Sonneberg
[Gemeinde]

Lokation

Am Stadtpark
96515 Sonneberg

50.360681, 11.172559

Weiterführende Informationen

Sonneberg

Sonneberg

Autor

Jens Kirsten

Thüringer Literaturrat e.V.

1780 wurde Johann Kon­rad Ihling in Son­ne­berg gebo­ren. Nach einem Stu­dium der Theo­lo­gie und klas­si­schen Phi­lo­lo­gie wirkte er ab 1812 als Gym­na­si­al­di­rek­tor in Mei­nin­gen. Nach sei­ner Pen­sio­nie­rung lebte er wie­der in Son­ne­berg, wo er 1838 starb.

Der 1878 in Son­ne­berg gebo­rene Curt Crae­mer arbei­tete als Export­kauf­mann. Aus sei­ner Hand stammt das 1900 ver­öf­fent­lichte Rei­se­buch »Aus mei­ner Wan­der­zeit. Rei­se­ein­drü­cke eines jun­gen Kauf­manns in Süd-Afrika, Indien, Cey­lon, Sin­g­a­pore, Java, China, Japan, Aus­tra­lien, Neu­see­land, Samoa, Hawai, den Ver­ei­nig­ten Staa­ten und Canada. 100.000 Kilo­me­ter zu Was­ser und zu Lande«.

1897 wurde der Schrift­stel­ler und Phi­lo­soph Wal­ter Schub­art in Son­ne­berg gebo­ren.  Nach dem Ers­ten Welt­krieg stu­dierte er Jura und wurde Syn­di­kus an der Kunst­aka­de­mie in Mün­chen, spä­ter Rechts­an­walt am Ober­lan­des­ge­richt Jena. 1929 hei­ra­tete er die russ­si­sche Aris­to­kra­tin Vera Eng­lert, mit der er 1933 nach Riga ging. Dort stu­dierte er neu­er­lich Phi­lo­so­phie und arbei­tete als Dozent für Phi­lo­so­phie an der Uni­ver­si­tät Riga. Nach der Beset­zung Lett­lands durch die Rus­sen, schei­terte sein Ver­such, sich abzu­set­zen. Er geriet in Kon­flikt mit dem sowje­ti­schen Sys­tem und wurde 1941 nach Sibi­rien depor­tiert, wo sich seine Lebens­spur ver­lor.

Aus Son­ne­berg stammt die 1930 gebo­rene Johanna Hoff­mann, die die Fach­schule für ange­wandte Kunst besuchte und ab 1950 im Gesund­heits­we­sen und im Kul­tur­bund der DDR arbei­tete. Ab 1954 war sie frei­be­ruf­li­che Jour­na­lis­tin und ab 1960 frei­be­ruf­li­che Schrift­stel­le­rin. Sie lebt in Erfurt.

1942 in Son­ne­berg gebo­ren wurde Hubert Bär, der in Ober­fran­ken und Nord­ba­den auf­ge­wach­sen ist. Er stu­dierte Ger­ma­nis­tik, Roma­nis­tik, Geschichte und Poli­to­lo­gie und war von 1973–2003 Leh­rer an einer berufs­bil­den­den Schule in Lud­wigs­ha­fen und von 1993–1997 Lite­ra­tur­re­dak­teur der Zeit­schrift »Pas­sa­gen«. Er lebt in Neckar­ge­münd.

Zu den Mund­art­au­toren des hen­ne­ber­gisch-itz­grün­di­schen Sprach­rau­mes gehört der aus Son­ne­berg stam­mende Adolf Fleisch­mann (1819–1890), der in Son­ne­berg gebo­rene Julius Heß (1877–1956), der 1941 in Güs­trow gebo­rene und in Son­ne­berg lebende Karl-Heinz Groß­mann, der viele Jahre in Son­ne­berg als Leh­rer wirkte und seit vie­len Jah­ren den Arbeits­kreis Mund­art Süd­thü­rin­gen lei­tet, und der 1970 in Son­ne­berg gebo­rene Dirk Seli­ger.

1965 wurde Peter Ralf Hof­mann in Son­ne­berg gebo­ren, der in Thü­rin­gen auf­wuchs. Hof­mann war Mode­ra­tor und Repor­ter beim Rund­funk in Ber­lin-Bran­den­burg und Sach­sen-Anhalt und frei­schaf­fen­der Rund­funk­jour­na­list. Er ist Autor meh­re­rer Lyrik- und Pro­sa­bände.

In Son­ne­berg lebt der Mund­art- und Kri­mi­nal­schrift­stel­ler Karl Heinz Groß­mann, der 1941 in Güs­trow gebo­ren wurde und in Son­ne­berg auf­ge­wach­sen ist. Er gehörte in den 1970er Jah­ren zu den Grün­dern des Arbeits­krei­ses Mund­art Süd­thü­rin­gen, des­sen Vor­sit­zen­der er ist.

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