Salomo Friedlaender

1871      Gollantsch bei Posen

1946      Paris

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Weimar

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Salomo Friedlaender

Salomo Friedlaender wurde am 4. Mai 1987 in Gollantsch bei Posen geboren. Aus einer wohlhabenden Arztfamilie stammend studierte er ab dem dreiundzwanzigsten Lebensjahr zunächst in München Medizin, bald darauf Zahnmedizin in Berlin. Dort jedoch wandte er sich in der Folge von der Medizin ab hin zur Philosophie. In seinem daraufhin 1897 in Jena begonnenns Studium der Archäologie, Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte promovierte er 1902.

Ab 1906 lebte und arbeitete Friedlaender als freier Schriftsteller in Berlin. Dort schloss er unter anderem Freundschaften mit Martin Buber, Else Lasker-Schüler, Erich Mühsam oder Herwarth Walden und veröffentlichte unter dem Pseudonym Mynona (Anonym rückwärts gelesen) erste literarische Texte in expressionistischen Zeitschriften wie Der Sturm oder Die Aktion. Zusammen mit Anselm Ruest gründete er 1919 außerdem den Stirner-Bund sowie die Zeitschrift Der Einzige.

In seinen Texten kombiniert Friedlaender expressionistische und dadaistische Elemente mit grotesken und parodistischen Formen. Außerdem äußerte er in seinen der literarischen Avantgarde zuzuordnenden Werken nicht selten harsche Gesellschaftskritik.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigrierte Friedlaender nach Paris, wo er am 9. September 1946 im Alter von 75 Jahren verarmt starb.

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