah­ren errich­tete »O10«, abge­ris­sen wor­den und eine Indus­trie­bra­che entstand.

Nach dem Muse­ums­be­such betrachte ich noch­mals die Wiese durch den Zaun. Revo­lu­tio­näre Umbrü­che haben die­ses Stück­chen Erde geformt. Als Folge der Indus­tri­el­len Revo­lu­tion war es für Pflan­zen und Tiere unbe­wohn­bar gewor­den. Durch die Deindus­tria­li­sie­rung nach der Fried­li­chen Revo­lu­tion fan­den Grä­ser, Kräu­ter und Insek­ten ein neues Zuhause. Doch sie müs­sen sich wei­ter­hin auf men­schen­ge­machte Umbrü­che ein­stel­len. Der fran­zö­si­sche Sozio­loge Bruno Latour sieht uns inmit­ten einer Revo­lu­tion, aus­ge­löst von der Beschleu­ni­gung des Koh­len­stoff­zy­klus, der sich kein irdi­sches Wesen mehr ent­zie­hen kann. Zwar liebt die Blau­flü­ge­lige Ödland­schre­cke die Wärme, doch töten starke Hitze und große Tro­cken­heit infolge des Kli­ma­wan­dels ihre Gelege ab.

Im Juli häu­ten sich die Lar­ven der Ödland­schre­cken zum letz­ten Mal. Als Ima­gi­nes haben sie nun ihre cha­rak­te­ris­tisch blauen mit einem schwar­zen Band gerahm­ten Hin­ter­flü­gel. Sie star­ten mit einem kräf­ti­gen Sprung, erhe­ben sich bis zu zwei Metern in die Höhe und kön­nen meh­rere Meter weit fliegen.

Ich benö­tige Exper­tise, um Blau­flü­ge­lige Ödland­schre­cken zu erken­nen, und frage Herrn K., einen Bio­lo­gen, den ich im Früh­jahr bei einer Tagung ken­nen­ge­lernt habe, ob er mir jeman­den emp­feh­len könne. Beschei­den ver­weist er auf sich. Er habe die rot­flü­ge­lige Schwes­ter­art auf Schutt­ke­geln an Abbruch­kan­ten an der Saale erforscht. Herr K. kennt einen Ort in Eisen­ach, der frei zugäng­lich ist und an dem wir Blau­flü­ge­lige Ödland­schre­cken beob­ach­ten kön­nen. Er schlägt vor, dass wir uns an einem Tag tref­fen, für den der Wet­ter­be­richt wär­mere Tem­pe­ra­tu­ren vor­aus­ge­sagt hat. Dann seien sie akti­ver, erklärt er: »Sie sind Sonnenkinder.«

Der ver­ein­barte Treff­punkt ist ein ver­wil­der­tes Grund­stück an einer Neben­straße, zwi­schen Schutt­hau­fen und einer Pap­pel­reihe. Grä­ser und Wild­blu­men über­wu­chern Gra­nit­pflas­te­rung. An sol­chen soge­nann­ten Ruderal­flä­chen schei­tern wir mit der simp­len Auf­tei­lung von Kul­tur als Welt des Men­schen und Natur als Welt der Pflan­zen und Tiere. Ich stehe an einem hybri­den Ort, der bei­des gleich­zei­tig ist. Herr K. kommt mir ent­ge­gen. Er trägt einen gro­ßen und einen klei­nen Kescher in den Hän­den. Wir betrach­ten das Land zu unse­ren Füßen und er erklärt mir, die Blau­flü­ge­lige Ödland­schre­cke liebe Schot­ter- und Sand­flä­chen, die spär­lich bewach­sen sind. Sie sie­del­ten sich auch an mensch­lich geschaf­fe­nen Stand­or­ten in Tage­bauen, Stein­brü­chen und auf Indus­trie­bra­chen an. Eine Ver­brin­gung aus Stein­brü­chen mit Gesteins­ma­te­rial per LKW sei denk­bar. Die ein­zel­nen Popu­la­tio­nen seien unter­schied­lich groß, auch rela­tiv kleine Bestände erwie­sen sich als über­le­bens­fä­hig. Bebau­ung und zuneh­mende Ver­bu­schung seien jedoch ent­schei­dende Gefähr­dungs­fak­to­ren. Herr K. erzählt, dass bei Unter­su­chun­gen zum Bau des Bahn­hofs »Stutt­gart 21« Ödland­schre­cken auf Gleis­schot­ter gefun­den wor­den waren. Blau­flü­ge­li­gen Ödland­schre­cken tauch­ten auch in Thü­rin­gen ent­lang der Ost-West-Bahn­stre­cke auf. Dass ihre Ein­wan­de­rung auf das AWE-Gelände über die nahe­ge­le­ge­nen Bahn­gleise erfolgt sein könnte, hatte ich bereits in der Fauna-Unter­su­chung zum »O1« gelesen.

Es dau­ert nicht lang und Herr K. hat das erste Exem­plar – ein Männ­chen in nahezu per­fek­ter grauer Tarn­fär­bung – ent­deckt. Geschickt stülpt er den Kescher dar­über, greift vor­sich­tig den klei­nen Leib, hebt mit einem sehr fei­nen Zweig einen Deck­flü­gel an und zeigt mir das Blau des Hin­ter­flü­gels. Dann lässt er es in eine Becher­lupe glei­ten. Mit sei­nen Sprung­bein­chen stemmt es sich nach oben und ver­sucht am glat­ten Rand Halt zu fin­den. Durch den Deckel schaue ich der Ödland­schre­cke direkt ins Gesicht und finde sie nied­lich. »Sie erin­nern mich ein biss­chen an die Tier-Figu­ren in den Mor­dillo-Car­toons«, ergänzt Herr K. Acht­sam gehen wir ein paar Schritte. Da flat­tert eine vor uns auf, und ich kann end­lich die blauen Flü­gel in Aktion bestau­nen, wie win­zige Schnip­sel vom Him­mels­blau. Glücks­mo­ment! Dann ist sie auch schon wie­der ver­schwun­den, und Herr K. erklärt mir die Tarn­stra­te­gie. Sie ver­schwinde bei der Flucht nach dem Auf­flie­gen mit einer Haken­lan­dung und narrt damit Feinde wie Vögel und Rep­ti­lien. Mit ihrer Kör­per­fär­bung ver­schmelze sie mit dem Untergrund.

Im Gegen­satz zu ande­ren Heu­schre­cken­ar­ten, sind die Blau­flü­ge­li­gen Ödland­schre­cken sehr leise. Sie stri­du­lie­ren kaum hör­bar vor der Paa­rung. Dabei rei­ben sie die Innen­sei­ten ihrer Sprung­beine an gezähn­ten Adern der Deck­flü­gel. Bevor sich das Männ­chen auf den Rücken des Weib­chens setzt, gibt es mehr ein Krat­zen von sich, als dass es zirpt. Die befruch­te­ten Eier legt das Weib­chen dann in ein Loch, das es mit dem Hin­ter­leib in den Boden bohrt.

Ich erzähle Herrn K. von den Män­nern des Auto­mo­bil­bau­ver­eins. Sie hat­ten berich­tet, dass bei Ver­an­stal­tun­gen der Old­ti­mer-Freunde auf der Wiese viele Autos stün­den. Er meint, offen­bar habe bis­her ein nur jähr­li­ches Tref­fen kei­nen ent­schei­dend nega­ti­ven Ein­fluss gehabt; wenn das jedoch öfter auf der kom­plet­ten Flä­che mit Gele­gen der Schre­cken pas­sierte, sehe die Sache anders aus. Ich über­lege, wie mehr Ver­ständ­nis für die Blau­flü­ge­lige Ödland­schre­cke geweckt wer­den könne? Viel­leicht ist sie eine rekord­ver­däch­tige Sprin­ge­rin und fin­det damit Aner­ken­nung bei den Hand­ball­fans? Da ihre Flü­gel die Farbe des THSV Eisen­ach haben, wäre sie das per­fekte Mas­kott­chen. Ich frage Herrn K.: »Wel­che beson­dere Leis­tung erbringt die Blau­flü­ge­lige Ödland­schre­cke?« Er erwi­dert sehr ernst: »Sie ist ein­fach da. Muss sie was leis­ten?« In der Hand halte ich noch immer die Becher­lupe. Ich schaue in die gro­ßen run­den Augen des gefan­ge­nen Tiers und lasse es frei.

Ende August treffe ich Herrn W., der vor acht Jah­ren die Fauna-Unter­su­chung am »O1« durch­ge­führt hat. Wir sit­zen an sei­nem Küchen­tisch, und er erzählt, dass er Vor­kom­men von Fle­der­mäu­sen und Vögeln doku­men­tie­ren sollte. Bei der Erkun­dung angren­zen­der Bio­top­flä­chen ent­deckte er Blau­flü­ge­lige Ödland­schre­cken. Nach dem Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz, so erklärt er, dür­fen geschützte Arten nicht getö­tet, nicht gestört und ihre Popu­la­tio­nen nicht zer­stört wer­den. Doch dazu müs­sen Kennt­nisse zu Vor­kom­men und Ver­brei­tung vor­lie­gen. Wir brau­chen das Wis­sen von Herrn K. und Herrn W., um sen­si­bel für die Welt der Pflan­zen und Tiere zu wer­den, an die auch unser Über­le­ben gebun­den ist.

Ich stelle mir vor, dass im Früh­ling das Erschei­nen der Blau­flü­ge­li­gen Ödland­schre­cke neben dem »O1« genauso beju­belt wird wie ein Sieg des ThSV in der neuen Hand­ball­halle und schreibe an das Umwelt­amt des Wart­burg­krei­ses. Ich erfahre, »dass die Berück­sich­ti­gung der Ödland­schre­cke bei der Pla­nung bereits vor Jah­ren durch die damals noch zustän­dige Untere Natur­schutz­be­hörde in Eisen­ach erfolgt ist.« Mir wird bestä­tigt, die Anfor­de­run­gen des Insekts wür­den in die Pla­nun­gen ein­flie­ßen. Zusätz­lich erhalte ich hilf­rei­che Infor­ma­tio­nen: Die Blau­flü­ge­lige Ödland­schre­cke gehört nach der Bun­des­ar­ten­schutz­ver­ord­nung zu den weni­gen Heu­schre­cken­ar­ten, die beson­ders geschützt sind. Durch heiße, tro­ckene Som­mer und den damit »ver­bun­de­nen ‚Wald­wan­del‘ mit offe­nen Wald­flä­chen« tauchte sie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren an ver­schie­de­nen Orten Thü­rin­gens auf. Im Wart­burg­kreis gibt es spär­li­che Hin­weise auf ihr Vor­kom­men. In Eisen­ach konnte sie bis­her an der Bahn­trasse und am Hör­sel-Ufer nach­ge­wie­sen wer­den. Ich frage nach den kon­kre­ten Maß­nah­men zum Erhalt der Popu­la­tion am »O1«. Sie sei bei Bau­ar­bei­ten nicht son­der­lich emp­find­lich. Und sollte sie einen Som­mer ein­mal nicht vor­kom­men, kann es sein, dass sie spä­ter wie­der erscheint. Ein »ent­spre­chen­des Habi­tat hin­ter dem Ver­eins­ge­bäude« solle zudem erhal­ten bleiben.

Ob die Gesetze der Blau­flü­ge­li­gen Ödland­schre­cke hel­fen, wird sich nach Abschluss der Bau­ar­bei­ten am »O1« zei­gen. Wer hätte den Mut, ihre Rechte ein­zu­kla­gen, wenn ihr das Über­le­ben dort unmög­lich gemacht würde? Brau­chen wir eine öko­lo­gi­sche Revo­lu­tion, um die Rechte der Natur durchzusetzen?

Wenn die Tage kür­zer und die Nächte küh­ler wer­den, endet mit dem ers­ten Frost das Leben einer Ödland­schre­cken-Genera­tion. Sie stirbt und lässt ihre Gelege im Ver­trauen auf den kom­men­den Som­mer zurück.

 

Der Text erscheint als Teil 10 der Reihe »Mit­ten­drin – lite­ra­ri­sche Per­spek­ti­ven auf unsere Gesell­schaft«, die der Thü­rin­ger Lite­ra­tur­rat e.V. 2025 mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Kul­tur­stif­tung des Frei­staats Thü­rin­gen umsetzte. 

Der Thü­rin­ger Lite­ra­tur­rat dankt der Thü­rin­gi­schen Lan­des­zei­tung für den Abdruck der Reihe.

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