Ingersleben
[Gemeinde]

Lokation

Karl-Marx-Straße
99192 Ingersleben

50.920523, 10.934153

Ingersleben wurde 1111 erstmals erwähnt. 1351 wurden die Herren von Ingersleben erstmals urkundlich erwähnt, die die Geschichte des Ortes mit ihre im Zentrum gelegenen Wasserburg über Jahrhunderte prägten.  Ab 1380 besaßen die Freiherren von Gleichen Güter in Ingersleben. Später entstand hier ein Rittergut entstand, das bis 1518 im Besitz von Dittrich von Ingersleben war; 1602 kaufte es der Waidhändler Hans von Ziegler. Ab 1631 gehörte der Ort zur Grafschaft Gleichen.

1786 ging das Rittergut in den Besitz des Barons Otto von Münchhausen über, der als Hofmarschall im Dienst des Gothaer Hofes stand, Er war ein Neffe des berühmten Lügenbarons Hieronymus von Münchhausen. 1883 kaufte es Ökonomierat Robert Wagner, der durch Umbaumaßnahmen ein repräsentatives schlossähnliches Herrenhaus schuf, das nach 1945 abgerissen wurde.

Auf dem Rittergut Ingersleben arbeitete der Schriftsteller Gustav Freytag an seinem Roman-Zyklus »Die Ahnen« (1873-1884).

Aus I. stammt Otto Senffleben (1867-1936), später Pfarrer in Sonneborn und Kirchenrat in Gotha, der Mitbegründer der kirchlichen Wochenzeitung „Glaube und Heimat“.

Die Schriftstellerin Frieda von Bülow (1857–1909) verbrachte mit ihrer Schwester, Margarethe von Bülow (1860–1884), prägende Kindheits- und Jugendjahre in Neudietendorf und Ingersleben.

in Ingersleben

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