Willibald Alexis

1798      Breslau

1871      Arnstadt

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Willibald Alexis im Autorenlexikon

Willibald Alexis

Autor

Charlotte Krause

Willibald Alexis (* 29. Juni 1798 in Breslau/Wrocław; † 16. Dezember 1871 in Arnstadt) – Schriftsteller, Buchhändler, Theaterkritiker; eig. Georg Wilhelm Heinrich Häring. Seit 1820 Referendar am Berliner Kammergericht, nach seiner ersten Romanveröffentlichung 1824 Berufsaufgabe und Tätigkeit als Schriftsteller.

Alexis gilt als Begründer des realistischen historischen Romans in der deutschen Literatur. Im Zuge seines Refrendariats am Berliner Kammergericht lernte er E. T. A. Hoffmanns Freund Julius Eduard Hitzig kennen, der ihn wiederum mit Friedrich de la Motte Fouqué bekannt machte. Nacht 1824 lebte er als freier Schrifsteller und Feuilletonist verschiedener Zeitungen. Gemeinsam mit Hitzig veröffentlichte Alexis den Neuen Pitaval, »eine Sammlung der interessantesten Kriminalgeschichten aller Länder aus älterer und neuerer Zeit.«

Neben seiner Schrifstellertätigkeit gründete er mehrere Lesegesellschaften, leitete Buchhandlungen, kaufte und verkaufte Häuser, war Theaterkritiker bei der Vossischen Zeitung und reist durch Frankreich, Skandinavien und Ostpreußen. 1856 erlitt Alexis einen ersten Schlaganfall, vier Jahre später einen zweiten. Da sein Gedächtnis als Folge dessen stark beschädigt wurde, stellte er nach und nach sein literarisches Schaffen ein und war daraufhin auf die Unterstützung der Deutschen Schillerstiftung angewiesen.

Willibald Alexis ist auf dem Alten Friedhof Arnstadt beigesetzt.

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