Moritz August von Thümmel

1738      Schönefeld bei Leipzig

1817      Coburg

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Gotha

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Gotha unter Ernst II. und dessen Sohn Emil August

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Moritz August von Thümmel

Moritz August von Thümmel wurde auf dem Rittergut Schönefeld bei Leipzig geboren. Nachdem der väterliche Besitz durch Kriegsumstände in preußische Hände fiel, zog die Familie nach Zwickau, wo Moritz August von Thümmel Unterricht durch einen Hauslehrer erhielt. 1754 bis 1756 besuchte er die Klosterschule im thüringischen Roßleben. Anschließend studierte er an der Leipziger Universität. Während seines Jurastudiums trat er in den literarischen Kreis um Christian Fürchtegott Gellert wo er sich mit Ewald Christian von Kleist, Gottlieb Wilhelm Rabener und Christian Felix Weiße befreundete. 1761 wurde er Kammerjunker bei Erbprinz Ernst Friedrich von Sachsen-Coburg-Saalfeld, der ihn 1768 für seine treuen Dienste damit belohnte, daß er ihn zum Wirklichen Geheimen Rat und zum Coburgischen Minister ernannte.

Mit dem ›prosaisch-komischen‹ Epos »Wilhelmine oder der vermählte Pedant« begründete er 1764 seinen Ruhm.

1783 schied er aufgrund eines Mißverständnisses aus dem herzoglichen Dienst aus und lebte die letzten 30 Jahre seines Lebens in Gotha und auf Gut Sonneborn bei Gotha. Er stand dabei in regen Kontakt mit dem Gothaer Hof und seinem Freund Friedrich Wilhelm Gotter. In den letzten Lebensjahren reiste er des öfteren nach Coburg, wo er 1817 starb. Sein Grab befindet sich unterhalb von Schloß Falkenegg in Coburg.

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