Gasthaus zum weißen Schwan
[Weimar]

Lokation

Frauentorstraße 23
99423 Weimar

50.977784, 11.32876

Zugehörige Gemeinde

Weimar

Um 1500 ent­stan­de­nes Gast­haus am Wei­ma­rer Frau­en­tor (heute: Frau­en­tor­straße 23), durch das im 16. Jahr­hun­dert der gesamte Ver­kehr ging. 1523 kehrte Lucas Cra­nach bei sei­ner Ankunft in Wei­mar hier ein. Eine an der West­seite ein­ge­mau­erte Kano­nen­ku­gel erin­nert an die Beschie­ßung und Plün­de­rung der Stadt durch napo­leo­ni­sche Trup­pen im Jahre 1806. Am 18. Februar 1827 schrieb Goe­the an Zel­ter »Der weiße Schwan begrüßt dich jeder­zeit mit offe­nen Flü­geln.« Zu sei­nen berühm­ten Gäs­ten gehö­ren neben Goe­the, Schil­ler, Ecker­mann, Zel­ter, Franz Liszt, Peter Cor­ne­lius, Arnold Böck­lin, Franz von Len­bach; im Okto­ber 1926 erlebte Harry Domela als Prinz Wil­helm von Preu­ßen mit Hof­bä­cker­meis­ter Arno Schmidt hier unver­geß­li­che Stun­den, im Januar 1937 nahm Samuel Beckett für einige Tage Quar­tier im »Wei­ßen Schwan«.

1910 erwarb Karl Ziege das Gast­haus zum wei­ßen Schwan und führte ihn bis in die 1960er Jahre in Fami­li­en­be­sitz. Karl Ziege ret­tete das his­to­ri­sche Gäs­te­buch des »Wei­ßen Schwans«, in wel­ches sich zahl­rei­che illus­tre Gäste der Wei­ma­rer Repu­blik ein­tru­gen (im Juli 1919 hatte Gus­tav Noske den Wahl­spruch „Nie den Mut ver­lie­ren.“ hin­ein­ge­schrie­ben), über die Jahre bis in die Gegen­wart. Heute ist es im Besitz des Wei­ma­rer Stadt­mu­se­ums. 

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