Wartburg Eisenach
[Eisenach]

Lokation

Auf der Wartburg 1
99817 Eisenach

50.966289, 10.306334

Zugehörige Gemeinde

Eisenach

Gebiet

Literarische Museen und Gedenkstätten

Weiterführende Informationen

Wartburg Eisenach

Der Legende nach um 1067 von Graf Lud­wig dem Sprin­ger gegrün­det, wurde die Wart­burg 1080 erst­mals von Bruno, dem Bischof von Mer­se­burg in sei­nem Buch vom Sach­sen­krieg »De bello Saxo­nico« nach­weis­lich erwähnt.

Wie­derum ins Reich der Legende weist der Sän­ger­krieg auf der Wart­burg, der hier im Jahre 1206 zur Regie­rungs­zeit Land­gra­fen Her­mann I. statt­ge­fun­den haben soll. Unter den sechs Min­ne­sän­gern, die den Wett­streit aus­ge­tra­gen haben sol­len, befan­den sich Wolf­ram von Eschen­bach, Walt­her von der Vogel­weide und Hein­rich von Ofter­din­gen.

1211 bis 1228 war die Wart­burg Wohn- und Wir­kungs­stätte der aus Ungarn stam­men­den Prin­zes­sin Eli­sa­beth, die sich nach dem Tod ihres Man­nes, Lud­wig dem IV., der Armen­pflege wid­mete und als Hei­lige in die Geschichte ein­ging.

Schutz bot die Burg auch für den für vogel­frei erklär­ten Refor­ma­tor Mar­tin Luther, wel­cher hier 1521–1522 im frei­wil­li­gen Exil unter dem Namen Jun­ker Jörg das Neue Tes­ta­ment ins Deut­sche über­trug und die Bibel für das ein­fa­che Volk les­bar machte.

1777 hielt sich Goe­the fünf Wochen auf der Wart­burg auf. Spä­ter regte er an, auf der Wart­burg ein Museum ein­zu­rich­ten.

Zum 300. Refor­ma­ti­ons­ju­bi­läum und anläss­lich des vier­ten Jah­res­ta­ges der Leip­zi­ger Völ­ker­schlacht gegen die napo­leo­ni­sche Fremd­herr­schaft ver­sam­meln sich am 18. Okto­ber 1817 fünf­hun­dert Stu­den­ten zum Wart­burg­fest, der ers­ten bür­ger­lich-demo­kra­ti­schen Ver­samm­lung in Deutsch­land. Unter dem Motto »Ehre – Frei­heit – Vater­land« kämp­fen sie um einen geein­ten Natio­nal­staat.

Nach der Novem­ber­re­vo­lu­tion 1918 und der Abdan­kung der Fürs­ten wurde 1922 die Wart­burg Stif­tung gegrün­det, die sich bis heute für den Erhalt der Wart­burg ein­setzt. Seit 1999 gehört die Wart­burg zum UNESCO-Welt­kul­tur­erbe.

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