Johann Wolfgang Goethe – »Mailied«

Person

Johann Wolfgang von Goethe

Ort

Weimar

Thema

Das tägliche Gedicht

Autor

Johann Wolfgang Goethe

Johann Wolfgang Goethe, Sämtliche Werke, Band 1.1, München 1985.

 

Wie herr­lich leuch­tet
Mir die Natur!
Wie glänzt die Sonne!
Wie lacht die Flur!

Es drin­gen Blü­ten
Aus jedem Zweig
Und tau­send Stim­men
Aus dem Gesträuch

Und Freud‹ und Wonne
Aus jeder Brust.
O Erd‹, o Sonne!
O Glück, o Lust!

O Lieb‹, o Liebe!
So gol­den schön,
Wie Mor­gen­wol­ken
Auf jenen Höhn!

Du seg­nest herr­lich
Das fri­sche Feld,
Im Blü­ten­dampfe
Die volle Welt.

O Mäd­chen, Mäd­chen,
Wie lieb‹ ich dich!
Wie blickt dein Auge!
Wie liebst du mich!

So liebt die Ler­che
Gesang und Luft,
Und Mor­gen­blu­men
Den Him­mels­duft,

Wie ich dich liebe
Mit war­mem Blut,
Die du mir Jugend
Und Freud‹ und Mut

Zu neuen Lie­dern
Und Tän­zen gibst.
Sei ewig glück­lich,
Wie du mich liebst!

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