Johannes Plavius – »Noch ein anders«

Thema

Jede Woche ein Gedicht

Autor

Johannes Plavius

aus: Treugedichte. Trawr=gedichte. Lehrsonnette. Georg Rhete d. J., Danzig 1630

Johan­nes Plavius

Noch ein anders

 

Nun hat der sil­ber-mon den run­den­klooß der erden
Zwölf mahl/ in jah­res frist/ mit new­ge­span­ten pferden.
Vmbfahren/ vnd zwölf mahl/ hat er die trübe nacht
Mit vol­lem ange­sicht‹ erleuch­tend‹ angelacht.
Bis end­lich nun ein­mahl der edle tag ist kommen/
Der lang-gewünschte tag/ an dem/ als ich vernommen/
Euch/ schö­nes jungfräwlein/ zu bin­den ist vergunt/
Des fre­wet sich mein geist/ des lachet itzt mein mund.
Weil ich den/ schö­nes bild/ euch gerne wolte binden/
Vnd lei­der die­ses mahl kein ander band kan finden.
Das ewer wür­dig ist/ als bind‹ ich/ wie ich kan/
Mit die­sem bänd­lein euch an ewren namen an.

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