Edelbert Richter

Edel­bert Rich­ter wurde 1943 in Chem­nitz gebo­ren. 1961 begann er ein Stu­dium der Phi­lo­so­phie in Leip­zig, von dem er noch im glei­chen Jahr aus poli­ti­schen Grün­den exma­tri­ku­liert wurde. Von 1961–1963 arbei­tete er dann »zur Bewäh­rung in der Pro­duk­tion« als Kran­füh­rer. Von 1963 bis 1968 stu­dierte er Theo­lo­gie in Halle und war Assis­tent am Kate­che­ti­schen Ober­se­mi­nar in Naum­burg und Stö­ßen. In den Jah­ren von 1974–1979  war er Pfar­rer in Naum­burg und Stößen.

Nach Ein­rei­chung sei­ner Dis­ser­ta­tion wurde er 1976 zum Dr. theol. pro­mo­viert. Zwi­schen 1977 und 1987 arbei­tete Rich­ter als Stu­den­ten­pfar­rer in Naum­burg und begann in oppo­si­tio­nel­len Grup­pen tätig zu wer­den. 1987 wurde er Pfar­rer in Erfurt und arbei­tete als Dozent an der Pre­di­ger­schule in Erfurt.

Im August 1989 war er Mit­be­grün­der des Bür­ger­bünd­nis­ses »Demo­kra­ti­scher Auf­bruch«. Von 1990–2005 war er Mit­glied der SPD. Edel­bert Rich­ter war Mit­glied der letz­ten Volks­kam­mer der DDR. Von 1991–1994 saß er als Abge­ord­ne­ter im Euro­päi­schen Par­la­ment. Ab 1991 war er Mit­glied der Grund­wer­te­kom­mis­sion beim Par­tei­vor­stand der SPD.

In den Jah­ren von 1994–2002 war Rich­ter Mit­glied des Deut­schen Bun­des­ta­ges und von 2000- 2002 Mit­glied der Enquete­kom­mis­sion »Glo­ba­li­sie­rung der Welt­wirt­schaft«; er war Mit­glied der Ver­ei­ni­gung Deut­scher Wis­sen­schaft­ler und seit 2000 enga­giert bei Attac und Mit­glied des Willy-Brandt-Krei­ses. 2007 ver­ließ Rich­ter die SPD und wurde Mit­glied der Par­tei »Die Linke«. Er lebt in Weimar.

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