Max Osborn

1870      Köln

1946      New York

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Max Osborn – »Der bunte Schleier«

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Max Osborn

(* 10. Februar 1870 in Köln; † 24. Sep­tem­ber 1946 in New York) Kunst­kri­ti­ker, Jour­na­list, Schrift­stel­ler.

Max Osborn wuchs in einer sephar­di­schen Ban­kiers­fa­mi­lie auf. Sein Vater benannte den Fami­li­en­na­men nach sei­ner Geburt von »Ochse« nach »Osborn« um. Von Köln sie­delte die Fami­lie nach Ber­lin über, wo Osborn am Wil­helms-Gym­na­sium sein Abitur machte. Dar­auf­hin stu­dierte er in Hei­del­berg, Mün­chen und Ber­lin Ger­ma­nis­tik und Kunst­ge­schichte. Er schloss sein Stu­dium mit einer Pro­mo­tion bei Erich Schmidt. Er hei­ra­tete 1896 Mar­tha Boas, mit der er zwei Kin­der hatte. Seine Hoch­zeits­reise führte ihn nach Wei­mar, wo er sich auch spä­ter mehr­fach auf­hielt.

1894 bis 1914 war er Mit­her­aus­ge­ber des Jah­res­be­rich­tes für neuere Deut­sche Lite­ra­tur­ge­schichte. 1900 arbei­tete er als Redak­teur bei der Ber­li­ner Natio­nal-Zei­tung. Zudem war er 1914 bis 1933 Kunst­kri­ti­ker der Vos­si­schen Zei­tung, für die er zusätz­lich wäh­rend des Ers­ten Welt­krie­ges an allen deut­schen Fron­ten als Kriegs­kor­re­spon­dent tätig war. Des Wei­te­ren machte er sich als Her­aus­ge­ber (gemein­sam mit Adolf Michae­lis, Josef Neu­wirth, Adolf Phil­ippi und Felix Becker) des Hand­buchs der Kunst­ge­schichte einen Namen. Über­dies beschäf­tigte er sich mit ver­schie­de­nen (kunst-)geschichtlichen The­men – von der Stadt Ber­lin als Kunst­stadt bis hin zu Fritz August Breu­haus de Groot und Franz Krü­ger.

Als Mit­be­grün­der und Mit­ar­bei­ter des Jüdi­schen Kul­tur­bun­des fie­len seine Bücher 1933 nach der Macht­über­grei­fung der Natio­nal­so­zia­lis­ten der Bücher­ver­bren­nung zum Opfer. Nach­dem er sich 1933/34 in Paläs­tina auf­ge­hal­ten hatte, emi­grierte er 1938 nach Paris, floh jedoch bereits 1941 in die USA. Seine Memoi­ren Der bunte Spie­gel mit einem Vor­wort von Tho­mas Mann erschie­nen 1945 in New York.

 

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