Hainichen
[Gemeinde]

Lokation

Dorfstr. 24
07778 Hainichen

50.99551, 11.624253

Weiterführende Informationen

Hainichen

Autor

Detlef Ignasiak

Das literarische Thüringen, Bucha 2018.

In Hai­ni­chen wurde 1775 Paul Johann Anselm von Feu­er­bach gebo­ren, der in Frank­furt am Main auf­wuchs. Zum Stu­dium ging er nach Jena, wo er Jura stu­dierte und anschlie­ßend zum ein­fluss­reichs­ten deut­schen Straf­recht­ler des 19. Jahr­hun­derts wurde. Er war der Begrün­der der moder­nen Kri­mi­nal­wis­sen­schaft.

Im baye­ri­schen Jus­tiz­dienst tätig, machte er Reform­vor­schläge, die unter ande­rem die Abschaf­fung der Fol­ter im »Straf­ge­setz­buch für das König­reich Bay­ern« von 1813 fest­schrie­ben. Seine »Uni­ver­sal­ju­ris­pru­denz« wurde als ein Zusam­men­spiel von ver­nunft-begrün­de­tem Natur­recht und posi­ti­vem, äußer­lich-nor­mier­tem Geset­zes­recht die Basis für Straf­rechts­re­for­men in ganz Europa. Er starb 1833 in Frank­furt am Main.

In Hain­spitz, nahe der Kir­che, wird auf einem Stein an Feu­er­bach erin­nert. Eine kleine Aus­stel­lung zu sei­nem Leben in der Kir­che ergänzt das Geden­ken.

In Feu­er­bachs Tauf­ein­trag steht: „Der Vater die­ses Kin­des war der Krausin angeb­li­cher Ver­lob­ter, ein Stu­dio­sus aus Jena, Feu­er­bach aus Frank­furt am Main gebür­tig.“

Feu­er­bach hat in sei­ner Jenaer Zeit Hai­ni­chen besucht und im »Tage­buch« (16. 4. 1798) notiert: »Selige himm­li­sche Stun­den habe ich in dei­ner Stille ver­lebt, lie­bes Dörf­chen! Hier möchte ich mit einem Weibe wie Mine Trös­ter meine Tage ver­le­ben.«

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