Anne Louise Germaine de Staël

1766      Paris

1817      Paris

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Anne Louise Germaine de Staël

Anne Louise Ger­maine Necker wurde am 22. April 1766 als Tocher eines Gen­fer Bür­gers und spä­te­ren Poli­ti­kers und der Phil­an­thro­pin Suzanne Curchod in Paris gebo­ren, wo sie ihre Kind­heit und Jugend ver­brachte. In dem von ihrer Mut­ter geführ­ten Salon lernte sie Autoren der Auf­klä­rung ken­nen und begann früh, sich lite­ra­risch aus­zu­drü­cken. 

Mit zwan­zig Jah­ren hei­ra­tete sie Baron Erik Magnus Stael von Hol­stein, der als schwe­di­scher Bot­schaf­ter in Paris lebte. Als Madame de Staël-Hol­stein wurde sie durch ihren Mann am fran­zö­si­schen Hof ein­ge­führt. 

Obgleich sie zunächst wie viele Adlige mit der Fran­zö­si­schen Revo­lu­tion von 1789 sym­pa­thi­sierte, floh sie ange­sichts deren Radi­ka­li­sie­rung 1792 in die Schweiz auf den Besitz ihres Vaters Schloß Cop­pet bei Genf, von wo aus sie eine län­gere Reise nach Eng­land unter­nahm. Von hier aus setzte sie sich mit einer Schrift für Marie-Antoi­nette ein, jedoch ohne Erfolg. 1796 wurde ihre in Eng­land ent­stan­dene Schrift »De l’influence des pas­si­ons sur le bon­heur des indi­vi­dus et des nati­ons« ver­öf­fent­licht.

1794 lernte sie in Cop­pet den Publi­zis­ten Ben­ja­min Con­stant ken­nen, mit dem sie eine lang­jäh­ri­ge­Be­zie­hung ver­band. 1795 kehrte sie mit Con­stant nach Paris zurück, wurde jedoch als­bald als Ver­däch­tige eines königs­treuen Umstur­zes aus der Stadt ver­bannt, in die sie 1796 zurück­keh­ren durfte. Auf­grund ihrer Hal­tung gegen Napo­leon, mit dem sie zunächst sym­pa­ti­siert hatte, wurde sie 1802 erneut der Stadt Paris und spä­ter auch des Umlan­des der Stadt ver­wie­sen.

1803 unter­nahm sie eine Reise durch Deutsch­land, die sie zunächst nach Wei­mar führte, wo sie Wie­land, Schil­ler und Goe­the traf. In Ber­lin machte sie unter ande­rem die Bekannt­schaft August Wil­helm Schle­gels, mit dem sie 1804 eine Reise durch Ita­lien unter­nahm.  Nie­der­schlag fand ihre Deutsch­land­reise in ihrem beann­tes­ten Buch, »De l’Allemagne«, wel­ches 1810 unmit­tel­bar nach sei­nem Erschei­nen auf­grund ihres idea­li­sier­ten Deutsch­land­bil­des in Frank­reich zen­siert und maku­liert wurde. Es konnte erst 1813 erschei­nen, dank von Schle­gel auf­be­wahr­ter Kor­rek­tur­fah­nen.

Nach Rei­sen nach Öster­reich, Ruß­land, Schwe­den und Eng­land lebte sie bis zu ihrem Tod am 14. Juli 1817 in Paris und Cop­pet.

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