Ballstädt
[Gemeinde]

Lokation

Hauptstraße
99869 Ballstädt

51.033873, 10.716724

Weiterführende Informationen

Ballstädt

In Ball­städt wurde 1584 Tobias Kiel als Sohn eines Pfar­rers gebo­ren. Er besuchte das Gym­na­sium in Gotha, stu­dierte Theo­lo­gie in Jena. Von 1606 bis 1613 war er im Schul­dienst in Ball­städt; von 1613–1626 Pfar­rer in Eschen­ber­gen bei Gotha. Im Sep­tem­ber 1626 wurde er auf eine Pfarr­stelle nach Ball­städt beru­fen, jedoch starb er, bevor er sie antre­ten konnte. Er ver­faßte ein Schau­spiel und schrieb zahl­rei­che Kir­chen­lie­der, von denen einige in die von Michael Alten­burg 1621 in Erfurt her­aus­ge­ge­be­nen »Kir­chen- und Haus­ge­sänge« auf­ge­nom­men wur­den. Zu ihnen zählt das heute noch bekannte Weih­nachts­lied »Ach, mein herz­lie­bes Jesu­lein«, das Ster­be­lied »Herr Gott, nun schleuß den Him­mel auf« und das Oster­lied »Macht auf die Thor der Gerech­tig­keit«.

Aus Ball­städt stammt auch der geist­li­che Dich­ter Johann Mar­ter­steck (1628–1663), der als Sohn eines Pre­di­gers gebo­ren wurde. Nach sei­ner Aus­bil­dung wirkte er als Hof­inspek­tor auf Schloss Frie­den­stein in Gotha. Ihm wird das Kir­chen­lied »Wie soll ich doch die Güte dein, Jesu, genug­sam loben« zuge­schrie­ben, das 1655 anonym im Gothaer Kan­tio­nal erschien.

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